[UrFan] Adirael (1/X)

Die ganze Bandbreite phantastischer Literatur: High Fantasy, Low Fantasy, Urban Fantasy, Dark Fantasy

[UrFan] Adirael (1/X)

Beitragvon Ankh » 14.10.2015, 14:34

Hi!

Da jetzt demnächst der NaNo anfängt, wollte ich mal ausprobieren wie es so klappt, wenn ich einfach mal anfange von vorne loszuschreiben (ist ja sonst eher nicht so meine Methode ...). Ich habe noch keine Ahnung, was ich daraus mache, nichtmal, ob ich das als Urban Fantasy Geschichte oder doch eher als Krimi aufziehe (oder irgendwas dazwischen). Weil ich nicht noch so ein Ding, das ich eh nicht an die Verlage kriege, schreiben wollte, hab ich es vom Setting her noch neutral gelassen. Könnte also in unserer Zeit und unserer Realität spielen. Oder auch nicht.

Jedenfalls, lange Vorrede kurzer Sinn: Bitte sagt mir, ob euch das anspricht, ob ihr eine Geschichte weiterlesen würdet, die so anfängt, und wo es im Text noch hakt.



Es war eine antrainierte Vorsichtsmaßnahme, dass er die Augen nicht sofort öffnete. Stattdessen überdachte er die Eindrücke, die sein erwachender Geist registrierte. Er lag in einem Bett, dass größer war als seine Pritsche daheim. Seine Arme waren zu den Seiten ausgestreckt, aber er berührte nirgendwo einen Rand.
Er war nackt, halb bedeckt von einer dünnen, seidigen Decke. Aber er spürte nirgendwo getrocknete Körperflüssigkeiten auf seiner Haut. Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder die Eindrücke eines anderen Körpers auf der Matratze.
Er versuchte sich zu erinnern, wie er in einem fremden Bett gelandet war, aber da war nichts. Seine letzte sichere Erinnerung bestand darin, dass er den Wagen gewaschen hatte, irgendwann gegen Nachmittag. Keine Pläne für den Abend.
Er lauschte noch einmal mit angehaltenem Atem, bis er überzeugt war, dass sich niemand in seiner Nähe befand. Dann öffnete er die Augen.
Das Bett war tatsächlich ziemlich groß. Der Raum drumherum auch, mit polierten Holzmöbeln und einem auffälligen Mangel an persönlichen Gegenständen. Bilder, Blumen, akkurat ausgerichtetes Briefpapier auf dem Schreibtisch. Ein Hotelzimmer, nein, eine Suite. Eine ziemlich teure. Auf dem Balkon vor der großen Glasfront blubberte sogar ein Whirlpool leise vor sich hin.
Die Tür zum Badezimmer war nur angelehnt, dahinter brannte Licht. Aber auch von dort kamen keine Zeichen von Aktivität, kein rauschendes Wasser, keine feuchtwarmen Dämpfe.
Er rutschte aus dem Bett. Schwindelgefühl machte sich in seinem Kopf breit, als er aufstand. Zu viel Alkohol? Drogen?
Auf dem Boden verstreut lagen Kleidungsstücke. Er sammelte seine eigenen ein und betrachtete dann die anderen. Männerklamotten. Ein Anzug aus gutem Stoff, Krawatte, Seidenunterwäsche. Nichts davon half, eine Erinnerung zu wecken.
Wieder ein Blick zum Badezimmer, immer noch Stille. Seine Gesellschaft von letzter Nacht würde die Suite doch nicht nackt verlassen haben?
In der Innentasche des Anzugs spürte er eine Brieftasche. Er zog sie hervor. Das dicke Bündel Scheine darin passte zum teuren Anzug und der Suite. Es passte zu niemandem, den er näher kannte.
Im nächsten Fach fand er einen Ausweis. Markus Berger. Gutaussehender Typ, dem Foto nach. Immerhin.
Er zog sich an, setzte sich aufs Bett und versuchte darüber nachzudenken, ob er warten oder einfach gehen sollte. Seine Schläfen pochten noch immer und machten das Denken träge. Keine Getränke auf den Tischen, keine Ahnung, wo sich die Minibar befand. Statt danach zu suchen, zog das Licht im Badezimmer erneut seinen Blick an. Kurzentschlossen stand er auf und stieß die Tür auf.
Drinnen fand er Markus Berger. Der nackte Körper kniete in der Badewanne, die Hände mit einem Handtuch auf den Rücken gebunden. Mund und Augen waren mit Streifen von silbernem Klebeband überzogen. Um den Hals lag eine schwarze Lederschnur mit silbernen Nieten, deren anderes Ende am Duschkopf befestigt war. Auf der Brust stand mit Lippenstift "Schlampe" geschrieben.
Er ging zu ihm, berührte die Pulsader. Eigentlich mehr um sich zu überzeugen, dass die Szene real war. Denn dass Markus Berger tot war, daran bestand kein Zweifel.
Zuletzt geändert von Ankh am 16.10.2015, 13:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [UrFan?] Titel? (1/X)

Beitragvon Rabenfeder » 14.10.2015, 18:12

Hey Ankh,
ich äußer mich mal dazu :D Hoffe Anfängerkritik macht dir nichts aus.

