Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Tinki » 26.11.2009, 23:18

Moieeen,

Und die Bild Zeitung wird auch gelesen, und Feuchtgebiete war ein Bestseller...(Schreiberling)


Das mit Feuchtgebiet will mir bis heute noch nicht in den Kopf, wieso das ein Bestseller wurde! Ich habe auf Arbeit mal einige Seiten durchgeblättert, rein zum Spaß, und um die "Hysterie" zu verstehen, die plötzlich bei dem Buch vorhanden war.
Ich möchte behaupten, ich habe einen starken Magen, aber eh... Bei dem ist mir SCHLECHT geworden...! Aber von der allerfeinsten Sorte! Sowas widerliches! Im Fernsehen, Radio (...), überall wird sowas wegzensiert, du darfst nirgenswo Scheiße, oder Fuck sagen, ABER SOLCHE BÜCHER WERDEN GEDRUCKT??? Und landen den noch auf BESTSELLER Listen???
Ich möchte nichtmal ansatzweise wiedergeben, was in dem kurzen Abschnitt stand, den ich gelesen habe, so dermassen pervers ist es!

(sorry an Team Edward) (Nadin M.)


Wer zum Teufel... Was ist Team Edward? Hab ich was verpasst? :mrgreen:

Warum sollte ein Toter Wert auf Luxus legen? (Nadin M.)


Was sollte ein Toter sonst mit seiner Zeit anfangen, anstelle das "Leben" in Luxus zu geniessen? Als Toter hast du doch nichts mehr zu verlieren, nur noch zu gewinnen, oder? Warum dies nicht im Luxus tun? Eine, oder auch mehrere lange Weltreisen (...), sich alle Wünsche der Welt erfüllen...? Träumen wir nicht alle davon? ER hat die Zeit dafür. :wink: :mrgreen:
Ich möchte nicht wissen, wie es ist, wenn man Unendlich lange lebt, dies aber in Armut. :|

Ich find's traurig, wie einige über die Biss-Reihe herziehen. Zum Lesen hat's dann wohl komischerweise doch noch gereicht. (Mila55)


Herziehen würde ich es nicht nennen. Es ist eher ein ... auseinander pflücken und Analysieren des Textes und des Inhaltes. Eine Buch Kritik, in jedem Falle. Das passiert Tag Täglich mit tausenden von Büchern. Und das es gerade den "momentanen" Bestseller getroffen hat... Jo Mai... Die Mehrheit von uns hat ihn sicherlich gelesen, dementsprechend ist auch der Andrang groß, etwas darüber zu schreiben. Ob nun Positiv, oder Negativ liegt im Auge des Betrachters. Das war bei Harry Potter so, nun in der "Twilight Serie" und in einigen Wochen wird es bei "Fruchti, und die 7 Gummibärchen" so sein.
Man kann nicht verhindern, dass manch einer über Bücher "herzieht", wie du es eben so schön ausgedrückt hast. Geschmäcker sind ebend verschieden. Und solang in Buchkritiken sich das Positive, mit dem Negativen noch die Waage hält, finde ich das auch nicht weiter tragisch. Immerhin haben hier genug Leute erwähnt, dass sie den 1. (und vllt. auch den 2. Teil) echt Klasse fanden, den Rest aber nicht. *Gleichgewicht*
Das warum wurde hier auch diskutiert, also würde ich es nicht "darüber herziehen" nennen.
Herziehen bedeutet für mich, einfach nur zu sagen: "Das ist der größte Mist, den ich jeh gelesen habe." Ohne jegliche Begründung. :?

