Charaktere im Krimi

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Charaktere im Krimi

Beitragvon Dave82 » 01.10.2015, 11:11

Hallo zusammen,

wie ich schon in meinem Vorstellungsthread gesagt habe, bin ich gerade dabei, einen Krimi zu schreiben. Nach mehreren Versuchen will ich das Projekt endlich fortführen. Mich stellt sich jetzt die Frage, soll ich die Hauptpersonen schon am Anfang beschreiben oder eher in der Mitte zwischendurch? Ich weiß, es ist eine blöde Frage und es kommt auf den Text an, aber vielleicht könnt ihr mir was dazu sagen.

LG, Dave
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Ankh » 01.10.2015, 12:19

Was genau meinst du mit beschreiben? Äußerlichkeiten? Ihren Charakter?

Äußerlichkeiten braucht es eigentlich gar nicht. Jeder macht sich sein eigenes Bild. Wenn du aber ein bestimmtes von deinem Protagonisten vermitteln willst, dann würde ich das ziemlich am Anfang tun, bevor sich der Leser ein eigenes erschaffen hat, das du dann mit einer nachgereichten Beschreibung wieder zerstören würdest.
Wenn die Größe des Täters wichtig ist für die Lösung des Falles, muss sie natürlich unbedingt hinein. Die Augenfarbe des Komissars dürfte dagegen ziemlich irrelevant sein. Ein paar charakteristische Details, die im Gedächtnis bleiben sind auf jeden Fall interessanter als "Haarfarbe, Augenfarbe, Schuhgröße"- Beschreibungen. Kleidung würde ich nur dann beschreiben, wenn sie etwas über die Figur aussagt: Ein abgetragener, fleckiger Anzug sagt mehr über seinen Träger aus als Jeans und T-Shirt.

Der Charakter einer Figur sollte gar nicht beschrieben werden, sondern nach und nach durch Handlungen und Dialoge zum Vorschein kommen. Charakterzüge und Fähigkeiten, die später relevant werden, sollte man früh anlegen, damit sie nicht aus dem Hut gezaubert scheinen, wenn die Figur sie schließlich braucht. Alles andere kann sich durchaus auch erst später zeigen und das Bild abrunden bzw ihm neue Facetten geben. Natürlich darf das dann nicht früheren Beschreibungen widersprechen.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Maggi1417 » 01.10.2015, 16:35

Äußerlichkeiten braucht es eigentlich gar nicht. Jeder macht sich sein eigenes Bild.

Sehe ich anders. Ich glaube die meisten Leser (mich eingeschlossen) brauchen zumindest ein paar grobe Eckpunkte (Alter, Ethnie, Körperbau, Haarfarbe), um sich die Person vorstellen zu können.

Ich weiß, man hört immer wieder den Ratschlag das zu verteilen, aber ich persönlich habe das gerne gleich am Anfang abgehakt. "Zachary war groß und hager. Seine roten Locken standen wild von seinem Kopf ab.". Fertig. Ich möchte nicht erst auf Seite 80 erfahren, dass Zachary rote Haare hat, wenn ich ihn mir bis dahin die ganze Zeit mit braunen Haaren vorgestellt habe.
Ich würde Sachen, die man normalerweise auf den ersten Blick bemerkt, wenn man jemanden sieht, auch in einem Rutsch beschreiben.
Details, die die Figur tatsächlich erst sehen würde, wenn sie genau hinschaut (Den genauen Ton der Augenfarbe, kleine Narben, Leberflecken, etc.) können dann ja später folgen.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Ankh » 01.10.2015, 17:02

Maggi1417 hat geschrieben:Sehe ich anders. Ich glaube die meisten Leser (mich eingeschlossen) brauchen zumindest ein paar grobe Eckpunkte (Alter, Ethnie, Körperbau, Haarfarbe), um sich die Person vorstellen zu können.

Ich weiß, man hört immer wieder den Ratschlag das zu verteilen, aber ich persönlich habe das gerne gleich am Anfang abgehakt. "Zachary war groß und hager. Seine roten Locken standen wild von seinem Kopf ab.". Fertig. Ich möchte nicht erst auf Seite 80 erfahren, dass Zachary rote Haare hat, wenn ich ihn mir bis dahin die ganze Zeit mit braunen Haaren vorgestellt habe.


Ich sagte ja, wenn beschreiben, dann gleich am Anfang, bevor ich mir ein eigenes Bild erschaffe. Aber ist eine Beschreibung unbedingt nötig?
Was ist denn so das späteste, wo du eine Beschreibung akzeptierst? Zweite Szene, dritte? Was passiert, wenn du bis dahin keine bekommen hast? Offenbar malst auch du dir ja ohne Angaben trotzdem ein Bild, wenn du sagst, dass es durch eine verspätete Beschreibung zerstört würde. Ich finde es ja auch schön, wenn man mir ein interessantes Bild vorsetzt, aber ich habe festgestellt, dass ich das gar nicht unbedingt brauche. Z.B. in Kurzgeschichten halten sich Autoren oft gar nicht erst damit auf, das Äußere ihrer Protagonisten zu beschreiben, und es funktioniert trotzdem.

Mir sind die Lebensumstände und das grobe Alter jedenfalls wichtiger als die Haarfarbe, und sowas kann man ganz gut in die Sprache und die anfängliche Handlung verpacken, ohne die Geschichte gleich am Anfang wieder anzuhalten und den Protagonisten zu beschreiben.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Amilyn » 01.10.2015, 19:46

Ankh hat geschrieben:Ich sagte ja, wenn beschreiben, dann gleich am Anfang, bevor ich mir ein eigenes Bild erschaffe. Aber ist eine Beschreibung unbedingt nötig?


Zunächst mal finde ich auch, man sollte die Person(en) sehr früh beschreiben, bevor der Leser sich jemanden vorstellt, der plötzlich auf Seite 200 komplett anders aussieht. Allerdings mag ich es am liebsten, wenn es keine zu detaillierten Beschreibungen sind (es sei denn, das Aussehen der Person ist wichtig für die Story).

Bei mir sehen sie z. B. gerne mal aus, als "hätte sie die letzten 20 Jahre durchgesoffen", haben einen "zu jugendlichen Haarschnitt für ihr Alter" oder sind "ziemlich attraktiv, wenn man auf kleine Männer mit Knubbelnase stand". Da kriegt man nicht Punkt für Punkt vorgegeben, wie jemand aussieht, hat das wichtigste, das man über das Aussehen wissen muss, mitbekommen und kann seine Phantasie noch genügend spielen lassen.

Nebenpersonen, die nur kurz auftreten, beschreibe ich z. B. meistens überhaupt nicht. Und sowas wie "Mit ihren grün-blauen Augen und ihrem kastanienbraunem Haar, das ihr über den Rücken fiel, und dem herzförmigen Muttermal auf ihrem linken Schulterblatt, das man nur sah, wenn sie ihren rostroten Strickpulli trug..." finde ich persönlich etwas anstrengend... :wink:
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Feuerfeder » 06.10.2015, 20:54

Ich finde auch, man sollte einen Charakter innerhalb seiner ersten Szene kurz beschreiben. Viel braucht man dazu auch nicht, aber ich hätte gerne ein grobes Bild vor Augen.
Mir reicht da grob der Körperbau, Frisur und vielleicht noch Hautton oder ein auffälliges Detail.
Aber damit;
"zu jugendlichen Haarschnitt für ihr Alter"

kann ich nichts anfangen. Was ist denn ein jugendlicher Haarschnitt? Und wie alt ist die Person überhaupt?
"ziemlich attraktiv, wenn man auf kleine Männer mit Knubbelnase stand"

Das passt vielleicht in einer Ich-Erzählung, aber warum ist es nicht einfach ein kleiner Mann mit Knubbelnase?
Die Bewertung kann man meiner Meinung nach den Lesern überlassen.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Zwielicht » 06.10.2015, 21:10

Feuerfeder hat geschrieben:Ich finde auch, man sollte einen Charakter innerhalb seiner ersten Szene kurz beschreiben. Viel braucht man dazu auch nicht, aber ich hätte gerne ein grobes Bild vor Augen.
Mir reicht da grob der Körperbau, Frisur und vielleicht noch Hautton oder ein auffälliges Detail.


