[NonFik]Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 1 Edited

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[NonFik]Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 1 Edited

Beitragvon Diavolo » 15.06.2015, 05:39

Liebe Schreibwerkstättler

Hier ein Reisebericht über Haiti, den ich aus Erzählungen meiner Tante und ihrer Mithilfe geschrieben habe. Ich würde mich auf Anregungen, Bemerkungen und Kommentare freuen. :D Ich danke euch schon im voraus mit :flowers:
Die weiteren Teile folgen in Kürze.

Prolog

Arbeitet so werdet Ihr frei!
Dieser von Hand geschriebene Slogan in französischer Sprache prangte über der Treppe, die in einen unterirdischen Keller führte. Dort gab es keine Fenster, die Luft war stickig, man hatte Mühe zu atmen. Sonntags standen die wie Zinnsoldaten aufgereihten Stühle und Tische verlassen im Raum. Kaum zu glauben, dass hier Menschen fast täglich an den Nähmaschinen saßen, zusammengepfercht wie in einer Sardinenbüchse, um im Akkord Ledergeldbeutel für eine bekannte Firma in den USA herzustellen.

Ankunft in Haiti

Während des neunstündigen Fluges lauschte ich den Gesprächen der älteren, allein reisenden Damen der Schweizer High Society. Im Gegensatz zu mir, mit meinen 25 Jahren, verschlug es sie nicht das erste Mal in die Karibik. Bei der Zwischenlandung in Point-à-Pitre auf Guadeloupe stieg die Hälfte der Passagiere aus, die Crew wurde ausgewechselt und nachdem das Flugzeug aufgetankt war, flogen wir weiter. Zwei Stunden später landeten wir auf dem Flughafen Aeroport International Toussaint Louverture auf Haiti.
Am Zoll inspizierten die Beamten die Inhalte der Koffer genau, die heiße Unterwäsche fand große Bewunderung. Bei meinem Trolley hielten sie sich nicht lange auf. Teure Dessous konnte ich mir wegen ständiger Geldknappheit nicht leisten. Geduldig wartete ich vor dem bereitgestellten Bus, bis die letzten Spitzenhöschen begutachtet und wieder sicher im Gepäck verstaut waren.
Nach der Fahrt durch Port-au-Prince erreichten wir das Hotel, das auf einem Hügel außerhalb in Pétionville, einem der besten Stadtteile lag.
In der offenen Empfangshalle links von der in dunklem Holz geschwungenen Rezeption luden Sitzgruppen zum Verweilen ein. Die Bar befand sich geradeaus. Rechts davon zwei Swimmingpools, der eine für Sportskanonen. Der andere mit Barhockern im Wasser ausgestattet, wo man den hiesigen Rum in allen Variationen geniessen konnte.
Das Anmeldeformular ausgefüllt, wartete ich auf meinen Zimmerschlüssel. Der Amerikaner neben mir fragte nach meiner Zimmernummer, nachdem er mich von oben bis unten gemustert hatte.
“My home is my castle”, gab ich ihm zur Antwort und fügte hinzu, wenn er mich kennenlernen wolle, gegenüber sei die Bar. Er zog sprachlos von dannen. Ein paar Tage später sollte ich ihm erneut begegnen.
In meinem Zimmer schaute ich mich kurz um. Das Sommerkleidchen über den Bikini gestreift, verließ ich den Raum und steuerte auf die Bar zu, um mir einen Drink zu gönnen.
Ein schlaksiger Haitianer gesellte sich zu mir. Er stellte sich in Englisch vor. Das Kreolisch der Einheimischen bekam ich mit meinen minimalen Französischkenntnissen nicht auf die Reihe. Ich erfuhr, dass er Taxifahrer sei und nebenbei noch die sexuellen Wünsche der Touristinnen erfülle.
„Ich bin keine Sextouristin!“
Seine Hoffnung auf was Knackiges verwandelte sich umgehend in Enttäuschung.
Den Rest des Tages verbrachte ich damit, meine Umgebung genauer zu beobachten. Die gepflegte Hotelanlage mit dem Blumenmeer, den Palmen, deren Kokosnüsse wie Straußeneier am Stamm unterhalb der Wedel hingen, versetzte mich in Urlaubsstimmung.
Dunkelhäutige Kellner in ihren schwarzen Hosen und den blütenweißen Hemden wuselten durch die Anlage. Zimmermädchen mit fülliger Oberweite bewegten sich mit einer beschwingten Leichtigkeit, ihre Hintern dienten dem Gewichtsausgleich, man hätte darauf Getränke abstellen können.
Am Pool räkelten sich die wohlbeleibten Frauen in der Sonne. Ihre Augen folgten den männlichen Wesen, ihre wandernden Blick zogen sie aus und wieder an. Dies kannte ich von Europa, wo heißblütige, italienische Gastarbeiter mich genauso musterten. Zur Abkühlung schwamm ich ein paar Runden, um an der Poolbar einen -oder waren es zwei? - Cocktails zu trinken, vom Neid der holden Weiblichkeit verfolgt.