Mich persönlich Nerven die Bücher nur noch, weil ich sie Tag täglich in der Hand habe. (Genau wie damals bei Harry Potter...) Man kann sie irgendwann einfach nicht mehr sehen. Und wenn man den den Fernseher einschaltet, was kommt? Twilight - DER FILM! Dicke Vorschau in jedem verdammten Nachrichten Sender... *Ohren klingeln hab*
Ich mag es einfach nicht mehr sehen. Das heißt aber nicht, dass die Bücher / der Film schlecht sind/ ist. Ich kann das Thema, sowie das ganze drum herum nur nicht mehr hören. :P

Hier mal ein Link zu einer - nicht ganz ernst gemeinten - Kurzzusammenfassung der twilight-Serie (Anna-Roma)


Eindeutig zu kurz! (Da wäre mehr gegangen...) Aber für den Anfang... *GRINS*
Ich bin ein Kühlschrank-Zwilling!

Mich zu verstehen ist so, als würde man versuchen Wackelpudding an die Wand zu nageln.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Alessa » 16.12.2009, 11:02

So, ich buddel diesen Thread mal wieder aus, da ich nun endlich mich dazu durchgerungen habe, Teil 1 und 2 zu lesen (die anderen beiden bekomme ich am Freitag ausgeliehen). Ich war ja nie so der Twilightfan bzw. konnte diesen Hype überhaupt nicht verstehen. Ich habe damals Jackys Buchbesprechung mit viel Amüsement gelesen. Aber ich bin ein Mensch der erst abschließend urteilen kann, wenn ich weiß, worum es wirklich geht. Also wenn ich das Buch selbst gelesen habe.

Und, naja, was soll ich sagen? Ich finds klasse! Ok, den Hype kann ich immer noch nicht nachvollziehen, wirklich nicht, aber mir gefällt die Story. Ich habe beide Bücher in anderthalben Tagen gelesen und kann es gar nicht erwarten, Teil 3 und 4 zu bekommen. Und ich habe mich sogar dazu bereit erklärt, den aktuellen Kinofilm zu gucken.

Ich finde es auch etwas - nun ja - seltsam, was Bella doch für ein Pechvogel ist. Manchmal finde ich ihre ständigen kleinen Pannen auch etwas weit hergeholt, andererseits muss ich sagen, dass es tatsächlich Leute gibt, die so ungeschickt sind. Doch ich finde auch, dass die Geschichte sehr schön geschrieben ist (es ist nunmal eine triefend kitschige Lovestory) und das ihre Ungeschicklichkeit etwas wett macht.
Und Edward? Ach naja, wäre er kein Vampir, ich würd ihn nicht von der Bettkante stoßen^^ Ist doch praktisch, wenn man jemanden hat, der in windeseile von einem Ort zum anderen rennen kann. Niemals wieder zu spät kommen! Man muss sich auch keine Sorgen machen, dass er beim Essen rummäkelt, da er gar nichts erst isst. Und wenn mal wieder nen Autoreifen platt ist und man keinen Wagenheber hat, scheiß drauf, Edward ist ja da :mrgreen:

Ne im Ernst, er ist halt nen Vampir und die werden meistens ja ziemlich perfekt dargestellt. Aber so perfekt ist er ja dann doch nicht. Ihn zu küssen muss ja grausam sein. Ständig unterbricht er, weil er Angst hat, er könnte ihr weh tun. Meine Güte, ich habe die ganze Zeit drauf gewartet, dass die endlich mal so richtig anfangen zu knutschen, voller Leidenschaft und nicht gleich wieder aufhören. Aber vielleicht kommt das ja noch. Meine Freundin, die mir die Bücher auslieh, meinte, sie wird ja noch schwanger von ihm. Wusste gar nicht, dass Vampire sowas noch können *hust*

Alles in allem hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Es ist einfach eine schöne Unterhaltung für verregnete Tage, ist schön geschrieben (wenn man auf Kitsch steht und momentan steh ich irgendwie auf Kitsch) und ne nette Liebesgeschichte. Es sind m.E. symphathische Figuren. Nen Heldenstatus verpasse ich ihnen zwar nicht, aber so schlecht, wie ich am Anfang gedacht habe, sind weder die Figuren noch die Geschichte selbst.
Und ich muss zugeben, dass diese Geschichte prädestiniert für Fanfictions ist, weshalb vielleicht der ganze Hype entstanden ist. Ich nehme an, dass es sehr viele sehr junge Leser gibt.