Der erste halbe Satz (ja, schon der halbe) hat mich neugierig gemacht.
Es war eine antrainierte Vorsichtsmaßnahme

Ich wollte wissen, was denn die antrainierte Vorsichtsmaßnahme ist.
Die andere Hälfte hat meine Neugier halb befriedigt, allerdings ist der Satz insgesamt ein wenig nichtssagend. Dass er die Augen nicht sofort öffnet weil er es sich antrainiert hat ist nichts Besonderes.
Andererseits kann der Satz Andere auch animieren, weiter zu lesen, schließlich ist mein Kritiker nicht nur zu mir kritisch, der Gute hat wohl an allem und jedem etwas auszusetzen. (Leider...)
Wie ich angefangen hätte spielt wohl keine große Rolle, aber ich will deinen ersten Satz nicht kritisieren und dann nichts weiter dazu sagen :'D

Er wusste, dass etwas falsch war/nicht stimmte/komisch war/etc. Irgendetwas war schrecklich schief gelaufen. Denn es war nicht sein Bett, in dem er lag und sicher auch nicht das eines netten On-Night-Stand. Instinktiv ließ er die Augen geschlossen, eine antrainierte Vorsichtsmaßnahme, und versuchte herauszufinden, wo er war.[...]
<- Die Vorsichtsmaßnahme ist auch drin.
Oder du machst den ersten Satz kürzer, weil man dann sowieso schon beim zweiten Satz angelangt ist etc.

Da ich aber sowieso ein schrecklicher Schreibanfänger bin der immer alles spannend haben will, musst und solltest du vielleicht einfach nicht auf mich hören. :P

Ansonsten gefällt mir der Anfang ganz gut, aber erst als ich beim Ende angelangt war, hatte ich das dringende Bedürfniss weiterzulesen - leider war da dann ja nichts mehr.
Trotzdem gefällt mir der Text gut, vor allem einige Passagen haben mich neugierig gemacht, mich zum Schmunzeln gebracht und der letzte Satz ist, wie ich finde, sowieso genial. Nicht zu lang, er macht neugierig auf die Fortsetzung, er ist aussagekräftig. (Okay, letzteres ist wohl nicht so wichtig)

Mich würde es jetzt auf jeden Fall seeehr interessieren weiterzulesen, weil...
... ich wissen will, was das mit Fantasy zu tun hat (im Positiven Sinne, nicht kritisch gemeint o-o)
... Ob er Markus Berger umgebracht hat
... Was er sonst mit Markus Berger zu tun hatte
... Ob der Mörder, soweit er es nicht ist, auch hinter ihm her ist
... Was die Polizei wohl machen wird?
... mich auch eine ganze Reihe anderer Sachen interessieren.

So, ehm, ich hoffe das hat dich jetzt nicht in den Schlaf gelesen...
Und ich hoffe, du kannst damit etwas anfangen (=
Liebe Grüße,
Rave
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Re: [UrFan?] Titel? (1/X)

Beitragvon Samis » 14.10.2015, 23:15

Ausgezeichneter Schreibstil, gefällt mir sehr gut! Auch der Inhalt spricht mich an, gäbe es mehr davon, würde ich es sicher nicht so bald aus der Hand legen. Gratulation!
Nach all dem Lob nun noch schnell zu ein paar Zeilen, die in meinen Ohren etwas holpern.

Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder die Eindrücke eines anderen Körpers auf der Matratze.

Eindrücke zu spüren klingt seltsam. Ein Vorschlag:
Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder empfand sonst irgend etwas, was auf die Präsents eines weiteren Körpers hingewiesen hätte.



Das Bett war tatsächlich ziemlich groß.


Ziemlich ist ein ziemlich hässliches Wort, oder nicht? Das Bett war tatsächlich sehr groß. Oder: Das Bett war tatsächlich riesig.



Der Raum drumherum auch, mit polierten Holzmöbeln und einem auffälligen Mangel an persönlichen Gegenständen.


Drumherum mag mir auch nicht sonders gefallen.

Auch der Raum, mit den polierten Holzmöbeln und einem auffälligen Mangel an persönlichen Gegenständen war außergewöhnlich groß.



Eine ziemlich teure.


Wieder das böse Wort.
Mit Sicherheit keine kostengünstige. Oder: Eine sehr exklusive.



