3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3 (Christopher Paolini)

Rezensionen zu Büchern. Neue Themen müssen unbedingt die Vorgaben erfüllen.
Forumsregeln
Neue Themen müssen unbedingt die Vorgaben erfüllen.

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon Ricardo » 09.08.2011, 20:17

Was mir besonders stark aufgefallen ist, dass der Schreibststil sich durch die Bände sehr stark verändert. Imo nicht zum Besseren, denn er wird nur ausufernder, blumiger, abstrakter.

Die Hauptstory ist ja nicht uninteressant, aber nach Band 1, der schön actiongeladen und spannend war, nimmt das Tempo der Handlung so stark ab, dass sie irgendwann stagniert. Dann gibt es nur endloses Geschwafel, Handlungsstränge, die kaum Nebenstrang-Charakter haben werden zum treibenden Plot... Die Charaktere sind bis auf Roran total platt und langweilig, es findet keine echte Entwicklung statt...

Und außerdem ist Paolini fast pausenlos nur am Erklären, wie z.B. seine Magie. Ich finde das viel zu ausführlich, teilweise nimmt das Ausläufer wie HdR - komplex aber öde.

Ne ich werde mir Buch 4 nicht holen, dafür hab ich mich zu sehr durch den Dritten gequält, in der steten Hoffnung, dass endlich mal was interessantes passiert.
Kapitelübersicht Die Abgesandte

Wähle das richtige Wort, nicht seinen Cousin! - Mark Twain
Benutzeravatar
Ricardo
 
Beiträge: 517
Registriert: 12.04.2011, 20:27
Wohnort: Bielefeld
Blog: Blog ansehen (10)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon ahnungslos » 10.12.2011, 13:57

Die gesamte Handlung des ersten Bandes und teilweise des zweiten ist exakt die Handlung aus Star Wars.


:rofl:Hahaha, jetzt weiß ich endlich, warum mir Eragon so gut gefällt, obwohl mir der Schreibstil am Anfang des Ersten Bandes noch ziemlich aufgestoßen ist - Ich liebe Star Wars.....

Allerdings freue ich mich schon auf den 4. Teil
Spoiler: Anzeigen
--> ich prophezeie eine tragische Liebe zwischen Nasuada und Murtagh, Aryas Tod als Märtyrerin und Eragon fliegt ins Nirgendwo um wenigstens für Saphira einen Lover zu finden....
Und nicht zuletzt, weil ich Angela so toll finde und schon gespannt bin, auf welcher Seite sie wirklich steht (jaaa, und wer der Einsiedler in dem Elfenturm wirklich war --> Galbatorix?)


lg ahnungslos
Zuletzt geändert von Joleen am 10.12.2011, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Spoiler eingefügt. Lg Jolly
Meine Nano-Buddies: Höllenhund Sepp (=Ceberus) und Höllenhund Stormwalker, beide schon nicht mehr die Jüngsten...UND natürlich Henriette - meine Wordcountdrachendame!
Benutzeravatar
ahnungslos
NaNoWriMo 2015
NaNoWriMo 2015
 
Beiträge: 2042
Registriert: 09.12.2011, 16:27
Blog: Blog ansehen (6)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon Glitzerherz2000 » 01.01.2012, 00:38

Ich habe die ganze Buchreihe im Regal stehen, und ich muss denjenigen, die gesagt haben, dass die Spannung abflaut, zustimmen.

Teil 1 und 2 waren in Ordnung, ich habe sie begeistert gelesen, aber Teil 3 war ein wenig langweilig...

Ich habe mir jetzt den letzten Teil, den vierten durchgelesen und ich bin ehrlich gesagt enttäuscht.
Das Ende besitzt kaum eine Logik! Shruikans Tod ist vollkommen unlogisch.
Der ganze vierte Teil ist in sich zu Beginn noch recht gut, aber das Ende ist sch ... schlimm!

Ich habe ihn einmal gelesen und ich glaube nicht, dass ich ihn noch einmal lesen werde ...

