Anfang bei Mehrteiler

Tipps, Ratschläge und Hilfen zum Schreiben. Wie machst du das? Hilfe bei Blockaden, Hemmungen und Anfangsschwierigkeiten

Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon MissPelled » 03.11.2015, 16:11

Da ich noch ganz neu hier bin und einfach nicht das gefunden habe, was ich suche und nicht weiß wo ich mich hinwenden soll, frage ich einfach einmal hier.

Kann mir jemand erklären, wie ich am besten bei einem mehrteiligen Roman, den Anfang gestalte.
Ich habe es von Teil zu Teil so gemacht, dass ich
Prolog bei Teil 1
1. eine kurze Zusammenfassung ab Teil 2 gemacht habe, vom vorigen Teil
2. eine Rückblende des letzten Kapitels des vorherigen Teil
3. Beginn des ersten Kapitel

Jetzt habe ich aber bei Teil 7 das Problem, dass nicht wie bei den ersten 6 Teilen, nicht die Handlung auf einander aufbaut, sondern eine völlig neue Situation dazu kommt, mit völlig neuen Charakteren. Die tauchen zwar ab und an im ersten Teil auf, aber nur als Randcharakter ohne Tiefe. Es sind zwei verschiedene Geschichten, die sich in der Mitte ungefähr treffen und zu einer Geschichte werden sollen.

Jetzt überlege ich ob ich wieder einen kurzen Prolog schreibe oder ob ich nur über die Rückblende in den Teil 7 einsteige.
Ich wollte mit dem Prolog eigentlich den Hinweis in der Geschichte geben, dass dies eine etwas andere Geschichte wird.

Was ist eure Meinung dazu?

Ich weiß es ist schwer, da etwas dazu zu sagen, wenn man das Buch so gar nicht kennt. Wer mag kann gern mal in die Geschichten hineinsehen. Die ich auf https://www.wattpad.com/user/Misspelled59 vollständig eingestellt habe.

Danke für eure schnelle Hilfe, ich bräuchte wirklich einen guten Rat, von jemanden der sich mit der Schreiberei auskennt.

Lg Missy
Zuletzt geändert von Ballater am 05.11.2015, 16:45, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Überschrift geändert
Lesen ist durch fremde Hände träume(Fernando Pessoa)
Benutzeravatar
MissPelled
 
Beiträge: 20
Registriert: 03.11.2015, 14:16

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon MissPelled » 06.11.2015, 00:50

Vielleicht sollte ich etwas mehr über die Bücher schreiben, damit ihr sie nicht lesen müsst.
Teil 1
Im ersten Teil des Buches geht es um die Erschaffung der Hundert. Wie können sich Menschen dazu hergeben mit Genen zu spielen? Wie kann es sein, dass ich Ärzte, Wissenschaftler und Schwestern finden, um so ein unmenschliches Projekt überhaupt durchzuführen. Das Buch erzählt die Geschichte, wie eine der Hauptfiguren, nämlich Doktor Jacob zu diesem Projekt kam. Wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist. Vor allem weil ihm durch dieses Projekt einer der wichtigsten Menschen genommen wurde. Wieso nimmt ein solche brillanter Arzt wie Jacob an einem solchen Experiment teil?
Die Erklärung ist ganz einfach, die Projekt Mitarbeiter, wurden durch falschen Unterlagen in das Projekt gelotst und erfahren erst nach vielen Monaten die volle Wahrheit und warum sie so verwöhnt werden. Als sie das erkennen, ist ein Ausstieg aus dem Projekt nicht mehr möglich und sie versuchen das beste daraus zu machen. Der Schock über das was sie dort sehen müssen steckt allen in den Knochen. Jetzt allerdings müssen sie sich um ihren "Patienten" kümmern. Die Teilnehmer an diesem Projekt. Das es unmenschlich ist, was man hier macht, begreifen sie genau an dem Tag, als sie das erste Mal die 6/blau betreten und ihre Schützlinge zu Gesicht bekommen.
Aber dieser Tag ist nicht der schlimmste Tag, den sie in den ersten Jahr im "Projekt Dalinow" erleben müssen. Wenn man denkt es geht nicht noch schlimmer, als an diesem Tag, so haben sich alle geirrt. Es werden Anschläge auf das Leben der Teilnehmer versucht. Doktor Jacob versucht man zweimal zu töten, nur um das Projekt zu sabotieren und sogar auf die Tochter des Projektleiters Mayer wird ein Mordanschlag versucht.
Die Saboteur werden festgesetzt und dem Militärgericht übergeben, endlich zieht Ruhe in das Projekt ein. Oder nicht? Jacob traut seinen Augen nicht, als er eines Tages nach unten auf die 6/blau kommt, wo sich die Teilnehmer der Forschungseinrichtung aufhalten und auf der sie leben. Es dauert lange bis er dahinter kommt, warum man die Hundert permanent foltert ... Als er es erkennt, ist alles zu spät ... denn dann hat sich der Projektleiter der bis zu dem Zeitpunkt auf Jacobs Seite stand von ihm abgewandt. Das Projekt ist ab diesen Zeitpunkt nicht mehr nur unmenschlich, es wird für die Teilnehmer und die Mitarbeiter die wahre Hölle. Denn der bis dahin akkurate und menschliche Projektleiter, wird zu einem Alptraum. Jetzt wird es nicht nur für die Teilnehmer der wissenschaftlichen Studie, sondern auch für die Mitarbeiter zu einem Höllentrip.
Man ist erst knapp zwei Jahre hier und sehnt das Ende des "Projektes Dalinow" mehr als sehnlich herbei. Aber man hat noch fünfzehn lange Jahre vor sich. Wie soll man das nur ertragen?
Lesen ist durch fremde Hände träume(Fernando Pessoa)
Benutzeravatar
MissPelled
 