Auf dem Balkon vor der großen Glasfront blubberte sogar ein Whirlpool leise vor sich hin.


Hier fehlen, so glaube ich, zwei Kommata.

Auf dem Balkon, vor der großen Glasfront, blubberte sogar ein Whirlpool leise vor sich hin.

Zudem finde ich den Satz nicht ganz so elegant, der Situation angepasst formuliert wie bisher. Mein Vorschlag: Vom Balkon her, jenseits der großen Glasfront, vernahm er das leise Blubbern eines Whirlpools.



Aber auch von dort kamen keine Zeichen von Aktivität, kein rauschendes Wasser, keine feuchtwarmen Dämpfe.

Hier stört mich lediglich das Wort kamen.

Aber auch dort entdeckte er keinerlei Anzeichen von Aktivität, kein rauschendes Wasser, keine feuchtwarmen Dämpfe.



Er sammelte seine eigenen ein und betrachtete dann die anderen. Männerklamotten.

Das du die Sätze aufs Wesentliche reduzierst, gefällt mir sehr. Daher würde ich auch das weiter raffen: Er sammelte seine ein und betrachtete die verbliebenen. Männerklamotten.
Klamotten und exklusiver Anzug ist nicht ganz stimmig.



In der Innentasche des Anzugs spürte er eine Brieftasche.

Zwar wird im Verlauf klar, dass es sich um die Anzugsjacke des anderen handelt. Ein knapper Hinweis, dass er dessen Kleidung durchsucht, könnte dennoch nicht schaden.



Er zog sie hervor. Das dicke Bündel Scheine darin passte zum teuren Anzug und der Suite. Es passte zu niemandem, den er näher kannte.


Das würde ich zusammenfassen: Das dicke Bündel Scheine passte zum teuren Anzug und der Suite, jedoch zu niemandem, den er kannte.



Im nächsten Fach fand er einen Ausweis. Markus Berger. Gutaussehender Typ, dem Foto nach. Immerhin.


Dem Foto nach würde ich ersatzlos streichen.



Keine Getränke auf den Tischen, keine Ahnung, wo sich die Minibar befand.


Gefällt mir besonders gut!



Kurzentschlossen stand er auf und stieß die Tür auf.
Drinnen fand er Markus Berger. Der nackte Körper kniete in der Badewanne, die Hände mit einem Handtuch auf den Rücken gebunden.


Kurzentschlossen finde ich nicht ganz passend und drinnen fand er ... sehr unschön. Ein Vorschlag: Einem Impuls folgend stand er auf und stieß die Tür auf. Markus Berger. Der nackte Körper kniete ...



Mund und Augen waren mit Streifen von silbernem Klebeband überzogen.


Hier fände ich Auf Mund und Augen zeigten sich Streifen von silbernem Klebeband besser, oder würde schlicht Mund und Augen waren mit silbernem Klebeband bedeckt schreiben.



Um den Hals lag eine schwarze Lederschnur mit silbernen Nieten, deren anderes Ende am Duschkopf befestigt war. Auf der Brust stand mit Lippenstift "Schlampe" geschrieben.


Hier würde ich auf die Nieten verzichten, die Lederschnur allein bewirkt ausreichend Kopfkino. Ein Zuviel würde es eher ins Lächerliche ziehen. Ob es die Schlampe demnach braucht, hängt vom weiteren Verlauf ab, zudem gestaltet es sich schwierig, etwas von der Brust eines in der Wanne knienden Toten abzulesen.



Er ging zu ihm, berührte die Pulsader. Eigentlich mehr um sich zu überzeugen, dass die Szene real war. Denn dass Markus Berger tot war, daran bestand kein Zweifel.


Die Pulsader selbst zu berühren, klingt eigenartig. Man befühlt den Hals oder das Handgelenk und tastet nach dem Puls, oder?
Und eigentlich fällt für mich in die gleiche Kategorie wie ziemlich. Beinahe ein No-Go.

Er ging zu ihm, berührte ihn am Hals, jedoch mehr um sich zu überzeugen, dass die Szene real war. Denn dass Markus Berger tot war, daran bestand kein Zweifel.


Guter Cliff zum Aufhören und wie eingangs gesagt, sehr gut und kurzweilig geschrieben. Mich als Leser hättest du.