LG
Glitzerherz
Zuletzt geändert von Glitzerherz2000 am 19.03.2012, 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
If "Plan A" didn't work: The Alphabet has 25 more letters. Stay cool.
If "Plan Z" didn't work either: You're probably f***ed.
Benutzeravatar
Glitzerherz2000
 
Beiträge: 212
Registriert: 18.12.2011, 14:19
Wohnort: Ostfriesland (Niedersachsen)
Blog: Blog ansehen (1)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon Cairiel » 05.01.2012, 19:38

Schreiberling S. hat geschrieben:Was mich auch sehr stört, ist dieser unglaublich gute, naive, perfekte Eragon. Er kämpft für die "Guten" nur weil sie gut sind, hat keine anderen Beweggründe, jedoch tötet er ohne Frage alle seine Feinde, hasst die Urgals abgrundtief.
Schon sein Vater wurde durch einen Imperator zur "dunklen Seite" geführt, dafür hasst er ihn, doch er ist überzeugt, seinen Bruder, der zur "dunklen Seite" übergewechselt ist (siehe Darth Vader, es war keine Absicht, sondern Zwang, um nicht zu sterben/getötet zu werden) wieder vom Guten zu überzeugen. Eine sehr sehr naive Seifenoper, die ich jedoch im Alter von 11 Jahren sehr gern gelesen habe.



Das scheint Paolini im letzten Band selbst festgestellt zu haben, denn er reißt einiges von dem, was du da bemängelst, wieder heraus. Bevor du dich so furchtbar aufregst, solltest du die Reihe vielleicht zu Ende lesen (vor allem, weil der 4. Teil viel besser geschrieben ist als die anderen).
Wegen den Kopien aus anderen Werken, die du ansprichst, vor allem was Welt und Rasse betrifft: Hast du schon einmal versucht, deine eigene Fantasywelt zu erschaffen? Ich schon. Und ich bin, was meine Wesen und Orte betrifft, auch schon mit so mancher Kritik konfrontiert worden. Ich hatte es u. a. geschafft, eine Stadt bei mir nach der eines anderen Fantasybuches zu nennen, ohne dieses jemals gelesen zu haben. Meine Utera sind im Grunde genommen auch nix anderes als Elfen, nur dass ich sie noch ein wenig weniger menschlich und mehr ... "anders" gemacht habe. Meine Zylphen könnte man mit Drachen vergleichen, weil es monströse, schuppige Wesen auf vier Beinen und mit Flügeln sind. :roll:
Was ich damit sagen will: Eine vollständig neue, noch nie dagewesene Fantasywelt zu erschaffen, ist meines Erachtens nach unmöglich. Man "leiht" sich immer Dinge aus vorherigen Geschichten, sei es nun bewusst oder unwillkürlich.

Deine Theorie, was den Inhalt betrifft, kann ich nicht beurteilen, da ich Star Wars noch nie im Ganzen gesehen habe.

Ich persönlich finde, das Eragon seinen Erfolg verdient hat. Ich habe die Bände gerne gelesen, und sei es nur ein ins Fantasy übertragenes Star Wars. :wink: Natürlich sind es keine perfekten Bücher, durch den zweiten Teil habe ich mich jahrelang durchgekämpft. Aber sie sind besser als vieles, was es auf dem derzeitigen Markt zu kaufen gibt, das zeigt sich schon in den Verkaufszahlen.
Großes Danke an die Schreibwerkstatt
"Der Verfluchte", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Vampires Dawn - Reign of Blood", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Der Herr der Schwarzen Schatten", ohneohren-Verlag 2014
Benutzeravatar
Cairiel
 
Beiträge: 695
Registriert: 03.01.2012, 22:54
Blog: Blog ansehen (13)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon schreiberling » 18.03.2012, 19:53

Cairiel hat geschrieben:Das scheint Paolini im letzten Band selbst festgestellt zu haben, denn er reißt einiges von dem, was du da bemängelst, wieder heraus. .