Hier geht es weiter, die Geschichte Haitis habe ich entfernt, die Erlebnisse werden spannender mit jeder Folge :oops: :

Teil 2: post525472.html#p525472


Teil 3: post525677.html#p525677


Teil 4: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-4-t54476.html

Teil 5: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-5-t54526.html?uid=10702

Teil 6: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-6-t54641.html

Teil 7: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-7-t54664.html


[alteversion=]Arbeitet so werdet Ihr frei!

Dieser von Hand geschriebene Slogan in französischer Sprache prangte über der Treppe, die in einen unterirdischen Keller führte. Dort gab es keine Fenster, die Luft war stickig, man hatte Mühe zu atmen. Sonntags standen die wie Zinnsoldaten aufgereihten Stühle und Tische verlassen im Raum. Kaum zu glauben, dass hier Menschen fast täglich an den Nähmaschinen saßen, zusammengepfercht wie in einer Sardinenbüchse, um im Akkord Ledergeldbeutel für eine bekannte Firma in den USA herzustellen.

Ankunft in Haiti

Während des neunstündigen Fluges lauschte ich den Gesprächen der älteren, allein reisenden Damen der Schweizer High Society. Im Gegensatz zu mir, mit meinen 25 Jahren, verschlug es sie nicht das erste Mal in die Karibik. Bei der Zwischenlandung in Point-à-Pitre auf Guadeloupe stieg die Hälfte der Passagiere aus, die Crew wurde ausgewechselt und nachdem das Flugzeug aufgetankt war, flogen wir weiter. Zwei Stunden später die Landung auf dem Flughafen Aeroport International Toussaint Louverture (PAP) auf Haiti.
Am Zoll inspizierten die Beamten die Inhalte der Koffer genau, die heiße Unterwäsche fand große Bewunderung. Bei meinem Trolley hielten sie sich nicht lange auf. Teure Dessous konnte ich mir wegen ständiger Geldknappheit nicht leisten. Geduldig wartete ich vor dem bereitgestellten Bus, bis die letzten Spitzenhöschen begutachtet wieder sicher im Gepäck verstaut waren.
Nach der Fahrt durch Port-au-Prince erreichten wir das Hotel, das auf einem Hügel außerhalb in Pétionville, einem der besten Stadtteile lag.
In der offenen Empfangshalle links von der in dunklem Holz geschwungenen Rezeption luden Sitzgruppen zum Verweilen ein. Die Bar befand sich geradeaus. Rechts davon zwei Swimmingpools, der eine für Sportskanonen. Der andere mit Barhockern ausgestattet und hiesigem Rum in allen Variationen, als Farbtupfer zu dem blauen Nass, hinter dem Tresen in den Vitrinen.
Das Anmeldeformular ausgefüllt, wartete ich auf meinen Zimmerschlüssel. Der Amerikaner neben mir fragte nach meiner Zimmernummer, nachdem er mich von oben bis unten gemustert hatte.
“My home is my castle”, gab ich ihm zur Antwort und fügte hinzu, wenn er mich kennenlernen wolle, gegenüber sei die Bar. Er zog sprachlos von dannen. Ein paar Tage später sollte ich ihm erneut begegnen.
In meinem Zimmer schaute ich mich kurz um. Das Sommerkleidchen über den Bikini gestreift, schloss ich die Türe hinter mir, um mir an der Bar einen Drink zu gönnen.
Ein schlaksiger Haitianer gesellte sich zu mir. Er stellte sich in Englisch vor. Das Kreolisch der Einheimischen bekam ich mit meinen minimalen Französischkenntnissen nicht auf die Reihe. Ich erfuhr, dass er Taxifahrer sei und nebenbei noch die sexuellen Wünsche der Touristinnen erfülle.
„Ich bin keine Sextouristin!“
Seine Hoffnung auf was Knackiges verwandelte sich umgehend in Enttäuschung.
Den Rest des Tages verbrachte ich damit, meine Umgebung genauer zu beobachten. Die gepflegte Hotelanlage mit dem Blumenmeer, den Palmen, deren Kokosnüsse wie Straußeneier am Stamm unterhalb der Wedel hingen, versetzte mich in Urlaubsstimmung.
