[Liebe]Das Ende von Etwas

Liebe, Romantik, Sehnsucht

[Liebe]Das Ende von Etwas

Beitragvon matuschke » 13.06.2014, 19:13

Überarbeitete Version


„Hallo?“
„Hey!“ Lachen klingt durch ihre Stimme und erstickt das Wort beinahe. Schwache Geräusche mischen sich darunter - Stimmen, vorbeifahrende Autos. Die Straßenlaternen verbreiten ein warmes Licht und lassen sie vergessen, dass es schon nach ein Uhr nachts ist.
„Hey, Caro. Wie geht’s dir? Alles gut?“
„Alles wunderbar! Perfekt!“
Sie stellt sich vor, wie er am anderen Ende der Stadt sitzt und grinst.
„Hast du getrunken?“
Sie lacht. „Ein bisschen. Nur ganz bisschen.“
„Aber es ist alles okay?“
„Natürlich! Alles ist einwandfrei!“ Zwischen ihre begeisterten Sätze schleichen sich kurze Pausen. Ob sie ihm auffallen? Er scheint zu zögern.
„In Ordnung, wenn du meinst. Trink nicht zu viel, hörst du? Pass auf dich auf.“
Sie verdreht die Augen und unterdrückt ein weiteres Lachen. Die Nachtluft fühlt sich angenehm kühl auf ihrer heißen Haut an, unter der der Alkohol pocht. Sie verzichtet auf eine Antwort.
„Wann sehen wir uns?“, fragt er.
„Ich bin morgen alleine zu Hause.“ Das Lachen ist aus ihrer Stimme verschwunden. Stattdessen hat sich eine Verheißung darin breit gemacht, vielleicht sogar Verführung. Sie meint, ihn durch die Leitung spüren zu können. Sein Lächeln. Seinen Atem.
„Ach, tatsächlich?“ Seine Stimme ändert sich ebenfalls. „Ich bin ohnehin in der Stadt, ich könnte vorbeikommen.“
„Klingt gut“, meint sie voller Vorfreude. Seine Worte beruhigen sie. Für einen Moment fühlt sie sich wunderbar und kann sich beinahe einreden, dass alles in Ordnung ist. Dass alles passt. Aber nicht ganz.
„Gut.“
Stille. Die Pause dehnt sich etwas zu lang. Sie beißt sich auf die Lippen. Das war nicht der Grund, weswegen sie ihn angerufen hatte. Sie wollte etwas anderes sagen. Schon seit Tagen. Wochen?
„Carolin? Was ist denn?“
„Nichts, gar nichts.“ Sie lacht wieder, doch diesmal ist es nicht das naive, glückliche Lachen einer Betrunkenen. Es klingt nach Nervosität. Sie weiß, dass es kein Zurück gibt, wenn sie die Worte hervorgebracht hat. Aber sie kann nicht mehr warten. Sie hält es nicht mehr aus. Die Geräusche im Hintergrund sind verstummt, sie läuft mittlerweile an einem Feld entlang und kann ihr Haus beinahe sehen. Ich warte nur, bis ich zu Hause bin, sagt sie sich.
„Oh, wie schön. Hier sind überall Blumen.“
Er merkt wohl, dass sie ablenkt.
„Caro, was ist los? Es ist doch etwas.“
Sie sperrt umständlich ihre Haustür auf, stolpert über Schuhe, die im Gang herumliegen und fällt schließlich auf ihr Bett, ohne etwas zu sagen.
„Warum hast du angerufen, Caro?“
Sie schließt die Augen. Die Welt dreht sich sanft. Sie weiß, dass es keine gute Idee ist. Dass sie es bereuen wird.
„Warum sind wir überhaupt zusammen?“, bricht es aus ihr heraus. Zu spät. Zu spät. Die Worte fallen über sie her. „Ich meine, warum magst du mich überhaupt? Was findest du an mir? Du magst Camping und Dokumentationen und Fußball. Ich kann nicht einmal vorgeben, mich dafür zu interessieren. Ich liebe Serien, Filme, Museen. Wir haben absolut nichts gemeinsam. Also, warum magst du mich?“
Stille.
„Ich mag, dass du anders bist“, meint er schließlich. Seine Stimme schwankt unsicher.
„Anders?“ Sie lacht ein kleines, bitteres Lachen.
„Ich weiß auch nicht. Du siehst Sachen anders als andere.“