Kann ich nicht bestätigen. Abgesehen daß der ganze Teil für die Geschichte völlig überflüssig war ist der Roran Anteil des Buchs in etwas genauso unsäglich wie der von Band 3.

Der Rest war besstenfalls mau. Daß da plötzlich diese Drachenlanze aufgetaucht ist ein deus ex machina und daß sich Galbis riesiger, wahnsinniger schwarzer Drache von den paar Menschen und dein Drachenteenies so einfach so hat abschlachten lassen geradezu lächerlich. Das Buch hatte ein paar nette Passagen, der grösste Teil ist doch recht lau und inkonsequent erzählt.
schreiberling
 
Beiträge: 949
Registriert: 19.11.2007, 16:59

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon Glitzerherz2000 » 19.03.2012, 14:55

Was da aber auch noch zu bemängeln gibt, ist dass Paolini versucht, alle Charaktere lebend durchzubringen! Kein wichtiger Mensch stirbt. Nein, stattdessen schafft es ein Mensch einen Eldunari zu besiegen (siehe Roran vs. Barst (oder wie der hieß)) und Shruikans Tod war Wunschdenken des Autors.
Mir fehlt in dieser letzten Schlacht irgendwie das gewisse Fünkchen Logik ...
Alle Charaktere werden gerettet und sei es selbst auf wundersamste Weise. Ich konnte da nur mit dem Kopf schütteln.
Drache/Eldunari gegen Mensch ist einfach lächerlich. Und das er gewinnt und sogar überlebt, wo schon wesentlich stärkere und mächtigere versagen, ist ja wohl absolut unlogisch!

schreiberling hat geschrieben:Daß da plötzlich diese Drachenlanze aufgetaucht ist ein deus ex machina und daß sich Galbis riesiger, wahnsinniger schwarzer Drache von den paar Menschen und dein Drachenteenies so einfach so hat abschlachten lassen geradezu lächerlich

Wie schon oben: Ich kann an dieser Stelle einfach nur zustimmend nicken! Es ist reines Wunschdenken.

Aber trotzdem ... bis auf den naiven, perfekten Eragon, der so ziemlich alles glaubt, was man ihm sagt und den unlogischen Heldentaten von anderen Charakteren und bis auf das Ende des vierten bandes sind die Bücher jedoch so ziemlich in Ordnung. Und ich lese sie gerne. Aber es nervt, dass Eragon so ist, wie er ist! Manchmal hab ich echt den Wunsch, mir einen Stift und einen Block zu schnappen und den vierten Band umzuschreiben. Aber so, dass die Schlacht in sich logisch ist!

Ich fand es aber auch nervig, dass er ein Open End gelassen hat. An sich nichts schlimmes, aber es bleiben zu viele augeworfene Fragen offen, die der Leser beantwortet haben will.
Spoiler: Anzeigen
Bsp: Wo ist der neue Aufenthaltsort für den Orden der Drachenreiter (nenn ich jetzt mal so), wird Eragon es schaffen, ihn aufzubauen und dafür sorgen, dass die Drachenreiter nicht wieder vernichtet werden. Wird wieder ein Drachenreiter abtrünnig werden, was dann? Was passiert mit Dorn und Murtagh? Wie geht es weiter mit Eragon und Arya?
If "Plan A" didn't work: The Alphabet has 25 more letters. Stay cool.
If "Plan Z" didn't work either: You're probably f***ed.
Benutzeravatar
Glitzerherz2000
 
Beiträge: 212
Registriert: 18.12.2011, 14:19
Wohnort: Ostfriesland (Niedersachsen)
Blog: Blog ansehen (1)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon schreiberling » 19.03.2012, 15:05

Also mich nervt Roran mehr als Eragon.

Er wird von Farmjungen zum Supersoldaten (Ja wie eigentlich? hat er da irgendeine Ausbildung gemacht oder was? Man sollte doch das soldatische Kämpfen und Töten wie jedes Handwerk auch erst mal lernen müssen) der eigenhändig massig Feinde abschlachtet und massakriert.

