3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

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3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon Schreibwerkstatt » 18.06.2010, 20:52

Titel: Der Kuss des Kjer
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbt

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Schreibwerkstatt
 
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3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon neerod » 18.06.2010, 20:53

Inhalt:

Das Schicksal der jungen und intelligenten Heilerin Lijanas wird auf eine harte Probe gestellt, als sie durch einen heimtückischen Trick den gefürchteten Kjers-Kriegern in die Hände fällt und von ihnen entführt wird. Besonders der erste Heerführer Mordan – auch unter dem Namen Blutwolf bekannt – macht ihr die Situation mit seiner herrischen und brutalen Art alles andere als einfach. Denn Lijanas ist keine „gewöhnliche“ Frau, die alles tut, was man ihr befiehlt, besonders wenn man sie ohne ihr Einverständnis mitschleift. Nicht nur einmal versucht sie zu fliehen.
Kein Wunder also, dass die beiden des Öfteren an einander geraten und sich das Leben gegenseitig schwer machen. Doch Mordan muss seinen Auftrag ausführen (sonst ist auch sein Leben verwirkt) und die Heilerin seinem König Haffren bringen, der dem Tode nahe ist. Nur Lijanas und das zauberhaltige Elixier »Tränen der weißen Schlange« vermögen ihn zu retten. Beide ahnen nicht, dass sie eine viel größere Rolle spielen und noch böse Überraschungen auf sie warten…


Meine Meinung:

Eigentlich lese ich nur selten High Fantasy, da ich aber bereits die „Kuss des Dämons“-Reihe gelesen habe und begeistert war, wollte ich mal schauen, was die Autorin sonst noch so zu bieten hat. Ich wurde nicht enttäuscht!

Die Geschichte wartet bereits mit einem spannenden Anfang auf, was sich über die nächsten Kapitel hin zieht. Ständig passierte irgendwas Neues, wobei ich mich erst einmal an die unterschiedlichen Perspektiven gewöhnen musste, die ständig wechselten und zwischendurch „unwichtige“ Nebencharaktere kurz etwas näher beleuchtet wurden. Was aber nicht weiter wild war, da die einzelnen Handlungsstränge zum Schluss dann einen Sinn ergaben/sich zusammenfügten.
Für mich war das Buch angenehm zu lesen – außer einigen Umgebungsbeschreibungen, bei denen ich immer etwas schneller wurde, was aber wohl eher an meiner Ungeduld beim Lesen liegt. Das ist mir auch bei einigen Passagen weiter mittig so ergangen (besonders in der Salzwüste und in der Stadt Cavallin), wo ich schon ein wenig kribbelig wurde, da sie sich für mich ein wenig in die Länge zogen. Aber dann ging es in gutem Tempo weiter und es kamen immer neue Wendungen hinzu. Wobei man schon ein wenig kombinieren konnte, wie jetzt was zusammenhängt und wer mit wem verwandt ist.
Zum Schluss hin wurde es dann nochmal richtig spannend und das Tempo angezogen, kaum hatten sie ein Hindernis überstanden, folgte sogleich das Nächste. Da blieb kaum Luft zum Durchatmen.

Besonders gut haben mir auch die Charaktere – wie soll es anders sein :wink: - von Lijanas und Mordan gefallen. Beide kommen nicht nur Schwarz/Weiß rüber, haben sowohl ihre Stärken und Schwächen. Wäre ich Mordan anfangs gern noch persönlich an die Gurgel gesprungen, so wurde er mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Was besonders seiner Hintergrundgeschichte zu verdanken ist.
Auch die Funken – verbal – der beiden, die schon von Anfang an sprühen, haben mir wirklich Spaß gemacht. Ich musste ein ums andere Mal schmunzeln oder habe mich halb kaputt gelacht.
Gut es gab auch Szenen, bei denen ich eher schockiert war, besonders weil Mordan nicht immer sehr zimperlich zu Werke geht, und wirklich schon ein bisschen zu herb waren. Aber irgendwie passte es dann doch zusammen und die Mischung aus Spannung, Gewalt und Humor macht für mich den Charme des Buches aus.

Mein Fazit:
Ein gutes und empfehlenswertes Buch. Es gab zwar ein paar Kleinigkeiten, die mir jetzt nicht so gefallen haben. Aber da ich die über 600-Seiten-Geschichte binnen 24 Stunden gelesen und dafür sogar die Nacht durchgemacht habe (und tiefe Augenringe in Kauf nahm), gibt es von mir 5 von 5 Sternen. Etwas, dass bei mir nur sehr selten vorkommt.
Das geht raus an alle Spinner, WIR sind die Gewinner. WIR kennen keine Limits, ab Heute - für immer. (Revolverheld - Spinner).
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Re: 3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon Silver Surfer » 29.08.2010, 14:10

Natürlich musste ich mir "Kuss des Kjer" direkt besorgen, denn schließlich bin ich ein überzeugter Lynn Raven Fan.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich dieses Buch lediglich in Ordnung und lesbar finde, mehr dann aber auch nicht. Meiner Meinung nach ist der Plot an vielen Stellen zu vorhersehbar und vor allem lang gezogen. Die Geschichte hätte auch mit weniger Seiten funktioniert und wäre mir dann nicht, an manchen Stellen, zäh wie Kaugummi vorgekommen.

