[Krimi]Das laufende Skelett [1/22]

Krimi, Thriller, Horror, Geistergeschichten, Abenteuer und alles andere, was die Nackenhaare zu Berge stehen lässt.

[Krimi]Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Anderkawwa » 22.02.2015, 23:26

Guten Morgen.

Ich habe mich kürzlich hier angemeldet, um etwas Feedback zu erhalten. Durch die 1000er-Grenze musste ich die Story in 22 Teile zerstückeln. Hier wäre Teil 1, für alle Interessierten.

SECRET TOM - SEIN ERSTER FALL
DAS LAUFENDE SKELETT

Secret Tom saß unergonomisch an seinem Schreibtisch und klickte sich durch Facebook. Man schrieb Montag, den 4. April des Jahres 2011. Irgendeine ihm unbekannte Person, der Facebook-Freund einer Facebook-Freundin eines Facebook-Freundes, hatte einen Videolink gepostet und dieses monumentale Ereignis mit den geschichtsträchtigen, wenn auch leicht fehlerhaften Worten "Ja das sollten sich einige echt mal zu Hertzen nehmen…" geschmückt. Das erschien Secret Tom nach kurzem Nachdenken doch recht vielversprechend, gerade da es bezeichnenderweise bereits sage und schreibe zwölf Personen bekennenderweise gefiel, und mit einem gezielten und entschlossenen Klick drückte er auf Play. Das schnelle Bürointernet erlaubte ein umgehendes Abspielen, doch da innerhalb der ersten vier Sekunden nichts weiter geschah als die aufreizend langsam gestaltete Einblendung einer Naturaufnahme aus der Luftperspektive ohne weitere visuelle oder hörbare Informationen, verlor Secret Tom innerhalb dieser anmaßenden Zeitspanne die Geduld und überflog die Website. Augenscheinlich die Website eines engagierten Natur-, Tierschutz- oder Menschenrechtsvereins. In diesem Augenblick ploppte die themenfremde, dynamisch blinkende Werbeanzeige einer neuen Canon EOS Spiegelreflexkamera auf mit 'beeindruckenden 18 Megapixeln, einem dreh- und schwenkbaren Display, hohem Bedienkomfort und jede Menge EOS-Zubehör, die praktisch keine Wünsche offen lässt'.
"Interessant", murmelte Secret Tom und klickte auf die Anzeige. Und dann dachte er beiläufig weiterhin: 'Woher wissen die eigentlich, dass…'
Just in diesem Moment platzte in diese Fülle an Geschehnissen und seine Gedanken jäh das Klingeln seines Telefons. Secret Tom löste seinen Blick vom Monitor und griff nach dem Hörer, der ihm zunächst aus der Hand glitt und auf die Tastatur krachte. Er nahm ihn wieder auf.
"Bundesnachrichtendienst, Sie sprechen mit Herrn Tom, Guten Tag?", nuschelte Secret Tom seine Halbfrage müde in die Hörermuschel.
"Tom! Kreisler hier", tönte Kreisler, "Kennen Sie das Bergwerk Auguste Victoria?"
"Nein", gab Secret Tom zu und fühlte sich schlecht.
"Ich auch nich', macht nichts!", rief Kreisler unangemessen laut durch die Leitung, "Ein Steinkohlebergwerk, liegt bei Recklinghausen. Kennen Sie die RAG Deutsche Steinkohle AG?"
"Nee", sagte Secret Tom.
"Größter Steinkohlelieferant Deutschlands, haben drei Bergwerke, Auguste Victoria gehört dazu. Sie werden nich' glauben, was die heute Morgen erlebt haben!"
"Überraschen Sie mich", sagte Secret Tom träge in der irrigen Annahme, seine Bemerkung klänge irgendwie peppig.
"Is' ziemlich abgefahren, erzähl's Ihnen unterwegs. Machen Sie sich schon mal fertig. Die Falcon steht bereit", rief Kreisler.
"Wir fliegen? Wir kriegen den Flieger?", fragte Secret Tom ungläubig.
"Ja Mann, so was haben wir noch nich' erlebt. Wir müssen schnell hin und die Bahn braucht ewig. In 45 Minuten in Tegel. Bis gleich!"
Es klickte und Secret Tom runzelte noch etwas die Augenbrauen ehe er auflegte.
"Soso", murmelte Secret Tom, während er seinen Schreibtisch betrachtete und einen Initialgedanken zu fassen suchte. Schließlich gelang es ihm: Er würde aufstehen, schnell nach Hause fahren, einen kleinen Koffer packen für den Fall eines längeren Verbleibs in Recklinghausen und anschließend ein Taxi zum Flughafen nehmen.

