Sodele,
sollte ich heute, - heißt es nun tabellarisch oder chronologisch - nach der Reihe oder in einer Geschichte deine Fragen beantworten?
Mir liegt es Fragen zu beantworten, da braucht man nicht viel zu denken, muss nur runter rasseln, was man sozusagen hat. Man sollte hierbei jedoch aufpassen, dass man dabei nicht seine Spontanität verliert, dass man sich vorgaukelt, nur noch mit dieser Methode schreiben zu können, dem ist nämlich nicht so. Außerdem vergisst man vielleicht, was man selbst schreiben wollte, ist nur noch erpicht Fragen zu beantworten.
Deshalb werde ich vermutlich auch beide Versionen anwenden. Zuerst aufschreiben was mir nach dem Lesen deines Blogs eingefallen ist, dann deine Fragen, ich hoffe das ist recht so?
Als ich das erste Mal den Artikel gelesen habe, ist mir gleich die Parallele aufgefallen zu meiner Methode. Jedoch habe ich später entdeckt, dass ich vielleicht doch kein Arbeitsbericht erstelle, sondern eine Aufgabestellung oder Zeitplan, wie du das nennst. Diese wiederum zu deinen Themen
Zeitmanagement gehören. Weitere Recherche in deinem Blog ergab, das ich eigentlich nur eine
Todo-Liste erstelle, mehr nicht.
Sollte ich nun entrüstet sein und mich verdünnisieren? Nee oder
Habe immerhin eine Meinung und etwas zu sagen, also weiter im Text. Eigentlich mag ich keine Menschen die nach Plan leben, die ohne ihren Terminkalender nicht leben könnten. Man meint doch echt, dass sie sogar Liebe nach Plan machen. Solche Menschen sind nicht spontan genug, langweilig und haben keinen wirklichen Fun/Spaß am Leben, lachen nur auf Kommando.
Dachte ich!
Nach reiflicher Überlegung und Einsicht und danach, Erfahrungen gemacht habe, Menschen kennengelernt habe, auf die dieses Klischee eben nicht passt, bin ich nun davon überzeugt, dass man sich nur Zeit mit Plan schafft, oder, damit man eben wieder spontan sein kann. Eben da ich am eigenen Leib erfahren habe, dass man planlos im Leben nicht weiter kommt. Alleine schon, wenn man ein Buch schreibt, muss ein gewisser Rhythmus sein, sonst kommt man zu nichts, dies hab ich mittlerweile gelernt.
Also halte ich die Methode mit den Arbeitsberichten für eine gute Sache. Nur, wer weiß denn schon, was er den ganzen Tag getrieben hat, ohne dass er sich zuvor eine Todo-Liste oder ein Plan gemacht hat? Wer weiß schon, was er eigentlich wollte? Wenn ich ohne Todo-Liste in den Tag starte, habe ich spätestens nach 6 Stunden - irgendetwas tun - keinen Schimmer mehr was ich getan habe, habe es schlichtweg vergessen. Ich hoffe mal, ich bin da nicht der Einzige und brauche es nicht auf mein Alter zu schieben?
Ohne eine Todo-Liste bin ich also völlig planlos am Tun, vergesse sogar, was ich eigentlich wollte. Ich nannte es Spontanität, heute nenne ich es Planlosigkeit.
Wenn ich eine Todo-List habe, sieht das schon anders aus. Meistens halte ich mich daran, arbeite brav daran, auch alles zu machen, welche draufstehen. Ok, ich gebe zu,
meistens ist ein dehnbarer Begriff für planlose Spontanitäten. Ich bin also der Meinung, dass, wenn ich diese Häkchen mache nach jeder Aufgabe, ich automatisch, am Ende des Tages auch eine Art
"Arbeitsbericht" erstellt habe. Ich habe zwar keine Uhrzeit eingetragen, keinen chronologischen Tagesablauf erstellt, doch was ich den ganzen Tag gemacht habe, dies wurde festgehalten.

- Todo-Liste als Arbeitsbericht verwendbar?
- Sonstiges 019 komp.jpg (24.99 KiB) 652-mal betrachtet
Kann auch sein, dass ich falsch liege und das nur zur Todo-Liste gehört. Habe eh Schwierigkeiten bei Zugehörigkeit.
In der Küche stehen schon seit Tagen Teller, die mir geschenkt wurden. Nur, weil ich nicht weiß wohin damit, hab ich nicht wirklich Spaß an manchen Geschenken.
Ich meine also in gewisser Weise Arbeitsberichte (vollendete Todolisten) geschrieben zu haben, diese sammle ich mittlerweile in einem Ordner, da es einfach, eine Art "auf die Schulter klopft" ist, wenn man da durchblättert. Sehr motivierend, wenn man einen dicken Ordner hat, der voll ist mit Dingen, die man geleistet und abgearbeitet hat, man lobt sich, war ja fleißig. Meine ersten geschriebenen Morgenseiten sind ebenfalls in einem Ordner gesammelt und verstaut, kann stolz sein schon so viel geschrieben zu haben und es spornt immer an, wenn man meint, man schafft etwas nicht. Ein weiterer Vorteil, man kann ein bischen angeben damit, wenn man gefragt wird was man so treibt, man hat etwas auf der Hand.

- Morgenseiten
- Sonstiges 024_Komp.jpg (25.02 KiB) 652-mal betrachtet
Was mich noch sehr weiter bringt, sind Bilder von den Dingen, die da von mir geleistet wurden. Ich habe mir als spontaner Mensch etwas angewöhnt, womit ich mir in der Vergangenheit, zwar Zeit ersparte, auf was ich nun gar nicht mehr stolz bin und nun Schwierigkeiten habe es geregelt zu bekommen. Ich verwende(te) kaum Zeit zum Aufräumen. So habe ich vor ein paar Jahren angefangen Bilder von den Dingen zu machen, die ich noch vor mir habe.
Ein Vorher-Nachher Porträt sozusagen. Dies half mir weiter zu kommen, auch noch das nächste Zimmer aufräumen zu wollen, weiter zur nächsten Ecke, wieder Bilder machen zu können, von den Dingen, Alles was ich geleistet habe.
Bilder inspirieren und motivieren mich. Beispiel:
Vorher-Nachher PorträtZur Frage ob und wen ich als Kontrollinstanz nehmen würde, da bin ich immer noch auf der Suche. Einerseits denke ich das es der Partner oder eine Vertrauensperson wäre, da er meistens zur Verfügung steht, andererseits vermute ich, dass die Beste Instanz jeder selbst ist.
Eine Kontrollinstanz sieht es eben meist anders als man selbst.
Beim Schreiben habe ich bisher noch keine Kontrollinstanz benutzt. Man muss mich eher vom Schreiben weg bringen, muss mich antreiben auch Mal etwas anderes zu machen, nicht nur schreiben. Doch da möchte ich mich noch nicht einschränken lassen, mache, was mir Spaß macht. Beim Aufräumen sieht das schon anders aus. Ich dachte einmal daran, meinem Freund beim Ausmisten seines Kellers zu helfen, da er kaum noch durchlaufen kann und im Umkehrschluss sollte er mir dabei helfen, meiner Unordnung Herr zu werden.
Bisher ist es daran gescheitert, dass ich mit meiner Unordnung einigermaßen zufrieden bin, damit umgehen gelernt habe. Er selbst hat nach ein paar Monaten, ebenfalls selbst Hand angelegt. Die Zeit ist wohl auch eine gute Kontrollinstanz. Einfach mal liegen lassen, man kommt nach langer Zeit von alleine drauf.
Womit ich ebenfalls Schwierigkeiten habe, sind Regelmäßigkeiten und Dinge lange zu tun. Ich muss immer wieder etwas Neues machen, kann nicht lange bei etwas bleiben. So gibt es zwar Hobbys, die ich nachgehe, wie Briefmarken zu sammeln oder Musik und Motorrad, immer mal wieder mache, die ich aber nie intensiv nutze, ich nie sehr lange dabei bin. So ergeht es mir auch mit mancher Software. Ich habe irgendwie alle schon einmal benutzt kann darüber reden, doch gibt es nur wenige, die ich auch noch nach Jahren benutze. Die Software, die ich seit über 10 Jahren benutze, da fällt mir spontan nur Outlook Express oder Word ein.
Um einen Arbeitsbericht zu schreiben, müsste eine günstige Möglichkeit geschaffen werden. Zum Beispiel, dass sich beim Beenden des Computers ein Fenster aufoppt und man alles eingeben muss, was man geleistet hat. Denn sonst würde ich es vergessen können oder das Vorhaben würde einschlafen (ich könnte auch vorher einschlafen

).
Programm die du in deinen Blogs über Zeitmanagement vorgestellt hast, mit denen ich wohl Arbeitsberichte schreiben könnte, alle hab ich schon benutzt, doch bleiben die nicht lange auf dem Rechner. Ich bleibe einfach nicht dabei. Manchmal ist es auch einfach der Rechner, der sagt: "Junge, du hast nun so viele Software ausprobiert, ich möchte bald abstürzen. Dieses Phänomen teile ich dir mit - schön artig vorher -, indem ich langsamer werde. Bitte schreibe ein Image zurück, oder mache mich bei nächster Gelegenheit neu."
Die einzige Chance wäre ganz einfach Word zu benutzen? Einfach meiner Todoliste eine Spalte mit Zeitangabe zu verpassen und das Ganze auf dem Rechner abzuarbeiten. Da ich mehrere habe, kommen da schon die nächsten Schwierigkeiten auf mich zu. Ich weiß dann einfach, nicht wohin am Besten, das auch alles zusammen ist und nicht wahllos auf den Festplatten verteilt. Also ausdrucken. Auch schlecht, irgendwie hab ich bedenken einen Arbeitsplan auszudrucken der nur 6 Zeilen enthält. Nachträglich dasselbe Papier in den Drucker schieben, autsch das geht schief. Habe ich immer wieder vergeigt, auch wenn ich dachte, clever zu sein.
Bleibt am Ende nur meine handlich geschriebene Todoliste weiter zu führen so, wie sie ist.
Nur bleibt dann die Frage zu klären, ist dass denn noch ein Arbeitsbericht?
Puh, aber jetzt:
Was hältst du von dieser Methode?Ich frage mich, wie man nach einem Tag noch wissen kann, was man gemacht hat.
Ich würde gerne fragen: „Wie machst du es, am Ende des Tages?“
Die Methode ansich ist natürlich spitzenmäßig.
Schreibst du einen Arbeitsbericht?Ich glaube ja
Könnte dich das motivieren?Jep
Wen würdest du als Kontrollinstanz nehmen?Keine Ahnung

Jeden den ich kenne, der in Frage kommen könnte, der hat wohl seine eigenen Probleme und Dinge zu erledigen. Jemanden der sich mit so einer Methode gegenseitig unter die Arme greifen möchte, habe ich bisher noch nicht kennengelernt.
Was motiviert dich?Zusammengetragenes, Ordner voll mit dem, was geleistet wurde, Bilder.
Ich hoffe mein Kommentar hat einigermaßen zum Thema gepasst, hoffe nicht allzu sehr abgedriftet zu sein, hoffe auch du oder andere können etwas damit anfangen.
Lieben Gruß
Lemmy