Dunkelhäutige Kellner in ihren schwarzen Hosen und den blütenweißen Hemden wuselten durch die Anlage. Zimmermädchen mit fülliger Oberweite bewegten sich mit einer beschwingten Leichtigkeit, ihre Hintern dienten dem Gewichtsausgleich, man hätte darauf Getränke abstellen können.
Am Pool räkelten sich die wohlbeleibten Frauen in der Sonne. Ihre Augen folgten den männlichen Wesen, beim wandernden Blick nach unten wurden sie aus-, nach oben angezogen. Dies kannte ich von Europa, wo heißblütige, italienische Gastarbeiter mich genauso musterten. Zur Abkühlung schwamm ich ein paar Runden, um an der Poolbar einen oder waren es zwei? Cocktails zu trinken, vom Neid der holden Weiblichkeit verfolgt.

Die Geschichte Haitis

An einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Hauptstadt Port-au-Prince erzählte die Reiseleiterin am nächsten Tag die Geschichte Haitis. 
Die Insel war von Tainos, Indianern mit einer hoch entwickelten Zivilisation bewohnt, bevor Christoph Columbus am 6. Dezember 1462 an der Nordküste an Land ging. Die eingeschleppten Seuchen und die Zwangsarbeit, um den spanischen Eroberern ihre Gier nach Gold zu befriedigen, rotteten die Ureinwohner systematisch aus. 
 Den Platz nahmen aus Afrika verschleppte Sklaven ein. Ihr Aufstand im  August 1791 gegen die Weißen, die einen Bruchteil der Gesamtbevölkerung ausmachten, endete in einem Massaker. 
 Revolutionen waren geprägt von der Abschaffung, Wiedereinführung und erneuter Abschaffung der Sklaverei. Von der Vertreibung der ausländischen Truppen durch die haitianischen Generäle und vom Bürgerkrieg zwischen Schwarzen und Mulatten. 
 1804 wurde der unabhängige Staat Haiti (‚bergiges Land‘ in der Sprache der Taino) proklamiert. 
 Ein Jahr später ernannte sich Jean-Jacques Dessalines selber zum Kaiser Jakob I. und ahmte den französischen Hofstaat nach. 1806 wegen seiner Grausamkeiten ermordet, zusammen mit den im Land verbliebenen Franzosen.
 Nach seinem Tod entbrannten wieder Kämpfe. 338 km Grünzone mit Lianen und Dornbüschen bildete die Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Republik.
Der Präsident des nördlichen Haitis, Henri Christophe, ließ sich 1811 zum König mit dem Namen Henri I. krönen. Auf dem 945 m hohen Pic La Femere in der Nähe von Cap Haitien entstand in fünfzehnjähriger Bauzeit die Zitadelle La Ferriere, eines der gewaltigsten  Festungsbauwerke der Welt. Der Aufstand gegen ihn, der das ganze Land erfasste, veranlasste ihn, sich mit einer silbernen Kugel zu töten. 
 Sein Nachfolger der nach napoleonischem Vorbild selbsternannte Kaiser Faustin I., regierte von 1849 bis 1859. Unter ihm gingen die Gemetzel und Kriege weiter.  
 Nach seinem Sturz konnte keiner der republikanischen Regenten für Frieden sorgen. 
 1915 folgte die neunzehnjährige Besatzung der Amerikaner. Sie verpflichteten die Bevölkerung zur Zwangsarbeit, um Straßen und Krankenhäuser zu bauen. Rebellen wurde der Kampf angesagt, tausende Menschen mussten ihr Leben lassen. 
 Nach der erneuten Unabhängigkeit 1957 wählte man mit Hilfe des Militärs den Arzt Francois Duvalier, genannt Papa Doc, zum Diktator. Seine Miliz, die erbarmungslosen und brutalen Totons Macoutes waren gefürchtet. Nach seinem Tod 1971 übernahm sein Sohn Jean-Claude, Baby Doc, seine Nachfolge. 
Bei der anschließenden Stadtrundfahrt kamen wir an dem schwerbewachten Palais National, seinem ‚Zuckerwattepalast‘ vorbei. Exotische Düfte vermischten sich mit den Abgasen. Die Musik und das Lachen der Haitianer übertönten den Straßenlärm. Die Sammeltaxis der Armen, die buntbemalten Tap-Tap ließen uns nur langsam vorankommen. Auf dem Marché en Ferre war Stau angesagt. Frauen und Kinder boten Plastikschüsseln und andere Haushaltsgegenstände feil.
Endlich zurück im Hotel ging ich zuerst eine Runde schwimmen.
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Re: Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 1

Beitragvon rental » 18.06.2015, 10:36

Hallo Diavolo,

der Titel deines Reiseberichtes (oder besser des Reiseberichtes deiner Tante, wenn man's genau nimmt) hat mich nicht unbedingt angesprochen, trotzdem klickte ich mal auf den ersten Teil, um zu sehen, was mich erwartet. Als ich dann erfuhr, dass es um Haiti gehen soll, war ich sofort gespannt. Ein sehr interessantes und geheimnisvolles Land, gebeutelt von Naturkatastrophen, Armut und Korruption.

Die nachfolgenden Anmerkungen widerspiegeln allein meine Meinung, andere Leser mögen einige oder alle Dinge ganz anders sehen.

Arbeitet so werdet Ihr frei!

Dies ist deine Überschrift für den ersten, kurzen Absatz, aber gleichzeitig auch der Titel deines ganzen Reiseberichts. Ich verstehe nicht wirklich, warum du diesen Titel auch für den Bericht gewählt hast (habe bisher Teil eins und zwei gelesen, vielleicht klärt sich das ja im dritten Teil).

Kaum zu glauben, dass hier Menschen fast täglich an den Nähmaschinen saßen, zusammengepfercht wie in einer Sardinenbüchse, um im Akkord Ledergeldbeutel für eine bekannte Firma in den USA herzustellen.

Hier fragte ich mich sofort, welche bekannte Firma aus den USA denn gemeint ist? Ich nehme mal an, du willst keinen Rufmord betreiben, trotzdem finde ich, man könnte die Dinge hier beim Namen nennen.

Zwei Stunden später die Landung auf dem Flughafen Aeroport International Toussaint Louverture (PAP) auf Haiti.

Meiner Meinung nach ist das ein unvollständiger Satz. Zwei Stunden später landeten wir auf dem Flughafen Aeroport International Toussaint Louverture auf Haiti. fände ich besser. Wieso du das internationale Kürzel für den Flughafen (PAP) erwähnst, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Könnte man sicher weglassen.

Teure Dessous konnte ich mir wegen ständiger Geldknappheit nicht leisten.

Aber einen Flug in die Karibik schon? :wink:

Geduldig wartete ich vor dem bereitgestellten Bus, bis die letzten Spitzenhöschen begutachtet wieder sicher im Gepäck verstaut waren.

