Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Livina » 09.09.2011, 14:56

Also, ich habe den ersten und dritten Film zum Teil unfreiwillig gesehen. Dann den zweiten, weil etwas fehlte und mir dann letzten Endes doch als "Vampier-nicht-Möger!" Band vier von einer Freundin ausgeliehen und gelesen. Abgesehen davon, dass meiner Meinung nach irgendwie übertrieben viele Ausrufungszeichen vorgekommen sind, hat es eigentlich Spaß gemacht die Geschichte zu lesen. Mit Jakob hatte ich auch die ganze Zeit Mitleid, auch, wenn die Filme zu schauen natürlich viel kürzer dauert als die Bücher zu lesen. :roll:
Mir hat der Stil irgendwie gefallen, vielleicht, weil ich selber auch diese " ... - ... - ... ." gerne mag und verwende. ^^
Die Sätze waren eigentlich auch recht schön, ich konnte alles einfach so in einem Stück lesen und bin nur ganz selten hängen geblieben. Außerdem kam viel weniger von diesem "Beißen und Blut" vor, als in z.B. dem ersten Film - also für mich noch erträglich.
Sehr gut haben mir auch die Stellen gefallen, als Jakob und die anderen Werwöfle aufgetaucht sind und sich auf diese von mir so geliebte Art unterhalten haben. Ach ja, die Werwölfe waren auch noch viel weniger werwolfig, als die 'typischen' Werwölfe. Kein "Ich verwandele mich bei Mondschein, heule den Vollmond an und beiße möglichst viele, um sie zu 'Artgenossen' zu machen". Normalerweise finde ich Werwölfe und Vampire nämlich eher umheimlich und ich bin nicht wirklich der "Grusel-Typ".
Und am Ende waren ja alle glücklich, als war es eigentlich ganz schön - ich liebe Happy Ends. ^^

Was denkst du, kann man aus dieser Geschichte über das Schreiben lernen?


Ich kann daraus vielleicht lernen, dass es nicht schadet, auch kurze, 'weniger Anspruchsvolle' Sätze zu verwenden ohne sich zu fragen: "Ist das nicht zu langweilig?", wenn man es möchte. Und vielleicht auch, dass es nicht schadet, weniger auf jedes Detail zu beharren (z.B. Vampire = Vampire). Aber eigentlich kann man aus jedem Buch etwas über das Schreiben lernen - ich meine, Harry Potter war meiner Meinung nach einfach nur volkommen anders. Bis auf den Stil, der sich meiner Meinung nach geähnelt hat - auch wenn ich keines der Bücher im Orginal gelesen habe, nur die Übersetzung und da kann man eher schlechter von "Stil" reden. :oops:

Warum ist sie ein Bestseller?


Keine Ahnung. :mrgreen:
Wenn ich in Gedanken Harry Potter und Bis(s) vergleiche, habe ich keine Ahnung, warum. :roll: Vielleicht wegen dem Grund, dass es wirklich viele anspricht, einfach auf großer Ebene Wirkung erzielen kann. Oder wegen der Schreibweise? Wegen der Wortwahl? Wegen der "Liebesgeschichte" passt nicht zu Harry Potter, der ja auch Bestseller war/ist. Wegen der Spannung, die im Nachhinein betrachtet irgendwie logisch war?
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Ich meine, auch bei Harry Potter war es irgendwie klar, dass er in jedem Band auf Tom Riddle trifft und dann beinahe dasselbe geschieht - dennoch habe ich die Bücher verschlungen und verschlinge sie hin und wieder noch mal.
Ich liebe diese Geschichte einfach - warum, weiß ich nicht.
Bei den Bis(s)-Büchern ist es auch so ähnlich. Aber warum sich darüber eigentlich Gedanken machen? Meiner Meinung nach waren Vampire nicht wirklich Thema, bis diese Bücher aufgetaucht sind. Also kann sie sich auch nicht an aktuellen Lesegewohnheiten orientiert haben.
Liegt es daran, dass sie die Geschichte geträumt hatte?
Warum versuche ich eigentlich, Erklärungen zu finden? Meiner Meinung nach gibt es keine. Manche werden Bestseller, andere/viele nicht. Und die Auswahl erscheint mir zufällig. Einen Bestseller schreiben zu wollen ist wie Lotto spielen, oder? :D
Zum Glück, denke ich, denn sonst wäre die Spannung weg! Und außerdem kostet es kein Geld - nur Zeit, Geduld und Spaßbereitschaft! :mrgreen:
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Ich muss die Veränderung sein, die ich in der Welt sehen will.

