[SciFi]Das Ende der Zeit

[SciFi]Das Ende der Zeit

Beitragvon Rommie » 15.02.2014, 20:12

Bitte Kommentiert, es würde mich freuen
zu sehen was ihr darüber denkt.

Das Ende der Zeit


Es geht um eine Geschichte, die viele viele Jahre zuvor geschehen ist. Als Welt und Zeit noch in Ordnung waren. Heute sind überall Zeitblasen, die ständig auftauchen und wieder verschwinden. Läuft man in sie hinein, wird man in eine andere Zeit geschickt. Nur die einen Zeitregulator haben wissen, in welche Zeit sie geschickt wurden. Die anderen können ihre Zeitsprünge nicht kontrollieren.
Also: Ich bin Alice und ich werde euch ein bisschen von dem Problem hier erzählen. Mein Zeitregulator habe ich von der RaZa. GmbH (Regulationsamt für Zeitangelegenheiten) zugeteilt bekommen. Ich lebe in dem Jahr 3054, wo die Zeitblasen sich schon sehr weit ausgedehnt haben und die Welt bedrohen. Mit dem Zeitregulator kann ich die verschiedenen Blasen analysieren und ihren Zeitabstand zu meinem messen. Wenn ich die richtige Zeit gefunden habe, kann ich euch zeigen, was passiert ist. Ich muss in das Jahr X zurück. Wir nennen es so, weil genau zu diesem Zeitpunkt das Problem entstanden ist, das die Welt ins Chaos stürzte. Ich sage: „wir haben eine Zeitblase gefunden! Sie kann uns zum Ort des Geschehens zurückführen“.
Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte, naja lauf ich halt hin. Ich denke: Ich war hier noch nicht, das ist ein Ort der mir ziemlich unbekannt ist. Menschen in Kapseln sind hier warum nur? Na gut erstmal weg hier und das Labor finden, in dem der Unfall statt findet. Das erinnert mich an eine andere Geschichte … Ohh nein sie fangen schon an, an dieser stelle sollte ich euch die Wahrheit sagen. Mir wurde aufgetragen das Chaos aufzuhalten. Ich muss schnell etwas tun und renne auf sie zu. Plötzlich, eine Zeitblase versperrt mir den Weg. Alle fangen an zu schreien:„Der Hauptreaktor explodiert gleich!“- „Wir wollten doch nur ein Mittel finden diese Leute aus der Cryostasis wieder zu beleben.“, rief der Oberwissenschafler panisch.
Ich weiß, dass ich die Explosion nicht mehr verhindern kann und springe in die nächste Zeitblase.
Da ich die Blase nicht analysieren konnte, wusste ich auch nicht wo ich lande. In der anderen Zeit angekommen, schaue ich überrascht, denn ich stelle fest, dass der verrückte Oberwissenschafler vor mir steht.
„Hey, warum bist du hier?“ frage ich aufgeregt.
„Du weißt, es geht um Risse in Zeit und Raum.“ sagt er.
„Ja, ich weiß bescheid.“ Seufze ich. „Ich bin nämlich auch ein Reisender, so wie du.“ fügt er hinzu.
„Meinetwegen, und wo sind wir jetzt?“
„Wie es aussieht, befinden wir uns in der Zeit der Ritter.“
„Na toll, was machen wir nun? Normalerweise bin ich allein. Ich würde ja wieder zum Zeitpunkt zurück springen. “
„Warum allein, jetzt sind wir zu zweit. Wir machen das jetzt im Team. Wie heißt du eigentlich?“
„Das brauchst du nicht wissen, wir müssen nur einen Weg zurück finden.“ ,meckere ich und suche eine Zeitblase, die uns zum Zeitpunkt zurück führt.
„Hey wo willst du hin?“
„Ich suche eine Zeitblase, die mich zurück bringt und wenn du nicht mitkommst, bleibst du halt hier. Für so was wie Teamwork bin ich nicht. “
„Von mir aus ok, aber komm nicht zu mir, wenn du es versaust! Ich schau nur zu.“
„Ich werde es schon nicht versauen, keine Sorge, bleib nur sitzen und schau zu.“
Mit dem Zeitregulator finde ich nach einer Weile eine Zeitblase, die uns zum Labor zurück bringt.
Jetzt befinde ich mich wieder im Flur und sehe die seltsamen Kapseln. Ein stück weiter befindet sich der Eingang zum Labor. Ich warte nun auf den Oberwissenschafler, der gleich hinterher kommt. Wir gehen gemeinsam in den das Labor, wo der Hauptreaktor steht.
Ich seufze: „Oh nein, der Reaktor!“
Der Oberwissenschafler meint: „Gleich sind wir Bratwurst", grinste der Oberwissenschaftler.
Ich schaue den Oberwissenschafler grimmig an. Plötzlich ohne uns bewegt zu haben, landen wir wieder im jahr 1345 ohne dafür eine Erklärung zu haben. Noch nicht. Auf einmal kommt ein junger Mann auf uns zu, der wie ein Ritter aussieht und sagt: „Seit ihr neu in dieser Stadt?“
Wir antworten fast zur selben Zeit: „Nein äh Ja, warum!“
„Weil ihr dämlich angezogen seid...Ihr seid mir nicht geheuer“, murmelt der junge Ritter, „ich werde das den König melden und ihr kommt mit.“
Er führt uns mit vorgehaltenem Schwert einen matschigen Weg entlang. Mit der Klinge im Rücken gehen wir widerwillig durch eine verlassene Baumgruppe auf eine dunkle Burg zu. Der Wind lässt die Baumkronen unheimlich wiegen. Da schießen plötzlich Pfeile auf uns hinunter. Ein dumpfer Schlag und ein jämmerlicher Aufschrei sind zu hören, ehe der Ritter zusammensackt. Wir schauen auf und sehen Frauen. Eine kommt runter und dann auf uns zu. Die Amazone sagt: „Unsere Wahrsagerin hat uns von euch erzählt.“
Sie meinte: „Ihr hattet schon ein Leben hier. Nun seid hier zurück gekommen, um die Welt zu retten.“
Der Oberwissenschafler wirft eine Bemerkung in die Runde: „Ah, was meinen Sie mit einem anderen Leben?“
Mir fiel ein, dass wir in einer Welt leben, in der es verschiedene Zeitstränge gibt.
Das bedeutet, dass wir schon einmal gelebt - und alles bereits erlebt haben.
Das erkläre ich auch den Anderen. Wir verabschieden uns und reisen in das Jahr X zurück.
Nun haben wir noch 5 Min bis uns der Hauptreaktor um die Ohren fliegt!
Der Oberwissenschafler ruft mir zu: „Versuche die Notabschaltung zu aktivieren, ich werde die Evakuierung starten.“
Wenn das jetzt nicht funktioniert sind wir Matsch!
Ich habe die Notabschaltung betätigt, was nicht so einfach war. Der Oberwissenschafler hat hoffentlich die Evakuierung beendet. Als er wieder in das Labor kam, sah er, dass der Hauptreaktor endlich abgeschaltet ist.
Ich frage nun erleichtert und mit dem Arm um seine Schulter: „Wie heißt du jetzt eigentlich?“
„Ich bin: Lion vom Erlenwald“