Beste Grüße,
Samis
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Re: [UrFan?] Titel? (1/X)

Beitragvon Ankh » 15.10.2015, 10:15

@Rabenfeder: Nein, jegliche Kritik ist willkommen! Es soll ja am Ende vor allem Lesern gefallen, nicht Profiautoren. :wink:

Die andere Hälfte hat meine Neugier halb befriedigt, allerdings ist der Satz insgesamt ein wenig nichtssagend. Dass er die Augen nicht sofort öffnet weil er es sich antrainiert hat ist nichts Besonderes.
Andererseits kann der Satz Andere auch animieren, weiter zu lesen, schließlich ist mein Kritiker nicht nur zu mir kritisch, der Gute hat wohl an allem und jedem etwas auszusetzen. (Leider...)
Wie ich angefangen hätte spielt wohl keine große Rolle, aber ich will deinen ersten Satz nicht kritisieren und dann nichts weiter dazu sagen :'D

Er wusste, dass etwas falsch war/nicht stimmte/komisch war/etc. Irgendetwas war schrecklich schief gelaufen. Denn es war nicht sein Bett, in dem er lag und sicher auch nicht das eines netten On-Night-Stand. Instinktiv ließ er die Augen geschlossen, eine antrainierte Vorsichtsmaßnahme, und versuchte herauszufinden, wo er war.[...]
<- Die Vorsichtsmaßnahme ist auch drin.
Oder du machst den ersten Satz kürzer, weil man dann sowieso schon beim zweiten Satz angelangt ist etc.

Da ich aber sowieso ein schrecklicher Schreibanfänger bin der immer alles spannend haben will, musst und solltest du vielleicht einfach nicht auf mich hören. :P

Zunächst mal, du musst dich nicht entschuldigen, wenn du was schlecht findest. Dafür frag ich ja :wink:

Ich weiß nicht, wie verbreitet die Angewohnheit ist, die Augen morgens nicht gleich aufzumachen, sondern erstmal zu checken, wo man sich befinden könnte, bevor jemand merken könnte dass man wach ist. Vielleicht ist das nicht so rübergekommen, wie ich das meinte. Dass er nicht in seinem eigenen Bett liegt etc. stellt er ja erst nach und nach fest, da hat er aber schon längst entschieden, sich erstmal noch schlafend zu stellen.

Das war erstmal ein erstes Herantasten meinerseits daran, was für einTyp "er" eigentlich ist. Ich hab da als Vorbild einen anderen Charakter von mir verwendet, aber vielleicht ist das ein Fehler. Man kann schlecht einen neuen Charakter ganz individuell entwickeln, wenn man dabei einen bereits stark ausgearbeiteten vor Augen hat. Ich muss mir jetzt wohl erstmal eine Menge Gedanken machen, wer "er" eigentlich ist, und wie er auf die ganze Situation reagiert.

Ansonsten gefällt mir der Anfang ganz gut, aber erst als ich beim Ende angelangt war, hatte ich das dringende Bedürfniss weiterzulesen - leider war da dann ja nichts mehr.

Findest du den Anfang zu langwierig? Mir ist erst hinterher aufgefallen, dass ich gleich zwei Elemente verwendet habe, die ich eigentlich als Leser total doof finde: 1. Charakter wacht in der ersten Szene auf 2. Charakter hat Amnesie :roll: :doh:

Mich würde es jetzt auf jeden Fall seeehr interessieren weiterzulesen, weil...
... ich wissen will, was das mit Fantasy zu tun hat (im Positiven Sinne, nicht kritisch gemeint o-o)
... Ob er Markus Berger umgebracht hat
... Was er sonst mit Markus Berger zu tun hatte
... Ob der Mörder, soweit er es nicht ist, auch hinter ihm her ist
... Was die Polizei wohl machen wird?
... mich auch eine ganze Reihe anderer Sachen interessieren.

zur ersten Frage: Ich habs erstmal in Urban Fantasy gepackt, weil ich bisher immer Cyberpunk geschrieben habe und mir auch hier ein entsprechendes Setting vorstellen könnte. Vielleicht ist "er" ja auch ein Vampir oder sowas. Aber ganz ehrlich, ich hab noch keine Ahnung, wohin die Reise geht. Vielleicht wird es auch ein stinknormaler Krimi, oder ich baue noch Science Fiction - Elemente ein. Wenn es Im Fantasybereich bleibt, muss ich aber auf jeden Fall bald die übernatürlichen Elemente einbringen, da hast du auf jeden Fall recht.

Die restlichen Fragen kann ich im Moment auch noch nicht beantworten. Aber DASS der Anfang Fragen aufwirft und neugierig macht auf mehr, ist schonmal super :mrgreen:

___

@Samis: Vielen Dank für deine Vorschläge! ich hab die einfach mal direkt übernommen und die Versionen dann verglichen, und es liest sich wirklich etwas flüssiger. :2thumbs: Noch ein paar Anmerkungen zu den Anmerkungen:
Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder die Eindrücke eines anderen Körpers auf der Matratze.

Eindrücke zu spüren klingt seltsam. Ein Vorschlag:
Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder empfand sonst irgend etwas, was auf die Präsents eines weiteren Körpers hingewiesen hätte.