Dazu kommt, dass ich Mordan weder attraktiv, noch auf jeglicher Weise anziehend finde. Der männliche Hauptcharakter war mir in keiner Weise sympathisch und wirklich geändert hat sich das bis auf die letzten Seiten nicht. Hier komme ich dann wieder auf den vorhersehbaren Plot zurück, denn ein Stockhol Syndrom kam mir schon auf den ersten Seiten in den Kopf.

Was mir außerdem aufgefallen ist, ist, dass Lynn Raven bei diesem Buch sehr zu Wortwiederholungen neigt und dazu, ständig und überall Gedankenstriche zu verwenden. Das stör einfach ein klein wenig beim Lesen.

Ansonsten gebe ich dem Buch 3 von 5 Punkten, denn schlecht ist das Buch auf jeden Fall nicht.
Perfekt für zwischendurch.
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Re: 3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon EyenBlack » 05.02.2011, 18:13

Ich habe mir das Buch eigentlich nur so nebenbei gekauft. Ich wollte was einfaches für zwischendurch, wo ich nicht viel nachdenken muss.
Als ich den Titel gelesen haben dachte ich mir ''yeah ein wenig kitsch hat noch nei geschadet'', also landete das Buch in meinen Händen.

Im nachhinein muss ich sagen, dass das Buch gar nicht so kitschig ist wie es klingt, immerhin is Mordan ein ziemlicher grobian, aber irgendwie sympatisch.
Während ich das Buch gelesen habe, musste ich immer wieder schmunzeln und der eine oder andere Lacher war auf jeden Fall auch dabei.

Lynn Ravens Stil ist entspannend und an den richtigen Punkten detailreich.
Ich werde auf jeden Fall mehr von ihr lesen.
Meine Inspiration ist das Leben- Mein Leben ist die Musik, die Kunst und die, die das aus mir machten was ich heute bin, meine Freunde
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Re: 3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon Fringedivision » 19.06.2011, 14:34

Mein Senf dazu:

Ich hatte mir das Buch gekauft, weil ich die Ken Follet Reihe und Jason Bourne Reihe durch hatte und mal wieder Lust auf "Schmöcker" hatte. Bei einem bekannten Buchhändler ( :wink: ) im Internet hat dieses Buch volle Punktzahl und viele Bewertungen, also kaufte ich es und fing an zu lesen.

Wow, nach 100 Seiten konnte ich das Buch immer noch nicht zur Seite packen. Obwohl Liljanas und Mordan zwei völlig von Grund auf verschiedene Charaktere sind, finde ich die Sotry um so interessanter, weil sich eine Liebesgeschichte daraus entwickelte. Er ein harter Krieger der tötet, sie eine Heilerin die Leben rettet. Das Buch hatte ich in null Koma nix durch und bin total begeistert. Am Ende dachte ich, was denn, keine Fortsetzung?

Wenn das stimmt was so im Internet herum geister, gibt es vielleicht eine Fortsetzung von Liljanas und Mordan.

Übrigens, eine Verfilmung wäre der absolute Hammer!

Was den Schreibstil angeht, kann ich nur sage, ist auch Geschmackssache. Ich fand ihn super, spannend und aufregend.

Jede Geschichte ist eine Welt für sich. Die Welt von Liljanas und Mordan ist anders als die von Rowling oder Pullman, dennoch ist es nun mein Lieblingsbuch.

Volle Punktzahl!
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Re: 3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon Jacky » 20.09.2012, 08:45

Idee:                          Bild
Schreibstil:                Bild
Umsetzung/Inhalt:     Bild
Charaktere:               Bild

Gesamt:                     Bild

Ich will schon seit einer Weile wieder mal eine richtig schöne Liebesschnulze lesen und habe dieses Buch zufällig in einer Wunschliste hier im Forum gefunden. Ich fand den Titel so schön eindeutig, dass ich es gleich kaufen wollte. Zu meinem Glück habe ich erst in die Leseprobe reingelesen (Tipp: Die Kindle-Leseprobe ist wesentlich länger und damit aussagekräftiger).

Idee
Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt.