Aber wie haben Lion und ich diese verwirrende Situation nun gerettet? Dieser Frage bin ich ein paar Wochen später nachgegangen. Denn schließlich wollte die Presse wissen, wie wir die Welt nun gerettet haben.
Ist ja eine größere Sache gewesen...
Wie gesagt besteht die Zeit aus mehreren Verläufen. In einem dieser Stränge ist alles schon mal passiert.
In einer dieser Zukunftsversionen haben wir es nicht geschafft. Als wir dann in die nächste Version gelangt sind (nachdem wir aus dem Mittelalter gekommen sind) sind wir in einer Zukunft gelandet, in der alles geklappt hat. In dieser Version hat Lion eine Modifikation hinzugefügt aufgrund derer ich nach einiger Zeit das Problem lösen konnte.


Diese eigensinnige Geschichte wurde entworfen in einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit
von Rommie und Chrysantheme.
-während wir schlaftrunken nachts um 12 über die Zeit und ihre verworrenen Auswirkungen philosophierten.
Aber dies ist keineswegs eine einfach so dahingeklatschte Geschichte, sondern ein dreiwöchiges Gemeinschaftsprojekt.
Zuletzt geändert von Rommie am 15.03.2014, 22:44, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe ist kein Hindernis
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon Hyena » 19.02.2014, 17:03

Huhu^^

Dann will ich mal. :D

Der Titel ist gut gewählt, er macht neugierig. Der kumpelhafte Erzählstil zieht einen sofort ins Geschehen. Der erste Absatz ist zwar ein Infodump, aber kurz genug, um nicht vom Weiterlesen abzuhalten.

Zur Sprache...

Mein Zeitregulator habe ich von der RaZa. GmbH (Regulationsamt für Zeitangelegenheiten) zugeteilt bekommen.


Das, was in Klammern steht, würde ich in einen gesonderten Satz packen, sonst reiß es etwas aus dem Redefluss der Prota.

Mitunter ist nicht ganz klar, ob die Protagonistin etwas einfach nur erzählt oder ob das, was sie berichtet, gerade wirklich passiert. Sprachlich solltet ihr die Unterschiede zwischen Gedanken und Handlung deutlicher hervor heben.

Ein Beispiel dafür ist folgender Absatz

Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte, naja lauf ich halt hin. Ich denke: Ich war hier noch nicht, das ist ein Ort der mir ziemlich unbekannt ist. Menschen in Kapseln sind hier warum nur? Na gut erstmal weg hier und das Labor finden, in dem der Unfall statt findet. Das erinnert mich an eine andere Geschichte … Ohh nein sie fangen schon an, an dieser stelle sollte ich euch die Wahrheit sagen. Mir wurde aufgetragen das Chaos aufzuhalten. Ich muss schnell etwas tun und renne auf sie zu.


Hier musste ich mehrmals nachlesen, ehe ich entschlüsselt hatte, was davon nur im Kopf stattfand und was in Wirklichkeit.

Was mich zudem etwas irritiert, ist das Fehlen von Emotionen. Hier zB

alle fangen an zu schreien:„Der Hauptreaktor explodiert gleich!“- „Wir wollten doch nur ein Mittel finden diese Leute aus der Cryostasis wieder zu beleben.“, rief der Oberwissenschafler panisch.
Ich weiß, dass ich die Explosion nicht mehr verhindern kann und springe in die nächste Zeitblase.
Da ich die Blase nicht analysieren konnte, wusste ich auch nicht wo ich lande.


Keine Angst oder wenigstens Nervosität. Auch, wenn das ihr Job ist, wird sie doch in solch einer kritischen Situation irgend etwas empfinden.

Mitunter ist nicht ganz klar, woher sie bestimmte Informationen hat, zB hier

„Wie es aussieht, befinden wir uns in der Zeit der Ritter.“


Woran er das fest macht, bleibt unerwähnt.