Mit "Eindrücke" meinte ich eigentlich keine Sinneseindrücke, sondern die physischen Vertiefungen in der Matratze. Weiß auch nicht wie ich das besser formulieren soll. Abdrücke? Dellen? Klingt alles doof.

Hier fehlen, so glaube ich, zwei Kommata.
Auf dem Balkon, vor der großen Glasfront, blubberte sogar ein Whirlpool leise vor sich hin.

Kann man, muss man aber nicht. Kommt drauf an ob man "vor der großen Glasfront" als zweite Ortsangabe interpretiert, oder ob "der Balkon vor der Glasfront" eine einzige Ortsangabe ist.

Zudem finde ich den Satz nicht ganz so elegant, der Situation angepasst formuliert wie bisher. Mein Vorschlag: Vom Balkon her, jenseits der großen Glasfront, vernahm er das leise Blubbern eines Whirlpools.

Interessant, dass du sagst, der Satz passt da nicht so rein. Das war der einzige, den ich nachträglich eingefügt habe :thinking:

Vom Balkon her, jenseits der großen Glasfront, vernahm er das leise Blubbern eines Whirlpools.
Aber auch dort entdeckte er keinerlei Anzeichen von Aktivität, kein rauschendes Wasser, keine feuchtwarmen Dämpfe.

Meistens heißt es, man soll nicht schreiben, dass jemand etwas wahrnimmt, sondern einfach was er wahrnimmt.

Klamotten und exklusiver Anzug ist nicht ganz stimmig.

Stimmt. Muss ich mir noch überlegen, ob das dem Charakter von "ihm" entspricht, so zu reden, oder ob ich das anders formuliere.

Im nächsten Fach fand er einen Ausweis. Markus Berger. Gutaussehender Typ, dem Foto nach. Immerhin.

Dem Foto nach würde ich ersatzlos streichen.

Ich wollte eigentlich noch drauf hinweisen, dass man auf Ausweisfotos oft anders (meist blöder) als im Original aussieht, aber das hab ich dann rausgekürzt. Ohne diesen Gedanken macht natürlich auch "dem Foto nach" keinen Sinn mehr. :doh:

Das du die Sätze aufs Wesentliche reduzierst, gefällt mir sehr.

Oh Mann. Ich bin normalerweise ein Meister der fünf Zeilen langen Schachtelsätze. :roll: Vielleicht hilft mir dieser Kommentar, die in meinem Manuskript endlich zusammenzukürzen. :wink:

Hier würde ich auf die Nieten verzichten, die Lederschnur allein bewirkt ausreichend Kopfkino. Ein Zuviel würde es eher ins Lächerliche ziehen. Ob es die Schlampe demnach braucht, hängt vom weiteren Verlauf ab, zudem gestaltet es sich schwierig, etwas von der Brust eines in der Wanne knienden Toten abzulesen.

Den Teil werd ich vermutlich sowieso noch etwas ändern, wenn ich weiß, wohin die Geschichte gehen soll. In einer möglichen Fortsetzung hab ichs zu einer Hundeleine mit Strasssteinen gemacht ...

Guter Cliff zum Aufhören und wie eingangs gesagt, sehr gut und kurzweilig geschrieben. Mich als Leser hättest du.

Das ist schonmal ermutigend! :hooray: Jetzt brauch ich nur noch eine Idee, wohin das führen soll.


Lieben Dank euch beiden! Dann versuche ich mal, dran weiterzuspinnen :D
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Re: [UrFan?] Titel? (1/X)

Beitragvon Bella98 » 15.10.2015, 14:06

Ich würde auch noch gerne meinen Senf dazu abgeben :) Der erste Satz hat mich so neugierig gemacht! Ich habe die Vorgängerkommentare nicht gelesen, deshalb tut es mir leid, wenn sich etwas wiederholt.

Ankh hat geschrieben:Er lag in einem Bett, dass größer war als seine Pritsche daheim. Seine Arme waren zu den Seiten ausgestreckt, aber er berührte nirgendwo einen Rand.
Er war nackt, halb bedeckt von einer dünnen, seidigen Decke. Aber er spürte nirgendwo getrocknete Körperflüssigkeiten auf seiner Haut. Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder die Eindrücke eines anderen Körpers auf der Matratze.
Er versuchte sich zu erinnern, wie er in einem fremden Bett gelandet war, aber da war nichts. Seine letzte sichere Erinnerung bestand darin, dass er den Wagen gewaschen hatte, irgendwann gegen Nachmittag. Keine Pläne für den Abend.
Er lauschte noch einmal mit angehaltenem Atem, bis er überzeugt war, dass sich niemand in seiner Nähe befand.