Nun wissen wir wie sich Töten im Krieg charakterlich auf die Soldaten auswirkt, nämlich mit Verrohung, posttraumatischer Belastungsstörung etc. Auf jeden Fall hat es Auswirkungen auf den Ausübenden. Aber abgesehen von seinem soldatischen Berserkerleben ist er immer noch der nette Junge von Nebenan, der liebende Beziehungspartner und sein neues "Handwerk" scheint ihn ansonsten null zu belasten.

Ausserdem finde ich die Roran Kampfszenen für ein Jugendbuch bemerkenswert blutrünstig dargestellt.


Ferner ist die Kampfchoreographie und das Timing in den Büchern generell und durchgängig absolut lausig und sämtliche Kämpfe komplett unrealistisch dargestellt.
schreiberling
 
Beiträge: 949
Registriert: 19.11.2007, 16:59

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd 1-3

Beitragvon schreiberling » 19.03.2012, 15:08

Glitzerherz2000 hat geschrieben:
Ich fand es aber auch nervig, dass er ein Open End gelassen hat. An sich nichts schlimmes, aber es bleiben zu viele augeworfene Fragen offen, die der Leser beantwortet haben will.
Spoiler: Anzeigen
Bsp: Wo ist der neue Aufenthaltsort für den Orden der Drachenreiter (nenn ich jetzt mal so), wird Eragon es schaffen, ihn aufzubauen und dafür sorgen, dass die Drachenreiter nicht wieder vernichtet werden. Wird wieder ein Drachenreiter abtrünnig werden, was dann? Was passiert mit Dorn und Murtagh? Wie geht es weiter mit Eragon und Arya?



Jepp.

Die schicken nicht erst mal einen Scout Trupp vor um einen passenden Ort ausfindig zu machen und Vorbereitungen zu treffen, neee die fahren mit den kostbaren Dracheneiern auf einem Schiff praktisch ins Unbekannte.

Blöder gehts nicht.... :roll:
schreiberling
 
Beiträge: 949
Registriert: 19.11.2007, 16:59

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon Lykos » 01.11.2013, 22:38

Hi :D
Also ganz ehrlich: Band drei fand ich noch in Ordnung. Aber Band vier?
Vielleicht fand ich den nicht mehr so, weil ich schon älter (^^) war als ich ihn gelesen hab. Vielleicht aber auch, weil er wirklich schlecht ist.
Bestimmt dreimal kommt folgender Satz oder ein ähnlicher vor: "Er hatte einen Plan. "Hört mal alle her!" Dann erzählte er ihnen seinen Plan."
Hat mich irgendwann so angekotzt... EInfach mal so verdammt plump "Spannung" erzeugen... pf...
Außerdem hat Paolini die Bücher, jedenfalls meinem Eindruck nach, nicht durchgeplant. Er reißt immer wieder Erzählstränge an, schließt aber nicht alle wirklich ab. Ist ja im Prinzip nicht schlecht, Fragen offen zu lassen. Aber das sah mehr nach verwirrung als nach einem intelligenten Ende aus.
Eh ich noch weiter über den vierten Teil lästere: Die ersten drei habe ich verschlungen. Die fand ich wirklich gut. Und um die gehts hier ja eigentlich ;)
Lg,
Lykos
Hier geht es zu den Heldenreise-Tutorials
Benutzeravatar
Lykos
 
Beiträge: 1050
Registriert: 01.10.2013, 21:30
Blog: Blog ansehen (5)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon canis-lupus-niger » 11.11.2013, 22:21

Das Erstaunlichste an der Eragon-Reihe ist aus meiner Sicht, dass jeder heftige Kritik daran übt. Abgeschrieben (Plot des hochgelobten ersten Bandes 1:1 aus Star Wars, Grundelemente aus HdR und Drachenreiter von Pern übernommen), starkes Nachlassen von Spannung und Erzählqualität mit jedem Folgeband, Logikschwächen, offene Enden, entbehrliche Nebenplots, und was da so alles angeführt wird. Aber jeder Kritiker resümiert abschließend: Aber trotz allem eine geniale Reihe, die den Erfolg verdient. DAS finde ich WIRKLICH erstaunlich. Ich meine, an den Büchern sind offenbar alle Fehler gemacht worden, die man beim Schreiben nur machen kann, und trotzdem erklärt man mit Tränen in den Augen, wie großartig die Reihe insgesamt ist. WAS ist denn so großartig daran? Ich verstehe es echt nicht.

