3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

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3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

Beitragvon Schreibwerkstatt » 25.03.2013, 17:58

Titel: Der Wüstenplanet: Roman
Autor: Frank Herbert
Verlag: Heyne Verlag

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3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

Beitragvon Jonas_dls » 25.03.2013, 17:58

Der Titel steht hier stellvertretend für die sechsbändige Reihe.
Ich halte zumindest die Bände 2-6 für das Beste, was die Sciencefiction bislang hervorgebracht hat, was es gleichzeitig schwierig macht sie angemessen zu beschreiben. Es ist eine Mischung aus einzigartigen Charakteren, die in der Regel Teil einer gesellschaftlich wichtigen Gruppierung sind. Diese Gruppierungen haben spezifische Funktionen, die allesamt schlüssig hergeleitet werden und in ihrem Streben nach Macht und Überleben miteinander auf sehr individuelle Weise ringen.

Die Bücher sind, wie ich finde, stark von der Zeit ihrer Entstehung beeinflusst, also in den 60ern. Drogen, Genmanipulation, Frauen und Macht, Erziehungsmethoden und künstliche Intelligenz sind mal mehr mal weniger auffallend, Dinge die thematisiert werden, ohne dabei jemals moralisieren/mahnend zu wirken.
Der erste Band ist prinzipiell auf dem selben Level geschrieben, er kann jedoch als einzigster auch als recht "normaler" scifi Roman gelesen werden.
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Re: 3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

Beitragvon Arminius » 28.03.2013, 14:36

Der erste Band erzählt ja die Geschichte um den Konflikt zwischen den Harkonen und den Atreides auf dem Planeten Arakis (Dune) und dessen wichtigstes Exportgut, das Spice, eine Droge, welche die Navigatoren benötigen, um den Weltraum zu durchqueren. Diese Droge wird wird vom riesigen Würmern, die in den Wüstenregionen Arakis' leben, erzeugt. Genauer gesagt geht es um Paul Atreides, genannt Muad'Dib, der als Führer und "Messias" der einheimischen Fremen, den Planeten von den Harkonen befreit.
Es geht, wie so oft, um Macht, Rache, Einfluss, aber auch religiöse Fragen stehen im Raum, wie die Benegesserit oder auch das Messianische des Paul Atreides.
Dieser Band ist also die literatische Vorlage zu dem Kinofim der achtziger Jahre und der Fernsehserie, die vor wenigen Jahren - auf Pro7? - lief, die beide eher schwach waren.
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Re: 3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

Beitragvon rkl » 01.04.2013, 17:34

Interessanter an dem Epos als die eigentliche Geschichte, die sich aus den klassischen Elementen großer Sagen zusammensetzt, sind die Hintergründe, die Frank Herbert beschreibt.
Seitenlang werden die über Jahrtausende geplanten Kolonisationspläne in dem Universum beschrieben. Beispielsweise die Missionierungen durch die Bene-Gesserit-Schwesternschaft, oder das Terrformingprojekt von dem Wüstenplaneten. Ohne all diese Pläne und Ausführungen wäre das Buch deutlich dünner - würde aber das, was es von anderen Sci-fi-Werken unterscheidet verlieren.
Die Figuren gehen in dieser Informationsfülle ein bisschen unter.

Und auch wenn es nichts mit dem Roman zu tun hat: Ein Mythos um den "Wüstenplanet" ist, dass der David-Lynch-Film die Handlung stark zusammengefasst habe. Eher fügt er ihr noch etwas hinzu. Aber im Film fehlen natürlich die oben erwähnten Hintergründe. Daher bleibt nur das Handlungsgerüst übrig.
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Re: 3453186834 - Der Wüstenplanet: Roman (Frank Herbert)

Beitragvon TRichter » 03.11.2013, 01:59

Von der Handlung her recht interessant, aber furchtbar schlecht geschrieben. Muss man leider so deutlich sagen.

Gewöhnungsbedürftig ist außerdem, dass Herbert aus wirklich zahllos verschiedenen Perspektiven schreibt. Mir waren es ein wenig zu viele.

Dafür ist das Universum sehr stimmig gestaltet, in sich äußerst schlüssig und die Handlung ziemlich originell. Außerdem muss man nicht alle Bände der Serie lesen, denn Teil 1 ist in sich vollkommen abgeschlossen und für mich fühlten sich die späteren Bände (wenn ich mich richtig erinnere, hab ich noch 2 gelesen) eher wie unnötige Nachgeburten an, beinahe wie irgendwelche Disney-Fortsetzungen, fürs Videoregal.
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