Bevor ich zu den Sätzen im Einzelnen übergehe: Da sind mir zu viele "Er"s am Satzanfang.
Ich mach dir einfach mal ein paar Vorschläge: Unter der dünnen, seidigen Decke war er nackt. / Neben sich hörte er kein Atem, spürte keine Wärme, ... / Ein weiteres Mal lauschte er mit angehaltenem Atem, ...
Die Problematik ist mir aber nur zu gut bekannt :D Besonders, wenn man anfangs einiges beschreiben muss, sind die Satzanfänge schnell ähnlich oder identisch.

Ankh hat geschrieben:Stattdessen überdachte er die Eindrücke, die sein erwachender Geist registrierte.

Ich finde diesen Satz irgendwie umständlich formuliert. Vorschlag: Während er langsam erwachte, prüfte er sorgfältig alle Eindrücke.

Ankh hat geschrieben:Er lag in einem Bett, dass größer war als seine Pritsche daheim.

Es heißt das, nicht dass, und überhaupt würde ich das "das" streichen. Vielleicht eher: Er lag in einem Bett, größer als seine Pritsche daheim.
(Pritsche? Interessante Wortwahl übrigens, wieder etwas, das mich sehr neugierig macht. Ist das lediglich deine Wortwahl oder schläft er tatsächlich auf einer richtigen Pritsche? Wenn ich ehrlich bin, assoziiere ich damit Gefängnis, aber ich kann auch völlig falsch liegen :mrgreen:

Ankh hat geschrieben:Aber er spürte nirgendwo getrocknete Körperflüssigkeiten auf seiner Haut.

Das hört sich so an, als würde ihn das überraschen. Entweder du erklärst, warum das so ist, oder stellst den Satz um. Vielleicht so: Nirgendwo auf seiner Haut spürte er getrocknete Körperflüssigkeiten. (Eine gute Nachricht, wie er fand.)

Ankh hat geschrieben:Seine letzte sichere Erinnerung bestand darin, dass er den Wagen gewaschen hatte, irgendwann gegen Nachmittag.

"Sichere Erinnerung" ist irgendwie unglücklich gewählt. Vielleicht einfach nur Erinnerung? Oder "seine letzte klare Erinnerung".

Ankh hat geschrieben:Auf dem Balkon vor der großen Glasfront blubberte sogar ein Whirlpool leise vor sich hin.

Vor meinen Augen lief plötzlich ein James Bond Film :D Auf jeden Fall meine ich das als Kompliment. Ich mag die Atmosphäre, die du schaffst, sehr!

Ankh hat geschrieben:In der Innentasche des Anzugs spürte er eine Brieftasche. Er zog sie hervor. Das dicke Bündel Scheine darin passte zum teuren Anzug und der Suite. Es passte zu niemandem, den er näher kannte.

Wenn ich's richtig verstanden habe, hält er gerade einen fremden Anzug in der Hand, oder?
Dann würde ich lieber schreiben: In der Innentasche [...] ERspürte/ertastete er eine Brieftasche.
Die beiden Sätze danach... gefallen mir einfach nicht, um ehrlich zu sein. Du schreibst bisher ja ohne weitere Emotionen deines Protagonisten, und ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist, deshalb lasse ich es einfach mal außen vor. Trotzdem hört sich diese Formulierung einfach steif an.
Vorschlag: "Es überraschte ihn nicht, in der Brieftasche ein dickes Bündel Scheine zu finden. Irgendwie passte es zum teuren Anzug und der Suite, doch zu niemandem, den er näher kannte."

Ankh hat geschrieben:Im nächsten Fach fand er einen Ausweis. Markus Berger. Gutaussehender Typ, dem Foto nach. Immerhin.

In 90% aller Fälle, wenn ich einen solchen Abschnitt (oder in der Art) lese, bin ich begeistert. Ich liebe diesen unterschwelligen Sarkasmus. Da dein Text allerdings bisher eher düster/nüchtern ist und ich deinen Typen eher als emotional karg kennen gelernt habe, finde ich das "Immerhin" unpassend. Es ist zu wertend für das Bild, das du bisher gezeichnet hast. Ich würde es streichen.

Ankh hat geschrieben:Mund und Augen waren mit Streifen von silbernem Klebeband überzogen.

Den Satz würde ich vereinfachen: Mund und Augen waren mit silbernem Klebeband bedeckt.

Ankh hat geschrieben:Auf der Brust stand mit Lippenstift "Schlampe" geschrieben.

Kann dein Protagonist das überhaupt erkennen? Ich habe den Abschnitt ein paar Male gelesen, erst dachte ich nämlich, dass Markus Berger ihm den Rücken zukehrt, aber das war mein Irrtum. Dennoch: wenn er kniet, ist seine Brust meines Erachtens parallel zum Boden der Badewanne. Ich weiß daher nicht, ob es möglich wäre, einen Schriftzug auf der Brust zu erkennen.
Nach weiterem Nachdenken: Du könntest diesen Satz jedoch bringen, nachdem dein Prota sein Handgelenk berührt hat. Er könnte sich bücken und dann den Schriftzug erkennen oder so was in der Art.