Sie öffnet ihre Augen. Anders. Was ist anders an ihr? Sie weigert sich, etwas anderes zu tragen als Perlenketten und Spitzenkleider, egal zu welchem Anlass. Als sie einmal, sich sichtlich unwohl fühlend, Jeans trug, flüsterte er ihr ins Ohr, wie gut sie aussah. Mehrmals. Ihr gingen die Schicksale von erfundenen Figuren in Filmen schon immer näher als die echter Menschen, doch auf seinem Gesicht zeichnete sich nur eine Mischung aus Verwunderung und Missverständnis ab, während sie weinend vor Gatsby saß. Sie hatte ihm ihr Lieblingsbuch zu Weihnachten geschenkt, obwohl sie Angst davor hatte. Sie hatte ihm damit einen Teil von sich geschenkt, etwas Fragiles, Verletzliches, von dem sie wusste, dass sie es nicht zurückbekommen würde. Er hatte nicht einmal das erste Kapitel gelesen.
Sie geht nicht auf seine Worte ein.
„Wir passen nicht zusammen“, wiederholt sie. „Meinst du nicht, dass du viel glücklicher mit jemandem wärst, der deine Interessen teilt? Der das mag, was du magst? Wärst du nicht viel glücklicher mit jemand anderem?“
Sie ist zu weit gegangen. Sie weiß es. Die zwei Margaritas von zuvor pochen durch ihre Adern. Ihr Bett scheint sich zu drehen. Nach einer kleinen Ewigkeit spricht er.
„Caro, mir liegt wirklich viel an dir. Aber ich habe nachgedacht, schon die letzten Wochen und es ist nicht mehr so wie früher. Ich …es ist nicht mehr so wie am Anfang.“
Sie schluckt. „Liebst du mich?“ Ihre Stimme klingt hart, beherrscht. Er hört nicht, dass sie längst schon weint. Er schweigt. Für einen Moment scheint alles offen. Alles möglich. Sie weiß jetzt, dass sie will, dass er für sie kämpft. Dass er ihr sagt, dass sie Unrecht hat. Seine Stimme ist leise und traurig geworden.
„Glaube schon“, sagt er beinahe unhörbar. Sie fängt an zu schluchzen. Das ist es. Das ist das Ende. Ihre Hände zittern.
„Du glaubst? Du glaubst?“ Die Worte brechen zwischen Schluchzern hervor. Sie klingt viel zu schrill, doch kann nichts dagegen tun.
„Ich glaube, es ergibt einfach keinen Sinn mehr. Ich liebe dich nicht mehr so wie früher. Ich glaube, ich liebe dich nicht so, wie du mich liebst.“
„Das ist es? Das war’s? Ich habe ich vor zwei Tagen meiner kompletten Verwandtschaft vorgestellt und jetzt, jetzt glaubst du, du liebst mich nicht mehr?“
„Es tut mir leid. Es hat einfach keinen Sinn mehr.“
Sie weiß nicht, ob er ihre Worte überhaupt durch ihr Weinen hört. Es ist so hart, dass ihr ganzer Körper bebt.
„Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich liebe dich!“
Er presst die Lippen zusammen. „Ich glaube, wir sollten uns gar nicht mehr sehen.“
„Jakob, ich kann das nicht, ich kann das nicht!“
Sie versucht zu atmen, aber bekommt keine Luft. Es ist viel zu heiß, sie muss hier raus. Sie kann das nicht.
„Es tut mir Leid, Caro. Ich leg jetzt auf, okay?“
„Ich kann das nicht.“
Er hört sie nicht. „Ich leg jetzt auf.“
Seine Stimme klingt unglaublich traurig. Und dann – Stille. Es ist vorbei. Sechseinhalb Monate, zwei Reisen, geflüsterte „Ich liebe dich“s, gemeinsames Lachen. Seine viel zu blauen Augen, die zwei kleinen Muttermale an seinem Ohrläppchen, seine Haut, die fast so blass ist wie ihre. Sie hatte sich ein Zuhause aus ihm gebaut, einen Platz, an dem sie sicher war. Sie versucht, zu atmen, das Handy noch immer gegen ihr nasses Gesicht gepresst.
Sie hatte Enden immer geliebt. Von Büchern, von Filmen. Das Ende war das, dem sie entgegenfieberte. Das, was der Geschichte erst ihre Bedeutung gab. Wie sich herausstellt, verhält es sich beim echten Leben so anders.