Der Oberwissenschafler meint: „Gleich sind wir Bratwurst,*grins*.“


Das in den Sternchen ist etwas seltsam. Spricht er es mit oder zeigt es an, dass er grinst.

Plötzlich ohne uns bewegt zu haben, landen wir wieder im jahr 1345 ohne dafür eine Erklärung zu haben.


Mich würde interessieren, woher sie das Datum weiß. Ich nehme an, es wird auf dem Zeitregulator angezeigt. Des Weiteren ist eigenartig, dass die Menschen aus dem Mittelalter die gleiche Sprache sprrechen. Das sollte erklärt werden, zB mit einer Übersetzungsfunktion des Zeitregulators.

Nun haben wir noch 5 Min bis uns der Hauptreaktor um die Ohren fliegt!


Fünf Minuten ausschreiben.

Für das Ende fehlt m. E. ein prägnanter Schlussatz. So wirkt es etwas unfertig.

Fazit

Interessante Grundidee mit den Zeitblasen. Die Idee lohnt sich, weiter zu verfolgen. An der Sprache und den kleinen inhaltlichen Ungereimtheiten solltet ihr noch ein wenig arbeiten. Insgesamt eine verwirrende, aber dennoch unterhaltsame Geschichte^^

lg
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon UndeadBBQ » 28.02.2014, 16:00

„Wir wollten doch nur ein Mittel finden diese Leute aus der Cryostasis wieder zu beleben.“, rief der Oberwissenschafler panisch.

Für "panisch" scheint mir das eindeutig zu lange.

Der Oberwissenschafler meint: „Gleich sind wir Bratwurst,*grins*.“

Ich weiß das Sprache lebendig ist und die Internetkultur mit Sicherheit Einzug in unsere Art zu sprechen nehmen wird. Aber emoti wie *grins* zu verwenden halte ich für absolut untragbar.
"Der Oberwissenschafler meint: „Gleich sind wir Bratwurst.“ und grinste dabei wie ein verzogener Bengel." scheint mir doch eine bessere Schreibweise zu sein.

Sie meinte: „Ihr hattet schon ein Leben hier. Nun seid hier zurück gekommen, um die Welt zu retten.“
Der Oberwissenschafler wirft eine Bemerkung in die Runde: „Ah, was meinen Sie mit einem anderen Leben?“

Hier wäre vielleicht besser wenn der Wissenschaftler „Ah, was meinen Sie mit "wir hatten schon ein Leben hier"?“ sagt.

Generell möchte ich meinen das Zeitreisen und ihre Implikation wahrscheinlich sogar mehr als 3 Wochen braucht um verstanden zu werden. Allein das Zurückreisen in der Vergangenheit könnte mit Leichtigkeit auslösen das es Zeitpunkt X nicht mehr gibt wenn sie zurückreisen. Es wurde ein Soldat wegen ihnen erschossen und damit womöglich ein gesamter Stammbaum ausgelöscht der tausend Jahre später eine gigantische Anzahl von Menschen einfach aus der Existenz reißen würde. Das alles impliziert natürlich auch das man Zeit rückwärts laufen lassen könnte. Genauso würde es implizieren das Kausalität rückwärts laufen könnte und Menschen die in der Zukunft bereits geboren wurden durch ein Ereignis in der Vergangenheit getötet werden könnten. Wenn das aber nicht zutrifft hilft ein Ändern der Ereignisse bei Zeitpunkt X auch nichts denn in der bereits vorhandenen Zukunft hat diese Katastrophe bereits stattgefunden.
Aber egal. Ist ja keine wissenschaftliche Abhandlung.

Ich finde die kumpelhafte Erzählweise lustig, aber das Tempo ist verwirrend und verdreht einem die Hirnwindungen. Ich weiß nicht wer sie ist, wer der Wissenschaftler ist und wer irgendwer ist und was die da alle machen. Lasst euch doch ein paar Zeilen mehr Zeit um Sachen zu erläutern.
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon Sartea » 03.03.2014, 00:42

Hallo Rommie!
Es ist mir ein ausgesprochenes Vergnügen. :)

Rommie hat geschrieben:Bitte Kommentiert, es würde mich freuen
zu sehen was ihr darüber denkt.


Dann wollen wir mal.

Das Werk

Die Geschichte dreht sich um eine durch Zeitrisse entstellte Realität. Die Zeit verläuft nicht länger linear, sondern breitet sich unkontrolliert in unzähligen Zeitbrüchen aus. Nur mit der Hilfe eines Zeitregulators, ist es möglich sich halbwegs sicher durch die verschiedene Zeitzonen zu bewegen. In dieser chaotischen Welt versuchen die Protagonistin Alice und der Wissenschaftler Lion, der ihr in einer der Zeitstränge begegnet, zum Jahr X zu gelangen in dem die erste Spaltung der Zeit statt gefunden hat. Nur von dort ist es möglich alle Folgeeffekte ungeschehen zu machen und die Welt zu retten.

Idee, Charaktere, Geschichte und Logik

Die Idee hinter der Geschichte ist sicher nicht neu, doch interessant. Gerade die Aufspaltung von Zeitlinien bietet eine ungeahnte Fülle an Möglichkeiten und verworrenen Handlungsverläufen. Tatsächlich gelingt es dir ein Gefühl der Verwirrung und der Orientierungslosigkeit aufkommen zu lassen. Ich bin mir allerdings nicht so sicher, ob das deine Absicht war.

Es ist mitunter sehr schwer der Handlung und dem übergangslosen Gebietswechsel zu folgen. Da diese ohne nähere Beschreibungen und Hintergrundinformationen einfach stattfinden. Etwas mehr Rahmen täte den so kurz hintereinander gezeigten Bildern sehr gut.

Die Charaktere sind leider sehr blass geraten, da sie ebenfalls kaum beschrieben werden. Durch die Dialoge kann Alice zumindest die Eigenschaften einer schnippischen Einzelgängerin zugesprochen werden. Während der Oberwissenschaftler deutlich schlechter weg kommt.

Schreibstil, Absätze und Grammatik

Dein Schreibstil ist ausbaufähig. Die Geschichte enthält viel Umgangssprache und weist einige Stilbrüche auf. Die Dialoge passen zum Teil entweder nicht zur Situation oder nicht zu den Charakteren. Doch mach dir keine Sorgen. Solche Dinge kommen von allein wenn man viel liest. Also nicht entmutigen lassen und immer weiter üben.

Grammatikalisch bin ich selbst nicht so das große Ass und so sind mir nur einige ganz allgemeine Fehler aufgefallen. Witzig im Kontext des Themas: Du springst innerhalb der Geschichte einige male vom Präsenz ins Präteritum. ^^

Deine Absätze waren meistens gut gewählt. Die allgemeine Formatierung der Geschichte und der Dialoge ist in Ordnung.

Einzelverweise

Rommie hat geschrieben:Es geht um eine Geschichte, die viele viele Jahre zuvor geschehen ist.


Tatsächlich geht es um eine Begebenheit die viele viele Jahre zuvor geschehen ist. Die Geschichte wird ja jetzt erzählt.

Rommie hat geschrieben:Nur die einen Zeitregulator haben wissen, in welche Zeit sie geschickt wurden.


Mit diesem Satz habe ich gleich mehrere Probleme. Zunächst fehlt nach dem ersten „die“ ein zweites. Was allerdings etwas ungelenk klingt. Ich empfehle „diejenigen“:

Nur diejenigen, die einen Zeitregulator haben wissen, in welche Zeit sie geschickt wurden.


Außerdem nennt sich das Ding Zeitregulator. Nach deiner Beschreibung reguliert er die Zeit aber gar nicht, sondern gibt lediglich Auskunft darüber wohin der Zeitriss führt.

Rommie hat geschrieben:Mein Zeitregulator habe ich von der RaZa. GmbH (Regulationsamt für Zeitangelegenheiten) zugeteilt bekommen.


Es heißt der Zeitregulator. Demnach müsste „Mein“ durch „Meinen“ ersetzt werden.

Weiterhin wird ein Amt niemals einer Gesellschaftsform zugeordnet. Das „GmbH“ steht für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und somit für ein privates Unternehmen das bei einer Verschuldung nur mit seinem Stammkapital haftet (mit Ausnahmen, aber wir wollen ja keine Wirtschaftsarbeit daraus machen). Staatliche Ämter haften für gar nichts. Nicht mal beschränkt. xD

Rommie hat geschrieben:Mit dem Zeitregulator kann ich die verschiedenen Blasen analysieren und ihren Zeitabstand zu meinem messen.


Du schreibst: der Zeitregulator würde den Zeitabstand der Blasen zu deinem messen. In diesem Fall würde sich das „deinem“ auf „Zeitabstand“ beziehen, was wenig Sinn macht. Ich würde das so schreiben:

Mit dem Zeitregulator kann ich die verschiedenen Blasen analysieren und ihren relativen Abstand zu meiner Position im Zeitstrom messen.


Rommie hat geschrieben:Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte, naja lauf ich halt hin.


Etwas ungeschickt formuliert. Ich würde aus diesem Satz zwei machen. Ein Vorschlag:

Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte. Schnell beginne ich zu rennen, denn die Zeit ist gegen mich.


Rommie hat geschrieben:Menschen in Kapseln sind hier warum nur?


Diese Frage bedarf einer eleganten Umformulierung. Vielleicht so?

Ich sehe in Kapseln eingeschlossene Menschen. Warum nur?


Rommie hat geschrieben:Plötzlich, eine Zeitblase versperrt mir den Weg.


Wieder etwas ungelenk. Besser:
Plötzlich versperrt eine Zeitblase meinen Weg.


Rommie hat geschrieben:(...)rief der Oberwissenschafler panisch.


Die Geschichte ist im Präsenz geschrieben. Es müsste also „ruft“ heißen.

Rommie hat geschrieben:„Ja, ich weiß bescheid.“ Seufze ich.


Bescheid groß. Ich weiß auch nicht warum. Habe das früher auch immer falsch gehabt. :/

Rommie hat geschrieben:Wir gehen gemeinsam in den das Labor,(...)


Kleiner Flüchtigkeitsfehler. Das „den“ ist hier überflüssig.

Rommie hat geschrieben:Der Oberwissenschafler meint: „Gleich sind wir Bratwurst,*grins*.“


Zu umgangssprachlich. Besser:

“Gleich sind wir Bratwurst,“ grinste er.“


Rommie hat geschrieben:Auf einmal kommt ein junger Mann auf uns zu, der wie ein Ritter aussieht und sagt: „Seit ihr neu in dieser Stadt?“


Das „Seit“ muss hier mit „d“ am Ende geschrieben werden. Aber da du das sonst überall richtig hattest ist das sicher nur ein Flüchtigkeitsfehler.

Handlungstechnisch fehlerhafte Logik ergibt sich jedoch aus der Frage selbst. Du beschreibst im nächsten Abschnitt wie die Protagonisten durch eine Waldgruppe zu einer Burg geführt werden. Welche Stadt meint der Ritter also?

Rommie hat geschrieben:„Weil ihr dämlich angezogen seid...Ihr seid mir nicht geheuer“, murmelt der junge Ritter, „ich werde das den König melden und ihr kommt mit.“


Der junge Ritter wird das dem König melden wollen. Nicht den.

Außerdem hat er für einen Ritter aus dem Altertum eine etwas zu moderne Sprachführung. Es ergibt sich auch die Frage wieso sich die Charaktere aus unterschiedlichen Zeitzonen und -strängen verstehen können. Es fehlt die Erklärung wie Sprachbarrieren überwunden werden.

Rommie hat geschrieben:Der Oberwissenschafler wirft eine Bemerkung in die Runde: „Ah, was meinen Sie mit einem anderen Leben?“


Logik. Für einen Wissenschaftler der sich speziell mit Zeitreisen beschäftigt, ist diese Frage schlicht undenkbar.

Rommie hat geschrieben:Mir fiel ein,(...)


Zeitsprung. Es müsste „mir fällt ein“ heißen.

Rommie hat geschrieben:Als er wieder in das Labor kam, sah er, dass der Hauptreaktor endlich abgeschaltet ist.


Erneuter Zeitsprung. Es müsste „kommt“ und „sieht er“ heißen.

Fazit

Ich sehe sehr viel Potenzial in deinem kreativen Schaffen Rommie und möchte nicht, dass du dich durch die Fülle der Kritikpunkte entmutigt fühlst. Betrachte sie als Lektionen auf deinem glorreichen Weg eines jeden Menschen, der Bilder mit Wörtern zu malen versteht. Deine Geschichte ist interessant aber technisch nicht einwandfrei und genau deshalb bist du hier. Um zu lernen und immer besser zu werden.

Genau so wie ich übrigens. :mrgreen:

Da du diese Geschichte in Kooperation mit einer Freundin geschrieben hast, gilt für sie natürlich dasselbe.

Viele liebe Grüße
Sartea der Graue
Die Ewigkeit definiert sich nicht durch die Dauer, sondern Wiederholung eines Zustandes.
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon Ojinaa » 05.03.2014, 14:33

Hallo Rommie,

nachdem ich gesehen haben, dass du schon 21 bist, kann ich mich Sarteas verstecktem Tipp zum Lesen nur anschließen: Lies, was das Zeug hält! Geschichten, Romane  – was immer dir an erzählender Prosa in die Hände fällt! Und wenn du etwas findest, was dir besonders gut gefällt, mach dir mal die Mühe, ein oder zwei Seiten abzuschreiben! Das kann helfen, dir ein Gespür zu geben, wie anders ein Text klingen muss. Sartea hat sehr schön analysiert, was nicht funktioniert, der Schlüssel zum Verbessern liegt in eben jenem "Klang". Nimm dir Zeit dafür! Konzentriere dich dabei nicht darauf, die Handlung runterzusagen, sondern nimm den Leser an die Hand und führe ihn durch den „Film“! Zeig etwas mehr Kulisse, zeig, was die Figuren ganz genau tun, was denken und fühlen!

Das beginnt damit, dass du mit „Es geht um …“ losplatzt. Wobei geht es darum? Richtiger wäre sowas: „In der Geschichte, die ich hier erzählen möchte, geht es um …" Du kannst auch mit dem Namen anfangen: „Ich bin Alice und ich möchte euch etwas über Zeitblasen erzählen. Sie sind …"

Auch solche Sachen wie
Ich sage: „wir haben eine Zeitblase gefunden! Sie kann uns zum Ort des Geschehens zurückführen“.
Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte,

sind kein guter "Film": Abgesehen davon, dass überhaupt nicht klar wird, wem Alice das sagt und warum, reicht es nicht, sowas zu sagen – sie muss auch (zusammen mit wem auch immer, sie spricht von "kann uns zurückführen") auch in die Blase reingehen (oder wie auch immer der Sprung funktioniert). Dann passiert was: Entweder es gibt irgendwelche Effekte (es wird kurz dunkel um sie herum oder es gibt Lichteffekte oder ihr wird kurz übel oder …) oder sie ist beim Rübertreten einfach da (das würde gegen eine Zeitblase sprechen, man hätte es wohl eher mit einem Riss oder Loch zu tun). Auch wäre es schöner, wenn du ein bisschen beschreibst, wie es dort aussieht, wo sie ankommt. Sie könnte z. B im Freien sein, wo rundrum Rohre sind. Oder sie landet in einem langen Korridor, von dem lauter Türen in Labore führen. Oder sie steht mitten in einer Art Werkhalle. Lass deine Fantasie spielen!

Oder: Alice nennt irgendwen einfach „Oberwissenschaftler“. Woher weiß sie, dass er es ist? Vielleicht passiert ja Folgendes: „Ich renne auf die Leute zu. Den einen erkenne ich, das ist der Leiter dieses Projektes. Ich weiß zwar den Namen nicht mehr, aber ich erinnere mich an die Fotos. Dieser Oberwissenschaftler, wie ich ihn für mich nenne, wedelt aufgeregt mit den Händen, als würde er die anderen Wissenschaftler verscheuchen wollen. „Der Hauptreaktor explodiert gleich!", schreit einer. Verdammt, ich bin zu spät gekommen! …“

Oder: Als die beiden plötzlich (wieder) im Jahr 1345 sind – woher weiß Alice das? Schaut sie auf den Regulator?


Nimm dir Zeit! Zeige dem Leser, was man sehen kann (die Hintergrundinfos kannst da immer noch an passender Stelle einstreuen). Lesen ist wie Kino im Kopf – also mach Film!

Gruß von
jon
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon HerrGesangsverein » 12.03.2014, 18:23

Grüßerchen,
mit dem Thema Zeit habt Ihr euch einen ganz schönen Brocken vorgenommen, die Königsklasse der Science Fiction sozusagen. Und ich mag eure Idee.

Zum handwerklichen habt Ihr ja schon ein paar Kommentare bekommen, deswegen werde ich mich dazu geschlossen halten. Viel interessanter aber ist doch das Thema selbst. Und Zeit, bzw. eine Störung des Raum-Zeit Kontinuums ist ein gewaltiges Thema. Eine solche Störung wäre, wie Ihr ja auch selbst schreibt, eine immense Bedrohung für die Gesamtheit der Existenz selbst.
Aber leider kratzt Ihr nur an der Oberfläche des Themas und einige Fragen bleiben nicht nur unbeantwortet, sondern sogar ungestellt. Und für mich waren es bei SciFi nie die Antworten sondern gerade die Fragen die, die Faszination begründen.

Warum ist gerade Zeit so ein großes Mysterium?
Ganz einfach, niemand hat auch nur eine entfernte Ahnung was Zeit eigentlich ist, ja nicht einmal eine Theorie.
Also stellt sich doch die Frage was wir eigentlich Wissen über dieses Phänomen das wir Zeit nennen. Und ein oder zwei Sachen gibt es da schon die wir mit Sicherheit sagen können. Zum einen ist Zeit eine der fundamentalen Grundlagen der Existenz. Zeit und Raum sind unweigerlich mit einander verknüpft, endet das Eine endet auch das Andere und damit enden auch wir Menschen, der Planet auf dem wir leben, unser Sonnensystem, die Milchstraße, ja sogar das ganze Universum.
Eure Protagonisten ringen also nicht einfach um den Erhalt ihrer eigenen Existenz, sondern vielmehr um den Erhalt von allem das es gibt, jemals gab und geben wird. Heiliger Scheiß oder?

Aber gleichzeitig bringt uns die Frage nach der Zeit automatisch an die Grenzen unserer eigenen subjektiven Realität. Wir Menschen sind nämlich nicht fähig Zeit wahr zu nehmen und so wird die Frage was Zeit eigentlich ist womöglich für alle Zeit (verzeiht bitte den kleinen Wortwitz) ohne Antwort bleiben. Wir müssen uns also damit zufrieden geben die Auswirkungen der Zeit zu beobachten. Es ist als würden wir den Schatten eines Objektes betrachten das für uns unsichtbar ist und versuchen daran zu erkennen um was für ein Objekt es sich handelt. (Schaut euch dazu unbedingt Platons Höhlengleichniss an. http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis)

Wenn Ihr also euer Projekt noch ein wenig weiter verfolgen wollt beschäftigt euch doch einmal mit der Definition von relativistischer Zeit nach Einstein und versucht euren Leser mit den Fragen zu konfrontieren die sich euch dabei stellen.
Ein spannenderes Thema gibt es für Science Fiction nicht, aber halt auch keines das schwieriger ist.
Wenn ihr es schafft diese fragen in eurer Geschichte aufzuwerfen garantiere ich euch das zumindest ich sie wieder und wieder verschlingen werde.
"Mein Junge, du riechst wie ein frischer Schinken an einem Sommermorgen!"
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon KrisKelvin » 25.10.2014, 18:43

Also, nun bin ich dann mal an der Reihe!

Ich finde die Grundidee ja nicht schlecht, auch wenn sie nicht mehr allzu neu ist.
Aber die Geschichte an sich hat etwas!

Jedoch finde ich, dass ihr das ganze zu schnell schreibt. Das "Ich lebe in dem Jahr 3054, wo die Zeitblasen sich schon sehr weit ausgedehnt haben und die Welt bedrohen. Mit dem Zeitregulator kann ich die verschiedenen Blasen analysieren und ihren Zeitabstand zu meinem messen." Ist ja noch richtig gut!

Aber direkt danach schreibt ihr: "Ich sage: "Ich habe eine neue Zeit gefunden!" und seid direkt danach am Ort des Geschehens.
Das geht irgendwie alles ein wenig schnell in meinen Augen.
Und auch ist das mit "Ich sage: ..." Ein wenig komisch meiner Meinung nach. Es wird einfach gesagt, dass man die richtige Zeit gefunden hat. Also mit direkter Rede. Das hätte man meiner Meinung nach auch anders formulieren können, indem man einfach sagt, dass man losgereist und nun angekommen ist.

"Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte, naja lauf ich halt hin."
Das klingt etwas flapsig. "Na ja (wird übrigens auseinander geschrieben, sonst hast du die Schlangenart Naja :P ) lauf ich halt hin!" macht es irgendwie so, als würdet ihr nicht sonderlich viel Wert auf die aktuelle Situation legen. Ich hätte da einfach "Okay. In der richtigen Zeit wären wir, aber noch nicht am richtigen Ort. Aber es kann nicht mehr sonderlich weit sein, denn die Umgebung sieht schon sehr nach der Anlage aus!"
Und noch eine kleine Anmerkung am Rande: "... in dem der Unfall statt findet." Das müsst ihr, da ihr euren Protagonisten in die Vergangenheit gebracht habt, in die Zukunft setzen, also "... in dem der Unfall stattfinden (wird zusammengeschrieben) wird" schreiben.

Dann trifft Alice sofort auf den Oberwissenschaftler, was auch wieder m.E. nach zu schnell geht, und reist sofort mit ihm in die Vergangenheit.
Das ist alles viel zu schnell. Wenn man das noch ausschmückt, also erst mal schreibt, dass Alice zum Beispiel die Wissenschaftler beobachtet, und dann auf sich aufmerksam macht, sei es durch einen dummen Fehler oder was anderes, dann habt ihr zum Einen mehr Text, und zum Anderen reißt ihr den Leser nicht so durch das Geschehen.

Auch ist die Erklärung in meinen Augen, was es mit den Zeitblasen und -strängen zu tun hat, recht schwammig. Ich habe es, kann auch sein dass ich einfach zu blöd bin, nicht verstanden.

Also würdet ihr die Punkte, und auch noch die Kritikpunkte der anderen User, beherzigen und eure Geschichte anhand dessen verbessern, wäre sie echt gut!

Kris
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Re: Das Ende der Zeit

Beitragvon exr99 » 29.10.2014, 01:00

Hallo.

Als neuer Forenteilnehmer mit dem Wunsch eigene Werke zur Kritik auszustellen, obliegt mir dieselbe Aufgabe zuvor Kritik zu üben. Was mich dazu verleitet hat, dieses Werk zu betrachten, ist ebenso der erste Punkt in der subjektiven Betrachtung des Werks: der Titel. Er ist vielversprechend, gleichzeitig einprägend kurz und macht dennoch neugierig auf die dahinter liegende Geschichte.

Als Gesamtwerk betrachtet, wirkt die Geschichte wie eine Sammlung von Ideen, Eindrücken, Wendungen und Ereignissen, die noch nicht ganz zusammenpassen und die sich in der Menge der verfügbaren Wörter nicht entfalten können. Vieles würde deutlicher, leichter nachvollziehbar und verständlicher, wäre es mit mehr Ruhe und ein zwei Sätzen extra eingewoben worden. Bereits der erste Absatz, der dem Leser die Welt und das Problem näherbringt, ist eine Sammlung wichtiger aber lebloser Information.

Nehmen wir, an die Zeit, wie wir sie kennen, funktioniert nicht mehr. Es ist kein Zeitstrahl mehr, keine eindeutig verlaufende Größe auf die man sich verlassen kann. Stücke sind abgerissen oder wurden abgelöst und taumeln durch die Gegenwart. Oder die Blasen sind etwas anders, eine Art Verbindung zwischen jetzt und der Vergangenheit? Oder auch der Zukunft? Wie würde man in so einer Welt leben? Seit wann ist das Phänomen bekannt? Haben sich die Menschen darauf eingestellt? Ist es normal dass auf offener Straße Passanten von Zeitblasen verschluckt werden? Sagen die Müttern ihren Kindern zum Abschied "Vergiss dein Pausenbrot nicht. Und pass auf dass du nicht in eine Zeitblase trittst!". Ausgehend von diesen Gedanken könnte ich mir den ersten Absatz als eine kleine Alltagssituation vorstellen, in der ein Unfall mit einer Zeitblase geschieht. Oder der Leser durch ein Gespräch oder ein Ereignis von der Existenz und der Natur der Blasen erfährt. Es könnte etwas sein, das später wieder aufgegriffen wird. Ich fände es einen persönlicheren Einstieg als die formelle Zusammenfassung.

Am "Regulator" haben andere bereits begriffliche Korrekturen vorgeschlagen. Dem schließe ich mich an. Ein "Regulator" deutet auf einen Einsatz als Möglichkeit zur Einflussnahme auf Zeitblasen hin. Im späteren wird der Regulator aber nur zur Prüfung und Bestimmung verwendet. "Zeitversatzmesser", "Zeitoskop", "Zeitdistanzlot" wären Alternativen, die auf den beschriebenen Anwendungsfall hinweisen.

Der Verlauf der Geschichte ist dann abwechselnd eine Momentbeschreibung oder Erzählung. Mal beschreibt die Protagonistin was sie gerade macht, gern direkt vom Gedanken zum Wort unter Verzicht auf einen lesefreundlichen Satzbau, ein anderes mal beschreibt sie ihre Umgebung, was sie getan hat und was geschah.

Beispiele.
Mit dem Zeitregulator kann ich die verschiedenen Blasen analysieren und ihren Zeitabstand zu meinem messen. Wenn ich die richtige Zeit gefunden habe, kann ich euch zeigen, was passiert ist. Ich muss in das Jahr X zurück. Wir nennen es so, weil genau zu diesem Zeitpunkt das Problem entstanden ist, das die Welt ins Chaos stürzte. Ich sage: „wir haben eine Zeitblase gefunden! Sie kann uns zum Ort des Geschehens zurückführen“.
Ich stehe jetzt in der Anlage, aber nicht da wo ich sein sollte, naja lauf ich halt hin. Ich denke: Ich war hier noch nicht, das ist ein Ort der mir ziemlich unbekannt ist.


Von der Erzählung zum Erlebnisbericht ohne textuellen Umbruch, wie einen Absatz oder ein neues Kapitel, der dem Leser Gelegenheit gibt sich auf die Änderung der Perspektive einzustellen. Vielleicht sollte beides in die Geschichte, die ruhige Beschreibung des Problems und der Welt gemischt mit den hektischen Abläufen während des Experiments. Das kann auch funktionieren, sollte dann aber deutlicher getrennt und in beiden Fällen mit etwas mehr Worten passieren.

