[NonFik]Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 3

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[NonFik]Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 3

Beitragvon Diavolo » 18.06.2015, 07:47

Liebe Schreibwerkstättler

Hier der dritte Teil des Reiseberichts über Haiti. Ich hoffe, Ihr wart schon gespannt wie es weitergeht. Über Anregungen, Kritiken und Sonstiges würde ich mich freuen.


Kenskoff Markt

Um Land und Leute besser kennenzulernen, buchte ich einen Ausflug zum Kenskoff Markt. Auf der Fahrt in dem mit Touristen vollgestopften Bus konnte ich einen Fensterplatz ergattern. Während die anderen wie die Hühner gackerten, sog ich die vorbeifliegende Landschaft in mich auf. Sah die Reisterrassen, die sich von den Bergspitzen ins Tal erstreckten. Die Reisbauern, kleine schwarze Punkte, die emsig ihrer Arbeit nachgingen. Die Strohhütten passten sich der natürlichen Umgebung an. An Aussichtspunkten hieß es aussteigen, in Reih und Glied stehend, drückten alle auf die Auslöser ihrer Kameras.
Eine Ziegenherde sorgte auf der Weiterfahrt für einen unfreiwilligen Stopp. Gräschen kauend, die sich aus der Erde ans Licht wagten, oder Salz leckend, blockierten sie die Straße. Das Hupen brachte sie nicht aus der Ruhe. Mit einem Stock trieb der Fahrer sie zur Böschung und es ging weiter.
Auf halber Strecke hielten wir an einem Souvenirladen. Ein Phänomen solcher Ausflüge. Ich schaute mir die bunten, Lebensfreude ausstrahlenden Bilder und Skulpturen der haitianischen Künstler an. Ein Frauenkopf aus Holz, mit rostigen Nägeln als Haare, hatte es mir angetan. Der Gedanke an das Gewichtslimit für den Weiterflug schreckte mich ab. Ich stellte ihn an seinen Platz im Regal zurück. Während die anderen um die Preise feilschten und ihre Geldbeutel zückten, benutzte ich die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden.
Ein schönes Motiv! Der Auslöser meiner Kamera machte ‚Klick‘. Wie in Cap Haitien war ich von einer Schar Kinder umringt, die aus dem Nichts auftauchten. Ihre Hände mir entgegenstreckend, die Bonbons ignorierend, erklang ein Chor: „One Dollar, please“.
Mir kam der Hinweis des Reisebüros in den Sinn, den Bettelnden kein Geld zu geben. Ich steckte meinen Fotoapparat weg. Sie umzingelten mich hartnäckig, bis ich in den Bus stieg.
Unserem Ziel näher kommend, fuhren wir an Marktfrauen mit ihren Sprösslingen im Gefolge vorbei, die ihre Habseligkeiten zum Markt trugen. Der aufgewirbelte Staub der Autos störte sie nicht. Ihre vollgepackten Körbe stolz auf dem Haupt tragend, bewegten sie sich, auch noch nach acht Kilometer Fußmarsch, wie Grazien. Ihr elastischer Gang verlieh ihrer Haltung etwas Majestätisches.
Auf dem 1500 m hoch gelegenen Marktplatz herrschte geschäftiges Treiben. Neben Töpferwaren und Kunstgegenständen aus Mahagoni lagen bunte Stoffe auf dem steinigen Boden ausgebreitet. Bäuerinnen boten auf den Fersen hockend ihre Köstlichkeiten an: Mangos, Sapotillen (wohlschmeckende Beerenfrüchte), Feigen, Bananen, Orangen, Mandarinen, Pampelmusen, Aprikosen, Ananas, Erdbeeren und Melonen, Avocados, Corossols, Caimites und Guaven. Angewidert betrachtete ich das rohe Fleisch auf den ausgelegten Matten, das die Fliegen als Tummelplatz nutzten, als mich ein kleiner Junge ansprach. Er setzte ein breites Lächeln auf, nahm mich bei der Hand und ich musste ihm unweigerlich folgen. Auf dem Rundgang zeigte er mir die Schönheit dieser Gegend und meine guten Vorsätze waren dahin. Ich gab ihm einen Dollar.
Ohne Zwischenstopp ging es mit neuen Eindrücken zurück ins Hotel.