Nicht, dass ich dem jungen (na gut, inzwischen nicht mehr ganz so jungen) Mann nicht seinen Erfolg gönnen würde. Möge er sich an seinem Ruhm und Wohlstand lebenslang erfreuen! Es können sich ja auch Bücher gut vermarkten, die mir persönlich nicht gefallen.

Aber sage mir doch mal Irgendeiner etwas Positives über Eragon 1 bis 4!
Irgendwas, das die Schwächen wirklich aufwiegt!
canis-lupus-niger
 
Beiträge: 1262
Registriert: 10.07.2011, 13:59

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon Schnuddel » 11.11.2013, 22:50

Aber sage mir doch mal Irgendeiner etwas Positives über Eragon 1 bis 4!


Ach, da bin ich aber froh, dass es nicht nur mir so geht. Ich hatte Band eins mal in der Hand, als meine Kinder in dem Alter waren (12 oder 13) und es einfach gaaaaanz toll fanden. Ich muss gestehen, ich kam nicht über Seite 4 hinaus. Deshalb kann ich die oben genannten Kritikpunkte nicht bestätigen.

Ich kam nicht weiter, weil die Schreibe allein so grottig war, so furchtbar, das es für mich schlicht und ergreifend nicht lesbar war. Aber es hat wohl den Geschmack von Millionen Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt getroffen. Vielleicht ist das ja genau das Geheimnis seines Erfolges. So simpel geschrieben, dass es jeder Doof lesen kann. (Auch wenn das jetzt herablassend und arrogant klingen mag).
Und man muss bedenken: die Zielgruppe kennt die ganzen Vorgeschichten, aus denen es zusammengeklaut sein mag, eventuell gar nicht. Für die ist das alles aufregend und neu.

Bei Harry Potter hat das doch auch funktioniert. Schon im ersten Band habe ich mich gefragt, was zur Hölle Zentauren im englischen Wald machen? Und wer keinen Funken von griechischer Mythologie hat, findet die Idee mit den Halb-Mensch-Halb-Pferd Wesen wahrscheinlich rasend spannend.
Über den Stein der Weisen wurden schon vor Jahrhunderten Bücher geschrieben. Die Autorin hat doch auch nur Versatzstücke aus allen möglichen Mythen und Märchen genommen und neu zusammengebaut. Und das ziemlich spannend und erfolgreich, wie man sieht.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Was sich leicht liest, war harte Arbeit.
Schnuddel
 
Beiträge: 767
Registriert: 24.11.2012, 15:29

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon canis-lupus-niger » 29.11.2013, 20:24

Für alle, die ihn noch nicht kennen:
http://www.youtube.com/watch?v=sr7qwU5of9k
Ich LIEBE diesen Clip!!
canis-lupus-niger
 
Beiträge: 1262
Registriert: 10.07.2011, 13:59

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon Cairiel » 02.12.2013, 10:55

Ich erkenne die Schwächen an, die genannt werden - bis auf das "Abschreiben", denn ernsthaft - versucht mal einen klassischen High Fantasy-Roman zu schreiben, der NICHT Grundelemente von Tolkien enthält. Und die Drachenreiter gibt es auch in vielen anderen Büchern. Es ist unmöglich, heutzutage etwas völlig Neues zu schreiben.

