[Liebe]Brief an den Ehemann

Liebe, Romantik, Sehnsucht

[Liebe]Brief an den Ehemann

Beitragvon LiaPetterson » 01.04.2014, 21:27

Folgender Brief ist ein Teil meiner neuen Geschichte. Ich will gar nicht weiter auf den Inhalt der Geschichte eingehen.

Mir wäre wichtig, wie dieser Brief auf euch wirkt. Welche Gefühle er eventuell auslöst. (Wenn er denn überhaupt etwas auslöst :lol: )



Liebster,

ich weiß nicht, wie ich dein Herz erreichen soll. Du liegst neben mir und trotzdem bist du so weit weg. Die Vorstellung mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.

Durch deine Nichtbeachtung schlägst du mir stumm deine Verachtung entgegen. Ob dir bewusst ist, wie sehr du mich damit verletzt? Schon so viele Narben hast du auf meiner Seele hinterlassen.
Das kann nicht die große Liebe sein, die du mir immer wieder bestätigst. Mit vielen Worten die scheinbar nichts bedeuten.

Wenn du wieder zur Besinnung kommst, bist du der Mann, den ich so bedingungslos Liebe. Dann vergesse ich diese schmerzlichen Tage und Wochen und hülle mich in die Hoffnung, das alles gut wird.

Doch die kleinste Diskussion, die allerkleinste Kritik lässt alles wieder von vorne beginnen und ich falle und falle wieder so tief, ich hasse mich dich jemals geliebt zu haben. Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.

Warum muss ein erwachsener Mann sich so verhalten. Es kommt mir manchmal vor als müsstest du beweisen, wie abgrundtief schlecht du sein kannst. Möchtest du mich am Boden sehen um dich größer zu fühlen? Bist du mehr Wert, weil du deiner Frau wieder alles an den Kopf geworfen hast, was an ihr nicht perfekt ist. Warum bist du noch hier, wenn ich nicht deine Traumfrau bin. Warum suchst du dir nicht die Frau, die für dich perfekt ist. Warum musst du mir immer das Gefühl geben, nicht genug für dich zu sein.

Ich verstehe dich einfach nicht. Du warst schon immer schwierig. Kaum einer in unserem Umfeld mag dich wirklich leiden. Alleine ich habe immer zu dir gehalten, ich verstehe das es gerade diese Liebe zu dir ist, die mich für dich verächtlich macht. Wenn man etwas so einfach haben kann, dann ist es scheinbar nichts wert. Doch hier muss ich dir widersprechen. Ich habe mir die Entscheidung für dich nie leicht gemacht. Doch schlussendlich habe ich einfach unserer Liebe eine Chance geben wollen.

Wenn man liebt, dann legt man seine Seele frei. Ein liebender Mann hält schützend seine Hände darum, doch du musst sie in den Dreck schmeißen. Du lachst mich wegen meiner Liebe zu dir aus.

Was ich mit diesen Zeilen bezwecken will, kann ich dir nicht genau sagen. Am liebsten hätte ich dir alle Verletzungen der letzten Jahre vor die Füße geknallt. Doch befürchte ich, dass du nicht Manns genug bist, dies als Chance zu sehen, sondern es einfach wieder als Kritik gegen dich siehst und das ganze Spiel fängt von vorne an. Die Liste wäre wohl auch viel zu lang. Vielleicht ist es auch einfach nur sehr schlau von dir, mich unter Druck zu setzen. „Kritisierst du mich, spreche ich nicht mehr mit dir“. Wer versucht da nicht, jegliche Kritik zu vermeiden.

Warum versuchst du nicht, wirklich etwas zu ändern und es nicht nur zu versprechen. Es ändert sich nichts, wenn du nur so tust als ob. Was für ein erbärmliches Leben, wenn man auf wahrhaftige Liebe verzichtet nur um nicht an sich arbeiten zu müssen. Vermutlich schnaubst du gerade verächtlich. Soll sie sich doch selber erst einmal ändern.
Liebster, ich habe die letzten Monate und Jahre hart daran gearbeitet, dass unsere Beziehung funktioniert. Habe jedes böse Wort überhört, jede Stichelei als Spaß abgetan. Habe meine Scham heruntergeschluckt, wenn du mich mal wieder vor anderen nieder zu machen versucht hast. Kaum zu glauben, dass du nie bemerkt hast, wie du dir dadurch nur selbst geschadet hast. Wie klein und dumm du dich damit verkauft hast. Mich selber habe ich verändert, habe mir neue geistige Horizonte erobert und wirklich alles in Kauf genommen, damit unsere Beziehung liebevoll ist. Ganz oft ist mir das gelungen. Oft konnte ich dich mitreißen und wir hatten eine wirklich tolle Zeit. Du warst oft du selbst und musstest dich nicht beweisen. Doch, wenn es dann wieder soweit war fühlte es sich um so schmerzlicher an. Vergleichbar mit Zuckerbrot und Peitsche.