Ach und wo ich gerade nochmal über Jackys Blog fliege bleibe ich bei einer Stelle hängen:

Und dann dieser Fanatismus gegenüber Edward. Ich meine, wie oft kann man eigentlich feststellen, dass jemand perfekt ist? Wie oft kann einem das Herz stehen bleiben, die Atmung versagen, die Lungen herausgerissen werden?


Das habe ich mich auch gefragt. Vor allem, warum bleibt ihr überhaupt das Herz stehen, wenn er sie küsst? Dahingehend fand ich sie auch ein kleinwenig übertrieben. Klar, ist das aufregend, wenn man das erste Mal verliebt ist und sich näher kommt. Da kribbelt es im ganzen Körper, aber mir ist noch nie das Herz stehen geblieben oder mir hat die Atmung versagt. Aber vielleicht war ich auch einfach noch nie so verknallt wie sie :wink:

Egal, ich finde die Bücher gut und freue mich auf Teil 3 und 4, die ich bestimmt in der gleichen Geschwindigkeit durchlesen werde.

Was soll eigentlich der ganze Schmu mit Team Edward und so? Wer hat sich denn das ausgedacht????

lg Alessa
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon In.Ewiger.Nacht » 12.02.2010, 22:48

Auraya hat geschrieben:es wirkt so als wenn sie sich nie wirklich mit dem Thema Vampire auseinander gesetzt hätte. Ich meine welcher Vampir, wirklich nennt mir einen, welcher Vampir glitzert in der Sonne und zerfällt nicht zu Staub????


Liebe Auraya, ich kann dir leider absolut nicht beipflichten.. ich meine, wozu hast du denn Fantasie?? Hat Gott diese dir nicht geschenkt, damit du sie benutzt?

Stephenie Meyer bricht aus diesem ganzen sch**ß Vampir Klischee aus und "baut" sich ihre eigenen. Ich muss ehrlich sagen, ihre Version gefällt mir hunderttausend Mal besser, als diese ätzenden, vor blut triefenden, ekelerregenden Vampire, über die jeder andere geschrieben hat.
Also.. ich finde wundervoll, was sie sich überlegt hat, damit war sie eben die erste mit glitzernden Vampiren. Aber wenn du mal ehrlich bist, wenn du immer nur über die gleichen Vampire liest, wird es dann nicht langweilig?????
Wenn du jeden Tag Pizza isst, hängt sie dir dann nicht irgendwann zum hals raus?
DOCH. Also..

Wenn ich einen Vampirroman schreiben würde, dann würde ich auch von dem Klischee abschweifen und mir meine eigenen Vampire ausdenken.
Klar, denn es soll ja MEINE Geschichte sein, und nicht die eines anderen.

Stephenie hat wundervolle Arbeit geleistet.


"Hast du schonmal Vampire gesehen, die im Sonnenlicht glitzern?"

Ich könnte dich fragen... kennst du "Ein Land vor unserer Zeit", oder "Die Dinos", "Gummibärenbande" ???

>>Hast du etwa schonmal Dinosaurier oder Bären gesehen, die sprechen und mit Zaubertrank herumhüpfen???<<

Ich denke nicht.

:mrgreen:

Damit wäre mein Kommentar beendet.


Ich habe Twilight gelesen... nach langer Verweigerung.. habe dann aber gemerkt, dass Vorurteile mal wieder nichts bringen. Denn ich find die Bücher hammer. War die ganze Zeit gefesselt, ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass mich emotional so mitgerissen hat, wie die Biss-Reihe.. gelacht hab ich, die Trauer gefühlt, den Schmerz, dann wieder das Glück, die Spannung... einfach wundervoll. Als wäre ich selbst dabei gewesen.