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Version 1: (Zum Lesen bitte scrollen)
„Hallo?“
„Hey!“ Lachen klingt durch ihre Stimme und erstickt das Wort beinahe. Er hört schwache Geräusche durch den Telefonhörer – Stimmen, vorbeifahrende Autos. Er wirft einen Blick auf die Uhr. Kurz nach eins. Nachts.
„Hey, Caro. Wie geht’s dir? Alles gut?“
„Alles wunderbar! Perfekt!“
Er grinst leise.
„Hast du getrunken?“
Sie lacht. „Ein bisschen. Nur ganz bisschen.“
„Aber es ist alles okay?“
„Natürlich! Alles ist einwandfrei!“ Zwischen ihre begeisterten Sätze schleichen sich kurze Pause. Fallen sie ihm auf? Er zögert.
„In Ordnung, wenn du meinst. Trink nicht zu viel, hörst du? Pass auf dich auf.“
Sie verdreht die Augen und unterdrückt ein weiteres Lachen. Die Nachtluft fühlt sich angenehm kühl auf ihrer heißen Haut an, unter der der Alkohol pocht. Sie verzichtet auf eine Antwort.
„Wann sehen wir uns?“, fragt er.
„Ich bin morgen alleine zu Hause.“ Das Lachen ist aus ihrer Stimme verschwunden. Stattdessen hat sich eine Verheißung darin breit gemacht, vielleicht sogar Verführung. Sie meint, ihn durch die Leitung spüren zu können. Sein Lächeln. Seinen Atem.
„Ah, tatsächlich?“ Seine Stimme ändert sich ebenfalls. „Ich bin ohnehin in der Stadt, ich könnte vorbeikommen.“
„Klingt gut“, meint sie, voller Vorfreude.
„Gut.“
Stille. Die Pause dehnt sich etwas zu lang. Sie beißt sich auf die Lippen. Das war nicht der Grund, weswegen sie ihn angerufen hatte. Sie wollte etwas anders sagen. Schon seit Tagen. Wochen?
„Carolin? Was ist denn?“
„Nichts, gar nichts.“ Sie lacht wieder, doch diesmal ist es nicht das naive, glückliche Lachen einer Betrunkenen. Es klingt nach Nervosität. Sie weiß, dass es kein Zurück gibt, wenn sie die Worte hervorgebracht hat. Aber sie kann nicht mehr warten. Sie hält es nicht mehr aus. Die Geräusche im Hintergrund sind verstummt, sie läuft mittlerweile an einem Feld entlang und kann ihr Haus beinahe schon sehen. Ich warte nur, bis ich zuhause bin, sagt sie sich.
„Oh, wie schön. Hier sind überall Blumen.“
Er merkt, dass sie ablenkt.
„Caro, was ist los? Es ist doch etwas.“
Sie sperrt umständlich ihre Haustür auf, stolpert über Schuhe, die im Gang herumliegen und fällt schließlich auf ihr Bett, ohne etwas zu sagen.
„Warum hast du angerufen, Caro?“
Sie schließt die Augen. Die Welt dreht sich sanft. Sie weiß, dass es keine gute Idee ist. Dass sie es bereuen wird.
„Warum sind wir überhaupt zusammen?“, bricht es aus ihr heraus. Zu spät. Zu spät. Die Worte fallen über einander her. „Ich meine, warum magst du mich überhaupt? Was findest du an mir? Du magst Camping und Dokumentationen und Fußball. Ich kann nicht einmal vorgeben, mich dafür zu interessieren. Ich liebe Serien, Filme, Museen. Wir haben absolut nichts gemeinsam. Also, warum magst du mich?“
Stille.
„Ich mag, dass du anders bist“, meint er schließlich. Seine Stimme schwankt unsicher.
„Anders?“ Sie lacht ein kleines, bitteres Lachen.
„Ich weiß auch nicht. Du siehst Sachen anders als andere.“
Sie öffnet ihre Augen. Anders. Was ist anders an ihr? Sie weigert sich, etwas anderes zu tragen als Perlenketten und Spitzenkleider, egal zu welchem Anlass. Als sie einmal, sich sichtlich unwohl fühlend, Jeans trug, flüsterte er ihr ins Ohr, wie gut sie aussah. Mehrmals. Ihr gingen die Schicksale von erfundenen Figuren in Filmen schon immer näher als die echter Menschen, doch auf seinem Gesicht zeichnete sich nur eine Mischung aus Verwunderung und Missverständnis ab, während sie weinend vor Gatsby saß. Sie hatte ihm ihr Lieblingsbuch zu Weihnachten geschenkt, obwohl sie Angst davor hatte. Sie hatte ihm damit einen Teil von sich geschenkt, etwas fragiles, verletzliches, von dem sie wusste, dass sie es nicht zurückbekommen würde. Er hatte nicht einmal das erste Kapitel gelesen.
Sie geht nicht auf seine Worte ein.
„Wir passen nicht zusammen“, wiederholt sie. „Meinst du nicht, dass du viel glücklicher mit jemandem wärst, der deine Interessen teilt? Der das mag, was du magst? Wärst du nicht viel glücklicher mit jemand anderem?“
Sie ist zu weit gegangen. Sie weiß es. Die zwei Margaritas von zuvor pochen durch ihre Adern. Ihr Bett scheint sich zu drehen. Nach einer kleinen Ewigkeit spricht er.
„Caro, mir liegt wirklich viel an dir. Aber ich habe nachgedacht, schon die letzten Wochen und es ist nicht mehr so wie früher. Ich …es ist nicht mehr so wie am Anfang.“
Sie schluckt. „Liebst du mich?“ Ihre Stimme klingt hart, beherrscht. Er hört nicht, dass sie längst schon weint. Er schweigt. Für einen Moment scheint alles offen. Alles möglich. Sie weiß jetzt, dass sie will, dass er für sie kämpft. Dass er ihr sagt, dass sie Unrecht hat. Seine Stimme ist klein und traurig geworden.
„Glaube schon“, sagt er leise. Sie fängt an zu schluchzen. Das ist es. Das ist das Ende. Ihre Hände zittern.
„Du glaubst? Du glaubst?“ Die Worte brechen zwischen Schluchzern hervor. Sie klingt viel zu schrill, doch kann nichts dagegen tun. Alles ist taub.
„Ich glaube, es macht einfach keinen Sinn mehr. Ich liebe dich nicht mehr so wie früher. Ich glaube, ich liebe dich nicht so, wie du mich liebst.“
„Das ist es? Das war’s? Ich habe ich vor zwei Tagen meiner kompletten Verwandtschaft vorgestellt und jetzt, jetzt glaubst du, du liebst mich nicht mehr?“
„Es tut mir Leid. Es macht einfach keinen Sinn mehr.“
Sie weiß nicht, ob er ihre Worte überhaupt durch ihr Weinen hört. Es ist so hart, dass ihr ganzer Körper bebt.
„Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich kann das nicht. Ich liebe dich!“
Er presst die Lippen zusammen. „Ich glaube, wir sollten uns gar nicht mehr sehen.“
„Jakob, ich kann das nicht, ich kann das nicht!“
Sie versucht zu atmen, aber bekommt keine Luft. Es ist viel zu heiß, sie muss hier raus. Sie kann das nicht.
„Es tut mir Leid, Caro. Ich leg jetzt auf, okay?“
„Ich kann das nicht.“
Er hört sie nicht. „Ich leg jetzt auf.“
Seine Stimme klingt unglaublich traurig. Und dann – Stille. Es ist vorbei. Sechseinhalb Monate, zwei Reisen, geflüsterte „Ich liebe dich“s, gemeinsames Lachen. Seine viel zu blauen Augen, die zwei kleinen Muttermale an seinem Ohrläppchen, seine Haut, die fast so blass ist wie ihre. Sie hatte sich ein Zuhause aus ihm gebaut, einen Platz, an dem sie sicher war. Sie versucht, zu atmen, das Handy noch immer gegen ihr nasses Gesicht gepresst.
Sie hatte Enden immer geliebt. Von Büchern, von Filmen. Das Ende war das, dem sie entgegenfieberte. Das, das der Geschichte erst ihre Bedeutung gab. Wie sich herausstellt, verhält es sich beim echten Leben so anders.

Zuletzt geändert von matuschke am 27.06.2014, 10:09, insgesamt 2-mal geändert.
"Wenn man das Leben in einem Satz beschreiben könnte, wäre es einer ohne Worte" (aus: Leben ist auch keine Lösung von Lia Hills)
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Re: Das Ende von Etwas

Beitragvon tattoo99 » 14.06.2014, 21:28

Hallo matuschke,
dann mache ich mich mal an dein Werk :)

Lachen klingt durch ihre Stimme und erstickt das Wort beinahe.

-> Meinst du damit, dass sie spricht und dabei lacht? Meiner Meinung nach passt das "klingt durch ihre Stimme" irgendwie nicht. Ist nur meine Meinung, aber musst du nicht ändern, wenn du nicht magst :)

„Ah, tatsächlich?“ Seine Stimme ändert sich ebenfalls.

-> Vielleicht lieber: "Ach, tatsächlich?" Klingt meiner Meinung nach schöner.

Die Geräusche im Hintergrund sind verstummt, sie läuft mittlerweile an einem Feld entlang und kann ihr Haus beinahe schon sehen.

-> Das "schon" kannst du meiner Meinung nach streichen.

Ihr gingen die Schicksale von erfundenen Figuren in Filmen schon immer näher als die echter Menschen, doch auf seinem Gesicht zeichnete sich nur eine Mischung aus Verwunderung und Missverständnis ab, während sie weinend vor Gatsby saß.

-> Sehr schöner Satz, der ihren Charakter noch einmal gut beschreibt und sehr viel über sie aussagt :). Solche Sätze gefallen mir.

Zum Schreibstil:
Deine Kurzgeschichte ist sehr schön und du konntest mich inspirieren, denn du hast mir gezeigt wie ich den Charakter meiner Charaktere besser in Sätze verpacken kann. Vielen Dank dafür.
Die Dialoge hast du schön geschrieben, wirken auf keinen Fall unlogisch und man kann sich sehr gut mit den Protagonisten identifizieren. Lange keine so gute Kurzgeschichte mehr gelesen. Auch den Titel mag ich. Wie du siehst habe ich keine Kritikpunkte. Ich könnte mir die Geschichte gut veröffentlicht in einer Anthologie vorstellen.

Liebe Grüße
tattoo99
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Re: Das Ende von Etwas

Beitragvon matuschke » 16.06.2014, 13:46

Zunächst einmal vielen Dank, dass du dich mit meiner Geschichte beschäftigt hast. Es freut mich sehr, dass ich dich ein bisschen inspirieren konnte.

Zu deiner ersten Anmerkung: ich meine damit, dass sie versucht zu sprechen, aber sich durch ihr eigenes Lachen immer wieder unterbricht. Ich muss mir wohl nochmal überlegen, wie man das präziser formulieren kann.