Mehr habe ich von der Inhaltsangabe nicht gelesen, bevor ich wusste, dass mir die Geschichte selbst gefällt (etwas ähnliches hab ich selbst schon schreiben wollen, aber bisher hatte ich noch keine Lust auf "nur Liebesgeschichte" schreiben, deshalb war ich umso glücklicher, dass das schon jemand für mich übernommen hat).

Wirklich gut hat mir die Idee in der Hinsicht "Krieger VS Heiler" gefallen, weil die Lebenseinstellungen dieser beiden Gruppen eben von Grund auf unterschiedlich sind und damit von Anfang an Konfliktpotential gegeben ist.

Schreibstil

Ich zitiere mal den ersten Satz (wenn man den einen Absatz Prolog - der viel zu viel verrät - außen vor lässt):
Der Diener verneigte sich tief, als er den Helm mit dem mächtigen Rosshaarschweif entgegennahm, während zwei andere die Türen zur Halle des Herrschers öffneten.

Zu diesem Zeitpunkt hab ich schon gedacht, dass ich den Schreibstil wahrscheinlich nicht mag. Der Satz ist mir zu lang und der Bezug im zweiten Teil wird nicht ganz klar. Außerdem ist er inhaltlich nicht wirklich interessant. Aber ich fand die Idee so interessant, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Also habe ich gehofft, dass es besser wird.

Tatsächlich wird es zwischenzeitlich etwas besser.

Dann kam die zweite Szene. Erster Satz:
Der Wind trug den Geruch von Salz vom Meer herauf in die Straßen von Anschara, während die untergehende Wonne die vom Regen nassen Straßensteine mit einem Spiel aus Feuer und Gold überzog und sich in den Pfützen als flammendes Juwel spiegelte.

Erstens kann ich Wetterbeschreibungen als Einleitung nicht leiden :oops: Dann musste ich den Satz zweimal lesen, bevor ich wusste, was da los ist, weil er wieder so unglaublich lang ist. Und zu allem Überfluss ist das kitschige Bild, was hier gezeichnet wird für die Situation (Heilerin geht nach Hause) überhaupt nicht notwendig.

Wieder wird die Szene in der Mitte etwas besser und hier hört die Amazonleseprobe auf. Ich war immer noch ganz heiß auf die Idee und hätte sie beinahe gekauft. Dann hab ich mich entschieden mal die Kindleversion auszuprobieren und weil der 1-Click-Buy nicht gleich funktionierte, hab ich mir auch dort noch mal die Leseprobe angeschaut, die etwa dreimal so lang ist.

Die Szenen beginnen immer langatmig, um in der Mitte besser zu werden. Meine Hoffnung war immer noch nicht gestorben. Aber spätestens am Anfang des zweiten Kapitels habe ich dann aufgegeben. Ich habe ganze Passagen übersprungen, weil sie einfach - für die Handlung - komplett nebensächliche Wetter- und Ortsbeschreibungen enthielten.

Inhalt

Der "Trick", mit dem der Bösewicht die Heilerin entführt ist etwa so alt wie die Menschheit selbst.
Spoiler: Anzeigen
Einer seiner Leute spielt krank.

Alleine hier hätte ich mir etwas - innovatieres erwartet. Es gibt so viele "coole Dinge" die er sich hätte ausdenken können ...

Und dann wird natürlich mit der Gefangenen geflohen. Dass früher oder später ein Stockholmsyndrom auftaucht war schon aus dem bisschen Inhaltsangabe, das ich gelesen habe klar, aber ... ich weiß gar nicht wie ich das so genau fassen soll. Alles was geschieht ist einfach so sonnenklar vorhersehbar, dass ich mich fast durchweg gelangweilt habe. Nein, das ist nicht ganz wahr, ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass die eigentliche Geschichte losgeht, hatte aber nie das Gefühl, dass das wirklich passiert.

Charaktere:

Der Bösewicht: Der ist so offensichtlich total abgebrüht und monstercool, dass es schwer war, mich überhaupt auf ihn einzulassen. Einzig interessant an ihm war der Fakt, dass er nur ein Auge hat. Eher unglaubwürdig fand ich, dass er mit ungefähr 23 schon oberster Heerführer des Königs ist. 35 Hätte ich ihm schon eher abgenommen - das hätte der Geschichte (für mich) mehr Tiefe gegeben, weil er schon ein "echtes Leben" hat, auf das er zurückblicken kann ....... Geschmackssache.

Die Heldin: Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie alt sie ist (ich schätze 17/18/anfang 20) und bis zum zweiten Kapitel hatte ich keine Ahnung was "Mitternachtsfeuer mit blonden Strähnchen" für eine Farbe sein soll (es ist rot). Auf jeden Fall benimmt sie sich doch sehr stereotyp. Und was die Dame so denkt .... da kann ich zum größten Teil nur den Kopf schütteln. Einzig interessant an ihr war der Fakt, dass sie schon einen "Verlobten" hat. Das war es dann auch leider schon.