Anderthalb Stunden später saß er in einem der hellgrauen, bequemen Ledersessel der Falcon 900EX, eine Fanta-Dose in der Hand. Kreisler, der Abteilungschef, ihm gegenüber. Ein immer wacher, mittelgroßer, moderat hyperaktiver Mittvierziger mit dicht gekräuseltem, gräulich-braunem Haar und einem stilsicheren Dreitagebart.
"Sie wissen, wie Steinkohle abgebaut wird?", fragte Kreisler lebhaft.
"Hm, naja so irgendwie schon", entgegnete Secret Tom. Er nippte an seiner Fanta.
"Steinkohle wird unter Tage abgebaut. Ein Bergwerk hat mehrere Sohlen; das sind die Stockwerke, auf denen abgebaut wird. Die können bis zu 1,5 Kilometer tief sein. Auf diesen Ebenen liegen die Strecken, die zu den Streben führen in denen schließlich die Steinkohle abgebaut wird. Schon mal so'n Bild gesehen mit 'nem Kerl, der 'ne Lampe an seinem Helm hat und unter der Erde steht?"
"Ja", antwortete Secret Tom.
"Genau so sieht's da aus", fuhr Kreisler fort, "ein Bergwerk hat ein Streckennetz von um die 100 Kilometern. Das is' echt riesig da unten, ja? Und jetzt halten Sie sich fest!"
"Ich bin bereit. Lassen Sie's krachen", sagte Secret Tom und hielt sich an der Armlehne fest.
"Gestern um null Uhr erscheinen die Leute zur Frühschicht, wollen den Betrieb aufnehmen, und die Tunnel sind zum großen Teil wieder zu! Tausende Kubikmeter Erde und Gestein, über's Wochen-ende alles wieder dicht!"
"Uh!"
"Sie sagen es. Kann man das erklären? Nein! Hat da jemand unbemerkt eine LKW-Kolonne mit voller Ladung reingefahren und alles in den Schacht getragen? Kaum vorstellbar! Und dennoch muss es einen Grund dafür geben."
"Was wissen wir darüber?" erkundigte sich Secret Tom.
"Nichts", erklärte Kreisler heiter, "der leitende Bergingenieur erwartet uns und will uns das alles mal zeigen. Wir hören uns erst mal an, was der sich dazu denkt."
Nachdem sie in Dortmund gelandet waren, fuhren sie mit einem vorbestellten Mietwagen die verbleibenden 45 Kilometer zum Bergwerk Auguste Victoria.
"Und, wie geht's der Familie?", erkundigte sich Secret Tom, während Kreisler mit Kraft das Gaspedal in den Unterboden drückte.
"Danke, meine Frau hat eine neue Haarfarbe ausprobiert und meiner Jüngsten ist im Schulorchester eine Posaune auf den Kopf gefallen. Es musste mit drei Stichen genäht werden."
"Das tut mir leid", sagte Secret Tom mitfühlend.
"Es geht ihr schon wieder. Sie war nur einen Tag etwas matt. Jetzt redet sie wieder ohne Punkt und Komma und fragt einen Löcher in den Bauch. Da weiß ich: Es ist alles in Ordnung mit ihr."
Kreisler lachte.
Nach weniger als 20 Minuten erreichten sie das Werkstor von Schacht 3/7. Kreisler bremste vor zwei rot-weiß-gestreiften Autoschranken, zu deren Linken sich zwei Personendrehkreuze und ein flaches, geräumiges Pförtnerhäuschen mit dunkelgrünem Dach befanden. Etwa zwanzig Meter hinter den Autoschranken erstreckte sich nach links und rechts ein zweistöckiges, langgezogenes Verwaltungsgebäude braungrauer Farbe. Kreisler stieg aus und bewegte sich zum Pförtner, um sich anzumelden. Secret Tom wartete im Auto.
"Er hat Striebel Bescheid gesagt. Das is' der leitende Ingi. Wir warten hinter der Schranke auf ihn", meinte Kreisler als er wieder einstieg. Dann durchfuhr er die sich öffnende Schranke und parkte schief vor dem Verwaltungsgebäude.
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Re: Das laufende Skelett

Beitragvon rental » 23.02.2015, 03:31

Hallo Anderkawwa,

Hier wäre Teil 1, für alle Interessierten.

Ja, bin interessiert, was deine erste Geschichte hier in der Schreibwerkstatt zu bieten hat. :wink: Nachfolgend steht meine Einschätzung deines Textes/Beginns.

1. Ich kaufe deinen beiden eingeführten (Haupt-)Figuren ihre Rollen nicht ganz ab. Das liegt hauptsächlich daran, wie die beiden miteinander reden aber auch an anderen Dingen. Kreisler scheint übertrieben gutgelaunt und redet für einen Abteilungsleiter zu direkt mit Secret Tom, als wären sie beste Kumpels und nicht er der Vorgesetzte (kann sein, dass sie wirklich auch neben dem Job gute Freunde sind, es erschien mir aber etwas seltsam). Dann gehts direkt weiter mit dem Namen des Hauptprotagonisten: "Secret Tom" klingt etwas sehr gekünstelt und gestellt. Secret Tom kommt eine Ecke zu lässig bei mir an, als das ich ihm einen seriösen Polizisten/Detektiven abkaufen würde, ausserdem reagiert er manchmal zu desinteressiert und seine Handlungen sind teilweise übertrieben dargestellt. Dazu ein paar Beispiele weiter unten.

2. Die Geschichte an sich bietet Potential für genug Spannung, vielleicht auch für etwas gruselig angehauchtes, mit diesem Streckennetz von mehr als 100 Kilometern des Bergwerks. Das könnte soweit gut funktionieren, finde ich.

3. Der Schreibstil ist in Ordnung, lässt sich gut und flüssig lesen. Schreibfehler habe ich keine entdeckt und der Text wirkt aus einem Guss, ohne das Stolperstellen dem Leser unterwegs ein Bein stellen.

4.
Secret Tom saß unergonomisch an seinem Schreibtisch und klickte sich durch Facebook. Man schrieb Montag, den 4. April des Jahres 2011. Irgendeine ihm unbekannte Person, der Facebook-Freund einer Facebook-Freundin eines Facebook-Freundes, hatte einen Videolink gepostet und dieses monumentale Ereignis mit den geschichtsträchtigen, wenn auch leicht fehlerhaften Worten "Ja das sollten sich einige echt mal zu Hertzen nehmen…" geschmückt. Das erschien Secret Tom nach kurzem Nachdenken doch recht vielversprechend, gerade da es bezeichnenderweise bereits sage und schreibe zwölf Personen bekennenderweise gefiel, und mit einem gezielten und entschlossenen Klick drückte er auf Play. Das schnelle Bürointernet erlaubte ein umgehendes Abspielen, doch da innerhalb der ersten vier Sekunden nichts weiter geschah als die aufreizend langsam gestaltete Einblendung einer Naturaufnahme aus der Luftperspektive ohne weitere visuelle oder hörbare Informationen, verlor Secret Tom innerhalb dieser anmaßenden Zeitspanne die Geduld und überflog die Website. Augenscheinlich die Website eines engagierten Natur-, Tierschutz- oder Menschenrechtsvereins. In diesem Augenblick ploppte die themenfremde, dynamisch blinkende Werbeanzeige einer neuen Canon EOS Spiegelreflexkamera auf mit 'beeindruckenden 18 Megapixeln, einem dreh- und schwenkbaren Display, hohem Bedienkomfort und jede Menge EOS-Zubehör, die praktisch keine Wünsche offen lässt'.
"Interessant", murmelte Secret Tom und klickte auf die Anzeige. Und dann dachte er beiläufig weiterhin: 'Woher wissen die eigentlich, dass…'

Dieser Anfang zauberte mir zwar ein Schmunzeln aufs Gesicht, ich weiss aber nicht recht, ob das so beabsichtigt war. Ich würde den Anfang umschreiben, nicht so genau erzählen, was er da auf Facebook und im Internet alles ansieht und welche Pop-ups aufploppen. Das wirkt nicht wirklich spannend und tut ja auch nichts zur Geschichte. Das mit der Kamera kann man bestimmt auch weglassen. Man könnte an dieser Stelle meiner Meinung nach die Einführung der Hauptperson beginnen und dann direkt mit dem Anruf vom Teamleiter einsteigen.

Der Abschnitt wirkt auf mich etwas "Over the top", sprich es gibt diverse Ausdrücke und Worte, die den Text einfach irgendwie übertrieben dargestellt wirken lassen. Ich habe dir oben die Stellen blau angestrichen, auf die das meiner Meinung nach zutrifft.

Grün: Wortwiederholung.

5.
Just in diesem Moment platzte in diese Fülle an Geschehnissen und seine Gedanken jäh das Klingeln seines Telefons.

Ein gutes Beispiel, für das, was ich oben angesprochen habe. Der Ausdruck "Diese Fülle an Geschehnissen" übertreibt das Rumklicken auf dem Computer, das kurze Ansehen des Videos, dem Aufploppen der Werbung und dem Lesen der Kamerabeschreibung fast etwas ins lachhafte und komische. Ob das so gewollt ist, weiss ich nicht, kann ja auch sein. Aber ich stellte mich von Anfang an auf etwas Ernsteres ein.

6.
So geht es halt dann weiter. Alles wirkt auf mich übertrieben und unfreiwillig komisch. Hier noch ein paar Beispiele aus den Dialogstellen, die bei mir diesen Effekt hatten und auch zeigen, dass Kreisler als Leiter nicht sehr authentisch wirkt.

"Nein", gab Secret Tom zu und fühlte sich schlecht.
"Ich auch nich', macht nichts!", rief Kreisler unangemessen laut durch die Leitung

"Is' ziemlich abgefahren, erzähl's Ihnen unterwegs. Machen Sie sich schon mal fertig. Die Falcon steht bereit", rief Kreisler.

"Ja Mann, so was haben wir noch nich' erlebt. Wir müssen schnell hin und die Bahn braucht ewig. In 45 Minuten in Tegel. Bis gleich!"

"Soso", murmelte Secret Tom


Toms Reaktionen auf Kreisler sind jeweils köstlich, also das dein Text keinen Humor hat, kann man dir sicher nicht unterstellen. :mrgreen: :wink:

7.
"Das tut mir leid", sagte Secret Tom mitfühlend.

Eine Stelle, die zeigt, dass du Tom nicht so darstellst, wie du vielleicht möchtest. Zumindest ich kaufte Secret Tom das "mitfühlend" überhaupt nicht mehr ab, nachdem ich seine vorangegangenen Reaktionen gelesen hatte. Darum denke ich auch, die Komik kommt nicht daher, weil du sie einbauen wolltest.

Fazit: Ich hatte definitiv eine Menge Spass beim Lesen. Von einer Krimi- oder Detektivgeschichte erwartete ich aber etwas mehr Ernsthaftigkeit. Hätte die Geschichte im Bereich "Lustiges" gestanden, wäre ich bestimmt anders an sie herangegangen. Es ist halt überzogen und wirkt auf mich eher unfreiwillig komisch. Den Schreibstil finde ich gut, wie schon gesagt, habe alles in einem Rutsch lesen können. Spannung ist bei mir nicht sofort aufgekommen, vor allem wegen des etwas trägen Beginns, aber das mit dem Bergwerk kann sicher noch interessant werden. Ich würde also auch noch weitere Teile lesen. Bitte nimm meine Kritik nicht bierernst, es ist nur meine alleinige Meinung und Einschätzung. Habs gerne gelesen! 8)

LG,
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Re: Das laufende Skelett

Beitragvon Anderkawwa » 23.02.2015, 19:05

Wow, das ging ja schnell mit dem Feedback!

Ich glaube, zuerst muss ich mal den merkwürdigen Namen der Hauptfigur erklären. Der Nachname "Tom" geht ja noch, aber der Vorname "Secret" sorgt sicher beim Lesen für Verwunderung. Dahinter steckt, dass ich mir die Figur Secret Tom schon vor langer Zeit ausgedacht habe, etwa um die 9. / 10. Klasse herum. Damals habe ich mit Freunden angefangen, einen Kurzfilm mit dieser Figur zu drehen. Wir fanden den Namen eben "cool" und er sprach sich flüssig und lässig und hatte was eigenes^^
Später wollten wir mal einen längeren, professionelleren Film drehen, doch der Aufwand wuchs uns über den Kopf, und wir mussten kapitulieren und haben nur die ersten beiden Szenen je fertig gestellt.
Als ich mich einige Jahre später daran machte, mal einen Secret Tom-Kurzkrimi zu schreiben, überlegte ich tatsächlich, einen vernünftigeren Namen, passenderweise auch einen deutschen Namen auszusuchen, aber ich hatte die Figur emotional etwas lieb gewonnen und bin daher dabei geblieben. Für uns hört sich der Name inzwischen völlig normal an und wir stellen uns etwas unter dieser Figur vor. Ich kann mich kaum mehr reinversetzen, wie es ist, diesen Namen das erste Mal zu lesen, aber es lässt einen wahrscheinlich etwas stolpern. Man fragt sich: "Ist das echt der Name, oder was heisst das jetzt?"

Daher ist die Kritik an dem Namen völlig berechtigt, da es quasi ein interner running gag ist, und für ernsthafte Ambitionen müsste man den Namen sicher austauschen...

Das von Dir empfundene "Desinteresse" von Secret Tom sollte eher eine Art Gefühl der allgemeinen Müdigkeit des Lebens bzw. des belastenden Jobs darstellen (auch hat Secret Tom keine Freundin, aber das weiss man da natürlich nicht).
Kreisler soll schon übertrieben gut gelaunt und quirlig sein, und sie sollen schon persönliche Sympathien füreinander hegen, siezen sich aber dennoch. Sie leben eine flache Hierarchie.
Die Wiederholung "Augenblick / augenscheinlich" klingt tatsächlich doof, das ist mir bisher gar nicht aufgefallen.
Das "Schmunzeln" des ersten Absatzes war durchaus gedacht, ebenso ist das, was du unfreiwillig komisch nennst, schon auch komisch geplant sozusagen, auch im späteren Verlauf. Die Geschichte wird später durchaus brutal und bekommt auch ihr Verbrechen, aber ich finde, etwas Witz schadet einem Krimi nicht. Das ist Geschmackssache. Manche stehen auf düstere Krimis, in denen einem jede Szene aufs Gemüt schlägt, andere mögen Gewalt und Komik in einem Aufguss.
Dennoch stimme ich dir zu, dass der erste Absatz "over the top ist". Im Nachhinein gefällt mir der Anfang der Story auch nicht mehr so (der weitere Verlauf schon).

"Der Ausdruck "Diese Fülle an Geschehnissen" übertreibt das Rumklicken auf dem Computer, das kurze Ansehen des Videos, dem Aufploppen der Werbung und dem Lesen der Kamerabeschreibung fast etwas ins lachhafte und komische. Ob das so gewollt ist, weiss ich nicht, kann ja auch sein"
Ja, es sollte die Sache definitiv ins lachhafte ziehen, bzw. die Nichtigkeiten in Facebook allgemein, die er sich aus Langeweilie im Büro reinzieht, ins lachhafte ziehen. Das war ein kleiner persönlicher Seitenhieb auf Facebook.

Dass Du das Mitgefühl Secret Toms nicht ernst nehmen kannst, nehme ich als Kritik durchaus ernst ;-)

Er soll nämlich schon ein Mensch sein, der durchaus aus altruistischem Antrieb diesen Job macht, gerade weil ihm die Verdorbenheit der Welt so nahe geht. (Aber das wird in seinem "zweiten Fall" glaube ich deutlicher). Dann muss ich wohl daran arbeiten, sein Mitgefühl nachvollziehbarer zu gestalten.

Übrigens: Auch wenn ich keine Korrekturen hier in dem geposteten Text einbaue (in meinem richtigen Word-Dokument mache ich das teilweise schon, zum Beispiel werde ich die Wiederholung "Augenblick / augenscheinlich" eliminieren), so liegt das nicht daran, dass ich die Kritik nicht wertschätzen würde. Sondern es liegt daran, dass ich diese Geschichte schon vor längerer Zeit fertig geschrieben habe, sogar bereits die zweite Geschichte abgeschlossen habe und aktuell an Secret Toms dritten Fall sitze. daher ist die Story für mich schon etwas Vergangenheit, aber mir bedeutet die Kritik dennoch viel, und ich werde sie insofern sinnvoll nutzen, indem ich sie für die aktuelle Geschichte berücksichtige (zum Beispiel, ob Secret Tom mitfühlend rüberkommt oder nicht).

Leider muss ich die erste Story in 22 Teile zeerlegen, und dadurch, dass ich jedesmal erst zwei Kommentare zu anderen Autoren schreiben muss, um den nächsten Teil zu posten, dauert das. Aber es ist vielleicht gar nicht schlecht - so kann ich eruieren, ob den bei den Foristen überhaupt Bedarf und Interesse besteht.

In dem Sinne: Vielen dank für die Kritik
Anderkawwa
 
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Akirai » 03.03.2015, 22:59

Hallo Anderkawwa!

Eines vorneweg: Du hast im falschen Bereich gepostet. Der Text gehört unter Comedy :wink: Und genau das ist auch mein erster Eindruck: da schreibt jemand Comedy, aber wenn ich Pech habe, keinen Krimi.

Wie ist das zu verstehen: Wenn ich einen Krimi lesen will, dann denke ich an Spannung. Ein Mord, irgendwas, was die (mehr oder weniger) gerechte Weltordnung auf den Kopf stellt und dann kommt ein Detektiv und löst die Sache wieder... du siehst, ich bin vom Freitagabendtatort verdorben. Aber gehen wir die Sache anders an (ich zitiere mal den Text und schreibe frecherweise dort rein, dann kann ich das genauer erklären - du hast jetzt meine ungeschminkten Gedanken als knallharter, hundsgemeiner Leser. Also Vorsicht :wink: ) )

Anbei also meine ungeschminkten und bitterbösen Bemerkungen. Bitte fühl dich davon nicht persönlich angegriffen, ich finde den Text in keinem Fall hundsmiserabel oder gar schlecht, sondern habe mich eigentlich ganz gut unterhalten gefühlt.

Anderkawwa hat geschrieben:SECRET TOM - SEIN ERSTER FALL Der Titel klingt mir irgendwie nach... Jugendkrimi. Also entweder von einem eher jungen Autoren geschrieben oder bewusst jugendlich gehalten
DAS LAUFENDE SKELETT und hier schreibt alles in mir: Das wandelnde Skelett :mrgreen: Aber mal sehen, klingt als Titel ja nicht abschreckend, sondern eher einladend...

Secret Tom saß unergonomisch eh? das Wort fällt auf... meinst du: verkrampft? Also in jedem Fall ist es ein Stolperwort. an seinem Schreibtisch und klickte sich durch Facebook. Man schrieb Montag, den 4. April des Jahres 2011. Irgendeine ihm unbekannte Person, der Facebook-Freund einer Facebook-Freundin eines Facebook-Freundes, hatte einen Videolink gepostet und dieses monumentale Ereignis mit den geschichtsträchtigen, wenn auch leicht fehlerhaften Worten "Ja das sollten sich einige echt mal zu Hertzen nehmen…" geschmückt. er schreibt Satire. Oder Comedy. Oder das ist einer von diesen bewusst lustigen Kluftingerkrimis. *geht sich von der Idee eines Thrillers verabschieden* /color]Das erschien Secret Tom nach kurzem Nachdenken doch recht vielversprechend, gerade da es bezeichnenderweise bereits sage und schreibe zwölf Personen bekennenderweise gefiel, und mit einem gezielten und entschlossenen Klick drückte er auf Play. Das schnelle Bürointernet erlaubte ein umgehendes Abspielen, doch da innerhalb der ersten vier Sekunden nichts weiter geschah als die aufreizend langsam gestaltete Einblendung einer Naturaufnahme aus der Luftperspektive ohne weitere visuelle oder hörbare Informationen, verlor Secret Tom innerhalb dieser anmaßenden Zeitspanne die Geduld und überflog die Website. [color=#4000FF]der Satz schreit "Streich mich, ich bin überflüssig". Ach ja - waren wir nicht gerade noch in Facebook? Wie komme ich jetzt auf eine andere Seite? :? Augenscheinlich die Website eines engagierten Natur-, Tierschutz- oder Menschenrechtsvereins. In diesem Augenblick ploppte die themenfremde, dynamisch blinkende Werbeanzeige einer neuen Canon EOS Spiegelreflexkamera auf mit 'beeindruckenden 18 Megapixeln, einem dreh- und schwenkbaren Display, hohem Bedienkomfort und jede Menge EOS-Zubehör, die praktisch keine Wünsche offen lässt'. Wenn es Comedy ist, ist es ja noch motivierbar. Wenn es ein Krimi ist - ohne komödiantische Absichten - dann ist der Satz überflüssig.
"Interessant", murmelte Secret Tom für den Leser? Nein :lol: und klickte auf die Anzeige. Und dann dachte er beiläufig weiterhin: 'Woher wissen die eigentlich, dass…'
Just in diesem Moment platzte in diese Fülle an Geschehnissen und seine Gedanken jäh das Klingeln seines Telefons. Action! Endlich! Und hier mal ein Hinweis in grün, der jetzt von mir als Autor stammt und nicht als Leser: Ich gehe jede Wette ein, dass ein Lektor, der einen Krimi sucht, dir alles bisher geschriebene durchstreichen wird. Es geschieht in diesem Absatz nichts was für den Leser von Bedeutung ist, seine Welt auf den Kopf stellt... oder sonst irgendwie für einen Krimi motivierbar ist. Wenn du natürlich in erster Linie Comedy schreiben willst, dann lass es, denn lustig war es bislang - und das ist auch der Grund, warum ich weitergelesen habe.[/color]
Secret Tom löste seinen Blick vom Monitor und griff nach dem Hörer, der ihm zunächst aus der Hand glitt und auf die Tastatur krachte.Ja, er schreibt Comedy.... Er nahm ihn wieder auf.
"Bundesnachrichtendienst, Also rein vom Stereotyp hätte ich jetzt einen gelangeweilten Provinzbeamten erwartet. Aber BND? Sie sprechen mit Herrn Tom, Guten Tag?", nuschelte Secret Tom seine Halbfrage müde in die Hörermuschel.
"Tom! Kreisler hier", tönte Kreisler, "Kennen Sie das Bergwerk Auguste Victoria?"
"Nein", gab Secret Tom zu und fühlte sich schlecht. wieso, wenn ich fragen darf? Ich kenne es auch nicht. Und ich fühl mich nicht schlecht :lol:
"Ich auch nich', macht nichts!", rief Kreisler Lol, danke :lol: unangemessen laut durch die Leitung, "Ein Steinkohlebergwerk, liegt bei Recklinghausen. Kennen Sie die RAG Deutsche Steinkohle AG?"
"Nee", sagte Secret Tom.
"Größter Steinkohlelieferant Deutschlands, haben drei Bergwerke, Auguste Victoria gehört dazu. Er driftet wieder in nebensächliche Informationen ab... Sie werden nich' glauben, was die heute Morgen erlebt haben!" Korrigiere: Es wird wohl doch spannend.
"Überraschen Sie mich", sagte Secret Tom träge in der irrigen Annahme, seine Bemerkung klänge irgendwie peppig. Lustiger erzählerkommentar! :mrgreen:
"Is' ziemlich abgefahren, erzähl's Ihnen unterwegs. Boah! Das ist ein Taschenspielertrick, um die Spannung hochzuhalten. Und er ist zwar mies, aber wirksam. Also lass ihn ruhig :wink: Machen Sie sich schon mal fertig. Die Falcon steht bereit", rief Kreisler.
"Wir fliegen? Wir kriegen den Flieger?", fragte Secret Tom ungläubig. Jetzt gibt es Anklänge an James Bond.
"Ja Mann, so was haben wir noch nich' erlebt. Wir müssen schnell hin und die Bahn braucht ewig. In 45 Minuten in Tegel. Bis gleich!"
Es klickte und Secret Tom runzelte noch etwas die Augenbrauen ehe er auflegte.
"Soso", murmelte Secret Tom, während er seinen Schreibtisch betrachtete und einen Initialgedanken was ist ein Initialgedanke?zu fassen suchte. Schließlich gelang es ihm: Er würde aufstehen, schnell nach Hause fahren, einen kleinen Koffer packen für den Fall eines längeren Verbleibs in Recklinghausen und anschließend ein Taxi zum Flughafen nehmen. *gähn* Uninteressante Information, tut mir leid.

Anderthalb Stunden später saß er in einem der hellgrauen, bequemen Ledersessel der Falcon 900EX, eine Fanta-Dose in der Hand. Kreisler, der Abteilungschef, ihm gegenüber. Ein immer wacher, mittelgroßer, moderat hyperaktiver Mittvierziger mit dicht gekräuseltem, gräulich-braunem Haar und einem stilsicheren Dreitagebart. erinnert das jetzt nicht auch optisch an Kluftingerkrimis? Hach, wie lang ist das Leseerlebnis nur wieder her...
"Sie wissen, wie Steinkohle abgebaut wird?", fragte Kreisler lebhaft.
"Hm, naja so irgendwie schon", entgegnete Secret Tom. Er nippte an seiner Fanta.
"Steinkohle wird unter Tage abgebaut. Ein Bergwerk hat mehrere Sohlen; das sind die Stockwerke, auf denen abgebaut wird. Die können bis zu 1,5 Kilometer tief sein. Auf diesen Ebenen liegen die Strecken, die zu den Streben führen in denen schließlich die Steinkohle abgebaut wird. Schon mal so'n Bild gesehen mit 'nem Kerl, der 'ne Lampe an seinem Helm hat und unter der Erde steht?" Hier schreit alles nach Infodump. Wenn du das dringend später brauchst, dann pack das bitte bitte bitte in ein showing und kein telling, weil hier springt dir jeder Leser a) im Dreieck und b) über den Absatz.
"Ja", antwortete Secret Tom.
"Genau so sieht's da aus", fuhr Kreisler fort, "ein Bergwerk hat ein Streckennetz von um die 100 Kilometern. Das is' echt riesig da unten, ja? Und jetzt halten Sie sich fest!"
"Ich bin bereit. Lassen Sie's krachen", sagte Secret Tom und hielt sich an der Armlehne fest.
"Gestern um null Uhr erscheinen die Leute zur Frühschicht, wollen den Betrieb aufnehmen, und die Tunnel sind zum großen Teil wieder zu! Tausende Kubikmeter Erde und Gestein, über's Wochen-ende alles wieder dicht!"
"Uh!" Diese Aussage würde ich ebenfalls streichen, denn sie enthält... keinerlei Kontext. Tut mir leid, dass so knallhart zu sagen.
"Sie sagen es. Kann man das erklären? Nein! Hat da jemand unbemerkt eine LKW-Kolonne mit voller Ladung reingefahren und alles in den Schacht getragen? Kaum vorstellbar! Und dennoch muss es einen Grund dafür geben."
"Was wissen wir darüber?" erkundigte sich Secret Tom.
"Nichts", erklärte Kreisler heiter, "der leitende Bergingenieur erwartet uns und will uns das alles mal zeigen. Wir hören uns erst mal an, was der sich dazu denkt." Mein Gedanke: Und was macht der BND da? Wenn eine LKWLadung Dreck in einem Stollen landet? Ich hätte gedacht, die beschäftigen sich mit... "wichtigeren " Dingen.
Nachdem sie in Dortmund gelandet waren, fuhren sie mit einem vorbestellten Mietwagen die verbleibenden 45 Kilometer wenn diese Angabe nicht in irgendeiner Form essentiell für den Krimi ist, dann raus damit... ich habe das in drei Sekunden ohnehin wieder vergessen. zum Bergwerk Auguste Victoria.
"Und, wie geht's der Familie?", erkundigte sich Secret Tom, während Kreisler mit Kraft das Gaspedal in den Unterboden drückte.
"Danke, meine Frau hat eine neue Haarfarbe ausprobiert und meiner Jüngsten ist im Schulorchester eine Posaune auf den Kopf gefallen. Es musste mit drei Stichen genäht werden." Für den Krimi absolut uninteressant, für Comedy ganz unterhaltsam.
"Das tut mir leid", sagte Secret Tom mitfühlend. mir nicht, ich habe gelacht :lol:
"Es geht ihr schon wieder. Sie war nur einen Tag etwas matt. Jetzt redet sie wieder ohne Punkt und Komma und fragt einen Löcher in den Bauch. Da weiß ich: Es ist alles in Ordnung mit ihr."
Kreisler lachte.
Nach weniger als 20 Minuten erreichten sie das Werkstor von Schacht 3/7. Kreisler bremste vor zwei rot-weiß-gestreiften Autoschranken, zu deren Linken sich zwei Personendrehkreuze und ein flaches, geräumiges Pförtnerhäuschen mit dunkelgrünem Dach befanden. Etwa zwanzig Meter hinter den Autoschranken erstreckte sich nach links und rechts ein zweistöckiges, langgezogenes Verwaltungsgebäude braungrauer Farbe. Kreisler stieg aus und bewegte sich zum Pförtner, um sich anzumelden. Secret Tom wartete im Auto.
"Er hat Striebel Bescheid gesagt. Das is' der leitende Ingi. Wir warten hinter der Schranke auf ihn", meinte Kreisler als er wieder einstieg. Dann durchfuhr er die sich öffnende Schranke und parkte schief vor dem Verwaltungsgebäude.


So!
Und nach meinen bitterbösen Kommentaren spielst du vermutlich mit dem Gedanken, das Schreiben für immer in die Tonne zu hauen. BITTE BITTE NICHT!!!

Denn mein Fazit dazu: Für Komödie ganz unterhaltsam (ich habe brav bis zum Ende durchgelesen), aber für Krimi leider 0% Spannung. Keine Leiche, kein gar nix, nur ein Haufen Dreck, der sich mysteriöserweise bewegt hat. Von der zuständigkeitsfrage des BND ganz zu schweigen.

Daher mein Ratschlag: Mach dir klar, WAS GENAU du schreiben willst. Spannung? Unterhaltung? Bislang hast du dich nur auf eines konzentriert, nämlich die Unterhaltung, und das ist dir gut gelungen.

Meine Tipps, falls du die Spannung ausbauen willst:
1. Streich den ganzen Infodump. Also in etwa den 1. Absatz, alle genaueren Angaben zur Bergarbeit, den Kommentar über Kreislers Familie... die sind zwar lustig, aber sie geben mir inhaltich nichts. Wenn ich ein Buch zu lesen beginne, will ich zunächst emotional involviert werden - und zwar über ein für mich bedeutsames Ereignis. Und die verschobene Ladung Dreck tangiert mein Leben nun mal in keinster Weise.
Nun wirst du argumentieren: Ja, aber man soll sich doch mit den Charakteren identifizieren!
Ja, soll man. Aber man soll sie auch im Laufe des Buchs kennenlernen und nicht schon in den ersten 1000 Wörtern :wink: Von daher: Du hast genügend Zeit, dich um deinen Plot zu kümmern und deine Charakterisierung nebenher laufen zu lassen (wenn du, wie gesagt, den Fokus mehr auf Spannung legen willst).