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Beitragvon Liberty » 10.09.2011, 18:44

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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Jacky » 16.09.2011, 13:49

hasigoreng hat geschrieben:Eine absolut typisch pubertierende siebzehn Jährige. Hält selber von sich nix, hat aber die super Wirkung auf alle? Ja ganz genau! Welches Mädchen wünscht sich das nicht?!
Und dann kommt auch noch der perfekte unnahbare Typ - Synonym für den coolen Beliebten aus der 13ten (ebensfalls Wunschtraum aller Mädchen) und verliebt sich nur in sie, weil sie etwas ganz Besonderes und Einzigartiges ist. Und wenn wir schon beim Wünschen sind: dann beginnt auch noch eine absolut märchengleiche Lovestory, bei der der Märchenprinz die zarte, zerbrechliche Prinzessin rettet und das auch noch in einem schicken modernen Volvo ;)
Ich bitte dich, die Antwort auf die Frage nach dem "Warum ein Bestseller" brüllt einen geradezu an.

Danke! :flowers:
Ich glaub jetzt hab ich's verstanden :doh:

lg
Jacky ;)
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon watercage » 16.09.2011, 18:49

Also ich mag die Biss Bücher sehr.
Hoffe auch das Edwards Sichtweise von der Reihe kommt.

Warum weiß ich nicht. Lese ja eigentlich keine Romane aber dieser nach dem Film mußte ich einfach lesen...

LG
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Liebe Grüße

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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon DarkDiamond » 04.02.2012, 01:36

Ich liebe dich, Jacky, ehrlich :D :D
Du triffst mit dem Artikel jeden meiner Gedanken zu diesem ... (man denke sich den gewünschten Ausdruck) Roman! Und das schlimmste daran ist: ALLE VAMPIRROMANE WERDEN MIT DIESEM MIST VERGLICHEN! Ich hasse Twilight dafür! Ich hasse, hasse, hasse es! Ich habe es selbst gelesen, stimme mit allen Dingen mit dir überein, die du genannt hast und du hast Recht:
Vielleicht ist das, das Geheimnis. Die Leute, die das Buch nicht leiden können, lesen es doch, weil sie sich so schön darüber aufregen können?

Definitiv!
Ehrlich, ich kann mich so drüber aufregen, weil ich liebe Vampire. Ich habe eine Roman-"Serie" (die noch nicht fertig ist), die um Vampire handelt, aber die kann ich nun vergessen. Weil alles mit Twilight verglichen und gleich abgetan wird. Erst in 20 Jahren ist vielleicht mal dran zu denken wieder in dieses Genre einzusteigen. Ich bin so sauer darüber! Meine Vampirgeschichte war mein erster Roman, den ich voll durchgezogen habe, ich liebe die Charaktere, ich liebe einfach die Geschichte und dann kommt SO ein "Roman" daher und zerstört mir alles?! Ehrlich, das sehe ich nicht ein! Und ich kann nicht nachvollziehen wie man diese Geschichte von Bella und Edward so sehr lieben kann. Diese Leute haben keine Ahnung von Literatur.
Danke dir für deinen tollen Artikel, ich liebe dich dafür. Endlich einer, der es ausspricht und darüber denkt wie ich - geheiligt seist du... ;) (manchmal liebe ich es zu übertreiben)

LG

Darki :)
"Es kommt der Moment, in dem ein Charakter etwas tut oder sagt, über das du nicht nachgedacht hattest. In diesem Moment ist er lebendig geworden und du überlässt ihm den Rest."
(von Graham Greene in "Advice to Writers")
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Clover » 14.02.2012, 21:59

DarkDiamond hat geschrieben:Und ich kann nicht nachvollziehen wie man diese Geschichte von Bella und Edward so sehr lieben kann. Diese Leute haben keine Ahnung von Literatur.


Das find ich jetzt schon etwas grenzwertig. Nur weil man die Geschichte mag, ist man doch nicht gleich völlig ahnungslos. Wenn ich mal was Seichtes, Unanspruchsvolles lesen möchte, ohne mich großartig konzentrieren zu müssen, ist sowas wie Twilight genau richtig. Das heißt ja nicht, dass ich pausenlos irgendwelche Teenie-Kitsch-Storys verschlinge.

