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Transsylvanische Weihnacht
   31.12.2009, 13:37

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Transsylvanische Weihnacht

Permanenter Linkvon taff am 31.12.2009, 13:37

Andere Länder, andere Sitten und Bräuche.
Wer als Deutscher in Rumänien einen besinnlichen Heiligen Abend geplant hat, muss schnellstens umdisponieren.
Gerade hängt man gegen 16 Uhr mangels Lametta und Weihnachtskerzen ein paar bunte Kugeln, Sternchen und bunt eingewickelte Bonbons an den Tannenbaum, kündigen die Hunde durch lautes Bellen unerwarteten Besuch an. Man öffnet die Tür und schon beginnen ein paar Kinder mit einem Sprechgesang. Sie loben Jesus Christus, wünschen frohe Weihnachten und erwarten Geschenke. Ich bitte sie herein, biete ihnen Limonade an, stecke ihnen einige Bonbons und kleine Geldscheine zu. Das ist die "Colinda". Kaum hat man sich weiter ans Schmücken des Baumes gemacht, kommt die nächste Gruppe. Und so geht es weiter bis gegen 20 Uhr. Inzwischen ist der Braten in der Backröhre fertig, aber an Essen nicht zu denken, das wird auf den nächsten Tag verschoben, denn nun rücken die Jugendlichen an.
Sie bekommen einige Geldscheine mehr, dafür weniger Süßigkeiten. ...

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Poltergeister?

Permanenter Linkvon taff am 01.09.2009, 10:47

Montag, am 31. 08. 2009. Blauer Montag? In zweifacher Hinsicht Nein und Ja. Erstens ist der Himmel morgens stark bewölkt. Regen kündigt sich an. Zweitens habe ich frei, Gelegenheit die Unterlagen, Fotos, alte Zeugnisse, Geburtsurkunden, Lebensläufe für meine begonnene Familiengeschichte zu sortieren und die jeweiligen Texte dazu chronologisch beizufügen.
8Uhr30. "Rumms!" Ein Schlag erschüttert den Dachboden. Mine Hunde bellen. Die Tauben,
welche friedlich nebeneinander auf dem Dachfirst hockten, fliegen erschrocken auf und fliehen auf umliegende Gebäude. Was war das? Ich gehe hinaus, kann aber keine Ursache entdecken.
"Rumms!" Der nächste Schlag. Ein Donnerwetter kann es nicht sein. Der Himmel klart auf. Ich stelle die Waschmaschine schnell an. Kaum sitze ich wieder vor dem Berg, der geordnet sein will, "rumms!" Es hört sich an, als trete eine meiner Eselinnen mit einem Huf fest auf das Gebälk. Nun umrunde ich mein Haus. Nichts. Ich steige auf den Dachboden...

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Mein transsylvanisches Dorf

Permanenter Linkvon taff am 14.08.2009, 22:52

Ich lebe in einem kleinen rumänischen Dorf mit vier weiteren West- und Ostdeutschen, sechs verbliebenen Siebenbürger Sachsen und etwa hundertneunzig rumänischen Staatsbürgern, von denen fast die Hälfte der ungarischen Minderheit angehört, etwa zwanzig Roma sind und einer der türkischen und ein anderer der ukrainischen Minderheit angehört. (In Rumänien leben 21 anerkannte Minderheiten).
Früher war es ein rein siebenbürger-sächsisches Dorf mit etwa 750 Einwohnern, von denen zwischen 1978 und 1991 bis auf die 6 Verbliebenen alle nach Westdeutschland übergesiedelt sind. Sonst haben wir nur 9 PKW´s und 3 Traktoren im Dorf. Der übliche Verkehr funktioniert zu Fuß, mit den Pferdewagen, einer Eselkutsche und einigen Fahrrädern und Mopeds.
Nun sind aber in Deutschland Ferien und viele ehemalige Dorfbewohner kehren zurück und verbringen hier ihren Urlaub. Man hört das achthundert Jahre alte Siebenbürger Sächsisch, was wie Luxemburgisch klingt. Die Dorfstraße wird zur Rennstrecke.
Wenn man mit den Ausw...

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Zuletzt geändert von taff am 14.08.2009, 23:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Kein Tag wie jeder andere

Permanenter Linkvon taff am 19.07.2009, 16:24

Gestern habe ich eine neue Geschichte konzipiert---Stromausfall durch Gewitter---Faden verloren.
Heute Faden wieder aufgenommen. Besuch. Nach 14 Tagen sonnigem 33-Grad-Wetter regnet es. Mein Wasserbüffel legt den starken Akazienzaun um und verschwindet beim Nachbarn im Mais, zwei meiner drei Eselinnen folgen ihm. Der Besuch wird zum Einfangen zweckentfremdet. Nachdem die Tiere zurückgetrieben und der Zaun notdürftig repariert ist, bekommen die durchnässten Besucher und der Hausherr Pflaumenschnaps statt Kaffee. Der Besuch verabschiedet sich. Ich gehe im Schreibwerkstattforum spazieren. Der verlorene Faden ist noch nicht wieder aufgenommen.

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