Mehr kann ich nicht sagen.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon bebe_young » 12.02.2010, 23:00

Also ich geb jetzt auch mal den Senf dazu:

Als ich die Bücher gelesen hab, war ich in sie verliebt! Die bücher sind wirklich schön.

ABER

die aktuellen Bücher werden immer besser. ich hab jetzt hintereinander soo...viele bücher gelesen, die VIEL besser sind, als die Biss-Bücher. Sind schöne Bücher, aber nicht mehr meine Favoriten...
Bitte die Kommis benudeln! ^^ Danke! ;)
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon crash-teenie » 04.07.2010, 20:51

Ich war auch nicht begeistert von dem ganzen Hype (und bin es auch immer noch nicht). Lange nach dem Erscheinen des Films habe ich ihn mir einer Freundin zuliebe angetan und war maßlos enttäuscht. Ich dachte sofort: Okay, das Buch muss einfach besser sein als der Film! Aber auch da wurde ich enttäuscht.
Ich mag die Idee der Geschichte an sich ganz gern, aber dieses ewig lange Herauszögern ist schon nach dem ersten Teil nervig. Ich habe mich gezwungen, auch noch den zweiten Teil zu lesen. Reine Zeitverschwendung. Jacob ist eigentlich der einzig interessante Charakter, bei dem es nicht so offensichtlich ist, was aus ihm wird. Bei ihm sind alle Möglichkeiten offen. Bella und Edward sind zu stereotyp, um sich aussuchen zu können, was sie tun.

Am meisten hat mich im ersten Teil diese Geplapper über seine Zähne genervt - ja, sie sind weiß und schön und gerade und weiß. Ja, vor allem weiß.
Natürlich ist Edward ein Vampir und deshalb könnte man das Augenmerk auf seine Zähne legen - aber Vampirzähne sind immer groß, lang, spitz, scharf, hervorstechend - aber ganz einfach nur weiß? Wirklich nervig *seufz*

Meiner Meinung nach ist die Geschichte so erfolgreich, weil die Bestien auf einmal die Guten sind. Vampire und Werwölfe sollten eigentlich Menschen töten, aber diese Vegetarier sind die besten Freunde der Menschen und die Werwölfe süße (oder eher sexy?) Schoßhündchen.
Als nächstes sind dann die bösen Engel im Trend... :roll:

An dieser Stelle noch einmal ein Riesenlob an deine Seite - wirklich super :!:
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon matuschke » 04.07.2010, 21:16

Würde hier gerne ein Zitat einfügen, das hier bestimmt gut her passt. Es stammt vom Frontman von MUSE, der von Stephenier Meyer über alles gelobten Rockband:

Yeah, I'll admit I hate twilight, too. They told me it was gonna be a movie about vampires, and I was like "fuck yeah, we're in a horror movie with this shitty pop song I wrote!" Then I found out it's not a horror movie, it's some stupid fucking romance novel shit with a creepy stalker. And they plaay baseball to our song. What the hell?

Tja :mrgreen:
"Wenn man das Leben in einem Satz beschreiben könnte, wäre es einer ohne Worte" (aus: Leben ist auch keine Lösung von Lia Hills)
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Axo Non Roadkill » 04.07.2010, 22:41

Ich habe gerade heute wieder, gerade EBEN wieder, auch darüber nachgedacht, Jacky. Heirate mich.

Was hältst du von meinen Ansichten?
ICH TEILE SIE!!!

Wie denkst du selbst darüber?
Twilight ist eine nette, leichtverdauliche Kost für junge und junggebliebene Mädchen, die keine niveauvolle Geschichte erwarten, weder vom Inhalt, noch von der Form her.

Welche Charaktere gefallen dir/gefallen dir nicht und warum?
Eine gewisse Sympathie und noch mehr "Nich schon wieder" empfinde ich für die meisten Charaktere, aber ich glaube, Jakob fände ich noch am besten, weil der so natürlich ist. Weitgehend :roll: Relativ :roll: :roll:
Nicht: Überflüssige Charaktere wie Rosalie oder Emmett. Emmett eh nicht, ich mag seine große Machofresse nicht. Bellas Klassenkameraden sind alle blöd. Edward und Bella nerven mit ihrem "Ich bin nicht gut für dich" - "Du bist zu schön für mich".

Wie empfindest du die Handlung?
Nix besonderes. Hätte ich oder jedes pubertierende Trienchen sich auch ausdenken können. An sich nicht schlecht, nur schlecht geschrieben. Das ewige "Edard ist groß, Edward ist mächtig, Edward hat nen ...von drei Meter sechzig" nervt und hat das Buch so dick gemacht, wie es nun ist.
Außerdem sind viele überflüssige Sachen drin wie das Baseballspiel, das rein der Darstellung der Kraft der Vampiere diente, während diese längst etabliert war. Das Spiel war ein überflüssiges, dämliches Kapitel. Dasselbe gilt für die Vampir-Armee in Eclipse. Überflüssig und eine billige Ausrede für schlecht inszenierte Action.

Was denkst du, kann man aus dieser Geschichte über das Schreiben lernen?
Entweder: Nicht so, oder aber: Gugge da, du kannst mit einem Cliché und einem mittelmäßigen Schreibstil zum Weltstar werden! Mühe geben ist für Memmen!

Warum ist sie ein Bestseller?
Weil pubertäre Mädchen mit Minderwertigkeitskomplexen und Schwärmereien für Typen wie Edward, einen großen Teil der Weltbevölkerung ausmachen. Dazu all die schönen Männer und das unvermeidliche Drama, das Vampirstories mit sich bringen... Dann auch noch Wölfe, hui! Die Zielgruppe ist gigantisch und nicht von der Sorte, die viel Niveau erwartet. Perfekt.
Zuletzt geändert von Axo Non Roadkill am 05.07.2010, 23:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Addi » 05.07.2010, 22:52

Hallo Jacky,

Wie ich feststelle bin ich einer der wenigen, denen die Bücher gefallen haben. Das liegt aber auch zu 100% daran, dass ich Liebesgeschichten mit viel Kitsch förmlich "auffresse".
Doch ich bin auch in vielen Punkten deiner Meinung.
Am meisten hat mich die furchtbare Toleranz von Edward gegeüber Bella gestört. Sie küsst fremd, "liebt" Jacob auch und er hat nichts besseres zu tun, als still da zu stehenund zu warten. Auch die Obsession zwischen beiden war auf Dauer anstrengend. Über Monate hinweg waren sie nur aufeinander fixiert und haben die Umwelt war sozusagen abgeschnitten. Wobei ich sagen muß, das Edward zwar keine Kanten wie Jacob hat, aber wie gelesen sich weltlich weiterbildet, musiziert und sich mehr intellektuell gefordert hat. So hat jeder der beiden seine Vorzüge und Hobbys.

Den ersten Band hatte ich vor zwei Jahren geschenkt bekommen und dann lag er ewig herum. Erst als die Medien ein Spektakel daraus machten, dachte ich ok dann lese ich es.
Auch ich bin ein Vampi Fan der ersten Stunden, schon seid Jahren und mein Problem ist, das die Geschichten immer gleich sind. Er, Vampir, mit/ohne Seele, immer zerissen und von inneren Dämonen verfolgt. Sie, meist Schülerin, mal taff mal ängstlich, immer seine große Liebe. Das ewige Spiel. Manchmal denke ich, das der Vampirismus nur eine Methapher ist, dass man sich in der Liebe verändert. Entweder es funktioniert und hält oder es bricht das Chaos aus.
Doch wieder zu den Bücher. So bin ich auch der Meinung das die ersten drei Teile der Saga gereicht hätten. Doch andererseits finde ich es interessant zu sehen wie es weiter geht. Vielleicht ist das der Reiz der Geschichte. Mit zuerleben, wie sich alles weiter entwickelt.
Du hast auch Recht, Bella und Edward machen keine wirkliche Entwicklung durch, aber ihr Umfeld hat zumindest Ansätze.
Ein weiterer Punkt für das Buch ist vielleicht auch ( wie bei vielen Vampirromanen), dass es irgendwie in der Wirklichkeit verankert ist. Ich will damit nicht sagen dass es Vamipre oderWerwölfe gibt, es ist warscheinlich wirklich nur der Wunsch die einzige wahre Liebe zu finden wie im Märchen, mit viel Kitsch, und das wurde hier ins reale Leben eingesetzt.

Was die langatmigkeit angeht muß ich dir auch recht geben. Manche Seiten habe ich quer gelesen um zu sehen was noch passiert.
Insgesamt gesehen ist es zwar kein besonderes künstlerisches Werk, doch es unterhält und regt die Teenager und Erwachsenen, zum lesen an. Was will man mehr.
Ich mag die Bücher.
Liebe Grüße
Addi
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Helfstyna » 07.07.2010, 20:58

So dann oute ich mich hier mal:
Ich fand die Rezension sehr kurzweilig, witzig und sie hat mich in meiner Entscheidung bestätigt: Ja ich hab keines dieser Bücher je gelesen, habe den Film (oder sind es schon mehrere?) nicht gesehen und ich bin wild entschlossen, dass es so bleibt.

Je mehr ich über das Buch lese, desto größer wird meine Überzeugung, dass es definitv nichts für mich ist und ich damit nur meine Zeit verschwenden und meinen Blutdruck ärgern würde. Außerdem bin ich einfach Fan der guten alten bösen Vampire, die mehr Raubtier als süßer Loverboy sind und nicht wie ein Mädchenspielzeug glitzern sondern zu Staub zerfallen im Sonnenlicht.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Raven » 08.07.2010, 00:17

Helfstyna hat geschrieben:So dann oute ich mich hier mal:
Ich fand die Rezension sehr kurzweilig, witzig und sie hat mich in meiner Entscheidung bestätigt: Ja ich hab keines dieser Bücher je gelesen, habe den Film (oder sind es schon mehrere?) nicht gesehen und ich bin wild entschlossen, dass es so bleibt.

Je mehr ich über das Buch lese, desto größer wird meine Überzeugung, dass es definitv nichts für mich ist und ich damit nur meine Zeit verschwenden und meinen Blutdruck ärgern würde. Außerdem bin ich einfach Fan der guten alten bösen Vampire, die mehr Raubtier als süßer Loverboy sind und nicht wie ein Mädchenspielzeug glitzern sondern zu Staub zerfallen im Sonnenlicht.


Dem kann ich mich nur anschließen.

Vor kurzem las ich das erste Mal Carmilla, Dracula kenne ich schon lange und Vampyre auch. Düstere Atmosphäre, Vampire, die einem weder sympathisch, noch unsympathisch sind - so muss es für mich sein.
Für Teeniekitsch braucht man Vampire nicht.


In.Ewiger.Nacht hat geschrieben:Also.. ich finde wundervoll, was sie sich überlegt hat, damit war sie eben die erste mit glitzernden Vampiren. Aber wenn du mal ehrlich bist, wenn du immer nur über die gleichen Vampire liest, wird es dann nicht langweilig?????


Na klar, da habe ich auch die passende, nächste Idee:
Ich erfinde Vampire, die nicht von Blut abhängig sind, sondern von Orangensaft.
Und Werwölfe verwandeln sich bei mir in Hoppelhäschen - und das jeden zweiten Dienstag.
Abwechslung muss schließlich sein, nicht wahr?

Ich glaube, das gilt nicht immer. Manche Muster sind da, um eingehalten zu werden.