Ich mag die Geschichte, ich hab sie gern gelesen, auch wenn ich mir bei einigen Satzkonstruktionen an den Kopf gefasst hab und die Charaktere vielleicht nicht allzu komplex und vielseitig sind, wie man sie hätte gestalten können. Natürlich hätte man viel mehr aus der Grundidee machen können - die Vampire sind im Prinzip nur die schöne Nebenseite. Es geht eben um eine Liebesgeschichte. Und das wars! Wenn ich einen richtig guten Vampir-Roman lesen möchte, nehm ich Anne Rice oder Dracula. Dass in dem Buch keine blutrünstigen Gefechte bei Nacht stattfinden würden, konnte ich mir vorher schon denken, immerhin ist die Zielgruppe eine Recht junge.

Es gibt viel zu kritisieren, aber das Buch zerreißen muss man doch wirklich nicht. Es gibt weitaus schlechtere Bücher. Es ist eine Idee, und warum ist die Idee schlechter als das klassische Vampirbild? Warum ist ein Vampir, der kein Blut trinkt, so uninteressant? Ich finds eigentlich spannend, eine Figur zu haben, die im Konflikt mit sich selbst lebt und sich beherrschen muss. Es ist eben die andere Seite. ;)
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Ilaria » 15.02.2012, 21:01

Ich habe mir mal Zeit genommen und die Bis(S) Reihe durchgelesen. Im großen und ganzen stimme ich mit einigen positiven sowie auch negativen Kritikpunkten überein. Was mich persönlich auch sehr gestört hat war Bellas ewiges "ohhh Edward ist ja soooooo toll". Wir haben das schon beim ersten mal kapiert, das musste nicht immer wiederholt werden :)

Der Schreibstil ist sehr schön lesbar und unterhaltend geschrieben, ich hatte mir aufgrund einiger Kritik alles schlimmer vorgestellt, war aber gar nicht so schlimm :) Dennoch stimme ich mit Jackys Post dazu überein, halte das Buch jedoch für kurzweilige Unterhaltung als gut gegeignet.

Das Problem das nun alle Vampire mit den "Vampiren"( sry aber für mich sind die in Twilight eher ne Light Version davon^^) verglichen werden ist natürlich unschön, aber ich denke als Autor/-innen können wir das auch wieder in andere Bahnen lenken. Man denke da an Anne Rice, für mich DIE Vampir-Autorin, welche lange vor Twilight mit ihren Romanen schon Erfolg hatte. Ich würde mich also nicht vom "Twilight-hype" entmutigen lassen und einfach schreiben.

Zu Bis(s) noch abschliessend..man kann das Buch auf jedenfall lesen und wird auch gut unterhalten :)
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Zauberzunge » 13.04.2012, 20:23

Nein, ich bin kein Fan. Ich habe die Hörbücher einmal vor einiger Zeit gehört. Wann genau das war, weiß ich nicht mehr, aber damals hatte ich eigentlich noch nichts davon gehört. Vermutlich (kurz) vor dem Hype.
Zugegeben, mich hat das fasziniert und ich habe die Hörbücher immer wieder angehört. Aber das könnte auch daran liegen, dass ich vieles, was ich lese, auch gut finde. Vielleicht bin ich nicht wählerisch genug? Wer weiß, vielleicht sind die langatmigen Passagen, die kritisiert wurden, auch gar nicht im Hörbuch enthalten? :?:
Inzwischen gefällt mir das Ganze nicht mehr so sehr, es gibt so viele andere gute Bücher (siehe meine Bücherliste), die ich besser finde.
Zu den Charakteren wurde schon viel geschrieben und ich kann auch und gerade die negativen Punkte gut nachvollziehen.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon EnglishBreakfast98 » 08.06.2013, 18:54

Ziemlich eingestaubt, das Thema hier, aber ich fühle mich gerade angesprochen :)

Was hältst du von meinen Ansichten?

Sie sind hart, ganz klar, aber dennoch gut begründet. Ich kann sie nachvollziehen ;)

Wie denkst du selbst darüber?