Aber. Jetzt kommt das große Aber. Mir haben die Bücher gefallen. Ich weiß nicht warum und es ist auch schon Jahre her, dass ich sie gelesen habe, weil ich sie immer gleich nach Erscheinen gekauft habe, aber sie haben mir gefallen. Es ist nicht das beste, was ich jemals gelesen habe, und ich bin ein Genussleser - ich suche nicht nach Schwächen und blende Logikbrüche und Fehler von fertigen Büchern, an denen ich sowieso nichts mehr ändern könnte, möglichst aus, weil ich sie zu meinem Entertainment, zu meinem Spaß lese, und nicht als Literaturkritiker. Ich will eben was geboten bekommen für mein Geld. ;) Davon kann man halten, was man will, mir geht es gut damit.

Ich sehe hier eine Polarisierung ähnlich wie bei Twilight. Erst lieben es die meisten, die es gelesen haben - sonst wäre es kein Weltbestseller geworden -, dann werden die kritischen Stimmen immer lauter und plötzlich kommt es zu einem krassen Umschwung, bei dem diejenigen, denen es einmal gefallen hat, entweder leugnen, dass es so war, oder sich nicht mehr melden und nichts mehr damit zu tun haben wollen. Fragt sich nur, wer die ganzen Bücher gekauft hat. Ich habe es bei meinem Studiumsanfang selbst miterlebt: Viele der jungen Frauen standen auf Twilight. Im nächsten Semester sprachen sie schon nur noch hinter vorgehaltener Hand darüber, als ob es etwas verbotenes wäre, im übernächsten wollte niemand mehr etwas damit zu tun haben und im überübernächsten wurde offen darüber gelästert, weil es plötzlich jeder schlecht fand. *kopfschüttel*

Mir hat Eragon gefallen. Trotz allem. Vielleicht würde es das heute nicht mehr tun, ich weiß es nicht. Es erscheinen zu viele gute neue Bücher, damit ich Zeit hätte, sie noch einmal zu lesen. Von euch hat es vielen - aus verständlichen Gründen - nicht gefallen. Geschmackssache eben. :-)

... Wobei es mich wirklich in den Fingern juckt, es noch einmal zu lesen, nur um zu sehen, ob ich damals als Jugendlicher einfach niedrigere Ansprüche gehabt habe. Mal sehen. Ich schreibe etwas dazu, falls ich es tue. :-)
Großes Danke an die Schreibwerkstatt
"Der Verfluchte", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Vampires Dawn - Reign of Blood", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Der Herr der Schwarzen Schatten", ohneohren-Verlag 2014
Benutzeravatar
Cairiel
 
Beiträge: 695
Registriert: 03.01.2012, 22:54
Blog: Blog ansehen (13)

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon Contessa » 10.12.2013, 14:08

Jetzt mag ich auch mal. :-)

Ich will nicht behaupten, die Kritiker hier hätten unrecht - jeder hat das Recht auf seine Meinung, aber ich will mich Cairiel anschließen, denn ich mag die Eragon-Bücher (auch wenn ich das vierte noch nicht kenne).
Die Parallelen zu Star Wars fand ich echt witzig, hatte das so noch nicht gesehen, aber ich finde, der Unterschied ist schon allein die Sparte. Den Eragon habe ich schon 2, 3 mal gelesen, während ich mich immer schwer damit tue, Star Wars zu schauen; bin halt kein Scifi-Fan, aber ich mag Fantasy.
Abgesehen davon finde ich, meine/n Vorgänger/in (? Sorry, wollte jetzt nicht nach schauen, aber der Name lässt m.E. nicht aufs Geschlecht schließen ;-) ) hat recht. Es ist super schwer, heute noch etwas zu schreiben, dass es noch nicht gab. MMn geht es in fast allen Büchern um eine Suche, eine Flucht oder eine Schnitzeljagd; unterschiedlich sind jedes mal nur das Szenario, die Zeit, die Mittel und das Objekt selbst (egal ob Gegenstand oder Person).
Das Einzige, was ich wirklich zu kritisieren habe, ist die Tatsache, dass die Reihe als 3-Teiler angekündigt wurde, und ich schon etwas enttäuscht war, dass ich nach dem dritten Buch schon wieder warten musste, weils doch länger wurde.