Kulinarisches

Die bäuerliche Bevölkerung lebt bescheiden. Das übliche Mahl besteht aus Mais, Hirse, Trockenfleisch und Kasave. Auf dem täglichen Speiseplan findet man auch Bananen, Mangofrüchte, Zuckerrohr und Jamswurzel. Brot und Fleisch sind auf dem Land eher selten. In der Stadt hingegen hat der Haitianer viel übrig für gutes Essen. In unserem Hotel war das Buffet neben der Internationalen Küche mit kreolischen Köstlichkeiten angerichtet. ‚Gurau‘ nennt sich ein Gericht mit frischem, sehr scharfem Piment gewürzten, saftigen Schweinefleischstückchen. Als Beilage gebratene Bananen, verschiedene Knollen und Salate, begleitet von Reis und Sojasoße. Das Putengericht ‚Tasso‘, das mit einheimischen Pilzen zubereitete ‚Dion-Dion‘, sowie flambierter Hummer, Krevetten, kleine Austern, gehörten genauso wie Süßigkeiten und Salzgebackenes zu der schmackhaften kreolischen Speisekarte. Ich ließ mir abends den Wein munden, der aus aller Herren Länder importiert wurde. Tagsüber an der Pool Bar genoss ich den hiesigen Punsch, der erst mit der Limone der Antillen und dem ‚goldenen Blut‘ des Zuckerrohrs schmeckt. Nach dem Dessert fing das Unterhaltungsprogramm an. Sehnige Haitianer mit knappen, eng anliegenden Slips bekleidet, wandten sich aufreizend unter einer Stange hindurch, ohne sie zu berühren. Je weniger Platz blieb, desto lauter kreischten die Massen. Das Schauspiel, das sich bot, als sich die ungelenkigen, voll gefressenen Touristinnen daran versuchten, löste bei mir Lachkrämpfe aus und bevor ich meine Unterhose wechseln musste, flüchtete ich in die Bar. Nachdem sich die holde Weiblichkeit zum Schönheitsschlaf zurückgezogen hatte, gesellte sich der Taxifahrer zu mir. Er war nicht mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gerast, das merkte ich sofort. Bis in die frühen Morgenstunden unterhielten wir uns in interessanten Gesprächen über Gott und die Welt. Ich erzählte ihm von meinem Wunsch, eine Voodoo Zeremonie zu sehen, denn von den Angeboten des Reiseveranstalter hatte ich genug. Daraufhin fingen seine Augen wie die Kerzen am Weihnachtsbaum an zu strahlen. Meine Alarmglocken läuteten, als er mir dies gratis erfüllen wollte.
Das kann er sich abschminken, dachte ich bei mir und lenkte schnell von dem Thema ab.
Er ließ nicht locker. Eines Nachts lud er mich in eine Diskothek unterhalb des Hotels auf der Straße nach Port-au-Prince ein. Ich tanzte oder beobachtete Leute. Es war ein abwechslungsreicher Abend.
Mit allen Tricks versuchte er mich weiterhin umzustimmen, es ging in einen Nightclub. Bildhübsche Frauen mit makellos braunen Körpern schälten sich im Takt der Musik aus ihren aufreizenden Kostümen. Statt Sex löcherte ich ihn mit Fragen bis er wie ein Schweizer Emmentaler aussah. Ich erfuhr, dass die Tänzerinnen aus der Dominikanischen Republik kamen. Sie arbeiteten ohne Lohn, ob Kost und Logis frei war, entzieht sich meiner Kenntnis. Geld verdienten sie, wenn ein tatternder Greis ihnen aufs Zimmer folgte.
Ein akuter Schlafmangel bemächtigte sich meiner. Ich fragte mich öfters, ob er kein Bett zuhause hatte.
In unserer nächsten Unterhaltung erklärte ich, dass ich verstehen würde, wenn er nebenbei noch ein paar Kröten verdienen müsste. Sex sei jedoch Tabu für mich und bedankte mich bei ihm für die schönen Stunden und die Gespräche. Wir blieben Freunde.

