Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

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Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen - Schreiben um zu schreiben

Hast du Spaß am Schreiben?
Oder schreibst du nur um Geld zu verdienen?

von © Jacky

 
Interessanter Beitrag. Gute Überleitung mit dem Quarks und Co [guck' ich übrigens auch gerne].

Kann man mit dem Schreiben als Normalsterblicher überhaupt Geld verdienen?
Ich schreibe nur ein wenig, um mir die Langeweile in den Ferien zu vertreiben. Besonders großes Durchhaltevermögen oder Talent scheine ich nicht zu haben, was wohl zu Schulbeginn dazu führen wird, dass ich eher Kurzgeschichte analysieren werde als welche zu schreiben.
Es hat bei mir mit einer Fingerübung angefangen, die irgendwie sofort eine Idee "inspiriert" (komisches Wort... "inspirieren") hat. Das ganze Schreiben dient dann eigentlich auch nur dem Eigennutzen, weil ich mit dem Gedanken, etwas geschaffen zu haben, besser schlafen kann. So ergeht es mir zumindest.

Jackie macht wirklich interessante Blocs, die einem den Blick in die Autorenwelt eröffnet. Ich werde mich mal durch deine Seite durchlesen und den ein oder anderen Kommentar hier geben, den du sichtlich verdienst!

von © Klebeband

 
Hallo Klebeband,
vielen Dank für dein Lob.
Klebeband hat geschrieben:Kann man mit dem Schreiben als Normalsterblicher überhaupt Geld verdienen?

Ich denke, mit dem Schreiben ist es, wie mit allem Anderen auch. Wenn du es genug willst, dann kannst du es auch. Stephen King behauptet in seinem Buch "On writing", dass man ein gewisses Talent haben muss, sonst funktioniert es nicht. Vielleicht hat er sogar recht. Aber in dem Fall springt uns eine kleine Macke bei, die uns im normalen Leben eher hinderlich ist. Der Mensch tut und übt Dinge gerne, die er sowieso schon gut kann. Wenn du also gerne schreibst, kannst du schon davon ausgehen, dass ein Grundtalent vorhanden ist.

Diese Tatsache liegt vielleicht am Belohnungsprinzip. Irgendwann hast du Mal etwas geschrieben und jemand anders fand es gut (Zückerchen). Um dieses Erfolgserlebnis zu wiederholen, schreibst du wieder etwas usw.
Zuckerbrot und Peitsche sind schon seit Menschengedenken die Art wie Kinder (und auch Erwachsene noch) lernen: Wenn ich den Fuß so aufsetze, dann fall ich auf die Nase, ... so geht laufen also schon Mal nicht :)
Klebeband hat geschrieben:Ich schreibe nur ein wenig, um mir die Langeweile in den Ferien zu vertreiben. Besonders großes Durchhaltevermögen oder Talent scheine ich nicht zu haben,

Dein Beitrag hier weckt in mir die Vermutung, dass du aber gerne würdest. Beim Schreiben ist es, wie sonst auch: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Also üben, üben, üben.

Beim Schreiben hast du den Vorteil, du lernst es nicht nur durch das Schreiben selbst, sonder auch durchs Lesen.

Klebeband hat geschrieben:Das ganze Schreiben dient dann eigentlich auch nur dem Eigennutzen, weil ich mit dem Gedanken, etwas geschaffen zu haben, besser schlafen kann. So ergeht es mir zumindest.

Wenn du es so siehst, dann tut jeder Mensch alles nur aus Eigennutz, du gehst zur Arbeit um Geld zu verdienen, oder du tust sie eben weil sie dir Spaß macht. Beim Schreiben erzeugst du auch noch Geschichten, die Anderen Spaß bereiten können. Also für mich eine "Arbeit", die sich lohnt.