:thinking: Wie funktioniert das denn in der Ich-Perspektive? Da hätte man dann ja nur sehr eingeschränkten Spielraum für eine Eröffnungszene:

a. der Ich-Erzähler denkt aus welchem Grund auch immer über sein Äußeres nach (weil er z.B. vor dem Spiegel steht)
b. der Ich-Erzähler quatscht mit jemand anderem, der Bemerkungen über sein Aussehen macht

Oder steh ich gerade auf dem Schlauch?
Beide Varianten finde ich für eine erste Szene eher unschön.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Deirdre » 06.10.2015, 21:50

Ich assoziiere detaillierte Beschreibungen des Aussehens mit Jugendbüchern und Liebesromanen. Alle Geschichten, die ich zwischen meinem 10. und 16. Lebensjahr geschrieben habe, hatten total gutaussehende Charaktere, deren tolle und ungewöhnliche Attribute unbedingt beschrieben werden mussten - rote Haare, Linkshänder und/oder große, dunkle Augen waren dabei meine Favoriten ;)

Ist es relevant für die Geschichte? Handelt sie davon wie eine kleine, schmächtige Frau probiert den Meistertitel im Gewichtheben zu erringen? Verliebt sich ein Charakter in einen anderen und schwärmt dem Leser von dessen vollem Haar und strahlenden Augen vor? Wenn nicht, würde ich ich sparsam mit Beschreibungen sein.
Für alle, die einen Hafen suchen, wenn die Werkstatt schließt: http://die-schreibstube.phpbb8.de/forum
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Padrion » 06.10.2015, 22:33

Zwielicht hat geschrieben:a. der Ich-Erzähler denkt aus welchem Grund auch immer über sein Äußeres nach (weil er z.B. vor dem Spiegel steht)
b. der Ich-Erzähler quatscht mit jemand anderem, der Bemerkungen über sein Aussehen macht


Oder c) der Ich-Erzähler vergleicht eine andere Person mit sich selbst. Gibt schon genug Möglichkeiten zumindest eine grobe Beschreibung zu liefern. Geschlecht, Alter, auffällige Merkmale sollten schon relativ früh genannt werden, finde ich. Details müssen nicht unbedingt sein.
Zuletzt geändert von Padrion am 06.10.2015, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Feuerfeder » 06.10.2015, 22:45

:thinking: Wie funktioniert das denn in der Ich-Perspektive? Da hätte man dann ja nur sehr eingeschränkten Spielraum für eine Eröffnungszene:

Da habe ich auch keine gute Lösung für. Ich mag die beiden Varianten auch nicht sonderlich. Besonders der Spiegel ist ja auch schon zum Klischee verkommen.
Ich selber umgehe das Problem, in dem ich Ich-Erzähler nur für Kurzgeschichten benutze, in denen ich dann gar nicht das Äußere beschreibe.

Wobei es beim personalen Erzähler generell nicht so einfach ist. In einer Szene von mir habe ich die Haare meiner Hauptfigur als "helle, kupferbraune Locken" beschrieben. Das wurde mir als Perspektivfehler angekreidet.
Ich hab dann das erste Adjektiv gestrichen, damit es sich etwas nahtloser in den Erzähltext einfügt.
Eine abschließende Lösung habe ich da aber noch nicht gefunden.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Zwielicht » 06.10.2015, 22:54

Ich handhabe es bisher so, dass ich einen geeigneteren Moment für die Beschreibung abwarte. Ich habe mehrere personale Perspektiven, da schaut man dann immer mal durch die einen Augen auf einen anderen Charakter ;)

Nur funzt das logischerweise nicht in der ersten Szene. Muss es meiner Meinung nach aber auch nicht. So früh wie möglich (und natürlich nicht erst in der Mitte des Buches), aber so spät wie nötig. Wenn ich aus Jonas' Sicht erzähle, dass er sich seine blonden Haare zurückstreicht, ist das meiner Meinung nach tatsächlich ein Perspektivfehler. Und des mog i ned.
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Ankh » 06.10.2015, 23:58

Wenn man den Protagonisten in der ersten Szene beschreiben will, dann ist das auch das/ein Ziel der Szene. Man muss die Szene also so aufbauen, dass man die Beschreibung sinnvoll unterbringen kann.