Das geht nicht ganz auf. Es klingt fast so, als werden die Spitzenhöschen immer noch begutachtet, nachdem sie wieder in den Koffern verstaut sind (aber auch sonst nicht ganz rund). Das Wort "und" würde dies zum Beispiel berichtigen:
Geduldig wartete ich vor dem bereitgestellten Bus, bis die letzten Spitzenhöschen begutachtet und wieder sicher im Gepäck verstaut waren.

Nach der Fahrt durch Port-au-Prince erreichten wir das Hotel, das auf einem Hügel außerhalb in Pétionville, einem der besten Stadtteile lag.

Hier hätte ich mir eine Beschreibung von Port-au-Prince erhofft. Wie sieht es dort aus? Wie sind die Einwohner? usw. Leider geht es danach direkt ins Hotel, das finde ich etwas schade. Will aber natürlich auch den Bericht deiner Tante nicht verändern, schliesslich scheint es sich so zugetragen zu haben.

Rechts davon zwei Swimmingpools, der eine für Sportskanonen. Der andere mit Barhockern ausgestattet und hiesigem Rum in allen Variationen, als Farbtupfer zu dem blauen Nass, hinter dem Tresen in den Vitrinen.

Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Gibt es zwei Swimmingpools oder ist mit dem zweiten Swimmingpool der Alkohol gemeint? :? Bin gerade etwas verwirrt.

Das Sommerkleidchen über den Bikini gestreift, schloss ich die Türe hinter mir, um mir an der Bar einen Drink zu gönnen.

Das ist etwas ungenau ausgedrückt. Es klingt für mich so, als schliesse sie die Zimmertüre hinter sich und genehmige sich einen Drink von der Minibar im Zimmer. Aber ich denke, du meinst, sie verlässt das Zimmer wieder und gesellt sich an die zuvor erwähnte Bar.

Zimmermädchen mit fülliger Oberweite bewegten sich mit einer beschwingten Leichtigkeit, ihre Hintern dienten dem Gewichtsausgleich, man hätte darauf Getränke abstellen können.

Sehr schöne Beschreibung! :D Gefällt mir!

Ihre Augen folgten den männlichen Wesen, beim wandernden Blick nach unten wurden sie aus-, nach oben angezogen.

Ich verstehe was du meinst, es ist aber etwas ungelenk ausgedrückt. Vielleicht etwas in die Richtung:
Ihre Augen folgten den männlichen Wesen, die wandernden Blicke zogen sie aus- und anschliessend wieder an. Ist jetzt auch nicht wirklich super formuliert, aber zumindest holpert es nicht mehr so.

Zur Abkühlung schwamm ich ein paar Runden, um an der Poolbar einen - oder waren es zwei? - Cocktails zu trinken, vom Neid der holden Weiblichkeit verfolgt.

Hier würde ich mit Gedankenstrichen arbeiten, habe sie oben schon eingefügt. Liest sich runder.

1806 wegen seiner Grausamkeiten ermordet, zusammen mit den im Land verbliebenen Franzosen.

Ein unvollständiger Satz. 1806 wurde er wegen seiner Grausamkeiten ermordet, zusammen mit den im Land verbliebenen Franzosen.

Die Sammeltaxis der Armen, die buntbemalten Tap-Tap[,] ließen uns nur langsam vorankommen.

Ein Komma vergessen.

So, das wären erstmal meine Anmerkungen zum Text.
Der Bericht ist spannend genug, damit ich weiterlese, aber ich hätte mir etwas mehr "Alternativ-Tourismus" erhofft. Das heisst konkret, das Beschreibungen der Stadt fehlen, Beschreibungen der Bewohner und das Aussehen der Umgebung ausserhalb des Hotels. Zu welcher Zeit war denn deine Tante da? Also welches Jahr schreiben wir - du - in diesem Bericht? Das würde mich interessieren.
Den Teil, wo du die Geschichte Haitis abhandelst, fand ich weniger spannend. Es liest sich halt wie eine Aufzählung der geschichtlichen Ereignisse, ohne auf interessante Details einzugehen. Mir ist klar, das man in einem kürzeren Text nicht auf alles eingehen kann. Ich würde diesen Teil aber definitiv ausschmücken oder ganz weglassen.