Ich hoffe, Ihr hattet Spaß und freut Euch auf den vierten Teil.

Liebe Grüße Diavolo

Teil 1: post525319.html#p525319

Teil 2: post525472.html#p525472

Teil 4: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-4-t54476.html

Teil 5: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-5-t54526.html?uid=10702

Teil 6: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-6-t54641.html

Teil 7: arbeitet-so-werdet-ihr-frei-teil-7-t54664.html
Zuletzt geändert von Diavolo am 09.07.2015, 17:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 3

Beitragvon rental » 25.06.2015, 17:25

Hallo Diavolo,

ich bin's mal wieder. Ohne grosse Umschweife geht's direkt an deinen Text (muss mich echt ranhalten, so schnell wie du weitere Teile einstellst!):

Auf der Fahrt in dem mit Touristen vollgestopften Bus konnte ich einen Fensterplatz ergattern.

Das finde ich ein interessantes Detail. Hätte nicht gedacht, das Haiti einmal so touristisch war. Heutzutage gehen ja nur noch Mitarbeiter von humanitären Organisationen dahin, da viel zerstört wurde und das Land in die Anarchie gestürzt ist. Es funktioniert praktisch nichts mehr dort, wenn man den Berichten Glauben schenkt.

Sah die Reisterrassen, die sich von den Bergspitzen ins Tal erstreckten.

Ein "Ich" am Anfang des Satzes würde ihn runder klingen lassen.

Die Reisbauern, kleine schwarze Punkte, die emsig ihrer Arbeit nachgingen.

Würde die beiden Sätze, also diesen und den vorhergehenden, kombinieren. Liest sich besser. So wirkt der Satz etwas zusammenhangslos und steht leer im Raum (hoffe, du verstehst, was ich meine).

Die Strohhütten passten sich der natürlichen Umgebung an.

Wie ist das zu verstehen? Hatten sie die gleiche Farbe wie der Boden?

An Aussichtspunkten hieß es aussteigen, in Reih und Glied stehend, drückten alle auf die Auslöser ihrer Kameras.

Würde diesen Satz nach "aussteigen" mit einem Punkt abschliessen und danach mit dem Rest einen neuen beginnen. Was sah man von diesen Aussichtspunkten aus? Täler, Berge, Schluchten, Graslandschaften, Savanne, .... ?

Gräschen kauend, die sich aus der Erde ans Licht wagten [...]

Das ist zuviel Detail. Würde nur schreiben "Gräschen kauend [...]"

Ein Phänomen solcher Ausflüge.

"Ein Phänomen" erachte ich hier als nicht ganz korrekten Ausdruck dafür. Vielleicht: Ein typischer Stopp für Touristenausflüge. Obwohl das eigentlich klar ist, könnte man es trotzdem stehen lassen.

Ich schaute mir die bunten, Lebensfreude ausstrahlenden Bilder und Skulpturen der haitianischen Künstler an.

Du beschreibst eine der Skulpturen, ich hätte gerne noch mehr über die Bilder erfahren und auch vielleicht über die eine oder andere Skulptur zusätzlich. So könnte man sich als Leser ein schönes Bild von der haitianischen Kunst machen.

Ein schönes Motiv! Der Auslöser meiner Kamera machte ‚Klick‘. Wie in Cap Haitien war ich von einer Schar Kinder umringt, die aus dem Nichts auftauchten. Ihre Hände mir entgegenstreckend, die Bonbons ignorierend, erklang ein Chor: „One Dollar, please“.