Ich war, so etwa mit zwölf Jahren, ein Riesenfan von Vampirgeschichten und habe mich deshalb nur so auf die Reihe gestürzt. Ich war damals auch nicht enttäuscht, nein. Ich habe sie gern gelesen, aber den Riesenwirbel darum habe ich trotzdem nicht verstanden. Ich bin aufm Teppich geblieben. Aber ich muss sagen, dass ich die Bücher vom Stil her gut finde. Es ist gut geschrieben und ich habe nur selten zähe Stellen gehabt, mit Ausnahme des ganzen Wechsels der Erzählperspektive im letzten Band, als Jacob alles erzählt. Ja, da bin ich wirklich fast eingeschlafen, aber ich hab mich durchgekämpft ^^.

Welche Charaktere gefallen dir/gefallen dir nicht und warum?

Ich mag/mochte aus irgendeinem Grund besonders Carlisle und Alice. Aber Edward war nie mein Fall. Er ist, wie im Artikel angedeutet, zu perfekt. Und Bella... na ja, ich habe immer einen Hang dazu, die Hauptperson aus unerfindlichem Grund nicht besonders zu mögen. Ich weiß selbst nicht warum, aber ich mochte sie nicht sehr. Vielleicht, weil sie immer alles geschafft hat. Sie ist nie gescheitert. Wieder die Perfektion.

Wie empfindest du die Handlung?

Hm... *räusper* Liebesgeschiche hoch 10. Klar. Nicht mein Fall, zumindest nicht mehr. Ich hasse es, wenn eine Geschichte nur die Handlung "Liebe" kennt (hab ich glaub ich schon mal irgendwo geschrieben.) Deshalb kann ich zu der Handlung (aus meinen Augen; alle die Liebesgeschichten mögen, können widersprechen) nur sagen... nein, das hätte man besser machen können.

Was denkst du, kann man aus dieser Geschichte über das Schreiben lernen?


Dass jeder, absolut JEDER Charakter Schwächen haben sollte. Und Hobbies. Ich habe in den ganzen Bänden nie herausgefunden (außer bei Jacob) was sie den ganzen Tag machen. Aber dieses Problem sehe ich häufiger bei Geschichten.

Warum ist sie ein Bestseller?

Das weiß ich nicht. Vielleicht, weil sie das Genre "Vampire" (ist das ein Genre? Ich glaub nicht, aber wie auch immer) wieder hat aufleben lassen. Die ganzen hinterhergekleckerten Sachen (so was wie House of Night) haben längst nicht so viel Bedeutung erlangt. Aber, um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht. Vielleicht hatte Jacky Recht in ihrem Blogbeitrrag, als sie von der großen Zielgruppe sprach (oder wohl eher, schrieb).
Zuletzt geändert von EnglishBreakfast98 am 16.07.2013, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Litera3 » 26.06.2013, 08:47

Hallo,

bin neu hier und @EnglishBreakfast98 du hast Recht , dieses Thema ist schon
ein paar Jährchen alt... macht nix :wink:
ich möchte trotzdem auch meine Erfahrung zu diesem Thema schreiben...

Erst Mal möchte anmerken, dass ich nur die Erste Seite der Beiträge gelesen habe...
Meine Erfahrung mit diesen Büchern (habe nur den ersten Teil gelesen, weil der ganze Vampier-Hype irgendwie an mir vorbeiging und ich nicht sonderlich begeistert war),
ist gering, aber ich muss gestehen, dass der Schreibstil flüssig und leicht zu lesen ist. Auch den Aufbau der Dialoge und so, fand ich gut. Ich habe übrigens zuerst den ersten Teil als Film
gesehen und dann das Buch gelesen und fand, dass das Buch wesentlich besser war als der Film.

Mich hat auch die Tatsache gestört, dass Edward im Sonnenlicht "glitzerte", als sei er mit Diamanten bestückt...(Mein Vorschlag wäre, dass ein Vampier grässliche Hautveränderung erleiden müsste wenn er dem Sonnenlicht ausgesetzt wäre)
das wäre dann nicht so banal...