Dieses "ich kann in meiner Welt ein klein bisschen Gott spielen" ist denke ich etwas, das jeden Schriftsteller irgendwo reizt. Immerhin kannst du, nach Belieben ganze Welten zum Einsturz bringen und jede Sekunde neu entscheiden, ob du ein gütiger oder ein rachsüchtiger Gott sein möchtest. :twisted:

Klebeband hat geschrieben:Jackie macht wirklich interessante Blocs, die einem den Blick in die Autorenwelt eröffnet. Ich werde mich mal durch deine Seite durchlesen und den ein oder anderen Kommentar hier geben, den du sichtlich verdienst!

Vielen Dank für die Blumen, ich tu mein Bestes, übe fleißig und habe Spaß dabei 8). Ich bin schon auf deine Kommentare gespannt.
lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Ja, ein interessanter Beitrag, und bringt mich zum Nachdenken, da ich (mal wieder) in einer kleinen Blockade stecke und die Geschichte keinen Spaß mehr macht, weil sie aufs Ende zuläuft, ich genau weiß, was noch kommen muss und keine Lust habe, das zu schreiben. Stattdessen kommen mir leise Ideen für die nächste Geschichte, aber nicht genug, um da schon was anzufangen, mir präsentieren sich nur die Schauplätze und der Gedanke, dass ich darüber mal gerne schreiben würde.

Hast du Spaß am Schreiben?
Oder schreibst du nur um Geld zu verdienen?


Manchmal hab ich Spaß beim Schreiben, manchmal nicht, mache es aber trotzdem. Obwohl dafür keine Belohnung in Aussicht ist (ich kann das nicht mit dem 'sich selbst belohnen' auch wenn es banal klingt). Ich schreibe nicht, um Geld zu verdienen, auch wenn das toll wäre. :mrgreen: So betrachtet ist es eigentlich ein Mysterium, warum ich schreibe. Ich kann einfach nicht anders, und wenn es stockt und keinen Spaß macht, so wie im Moment, bin ich ganz fieberhaft auf der Suche nach neuen Anstößen.

LG Silithiel

von © Silithiel

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Hey Jacky!
Wieder einmal ein interessanter Blogbeitrag. Sehr schön!

Hast du Spaß am Schreiben?
Oder schreibst du nur um Geld zu verdienen?


Ich habe Spaß am Schreiben, auch wenn es Tage gibt, an denen ich mich weniger daran erfreue, als an anderen. Wenn ich gut voran komme, freue ich mich. Wenn ich zurückblicke und mir gefällt, was ich da fabriziert habe, ebenfalls.
Stecke ich jedoch fest, dann geht das oft mit Frustration einher.
Trotzdem gibt es da immer etwas, das mich antreibt, die Geschichte zu vollenden und das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, zu welchem ich im Stande bin.
Eine Zähigkeit, die ich mir im Laufe der Jahre antrainiert habe, und die ich selbst wenn ich wollte, nicht mehr los werde. Dahingehend geht es mir wie Silithiel.

Der Gedanke, später mal von dieser Passion leben zu können -zumindest als Teilverdienst- ist gigantisch, auch wenn ich nicht wirklich daran glaube.
(Obwohl ich diese recht naive Vorstellung nicht ganz abschütteln kann. :wink: )
Ich möchte meine Werke veröffentlichen, das ja, aber mehr aus dem Grund, sie in gedruckter Version in Händen zu halten. Oder um in der Buchhandlung still lächelnd an meinen Büchern vorbeizugehen und jemanden dabei zu beobachten, der es interessiert in Händen wiegt. :mrgreen:
Ein schöner Gedanke, nicht?
Wahrscheinlich hat es auch einiges mit Selbstbestätigung zu tun. Man will sich beweisen, dass man es schaffen kann. Dass man gut genug ist, um von einem guten Verlag publiziert zu werden, und sich die Arbeit gelohnt hat.
(Denn wenn man bloß gelesen werden wollte, könnte man auch einfach alles ins Internet stellen.)
Die Anzahl derer, die auf riesige Verkaufszahlen und Geldregen hoffen, ist wohl eher gering. Man ist sich meist schon darüber im Klaren, dass dies nicht der Fall sein wird.