Soweit meine Rückmeldung zum ersten Teil deines Berichts. Gerne werde ich auch noch die weiteren Teile kommentieren.

LG,
rental
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Re: Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 1

Beitragvon Diavolo » 19.06.2015, 03:44

Hallo rental

Danke, dass du dir zum Lesen und Kommentieren Zeit genommen hast.

rental hat geschrieben:Dies ist deine Überschrift für den ersten, kurzen Absatz, aber gleichzeitig auch der Titel deines ganzen Reiseberichts. Ich verstehe nicht wirklich, warum du diesen Titel auch für den Bericht gewählt hast (habe bisher Teil eins und zwei gelesen, vielleicht klärt sich das ja im dritten Teil).


Leider musst du dich da noch etwas länger gedulden, aber es wird sich schon noch aufklären. :roll:
Wenn du darauf gestossen bist und immer noch findest, dass der Titel unpassend ist, dann wäre ich dankbar für einen Vorschlag von dir.

rental hat geschrieben:Hier fragte ich mich sofort, welche bekannte Firma aus den USA denn gemeint ist? Ich nehme mal an, du willst keinen Rufmord betreiben, trotzdem finde ich, man könnte die Dinge hier beim Namen nennen.


Da ich mich in rechtlichen Dingen nicht so auskenne, habe ich das hier nicht erwähnt. Aber um deine Neugier zu befriedigen, es ist Woolworth.

rental hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist das ein unvollständiger Satz. Zwei Stunden später landeten wir auf dem Flughafen Aeroport International Toussaint Louverture auf Haiti. fände ich besser. Wieso du das internationale Kürzel für den Flughafen (PAP) erwähnst, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Könnte man sicher weglassen.


Deine Meinung ist richtig und ich werde das ändern und auch das Kürzel weglassen. Danke

rental hat geschrieben:Aber einen Flug in die Karibik schon?


Den bekam meine Tante geschenkt. :)

rental hat geschrieben:Das geht nicht ganz auf. Es klingt fast so, als werden die Spitzenhöschen immer noch begutachtet, nachdem sie wieder in den Koffern verstaut sind (aber auch sonst nicht ganz rund). Das Wort "und" würde dies zum Beispiel berichtigen:
Geduldig wartete ich vor dem bereitgestellten Bus, bis die letzten Spitzenhöschen begutachtet und wieder sicher im Gepäck verstaut waren.


Auch da muss ich dir Recht geben und werde das korrigieren. :lol:

rental hat geschrieben:Hier hätte ich mir eine Beschreibung von Port-au-Prince erhofft. Wie sieht es dort aus? Wie sind die Einwohner? usw. Leider geht es danach direkt ins Hotel, das finde ich etwas schade. Will aber natürlich auch den Bericht deiner Tante nicht verändern, schliesslich scheint es sich so zugetragen zu haben.


Ich glaube, dass du verstehst, wenn man nach so einem langen Flug endlich ankommt, dass man dann froh ist, endlich im Hotel zu sein. Aber eine Antwort zu deinen Fragen findest du in den weiteren Teilen.

rental hat geschrieben:Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Gibt es zwei Swimmingpools oder ist mit dem zweiten Swimmingpool der Alkohol gemeint? Bin gerade etwas verwirrt.


Es gibt zwei Swimmingpools. Der Alkoholspiegel ist nicht gemeint, aber ich werde daran noch feilen, damit es nicht so verwirrend ist.

rental hat geschrieben:Das ist etwas ungenau ausgedrückt. Es klingt für mich so, als schliesse sie die Zimmertüre hinter sich und genehmige sich einen Drink von der Minibar im Zimmer. Aber ich denke, du meinst, sie verlässt das Zimmer wieder und gesellt sich an die zuvor erwähnte Bar.