Liebe Grüße
Litera3
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon JollyRoger » 27.06.2013, 12:02

Ich hab es nie gelesen und werde es auch nie, selbst wenn es das letzte Buch auf Erden ist.
Deswegen kann ich nur sagen warum ich es meide und verabscheue.
Zunächst einmal stößt mich die Grundidee ab, dass Vampire plötzlich aus Softeis bestehen sollen. Vampire sind für mich gefährliche Wesen, die einen Nachts im Park packen, verschleppen, masakrieren und aussaugen. Diese Schlagsahne-Variante hält mich schonmal davon ab es zu lesen.
Fehlt nur noch, dass bald ein Buch über den Leibhaftigen rauskommt der Spenden für Krebskranke Kinder sammelt. Wobei, das würd ich kaufen.
Der nächste Punkt ist, dass ich dieses Wischi-Waschi-Gefühlsduselei-Szenario eines pubertierenden Mädchens so mag wie Zahnarztbesuche, oder den Gang in die Kirche. Er-liebt-mich-nicht-was-soll-ich-bloß-tuuuuuuhuuuuuuuunhuuuuhuuuuuun. Ne danke.
Wenn ich eine vernünftige Lovestory will, mit lebhaften Charakteren die quasi aus den Seiten hüpfen, dann les ich "Vom Winde verweht", da kriegt man wenigstens was geboten.

Allein der Name des Buches löst bei mir Juckreiz aus, aber Mainstream verkauft sich halt. Viele Grüße an Hohlbein und Konsorten.
Es macht mich sogar aggressiv wenn ich sehe, dass manche Schriftsteller mit Scheiße Millionen verdienen, das tut weh, richtig richtig weh.
Und die Teenies die so einen Schund lesen, haben noch nie etwas von "Der Name der Rose", "Moby Dick" oder "20.000 Meilen unter dem Meer" gehört. 'Ne Schande sowas.

Mein Wort zum Sonntag, ich hoffe man spürt meinen puren Hass auf diese Buchreihe.
JollyRoger
 
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Mindelu » 24.09.2013, 09:32

Ich finde es immer nicht so gut, wenn man sich eine Meinung bildet, obwohl man besagtes Kritikobjekt nichtmal gelesen hat ....

JollyRoger hat geschrieben:Und die Teenies die so einen Schund lesen, haben noch nie etwas von "Der Name der Rose", "Moby Dick" oder "20.000 Meilen unter dem Meer" gehört. 'Ne Schande sowas.

Mein Wort zum Sonntag, ich hoffe man spürt meinen puren Hass auf diese Buchreihe.


Das ist evtl das Problem bei den Schriftstellern, die nicht erfolgreich sind, weil sie eben keine "einfach" Kost für die "einfache" breite Masse produzieren.

Wenn man von Literatur spricht, kann man das breit Fächern. Es gibt Literatur die super Unterhält, aber nicht tiefgründig ist und beihnahe schon banal. Und dann gibt es noch Literatur die bewegt, zum nachdenken einläd und und und.

Das ist heute nun mal so. Der Mensch will unterhalten werden. "Entertainment" und wenn schon eine Geschichte zum Nachdenken anregen soll, dann doch bitte Unterschwellig und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. (und diese Geschichten sind meist Dramatisch und verbreiten schlechte Stimmung!)

Und man muss auch bedenken, das Leben wird immer stressiger, beschwerlicher, man hat immer weniger Zeit (gefühlt), da möchte man sich nach einem 14 Std Tag nicht noch mit anspruchsvoller Literatur beschäftigen. Am Wochenende kommt noch der Haushalt, Garten, Kinder dazu. Da haben einige eben keine Nerven für "Anspruchsvolles". Sind sie daher gleich schlechtere Menschen? Ich denke nicht!

Den ganzen "Schund" den wir in der Schule lesen mussten, habe ich als Foltermaterial empfunden. Die Rede ist von Goethe, Schiller, Wie zaubert man eine 5 weg, Faust, Romeo und Julia. Mit dieser geschwollenden Sprache. Den komplizierten Schachtelsätzen die keine Sau versteht. Es war ein Krampf diese Bücher und zu lesen. Ich habs dann irgendwann aufgegeben(bei Romeo und Julia), mir den Film angeschaut und in der Klassenarbeit gerne dafür eine 4 kassiert. Das war mir lieber als das Buch zu Ende zu lesen!
Die Zeiten ändern sich nun mal. Geschmäcker ändern sich. Entweder man geht da mit oder man bleibt als verbitterter Kauz zurück. (Natürlich nur die, die sich immer so hysterisch über was aufregen :XD: )

Zum Thema:

Ich fand die Bücher klasse. Grade der Punkt, das die Vampire "gut" sind fand ich so faszinierend. Ich muss aber dazu sagen, das ich vorher nie etwas in dieser Richtung gelesen hatte. (Daher war ich wohl "unbefleckt") Ich mochte die bösen blutrünstigen egoistischen gefühllosen Vampire aus den Filmen nie!!! Bäh, pfui. Vampire hatten früher für mich immer was schmuddeliges, unberechenbares, schlechtes...
Ok "gitzern" hätte es nun nicht sein müssen, aber hey darüber konnte ich gut hinweg sehen.