LG Holly

von © Holly

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Ich schreibe zum einen zum Spass und zum anderen Freue ich mich wenn Leute meine Texte Lesen. Das veranlasste mich dazu einige Texte an eine örtliche grosse Zeitung zu Senden. Und siehe da: Ich bekomme eine Seite pro Ausgabe und kann darin meine Texte veröffetnlichen! Dort kommen meine Texte hin. Neuerdings wird die Auflage immer grösser und sogar Politiker lesen meine Texte :mrgreen:
Das ist für mich der beste Lohn für`s Schreiben: Gelesen werden.

von © phileceed

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Hey!
Ich schreibe, weil es mir Spaß macht.Wenn ich schreibe kann ich mich komplett fallen lassen und bin in einem fast euphorischen Zustand.Ich glaube, ohne das Schreiben könnte ich gar nicht leben^^
Natürlich wäre es toll mal veröffentlicht zu werden(aber davon träumt doch jeder mal, oder?). Doch es reicht mir schon, wenn vielleicht mal irgendjemand meine Geschichten liest und ich ihn damit erreichen kann. Ihm eine Botschaft vermitteln kann, die er vielleicht im Gedächtnis behält, die ihm weiterhilft.
Mein großer Traum ist es mal, von Sergej Lukianenko oder Dmitry Glukhovsky(meinen beiden Lieblingsautoren) gelobt zu werden. Das wäre wirklich toll(*schwärm*)
Aber wie gesagt, schreibe ich eher zum Spaß, als für das Geld.
Lg Ching

von © Ching

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
Schreiben nur um Geld zu verdienen? Gelächter! Ich glaube nicht, dass ich vor Ablauf der nächsten fünf bis zehn Jahre daran denken kann, mit meinem Schreiben Geld zu verdienen und danach vielleicht... mit Glück... wenn ich hart genug gearbeitet habe... zum Leben wahrscheinlich nicht genug... Wenn wir schon von Dingen reden, die ich vor mir herschiebe - da wüsste ich eine ganze Liste anderer Sachen, die erledigt werden müssen, die ich dem Schreiben allerdings hintanstelle :mrgreen: ...

von © blutigeranfänger

Re: Akuter Spaß und zukünftiger Nutzen

 
hey Ihr

Also ich finde das trifft bei mir den Nagel auf den Kopf: ich würde gerne schreiben und drücke mich so viel davor. Immer wenn ich dann beschlossen hab: mensch, das macht dir doch überhaupt keinen Spaß, dann höre ich ein paar Wochen ganz auf. Und dann kommt es aber wieder. Und zwar seit ich schreiben kann, schreibe ich. Immer wieder. Und erst seit ein paar Jahren drücke ich mich so viel davor. ich habe davor ohne groß nachzudenken viel geschrieben und dafür auch Lob von Freunden bekommen. Und ich hab schreiben wirklich gerne gemocht. Wenn ich jetzt was zustande bringe, dann ist es auch jetzt noch so, das meine Sachen recht gut ankommen, zumindest behaupten die das :-)

ich glaube ich denke zu viel über den Nutzen nach. wenn man hört wie schwer es ist, wirklich etwas auf den Markt zu bringen, dann denke ich: verschwendete Zeit. Denn für mich ist klar, dass wenn ich schreibe, dann will ich eigentlich auch, dass es jemand liest. Das ist für mich sonst wie ständig zu reden und nie hört jemand zu. Irgendwie.

In letzter Zeit habe ich in meinem Genre (Kinder und Jugendbücher) ein bisschen herumgelesen und immer wenn ich Astrid Lindgren lese, dann denke ich: naja, das ist einfach so toll, da kannste selber einpacken.
Und dann liest man wieder Sachen - meine Güte, die würden hier im Forum zerrissen werden, die würde ich selber zerreissen und sie sind bekannt und gedruckt und sogar verfilmt.... echt krass. Das spornt wiederum an.

so, liebe Grüße
Susu

von © Susu