Nebencharaktere: Zumindest in den erste beiden Kapiteln sehr nichtssagend. Es werden ziemlich viele Namen eingeführt und dann nur mit Augenfarben "angesprochen", sodass ich nicht mal ganz sicher bin, ob der Bösewicht mit 3 oder 4 weiteren Kriegern unterwegs ist.

Fazit
Für mich ist der Schreibstil einfach nichts. Wegen der Umsetzung der Idee mag ich voreingenommen sein, weil ich eben selbst schon mal etwas ähnliches habe schreiben wollen, aber mit dem langatmigen Stil und der Vorhersehbarkeit komme ich einfach nicht zurecht :oops:

Ich habe diese Rezension hauptsächlich geschrieben, weil - insbesondere die Amazonrezensionen - so unglaublich positiv waren. Ich wollte einfach auch eine andere Sichtweise beleuchten und empfehle in jedem Fall vor dem Kauf in die Leseprobe reinzuschmöckern.

lg
Jacky ;)
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Re: 3570304892 - Der Kuss des Kjer (Lynn Raven)

Beitragvon Anyya » 25.03.2015, 17:17

Ich bin meistens recht skeptisch bei Büchern mit vielen positiven Rezensionen – oft wird nur unverdient gehypt und ich sitze am Ende vollkommen enttäuscht da.
Was hier absolut nicht der Fall war:
Innerhalb zwei Tage hatte ich die fast 600 Seiten verschlungen und sitze mit einer recht widersprüchlichen Meinung da.

negativ:

- Die Strapazen. Schon klar, es braucht Konflikte und Probleme um eine Story spannend zu machen. Es war offensichtlich, dass der Weg von Anschara nach Turas nicht ebenso mal schnell vonstatten gehen würde – aber bei den Haufen Problemen die auf sie zukamen, musste ich teilweise echt die Augen rollen. Ich meine, wirklich ALLES was schiefgehen konnte, ging auch schief. Und nach 500 Seiten war ich genervt, als WIEDER etwas dazwischen kam, kaum als dass sie endlich in der Lage waren weiter zu reisen.
- Auch wenn die Person Lijana als Charakter sympatisch war, hat man quasi fast nichts über sie oder ihre Vergangenheit erfahren. Man weiß nicht, wie sie zu der Heilerin geworden war, was sie in der Zeit nach dem Tod ihrer Eltern getan hatte u.s.w. Sie blieb das ganze Buch über eher eine nette Figur, aber niemals ein Identifikationscharakter.
- Ständige Perspektivwechsel. Wenn ich wusste, um wen es in der Szene gerade ging, konnte ich mit den Wechseln leben – vor allem weil sie meistens kurz gehalten wurden. Aber in vielen Szenen hatte ich kaum einen Hinweis, um wen es geht oder über wen gesprochen wurde. Diese Szenen haben ich öfters einfach übersprungen.
- Der Handlungsstrang mit dem Dämonengott hat mir ein bisschen aufgestoßen. Ich finde man hätte sich die Seelenhexen, Seelenfresser etc. sparen können und die Geschichte hätte trotzdem genauso so gut funktioniert.
- Ich fands schade, dass es nie zu einem wirklich guten und bewusstem Kuss zwischen den beiden gekommen ist. Entweder war es erzwungen, komplett durch Drogen verdrängt oder während einer halbtot herumlag.


Positiv:
- Mordan – da scheiden sich meine Geister. Zuerst: Gut ausgearbeiteter Charakter. Trotz der rohen Gewalt ( auch gegenüber Lijana) ist der Charakter an sich glaubwürdig. Er wurde nicht zu einem Waschlappen, nur weil er sich in Lijana verliebt hatte.
Dennoch wollte ich ihm manchmal den Schädel einschlagen, weil er so aggressiv, übellaunig und nervtötend war. Doch weil es eben seine Art war und sich auch bis zum Ende glaubwürdig gehalten hat, trägt dies kaum Gewicht.
- Die Welt war in sich rund und gut ausgearbeitet: die Bräuche, Traditionen, Sprache und so weiter. Man wurde förmlich in die Welt hinein gesogen.

Auch wenn es den Anschein hat, dass die negativen Kritikpunkte überwiegen, war das Buch trotzdem sehr gut!
Seit der ersten Seite hatte es mein Interesse geweckt und es stets gehalten. Zwar haben die ständigen Perspektivwechsel genervt und die Identifikation blieb teilweise ein wenig auf der Strecke.
Aber nichts destotrotz habe ich mit Mordan und Lijana mitgefiebert und fühlte mich in der gut konstruierten und glaubwürdigen Welt aufhoben.
Bob Kelso: 'Nichts auf dieser Welt, das sich zu haben lohnt, fällt einem in den Schoß!'
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