Was den Rest angeht, stimme ich dir zu. Gut, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, wird später gleich noch überarbeitet :)

Und zu guter Letzt ein großes Dankeschön für dein Lob!

Liebe Grüße,
Matuschke
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Re: Das Ende von Etwas

Beitragvon Flemeth » 19.06.2014, 12:19

Hallo Matuschke,

mein erster Abstecher, ins „Romanzen“-Forum … :scream:

Aber dein kleiner Text hat mich dazu angeregt, mal einen Kommentar hier zu lassen. Denn der Dialog ist dir gelungen und ich mag gute Dialoge.

„Hallo?“
„Hey!“ Lachen klingt durch ihre Stimme und erstickt das Wort beinahe. Er hört schwache Geräusche durch den Telefonhörer – Stimmen, vorbeifahrende Autos. Er wirft einen Blick auf die Uhr. Kurz nach eins. Nachts.

Der Einstieg ist schon mal klar. Man versteht, dass eine sie und ein er miteinander sprechen und bekommt durch deine Angaben ein gutes Gefühl, für das wann und wo.
Das Wort „Nachts“ stört mich allerdings etwas, da es irgendwie so als „Nachtrag“ da steht. Als ob er nicht ganz sicher wäre: „Kurz nach eins. Aja, es ist Nacht.“ Vielleicht kannst du die Nacht noch wo anders einbauen.

Er grinst leise.

Grinsen tut man nie laut. Vielleicht: Er lacht leise. Oder einfach: Er grinst.

„Natürlich! Alles ist einwandfrei!“ Zwischen ihre begeisterten Sätze schleichen sich kurze Pause. Fallen sie ihm auf? Er zögert.

Das „Fallen sie ihm auf?“ wirft mich etwas raus. Aus wessen Sicht schreibst du? Doch aus seiner, oder? Dann ist die Frage hier fehl am Platz.

„In Ordnung, wenn du meinst. Trink nicht zu viel, hörst du? Pass auf dich auf.“
Sie verdreht die Augen und unterdrückt ein weiteres Lachen. Die Nachtluft fühlt sich angenehm kühl auf ihrer heißen Haut an, unter der der Alkohol pocht. Sie verzichtet auf eine Antwort.

Okay. Du wechselst also die Perspektiven. Dann solltest du die Übergänge etwas geschickter gestalten. So wie: „Am anderen Ende der Stadt verdreht sie ihre Augen und unterdrückt ein weiteres Lachen. Die Nachtluft etc. etc.“

„Ich bin morgen alleine zu Hause.“ Das Lachen ist aus ihrer Stimme verschwunden. Stattdessen hat sich eine Verheißung darin breit gemacht, vielleicht sogar Verführung. Sie meint, ihn durch die Leitung spüren zu können. Sein Lächeln. Seinen Atem.

Hier wieder: Perspektivwechsel sind ja schön und gut. Aber nicht innerhalb eines Absatzes. Das verwirrt nur unnötig.

„Nichts, gar nichts.“ Sie lacht wieder, doch diesmal ist es nicht das naive, glückliche Lachen einer Betrunkenen.

„Das naive glückliche Lachen einer Betrunkenen“ – gefällt mir sehr gut die Beschreibung.

Es klingt nach Nervosität. Sie weiß, dass es kein Zurück gibt, wenn sie die Worte hervorgebracht hat. Aber sie kann nicht mehr warten. Sie hält es nicht mehr aus. Die Geräusche im Hintergrund sind verstummt, sie läuft mittlerweile an einem Feld entlang und kann ihr Haus beinahe schon sehen. Ich warte nur, bis ich zuhause bin, sagt sie sich.

Genau, hier zum Beispiel gibst du dem Leser etwas Kontext, mit dem Feld und dem Haus. Es ist klar, dass nun ihre Sicht des Gesprächs geschildert wird. Dies solltest du auch bei den anderen Absätzen einbauen.

Sie sperrt umständlich ihre Haustür auf, stolpert über Schuhe, die im Gang herumliegen und fällt schließlich auf ihr Bett, ohne etwas zu sagen.

Ich finde, das ist etwas zu viel „Aktion“ für eine Gesprächspause.

„Warum sind wir überhaupt zusammen?“, bricht es aus ihr heraus. Zu spät. Zu spät. Die Worte fallen über einander her.

Vielleicht fallen die Worte eher über sie her, als über einander? Gibt ja keinen Grund, warum die Worte sich gegenseitig überfallen sollen, oder? Das würde dann eher in einem Stottern oder so etwas enden.

„Ich mag, dass du anders bist“, meint er schließlich. Seine Stimme schwankt unsicher.

Anders?“ Sie lacht ein kleines, bitteres Lachen.

„Ich weiß auch nicht. Du siehst Sachen anders als andere.“

Sie öffnet ihre Augen. Anders. Was ist anders an ihr? Sie weigert sich, etwas anderes zu tragen als Perlenketten und Spitzenkleider, egal zu welchem Anlass.


