Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

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Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

Hast du schon mal ein Exposé geschrieben?
Wie hast du das gemacht?
In was für einer Form?
Was kam inhaltlich darin vor?
Was würdest du jemandem raten, der zum ersten Mal ein Exposé schreibt?


Hast du schon mal ein Exposé für dein Lieblingsbuch verfasst?
Wie hat es geklappt?
Wo lagen die Probleme?
Hat es dir geholfen?

von © Jacky

Re: Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Zunächst mal sehr gute Zusammenfassung zum Thema Expose :D

Mal folgende Frage zur Seitenanzahl:

Geht das auch noch, oder ist es zu viel:

Anschreiben mit Kurzinhaltsangebe/ Pitch: 1 Normseite
Hintergrundinfos und Beschreibung Hauptcharaktere: 1 Normseite
Inhaltsangabe: 3 Normseiten
kurze Autorenvita: 1/2 Normseite

Kann man das Anschreiben auch in normaler Briefform verfassen?
Ich finde die Normseite dort etwas schwierig.

von © Ensiferia

Re: Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Freut mich, dass dir der Artikel gefällt :)

Erst mal hab ich ja schon im Artikel geschrieben, dass es da viele unterschiedliche Angaben zu gibt. Wenn das, was du da beschreibst, sich also an die Verlagsvorgaben hält (falls es welche gibt), sollte das wohl hinhauen, weil es im Rahmen all dessen liegt, was ich zu dem Thema recherchiert und zusammengefasst habe.

Über das Anschreiben gibt es übrigens einen kompletten eigenen Artikel "Was gehört alles in ein Anschreiben", wo ich auch auf die Form eingehe. Aber es gilt, wie auch beim Exposé, dass mir der Sinn hinter "Anschreiben in Normseite verfassen" nicht aufgehen würde, da das ja niemals irgendwo gedruckt wird. Im Gegensatz zur Inhaltsangabe würde ich auch hier nicht auf "nummer sicher" gehen, sondern mit schlichter Schrift (z.B. Arial, Times New Roman, Lucida), in lesbarer Größe (min. 12pt) und normalem (einfachem/anderthalbfachem) Zeilenabstand schreiben.

lg
Jacky ;)

von © Jacky

Re: Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Huhu Jacky,

endlich ist er da. :D Und schön gemacht, wie immer.

Hast du schon mal ein Exposé geschrieben?
Ja, und dieses inzwischen oft genug.

Wie hast du das gemacht?
Ich habe früh begonnen, während mein Manuskript gerade bei diversen Probelesern war. Okay, es ginge noch früher (Exposé als Plotentwurf), aber so weit war ich damals noch nicht. ^^ Trotzdem hatte ich meinen Plot hinsichtlich Wende- und Höhepunkte von vorherein geplant, und genau diese uralten Notizen habe ich für mein Exposé wieder herausgekramt. Erstaunlicherweise hat das schon ziemlich gut gepasst, als es um die Frage ging: Was muss rein?

Meine Nebenhandlungen konnte ich schnell rausstreichen. Am Zusammenstreichen der Haupthandlung habe ich allerdings geknabbert. Meine Geschichte setzt sich aus drei Handlungssträngen zusammen, die zu Beginn völlig unabhängig voneinander scheinen, und erst mit der Zeit ergibt sich der Zusammenhang. Da diese Tatsache relevant für meinen Spannungsbogen ist, hatte ich ein paar Schwierigkeiten. Ich habe damit angefangen, für jeden Handlungsstrang stichpunktartig den Verlauf aufzuschreiben, die Verflechtungen festzuhalten und mir zu jedem Stichpunkt die Frage zu beantworten: Wozu?

Dann habe ich eine erste Inhaltsangabe ohne Rücksicht auf alles geschrieben. Die hatte eine Länge von etwa fünf Normseiten. Ich habe sie in mehreren Runden überarbeitet und gekürzt, bis ich eine 3,5-seitigen Version mit 5 namentlich erwähnten Personen hatte und sie zwei Exposé-Testlesern vorgelegt habe. Das Feedback hat mir sehr weitergeholfen. Hatte ich geschrieben, die Nebenhandlungen hatte ich schnell draußen? *hust* Eine hatte sich doch noch ins Exposé geschlichen, die konnte ich zusammen mit einer Person rausnehmen. Auf die Stellen, wo das Exposé verwirrend oder unlogisch war, konnten mich meine Testleser toll hinweisen. Aus diesem ersten Feedback habe ich nicht nur Änderungen im Exposé, sondern tatsächlich auch in der Geschichte abgeleitet, und zwar durchaus entscheidende, die nochmal einiges an Überarbeitungszeit gebraucht haben.

Gegen Ende meiner Korrekturphase habe ich das Exposé wieder hervorgeholt und mir Satz für Satz vorgeknöpft. Das Ergebnis (diesmal 3 Normseiten) habe ich denselben Exposé-Testlesern vorgelegt (eine von ihnen hatte inzwischen auch das Manuskript gelesen, die andere nicht). Dann wieder eine Runde drüber gedreht und das Ergebnis einem unbedarften Dritten vorgelegt, und auch sein Feedback noch rein. (Das Feedback wurde von mal zu mal spezifischer und weniger.)

Als ich soweit war habe ich meine erste Agentur angeschrieben, die relativ großzügige Vorgaben gemacht hat (1 Seite Kurzexposé, 1 Seite Hintergrund, 3 Seiten Inhaltsangabe), wodurch ich an der Inhaltsangabe immerhin nichts kürzen musste.

Die nächste Agentur hatte die Vorgabe: 3 Seiten Exposé insgesamt (inkl. Personenliste). Ich bin total ängstlich dran gegangen, weil ich dachte, es gibt nichts mehr, das ich noch streichen kann. Erstaunlicherweise gab es das doch und plötzlich ging es ganz einfach. Tatsächlich von einem auf den anderen Tag hatte ich das Konzept nochmal um 2 Seiten gekürzt. Meine kürzeste Version bisher liegt dann allerdings auch bei 2 Seiten für den Inhalt. Ob ich es noch kürzer hinbekomme? Das werde ich sehen, wenn ich dazu gezwungen bin. ^^

In was für einer Form?
Immer genau angepasst auf die Vorgaben der Agentur. Ich habe schon mehr als einmal gelesen, dass auch das Exposé in Normseitenformat erwartet wird, also gebe ich es grundsätzlich so raus.

Ich habe einen Pitch, der aus drei kurzen Sätzen besteht. (1 Satz = Ausgangssituation, 1 Satz = das entwickelt sich daraus, 1 Satz = darum geht es / das steht auf dem Spiel). Den packe ich in mein Anschreiben, ebenso wie Informationen zu Umfang, Genre, Zielgruppe. Das Exposé besteht (in den meisten Fällen) dann noch aus Personenliste und einer vollständigen Inhaltsangabe.

Was kam inhaltlich darin vor?
Der Hauptplot mit Beginn, Wende- und Höhepunkten. Beginn ist dabei nicht der Start meiner Geschichte, sondern das Ereignis, das die Sache tatsächlich ins Rollen bringt.

Was würdest du jemandem raten, der zum ersten Mal ein Exposé schreibt?
"3 Seiten für ein Exposé" lesen, frühzeitig beginnen (ich glaube, der Start der Korrekturphase ist gar kein schlechter Zeitpunkt), viele Runden drehen und immer wieder Feedback einholen und einarbeiten.

Hast du schon mal ein Exposé für dein Lieblingsbuch verfasst?
Ich hatte es immer vor und habe es doch nie gemacht. :(

Liebe Grüße, Nion

von © Nion

Re: Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Hey Jacky, ein wirklich toller Artikel obwohl ich ganz bestimmt noch etwas länger brauchen werde, bis ich dahin komme :P

Da ich aber noch nie eine Expose so geschrieben habe, kann ich den ersten Abschnitt auch kaum beantworten, ... Ich fand deine Beispiele sehr passend :nod: und irgendwie liebe ich das Beispiel mit Georg Sandman :XD: :lol: Aber ich schätze ja schon Mal, dass das gut so ist ;P (Privatsphäre-eindringend? :oops: Egal :wink: Ist Georg und Maria ganz spontan, auch bei der Charakterentwicklung, enstanden oder war das Mal für ein Projekt? Nimmt mich echt wunder O.O =) )

Aber als ich mir denn Text einige Male durch mein Köpfchen hab gehen lassen, ist mir aufgefallen, das man doch eventuell auch einfach für die Expose seinen Plot benutzen kann, wenn man geplottet hatte? Ich gehöre ja zu den *No-Plotter" aber dennoch machen das doch genug viele, dann muss man vielleicht auch nicht jede Nebenhandlungssträhne auch einbauen, Sachen kann man ja auch streichen und so :P


Hast du schon mal ein Exposé für dein Lieblingsbuch verfasst?


Eigentlich nicht, aber ich habe oft da weitergeschrieben, hab sie ganz für mich auch schon korrigiert und auch das Buch das ich meine, ist kein Buch sondern ein Fanfiktion. Besonders, weil es ja eientlich nicht zuende ist, aber in meinen Gedanken hab ich es oft schon so weit durchdacht :D

Wie hat es geklappt?

Ehm, naja gedanklich eigentlich doch immer ziemlich gut :XD: Aber mit einer exakten Expose, darüber hab ich eigentlich noch nie so direkt nachgedacht ...könnt ich aber sicher Mal machen! :mrgreen:

Wo lagen die Probleme?


Das ich alles sofort perfekt für DIESE Geschichte korrigieren sollte, schlecht schreiben ist ja eigentlich bei mir kein grosses Problem, ich kann dem Vieh auf der Schulte gut das Maul mit Knochen zunähen :lol: Auch war ich etwas unsicher so wie "Ach ne, das musst du doch nicht noch so sagen und ach das war ja schon okay und hach ...die Nebenfigur war auch wichtig, vergss die bloss ja nicht doch dabei bewirkt sie kaum was ..." Man versteht ...?

Hat es dir geholfen?


Ja, aber wenn ich Kommentare schreibe und sie nicht nur bloss in meinen gedanken verwirkliche, dann hat es doch mehr geholfen. Und eine ,,richtig"e Expose ist es ja wohl auch...nach meienr Erklärung doch, nicht ganz, wohl eher ...ein Beta-Kommentar? :oops: xD

Gut, das war mein Ketchup dazu, toller Beitrag
und liebe Grüsse
from the
Dreamstepper! =3

von © Dreamstepper

Re: Das Exposé – Inhaltsangabe und Form (Teil 2)

 
Hast du schon mal ein Exposé geschrieben?
Ja. Für mein Herzensprojekt.

Wie hast du das gemacht?
Begonnen habe ich, als ich merkte, jetzt geht es dem Ende zu. Und ja, momentan habe ich Beta-Leser und ich arbeite am Exposé. es macht mir noch Spass, aber ich merke irgendwie, dass es fast mehr Überarbeitung/ Umformung etc. braucht, als die Geschichte. Aber ich finde es interessant, weil es einmal was neues ist.

In was für einer Form?
Pitch - Handlung - Personen.
Allerdings will ich es noch ändern und die Personen vor die Handlung setzen. Momentan tüftle ich noch an den Personen rum. Ich frage mich immer wieder, wen ich alles reinnehmen muss, wer mit Namen etc.

Was kam inhaltlich darin vor?
Wie alles begann, 1. Wendepunkt (mein Problem ist, dass die Story so viele Wendepunkte hat, dass sie fast schon verwirrt...), letzter Wendepunkt, Ziel meiner Potas (Ich habe 2). Ja so in Etwa...

Was würdest du jemandem raten, der zum ersten Mal ein Exposé schreibt?
Das Erste wird niemals jenes sein, das man verschickt. Immer schön weiter üben. Andere Meinungen annehmen und auf den Verlag hören (wenn man einen hat :XD:).


Hast du schon mal ein Exposé für dein Lieblingsbuch verfasst?
Yep.

Wie hat es geklappt?
Gut eigentlich... Ich habe nur hin und wieder zu viel aufgegriffen, oder selbst nicht mehr verstanden, was ich geschrieben habe :XD:

Wo lagen die Probleme?
Ich wollte diverse Nebenplots einbinden, konnte nicht wikrlich zwischen Ja und Nein entscheiden...
Ich wollte die meisten Namen nennen etc.

Hat es dir geholfen?
Ich kann es nicht wirklich sagen... Aber es hilft sicher, wenn man es mehrmals macht :mrgreen:.

Danke für diesen Beitrag Jacky.
Lg Jolly

von © Joleen