Mach mit diesem Brief, was du willst. Nimm ihn als Chance oder wirf ihn einfach weg. Unser Glück liegt in deiner Entscheidung.

In Liebe deine Frau
LiaPetterson
 
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon Lysien » 01.04.2014, 22:36

Hallo LiaPetterson,
da musste ich doch gleich mal reingucken. :wink:

LiaPetterson hat geschrieben:Liebster,

ich weiß nicht, wie ich dein Herz erreichen soll.


Die Frau klingt so *nach richtigem Wort such* verzweifelt. So verzweifelt in ihrer großen Liebe.

LiaPetterson hat geschrieben:Durch deine Nichtbeachtung schlägst du mir stumm deine Verachtung entgegen. Ob dir bewusst ist, wie sehr du mich damit verletzt? Schon so viele Narben hast du auf meiner Seele hinterlassen.
Das kann nicht die große Liebe sein, die du mir immer wieder bestätigst. Mit vielen Worten die scheinbar nichts bedeuten.

Wenn du wieder zur Besinnung kommst, bist du der Mann, den ich so bedingungslos Liebe. Dann vergesse ich diese schmerzlichen Tage und Wochen und hülle mich in die Hoffnung, das alles gut wird.

Doch die kleinste Diskussion, die allerkleinste Kritik lässt alles wieder von vorne beginnen und ich falle und falle wieder so tief, ich hasse mich dich jemals geliebt zu haben. Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.

Warum muss ein erwachsener Mann sich so verhalten. Es kommt mir manchmal vor als müsstest du beweisen, wie abgrundtief schlecht du sein kannst.


Wow, also ich kenne den Mann aus deiner Geschichte ja nicht. Aber wow, ich kann mir richtig vorstellen was für ein Arsch er ist. :2thumbs:

LiaPetterson hat geschrieben: Möchtest du mich am Boden sehen um dich größer zu fühlen?


Der Satz ist spitze!

LiaPetterson hat geschrieben:„Kritisierst du mich, spreche ich nicht mehr mit dir“


:shock: Der Brief könnte von meiner Mutter an meinen leiblichen Vater sein.

Also *Hände reib*: Der Brief ist an manchen Stellen sehr sinnlich und altmodisch geschrieben. Das gefällt mir aber. (Könnte daran liegen, dass ich vor ein paar Tagen Romeo und Julia gesehen habe) Die Frau schreibt ihrem Mann ihre Gefühle. Er behandelt sie schlecht, macht sie vor anderen runter, nutzt ihre Schwächen aus um selbst besser dazustehen. Wenn sie ihn darauf anspricht, ist er beleidigt und spricht nicht mehr mit ihr. Sie ist vollkommen verzweifelt aber doch gleichzeitig so bemüht und gefasst, dass sie den Brief schreibt. Sie hat all die Jahre (?) die Schikane über sich ergehen lassen und will ihrer Liebe jetzt noch eine letzte Chance geben, von der ihr aber schmerzlich bewusst ist, dass er sie in den Dreck wirft (denke ich).
Auf jeden Fall tut mir die Frau leid. Die große Liebe gefunden zu haben und dann trügt der Schein. Fies. Vielleicht kann ich es aber auch nur gut nachvollziehen, weil mein Vater genau so war/ist. Wenn mir die Frau begegnen würde, wäre der erste Spruch der mir einfallen würde "Trenn dich von dem *nicht jugendfreies Schimpfwort einfüg*"
Gleichzeitig machen mich so Typen aber auch wütend. Der Brief löst bei mir persönlich Hass auf den Mann aus. (Was ein Brief alles bewirken kann :mrgreen:)

Es ist sehr schön geschrieben, also großes Lob an dich. Vielleicht als Abschied den Namen der Frau statt "deine Frau" Er wird ja hoffentlich noch wissen, wie sie heißt. :wink: Aber nicht zwingend.

Ich hoffe es hat dir ein bisschen geholfen. :oops: Hier hätten viel mehr Wutausbrüche stehen können. :D

LG
Lysien

P.S: Trenn dich von dem Mistkerl, Ehefrau! :XD:
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon GerhardN » 02.04.2014, 15:30

Hallo Lia,


der Brief wirkt auf mich erst mal sehr authentisch, da Form und Inhalt übereinstimmen.
Die Verwirrung, die der Schreiber spürt, spiegelt sich in der mangelnden Logik der Argumentation wieder.
Die Hilflosigkeit in den fehlenden Forderungen.
Mach mit diesem Brief, was du willst.


Der Brief ist nicht zielgerichtet, sondern ein Hilferuf oder die Ankündigung eines Abschieds.
Er zeigt klar, dass keine Kraft mehr da ist.
Bei mir hat der Brief das Gefühl einer Tragödie ausgelöst.

Denn wenn die Beschreibung des Mannes zutrifft, kann der Brief nicht zu einer Verbesserung der Situation führen.
Eher wird er das Bild, dass der Mann von seiner Frau hat, bestätigen.
Wenn man darüber klagt, dass man wegen seiner Schwäche nicht respektiert wird, zeigt man diese Schwächen durch das Klagen.
Um hier etwas zu ändern, darf man nicht klagen, sondern muss fordern, und zwar konkret.
Damit würde man das Bild der Schwäche widerlegen.
Und das, selbst wenn man die Akzeptanz seiner Schwäche fordern würde.

Wenn man jemand vorwirft, dass man durch sein inkonsistentes Verhalten verwirrt ist, rechtfertigt man damit ja auch sein eigenes inkonsistentes Verhalten.
Denn Verwirrung führt ja automatisch zu inkonsistentem Verhalten.
Nur wenn auf widersprüchliches Verhalten konsequent mit der jeweils entsprechenden Verhalten reagiert, kann der andere sein Verhalten klar erkennen.
Bekommt er jedes Mal eine andere Reaktion, wird er auch sein eigenes Verhalten jeweils anders interpretieren.

Die durch den Brief erkennbaren Umstände wirken also sehr auswegslos.
Da könnte nur noch externe Hilfe (Mediation) etwas ändern.
Das kann natürlich alles falsch sein, es ist nur der Eindruck, den der Brief bei mir hervorruft.
Meine Rechtschreibfehler sind keine Geringschätzung der Leser.
Als Legastheniker brauche ich mehr Zeit zur Korrektur als zum Schreiben.
GerhardN
 
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon LiaPetterson » 02.04.2014, 16:28

Hallo Lysien,
Hallo Gerhard,


Vielen Dank für Eure Antworten.

Ihr habt mir dadurch schon sehr geholfen.

Ich weiß noch nicht ganz genau wo die Geschichte hingehen soll, deshalb ist der Brief wohl auch so verwirrend.

Am liebsten wäre mir ein richtiger Konflikt der daraufhin folgt. Wenn der Brief nicht schon selber Konflikt genug wäre.

Ich freue mich aber auch noch auf weiter Antworten.

LG Lia
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon Denize » 02.04.2014, 16:46

Also, bin gerade über deinen Brief gestolpert. Der hat mich spontan angesprochen :D also versuche ich es auch mal.

Allgemein: diese Frau kommt mir so vor, als wüsste sie nicht genau, was sie will. Einerseits denkt sie, diesen Mann zu lieben, andererseits stört sie alles gewaltig. Trennungsgedanken sind offensichtlich vorhanden :

LiaPetterson hat geschrieben:Die Vorstellung mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.

also hier gehören Kommata rein: Die Vorstellung, mich ... befreien, erscheint...

Die Betonung liegt hier auf "denkt sie, ihn zu lieben". Denn eigentlich weiß sie, dass es keine Liebe ist, wenn man so behandelt wird. Sie bettelt ja förmlich um Verständnis und Liebe. Aber wie sie auch weiter unten schon schreibt: Sie macht sich im Prinzip lächerlich, denn ein Mann, der so gestrickt ist, wird sie weder verstehen noch sich mit dem, was sie sagen möchte, auseinandersetzen.

Außerdem reagiert sie wie jede Frau, die von ihrem Mann mißhandelt wird (ob das physisch ist oder psychisch wie hier, ist egal): sie erduldet, hält aus, und verzeiht immer wieder und wieder. Ein übles Muster, aber hört man immer wieder.

LiaPetterson hat geschrieben:ich hasse mich dich jemals geliebt zu haben. Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.


im ersten Teil fehlt wieder ein Komma: mich, dich.
Der zweite Teil hört sich merkwürdig an, da fehlt irgendwie der Bezug bzw. die Satzstellung ist durcheinander, also eigentlich müsste es heipen: Scheinbar ließ ich mich täuschen ....

Sie selbst weiß, dass es nicht die große Liebe sein kann, dass dieser Mann sie schlecht behandelt. Aber dennoch bringt sie nicht den Mut auf, ihn zu verlassen. Offenbar hat sie auch keinerlei Selbstbewusstsein:
LiaPetterson hat geschrieben:Warum bist du noch hier, wenn ich nicht deine Traumfrau bin. Warum suchst du dir nicht die Frau, die für dich perfekt ist. Warum musst du mir immer das Gefühl geben, nicht genug für dich zu sein.

Es kommt mir auch so vor, als würde die Frau wieder einen Versuch machen, um Verständnis zu bitten. Indem sie einen Brief schreibt, macht sie zwar ihrer Wut und Enttäuschung schriftlich Luft, hat aucht immer noch die Hoffnung, dass sich etwas ändern wird, sonst würde sie den Brief nicht schreiben, sondern ihn verlassen. Aber insgeheim weiß sie genau, dass es nichts bringen wird. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt - das ist genau das Muster, das man bei mißhandelten Frauen findet, immer die Hoffnung, dass es doch noch besser wird. Der Leidensdruck ist anscheinend noch nicht stark genug, damit sie endlich Konsequenzen zieht.
Sie scheint erkannt zu haben, dass so ein Mann im Grunde nur schwach ist. Und sie scheint sich auch ein Stück weiterentwickelt zu haben. Am Schluss setzt sie ihm ja die Pistole auf die Brust:
LiaPetterson hat geschrieben:Unser Glück liegt in deiner Entscheidung.

Tja, nun weiß man nicht, wie es weitergeht, ob sie tatsächlich Konsequenzen zieht und ihn verlässt - denn solche Männer ändern sich nie. Oder ob sie wieder mal nur halbherzig geblufft hat. Vermutlich letzteres ;-)

Also Fazit: Der Brief an sich wirkt auf mich sehr verzweifelt und die Frau tut mir leid. Sie ist (noch?) nicht reif genug und besitzt nicht genug Selbstbewusstsein, um klar und entschieden zu handeln. Und ganz klar: Sie wird nie niemals glücklich, wenn sie ihn nicht verläßt.
lg Denize
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon LiaPetterson » 03.04.2014, 08:26

Hallo Denize,

vielen Dank auch Dir für deine Sichtweise.

Ihr seid also alle davon überzeugt, die Prota soll diesen Mann verlassen. Ich auch, aber ich würde gerne zum Ausdruck bringen, dass sie zunächst mit sich kämpft um diese Entscheidung zu treffen. Die Beziehung war schon immer schwierig aber hatte auch durchaus gute Zeiten.

Sie wird später jemanden Kennenlernen, der sie auffängt und ihr guttut, aber das weiß sie ja noch nicht. Sie hat Angst vor einer entgültigen Entscheidung und allem was damit auf sie zukommt. Wahrscheinlich das übliche Muster solcher Beziehungen.

Mal sehen ob und wenn ja, wie ich diesen Brief einbaue. Ich bin mir nicht sicher, ob der Brief wirklich die richtige Lösung ist um einen Konflikt auszulösen.

LG Lia
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon MariaMagdalena » 08.04.2014, 19:22

Liebe Lia,

der Brief hat bei mir gemischte Gefühle für die Protagonistin hinterlassen. Zunächst einmal, ja. Solche Beziehungen gibt es, und es sind meist schwache Männer die es nötig haben, ihre Frauen klein zu halten und zu kritisieren, bis ihnen jedes Selbstvertrauen abhanden gekommen ist. Und ja, die Frauen kämpfen und leiden und möchten sich verändern bis es nicht mehr geht, und haben doch keine Chance. Denn das Problem liegt ja nicht in ihnen, sondern in dem Minderwertigkeitskomplex des Mannes, der es braucht, wie deine Prota richtig beschreibt, dass sie am Boden liegt, damit er sich größer fühlen kann.

Und ich stimme Dir auch voll und ganz zu, dass es dennoch viele Frauen gibt, die sich angesichts dieses miesen Spiels nicht trennen, sondern sich immer kleiner machen, aus Angst vor dem Verlassenwerden. Das Buch "Wenn Frauen zu sehr lieben" handelt genau davon.

Trotzdem verschwand das Mitleid und die Solidarität, die ich am Anfang mit Deiner Protagonistin empfand (zum Beispiel noch hier:

Die Vorstellung mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.

Sehr schön!)

... ungefähr mit diesem Satz:

Ich verstehe dich einfach nicht. Du warst schon immer schwierig. Kaum einer in unserem Umfeld mag dich wirklich leiden. Alleine ich habe immer zu dir gehalten, ...


Hier macht Deine Prota nämlich genau das Gleiche, wie er: Sie entwertet ihn. Das ist weder sympathisch noch charakterstark, und brachte mich dazu, meine Identifikation von ihr wieder abzuziehen. Dass es nicht nur ein einfacher Ausrutscher war, zeigt dann dieser Satz:

Doch befürchte ich, dass du nicht Manns genug bist, dies als Chance zu sehen, sondern es einfach wieder als Kritik gegen dich siehst ...


oder
Was für ein erbärmliches Leben, wenn man auf wahrhaftige Liebe verzichtet nur um nicht an sich arbeiten zu müssen. ... Wie klein und dumm du dich damit verkauft hast. Mich selber habe ich verändert, habe mir neue geistige Horizonte erobert und wirklich alles in Kauf genommen, damit unsere Beziehung liebevoll ist.


Im letzten zitierten Satz stellt sie sich so deutlich über ihn, dass es auf einen so strukturierten Mann doch nur beleidigend wirken kann. Und dann schreibt sie, dass die Zukunft ihrer Beziehung in seiner Entscheidung liegt? Das empfinde ich persönlich als unglaubwürdig.

Wenn ich mir so einen Mann, Macho oder Pascha vorstelle, dann denke ich: Deine Protagonistin kann damit doch gar nichts erreichen. Dafür schreibt sie viel zu widersprüchlich. Und wenn sie ihn wirklich als so klein und wertlos ansieht, wie sie es in dem Brief beschreibt, dann ist es auch nicht ehrlich von ihr, wenn sie ihn mit "Liebster" anredet. Dann hat sie entweder Angst vor der Trennung oder will ihn manipulieren. Aber nach Liebe klingt mir das schon lange nicht mehr.

Nun mag das so tatsächlich aus dem Leben gegriffen sein, und auch ich habe Paare sogar aus meiner Verwandtschaft vor Augen gehabt, als ich den Brief las. Aber von einer literarischen Figur, mit der ich mich identifizieren kann, (und die auch gerne ganz schwach und verzweifelt sein mag), wünsche ich mir ganz persönlich, dass sie nicht unter ihren Möglichkeiten agiert.

Ich hab den Brief mal ein wenig gekürzt und umformuliert, damit deutlicher wird, was ich mit dem o.g. meine. Vielleicht kannst Du ja etwas damit anfangen.

Liebster,

ich weiß nicht, wie ich dein Herz erreichen soll. Du liegst neben mir und trotzdem bist du so weit weg. Die Vorstellung mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.

Durch deine Nichtbeachtung schlägst du mir stumm deine Verachtung entgegen. Ob dir bewusst ist, wie sehr du mich damit verletzt? Schon so viele Narben hast du auf meiner Seele hinterlassen.
Das kann nicht die große Liebe sein, die du mir immer wieder beteuerst. Mit vielen Worten die scheinbar nichts bedeuten.

Wenn du wieder zur Besinnung kommst, bist du der Mann, den ich so bedingungslos Liebe. Dann vergesse ich diese schmerzlichen Tage und Wochen und hülle mich in die Hoffnung, das alles gut wird.

Doch die kleinste Diskussion, die allerkleinste Kritik lässt alles wieder von vorne beginnen und ich falle und falle wieder so tief, ich hasse mich dich jemals geliebt zu haben. Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.

Warum muss ein erwachsener Mann sich so verhalten? Es kommt mir manchmal vor als müsstest du beweisen, wie abgrundtief schlecht du sein kannst. Möchtest du mich am Boden sehen um dich größer zu fühlen? Warum bist du noch hier, wenn ich nicht deine Traumfrau bin?

Wenn man liebt, dann legt man seine Seele frei. Ein liebender Mann hält schützend seine Hände darum, doch du musst sie in den Dreck schmeißen.

Was ich mit diesen Zeilen bezwecken will, kann ich dir nicht genau sagen. Vielleicht hoffe ich noch immer, dass unsere Beziehung eines Tages funktionieren wird. Zu lange habe ich daran gearbeitet, habe jedes böse Wort überhört, jede Stichelei als Spaß abgetan. Habe meine Scham heruntergeschluckt, wenn du mich mal wieder vor anderen nieder zu machen versucht hast. Habe ich nicht wirklich alles in Kauf genommen, damit unsere Beziehung liebevoll ist? Ganz oft ist mir das gelungen. Oft konnte ich dich mitreißen und wir hatten eine wirklich tolle Zeit. Du warst oft du selbst und musstest dich nicht beweisen.

Doch, wenn es dann wieder soweit war fühlte es sich um so schmerzlicher an. Eine Beziehung mit Dir ist vergleichbar mit Zuckerbrot und Peitsche, doch noch immer liebe ich Dich.

Mach mit diesem Brief, was du willst. Nimm ihn als Chance oder wirf ihn einfach weg. Unser Glück liegt in deiner Entscheidung.