Wichtige Regel in Entwicklungsländern: Den eigenen Reichtum nicht zeigen (d.h. auch nicht mit fetten Kameras rumlaufen) :wink: Hier ist es ja nochmal gutgegangen.

Unserem Ziel näher kommend, fuhren wir an Marktfrauen mit ihren Sprösslingen im Gefolge vorbei, die ihre Habseligkeiten zum Markt trugen.

Ein etwas umständlicher Satz. Einen Vorschlag will ich dir diesmal mitgeben: Unserem Ziel näher kommend, fuhren wir an Marktfrauen und ihren Sprösslingen vorbei, die ihre Habseligkeiten zum Markt trugen. Sind zwar nur zwei Wörter entfernt worden, liest sich aber deutlich runder.

Ihre vollgepackten Körbe stolz auf dem Haupt tragend, bewegten sie sich, auch noch nach acht Kilometer Fußmarsch, wie Grazien.

Würde ich persönlich etwas umstellen: Selbst nach acht Kilometern Fußmarsch bewegten sie sich noch wie Grazien, ihre vollgepackten Körbe stolz auf dem Haupt tragend.

Auf dem 1500 m hoch gelegenen Marktplatz herrschte geschäftiges Treiben.

Kleinigkeit: 1500m ohne Leerschlag.

Mangos, Sapotillen (wohlschmeckende Beerenfrüchte), Feigen, Bananen, Orangen, Mandarinen, Pampelmusen, Aprikosen, Ananas, Erdbeeren und Melonen, Avocados, Corossols, Caimites und Guaven.

Gibt einen guten Überblick über die exotischen Früchte, aber ein paar davon werden nicht alle kennen. Vielleicht nicht so viele aufzählen, sondern besser in weniger Worten zusammenfassen.

Angewidert betrachtete ich das rohe Fleisch auf den ausgelegten Matten, das die Fliegen als Tummelplatz nutzten, als mich ein kleiner Junge ansprach.

Würde ich auftrennen. Angewidert betrachtete ich das rohe Fleisch auf den ausgelegten Matten, das die Fliegen als Tummelplatz nutzten. Plötzlich sprach mich ein kleiner Junge an.

Er setzte ein breites Lächeln auf, nahm mich bei der Hand und ich musste ihm unweigerlich folgen.

Wieso? Wegen seinem Lächeln?

Auf dem Rundgang zeigte er mir die Schönheit dieser Gegend und meine guten Vorsätze waren dahin.

Welche Schönheit? Du beschreibst nicht die Umgebung, sondern erzählst nur davon, wie sie der Junge deiner Tante zeigte. Danach geht's direkt zurück ins Hotel. Ein paar Sätze über besagte Schönheit wären klasse :wink:

Das übliche Mahl besteht aus Mais, Hirse, Trockenfleisch und Kasave.

Kann sein, dass man das in Haiti anders schreibt, aber normalerweise heisst das auf Deutsch "Kassava" (eng. cassava). Zumindest sagt man auch in Afrika Kassava zu den essbaren Wurzelknollen. EDIT: Habe gerade auf Wikipedia gelesen, das man zu Deutsch auch "Kassave" sagen kann, dann aber mit zwei "s" geschrieben :roll:

In der Stadt hingegen hat der Haitianer viel übrig für gutes Essen.

Was willst du damit sagen? Der Haitianer aus der Stadt hat mehr Geld für das Essen? Denn ich denke, auch die Leute auf dem Land würden schmackhaftere Dinge essen, wenn sie nur das Geld dazu hätten (sorry, bin ich am Klugscheissern? Dann bitte einfach ignorieren! Aber ich schreibe halt einfach meine Gedanken auf).