Das war's von meiner Seite aus :-)

Liebe Grüße

Contessa
Contessa
 
Beiträge: 31
Registriert: 27.10.2013, 14:16
Wohnort: Eifel - irgendwo auf'm Vulkan...

Re: 3570137821 - Eragon-Schuber Band 1-3: Sonderausgabe: Bd

Beitragvon Cairiel » 18.12.2013, 09:58

Ich habe Eragon jetzt endlich noch einmal angelesen, allerdings nur den Prolog und ab dann stichprobenartig überflogen. Ich finde es nicht sooo gut wie damals, als ich es zum ersten Mal gelesen habe, weil mir aus schriftstellerischer Sicht (und weil ich verstärkt darauf geachtet habe) mehr störende Details aufgefallen sind. Paolini beschreibt in meinen Augen manchmal ZU viel, zu viele unwichtige Details vor allem, wobei ich die beim "normalen" Lesen größtenteils überlesen habe. Dadurch haben sie mich auch nicht sonderlich gestört. Und, das ist mein größter Kritikpunkt, die Erzählperspektive könnte besser herausgearbeitet sein. Aber letzteres macht selbst Rowling nicht besser, weil ich Harry Potter 1 gerade parallel lese und den Vergleich habe, und sie ist meine absolute Lieblingsautorin.

Was die Story betrifft, ist Eragon - scheinbar ebenso wie Star Wars - eine typische "Heldenreise". Lykos hat dafür im "Kreatives Schreiben"-Board eine sehr gute Anleitung dazu geschrieben, und diese Schablone kann man eins zu eins auf Eragon und viele andere Heldenreisen-Bücher legen. Ich habe auch noch einmal mit meinem Star Wars-fanatischen Bruder über die Ähnlichkeiten gesprochen - ich kenne Star Wars nicht, er kennt Eragon nicht. Und, ganz ehrlich, abgesehen von den typischen Heldenreise-Elementen haben wir keine Ähnlichkeiten gefunden. Klar, alleine diese Elemente machen schon einen Großteil beider Handlungen aus, aber für das Schemata der Heldenreise ist das eben normal. Deshalb würde ich nicht sagen, dass Paolini einfach Star Wars abgekupfert hat. Just my two cents. :)

Ich glaube, ich habe es schon einmal geschrieben, aber meine größten Kritikpunkte an Eragon sind eher weltenbauerischer Natur. Galbatorix ist dabei besonders hervorzuheben. Er wird als schrecklich böse geschrieben, tatsächlich aber nirgendwo böse gezeigt. Seinem Volk geht es unter seiner Herrschaft relativ gut und dass er sich mit den Urgals verbündet hat, wird als Argument spätestens dann hinfällig, als die Urgals zu den Varden überlaufen und diese dann mit ihnen das Land verwüsten. Rein objektiv betrachtet würde ich sagen, dass die Varden schlimmer für das Land sind als Galbatorix, der sich den ganzen Tag mit seinem Drachi in seiner Burg verkriecht und sich nicht blicken lässt. Das ist vielleicht der einzige Punkt, der negativ an ihm ist: Statt mit seinem mächtigen Drachen auszuziehen und die Varden daran zu hindern, sein Land zu verwüsten, wartet er, bis sie vor seine Haustür kommen und ihn vernichten. :roll: Aber abgesehen von diesem Punkt finde ich die Reihe wie gesagt in Ordnung.
Großes Danke an die Schreibwerkstatt
"Der Verfluchte", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Vampires Dawn - Reign of Blood", Weltenschmiede-Verlag 2013
"Der Herr der Schwarzen Schatten", ohneohren-Verlag 2014
Benutzeravatar
Cairiel
 
Beiträge: 695
Registriert: 03.01.2012, 22:54
Blog: Blog ansehen (13)

Vorherige

Zurück zu Rezensionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste