3442269210 - Du. Wirst. Vergessen.: Roman (Suzanne Young)

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3442269210 - Du. Wirst. Vergessen.: Roman (Suzanne Young)

Beitragvon Schreibwerkstatt » 06.08.2013, 13:58

Titel: Du. Wirst. Vergessen.: Roman
Autor: Suzanne Young
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

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Schreibwerkstatt
 
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3442269210 - Du. Wirst. Vergessen.: Roman (Suzanne Young)

Beitragvon blackheaven » 06.08.2013, 13:58

Habe es auf Englisch gelesen, man kann aber nur das deutsche Buch auswählen.


“…some things are better left in the past. And true things are destined to repeat themselves.”

3/5 Sterne

Cover: Mir gefällt das Cover nicht. Da ich das Buch auf Pulse:it gelesen habe, musste ich es also auch nicht allzu oft ansehen. Ich weiß nicht was genau mir nicht gefällt, ich finde es im Allgemeinen einfach nicht passend und auch irgendwie durchschaubar. Ich dachte vielleicht würde es mir am Ende des Buches gefallen, weil sich dann etwas daraus ergibt, aber nein nicht wirklich.

Plot: In dem Buch “The Program” geht es um die 16-jährige Sloane, sie lebt in einer Welt in der Suizid und Depression als Epidemie über die Jugendlichen ausgebrochen ist und die Regierung wirkt dem mit einer Organisation namens “The Program” entgegen. Jeden Morgen müssen alle Schüler einen Fragebogen ausfüllen, indem sie gefragt werden ob es ihnen schlecht geht und ob je jemand in ihrer näheren Umgebung Suizid begangen hat. Sloane muss die letzte Frage immer mit Ja beantworten, da sich vor einiger Zeit ihr großer Bruder umgebracht hat. Dieser hat sie und einen guten Freund, James, welcher auch Sloanes Boyfriend ist, mit zu einem See genommen, sich verabschiedet und dann ertränkt. Sobald man diese Fragen irgendwie verdächtig beantwortet oder sich verdächtig verhält, kann man geflagt werden und wird vom Program abgeholt. Sloane und James gehörten zu einer Clique, eine ihrer Freundinnen wurde vor einiger Zeit ins Program geholt und kommt zu Beginn des Buches wieder. Lacey, die besagte Freundin, war mit ihrem Freund Miller zusammen, welcher unbedingt wissen will, ob sie ihn wirklich vergessen hat, da sie einem im Program jegliche Erinnerungen nehmen, die einen infiziert haben könnte. Da sie ihn nicht wieder erkennt, bricht er zusammen und bringt sich im Endeffekt um. Woraufhin auch James, der sonst immer sehr stark ist und Sloane beschützt zusammenbricht. Sie versucht die Fassade aufrecht zu erhalten, sie darf sich niemanden anvertrauen, jegliches Anzeichen von Trauer wird als Infektion gewertet. So kommt es wie es kommen muss und James wird geflagt und ins Program aufgenommen. Sloane übersteht die Zeit wo James weg ist mehr schlecht als recht, aber schafft es irgendwie sich zusammen zu halten und nicht zu zerbrechen. Nach einiger Zeit wird James zurück in die Gesellschaft eingeführt und Sloane trifft ihn, in einer Umgebung wo sie zwar beobachtet werden, aber es ihnen nicht verboten ist zu kommunizieren. Sloane macht auf sich aufmerksam und als sie bemerkt, dass er sie absolut nicht wieder erkennt, bricht sie zusammen. Sie streitet sich mit ihren Eltern, welche daraufhin the Program alamieren und Sloane wird abgeholt. Sie weigert sich zunächst, rennt auf ihr Zimmer und versteckt ein Foto und einen Ring in ihrer Matratze in der Hoffnung, dass diese nicht ausgetauscht wird und sie sich daran erinnern wird. Bevor die “Handler” sie mitnehmen können, sticht sie sich noch mit einer Schere ins Handgelenk. Sie überlebt und sitzt im Program fest. Ihr Verhalten wechselt nun immer wieder zwischen “Ich tue was sie wollen um nach Hause zu kommen” und “Ich liefere ihnen einen Kampf, bevor sie mir alles nehmen was ich noch habe”. Sie lernt Realm kennen und beginnt Freundschaft mit ihm zu schließen, geht jeden Tag zu ihren Therapiestunden und wird irgendwann wieder ausgegliedert. Nun muss sie sich ohne Erinnerungen in ihrer alten Welt zurecht finden, wo jeder mehr über sie weiß als sie selbst.

Eigene Meinung: Ich habe lange gebraucht um mir eine richtige Meinung über dieses Buch zu bilden. Zu Beginn es ist wirklich leicht zu lesen, man kommt gut rein und man liest es wirklich schnell. Es ist dann doch relativ fesselnd. Der Schreibstil ist sehr einfach und man ist manchmal etwas gelangweilt von immer wieder gleichen Sätzen. Wenn man davon absieht, kann man es wirklich gut lesen. Ich lese sehr viele YA-Bücher und was mich gerade bei diesem so sehr stört ist, dass die Hauptfigur einfach nur naiv, dumm und alleine nicht überlebensfähig ist. Nun ist es der Anfang einer Reihe, vielleicht entwickelt sie sich noch, aber in diesem Buch war es einfach schlimm. Sobald James nicht mehr bei ihr ist, fängt sie an zusammen zu brechen, ihr ganzes Leben besteht quasi aus James. Wenn sie ins Program kommt und ihr ihre “infizierten” Erinnerungen genommen werden, drehen diese sich fast ausschließlich um James. Das ist das eine. Das andere ist: sie bekommt immer wieder Pillen und nimmt sie einfach. Will aber einen auf Rebell machen. Selbst wenn sie weiß wofür die Pillen sind, wehrt sie sich kaum dagegen. Klar, sie nimmt die Pillen nicht mehr und bekommt es dann gespritzt. Aber ist ihr auch nur einen Moment lang eingefallen, dass sie zumindest die 2. Pille nur in ihrem Mund verstecken müsste, um sie danach auszuspucken? Nein. Sie vertraut sich sofort dem nächst besten an, der versucht mit ihr befreundet zu sein, auch wenn sie zunächst abwehrend ist, lässt sie sich einfach so schnell einlullen. Sie kann alleine einfach nicht existieren und das ist etwas was mich ganz arg an ihr stört, vor allem da sie am Ende des Buches so etwas wie eine gewisse Macht gereicht bekommt und sie soll nun darüber entscheiden was sie tut? Generell auch die Storyline mit James, ja eine schöne Liebesgeschichte, aber leider nur oberflächlich. Wow wir finden uns wieder nachdem wir unsere Erinnerungen verloren haben, weil unser Herz sich erinnert? Schöne Idee, aber leider nicht so gut umgesetzt.
Eine weiter Kleinigkeit die mir aufgestoßen hat, war folgendes: Sloane lebt in dieser Welt in der sie jegliche Gefühle runterschlucken muss, keine Trauer zeigen darf. Sie sagt es selbst einmal im Buch, dass sie nicht einmal wirklich um ihren Bruder trauern konnte, den sie über alles geliebt hat, aus Angst ihre Eltern würden sie ins Program schicken. In dieser Welt wo du also alle deine Gefühle in dir behalten musst, ist es quasi eine Straftat wenn du von ihnen overwhelmed wirst. Das was bei vielen Leuten wirklich zu Depression führt, ist das was diese Welt predigt: Behalte deine Gefühle für dich, egal ob du damit klar kommst oder nicht. Und wenn du doch zusammenbrichst, keine Sorge: hier haben wir ein paar Pillen für dich, die dir deine Erinnerungen nehmen, dich ruhig stellen und dann geht es dir wieder gut. Natürlich wird es teilweise in unserer Gesellschaft auch so gemacht, Leute die krank sind bekommen Pillen dafür, aber sie helfen ihnen wirklich. Ich meine wie vielen depressiven Leuten geht es gut und sie können ein normales Leben führen, weil sie Antidepressiva nehmen und dieses Buch nimmt dieses Konzept und zieht es, zumindest in gewisser Weise, durch den Dreck. Macht es zu etwas schlechten. Mir ist klar, dass es in dem Buch als etwas Böses gedeutet werden soll, weil einem Erinnerungen genommen werden, aber man kann einfach gewisse Parallelen ziehen. Der Punkt an dem sich die Autorin aufzieht ist der mit den Erinnerungen, wie sehr bin ich noch ich selbst wenn ich meine Erinnerungen verloren habe, wenn ich vergessen habe was mich ausmacht, was auch wirklich sehr interessant ist, aber auch hier um einiges mehr Potential hat.
Ich bin gespannt auf die folgenden Bücher, welche ich auf alle Fälle lesen werden, denn obwohl dieses Buch so einfach geschrieben ist, hat es ein Ende welches einen mehr wissen lassen möchte und das ist das wichtige an diesem Buch. Man erfährt immer mehr und mehr, doch im Endeffekt weiß man doch nicht genug.
I don’t care.
I’m writing.
You’re not.
End of story.
- Chuck Wendig
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