In Liebe deine Frau

Liebe Grüße
Maria
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon LiaPetterson » 10.04.2014, 08:04

Hallo Maria,

danke für deinen Kommentar.

Tja, der Brief ist wirklich eine schwierige Sache. Auf der einen Seite denke ich, dass eine Frau in dieser Situation nicht rational denken kann und dann so ein widersprüchlicher Brief dabei raus kommt. Auf der anderen Seite muss sie aber Stellung beziehen um nicht zu langweilen. Entweder sie verzeiht ihm wieder oder sie handelt endlich.

Für die Geschichte ist nur handeln wirklich möglich. Die Prota ist zunächst aber noch zu schwach um sich zu lösen. Aber diese Geschichte bekommt natürlich auch ein Happy End. :D

LG Lia
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon Coprophage » 14.04.2014, 21:39

Hallo LiaPetterson,

Deinen Brief finde ich sehr authentisch, kenne Frauen, die einen ähnlichen an ihren Mann schreiben würden. Doch irgendwie wirkt er für mich nicht wie aus einem Stück sondern zusammengesetzt.
LiaPetterson hat geschrieben:wie ich dein Herz erreichen soll
LiaPetterson hat geschrieben:Die Vorstellung mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.
LiaPetterson hat geschrieben:hülle mich in die Hoffnung, das alles gut wird
Anhand des Inhalts schätze ich das Alter seiner Frau auf vierzig (plus/minus zehn Jahre). Je jünger desto geschwollener fällt oft die Sprache aus. Für ihr Alter klingt mir seine Frau manchmal zu blumig und nicht geradelinig genug. Schließlich ist sie wirklich verzweifelt, die schönen Worte sind ihr ausgegangen. Es geht ihr nicht mehr darum, wie sie etwas sagt, sondern dass sie es Leid ist zu reden. ''wie ich Dich erreichen soll'', ''Der Drang, mich von Dir zu befreien, wird immer stärker!'', ''Hoffe, das alles gut wird'' erscheinen mir etwas präziser.
LiaPetterson hat geschrieben:Das kann nicht die große Liebe sein, die du mir immer wieder bestätigst.
Anstatt bestätigst würde ich predigst schreiben, denn bei bestätigen denke ich nicht an eine verbale sondern an eine tatsächliche Bestätigung.
LiaPetterson hat geschrieben:ich hasse mich dich jemals geliebt zu haben. Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.
''Ich hasse mich dafür, Dich jemals geliebt zu haben. Dass ich mich von Deinen Worten täuschen ließ.''
LiaPetterson hat geschrieben:Kaum einer in unserem Umfeld mag dich wirklich leiden.
Klingt als würde sie die Situation für Außenstehende erklären, glaubwürdiger würde sich für mich anfühlen: ''Wo sind Deine Freunde?'', 'Was denkst Du, warum Du keine Freunde hast?'' oder ''Außer mir kann Dich niemand leiden!''
LiaPetterson hat geschrieben:Ich habe mir die Entscheidung für dich nie leicht gemacht.
''Es war nie leicht sich für Dich zu entscheiden.''
LiaPetterson hat geschrieben:„Kritisierst du mich, spreche ich nicht mehr mit dir“. Wer versucht da nicht, jegliche Kritik zu vermeiden.
Dieses Stück in Anführungszeichen wirkt sehr jugendlich oder sogar kindisch. Schreib einfach: ''Aber wenn ich Dich kritisiere, redest Du nicht mehr mit mir! Ich versuche ja schon jede Kritik zu vermeiden.'' Sie fragt nicht mehr, wer was machen würde. Sie wirft ihm vor, wozu er sie treibt.
Insgesamt sollte alles noch etwas harscher geschrieben sein, konkreter, keine Schnörkeleien und mehr klagende Fragen beispielsweise
LiaPetterson hat geschrieben:Vergleichbar mit Zuckerbrot und Peitsche.
''Ist das Zuckerbrot und Peitsche? Was spielst Du? Was nimmst Du überhaupt ernst? Wo bist Du?'' Schreib Dich in Rage und werde richtig wütend, so gelingt Dir der Text den haben möchtest :wink: Schreibst Du die Personalpronomen des Empfängers bewusst nicht groß?

Liebe Grüße,
Coprophage
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon wayne » 29.08.2014, 10:54

Hey LiaPetterson,

ich hab mich mal ein wenig mit deinem Werk bestimmt. Du hast zwar schon einige Kommentare, aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir die nicht durchgelesen habe: Deswegen, wenn sich etwas wiederholen sollte, dann nimm es mir nicht übel.




Liebster,

ich weiß nicht, wie ich dein Herz erreichen soll.