‚Gurau‘ nennt sich ein Gericht mit frischem, sehr scharfem Piment gewürzten, saftigen Schweinefleischstückchen.

Mmmh, das klingt sehr lecker, der Satz geht aber nicht ganz auf (und holpert!). Lass mich dir einen Vorschlag unterbreiten: ‚Gurau‘ nennt sich ein Gericht aus saftigen Schweinefleischstückchen, die mit sehr scharfem Piment gewürzt werden.

Als Beilage gebratene Bananen, verschiedene Knollen und Salate, begleitet von Reis und Sojasoße.

Da fehlt etwas. Als Beilage gibt es gebratene Bananen [...]

Das Putengericht ‚Tasso‘, das mit einheimischen Pilzen zubereitete ‚Dion-Dion‘, sowie flambierter Hummer, Krevetten, kleine Austern, gehörten genauso wie Süßigkeiten und Salzgebackenes zu der schmackhaften kreolischen Speisekarte.

Würde ich umschreiben. Das ist wieder etwas zu viel Aufzählung.

Sehnige Haitianer[,] mit knappen, eng anliegenden Slips bekleidet, wandten sich aufreizend unter einer Stange hindurch, ohne sie zu berühren.

Da fehlt noch ein Komma (und dann ist's ein Komma-Overkill!) :wink:

Er war nicht mit dem Schnellzug durch die Kinderstube gerast, das merkte ich sofort.

Mmh, was bedeutet das genau? Kann ich mir gerade nicht vorstellen. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich den ganzen Tag gearbeitet habe und mein Hirn etwas ausgelaugt ist...

Ich erzählte ihm von meinem Wunsch, eine Voodoo Zeremonie zu sehen, denn von den Angeboten des Reiseveranstalters hatte ich genug.

Da fehlt ein "s".

Daraufhin fingen seine Augen wie die Kerzen am Weihnachtsbaum an zu strahlen.

Die Kerzen am Weihnachtsbaum leuchten eher, würde ich sagen.

Das kann er sich abschminken, dachte ich bei mir und lenkte schnell von dem Thema ab.

Gedanken schreibe ich immer kursiv, um sie vom Rest des Textes abzuheben.

Er ließ nicht locker. Eines Nachts lud er mich in eine Diskothek unterhalb des Hotels auf der Straße nach Port-au-Prince ein.

Hier gibt es ganz plötzlich einen Zeitsprung. Vom einen auf den anderen Satz sind mehrere Tage, Wochen? vergangen.

Ich tanzte oder beobachtete Leute.

Na was von beidem denn jetzt? Oder beides? Oder sogar beides zusammen?

Mit allen Tricks versuchte er mich weiterhin umzustimmen, es ging in einen Nightclub.

Ist ein Nightclub etwas anderes als eine Diskothek?

Statt Sex löcherte ich ihn mit Fragen bis er wie ein Schweizer Emmentaler aussah.

Das verstehe ich nicht.

Ein akuter Schlafmangel bemächtigte sich meiner. Ich fragte mich öfters, ob er kein Bett zuhause hatte.

Ob der Taxifahrer kein Bett zu Hause hatte? Um den geht's doch immer noch, oder?

Sex sei jedoch Tabu für mich ich und bedankte mich bei ihm für die schönen Stunden und die Gespräche.

Da wurde ein Wort vergessen (ich).

Wir blieben Freunde.

Schwupps! - und abgehandelt ist der Taxifahrer, bevor er sich seinen Platz in diesem Bericht erobern konnte. Der Schluss dieses Teils ist etwas hastig formuliert.

Ich hoffe, du nimmst mir meine ganzen Klugscheissereien nicht allzu übel. Dieser Teil gefiel mir von allen am besten, denke ich, weil man hier das Leben in Haiti besser zu spüren bekommt als in den anderen Teilen. Was mir fehlt, sind mehr Beschreibungen der Umgebung. An Formulierungen und Stil kann auch noch geschliffen und gefeilt werden. Aber meist lässt es sich okay lesen.