Okay, genug Kleinkram, jetzt noch ein paar Gedanken von mir :D
Enttäuscht wurde ich nicht. Du hast einen guten Aufhänger, also einen guten ersten Satz. Du schreibst allerdings sehr analytisch, wenig emotional, und wie oben erwähnt, weiß ich ja nicht, ob das beabsichtigt ist. Mir persönlich hätte es besser gefallen, hin und wieder einen besseren Einblick in die Gedankenwelt deines namenlosen Protagonisten (absichtlich? sehr mysteriös!) zu bekommen. Generell ist er ja ein sehr geheimnisvoller Typ, über den ich gern mehr erfahren würde. Geheimagent? Oder nur ein Anwalt zur falschen Zeit am falschen Ort?! :D
Außerdem werden noch zehntausende weitere Fragen aufgeworfen: wer ist Markus Berger? Wie ist er gestorben, und warum befindet sich dein Protagonist an diesem Ort?
Abgesehen von ein paar stilistischen Stolpersteinen und dieser fehlenden emotionalen Ebene (wenn das allerdings beabsichtigt war, nehme ich alles zurück!) finde ich den Anfang jedoch recht gut gelungen. Ich bin zwar kein großer Fan von endlosen Beschreibungen, aber ich denke, das könnte in diesem Fall relevant sein?
Auf jeden Fall würde ich weiter lesen. Und das ist, denke ich, am wichtigsten :D

Alles Liebe, Bella
If I cannot move heaven, I will raise hell.
NaNoWriMo Vol. 5! :mrgreen:
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Re: [UrFan?] Titel? (1/X)

Beitragvon FrozenBambi » 16.10.2015, 00:22

Wenngleich du schon drei Kommis hast, so will ich mir doch den Genuss nicht nehmen lassen, eine/n gute/n KritikerIn mal zu kritisieren *g*


Es war eine antrainierte Vorsichtsmaßnahme, dass er die Augen nicht sofort öffnete.


Ich habe beim Drüberlesen gesehen, dass du hierfür schon ne gute Kritik bekommen hast. Ich bin derweil noch nicht ganz so glücklich damit. Ich stelle mal die Hypothese, dass er diese "Vorsichtsmaßnahme" trainiert hat, um - k.A. im Falle einer Gefangennahme o.ä. - zu verhindern, dass jemand bemerkt, dass er erwacht.
Wenn das der Hintergrund ist, dann habe ich damit folgende Probleme:
a) Erscheint es mir sehr paranoid, für derartige Szenarieren ausgiebig zu üben
b) Bemerkt man einen im Aufwachen befindlichen denke ich mal in irgendeiner Form schon an stärkeren Bewegungen o.ä., bevor sein Bewusstsein überhaupt soweit da ist, dass er sich wie tot stellen kann.

Whatever es klingt als erster Satz jedenfalls i'wie skuril und wird wohl die Meinungen spalten. :mrgreen:


Er lag in einem Bett, dass größer war als seine Pritsche daheim. Seine Arme waren zu den Seiten ausgestreckt, aber er berührte nirgendwo einen Rand.


Das Wort gefällt mir stilistisch nicht. Ich würde vorschlagen eine (Bett)kante oder du formulierst es um à la 'seine Unterarme schwebten frei in der Luft'


Er versuchte sich zu erinnern, wie er in einem fremden Bett gelandet war, aber da war nichts.


Das mag jetzt persönlicher Geschmack sein, aber diese Konstruktionen mag ich nicht. Schöner fände ich etwas bildiches wie 'er kramte in seinen Erinnerungen'.


Seine letzte sichere Erinnerung bestand darin, dass er den Wagen gewaschen hatte, irgendwann gegen Nachmittag. Keine Pläne für den Abend.


Da hast du jetzt ne Wdh. Da es eine sichere Erinnerung ist, schreib doch einfach "Irgendwann gegen Nachmittag hatte er den Wagen gewaschen."


Er lauschte noch einmal mit angehaltenem Atem, bis er überzeugt war, dass sich niemand in seiner Nähe befand. Dann öffnete er die Augen.


Das wäre doch kontraproduktiv. Jmd. der ihn beobachtet wird wohl mitbekommen, wenn der ruhige Atemrhythmus des Schlafes unterbricht ;)


Der Raum drumherum auch, mit polierten Holzmöbeln und einem auffälligen Mangel an persönlichen Gegenständen.


Würde das ein normaler Mensch denken? Nein, wir denken effizient, der Raum wirkt "steril" oder "unpersönlich" whatever. Ehrlich gesagt wäre es mir sogar sch... egal wie der Raum wirkt, ich seh mich erstmal um, wie ich da herauskomme, suche ein Fenster, orientiere mich so schnell als möglich. Die Untersuchung des Raums erfolgt, wenn ich mir ne Waffe suche oder Hinweise über den Täter whatever.