Wenn ich das Wort "Werwolf" lese, weiß ich, dass es um jemanden geht, der sich bei Vollmond zu einem wolfartigen Lebewesen verwandelt und den man mit Silberkugeln töten kann.
Wenn ich über Vampire lese, dann denke ich an Blutsauger, die zumindest das Sonnenlicht meiden - man muss ja nicht erwähnen warum - und die eine besondere Anziehungskraft auf Menschen ausüben (können). Knoblauch und das fehlende Spiegelbild sind genauso optional wie Kruzifixe, aber irgendwo hört der Spaß auf.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon cass » 08.07.2010, 07:40

Interessant, dass hier im Forum immer wieder gesagt wird: Es ist deine Geschichte, wenn du dieses oder jenes schreiben willst, schreib es. Es muss nur innerhalb der Geschichte logisch sein.
Wer sich ein wenig in der aktuellen Vampir'literatur' auskennt, der weiß, dass der gute Vampir, der keine Menschen beißt, längst nichts neues mehr ist. Die Begründung mag variieren, aber die grundlegende Aussage ist nichts neues mehr.
Und auch andere Werwersen als Wölfe sind längst etabliert und ebenso Vampire, die auch in die Sonne können.

Abgesehen davon, denke ich, dass man bei jeder Rezension und jedem Urteil über ein Buch auch die Zielgruppe im Auge behalten sollte. Sicherlich muss es nicht euern Geschmack treffen, aber muss man eine Idee deswegen so rigoros verurteilen?

lg
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Helfstyna » 08.07.2010, 16:08

Hm, was heißt rigoros verurteilen. Wer es mag soll es lesen und wenn man damit Geld machen kann, sollen es auch andere Autoren von mir aus schreiben, das steht jedem frei.
Aber genau so soll man mir bitte die Freiheit lassen, das ganze doof zu finden.

Ich gehöre nicht zu den Leuten die im Freundeskreis über andere herfallen: "Boah wie kannst du den Müll lesen, bist du (wahlweise unhöfliches Adjektiv einsetzen)" Aber genau so möchte ich eben nicht als unkreativ, dumm, usw. verurteilt werden, weil ich manche (neuen) Ideen als nicht gelungen ansehe :wink:
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon cass » 08.07.2010, 16:55

*Offtopic on*
Aber genau so möchte ich eben nicht als unkreativ, dumm, usw. verurteilt werden, weil ich manche (neuen) Ideen als nicht gelungen ansehe :wink:
Ich möchte bitte klarstellen, dass ich das an keiner Stelle getan habe.
*Offtopic off*
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Axo Non Roadkill » 08.07.2010, 17:37

Raven hat geschrieben:
Na klar, da habe ich auch die passende, nächste Idee:
Ich erfinde Vampire, die nicht von Blut abhängig sind, sondern von Orangensaft.
Und Werwölfe verwandeln sich bei mir in Hoppelhäschen - und das jeden zweiten Dienstag.
Abwechslung muss schließlich sein, nicht wahr?

Sorry, 90er Jahre waren da schneller, als du: http://www.youtube.com/watch?v=SyRsYtJxKvw
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Helfstyna » 08.07.2010, 18:31

@ cass
War nicht auf dich bezogen, sondern eine allgemeine Erfahrung zu dem Thema. Auch gern genommen: "Du bist doch nur neidisch, weil du nicht den Erfolg hast"

Zum Thema Vampire ohne Blut, ich erinnere mich da an Graf Duckula, eine Kinderserie aus den 80ern da wurde vom letzten Vampir auch nur Tomatensaft getrunken :mrgreen:

Wie gesagt, der Erfolg denke ich liegt in der alten, ewig gleichen Geschichte: Junge liebt Mädchen und darf nicht bei ihr sein, Mädchen liebt Junge auch, liebt aber noch einen anderen und es gibt auch noch sonstige Probleme.
Eine Geschichte so alt wie die Literatur, versetzt mit ein paar eigenen Ideen und ein paar gerade modernen Thematiken und mit etwas Glück ist ein Bestseller geboren.
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