3944504003 - Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluchte (Cairiel Ari)

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3944504003 - Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluchte (Cairiel Ari)

Beitragvon Schreibwerkstatt » 12.07.2013, 18:25

Titel: Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluchte
Autor: Cairiel Ari
Verlag: Weltenschmiede

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Schreibwerkstatt
 
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3944504003 - Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluch

Beitragvon Atramento » 12.07.2013, 18:25

"Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluchte"
Seit einer Ewigkeit war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Nachdem es gestern endlich in meiner Post war, war es am Abend schon ausgelesen.

Auf mich macht das Buch einen positiven Eindruck.

Inhalt:
Die Studentin Serrashil versucht sich auf die Abschlussprüfungen zu konzentrieren, da sie diese schon einmal nicht geschafft hat. Allerdings kommt sie davon ab, als sie den Winterelfen Carath im Schnee findet und ihn an die Hohe Schule bringt. Dort ist eine Intrige im Gange, die Serrashil nur erahnen kann und in die uralte Mächte samt ihren Konflikten hineinspielen. Von da an geht alles drunter und drüber, bis sich die Lage so sehr zuspitzt, dass es einen tragischen Höhepunkt gipfelt.

Die Geschichte wird geradlinig erzählt. Hier liegt leider ein Schwachpunkt. Es geht (zu) schnell. Insbesondere ab der zweiten Hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse, doch der Autor versäumt es, dem Leser Zeit zum gewöhnen an die neuen Situationen zu geben. Das Ende verläuft sehr schnell (wenn auch an geeigneter Stelle), doch es könnte schwer fallen ihm zu folgen.

Die Emotionen des Lesers laufen Gefahr, auf der Strecke zu bleiben. Den Charakteren und der Welt bleibt wenig Raum, um sich zu entfalten
- was nicht bedeutet, dass sich der Leser nicht in sie hineinversetzten kann (das funktioniert).

Am besten lässt sich das mit einem Möbelstück vergleichen. Die Geschichte ist wie ein gut gearbeiteter, solider Schrank. Ohne Schnörkel.
Für ein Fantasywerk, das in weiteren Teilen enden soll, ist es schade. Einige ruhigere Passagen (z.b. auf der Reise durch Heratia, die eben in drei Tagen auf einer Buchseite beendet ist) hätten dem ganzen mehr Tiefe verliehen.

Die Geschichte an sich ist allerdings lesenswert und interessant. Heratia ist eine liebevoll ausgedachte Welt, die ihren Charme noch nicht gänzlich zeigen möchte. Der Autor verarbeitet zahlreiche und schöne Ideen von denen man gerne mehr lesen möchte!

Charaktere:
Die Charaktere sind gut gestaltet und können einen trotz des wenigen Platzes für sich gewinnen. Ein klein wenig blass bleiben sie zwar, aber das kann leicht verschmerzt werden.

Sprache:
Leider finden sich ein paar wenige Rechtschreibfehler darin. Beim Lesen fallen sie trotzdem nicht weiter unangenehm auf. Da dürfen sich die Charaktere auch gerne mal "anblikken" oder den "Rükken beugen" ;) Zusätzlich sind einige wiederholende Passagen enthalten über die sich aber leicht hinwegsehen lässt.

Der Autor hat einen angenehm leicht zu lesenden Stil mit dem er Bilder entstehen lassen kann. Ein leicht trockener Humor verleiht dem Geschriebenen einen schönen Pep.

Spannung/Stimmung:
Mich konnte das Buch auf den ersten Seiten nicht packen. Dafür aber nach vielleicht einem drittel. Von da an wurde es wirklich interessant und zum Ende hin echt spannend. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende kann sicherlich niemand so leicht vorrausahnen. Zudem bleiben so viele Fragen offen, dass es einen zweiten Teil geben muss.

Titel:
Ein wenig lang und sperrig, aber durchaus einprägsam. Er passt definitiv zum Buch.

Cover:
Bezieht sich absolut auf den Inhalt des Buches (was ich gut finde). Zudem ist es schön anzusehen.

Fazit:
Das Buch bietet kurzweilige Leseunterhaltung. Für schnelle Leser ist es in ein paar Stunden zu schaffen, langsamere brauchen vielleicht ein paar Tage. Inhaltlich hätte mehr daraus werden können. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass Passagen fehlen würden. Dem war aber nicht so.
Der entscheidende Funke, der einen gänzlich einnimmt und in eine fremde Welt führt, wollte bei mir nicht recht rüber springen (obwohl er da war). Vielleicht lag es daran, dass ich Elfen, die eine zentrale Rolle spielen, wirklich gar nicht leiden kann. Grundsätzlich mache ich um alle Bücher mit diesen Wesen einen Bogen ^^

Dennoch ist das Buch lesenswert. Ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall zulegen, denn trotz aller Kürze, hat es der Autor geschafft, dass ich wissen will, wie es denn nun weitergeht.

Inhalt: 3,5/5
Charaktere: 4/5
Sprache: 3,5/5
Spannung/Stimmung: 4/5
Titel/Cover: 4,5/5

Fazit: 4/5

In Anbetracht dessen, dass es ein Debütroman ist, habe ich mich guten Gewissens für die 4 entschieden. Es lohnt sich auf jeden Fall einen Blick hinein zu werfen und es zu lesen!

Vielen Dank an Cairiel für die Zusendung des Buches zum Probelesen!
Schreiben ist mein Leben? Nein. Ich will schließlich nicht während einer Schreibblockade sterben. ;D

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Re: 3944504003 - Die Winterchroniken von Heratia 1: Der Verfluch

Beitragvon Liyah » 30.07.2013, 14:03

Wow, das klingt interessant, zumindest einen Blick wert.

Ich werd mir das jedenfalls auf die Merkliste setzen.
Danke für die Rezi!

LG Liyah
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