Ein interessanter Einstieg. Ich finde ihn sehr gelungen. Ich als Leserin habe mich direkt gefragt: Was ist denn da los? Sind die Beiden nicht verheiratet?

Du liegst neben mir und trotzdem bist du so weit weg.


Ein etwas typisches Problem zwischen zwei Leuten, die eine Ehe eingehen. Aber ich finde es deshalb nicht schlimm, im Gegenteil: Es wird mal angesprochen, was gut ist.

Die Vorstellung, mich endlich aus deinen Launen zu befreien erscheint mir immer reizvoller.


Wie jetzt doch eine Art Trennung? Warum fängt sie dann mit Liebster an? Ist sie sich so unsicher?

Durch deine Nichtbeachtung schlägst du mir stumm deine Verachtung entgegen. Ob dir bewusst ist, wie sehr du mich damit verletzt? Schon so viele Narben hast du auf meiner Seele hinterlassen.


Ich hätte den letzten Satz gestrichen, da ein Ende mit einer offenen frage viel besser passen würde. Ich mein, dass ist Ansichtssache, will sie denn ihm einen Vorwurf machen? Oder will sie ihn dazu anregen, sich zu bessern?

Mit vielen Worten ,die scheinbar nichts bedeuten.


Komma fehlt.

Wenn du wieder zur Besinnung kommst, bist du der Mann, den ich so bedingungslos Liebe.


R-Fehler: lieben, Verb :)

hülle mich in die Hoffnung,


Eine sehr schöne Metapher. Wer tut das eigentlich nicht? Jeder hüllt sich in die Hoffnung, weil es für viele ein Lichtblick ist.

Ich mich scheinbar täuschen ließ von deinen süßen Worten.


Ich bin ehrlich gesagt über diesen Satz gestolpert: das ist kein satz, der einfach so stehen bleiben kann.

(1) Ich ließ mich scheinbar täuschen, von deinen süßen Worten.
(2) Deine süßen Worte ließen mich den Kummer vergessen, doch schienen sie mich nur zu täuschen.

Das sind nur zwei Beispiele, die ich als besser empfinde.

. Es kommt mir manchmal vor , als müsstest du beweisen, wie abgrundtief schlecht du sein kannst.


Komma vergessen.

Möchtest du mich am Boden sehen ,um dich größer zu fühlen?


Komma.

Bist du mehr Wert, weil du deiner Frau wieder alles an den Kopf geworfen hast, was an ihr nicht perfekt ist.

Mir gefällt der Satzbau nicht.

(1) Bist du mehr wert, weil du deiner Frau immer wieder alles an den Kopf wirft? Weil sie nicht perfekt ist?

Fragen haben bei sowas eine bessere Wirkung auf den Leser.

(2) Bist du was besser, wenn du deine Frau verletzt? Weil sie nicht perfekt ist? Weil sie einfach sie selbst ist?


Warum bist du noch hier, wenn ich nicht deine Traumfrau bin. Warum suchst du dir nicht die Frau, die für dich perfekt ist. Warum musst du mir immer das Gefühl geben, nicht genug für dich zu sein.


Das sind doch Fragen, oder? Warum sind keine Fragezeichen am Ende er jeweiligen Sätze?



Was ich mit diesen Zeilen bezwecken will, kann ich dir nicht genau sagen. Am liebsten hätte ich dir alle
Verletzungen der letzten Jahre vor die Füße geknallt.


"Ins gesicht knallen" hört sich da besser an :)

Wer versucht da nicht, jegliche Kritik zu vermeiden.


Wieder eine Frage ohne Fragezeichen.

Warum versuchst du nicht, wirklich etwas zu ändern und es nicht nur zu versprechen.


Frage ohne Fragezeichen am Ende.

Ich würds wieder anders formulieren: Warum versucht du nicht, wirklich etwas zu ändern? Warum musst du mir alles nur per Worte versprechen und die Taten bleiben immer wieder dieselben?

Es ändert sich nichts, wenn du nur so tust als ob.


Und den satz würde ich komplett streichen.

Was für ein erbärmliches Leben, wenn man auf wahrhaftige Liebe verzichtet , nur um nicht an sich arbeiten zu müssen.


__________________________________________


Ich hab dann doch so einiges kritisiert. Ich weiß, Kritik ist gerne mal subjektiv, aber vielleicht findest du an meinen Verbesserungsvorschlägen doch etwas gutes.

