Anthologie/Kickstarter-Projekt

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Anthologie/Kickstarter-Projekt

Beitragvon Velvet Huhn » 18.11.2015, 00:28

Hi!
Da es ja hier viele geübte kreative Schriftsteller gibt, dachte ich das könnte euch auf jeden Fall auch interessieren. Momentan ist es noch ein Kickstarter-Projekt aber es wird voraussichtlich bis nächstes Jahr eine Sience-Fiction und Fantasy-Anthologie daraus.
Ich werde, wenn die Kampagne erfolgreich ist, bei dieser Anthologie mitschreiben. Habe zumindest schon zugesagt und schon erste Ideen zum Thema gesammelt. Es soll einen Open-Call geben bei dem jeder die Möglichkeit hat eine Geschichte einzureichen. Falls jemand gern Sience-Fiction oder Fantasy schreibt- hier der Link.

https://www.kickstarter.com/projects/ka ... nav_search

Alles weitere ist da ausführlich erklärt.

Ich hoffe ich verstoße hier jetzt gegen keine Forenregel indem ich das hier poste, aber ich habe es so verstanden dass man in dieser Rubrik auch Werbung in eigener Sache machen könnte und Mitstreiter für die Anthologie sind sicher willkommen.

Viele Grüße,
Vevet
Velvet Huhn
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Re: Anthologie/Kickstarter-Projekt

Beitragvon treogen » 18.11.2015, 08:45

Ich geb zu, ich hab in der letzten Zeit viele Crowdfounding-Projekte bei Büchern gesehen.
Ich hab aber auch nur zwei Bücher gesehen (Eis und Dampf von F&S und Protektor, erscheint demnächst bei mir) gesehen, welche auch wirklich die Mindestsumme erreicht ... und sogar überschritten haben.

Und auch hier wird es nicht klappen. Nur noch 12 Tage - und die 1000 Euro sind noch in weiter Ferne.
Man sagt, wenn ein Crowdfounding-Projekt nicht nach 2 Wochen die Hälfte der Finanzierung gestemmt hat, dann wird es auch nichts.

Meistens sind es kleine Details, die das ganze verhindern.
1.) Es geht um eine deutschsprachige Anthologie? Irgendwie steht das nirgendwo, und dieser Bonus mit dem englischsprachigen EBook welches sogar noch vor der Projektbeschreibung steht, bringt eher noch mehr Verwirrung rein. Ich weiß nicht, ob man bei kickstarter dazu gezwungen ist, überhaupt einen englischen Text zu posten - aber wenn es möglich wäre, würde ich persönlich komplett auf den englischen Teil verzichten.
2.) Das Cover ... es zieht nicht wirklich an. Da muss man halt mal 100-300 Euro vorab in die Hand nehmen - sonst wird das nix.
3.) Die Antho ist thematisch nicht im geringsten eingeschränkt. Das mag im ersten Moment vielleicht reizvoll klingen, aber für den Kunden ist es das eben nicht.
Stell dir vor, du würdest in ein "Hier gibt es alles"-Restaurant gehen - und auf der Karte steht: "Gib mir 15 Euro, dann kriegst du ein Gericht, entweder mit oder ohne Fleisch. Wir wählen für dich aus, welches Gericht. Es kann gutbürgerliche deutsche Küche, griechisch, italienisch, spanisch, russisch, asiatisch, türkisch, amerikanisch, mexikanisch, französisch und was weiß ich noch sein."
Nein, normalerweise sucht sich der Kunde ein Restaurant aus, wo er genau eine spezielle Essensrichtung gibt, beispielsweise thailändisch.
So ist es mit Anthos auch. Anthos ohne echtes Thema sind uninteressant. Anthos mit einem speziellen Thema - beispielsweise "Eis und Dampf" / Steampunk - sind interessant.
Korrektur: Ich hab das Thema gefunden. “Geheime Künste” - versteckt im Teil "Öffentlicher Aufruf zum Einsenden von Geschichten". Sorry, aber das geht gar nicht.
Versetzt euch mal in eure Kunden, in eure Leser!
Euer Leser will lesen, interessiert sich vielleicht nicht fürs schreiben. Wieso verdammt noch mal sollte er den Bereich für Autoren lesen?