Beiträge: 20
Registriert: 03.11.2015, 14:16

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Milch » 06.11.2015, 01:25

Ich finde, man sollte versteckt wiederholen. Das kann durchaus auch Seite 185 geschehen, wenn es sich anbietet.
Milch
 
Beiträge: 716
Registriert: 29.03.2014, 18:25

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon MissPelled » 06.11.2015, 01:30

Teil 2
Im zweiten Teil des Buches sind die Teilnehmer des Projektes so weit, dass sie an ersten Kampfeinsätzen teilnehmen. Sie haben schon viele sogenannte Übungseinsätze gemacht, die eigentlich alles Todeskommandos sind, da die Überlebenschance bei diesen Einsätzen bei unter 5 % liegt. Aber die Einsatzleiterin des Teams 100 bringt die noch lebenden 82 Soldaten immer aus den Einsätzen wieder nach Hause, mehr oder weniger schwer verletzt. Seit dem Mayer sich auf die Seite der Betreuer geschlagen hat, bekommen die Teilnehmer des Projektes keine Erholungspause mehr.
Beim ersten "großen" Einsatz kommt es zu eine Katastrophe. die Einsatzleiterin versucht bis zum Schluss zu retten was zu retten ist, aber es läuft alles aus dem Ruder. Es wird so schlimm, dass sie acht ihrer eigenen Kämpfer töten muss, damit diese nicht weiter Amok laufen.
Vier lange Jahre sind ins Land gezogen und die Teamleiterin bekommt nun ihr Team vollständig übergeben. Das Team 100 wird zum Team 98. So viele Erinnerungen an die letzten vier Jahre wie möglich, will Nr. 98, nach der das Team jetzt benannt ist, behalten. Für den Tag, an dem die Abrechnung kommt. Immer wieder ruft sie sich das Geschehene ins Gedächtnis und quält nicht nur sich, sondern auch ihre beste Freundin damit.
Nach einem schweren Einsatz in dem Cankat seine Waffe in einer Schlucht verloren hatte, wird dieser von Mayer fast tot geschlagen. Das Team will sich diese Folter nicht länger gefallen lassen und geht zu dem Projektleiter. Was dann geschieht, ist schlimmer als das bisher Geschehen, es wird die Teilnehmer brechen. Nie wieder versuchten sie danach, sich über ihr Leben zu beschweren. Ab diesem Zeitpunkt würden sie fast alles schlucken. Denn die Strafe die sie dafür bekommen ist mörderisch.
Ein Einsatz folgt dem nächsten, die Züchtung der perfekten Kampfmaschinen scheint gelungen. Jeder Einsatz ist erfolgreich und hätte für andere Teams im Tod geendet. Aber dann kommt dieser einfach und unkomplizierte Einsatz, den das Team eigentlich ohne Verletzungen hätte schaffen müssen. Wäre da nicht diese Höhle gewesen, die das Team völlig aus dem Gleichgewicht gerissen hatte. Völlig verstört und gar nicht mehr einsatzfähig, befreien die Teilnehmer die Geisel und klappen völlig zusammen. Keiner weiß was geschehen ist, denn keiner der Teilnehmer spricht über dieses Horrorkabinett. Kaum Zuhause im Projekt angekommen, verbarrikadieren sich die Teilnehmer in ihrem Raum. Doktor Jacob, seine Frau Anna und die übrigen Mitarbeiter des Projektes, die den Teilnehmern wohl gesonnen sind, kommen fast vierzehn Tage nicht in den Raum. Als sie endlich hinein kommen, stellen sie fest, dass alle schwer krank sind und hoch fiebrig im Bett liegen. Lange Zeit versuchen die Jacobs die Teilnehmer zurückzuholen.
Endlich kommt 98 wieder zu sich. Als Jacob wissen will was los ist, schüttelt sie den Kopf. Zur gleichen Zeit bekommt 98 einen Einsatzbefehl. Hoch fiebrig und kaum in der Lage sich auf den eigenen Beinen zu halten, wird sie zu einem Einsatz geschickt und beendet diesen mit vielen Konflikten.
Viele verschiedene Einsätze hat das Team 98 in den darauf folgenden Jahre überlebt. Ein Einsatz kostet allerdings Kahlyns (98) Team mehr als die Hälfte ihrer Leute. Trotzdem dieser Einsatz die Hölle ist, lernen sie Menschlichkeit kennen. Menschen, denen es genauso schlecht geht wie ihnen, helfen ihnen dabei ihre Flucht aus einem Gefangenenlager zu organisieren. Menschen die kaum etwas zu Essen und zu Trinken haben, teilen mit ihnen, die fast verhungert und verdurstet sind, alles was sie haben. Die Flucht gelingt, von den dreiunddreißig Mitgliedern des Teams 98 sind noch 14 übrig. Sie werden im letzten Moment von Freunden gerettet und kommen wieder nach Hause. Dort erfahren sie, dass sie nur noch zwei Jahre zusammen bleiben können. Ein Team dass 16 Jahre zusammen gelebt und gekämpft wird, wird einfach auseinander gerissen. Für die Teilnehmer bricht eine Welt zusammen. Trotzdem können sie nicht aufgeben, denn das liegt nicht in ihrer Art.
Zwei weiter Jahre vergehen, an denen ein Einsatz den nächsten abgelöst hat. Das Team kommt zurück ins "Projekt Dalinow" um Abschied zu nehmen von ihrem gewohnten Umfeld und von ihren Freunden 9 von 100 Teilnehmern des "Projektes Dalinow" werden am morgigen Tag, ihren Dienst in unterschiedlichen SEKs aufnehmen und zeigen, dass sich dieses Projekt gelohnt hat. Dass es nicht unmenschlich ist mit Genen herumzuspielen. 16 1/2 Jahre verbrachten diese Kämpfer jede Minute ihres Lebens zusammen. Was wird jetzt wohl aus ihnen werden?
Lesen ist durch fremde Hände träume(Fernando Pessoa)
Benutzeravatar
MissPelled
 