Jetzt zum Inhalt:

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die Frau eigentlich wollte. Sie macht ihm Vorwürfe, zeigt ihm wie sehr sie verzweifelt ist und doch überlässt sie wieder ihrem Mann die Entscheidung was passiert? Regte sie sich nicht darüber auf, dass er so beherrschend ist?
Irgendwie hätte ich den Brief in eine andere Richtung gelenkt, ein Umbruch in deren Beziehung, wo die Frau endlich mal sagt, was sache ist: Er solle sich doch endlich mal gedanken machen und nichts anderes sonst !

Vielleicht ist es aber von mir falsch verstanden.

Ich denke ich habe genug kritisiert, hoffe du hast noch einen schönen Tag.

LG

Wayne
... denk dran, dass jeder Tag eine Möglichkeit ist, die Welt zu verändern.
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Re: Brief an den Ehemann

Beitragvon summerbee » 29.08.2014, 19:36

Hallo, Lia.

Auf Grammatik, Satzzeichen oder konkrete Wortwahl werde ich erst einmal noch nicht eingehen, da ich das Gefühl habe, dass du dir über den Brief im Großen und Ganzen noch nicht sicher bist.

Zum Inhalt:

Zuerst ist mir ein Logikfehler aufgefallen.

Du schreibst einerseits, dass er sie mit Nichtachtung straft, nicht auf sie reagiert. Andererseits bestätigt er "immer wieder" seine Liebe zu ihr.
Das passt für mich nicht ganz zusammen.
Wie wär's mit:
"Das ist nicht die Liebe, von der du am Anfang gesprochen hast."
oder:
"Was ist mit der Liebe, die du mir versprochen hast?"

Verwirrend finde ich den Brief eigentlich gar nicht. Es ist vielmehr das übliche Bild einer Frau, die intelligent genug ist, um die Verfahrenheit ihrer Situation zu erkennen, der jedoch die Kraft fehlt, sich daraus zu befreien.
Das Problem deiner Prota liegt auch nicht in ihrem Ehemann. Das liegt ganz allein in ihr. Häme, Spott oder Erniedrigung zu "erdulden", nur damit nicht gestritten wird, ist der sicherste Weg in den Untergang für eine Beziehung. Gerade, weil diese Probleme dadurch ja nicht besser werden.
Hätte sie sich von Anfang an gewehrt, wäre er a) nie so geworden, wie er jetzt ist, oder b) sie wären schon längst nicht mehr zusammen.
Es ist ihr fehlendes Selbstwertgefühl, ihre Angst vor dem Allein sein. Ein zu ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Lieber alles ertragen, als streiten.
Ein Mann, der sich von der Unterwürfigkeit seiner Frau zu einem solchen Verhalten verleiten lässt, ist mit Sicherheit ein armes Würstchen. Doch am Zustand ihrer Beziehung sind trotzdem immer beide schuld.

Zu deinem Konflikt kannst du sehr einfach kommen, indem du diesen Brief als ein einfaches "Müllabladen" siehst und den Teil rausnimmst, wo sie überlegt, wie er reagiert, wenn er das liest. Sie will gar nicht, dass er das liest. Es ist nur eine Erleichterung für sie.
Doch wie der Zufall es will, findet er den Brief, liest ihn und ...

Dass sie jemanden findet, der ihr gut tut, ist schön für sie.

Hier kommt jetzt ein ganz persönlicher Wunsch von mir!
Lass sie ihren eigenen Weg allein finden. Oder lass den anderen ihr nur dabei helfen, sich selbst zu finden. Wenn sie wieder jemanden findet, der für sie ihre Probleme löst, wird sie ihre Probleme nicht los. Denn die haben sich ja nicht verändert. Nur, indem sie selbst für sich kämpft, wird sie erkennen, wie stark sie eigentlich ist.
Der strahlende Ritter, der die holde Maid rettet, ist mir bereits ein wenig zu sehr beansprucht.

Am liebsten wäre mir ein richtiger Konflikt der daraufhin folgt.

So, wie du den Kerl beschreibst, könntest du ihn, nachdem er den Brief gelesen hat, durchaus gewalttätig werden lassen. Er tobt dermaßen, dass sie die Flucht ergreift.

Eine weitere Möglichkeit wäre auch, dass sie den Brief doch für ihn schreibt, ihn auf seinen Schreibtisch legt und dabei etwas findet, das sie seine Hinterhältigkeit so richtig erkennen lässt.

Für diese Frage solltest du jedoch zuerst für dich selbst klären, ob du den Ehemann so richtig als widerlichen Bösewicht, oder eher als gefühlsgehemmten und armseligen Wicht darstellen willst. Beides wäre möglich, beides bietet dir jede Menge Konfliktpotenzial.

Das war's erst mal von mir.
Vielleicht sind ja ein paar Gedanken dabei, mit denen du was anfangen kannst.

LG summerbee
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