[Ort] Besonderheiten von Zelden

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[Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Beltiln » 24.02.2015, 05:16

Moin Weltenbauerinnen und Weltenbauer,

für ein Fantasyprojekt erschaffe ich mir grade die Welt Zelden, mit folgenden Spezifikation:

    2,7 mal so groß wie die Erde.
    Keine Neigung der Planetenachse zur Sonne.
    Planetenkern besteht aus einem großen Kristall.
    Dreht sich alle 27 Stunden (Erden-stunden) um sich selbst.
    Umkreist die Sonne alle 729 Tage.
    Die Oberfläche besteht zu 45% aus Land.
    Die Landmasse gliedert sich in 4 Kontinente (50%, 25%, 20%, 5%).
    Drei Monde umkreisen Zelden:
      Der kleine (gleiche Masse wie unser Mond) alle 54 Tage.
      Der mittlere (2x die Masse wie unser Mond) alle 72 Tage.
      Der große (3x die Masse wie unser Mond) alle 72 Tage.
Die große Frage ist nun welchen Besonderheiten gegenüber unserer Erde hat Zelden?
Wie sind die Umweltbedingungen?


Durch die fehlende Neigung müssten Teile der Pole im dunkeln liegen. Sowie zwei Zonen in der die Sonne nie untergeht.
Ist dort Leben möglich?
Wie sind die Klimabedingungen dort und am Äquator?


Was sollte ich bei der weiteren Entwicklung von Zelden beachten?

Vielen Dank

Euer Beltiln
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon orangelunar » 24.02.2015, 06:17

Wenn das Planeteninnere ein Kristall ist, dürfte der Planet kein Magnetfeld haben. Was für potentielle Bewohner nicht so prickelnd wäre, weil das Magnetfeld vor kosmischer Strahlung schützt. Gesund stelle ich mir das nicht vor.
Wenn die Planetenachse nicht geneigt ist, gibt es auf dem Planeten keine Jahreszeiten.
Jeder Mond übt eine gewisse Anziehungskraft auf den Planeten aus. Man denke nur an unseren Mond und die Gezeitenkräfte. Wenn es nun dort drei Monde gibt, dürften die Meere ein unruhiges Pflaster sein.
Nicht unwichtig ist, um was für eine Sonne der Planet kreist. Ist sie zum Beispiel blau, wird alles auf dem Planeten bei der Entfernung verbrutzelt. Ist sie rot, ist es dort wahrscheinlich eiskalt. Um Leben zu ermöglichen, muss der Planet in der habitablen Zone der Sonne liegen, also innerhalb der Grenzen, wo Wasser flüssig ist.

LG
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Beltiln » 24.02.2015, 06:39

Danke orangelunar,

für deine Anregungen.

Zum einen wäre das Magnetfeld was ganz außer acht gelassen habe. Da Zelden dicht besiedelt ist muss ich mir einen alternativen Schutz ausdenken. Da ich sowie so vorhabe Zelden eine Bewusstsein zu geben (also dem Planeten), werde ich sie wohl so was wie einen Schild um Zelden projizieren lassen.

Zum anderen die Jahreszeit. Davon soll es drei geben (Sommer, Herbst und Winter). Zelden wir zukünftig ihre Bahn um die Sonne in einer Ellipse durchführen. Dadurch werden die Jahreszeiten durch den Abstand zur Sonne bestimmt.

Das unruhige Meer. Hmmm... Das wird kompliziert. Spontan fällt mir ein einer Spezies zusätzlich die Aufgabe zum Meer bändigen zu geben. Weiß aber nicht ob mir die Idee gefällt. Werde darüber nachdenken.

Deine Sichtweise hat mir geholfen.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Ketzer » 24.02.2015, 15:47

Als Science Fiction funktioniert das nicht. Realistisch gesehen, würde es unter solchen Bedingungen kein erdähnliches Leben geben.

Aber du schreibst ja selbst, dass es sich um Fantasy handelt und nicht um Science Fiction. Wenn es aber keine SciFi ist, wozu brauchst du dann diese ganzen Angaben? Versuche in Fantasy erst gar nicht realweltliche physikalsiche Konzepte umzusetzen - Fantasy und Magie sind per Definition nicht realistisch. Rein theoretisch muss die Welt in Fantasy nicht mal eine Kugel sein. Die Jahreszeiten könnten durch periodische Wanderzüge von Naturgeistern entstehen. Erdmagnetfelder gibt es nicht, stattdessen wird die Welt von einem alles umspannenden Magiengewebe zusammengehalten. Die Sterne sind die Paläste der Götter. Evolution existiert auch nicht, stattdessen wurden in der Fantasy-Welt die Menschen direkt durch göttliche Handlungen geschaffen, oder als Sklavenrasse von einem Drachen erzaubert etc.

Schau mal in die Edda und den Schöpfungsmythos, der darin beschrieben wird. Allgemein ist die nordische Mythologie interessant aus heutiger Perspektive, um zu sehen, wie man sich eine Welt ausmalen kann. Aber dieser kurde Mix aus SciFi und Fantasy wird sich nicht wirklich auszeichnen - einerseits ist er zu generisch und außerdem kratzt er permanent an der willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit (Suspension of Disbelief).

Edit: Ich beziehe mich hier natürlich nicht auf Urban Fantasy - also jener Fantasy, die in unserer echten Welt spielt (z.B. Harry Potter). Dort geht es ja um den Kontrast zwischen dem, was wirklich ist (also die magische Welt) und dem was wir zu wissen glauben (unsere Welt). Da liegt ja dann auch der Reiz drin. Für eine reine Fantasy-Welt sind diese SciFi Aspekte jedoch meistens unnötig und sogar extrem hinderlich.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Beltiln » 24.02.2015, 20:00

Moin Ketzer,

Du hast Recht theoretisch kann ich mir alles ausdenken. Einer der Gründe warum ich Fantasy liebe.

Aber du schreibst ja selbst, dass es sich um Fantasy handelt und nicht um Science Fiction. Wenn es aber keine SciFi ist, wozu brauchst du dann diese ganzen Angaben? Versuche in Fantasy erst gar nicht realweltliche physikalsiche Konzepte umzusetzen - Fantasy und Magie sind per Definition nicht realistisch. 


Auch in meiner Welt brauche ich einen Rahmen und Gesetzmäßigkeiten. Diese von mir erdachten Gesetzte sollen gar nicht „realistisch sein, sonder nur der Geschichte tiefe verleihen und in sich logisch sein. Zum einen damit die Geschichte in sich logisch ist. Zum anderen ergeben sich für mich dadurch ganz andere Plotmöglichkeiten.

Schau mal in die Edda und den Schöpfungsmythos, der darin beschrieben wird. Allgemein ist die nordische Mythologie interessant aus heutiger Perspektive, um zu sehen, wie man sich eine Welt ausmalen kann. 


Werde ich machen. Danke für dein Kommentar werde darüber nachdenken.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Ketzer » 24.02.2015, 21:07

Beltiln hat geschrieben:Auch in meiner Welt brauche ich einen Rahmen und Gesetzmäßigkeiten. Diese von mir erdachten Gesetzte sollen gar nicht „realistisch sein, sonder nur der Geschichte tiefe verleihen und in sich logisch sein. Zum einen damit die Geschichte in sich logisch ist. Zum anderen ergeben sich für mich dadurch ganz andere Plotmöglichkeiten.

Darauf wollte ich nicht hinaus mit meiner Anmerkung^^
Ich hatte deinen Eingangsbeitrag so verstanden, dass du wissen wolltest, ob das Gefüge, was du dir überlegt hast funktioniert und wie unter normalen Umständen die Bedingungen auf diesem Planeten wären. Du fragst ja nicht umsonst nach folgenden Sachen:
Beltiln hat geschrieben:Die große Frage ist nun welchen Besonderheiten gegenüber unserer Erde hat Zelden?
Wie sind die Umweltbedingungen?
Ist dort Leben möglich?
Wie sind die Klimabedingungen dort und am Äquator?
Was sollte ich bei der weiteren Entwicklung von Zelden beachten?

Durch die Setzungen deiner Welt gibt es jedoch keine logischen Betrachtungen mehr, um diese Frage zu beantworten. Deine dargestellte Welt ist realweltlich nicht möglich und daher kann man die Fragen nicht logisch beantworten.
Es ist in etwa so als würdest du Fragen: "In meiner Fantasywelt haben die Leute statt Blut Orangensaft in den Adern - wie würde ihr Organismus funktionieren?"
(Antwort: Sie wären tot, Jim!)

Fantasy setzt nunmal die herrschenden Naturgesetze unserer Welt außer Kraft. Daher ist es paradox zu versuchen die Fantasy-Welt eben mit jenen Naturgesetzen zu erklären, die man außer Kraft gesetzt hat. Als Autor hat man da nur 2 Möglichkeiten: Entweder man beantwortet solche Fragen nicht (in Herr der Ringe wird zum Beispiel nie geklärt, ob die Erde eine Scheibe, Kugel oder Quader ist), oder man ersetzt die geänderten Naturgesetze mit Fantasy-Äquivalenten.

Du könntest zum Beispiel viele grundlegende Probleme lösen, indem du deine Fantasy-Welt geozentrisch anstatt heliozentrisch machst. Das Geozentrische Weltbild ist unrealistisch und unmöglich - daher wird dort niemand fragen, wie es um das Erdmagnetfeld, Erdrotation und solche Sachen bestellt ist. Diese Dinge werden automatisch dadurch verabschiedet, dass die Sonne sich um die Erde dreht und daher alle Erkenntnisse unserer modernen Wissenschaft per se nicht anwendbar sind.
Dann musst du solche Sachen nicht mehr beantworten, die Suspension of Disbelief bleibt erhalten, und du kannst anfangen problemlos eigene Naturgesetze für diese Welt zu erfinden.

Verstehst du was ich meine?
Zuletzt geändert von Ketzer am 25.02.2015, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Justin » 25.02.2015, 10:39

Ich sehe es genauso wie Ketzer,

entweder man fragt nicht danach und legt mit der eigentlichen Geschichte los oder man übernimmt "good old Earth" wie sie so ist - es wird behauptet, dass hier so fast alles funktioniert wie sie funktionieren soll.

Wenn für dich einen Erdkern aus Kristall wichtig ist, dann ok, muss man Gedanken dazu machen - wenn man aber als Leser das nicht wissen musst, warum die Muhe? Wenn du so weit bist, dass die Planet auch selber denkt, dann ist alles möglich...

Ich finde, dass du viel Arbeit und Gedanken machst dir eine Welt zu erschaffen, die nur problematisch sein kann. Du solltest viel mehr eine Gute Geschichte entwickeln und dir fragen: welche Setting ist für die Geschichte wichtig. Brauche ich 3 Monde - gut, dann habe ich halt drei Monde. Die Frage ist, warum brauche ich für die Geschichte drei? Habe ich dann drei Mondsekten, die sich um die Herrschaft kämpfen?

Warum muss die Erdkern aus Kristall sein? Gibt es dort Zwergen, die den Kristall abbauen und man kann damit zaubern?

Warum gibt es nur drei Jahreszeiten und wie ist der Übergang zwischen Winter und Sommer wenn es kein Frühling gibt? Explodiert die Natur von Nichts ins volle Blühte? Wenn ja, dann muss es in der Geschichte eine besondere Ereignis sein.

Nach Naturgesetzen hast du eine unbewohnbare Planet erschaffen - jetzt suchst du nach Möglichkeiten, die Planet bewohnbar zu machen. Da bleibt nur noch Magie und Fantasy...
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Bernd » 26.02.2015, 23:25

Ich bin nicht der Meinung von Ketzer und Justin.
Das klingt nämlich (auch wenn diese das sicher so nicht meinen) so, als DÜRFE eine Fantasywelt keine Gesetze haben.
Das Gegenteil ist natürlich der Fall: Es ist die Freiheit des Fantasy-Autors, so viele sinnvolle oder sinnlosen Naturgesetze wir er will in seiner Welt auftauchen zu lassen.
Natürlich darf Fantasy auch eine halbwegs reale Welt beinhalten, wenn man das möchte - man ist halt nur nicht dazu verpflichtet!

Zu den Ausgangsfragen:
- Bezieht sich der Faktor 2,7 auf den Planetenradius, die -Oberfläche oder das Volumen? Bei ersterem hättest Du zum Beispiel fast 20 mal so viel Volumen im Vergleich zur Erde. Je nach Dichte des Planeten kommt da einiges an Gravitation zustande. Das geht, aber die Lebewesen wären wohl kleiner und stämmiger als auf der Erde.
- Wie schon von orangelunar gesagt, hast Du keine Jahreszeiten. Wenn Du die durch eine elliptische Umlaufbahn ersetzt, hast Du vielleicht Jahreszeiten, aber die wären global gleich. (Auf der Erde ist auf der Südhalbkugel Sommer, wenn bei uns Winter ist; auf Deinem Planeten ist überall zugleich Sommer oder Winter.)
- Dabei ist die Ausprägung der Jahreszeiten im Bereich der Pole durchaus anders als am Äquator aufgrund des flacheren Licheinfallswinkels: Am Äquator ist es immer am wärmsten, an den Polen am kühlsten. Es gäbe keine Verschiebung der ITC dadurch keinen Monsun, keine Regenzeit, anders angeordnete Regenwälder...
- Warum gibt es keinen Frühling? Den müsste es geben (Planet nähert sich der Sonne.) Deine Winter sind lang, die Sommer sehr kurz!
- Du schreibst, es müssten Teile der Pole im Dunkel liegen. Warum? Eine Polarnacht / einen Polartag gibt es praktisch nirgends! Denn keine Zone liegt mangels Neigung der Achse ein halbes Jahr lang zur Sonne oder von dieser weg geneigt - außer vielleicht einem winzigen Gebiet unmittelbar an den Polen, mathematisch betrachtet nur zwei Punkte, wo die Sonne für ein Lebewesen, dessen Kopf über den Erdboden ragt, immer am Horizont zu sehen ist.
- Wenn es kein Magnetfeld gibt, gibt es nicht nur keinen Schutzschild, sondern auch keine Orientierung für Tauben, keine Polarlichter, keinen Kompass (und dadurch vielleicht keine frühgeschichtliche Hochseefahrt) Allerdings kann Dein Kristall doch auch einen analogen Effekt erzeugen!
- Was die 3 Monde auf dem offenen Meer anrichten, ist wohl weniger schlimm als die Folgen für die Küsten: Es gäbe extreme Springfluten, wenn alle Monde beieinander zu sehen wären, die drei Monde würden die Erde durchwalken wie Knethaken einen Teig; es käme eventuell öfter zu Erdbeeben oder Vulkanausbrüchen.
- Für die weitere Entwicklung - falls Du wirklich den Anspruch hast, möglichst realistisch zu sein - brauchst Du vielleicht einen Kalender: 1 Tag = 1 Eigenrotation. 1 Jahr = 729 Tage. Aber das mit den 27 Stunden wäre seltsam, es sei, Menschen von der Erde würden diese Zeitrechnung "mitbringen". Gibt es so was wie Monate? Wie ist der Ernterhythmus für Bauern? Wie kommt die Natur mit dem Kalender zurecht? ...

Grüße und viel Spaß beim weiteren Weltenbau
Bernd
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Justin » 27.02.2015, 00:28

Danke Bernd,

dass ist ungefähr was ich meinte (nur schlecht ausgedruckt) Ich bin auch für Regeln, nur sie müssen Sinn machen und logisch sein. Als Weltenbauer, lege ich mir keine Steine selber ins Weg oder? Ich meinte nur, wenn ich diese Eigenschaften haben will, dann sollen sie auch für die Geschichte Sinn machen und nicht kontraproduktiv sein.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Ketzer » 27.02.2015, 00:51

Bernd hat geschrieben:Ich bin nicht der Meinung von Ketzer und Justin.
Das klingt nämlich (auch wenn diese das sicher so nicht meinen) so, als DÜRFE eine Fantasywelt keine Gesetze haben.
Das Gegenteil ist natürlich der Fall: Es ist die Freiheit des Fantasy-Autors, so viele sinnvolle oder sinnlosen Naturgesetze wir er will in seiner Welt auftauchen zu lassen.
Natürlich darf Fantasy auch eine halbwegs reale Welt beinhalten, wenn man das möchte - man ist halt nur nicht dazu verpflichtet!

Ja, ich habe mich vielleicht in meinen Beitragen etwas ungeschickt und unklar ausgedrückt.
Natürlich darf und sollte eine Fantasy-Welt Gesetze haben. Ich meinte nur, dass, wenn man die Naturgesetze für seine Welt außer Kraft setzt, man sich nicht auf eben jene Naturgesetze berufen kann, um weitere Entscheidungen zu treffen. Bestes Beispiel ist hier der Kristall-Erdkern. In der Realität wäre so ein Gebilde nicht möglich - daher empfinde ich es als nicht zielführend zu fragen, wie die Konsequenz in der Realität wäre. Kurz gesagt: Die Beschreibung der Welt des OP ist so weit von der Realität entfernt, dass man meiner Meinung nach die Welt nicht mit den Naturgesetzten der Realität beschreiben sollte. (Zum Thema Urban Fantasy hatte ich ja bereits etwas geschrieben)
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon DatCheEta » 27.02.2015, 14:01

Ich verstehe ehrlich gesagt deine Herangehensweise nicht so ganz.

Auch in meiner Welt brauche ich einen Rahmen und Gesetzmäßigkeiten. Diese von mir erdachten Gesetzte sollen gar nicht „realistisch sein, sonder nur der Geschichte tiefe verleihen und in sich logisch sein. Zum einen damit die Geschichte in sich logisch ist. Zum anderen ergeben sich für mich dadurch ganz andere Plotmöglichkeiten.


Fang doch damit an, dass du dir überlegst, was du für deinen Plot brauchst und von da aus die Welt erstellst, anstatt dass du dir irgendwelche Zahlen aus den Fingern ziehst und dann versuchst daraus eine Welt zu bauen deren Maße mit diesen Gesetzmäßigkeiten übereinstimmen.
D.h. anstatt zu sagen dass du drei Monde haben möchtest, solltest du eher festlegen, dass du ein bestimmtes Verhalten deiner Meere haben möchtest - und dann überlegen, was du dafür brauchst (z.B. 3 Monde), und so weiter. Das scheint mir sinnvoller als mit irgendwelchen Zahlen anzufangen und dann zu überlegen wie die Welt aussehen und funktionieren würde.

Meine 2 Cent.

LG,
Cheety
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"A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory." - Leonard Nimoy
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon Beltiln » 28.02.2015, 00:35

Natürlich wird der Plot die Rahmenbedingungen modifizieren. Aber mit irgendwas muss man anfangen. Und ihr habt recht unter Realbedingungen ist die Welt schwer zu erklären. Muss sie aber auch nicht den sie entspringt der Fantasy. Bevor ich aber den Plot weiter aufbaue möchte ich die Welt einigermaßen schlüssig stehen haben.

Was ich eigentlich wollte war welche Fragen wirft meine Welt auf. Oder besser welche Fragen werden die Leser stellen wenn sie meine Geschichte lesen. Soll heißen welche Gesetzmäßigkeiten soll ich erläutern, welche kann ich weglassen. Ich erhebe nicht den Anspruch das die von mir erdachten Gesetzte dann ich der Realwelt funktionieren. Nur das sie innerhalb der Geschichte logisch aufgebaut sind. Durch orangelunar und Bernd wurden einiger dieser Fragen aufgeworfen. Wie das Magnetfeld oder die Gezeiten, Jahreszeiten und so weiter.

Nicht alle Zahlern habe ich mir aus den Fingern gesogen. Am Anfang hatte ich eine Idee und einen groben Plot. So spielen die drei Monde und ihre Geschwindigkeit eine Wesentliche Rolle in der Kultur und Mythologie der einzelnen Völker auf Zelden. Auch die Kristallstrucktur der Planeten sind wichtig. Sie stellen einen wichtigen Teil der Kommunikation auf Zelden dar.
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Re: [Ort] Besonderheiten von Zelden

Beitragvon RocketJo » 11.03.2015, 19:14

Zu deinem "Erdkern" mal ne Frage:
Welche Materialeigenschaften soll der haben? Ich glaube durchaus,d ass man mit dem Kristallkern das Magnetfeld schon aufbauen kann. Ein piezoelektrischer Kristallkern, der durch die vereinten Anziehungskräfte der Monde und der Sonne verformt wird könnte unter Umständen ein Magnetfeld erzeugen.

Alternativ gibt deine Sonne keinen elektrischen Sonnenwind ab. Das ist zwar noch weiter hergeholt nach der Physik unseres Universums, aber gut. Verwirf die Idee wieder *lach*

Drei Monde kann schon haarig sein, um den EInfluss mehrere Monde auf einen Planeten kennenzulernen, könntest du dir Literatur zu den Gasriesen zu Gemüte führen. Wobei natürlich auch die Größenverhältnisse "Sonne-Planet-Mond" und die Abstände eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Unsere Gezeiten werden angeblich sogar von Jupiter mit beeinflusst!

Die Planeteachse würd eich aber neigen. Wenn du sie senkrecht stellst, hast du nämlich ein ganz gentrales Problem: Dein Planet wird irgendwann keine Eigenrotation mehr haben, weil die Sonne eine gleichbleibend große Angriffsfläche hat. Planeten mit deutlich steilerer oder flacherer Achse als unsere Erde haben häufig auch ein ganz seltsames Verhältnis zwischen EIgenrotation und Umlaufzeit um die Sonne. Achse kippen würd ich also wirklich und dringend raten.
"Der Herzog heißt Herzog, weil er vor dem Heer herzog." - Stefan Herber
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