Was ich auch witzig fand ist, das alle sich immer darüber aufgeregt haben "Edward ist perfekt".
Ist doch logisch, das Buch ist aus der "Ich-Perspektive" geschrieben und für die verliebte Bella war Edward nun mal perfekt. Sie hat die rosa rote Verliebt Brille auf. Daher fand ich die Reaktion authentisch.

Und die Sache mit dem Heiraten war für mich auch total klar. Sie wollte immer mit Edward zusammen sein, aber sie hatte etwas gegen das "Heiraten" an sich. Das Wort "Heirat" war zu Anfang eben befleckt, dadurch das ihre Eltern geschieden sind. Fand ich auch plausibel.

Ich habe die Bücher sehr gerne gelesen, ja verschlungen. Vorallem der sehr seichte Schreibstil hat mir gefallen. Für eine nicht oft lesende breite Masse sind diese Bücher super und daher kann ich auch verstehen, warum es so ein Bestseller geworden ist. Eben endlich mal ein Buch, wo Vampire auch Gefühle habe. Klasse!
Diese Bücher waren mein Einstieg ins "ich lese jetzt regelmäßig". Evtl ist meine Meinung daher so "gut", weil ich das überhaupt nicht kritisch beurteilt habe. Ich bin ungefangen an die Sache ran und hab einfach gelesen. Das ist wahrscheinlich auch das Problem von Autoren die lesen. Die sind einfach soooo kritisch, das sie nichts mehr genießen können. Oder hoffen, das ein anderer Autor nicht für die breite (geldbringende) Masse schreibt, sondern für einen kritschen Autor. Der bei einem anspruchsvollen Buch endlich mal entspannen kann, weil sein innerer Kritiker nicht anspringt. Jedem das seine!

Man sollte nicht so viel beurteilen und vorallem verurteilen.
Ich kann auch nicht verstehen, wie ein Mann lieber einen Mann mag, als eine Frau. Aber hey er darf doch tun was er will, solange er glücklich dabei ist und niemand verletzt. Jedem das seine!
Sowas nennt man akzeptieren.

Warum kann nicht einfach akzepiert werden, das es eben auch Leute gibt, die leichte Unterhaltungsliteratur mögen? Das ist ja nicht der Weltuntergang! Veränderung heißt ja nicht immer, das es schlechter wird, obwohl die Menschen das immer glauben, davon immer ausgehen. Immer vom schlimmsten Fall.
Man muss nicht immer alles so verbissen sehen und die "jugend" macht das ja ganz gut vor. Allerdings sehen die Erwachsenen das ja anders. :D

Und Twilight hat noch was Gutes. Dadurch ist aus den Büchern Vampire Diaries"Tagebuch eines Vampirs" eine Serie entstanden, die ich abgöttisch liebe. Da sind die Vampire zwar etwas böser, beißen auch mal und bringen auch mal wen um, aber sie lieben eben auch genauso inbrünstig.
True Blood find ich dann schon wieder zu "schmuddelig".
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Susu » 13.10.2013, 10:20

Hey Ihr

ja ok, ich bin brutal spät dran, habe mich bisher geweigert die BissBücher zu lesen..

aber die Biss-Bücher sind für mich tatsächlich irgendwie "FastFood", schmecken prima, sind aber Inhaltslos. Und vielleicht nicht gut für die Gesundheit:-)
Ich schließe mich Jacky fast völlig an, obwohl ich zugeben muss ich hab erst den ersten Band gelesen und mag Bella noch. Obwohl mir ihre ausergewöhnliche Wirkung auf MÄnner etwas schleierhaft ist... ich finde, das passt nicht so richtig dazu.

Das aus dem Buch noch so ein "Wen von beiden soll ich nehmen"-Buch wird, hat mich fast davon geheilt. Ich HASSE dieses Thema. (Darüber hab ich mcih auch schon in anderen Werken aufgeregt... weil es ja so oft vorkommt das Frau zwei tolle, überaus bedingungslos liebende Männer zur AUSWAHL hat...)