Hier findet sich „anders“ zu oft. Solltest du vielleicht anders machen. Lol.

Ihr gingen die Schicksale von erfundenen Figuren in Filmen schon immer näher als die echter Menschen,
Das ist einer der besten Sätze in der Geschichte. Sehr schön charakterisierend.

doch auf seinem Gesicht zeichnete sich nur eine Mischung aus Verwunderung und Missverständnis ab, während sie weinend vor Gatsby saß.

Dem Buch oder dem Film? Naja, ich fand ja beides nicht so dolle.

Sie hatte ihm ihr Lieblingsbuch zu Weihnachten geschenkt, obwohl sie Angst davor hatte. Sie hatte ihm damit einen Teil von sich geschenkt, etwas fragiles, verletzliches, von dem sie wusste, dass sie es nicht zurückbekommen würde. Er hatte nicht einmal das erste Kapitel gelesen.

Dieser Absatz gefällt mir. Dieses „fragile, verletzliche“ Element, das sich im Herschenken des Lieblingsbuches befindet, kann ich sehr gut nachvollziehen. Und dann er, steinhart, lest nicht mal das erste Kapitel. Schön gemacht!

„Caro, mir liegt wirklich viel an dir. Aber ich habe nachgedacht, schon die letzten Wochen und es ist nicht mehr so wie früher. Ich …es ist nicht mehr so wie am Anfang.“

Das kommt mir jetzt etwas … unnatürlich daher. Warum sagt er das jetzt auf einmal? Vorher noch so besorgt, und jetzt.... Hat sich ja sehr schnell von ihr das Bein stellen lassen. Naja, warum auch nicht?

„Du glaubst? Du glaubst?“ Die Worte brechen zwischen Schluchzern hervor. Sie klingt viel zu schrill, doch kann nichts dagegen tun. Alles ist taub.

Sie klingt viel zu schrill und Alles ist taub. Passt nicht so recht zusammen.

„Das ist es? Das war’s? Ich habe ich vor zwei Tagen meiner kompletten Verwandtschaft vorgestellt und jetzt, jetzt glaubst du, du liebst mich nicht mehr?“

Caro redet mir hier zu … zusammenhängend. Ich hätte vorher beinahe kritisiert, dass sie plötzlich „Liebst du mich?“ gefragt hat, nachdem sie ihn zuerst vom Gegenteil überzeugen wollte. Dann dachte ich aber, naja… sie ist halt angesäuselt. Hier spricht sie jetzt aber wieder so logisch und realitätsverbunden.

„Es tut mir Leid. Es macht einfach keinen Sinn mehr.“
Er presst die Lippen zusammen. „Ich glaube, wir sollten uns gar nicht mehr sehen.“

Woah, er ist ja ganz schön extrem.

Sie hatte Enden immer geliebt. Von Büchern, von Filmen. Das Ende war das, dem sie entgegenfieberte. Das, das der Geschichte erst ihre Bedeutung gab. Wie sich herausstellt, verhält es sich beim echten Leben so anders.

Das Ende ist hier auch wieder gut gelungen.

Ich finde, du könntest noch mehr aus dem Text machen. Mehr mit Caros realitätsferner Gedankenwelt spielen. Das verträumte Mädchen, das sich in Geschichten und Kunst usw verliert und alles immer etwas romantisiert und dann plötzlich merkt, dass Schmerz und Abschied nicht bittersüß sind, sondern nur bitter. Dass sie vielleicht auch sieht, dass in „Der große Gatsby“ auch nicht ein Funken Romantik steckt. Oder so.

Außerdem – die Perspektivwechsel. Finde ich unnötig. Man ist als Leser sowieso Caro viel näher als dem Typen. Bleib in ihrer Sicht, lass sie das Gespräch von vorn bis hinten erleben. Oder wechsle die Sicht nur einmal. Zuerst hebt er ab und hört sie lachen und sie wirkt so glücklich und verrückt. Und dann wechselst du zu ihr und der Leser bekommt mit, dass Caro gerade in melancholischer Stimmung ist und ihre Sorglosigkeit nur spielt.

Ich hoffe, mein Kommentar hilft dir etwas.

Lg, Flemeth
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Re: Das Ende von Etwas

Beitragvon Ratsherr » 19.06.2014, 14:31

Hallo Matuschke,

mich hat der Titel deiner Geschichte neugierig gemacht, weshalb ich sie gelesen habe und dir nun ein wenig Rückmeldung geben will. Die vorherigen Kommentare habe ich im Übrigen nicht gelesen, weshalb es u.U. sein kann, dass sich Anmerkungen wiederholen.

matuschke hat geschrieben:„Hallo?“
„Hey!“ Lachen klingt durch ihre Stimme und erstickt das Wort beinahe. Er hört schwache Geräusche durch den Telefonhörer – Stimmen, vorbeifahrende Autos. Er wirft einen Blick auf die Uhr. Kurz nach eins. Nachts.
„Hey, Caro. Wie geht’s dir? Alles gut?“
„Alles wunderbar! Perfekt!“
Er grinst leise.