Er rutschte aus dem Bett. Schwindelgefühl machte sich in seinem Kopf breit, als er aufstand.


Eigentlich ne Doppelung, wenn wir ehrlich sind. Streich den Nebensatz, der nimmt eh nur Tempo.


Zu viel Alkohol? Drogen?


Wirft er sich sowas öfter ein? Sonst wäre die Frage eher: Hatte man ihm etwas untergejubelt?


Auf dem Boden verstreut lagen Kleidungsstücke.


Mach das interaktiver. Dein Held steht immer noch fade in der Gegend umher. Er setzt sich in Bewegung und bleibt mit dem Fuß in einem Kleidungsstück hängen.


In der Innentasche des Anzugs spürte er eine Brieftasche. Er zog sie hervor. Das dicke Bündel Scheine darin passte zum teuren Anzug und der Suite. Es passte zu niemandem, den er näher kannte.


Langsam nehme ich an, das kommt ihm öfter vor. Ich hätte sonst immer noch die Fluchttendenz.. : )"


Statt danach zu suchen, zog das Licht im Badezimmer erneut seinen Blick an.


Seinen Blick auf sich wäre mMn passender.


Fazit:

Joar, hast ne gute Schreibe man kritisiert auf hohem Niveau. Der Anfang ist nicht schlecht gewählt; man landet gleich mitten im Geschehen. Irritiert bin ich halt noch von seinem äußerst ruhigen Verhalten. Wenn das nicht darauf gründet, dass sowas für ihn halbwegs normal ist, dann ist es unpassend, ansonsten okay verständlich.

Das Ende dieser Szene ist natürlich ein super Cliffhanger, der für ordentlich Spannung sorgt. Ziemlich derb muss ich sagen. Wird dir vermutlich viele Leser vergraulen, die von Fantasy was anderes erwarten und erstmal ganz schön schockiert sein werden. Fantasy beginnt ja meist recht nett und wird erst später so ... deutlich brutal wenn *g*

Bin gespannt wie es weiter geht. Titelvorschlag: "Die Schlampe inner Wanne" :mrgreen:

LG

Bambi
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Re: [UrFan] Adirael (1/X)

Beitragvon Dikay » 09.11.2015, 15:30

Hallöchen,
Auch von mir noch ein wenig Anfängerkritik :D

Ich muss Samis' Beitrag Recht geben, die vagen Wörter "ziemlich" und "eigentlich" sind eher unschön (das sagen mir meine Dozenten im Studium auch immer). Wenn man sie umschreiben kann, prima. Den Fehler hab ich auch vor ein paar Jahren noch gemacht, ich weiß, wie das ist.

Deinen Schreibstil finde ich sehr schön, er ist wirklich sehr lebendig und ich fühle mich sofort in diese Situation hinein versetzt. Bei manchen Formulierungen holpere ich allerdings leider etwas beim Lesen, weil sie einfach nicht zum insgesamten Bild deines Schreibstils passen. Mal ein paar Beispiele...

"Er hörte auch kein Atmen neben sich, spürte keine Wärme oder die Eindrücke eines anderen Körpers auf der Matratze."
Definitv schon angemerkt worden. Die Eindrücke sind ein wenig unschön formuliert. Meiner Meinung nach besser: "Er hörte keinen Atem neben sich, spürte keine Wärme, nichts, was auf einen anderen Körper schließen ließ" - oder so ähnlich.

"Statt danach zu suchen, zog das Licht im Badezimmer erneut seinen Blick an."
Das hat mich in meinem Lesefluss dann kurz irritiert. Wer sucht jetzt? Der Mann oder sein Blick? Das kommt ein bisschen komisch rüber. Ich würde es eher so schreiben: "Doch er suchte nicht danach, denn das Licht im Badezimmer zog erneut seinen Blick an", oder so was in der Art. Es wäre für mich als Leser jedenfalls weniger irritierend.

"Eigentlich mehr um sich zu überzeugen, dass die Szene real war."
Da kann noch ein Komma hin, muss aber nicht: "Eigentlich mehr, um sich zu überzeugen, dass die Szene real war."

Ansonsten wäre ich eine von denen, die das Buch kaufen würde. Allein schon, wenn das der Einstieg ist. Als Start für das Buch finde ich es wirklich klasse, und bei den paar Kleinigkeiten drücke ich gerne mal ein Auge zu ;)

Ganz liebe Grüße,
Dikay
Schreiben ist wie fliegen. Flügel ausbreiten - und weg bin ich!
Dikay
 
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Registriert: 05.06.2014, 11:46


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