Beiträge: 20
Registriert: 03.11.2015, 14:16

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon paratoxic » 06.11.2015, 10:45

Hmmm, die Frage ist etwas schwierig, finde ich.
Ich habe die Zusammenfassungen, ehrlich gesagt, nicht gelesen, denn prinzipiell sind die Infos nicht unbedingt nötig.
Ich persönlich mag es als Leser in Prologen auf keinen Fall, wenn einfach nur der Inhalt der Vorgänger wiedergegeben wird, daher würde ich von diesen Prologen abraten. Der Leser weiß ja eigentlich, was passiert ist. Auch eine Rückblende auf das letzte Kapitel des Vorgängers halte ich für kein gutes Handwerk. Ist aber nur meine Meinung, doch da Prologe sowieso immer ein empfindliches Thema sind und es genug Leute gibt, die den Prolog grundsätzlich überspringen, bin ich unsicher, ob deine Prologe überhaupt eine Daseinsberechtigung haben.
Sei ehrlich: Brauchst du die Prologe? Liefern sie für die Story, die Handlung etc. einen wesentlichen Mehrwert? Wenn du die Frage mit Nein beantwortest, dann würde ich an deiner Stelle noch einmal darüber nachdenken, die Prologe grundsätzlich zu streichen. Dann brauchst du sie nämlich nicht und könntest einfach in die Handlung springen und "versteckt wiederholen" (so wie Milch es vorgeschlagen hat), indem du die Wiederholung in die aktuelle Handlung mit einflechtest. Das lässt sich in den meisten Fällen viel besser lesen und es birgt weniger die Gefahr, einen Leser durch unnötige, lange Wiederholungen anzuöden.
paratoxic
 
