Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenheit

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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenheit

Beitragvon Jacky » 06.08.2010, 19:43

Öhm, was genau ist deine Frage?

Ja, ich denke auch, historische Romane brauchen Zeit, insbesondere Zeit für die Recherche. Meistens werden sie deshalb wohl auch von Leuten geschrieben, die sich entweder freizeitmäßig sowieso schon stark mit dem Thema/der entsprechenden Zeit beschäftigen oder die sogar Geschichte studiert haben. Von daher ist es für sie kein "Zeit opfern", sondern sie verwenden genau das Wissen, das sie durch ihr Hobby/Studium erlangt haben.

Die Frage die sich mir stellt ist doch, warum überhaupt ein historischer Roman? Was genau ist so spannend an diesem Knappen? Und könnte das Ganze nicht auch im "Jetzt" spielen?

Vielleicht hilft es dir auch, erst einmal weiter Ideen zu sammeln :)

lg
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenheit

Beitragvon Jonko » 17.11.2010, 08:42

An dieser Stelle wollte ich mich mal für den Tipp bedanken, vor der eigentlichen Romanhandlung mit dem Schreiben anzufangen - dadurch hab ich nach Wochen der ängstlichen Untätigkeit einfach mal an drei Tagen insgesamt 8000 Wörter runtergerissen 8)

Liebe Grüße,
Jonas
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenheit

Beitragvon -Scythe- » 20.04.2012, 02:20

Ich hab noch nicht damit angefangen, aber ich hab instinktiv gespührt, dass es der eine Tipp ist, der mir weiterhelfen wird - es ist als würde man FanFiction zu seinem eigenen ungeschriebenen heiligen Gral verfassen und das die schlecht ist, ist fast schon sicher - und wie du sagst, darf sie das ja auch.

Ich werde das auf jeden Fall in nächster Zeit mal in Angriff nehmen, wenn ich ungefähr den Rahmen meiner Story habe und dann mal in einem etwas längeren Post schildern wie das ganze für mich funktioniert hat.

Schonmal danke für den genialen Tipp.
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenh

Beitragvon Träumerin25 » 22.11.2013, 17:07

Hallo Jacky!

Deine Fragen haben mich zum Nachdenken gebracht und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich irgendwie gar keinen "heiligen Gral" habe. Oder ich hatte mal einen und er ist es nicht mehr. Vielleicht hab ich ihn auch noch nicht gefunden. :?: Man könnte vielleicht mein erstes großes Romanprojekt als solchen bezeichnen. An diesem habe ich ein Jahr gearbeitet, den Plot geschrieben, die Charaktere grob geplant. Als ich dann aber das erste Kapitel schreiben wollte, bekam ich die totalen Schreibblockaden. Ich habe weder die Kapitel durchgeplant, noch die Charaktere richtig kennengelernt. Außerdem habe ich versucht, total gestelzt zu schreiben, weil der Roman in einer (nicht realen) Zeit spielen sollte, in der es keine Technik und keine Autos gibt. Ich hatte auch das Gefühl, dass Teile der Story anderen Romanen ähnelten und deshalb habe ich das Projekt aufgegeben. Irgendwie auch schade. :cry:

Naja, aber inzwischen habe ich schon wieder eine neue Romanidee, bei der ich mir fest vorgenommen habe, dass ich sie auch umsetze. Vielleicht wird sei ja mein Herzblut. Ich weiß es noch nicht. Ich bin auch nicht der festen Überzeugung, dass jeder so eine Geschichte von Anfang an mit sich herumträgt. Ich denke eher, dass der heilige Gral auch irgendwann mitten im Leben auftauchen kann und man dann einfach spürt, dass er es ist. Ich hoffe, ich finde ihn auch irgendwann! =3

Liebe Grüße
Träumerin25
:nano: Mit Silence und Ashitaka durch den NaNo!!! :plotfeder:
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenh

Beitragvon dreamemom » 08.12.2013, 14:08

Hallo Jacky!!
Danke schon mal im Voraus, da mir deine Tipps enorm viel weiter geholfen haben :D

Hast du ein richtig grosses Projekt, das dir so richtig wichtig ist?
Ja..ich habe leider zu viele Projekte in meinem Kopf, und wusste bis vor kurzem nicht mit was, und besonders wie ich anfangen soll..

Worum geht es( ganz grob)?
In meinem jetztigen Projekt geht es um das Leben eines Pseudologen...der sich halsüberkopf verliebt und nicht weis wie er damit umgehen soll. Er will sie nicht anlügen, kann aber nicht anders..... 8)

Schiebst du es schon lange vor dir her?
Diese Idee ist noch relativ jung

Wen ja, wie lange?
Ca. 1 Monat

Was hindert dich daran anzufangen?
Wüsst ich auch gerne....ich denke es ist die Angst die Geschichte nicht genau so aufschreiben zu können, wie sie im Kopf ist. Das sie dadurch schlecht wird.