4.) Was mich abschreckt, ist das fehlende Lektorat. Der Projektersteller schreibt tatsächlich, dass es kein bzw. nur ein Teillektorat geben wird. Ein komplettes Lektorat wird es nur geben, wenn 2000 Euro erreicht werden.
Sorry, aber so was geht gar nicht. Ein Lektorat ist bei einem Buch (auch bei einem EBook) einfach absolut verpflichtend.
Und wenn ich dann lese, dass bei dem Hauptziel es eigentlich nur darum geht, dass nach Abzug der Gebühren genug Geld für einen Vorschuss für die Autoren da ist - aber kein Geld für ein Lektorat :roll:
5.) Die Stretch Goals sind allgemein ... naja. Sagen wir es mal - uninspiriert.
Für 3000, 4000, 5000 Euro gibt es im Prinzip ausschließlich Vorteile für Autoren - nicht für eure Leser.
Was interessiert den Leser, ob der Autor mehr Vorschuss bekommt? Wo steckt da der Reiz?
Wo sind schöne Angebote, beispielsweise ab einem gewissen Beitrag wird das Buch mit jeweils 1 Illustration pro Geschichte versehen. Wo bleiben andere Gimmicks wie eine Hardcoverauflage? Was ist mit Variant Cover, Plakaten, Lesezeichen, multimediale Inhalte etc.
Wo sind die Pakete mit T-Shirt, Tassen, Fanartikeln. So etwas zieht doch immer. Vor allem, wenn man ein wenig vorgearbeitet hat und ein bisschen Geld fürs Cover zusammengetragen hat.

Alles in allem wirkt das gesamte Projekt unausgegoren und lieblos dahingerotzt. Da glaubt meiner Meinung nach jemand schnelles Geld verdienen zu können - und hat nicht damit gerechnet, dass die Schwarmintelligenz nicht so agiert.
Setzen, 6 - beim nächsten Mal besser machen.
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Re: Anthologie/Kickstarter-Projekt

Beitragvon Velvet Huhn » 18.11.2015, 11:07

Hallo treogen!

Ich sehe dass du den Beitrag gelesen hast und dir den Link angesehen hast.
Du hast gesagt dass eins der genannten Bücher demnächst bei dir erscheint. Dem entnehme ich dass du Profi bist und damit auch mehr Möglichkeiten hast in ein Projekt bzw. ein Buch zu investieren.

Du hast ausführlich geschrieben was dir daran missfällt, und einige Punkte sind nachvollziehbar, aber ich würde dich dennoch bitten ein wenig auf deine Wortwahl zu achten.

Wenn ich hierzu die Forenregeln zitieren darf.

1.Höflichkeit: Sei höflich
2.Konstruktivität: Begründe deine Meinung
3.Ausführlichkeit: Versuche etwas Neues zum Thema beizutragen


Punkt zwei und drei hast du voll erfüllt. Die letzten Sätze bzw. das Fazit empfinde ich jedoch nicht als höflich.

zu 1. Es geht um ein Buch das von englischen und deutschen Indie-Autoren geplant wird, und in englisch wie deutsch erscheinen soll. Daher ist ein englischer Text durchaus sinnvoll.
zu 3. Ich persönlich hätte es sogar ganz ohne Thema gelassen, aber die aufgeführten Autoren waren, wie ich erfahren habe dafür. Ich als Leser bin nicht an Büchern interessiert die ein zu spezielles Thema haben da der Inhalt sonst zu vorhersehbar ist.
zu 4. Ich hatte es anders verstanden und werde gern nochmal nachfragen.

Ich persönlich finde einfach gut mit anderen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Daher stehe ich dem positiv gegenüber. Es sind ja hauptsächlich Leute dabei die schon einmal etwas veröffentlicht haben. Es ist also wahrscheinlich dass es gelingt.
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Re: Anthologie/Kickstarter-Projekt

Beitragvon treogen » 18.11.2015, 22:28

Velvet Huhn hat geschrieben:Die letzten Sätze bzw. das Fazit empfinde ich jedoch nicht als höflich.


Hmm - ich glaube nicht, dass es unhöflich war.
Ich glaube eher, dass es ein absolut realistisches Fazit war. Ein relativ vernichtendes zwar, aber nichtsdestotrotz ein schonungslos ehrliches, realistisches Fazit.
Ich weiß, Ehrlichkeit schmeckt vielen nicht. Deswegen gibt es Leute, die es für unhöflich halten, ehrlich zu sein. Aber das ist es nicht.

Zumal es ja auch nicht das erste Crowdfounding-Buchprojekt war, welches der Projektersteller (du bist nicht der Kai, oder?) nicht zum fliegen gebracht hat. Trotzdem hat er beim 2. Projekt nichts verbessert, stattdessen eher noch weniger geboten.
Schade ist daran auch, dass er auf seiner Webseite Bezug nimmt auf ein anderes Antho-Projekt, bei dem schon vom Cover her und von der Infopolitik her alles richtig gemacht wurde (https://www.kickstarter.com/projects/543968884/alien-artifacts-and-were-sfandf-themed-anthologies?ref=nav_search), aber er sich da nichts davon abguckt.

Velvet Huhn hat geschrieben:Ich persönlich finde einfach gut mit anderen gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Daher stehe ich dem positiv gegenüber. Es sind ja hauptsächlich Leute dabei die schon einmal etwas veröffentlicht haben. Es ist also wahrscheinlich dass es gelingt.


Lass uns einfach in 12 Tagen nochmal sprechen, ok? :wink:
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Re: Anthologie/Kickstarter-Projekt

Beitragvon Velvet Huhn » 19.11.2015, 13:44

okay. :)
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