Ich denke ganz klar, ein Reiz von dem Buch, auch das es ein Bestseller ist, ist Edward. Er ist alt, er ist hübsch, er hat Weitblick, er ist völlig kopflos verliebt. Er ist all das, was Frauen im Grunde suchen:
erwachsen!!
bindungsfähig!!
gefühlsbetont!!
verantwortungsbewußt!!
Die meisten Männer in der modernen Literatur (auch ein Thema bei SexandtheCity z. B. oder bei tausend anderen Filmen) sind doch eher Kinder, oder komisch, oder total bindungsunfähig. Sie verlieben sich, aber immer mit der Option, da kommt noch was Besseres. Sie übernehmen keine Verantwortung. Und Edward hat im Grunde eine Vaterrolle für Bella, die immer die Verantwortung für ihre Mutter haben musste.
Ein Traum! Perfekt - Papa als Freund. Und sie kann endlich ein kleines, kokettierendes Mädchen sein. Sie muss nichtmal mehr auf ihr eigenes Leben aufpassen: denn das tut Edward ja jetzt.
Deshalb können PapaCharlie und PapaEdward sich ja auch so gut verstehen... sie haben immerhin den gleichen Job, irgendwie. Wobei PapaCharlie darin ungleich schlechter ist.

Und trotz der Kritik, hab auch ich das Buch echt schnell gelesen, wie man das bei FastFood eben so tut... :-) und ich werde wahrscheinlcih auch nicht umhin kommen, weiterzulesen. Warum auch immer. Aber ich mag auch Hamburger, wenn ich ehrlich bin;-)

liebe Grüße
Susu
Du sollst niemals wegsehen!
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Dingelchen » 13.10.2013, 10:27

Äh, Edward ist alt? Aso, ja, er ist ja Vampir xD. Aber vom Aussehen her ja doch eher ein süßer Junge. Ja, ich gebs zu, ich hab nur den 1. Film gesehen. Und den fand ich ganz süß. Aber so wirklich umgehauen hat er mich nicht und ein zweites Mal muss es nun auch nicht sein :mrgreen:
Und überhaupt, glitzernde Vampire? oO Nee. Da dann lieber doch nen Bösewicht. Da freut man sich dann umso mehr, wenn der mal lieb ist :mrgreen:
"Im Mondlicht drehten sich die Paare. Die Feigheit mit der Tugend, die Lüge mit der Gerechtigkeit, die Erbärmlichkeit mit der Kraft, die Tücke mit dem Mut.
Nur die Vernunft tanzte nicht mit."

(Horváth - Jugend ohne Gott)
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Re: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

Beitragvon Kruemelmonster » 16.05.2015, 14:29

Geb ich hier auch noch meinen Senf dazu...
Ich hab nur den zweiten Teil gelesen, einfach weil ich ihn geschenkt bekommen habe. Mein Mann hat ihn dann auch gelesen, weil grad nix anderes mehr zu lesen im Haus war.
Kann man lesen. Vielleicht hätte ich mir den dritten Band noch zum Lesen beschafft, hätte ich nicht bereits im Anschluß an den zweiten neugierig bei wikipedia gelesen, was darin passiert. Danach erschien es mir überflüssig, das ganze Buch noch zu lesen...
Wie es meinem Mann gefallen hat, ab ich ihn nicht gefragt.
Aus irgendeinem Grund wollte ich beim Lesen doch immer wissen, was passiert, wie es weiter geht. Ein bißchen kam mir das schon indiskret vor. Ich weiß nicht, ein bißchen so, wie Leute im Internet sich offensichtlich authentische Videos von sterbenden Menschen ansehen... wie sie häufig stehen und gucken, wenn ein Unfall passiert ist, wie sie früher in Scharen zu öffentlichen Hinrichtungen gelaufen sind ? ein bißchen dieses Gefühl, hatte ich beim Lesen des Buches. Ich bin wohl so veranlagt. Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen. Man wartet, dass etwas passiert. Man schaut zu. Nichts passiert. Man kann nicht aufhören, zuzuschauen. Ein bißchen unangenehm, weil so privat. Ich kam mir beim Lesen ein bißchen vor wie ein Voyeur, aber natürlich hat das auch seinen Reiz, man will ja wissen, wie es weitergeht.
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