Beiträge: 67
Registriert: 03.02.2015, 19:31

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Bastet » 06.11.2015, 13:53

Hallo,

ich schreibe auch einen Mehrteiler und verwende ebenfalls Prologe, allerdings sind meine keine Zusammenfassung des vorigen Buches, sondern Szenen aus der Vergangenheit, die etwas erklären, was im Laufe dieses Teils wichtig wird.
Wenn ich etwas wieder aufgreife, dass der Leser möglicherweise vergessen haben könnte, erkläre ich kurz in einem Satz und meistens (zumindest ging es allen Leuten so, die meinen ersten Teil gelesen und auch den Beginn vom zweiten) erinnert man sich dann "Ah, da war ja mal was."
Solche Zusammenfassungen, wie du sie erwähnst, gab es auch in Eragon und mich persönlich hat das genervt. Es ist doch eigentlich klar, dass man, wenn man den zweiten Teil anfängt, den ersten fertig gelesen hat.

Von daher muss ich paratoxic Recht geben.

LG Bastet
If I were a flower, I would be a thistle.

<3 Deutschland in den Papieren, Schottland im Herzen. <3
Benutzeravatar
Bastet
 
Beiträge: 107
Registriert: 27.02.2012, 20:11
Wohnort: Münster bei Dieburg

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Ankh » 06.11.2015, 13:59

Es gibt zwei Arten von Mehrteiler: Die bei denen jeder Band eine abgeschlossene Handlung hat, aber darüber hinweg eine längere Geschichte erzählt (wie z.B. Harry Potter), und die, in denen die Geschichte kontinuierlich weitergeht, ohne "Zwischenenden" (wie z.B. Herr der Ringe).

Bei der zweiten Version kannst du dir die Zusammenfassung sparen, weil nie ein Mensch Band 2 lesen wird, ohne Band 1 gelesen zu haben. Du kannst also davon ausgehen, dass den Lesern der Inhalt der vorherigen Bände bekannt ist (oder sie nochmal nachschlagen können).

Bei der ersten Version solltest du die Bände so schreiben, dass man die Handlung von Band 5 versteht, ohne Band 1-4 gelesen zu haben. Falls (sparsam!) Informationen aus früheren Bänden für das Verständnis benötigt werden, dann musst du sie geschickt nochmal in den Text einflechten. Im Grunde aber braucht man üblicherweise gar nicht so viel Vorwissen. Man muss nicht wissen, wie sich die Protagonisten kennengelernt und was sie alles durchgemacht haben, um zu verfolgen, wie sie vier Jahre später zusammenarbeiten. Nebencharaktere nimmt man auch normalerweise einfach so hin wie sie (neu) auftreten, ohne deren ganze Vorgeschichte zu kennen.

Ich habe mir mal nur die Beschreibung deines zweiten Bandes durchgelesen, und denke, dass man den gut verstehen kann, ohne den ersten Teil zu kennen.
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Padrion » 06.11.2015, 17:02

Ich rate davon ab, Textpassagen oder ganze Kapitel aus dem Vorgänger noch einmal zu wiederholen. Eine kurze Zusammenfassung der letzten Ereignisse (nicht mehr als eine Seite) kann man machen, ist aber eigentlich nicht üblich.

Besser ist es m.M.n. in die laufende Handlung subtile Gedächtnisstützen für den Leser einzubauen. Diese sollten nicht als störend empfunden werden, wenn jemand beide Bände am Stück ließt aber zu typischen Ach-ja-Momenten führen, wenn man eine längere Pause eingelegt hat.

Beispielsweise könnte der Protagonist in einem ruhigen Moment seine Narben betrachten und sich kurz zurückerinnern, wie er sie sich zugezogen hat. Vielleicht gewinnt er dabei aufgrund des zeitlichen Abstands selbst eine neue Perspektive auf die entsprechenden Ereignisse, was dann wiederum zur Charakterentwicklung beitragen kann.
Benutzeravatar
Padrion
 
Beiträge: 209
Registriert: 23.06.2015, 16:56

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Erotomania » 06.11.2015, 19:58

Ich würde definitiv darauf achten, dass jeder Teil für sich steht. Wenn der Leser die Bände davor gelesen hat, weiß er ja worum es geht. Und wenn nicht, sollte er in die Geschichte einsteigen können, als lese er einen Einzelband. Schau dir dazu Buchreihen an, wo jeder Band für sich stehen kann ( Harry Potter, Panem etc) und guck, wie diese Autoren es machen.