Schöner Anfang, man erkennt sofort die Ausgangssituation der Geschichte. Mich stören da zwei Aspekte - zum einen wirkt das "nachts" etwas verloren. Vielleicht stattdessen :arrow: "Er wirft einen Blick auf die Uhr. Es ist kurz nach eins in der Nacht."
Außerdem habe ich mich gefragt, ob jemand leise grinsen kann. Stattdessen würde ich vorschlagen :arrow: "Er versucht, sich sein Grinsen nicht anmerken zu lassen."

„Zwischen ihre begeisterten Sätze schleichen sich kurze Pause. Fallen sie ihm auf? Er zögert.


Es muss "kurze Pausen" heißen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass der rot markierte Satz den Lesefluss etwas stört, da du zu Beginn aus der Perspektive des männlichen Gesprächspartners schreibst und nun in die Perspektive Caros wechselt. Alternativer Vorschlag :arrow: "Ob sie ihm wohl auffallen werden? Er scheint zu zögern."

Das Lachen ist aus ihrer Stimme verschwunden. Stattdessen hat sich eine Verheißung darin breit gemacht, vielleicht sogar Verführung.


"Verführungskraft" hört sich besser an, wie ich finde. Außerdem habe ich hier erneut Schwierigkeiten mit der Perspektive: Der vorherige und der nachfolgende Satz ist jeweils aus Caros Sicht geschrieben, aber würde sie selbst erkennen oder auch nur einen Gedanken daran verschwenden, dass in ihrer Stimme Verführung liegt? Das wäre eher etwas, was dem männlichen Protagonisten auffallen würde, denke ich.

„Klingt gut“, meint sie, voller Vorfreude.


Das Komma ist hier nicht zwingend nötig.

Sie wollte etwas anders sagen. Schon seit Tagen. Wochen?


"etwas anderes" wäre die richtige Form.

Ich warte nur, bis ich zuhause bin, sagt sie sich.


:arrow: "zu Hause"

Sie hatte ihm damit einen Teil von sich geschenkt, etwas fragiles, verletzliches, von dem sie wusste, dass sie es nicht zurückbekommen würde.


Nach "etwas" wird (außer bei "etwas anderes", da "anderes" in jedem Fall kleingeschrieben wird) immer großgeschrieben, daher :arrow: "etwas Fragiles, Verletzliches".

Seine Stimme ist klein und traurig geworden.


Kann eine Stimme klein sein? Mich hat der Satz verwirrt, daher würde ich schreiben :arrow: "Seine Stimme ist leise und traurig geworden."

Alles ist taub.


Da du damit ihre Empfindung vermitteln willst, kommt mir der Satz seltsam vor. Vielleicht stattdessen :arrow: "Alles fühlt sich taub an."

„Ich glaube, es macht einfach keinen Sinn mehr.


Die Redewendung "Sinn machen" gibt es im Deutschen nicht, daher passender :arrow: "Ich glaube, es hat einfach keinen Sinn mehr."

„Es tut mir Leid. Es macht einfach keinen Sinn mehr.“


:arrow: Leid wird kleingeschrieben, da das Verb "leidtun" heißt. Zu "Sinn machen" s.o.

Das, das der Geschichte erst ihre Bedeutung gab.


Klingt etwas holprig, daher vielleicht :arrow: "Das, was der Geschichte erst ihre Bedeutung gab."

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Das meiste stellt bei diesen Anmerkungen nur einen Vorschlag zur Änderung dar, den du keineswegs umsetzen musst - ich möchte schließlich niemandem vorschreiben, wie er seine Geschichte zu schreiben hat. :)
Nach diesen Anmerkungen zur Sprache komme ich nun zu deinem Stil und zum Inhalt. Mir hat es im Großen und Ganzen gut gefallen, wie du die beiden Protagonisten durch ihre Sprache charakterisiert hast. Das Telefonat wirkte tiefgründig und in Verbindung mit den von dir beschriebenen Emotionen auch traurig und melancholisch, jedenfalls hat es in mir einen düsteren Eindruck erweckt, der mir aber umso besser gefallen hat.
Das Ende fand ich sehr gelungen, ich mochte auch die Einbindung von Gatsby.

Mein einziger Kritikpunkt neben den oben genannten Feinheiten ist der Perspektivwechsel. Es war manchmal schwierig zu erfassen, welche Gedanken zu welchem Gesprächspartner gehören, da du mehrfach zwischen beiden gewechselt hast, obwohl der Gefühlsschwerpunkt auf Caro lag. Ich hätte mir daher gut vorstellen können, dass das Gespräch ausschließlich aus ihrer Sicht dargestellt worden wäre, da die zahlreichen Wechsel auf mich eher verwirrend wirkten. Gut gelungen waren dagegen die Dialoge, die sehr realistisch wirkten und in mir den Eindruck erweckt haben, dass ich von beiden ein gutes Bild habe, obwohl du keine äußerlichen Merkmale beschrieben hast.

