Was ist ein Nano-Scrapbook?
Scrap ist englisch und heißt etwas wie Abfall, Müll, Zeug, dass nicht gut genug ist.
Im Grunde übersetze ich es mit etwas wie Rohfassung, Skizze, Umriss.
Ein Nano-Scrapbook ist dein Begleiter im November, jeder Tag hat eine Seite, wo du Wortzahlen und Gedanken einträgst, Sticker für Wordcounts aufklebst - sowas wie ein Tagebuch.
Letztes Jahr habe ich mir eines gemacht und tierisch Spaß damit gehabt und vor allem hat es mich motiviert und ich hatte immer Zettel zum mit Ideen vollschmieren und meinen Wordcount im Auge.
Anleitung zum Selberbauen:
Rohstoffe:

- Ordner / Block
- Stifte (haufenweise)
- Sticker (verschiedene)
- Nano-Sticker (falls du das Geld hast)
- Zeit
- Spaß
- Kreativität
Aufbau:
* Schritt 1
Baue eine Titelseite.

Zieh einen Kasten etwa eine Zeilen hoch für den Titel. Dann noch eine darunter für das geplante Genre.
Darunter machst du einen etwas größeren Kasten, wo du mehrere Namen und Funktionen eintragen kannst. Der ist für die Hauptcharaktere.
Dann lässt du den Rest der Seite und die Rückseite frei für die Plotidee. Ich ziehe gerne einen Kasten um den ganzen Bereich.
* Schritt 2
Jeder Tag bekommt eine Seite
Header

Mache zwei bis drei Zeilen mit verschiedenen Wordcountzielen. Um diese später einzutragen, lasse eine Lücke vor dem Ziel.
Ich schreibe mir immer auf:
- Wie viele Worte wollte ich am Tag schreiben?
"tägliches Ziel" - Wie viele Worte wollte ich bis heute geschafft haben?
"Tagesziel" - Und weil es so schön ist XD: Wie viele Worte habe ich von den 50.000 geschafft?
"Gesamtziel"
Fühl dich frei deine eigenen Prioritäten und Ziele zu setzten. Denk dran, ich setze mir wie immer mehr als die täglich benötigten 1.667 Worte zum Ziel, weil ich ein paar Tage früher fertig werden will. Nicht auf den letzten Drücker.
Male den Tag in die Ecke und schmücke die Zahl ein wenig. Sei kreativ, denn diese kleinen Bildchen werden dich an jedem Tag zum lächeln bringen vielleicht auch auf Ideen.
Zum 18. ein Stripclub, ein Äffchen, dass in der 9 schaukelt...
Besondere Ereignisse

Es gibt so ein paar Tage, die solltest du dir auch in deinem NanoScrapbook wie in einem Kalender notieren. Nein, ich meine nicht den Geburtstag deiner Lieben.
Das Ende der einzelnen Wochen und viel wichtiger Blogparadentage!
Ich trage mir auf jeden Fall wieder Jackys Blogparade ein: Blogparade bei Schriftsteller-werden.de
* Schritt 3
Das Ende
[Photo to follow]
Etwas, was ich letztes Jahr nicht tat und jetzt bereue: Das Fazit.
Lasse dir Platz um am letzten Tag nicht nur zu schreiben, wie es gelaufen ist, sondern vor allem, um dir aufzuschreiben, was du besser machen kannst und was gut gelaufen ist.
Ziehe dafür um ein paar Seiten einen Kasten und Male Fragezeichen drauf oder schmücke sie mit verschiedenen Übersetzungen des Wortes Ende. Nimm möglichst knallige Farben. Es soll dir nach dem Nano noch auffallen.
* Schritt 4
Vollende das Scrapbook
[Photo to follow]
Schmücke dein Nano-Scrapbook mit authentischen Nano-Stickern, damit das richtige Nano-Feeling aufkommt, wenn du es auch nur auf dem Schreibtisch liegen hast. XD
Das Leben mit dem Scrapbook:
Ihr habt euch bestimmt gefragt, wann die Sticker ins Spiel kommen oder?
* Die Sticker

Kauf dir einen Haufen, mindestens 50 Weihnachsternsticker oder etwas ähnliches. Diese klebe ich mir jeden Tag auf die Seite, wenn ich an diesem Tag 1.000 Worte schaffe.
Also, wenn ich loschreibe und 1.000 habe, 2.000, 3.000 usw.
Dann kauf dir einen kleinen Haufen normaler Sticker, welche du eben gerade magst. Bei mir sind es dieses Jahr Blumen und Geckos.
Diese klebe ich mir nur einmal täglich als Bonus in das Buch, wenn ich das Tagesziel von 1725 Worten geschafft habe.
Du kannst dir wieder eigene Margen setzen und verschiedene Sticker verwenden. Aber das hat super für mich funktioniert. Ich hab es geliebt, meine Schreiberei zu unterbrechen, um wieder einen Sticker in mein Buch zu kleben.
* Täglich etwas schreiben
Täglich? Nein, nicht täglich, aber immer wann du es brauchst. Und ich meine das abgesehen von dem Wordcount, den wir zu erfüllen haben.
Schreibe deine Gedanken zu der Geschichte auf, plotte ein wenig, schreibe coole Sprüche auf, die du später verwenden willst...
Aber auch ein wenig über dein Fortkommen. Ich habe dazu Jackys Blogparadenfragen benutzt. Das hat den Vorteil, dass ich zur Blogparade nur gucken musste, was ich in dieser Woche in meinem Scrapbook verzapft habe, um daran teil zu nehmen. XD
Außerdem finde ich die fragen interessant und sie machen Sinn:
- Was hast du bisher schon geschafft?
- Was hast du für die nächste Woche vor?
- Wie läuft es so, macht es dir noch Spaß?
- Welche Tipps hast du für andere Teilnehmer?
- Was wirst du nächstes Jahr besser machen?
- Was ist anders im Vergleich zum letzten Mal? (optional)
* Und denk nach dem Nano an das Fazit!
- a) Wie ist es gelaufen? Hast du es geschafft? Bist du fertig, erleichtert? Wie fühlst du dich, schrei es raus!
b) Was hat dich gestört?
c) Wie könntest du es besser machen?
d) Was lief wie geschmiert?
e) Wie viel davon wirst du für nächstes Mal übernehmen?
f) Was davon wirst du anpassen und wie?
So, das wars. Das hat ganz schön lange gedauert, dabei sieht es jetzt so wenig aus. Und du wirst bestimmt genauso viel wenn nicht mehr Zeit brauchen als ich
Und vor allem genauso viel Spaß dabei haben!
Liyah

August 2011
Februar 2011
Na, wenn das nicht klappt! xD