Beispielsweise:

"Er kanzelte mich so ab, dass ich mir mit meinen 45 Jahren wieder wie ein dummes Schulmädchen vorkam."
[Aufzählung, was ich alles noch erledigen muss, bevor ich zur Grabung nach Ägypten aufbreche], "... und eigentlich müsste ich mir vorher auch noch den Ansatz nachfärben lassen, weil Weiß über Hellrot aussieht wie Pommes Schranke."
"Ich quetschte mich in den Sitz und holte mir gleich eine Laufmasche am Knie, weil die Economyklasse nicht für Leute über 1,75 konzipiert ist."

Damit hat man also Alter, Haarfarbe und ungefähre Körpergröße einigermaßen elegant untergebracht, jetzt muss man nur noch eine Szene drumherum konstruieren ;)
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Zwielicht » 07.10.2015, 01:18

Das sind super Beispiele :mrgreen: Die ich auch allesamt so benutzen würde, wie sie da stehen. Hast mich überzeugt. Momentan kommt's mir zwar so vor, als wäre mir als Leser das fast zu viel für eine Szene - aber wenn die etwas länger ist und sich die Infos schön verteilen ... :2thumbs:
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Ankh » 07.10.2015, 08:36

Ich persönlich fände es jetzt auch nicht schlimm, wenn die Körpergröße erst in der zweiten Szene (oder gar nicht) eine Rolle spielt. Ich wollte damit nur sagen, Äußeres lässt sich leichter verpacken, wenn die Details eine Rolle spielen. Sitiuationen, wo der Prota eine Gesamtbetrachtung von sich macht, sind ziemlich ausgelutscht, und es ist ohnehin eher schwierig eine Situation zu finden, wo jemand so etwas macht. Für Einzelheiten ist das einfacher: Ich will die Körpergröße erwähnen? Okay, in welcher Situation spielt die eine Rolle? Irgendwo, wo der Platz beengt ist (im Flugzeug). Oder wenn ich irgendwo nicht rankomme (vielleicht im Supermarkt?). Dann habe ich eine Situation, und da drum baue ich dann eben die Szene. Wahrscheinlich überlegt man sich dann auch genauer, welche Informationen wirklich wichtig und interessant genug sind, dass man den Prota in eine entsprechende Situation bringen muss. Körpergröße würde da bei mir in den allermeisten Fällen rausfallen - ich hab in meiner Geschichte nur bei einem Prota die Größe erwähnt, und der ist 2,06 m. Der Rest ist eben mehr oder weniger Durchschnitt, da spielt das doch keine Rolle.

Ich finde es auch gerade bei Ich-Erzählern besser, wenn die ein bisschen selbstkritisch sind. Wer steht denn schon ernsthaft morgens vor dem Spiegel und bewundert ihr Indian Summer- rotes Haar, wie es in verspielten Wellen über ihre Schultern fließt? In den allermeisten Fällen würde sie dastehen und denken "Sch***e, sind die wieder verfitzt, und in zehn Minuten geht mein Bus. Ich muss unbedingt wieder Haarspülung einkaufen."
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Re: Charaktere im Krimi

Beitragvon Padrion » 07.10.2015, 12:58

Ankh hat geschrieben: Der Rest ist eben mehr oder weniger Durchschnitt, da spielt das doch keine Rolle.


Das möchte ich auch noch einmal unterschreiben. Dinge, die ohnehin so sind, wie der Leser sie erwartet, müssen nicht unbedingt extra erwähnt werden, die ergänzt er dann schon von selbst, wenn man ihn auf die richtige Fährte setzt.

Man sollte sich vielmehr überlegen, was die charakteristischen äußerlichen Merkmale einer Figur sind. Dazu folgendes Gedankenexperiment: Man fährt mit einem Freund in der Bahn und alle Fahrgäste haben komischerweise die gleiche Kleidung an. Wie benennt man seinem Freund jetzt möglichst kurz und eindeutig eine bestimmte Person? Das würde vermutlich so ablaufen: "schau dir mal den Dicken mit Glatze an", oder "guck mal das kleine Mädchen mit den roten Zöpfen".

Natürlich spielt in einer Szenenbeschreibung dann auch die Kleidung eine Rolle, aber ich finde, man sollte eine (halbwegs wichtige) Figur nicht auf die Kleidung reduzieren, denn sie wird sich im Verlauf der Geschichte ja vielleicht mal umziehen. Bei einer reinen Nebenfigur hingegen reicht womöglich auch "der Herr im teuren Smoking" :wink:
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