Danke für deine Beurteilung, Ja, was du denkst, das meine ich. Werde auch das noch überarbeiten. :writing:

rental hat geschrieben:Sehr schöne Beschreibung! Gefällt mir!
:hooray:

rental hat geschrieben:Ich verstehe was du meinst, es ist aber etwas ungelenk ausgedrückt. Vielleicht etwas in die Richtung:
Ihre Augen folgten den männlichen Wesen, die wandernden Blicke zogen sie aus- und anschliessend wieder an. Ist jetzt auch nicht wirklich super formuliert, aber zumindest holpert es nicht mehr so.


Auch das holpernde Hindernis werde ich aus dem Weg schaffen. Danke auch für deinen Vorschlag.

rental hat geschrieben:Hier würde ich mit Gedankenstrichen arbeiten, habe sie oben schon eingefügt. Liest sich runder.


Auch da muss ich dir ohne zu überlegen Recht geben. Werde ich korrigieren.

rental hat geschrieben:Ein unvollständiger Satz. 1806 wurde er wegen seiner Grausamkeiten ermordet, zusammen mit den im Land verbliebenen Franzosen.


rental hat geschrieben:Ein Komma vergessen.


Auch diese zwei Punkte werden korrigiert.

rental hat geschrieben:Der Bericht ist spannend genug, damit ich weiterlese, aber ich hätte mir etwas mehr "Alternativ-Tourismus" erhofft. Das heisst konkret, das Beschreibungen der Stadt fehlen, Beschreibungen der Bewohner und das Aussehen der Umgebung ausserhalb des Hotels.


Wie schon oben erwähnt kommt das noch in den nächsten Kapiteln.

rental hat geschrieben:Zu welcher Zeit war denn deine Tante da? Also welches Jahr schreiben wir - du - in diesem Bericht? Das würde mich interessieren.


Meine Tante war fünfundzwanzig und man schrieb das Jahr 1979. Baby Doc war damals an der Regierung.

rental hat geschrieben:Den Teil, wo du die Geschichte Haitis abhandelst, fand ich weniger spannend. Es liest sich halt wie eine Aufzählung der geschichtlichen Ereignisse, ohne auf interessante Details einzugehen. Mir ist klar, das man in einem kürzeren Text nicht auf alles eingehen kann. Ich würde diesen Teil aber definitiv ausschmücken oder ganz weglassen.


Ganz weglassen will ich ihn nicht unbedingt, da doch einige Leute nichts über Haiti wissen. Könnte ihn vielleicht als Anhang hinter die Geschichte stellen, für solche die das interessiert.

rental hat geschrieben:Gerne werde ich auch noch die weiteren Teile kommentieren.


:hooray: Das freut mich.

Nochmals recht herzlichen Dank für deinen hilfreichen Kommentar. :flowers:

Liebe Grüße

Diavolo
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Re: Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 1 Edited

Beitragvon Diavolo » 29.06.2015, 16:52

Hallo an alle Schreiberlinge in der Schreibwerkstatt

Ich habe Dank rental und seinem hilfreichen Kommentar :flowers: den ersten Teil der Geschichte von mir und meiner Tante überarbeitet :writing:

Den Teil, der sich wirklich anhört, wie, wenn ein Geschichtslehrer aus den Büchern zitiert, habe ich jetzt ausgelassen, wen es trotzdem noch interessiert, findet es in der altversion.

Vielleicht kann mir jemand die rechtliche Seite erklären, wenn ich hier einen Namen für die Firma schreibe. Ich wäre dankbar. Hätte das sicher auch noch geändert, aber ich habe so meine Zweifel :cry:

Ich hoffe, ich habe den Reisebericht jetzt nicht verschlimmbessert, also haut in die Tasten :), ich freue mich über jeden Kommentar und auch Gedanken dazu.

Liebe Grüße von Diavolo

P.S. Und noch mal herzlichen Dank an rental, der mir wirklich sehr geholfen hat, meine Schwächen zu erkennen. :2thumbs:
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