Das erinnert mich an eine andere Geschichte … Ohh nein sie fangen schon an, an dieser stelle sollte ich euch die Wahrheit sagen. Mir wurde aufgetragen das Chaos aufzuhalten.


Ehrlich gesagt hatte ich zu dem Zeitpunkt bereits vergessen, dass sich die Erzählerin meiner Präsenz als Zuhörer / Leser bewusst ist. Erzählt sie das mir? Dann würde ich vieles in der Geschichte anders erwarten. Erzählt es ein allwissender Erzähler, der außen steht? Dann würde Alive aber nicht direkt zu mir (dem Leser) sprechen. Auch Mischungen können, wie bereits erwählt, funktionieren. Sie sollten dann aber getrennt werden.

Alle fangen an zu schreien:„Der Hauptreaktor explodiert gleich!“- „Wir wollten doch nur ein Mittel finden diese Leute aus der Cryostasis wieder zu beleben.“, rief der Oberwissenschafler panisch.


Hm. Hier beginnt das ganze etwas aus dem Ruder zu laufen. Zuerst: "Oberwissenschaftler" würde ich durch eine etwas formellere Bezeichnung ersetzen. "Leiter des Experiments" oder "leitende Wissenschaftler". Warum sich der nun selbst als Zeitreisender entpuppt, wo er doch leitenderweise die Katastrophe in Gang gesetzt hat, ist entweder ein Fehler oder ein Paradoxon und möglicherweise der Kern der Geschichte um den sich alles dreht.

Die Begnung der beiden verläuft aus meinen Augen ein wenig merkwürdig. Oder schwerlich nachvollziehbar. Der bis eben noch als "Oberwissenschaftler" und kurz darauf als "verrückter Wissenschaftler" bezeichnete Protagonist oder Antagonist wird im Verlauf einer kurzen Vorstellung zum Begleiter:
In der anderen Zeit angekommen, schaue ich überrascht, denn ich stelle fest, dass der verrückte Oberwissenschafler vor mir steht.
„Hey, warum bist du hier?“ frage ich aufgeregt.
„Du weißt, es geht um Risse in Zeit und Raum.“ sagt er.
„Ja, ich weiß bescheid.“ Seufze ich. „Ich bin nämlich auch ein Reisender, so wie du.“ fügt er hinzu.
„Meinetwegen, und wo sind wir jetzt?“

Die Heldin findet sich, selbst nach Maßstäben für sehr flexible Menschen, erstaunlich schnell mit den neuen Informationen zurecht. Sie reagiert schlicht überhaupt nicht auf die Neuigkeiten sondern geht sofort zur Sache über. Genaugenommen macht sie nichtmal einen Punkt nachdem sie die Neuigkeiten akzeptiert hat, sondern bügelt die Information mit einem "Meinetwegen" beiseite und wechselt das Thema. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Die beiden streiten sich, und für ein paar wenige Sätze ergibt sich für den Leser das Bild einer selbstbewussten und zielstreibigen Heldin. Leider folgt erneut eine Kaskade aus Gebiets-, Zeit- und Personalwechsel, was der Nachvollziehbarkeit der Handlung nicht hilft. Ich stelle mir vor, wie die Geschichte aussehen könnte, wenn statt eines oder zweier Sätze jede der Szenen einen Absatz spendiert bekäme. Sie landen in der Vergangenheit und streiten sich darüber, wie es nun weitergehen solle. Sie will sich vom Wissenschaftler nicht sagen lassen, was sie als nächstes tun solle. Sie weiß es selbst und setzt es auch in die Tat um. Er folgt ihr, und sie landen wieder in der Zeit X. Was aber ist dort, außer einem Reaktor. Und was ist mit dem Reaktor? Was sehen sie? Was spüren sie? Bebt der Boden, weil der Reaktor unmittelbar vor der Detonation steht? Was hören sie?

Sie sind kurz darauf schon wieder in der Vergangenheit. Was ein verwirrender Wechsel von Sinneseindrücken sein könnte, ist leider nur verwirrend aufgrund der fehlenden Information. Ohne Beschreibung der Empfindungen und Eindrücke der beiden Darsteller der Geschichte kann ich als Leser auch keinen Bezug dazu aufbauen. Ich kann mir keine Bilder ausmalen, ich kann mir ihre Situation nicht vorstellen und da ich das nicht kann, bin ich auch nicht verwirrt ob der wechselnden Umgebung.

Der Auftritt der mordenden und prophezeiungsgetriebenen Amazonen ist nur noch einmal mehr von demselben. Der Ritter nimmt sie kurzerhand gefangen. Bevor aber so etwas wie Wut oder Verzweiflung aufkommen kann, segnet der namenlose aber königstreue Ritter das zeitliche und eine Horde mordender Amazonen offenbaren die unbekannte Vergangenheit. Auch das kann gut funktionieren und einen Spannungsbogen aufbauen, wenn der Leser den Protagonisten emotional folgen kann. Aber um das zu können muss er sich in sie und ihre Situation hinein versetzen können. Und dafür braucht er Eindrücke und etwas Zeit in Form von Wörtern.

Ich hoffe die Kritik enthält die eine oder andere Anregung. Die Idee mit den Zeitblasen und dem Versuch die Zeit zu reparieren, finde ich gut. Ich weiß nicht ob sie neu ist, aber es gibt viele Möglichkeiten mit paradoxen Zeitetappen zu arbeiten, wie es ja auch am Ende angekündigt wurde.

exr
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