Fazit :arrow: Eine sehr gelungene Kurzgeschichte, die mit wenigen Änderungen in meinen Augen perfekt wäre (aber perfekt ist ja auch langweilig, von daher ist das vielleicht gar nicht so schlimm :wink:). Ich habe mich zumindest gut unterhalten gefühlt.
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Re: Das Ende von Etwas

Beitragvon matuschke » 20.06.2014, 17:40

Hallo Flemeth, hallo Ratsherr,

Vielen Dank für eure Kritik! Ich werde später noch eine überarbeitete Version einstellen :)

Flemeth,

Danke für dein Lob und ich fühle mich geehrt, dass meine Geschichte dir gleich beim ersten Ausflug aufgefallen ist. :)
Zunächst einmal zum Perspektivenwechsel: Mir war nicht bewusst, dass das etwas holprig geraten ist, ist aber jetzt auch aufgefallen, dass es unnötig ist und werde das überarbeiten und somit nur noch aus Caros Perspektive schreiben.

Ich finde, das ist etwas zu viel „Aktion“ für eine Gesprächspause.


Das ist gewollt. Sie sagt wirklich für einige Minuten lang nichts, weil sie so damit beschäftigt ist, es betrunken irgendwie auf die Reihe zu bekommen, ins Haus zu kommen.

Hier findet sich „anders“ zu oft. Solltest du vielleicht anders machen. Lol.


Hier auch wieder: Absicht. Er wiederholt immer wieder, wie "anders" sie doch ist und dass ihm das an ihr gefällt, doch letztlich macht er deswegen - zumindest zum Teil deswegen - mit ihr Schluss, was dazu führt, dass sie ihre ganze Beziehung in frage stellt. Das heisst, dass dieses eine Wort, diese Bezeichnung, auf die sie reduziert wird, eine starke Bedeutung hat und deswegen ist es so auf wiederholt :)

Dem Buch oder dem Film? Naja, ich fand ja beides nicht so dolle.


Film. :)

Das kommt mir jetzt etwas … unnatürlich daher. Warum sagt er das jetzt auf einmal? Vorher noch so besorgt, und jetzt.... Hat sich ja sehr schnell von ihr das Bein stellen lassen. Naja, warum auch nicht?


Die Sache ist, dass in ihrer Beziehung seit längerem etwas nicht stimmt - deswegen auch Caros Gefühl, sie müsste ihn schon seit Wochen darauf ansprechen -, aber es keiner von beiden gesagt hat. Sie, weil sie Angst hatte, einen Fehler zu machen, er, weil er wohl kein Drama wollte und sie letztendlich nicht verletzen wollte.
Außerdem wollte ich damit zeigen, dass Worte sehr schnell sehr viel ändern können und das man tatsächlich in einem Gespräch von Besorgtheit umeinander zu, na ja, dem Ende gelangen kann, was nicht unbedingt logisch ist. Aber ich kann versuchen, die Zweifel von Caros Seite zuvor noch deutlicher zu gestalten :)

Caro redet mir hier zu … zusammenhängend. Ich hätte vorher beinahe kritisiert, dass sie plötzlich „Liebst du mich?“ gefragt hat, nachdem sie ihn zuerst vom Gegenteil überzeugen wollte. Dann dachte ich aber, naja… sie ist halt angesäuselt. Hier spricht sie jetzt aber wieder so logisch und realitätsverbunden.


Sie ist zwar betrunken, hat aber über das ganze Thema tagelang nachgedacht und weiss genau, was sie ihm sagen möchte, deswegen ist das Ganze so klar.

So, was die anderen Kommentare angeht, stimme ich dir zu und werde das entsprechend ändern. Vielen, vielen Dank! Du konntest mir wirklich um einiges weiterhelfen und vor allem freue ich mich sehr, zu wissen, welche Sätze dir gefallen! :)

So, Ratsherr :)

Auch für deinen ausführlichen Kommentar vielen Dank!

Wie gesagt, die Perspektivenwechsel werde ich streichen. Vielen Dank, dass auch du mich darauf aufmerksam gemacht hast :)

Die Redewendung "Sinn machen" gibt es im Deutschen nicht, daher passender


Also, ich sowie sämtliche Leute, die ich kenne, verwenden diese Redewendung schon :D Vielleicht ist das etwas Lokales :)

Was deine anderen Anmerkungen angeht, stimme ich dir komplett zu, das meiste waren Flüchtigkeitsfehler :)

Vielen Dank für dein Lob - Unterhaltung war mein Ziel! :)

Liebe Grüße,

matuschke
"Wenn man das Leben in einem Satz beschreiben könnte, wäre es einer ohne Worte" (aus: Leben ist auch keine Lösung von Lia Hills)
matuschke
 
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Registriert: 17.11.2009, 20:20


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