Es war ja echt süß, dass Jacky letzte Woche schrieb, dass ich "ein bisschen mit der Geschichte kämpfe". Meine Geschichte existiert bisher nicht. Und vielleicht ist das ja auch gut so. Ich schreibe. Ich erreiche das Tagesziel fast immer, und wenn das mal nicht klappt, hole ich schnell wieder auf. Darauf bin ich ziemlich stolz. Täglich 1667 Wörter schreiben - 13 Tage lang habe ich es geschafft, und ich wüsste nicht, warum es nicht auch den Rest des Monats so weitergehen sollte. Es gibt lange Phasen, wo ich wahrscheinlich den größten Mist zusammenschreibe. Und dann fließen wieder 1-2 Seiten wie am Schnürchen, und ich kann mich wie ein kleines Kind darüber freuen. Es ist genial, wenn ich so richtig in der "Schreibwelt" drinstecke, Bilder, Gerüche, Geräusche und Gefühle wahrnehme und die Welt um mich vergesse. Wie auf einem Wildwasserboot ...
Ich glaube, nach dem NaNo lerne ich als erstes das Plotten und die Schneeflockenmethode. Vielleicht kann ich ja zumindest einen Teil des Geschriebenen weiterverwenden.
Verrückt ist, dass ich seit NaNo-Beginn fast jede Nacht träume. Zum Teil sehr skurrile und bildhafte Geschichten, die ich auch -soweit es geht- aufschreibe.
Die NaNo-Statistik-Seite bei Schreibwerkstatt.de motiviert mich sehr. XY hat zweihundertsiebenundvierzig Wörter mehr als ich - hej, die knack ich jetzt mal, und oft bin ich dann so schön im Fluss, dass es noch 500 mehr werden. Noch eine Motivation ist es, die geschriebenen Seiten auszudrucken und abzuheften. Es ist herrlich zu sehen, wie der Stapel wächst und wächst.
Also: es macht Spaß, ich mach weiter, ich hab für nächste Woche auch einfach nur "Weiterschreiben" im Kopf.


Dezember 2009
November 2009