Hast du schon einmal versucht in der Vergangenheit anzufangen?
JAAAAA!!! und durch das gehts endlich weiter :) :D endlich bin ich am schreiben, danke!!

Hat es dir geholfen?
WIe in der Antwort zuvor: JAAA sehr
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenh

Beitragvon Samira-Jessica » 29.08.2015, 00:32

Ein sehr interessanter Artikel! :D

Hast du ein richtig großes Projekt, das dir so richtig wichtig ist?
Ja habe ich.

Worum geht es (ganz grob)?
Hm, die Handlung hat eigentlich drei Stränge, bei denen zwei schon wieder eine eigene Geschichte ergeben könnte ... Vielleicht wäre das sogar geschickter, aber ich hab das Gefühl mich davon zu "trennen", wenn ich sie vom Hauptstrang ab..nabel. In diesem geht es grob gesagt darum, dass viele nichtmenschliche Wesen unter den Menschen leben. Das Ziel der Guten ist es, sie darüber aufzuklären und ein friedvolles Zusammenleben zu ermöglichen.

Schiebst du es schon lange vor dir her?
Wenn ja, wie lange?

Ja, bestimmt ... mindestens drei Jahre!

Was hindert dich daran anzufangen?
Die Angst fertig zu werden, die Angst mich von meinem "Herzensprojekt" dann verabschieden zu müssen, keine Ideen mehr zu haben, es fortzusetzten und keinen Ideen für neue Geschichten zu haben, weil ich so sehr an dieser hänge...
Und die Angst davor, dass es nicht gut ankommt was und wie ich es schreibe...

Hast du schon einmal versucht in der Vergangenheit anzufangen?
Nein, aber die Idee finde ich super! Das hilft bestimmt, die Angst vor dem Anfagen zu überwinden, weil man ja dann im Grunde nicht mehr anfängt sondern weiterschreibt.

Was mir hierbei nicht ganz klar ist: Reicht hier nicht dann die Vergangenheit der Charaktere? :thinking:

Hat es dir geholfen?
Schöne Grüße Samira-Jessica
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenh

Beitragvon Jacky » 29.08.2015, 15:10

Samira-Jessica hat geschrieben:Hast du schon einmal versucht in der Vergangenheit anzufangen?
Nein, aber die Idee finde ich super! Das hilft bestimmt, die Angst vor dem Anfagen zu überwinden, weil man ja dann im Grunde nicht mehr anfängt sondern weiterschreibt.

Was mir hierbei nicht ganz klar ist: Reicht hier nicht dann die Vergangenheit der Charaktere? :thinking:


Hi Samira,
ich hoffe der Tipp hilft dir, kannst ja mal sagen, wie es geklappt hat. Folgeberichte inspirieren mich immer sehr (habe noch einen in meinem E-Mailposteingang liegen, auf den ich mich schon freue ^^; )

Leider verstehe ich deine Frage nicht ganz.
Ich würde darauf jetzt sagen "Ja, das 'reicht' bzw. es geht genau um die Vergangenheit der Charaktere", bin aber nicht sicher, ob dir das weiterhilft?

lg
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Re: Anfangsprobleme überwinden - Ein Blick in die Vergangenh

Beitragvon Samira-Jessica » 29.08.2015, 15:36

Witzig, gerade wollte ich nochmal was dazu schreiben und dann sehe ich, dass du mit zuvorkommen bist. xD

Eben habe ich nochmal meine Handlungsstränge überflogen, in denen es noch einige (Sinn-)Lücken gibt, zu denen ich mir Fragen notiert habe, um sie damit leichter zu schließen. (Ihr können mir folgen? ^^)
Dabei bin ich draufgekommen, dass sich einige sogar nur mit einem "Blick in die Vergangenheit" lösen, beantworten lassen. Daher finde ich es bei meiner Geschichte ab jetzt schon fast müssig ... erst in die Vergangenheit zu schreiben.

Was ich mich so nebenbei frage, ist, ob man dazu auch schon die Charaktere ect. geplant haben muss oder nicht, da die Lesen diesen Teil ja nicht zu sehen bekommen, oder nur teilweise?!

Meine Frage zu der Vergangenheit der Charaktere hat sich mir selbst beantwortet:
Nein, es reicht hierbei nicht! Man muss auch die Eigenheiten der Völker, Bräuche ect. aus der Vergangeheit wissen...
Schöne Grüße Samira-Jessica
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