Auf, auf, die nächsten Teile warten! :)

Bis dann,
rental
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Re: Arbeitet so werdet ihr frei. Teil 3

Beitragvon Diavolo » 06.08.2015, 18:12

Hallo rental

Danke auch für diesen Kommentar von Teil 3

rental hat geschrieben:ich bin's mal wieder. Ohne grosse Umschweife geht's direkt an deinen Text (muss mich echt ranhalten, so schnell wie du weitere Teile einstellst!):


Oh, nur keinen Stress :oops:

rental hat geschrieben:Das finde ich ein interessantes Detail. Hätte nicht gedacht, das Haiti einmal so touristisch war. Heutzutage gehen ja nur noch Mitarbeiter von humanitären Organisationen dahin, da viel zerstört wurde und das Land in die Anarchie gestürzt ist. Es funktioniert praktisch nichts mehr dort, wenn man den Berichten Glauben schenkt.


Ja, leider. Es geht wirklich gar nichts mehr.

rental hat geschrieben:Ein "Ich" am Anfang des Satzes würde ihn runder klingen lassen.


Da gebe ich Dir Recht. Wird geändert.

rental hat geschrieben:Würde die beiden Sätze, also diesen und den vorhergehenden, kombinieren. Liest sich besser. So wirkt der Satz etwas zusammenhangslos und steht leer im Raum (hoffe, du verstehst, was ich meine).


Verstehe voll und ganz :)

rental hat geschrieben:Wie ist das zu verstehen? Hatten sie die gleiche Farbe wie der Boden?


Nein, sie waren genauso flach, wie die Natur, keine Hochhäuser.

rental hat geschrieben:Würde diesen Satz nach "aussteigen" mit einem Punkt abschliessen und danach mit dem Rest einen neuen beginnen. Was sah man von diesen Aussichtspunkten aus? Täler, Berge, Schluchten, Graslandschaften, Savanne, .... ?


Gute Frage, muss mal nachfragen, aber nach so langer Zeit sicher schwer zu rekonstruieren.

rental hat geschrieben:Du beschreibst eine der Skulpturen, ich hätte gerne noch mehr über die Bilder erfahren und auch vielleicht über die eine oder andere Skulptur zusätzlich. So könnte man sich als Leser ein schönes Bild von der haitianischen Kunst machen.


Muss ich recherchieren, denn ich bin ein Kunstbanause :oops:

rental hat geschrieben:Wichtige Regel in Entwicklungsländern: Den eigenen Reichtum nicht zeigen (d.h. auch nicht mit fetten Kameras rumlaufen) Hier ist es ja nochmal gutgegangen.


Aber in diesen Zeiten waren diese Werte noch nicht so wichtig, es ging damals wirklich noch.

rental hat geschrieben:Ich hoffe, du nimmst mir meine ganzen Klugscheissereien nicht allzu übel. Dieser Teil gefiel mir von allen am besten, denke ich, weil man hier das Leben in Haiti besser zu spüren bekommt als in den anderen Teilen. Was mir fehlt, sind mehr Beschreibungen der Umgebung. An Formulierungen und Stil kann auch noch geschliffen und gefeilt werden. Aber meist lässt es sich okay lesen.


Oh, ich finde deinen Kommentar nicht als Klugscheisserei und bin dir dankbar dafür. Danke, das es dir soweit gefiel, werde auch noch die anderen Anmerkungen bearbeiten. Das mir der Beschreibung der Umgebung ist etwas schwierig, da es sehr lange zurückliegt und die Erinnerung sich mehr auf die Erlebnisse erinnern. Ich werde feilen :D

Wirklich recht herzlichen Dank, du hast mir wirklich sehr geholfen und meine Gehirnzellen laufen auf vollen Touren.

Liebe Grüße

Diavolo
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