Von Infodumping rate ich dringend ab. Erstens langweilt es und zweitens ist es unnötig, wenn du jeden Teil in sich abschließt. Ich rate dir: starte dort, wo die Handlung beginnt und leite dein Buch ein, wie einen Einzelband. Stelle auch die Charaktere kurz vor, die vorher nur nebensächlich waren und nun an Bedeutung gewinnen und gib sie Testlesern. Die können dir am besten sagen, ob deine Lösung gut ist.
"Das klagenswerte Leben schwindet schon im Zweifel. Ein Schwan gleich im Erleben,
vor Einsicht schwarzes Übel."
Erotomania
 
Beiträge: 134
Registriert: 15.08.2012, 15:52

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon MissPelled » 07.11.2015, 02:20

Danke ... ihr seid total lieb... also werde ich diese blöden Prologe endlich löschen und die Rückblenden auch... seit 2011 kämpfe ich mit mir und hab sie immer wieder gelassen, obwohl ich sie nicht mag... ich selber mag keine Prologe und lese sie auch nie. Das mit den Rückblenden in den Geschichten habe ich gemacht. Das ergibt sich aus der Geschichte selber. Schon deshalb, weil ich die Teile in einer anderen Reihenfolge geschrieben habe, als sie jetzt online stehen. Ich schrieb erst Teil 3, 4 und 5 dann erst Teil 1, 2 und 6. Dadurch hatte ich in die anderen Teile halt schon Erklärungen einbauen müssen. Damals baten mich immer wieder Leser auf die Ursprünge des Projektes näher einzugehen und vor allem wie die Kinder halt groß geworden sind, daher habe ich die Teile dann im Nachhinein geschrieben. Finde es so aber jetzt selber besser.

Ganz lieben Dank für eure Meinung, die hat mir jetzt viel geholfen. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und viel Zeit zum Schreiben. Lg Missy
Lesen ist durch fremde Hände träume(Fernando Pessoa)
Benutzeravatar
MissPelled
 
Beiträge: 20
Registriert: 03.11.2015, 14:16

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Swaggy » 07.11.2015, 21:29

ich würde mir eine Zusammenfassung sparen. Wenn es ein richtiger Mehrbänder ist wie z.B Game of Thrones sollte man doch sowieso alle Teile lesen und man kann sowieso nicht genug Informationen in die Zusammenfassung packen, dass es a. genug abdeckt, dass man überall mitkommt und b. nicht so ausschweifend und langweilig wird, dass man es eh nicht liest.

Einklappband oder Buchrückseite müsste reichen nach der Machart von (Buch 2) "Auf Planet Nebulon tobt ein erbitterter Krieg Menschen gegen Trolle. Ekijaria, die junge Schlangenbeschwörerin und der Schwerttänzer Zaki haben die Schlacht um Dun Akiyk*ülartzIo'kun mit Mühe und Not überlebt und Ekijaria hat endlich ihre magischen Fähigkeiten entdeckt. Ekijaria lebend zur Hauptstadt zu bringen, ist die einzige Chance, den bösen Trollmagier Erzagul zu stoppen, ehe er....usw.
Dann kommt man schon irgendwie rein, selbst wenn man aus welchen Gründen auch immer nicht mit dem ersten Buch anfängt.

George Martin hatte am Ende jedes Buches ein Nachschlgaewerk mit Charakteren. Wenn plötzlich ein Charakter auftaucht den man vergessen hat oder noch nicht kennt, kann man dort nachschlagen und bekommt gleichzeitig noch eine Information über Storyinhalte. z.B. "Ser Haginald Regers. Starb bei der Verteidigung von Burg Dunkelstern gegen die Trolle (Buch 4.)" o.ä.
Swaggy
 
Beiträge: 14
Registriert: 10.08.2015, 20:55

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon Ankh » 08.11.2015, 13:19

Das Problem bei Zusammenfassungen ist auch, dass man theoretisch alles reinschreiben müsste, was relevant ist. Wenn du aber im ersten Band eine eigentlich wichtige Sache als Nebensache tarnst, um später den Leser mit einer Enthüllung zu überraschen, dann machst du diese Überraschung zunichte, wenn du nochmal explizit auf diese Sache hinweist. Und wenn du nicht drauf hinweist, dann setzt du ja wieder voraus, dass sich der Leser ausgerechnet daran von selbst erinnert.
Benutzeravatar
Ankh
 
Beiträge: 461
Registriert: 05.07.2015, 12:27

Re: Anfang bei Mehrteiler

Beitragvon MissPelled » 09.11.2015, 11:12

Danke das hilft mir alles sehr weiter. Interessante Gedanken, die ihr hier aufgeschrieben habt. Lg Missy
Lesen ist durch fremde Hände träume(Fernando Pessoa)
Benutzeravatar
MissPelled
 
Beiträge: 20
Registriert: 03.11.2015, 14:16


Zurück zu Kreatives Schreiben

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste