Bin ich zu jung zum Schreiben?

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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Kameena » 05.06.2014, 18:34

Man kann nicht zu jung sein, um mit dem Schreiben zu beginnen. Wie viele andere hier, finde ich auch, dass man die Erfahrung ja noch sammeln muss. Deshalb, je eher man anfängt, desto mehr Erfahrung kann man sammeln. Jedoch denke ich, wenn man über ausreichend Talent verfügt, kann man auch z.B. mit 40 anfangen und gleich beim ersten Mal einen Besteller in die Tasten hauen.
Hauptsache man hat Spaß am schreiben, denn das ist ja auch irgendwie das Wichtigste, um die ganzen Probleme die auftreten können (Schreibblockaden etc.) zu überwinden.

Auch ich habe schon in der Grundschule angefangen meine ersten Kurzgeschichten zu schreiben. Das ging los, sobald ich lesen und schreiben konnte. Ich bin froh, dass meine Eltern die meisten Geschichten aufgehoben haben, denn jetzt kann ich sie mir ansehen und darüber lachen, da sie meist sehr einfach gestrickt sind und teilweise auch ziemlich schwachsinnig. :D
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Taubenflügel » 06.06.2014, 14:02

Vor einem Jahr, als ich vierzehn war, wollte ich warum-auch-immer den nächsten Betseller schreiben :lol: Ich hatte die grandiose Idee, genug Motivation und beendete das Riesenwerk. Jetzt schreibe ich mit fünfzehn den zweiten Teil der Reihe, und habe schon begriffen, dass es eigentlich nur eine Übung ist. Eine sehr gute Übung :wink:
Also, NEIN, mann kann nicht zu jung zum Schreiben sein :XD: Immerhin - wenn man früh genug mit dem Üben beginnt, schreibst man auch früher den Bestseller :XD:
Du brauchst nicht bis ans Ende des Universums zu reisen,
um Welten zu entdecken
-
die in Dir selbst sind.
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Rooibos » 08.06.2014, 14:08

magico hat geschrieben:Kann man “zu jung” sein, zum Schreiben?
Ja natürlich. Wenn man das Schreiben noch nicht gelernt hat.

Bevor ich in die Schule kam, habe ich meiner Mutter Geschichten diktiert.
Die Kindheit ist eine großartige Zeit. In jedem Spiel steckt eine Geschichte. Die größte Tragödie des Erwachsenwerdens ist der Verlust von Fantasie und Neugier.
Viele historische und gegenwärtige Gesellschaften sind schriftfern. Sie kannten die Schrift nicht, haben sie nicht zur Aufzeichnung von Geschichten verwendet oder hatten eine hohe Analphebetisierungsrate. Sie haben trotzdem ihre Geschichten, Sagen und Mythen. Sie wurden mündlich oder grafisch weitergetragen.

Seit ich 10 bin, möchte ich zum Beispiel einen Roman über Piraten schreiben. Ich habe damals auch einen angefangen, jeden Tag habe ich 3 Din A4-Seiten geschrieben. Über 3 Jahre hinweg! Genug Buchstaben für ein dickes oder drei dünne Bücher. Nie wieder hatte ich so einen hohen und kontinuierlichen Output. Ich bin froh, dass sie nie veröffentlicht wurden. Die Geschichten sind, aus der Sicht meines 18 Jahre älteren Ich, einfach schlecht, gähnend langweilig und historisch völlig falsch. Sie sind eben die Geschichten einer Zehnjährigen, die von der Welt noch nicht allzu viel versteht, und selbst formal unveröffentlichbar. Meine Bedürfnisse und Interessen haben sich stark weiterentwickelt, mein historisches und gesellschaftliches Verständnis, meine Selbstwahrnehmung und meine soziale Rolle, mein Wissen - und das Bewusstsein meiner Unwissenheit.
Die Grundidee des Romans hat sich im Lauf der letzten 18 Jahre immer wieder stark verändert. Themen, Topoi, Charaktere und Handlungsstränge kamen hinzu und flogen wieder raus, ganze Welten wurden mühsam und liebevoll entworfen und endeten als zusammengeknüllte Blattsammlung im Mülleimer. Ich werde sicher noch viel dazulernen in meinem Leben, und das wird Einfluss auf die Geschichten haben, die ich schreiben möchte. Ich konnte mir mit 10 Jahren nie vorstellen, wie es ist, 28 zu sein. Für mich war das einfach unglaublich und unerreichbar alt. Jetzt fühle ich mich gar nicht alt - vielleicht habe ich überhaupt erst angefangen, richtig zu leben.

Die Sache ist auch gefährlich. Denn wenn ich die Geschichte nach jedem Erkenntnisschub neu konzipieren würde, würde ich nie dazu kommen, sie zu schreiben. Dafür gibt es objektiv gesehen nie einen richtigen Zeitpunkt, denn man lernt nie aus. Subjektiv gesehen ist aber jeder Moment der richtige dafür, denn die Geschichte springt einfach aus einem heraus, mit den Bedürfnissen und Interessen und dem Spaß, den man jetzt hat, in genau diesem Moment. Geschichten sind wie Parasiten, sie fallen einen an und finden einen neuen Wirt, ob man will oder nicht!
Das kann einfach nicht falsch sein. Subjektiv gesehen!
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon mylive » 28.06.2014, 15:42

Zugegeben bin ich mit 16 Jahren auch nocht nicht so lange am schreiben wie manch anderer. Aber ich denke das man nicht zu jung zum schreiben ist wenn man sich in jungen Jahren daran versucht. Natürlich hat man noch nicht den hundertprozentig perfekten Ausdruck oder die besten Geschichten/Bücher, aber ich finde das man es trotzdem versuchen sollte.
Was die Erfahrung angeht, ist man noch sehr jung hat man natürlich noch keine wirkliche Erfahrung über das Leben oder über das was einem noch bevor steht aber ich finde man kann trotzdem seine wenigen Erfahrungen in eine Geschichte einbringen. Um so eher man damit beginnt desto besser kann man einmal werden.
Ich habe im Alter von 7 oder 8 Jahren angefangen Geschichten zu schreiben. Zuerst begrenzten diese sich auf Tiergeschichten. Heute geht es in meinen Geschichten um die Probleme von Jugendlichen, sprich Liebe, Vergangenheit, Zukunftsängste usw.
Von meinen älteren Werken habe ich mitlerweile das Gefühl das sie nicht so gut sind wie ich damals dachte, aber ich glaube das gehört einfach zum erwachsenwerden dazu.
Von älteren Werken anderer Personen habe ich eine geteilte Meinung. Einige finde ich echt gut, wie zum Beispiel Hanni und Nanni oder Black Beaty, mit Werken von Goethe oder Schiller kann ich mich leider weniger anfreunden, da ich oft mit dem Ausdruck der damaligen Zeit zu kämpfen habe und sie mir deshalb nicht so zusagen.

Liebe Grüße mylive
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Dikay » 28.06.2014, 16:22

Zu jung zum Schreiben? Ehrlich? Gibt's Leute, die das meinen? Also... Davon hab ich mich nie aufhalten lassen. Ich war NIE zu jung.
Ich hab mir schon im Kindergarten, so mit vier oder fünf, die tollsten Geschichten ausgedacht und dazu Comic-Bücher gemalt, die die Erzieherinnen oder meine Eltern dann beschriften durften. Ich habe diktiert, sie haben geschrieben. Hatte gerade keiner Zeit für mich, hab ich selber geschrieben - dank den Janosch-Lernspielen, die es früher mal gab, kannte ich jegliche Buchstaben und schrieb einfach, wie es gesprochen wurde. Dann kam ich in die Schule, lernte lesen und erneut schreiben und nebenbei auch gleich Rechtschreibung und Grammatik. Die Bildergeschichten schrieb ich weiterhin. Später fing ich dann mit kompletten Geschichten an. Erst in alte Hefte, dann auf dem PC. Inzwischen lese ich manche "Erstlingswerke" und muss lachen. Darüber, wie ich meine Welt gesehen habe. Jetzt schreibe ich anders, natürlich, und bin immer noch glücklich dabei.
Also: Ich hab schon im Kindergarten meine Geschichten festgehalten. Einfache Sachen, die ich täglich sah und die mich faszinierten. Jetzt schreibe ich immer noch und habe dadurch einiges an "Erfahrung" (inwiefern das früher schon Erfahrung war - keine Ahnung). Wenn ICH schon mit vier angefangen habe... Dann kann eigentlich keiner zu jung sein zum schreiben, ganz ehrlich. Und Erfahrung "mitbringen"? Ich meine... wer hat am Anfang schon großartig Erfahrung...?
Schreiben ist wie fliegen. Flügel ausbreiten - und weg bin ich!
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Paisley » 30.06.2014, 11:31

Ich denke, die Frage des Alters ist unrelevant beim Schreiben. Sicher, wenn man sehr jung ist, fehlen einem gewisse Erfahrungen, die man in seine Geschichte einfließen lassen möchte. Manchmal schreibt man authentischer, wenn man etwas selbst erlebt hat, aber abgesehen davon, bin ich davon überzeugt, das auch die jungen Schreiberlinge dazu imstande sind.

Denn egal in welchem Alter man anfängt, irgendwelche Defizite hat man immer, die das Leben oder der Lernwille mit der Zeit ausgleichen wird. Und solange die Leidenschaft des Schreibens wirklich in einem brennt, dann werden einen weder das Alter, noch irgendwelche Defizite aufhalten. Und das ist doch das Schöne an allem, das man leidenschaftlich tut.

Thomas Alva Edisons Zitat "Genie ist zu 10% Inspiration und zu 90% Transpiration." ist frei von allen Altersschranken, denn er hat mit dem Willen zu tun. Wer etwas wirklich will, schafft es auch. Egal ob er acht oder achtzig Jahre alt ist.

Früh mit dem Schreiben zu beginnen garantiert nicht, in der Spanne eines Menschenlebens 100 Bestseller zu schreiben, weil man möglicherweise irgendwann die Freude daran verliert. Ein alter Herr könnte aber in den wenigen Jahren die ihm bleiben immer noch einen schreiben, was unter den Umständen etwas ganz Besonderes ist.

Liebe Grüße,
Paisley
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon RocketJo » 10.08.2014, 12:11

Wenn man schreiben kann, ist man alt genug um zu schreiben. Geschichten erzählen kann man sicherlich auch noch früher. Ich weiß noch, dass ich angefangen habe, Geschichten zu schreiben, als ich sechs war, also in der ersten Klasse. Leider sind die meisten davon verschollen, ich amüsiere mich immer wieder gerne darüber ^^

Mit acht Jahren bin ich dann auf einen Charakter gestoßen, der mich bis heute, zwanzig Jahre später, nicht mehr verlassen hat und mich vermutlich niemals verlassen wird. Damals habe ich angefangen, seine Geschichte aufzuschreiben. Ich kam auf fünf Seiten. Ich war unzufrieden. Ich habe neu begonnen und immer weiter gemacht. Und wieder neu begonnen und wieder und wieder. Bis heute. Im Laufe der Zeit kamen Charaktere dazu und eine Welt entstand um ihn herum. Für einen flachen Fantasyunterhaltungsroman wäre die Geschichte vermutlich sogar ausgereift genug. Ich bin aber der Überzeugung, um Feig gerecht zu werden, noch viel mehr lernen zu müssen *lach*

Aber hätte ich nicht mit acht Jahren das brennende Bedürfnis gehabt, Feig "in mir wohnen zu lassen", dann gäbe es ihn heute nicht. Und ich selbst wäre vermutlich um etliche Erfahrungen ärmer. Wenn ein Kind oder ein junger MEnsch das BEdürfnis zu schreiben hat, warum nicht? Und ich finde, Lebenserfahrung wird dabei auch häufig überbewertet. Einer der großartigsten Romane der Weltliteratur, Bram Stokers Dracula, wurde von einem Schuljungen im Krankenbett entworfen. Während ich schreibe, darf ich nie dem Drang erliegen,d as Buch wieder zu lesen, weil ich weiß, dass es in handfesten Selbstzweifeln enden wird ...
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Latika » 10.08.2014, 23:45

Um Himmelswillen...NEIN :roll: Nein, man ist nie zu jung zum Schreiben. Je jünger, desto besser finde ich! Man hat mehr Zeit, um das Handwerk zu erlernen, mehr Zeit um viele Bücher zu lesen und somit auf den Geschmack anderer Schreibstile zu kommen!! Natürlich ist man nicht in der Lage "lesenswerte" Geschichten aufs Papier zu bringen (solange man kein Genie ist; trifft auf mich zumindest nicht zu :mrgreen: )

Die Kindheit ist eine großartige Zeit...Die größte Tragödie des Erwachsenwerdens ist der Verlust von Fantasie und Neugier.


Finde ich auch!!

Liebe Grüßele!
Latika
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon linx » 25.11.2014, 21:51

Bin soeben dank einer Antwort unter einer meiner Fragen auf diese Diskussion gestoßen und muss daher sofort meine eigene Meinung dazu dalassen. :lol:
Denn ich denke, dass man niemals zu jung zum schreiben sein kann. Ich habe angefangen, sobald ich schreiben konnte. Als ich in der zweiten Klasse war, habe ich so etwas wie eine Kurzgeschichte über einen erfundenen Charakter, der in Hogwarts wohnt und zum Geburtstag einen kleinen Jungdrachen geschenkt bekommt, geschrieben. Natürlich war der Charakter, von dem ich schrieb, vollkommen so wie ich mich selber damals sah, nur der Name war anders. Und natürlich war meine Rechtschreibung, meine Grammatik und alles erdenkliche wahnsinnig schlecht, aber ich war sieben und habe zwanzig handgeschrieben DIN-A4 Seiten dazu verfasst. Als ich in der siebten war, mussten wir als Hausaufgabe im Fach Englisch eine kleine Geschichte schreiben, meine war am Ende nicht klein oder kurz, sondern neun Seiten lang und schlussendlich machte die Stufe daraus ein Theaterstück, kein Witz. Sieh dir die ganzen Fanfiktions im Internet an, auf Wattpad oder was-weiß-ich wo, da schreiben Elfjährige über ein Traumdate mit Justin Bieber. Schreiben ist eine Art und Weise, sich selbst auszudrücken und dafür kann man eigentlich kaum zu jung sein. Meiner Meinung nach muss man nicht mal ausgesprochen gut darin sein, solange es einem Spaß macht. Wobei das Können natürlich entscheidet, ob man es so zu etwas bringt oder eben nicht, aber das ist doch irgendwie auch zweitrangig.
"You have to choose between life and fiction. The two are very close, but they never actually touch."
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon HerrGesangsverein » 28.11.2014, 03:58

Jacky hat geschrieben:Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Bin ich zu jung zum Schreiben?

Kann man “zu jung” sein, zum Schreiben?
Muss man eine gewisse Erfahrung mitbringen?
Seit wann schreibst du?
Was hältst du von deinen älteren Werken?


Ich glaube nicht dass man zu jung sein kann um zu schreiben.
Es gibt sicherlich eine Vielzahl von Gründen die dafür sprechen früh anzufangen, aber ich greif jetzt einfach mal ein paar heraus die mir am wichtigsten erscheinen.

Erstens: Zum schreiben gehören vor allem die drei großen Ü´s: Übung, Übung und Übung.
Um so früher man anfängt um so mehr Zeit hat man um besser zu werden.

Zweitens: Nicht nur du selbst formst was du schreibst, sondern das Schreiben formt auch dich. Zu schreiben zwingt dich dazu über die Dinge nachzudenken über die du schreiben möchtest. Selbst wenn der Text der dabei herum kommt nicht gut ist, so bringt es dich selbst doch weiter. Es zwingt dich quasi dazu dich mit dir selbst zu beschäftigen, denn worüber man auch schreibt, man schreibt immer auch über sich selbst.

Erfahrung gehört natürlich auch zum Schreiben dazu. Aber auch ein junger Mensch hat Erfahrungen die einen Wert haben. Wenn mehr Erfahrungen dazu kommen, kann es auch eigentlich nur besser werden. Und das Schreiben kann auch helfen mit diesen Erfahrungen umzugehen.

Ich selber hab eigentlich zwei mal mit dem Schreiben angefangen, einmal mit dreizehn und dann noch mal mit 27, nach zehn Jahren Pause. Ich wünschte heute ich hätte viel früher damit angefangen und nie damit aufgehört.

Und zu guter letzt: Ich finde meine alten Texte grauenhaft. Aber das ist gut so, das zeigt mir wie weit ich gekommen bin.
"Mein Junge, du riechst wie ein frischer Schinken an einem Sommermorgen!"
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon AliJass » 29.12.2014, 13:01

Hi
Ich denke, nein, man kann auf keinen Fall zu jung zum schreiben sein. Selbst wenn man erst nur gequirlte Scheiße schreibt - entschuldigt die Ausdrucksweise -, sammelt man dann wenigstens Erfahrungen. Ich beispielsweise habe seit der 2. Klasse nur Einsen in den Aufsätzen und zeitgleich auch angefangen, privat erst Kurzgeschichten, später Aufsätze, die mehrere Seiten lang waren zu schreiben, und jetzt mache ich mich an den ersten Roman. Das einzige Problem, das ich sehe, ist, das man häufig erst später ein Durchhaltevermögen entwickelt, beispielsweise habe ich 2 Romane nach zwei Dritteln, bzw drei Vierteln aufgegeben.

Fazit: Zu jung zum schreiben gibt's nicht, Qualität braucht seine Zeit, um sich zu entwickeln.

Lg, AliJass
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon TallyLC » 07.03.2015, 14:01

Ich schließe mich den anderen an, man kann nicht zu jung sein um zu schreiben, warum auch?
Denn genauso wie Leute die schon seid sie 6 Jahre alt sind Fußball spielen meistens besser sind als Leute die seid 2 Monaten spielen, sind Leute die sich seid dem Kindergarten Geschichten ausdenken meistens besser im schreiben als Leute die seid 2 Monaten schreiben.
Und das aus einem so einfachen Grund: Übung. Denn je mehr man übt, desto besser wird man auch.
Man erhält Erfahrung, lernt schneller zu schreiben usw.
Ich persönlich habe mir schon im Kindergarten Geschichten ausgedacht und in der Grundschule begonnen diese aufzuschreiben.
Mit sieben Jahren habe ich mein erstes kleines Buch geschrieben (Von diesen zwei Seiten-Heftchen mal abgesehen). Es war handschriftlich und meine Schrift war groß, aber damals war ich unheimlich stolz auf mich. Es hatte nur um die 60 Seiten, aber für sieben Jahre ist das doch gar nicht schlecht, oder? :wink:
Also, wie gesagt: Zu jung fürs schreiben kann man gar nicht sein.

Liebe Grüße,
Tally :girl:
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Meike99 » 07.03.2015, 14:33

Ich schließe mich den anderen auch an, man ist nie zu jung um zu schreiben. Denn vor allem in der Kindheit hat man so viel Fantasie, die man gut verwenden kann und wenn man dann auch unbedingt schreiben will, sollte nichts einem kleinen Kind im Weg stehen (Abgesehen vom Schreiben lernen, aber da kann man sich ja anders helfen :) ;) ).
Bei mir fing es glaube ich in der Grundschule an. Leider weiß ich es nicht so gut, da ich ziemlich vergesslich bin. Doch ich hatte eigentlich schon immer eine ausgeprägte Fantasie und ich liebte es Geschichte für Spiele auszudenken. Aber meine erste Geschichte war in der Grundschule. Ich weiß noch wie ich mir richtig viel Mühe gegeben hatte, weil wir das als Hausaufgabe auf hatten. Am Ende hat meine Mutter mir noch geholfen es schön zu verzieren und in Glassichtfolien zu tun und mit einer Kordel zusammen zu binden. Ich war unheimlich stolz. Für mich waren meine zwei geschrieben Seiten ein Meisterwerk :) .
Heute kann ich nur noch lächelnd den Kopf schütteln. Ich könnte es glaub ich nicht mehr schaffen eine "Geschichte" in nur zwei Seiten schreiben. Auch in der Schule hab ich da so meine Probleme, vor allem wenn die Lehrerin sagt, man soll zu der Aufgabe keinen Roman schreiben. :D
Auf jeden Fall schreibe ich seitdem leidenschaftlich und ich glaube, ich werde auch so schnell nicht mehr aufhören. Bin gerade an meinem "hoffentlich fertig werdenen" Roman :)

LG
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon TallyLC » 07.03.2015, 14:54

Heute kann ich nur noch lächelnd den Kopf schütteln. Ich könnte es glaub ich nicht mehr schaffen eine "Geschichte" in nur zwei Seiten schreiben. Auch in der Schule hab ich da so meine Probleme, vor allem wenn die Lehrerin sagt, man soll zu der Aufgabe keinen Roman schreiben. :D


Oh ja, das kenne ich auch sehr gut! :wink:

Auf jeden Fall schreibe ich seitdem leidenschaftlich und ich glaube, ich werde auch so schnell nicht mehr aufhören. Bin gerade an meinem "hoffentlich fertig werdenen" Roman :)


In welches Genre soll/wird der Roman denn fallen? Wirst du ein paar Kapitel auch mit uns teile? :)

Liebe Grüße,
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Re: Bin ich zu jung zum Schreiben?

Beitragvon Riiru » 09.03.2015, 14:20

Ich glaube nicht, dass man fürs Schreiben zu jung sein kann. Das einzige, was mit dem Alter variieren kann, aber nicht muss, wäre möglicherweise die Qualität. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass meine Geschichten in der Grundschule so eine Tiefe gehabt haben, wie heute.

Ich habe von den damaligen Geschichten zwar kein Exemplar mehr, aber ich weiß von Eltern und Lehrern, dass ich gern Geschichten gesponnen habe. Fantasie war mein wichtigstes Gut als Kind, will ich meinen. Als ich dann mit 14 wieder angefangen habe zu schreiben (davon habe ich allerdings Aufzeichnungen) war ich jung, unerfahren und viel zu sehr darauf bedacht, überhaupt was zu schreiben. Darum sind die Sachen auch nicht wirklich schön geworden, aber sie gehören zu mir, wie jede andere Geschichte auch. Die Erste, die habe ich sogar noch auf einer anderen Plattform für alle Leser zugänglich, es war eine Fanfiction. Ich würde es mir im Leben nicht wagen, die zu löschen, denn sie zeigt, was ich die letzten acht Jahre geleistet habe und wie sehr ich mich verändert habe.

Man kann zum Schreiben nicht zu jung sein, die Erfahrung braucht jeder von uns und egal wie schlecht man sich selbst einschätzt: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht den meister.
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