Wie immer gilt: Ich habe die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen und meine Meinung ist nicht universal gültig. Also lass dich bitte nicht von mir herunterziehen, ich halte dein Werk nicht für schlecht, ich sage nur: Es muss noch poliert werden. Also bitte bitte, schreib in jedem Fall weiter und ignorier meinen Kommentar, wenn du nichts aus ihm ziehen kannst. Ich wünsche dir in jedem Fall weiterhin viel Spaß und Erfolg!

LG
Aki
:mrgreen:
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For it and knowledge can raise men to the divine - Beethoven
Akirai
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Anderkawwa » 04.03.2015, 23:34

Hi Aki,

Danke für den Kommentar. Ich bin sehr hart im Nehmen und kann auch sehr scharfe Kritik aufnehmen, in der Hinsicht keine Sorge.

Zunächst mal das Krimi vs Comedy Problem: Die Geschichte ist ja bereits vollendet, nur darf ich ja leider nur in 1000-Wörter-Blöcken posten, sonst hätte ich gleich die ganze Geschichte gepostet. Im späteren Verlauf tauchen noch zwei Tote und eine Schwerverletzte auf, wobei die zwei Toten einen relativ grausamen Tod sterben und einer der Toten sowie die Verletzte gefoltert wurden. Würde ich die Geschichte im Bereich Comedy posten, gäbe es dort wahrscheinlich Proteste. (Ach ja, und zum Schluß stirbt noch eine dritte Person.) Leute, die die Geschichte schon vollständig gelesen haben, haben sogar moniert, dass die Story teilweise zu brutal ist.

Was ist nun das Genre? Eine Komödie mit einem teilweise auftretenden Gewaltaspekt? Oder Ein Krimi, der zwischenzeitlich mehr unterhaltsam und lustig sein soll? Ich hatte mich eher für letzteres entschieden, da ich keine Komödien kenne, in denen plötzlich einer auftaucht, dem die Finger- und Zehennägel herausgezogen worden sind. Das kann man Komödienlesern eigentlich schwer zumuten.
In diesem Sinne: Ja, der bisherige Text wäre wohl im Bereich Comedy besser aufgehoben, aber er bekommt eben später eine brutale Wendung.

Und ja, der Titel klingt tatsächlich nach Jugendkrimi, das kann man nicht abstreiten. Der Name "Secret Tom" hat eine gewisse Vergangenheit für mich, weshalb ich ihn benutzt hatte. In einem vorangehenden Post hatte ich die Herkunft des Namens mal kurz erzählt. Ich bin auch immer mal wieder am überlegen, ob ich ihn doch durch einen vernünftigen Namen ersetze.

Zu dem ersten Block, in dem er im Büro sitzt und bis der Anruf kommt, kann ich nur sagen: ich stimme Dir in vielen Punkten zu und bin heute auch nicht mehr ganz glücklich mit dem Anfang (ist schon 2 Jahre her dass ich das geschrieben habe). Es ist teilweise etwas überformuliert (Beispiel: ergonomisch) und teilweise könnte man es tatsächlich kürzen wie Du sagst.
Mit Initialgedanke ist gemeint, dass er kurzfristig überfordert damit ist, dass es plötzlich nach der ganzen Langeweile schnell gehen muss und quasi den Anfang einer Handlungskette sucht, die nun in Gang gesetzt werden muss. Also, was muss er jetzt zuerst tun? Einfach losrennen? Noch irgendwas einstecken? Irgendwo anrufen (Taxi)? Damit sollte kurz gezeigt werden, dass er dort am Schreibtisch durch das phasenweise Nichtstun mental etwas träge geworden ist und seine Gedanken sammlen muss.

""Uh!" Diese Aussage würde ich ebenfalls streichen, denn sie enthält... keinerlei Kontext. Tut mir leid, dass so knallhart zu sagen."

Da würde ich beispielhaft gern im speziellen mal drauf eingehen. An sich enthält ein überraschter Ausdruck wie "Uh!" erstmal keinen Inhalt, drückt aber doch die Überraschung einer Figur aus, oder nicht? Wenn man gar nichts schreiben würde, würde der Leser vielleicht annehmen, die Figur reagiert auf das Erzählte im Grunde nicht bzw. sitzt regungs- und emotionslos da. Alternativ könnte man ja diverse Sachen schreiben wie: "Er hob überrascht die Augenbrauen" oder "Er konnte es kaum fassen, was er da hörte" oder ""Oh", sagte er mit einem Ausdruck des Erstaunens" etc. Ich hatte mich aus Gründen der Prägnanz für ein kurzes "Uh" entschieden, damit anhand dieses kleinen Ausrufs vermittelt wird, dass die Figur von der Erzählung sozusagen etwas vom Hocker gerissen wird.

"Mein Gedanke: Und was macht der BND da? Wenn eine LKWLadung Dreck in einem Stollen landet? Ich hätte gedacht, die beschäftigen sich mit... "wichtigeren " Dingen. "
Im Grunde hast Du vollkommen Recht. man würde den BND schlicht und einfach nicht holen, zumal es sich im Inland und nicht im Ausland befindet und der BND ja auch der Auslandsgeheimdienst ist. Aber das habe ich damals beim schreiben der Geschichte leider völlig übersehen ;-)

""Danke, meine Frau hat eine neue Haarfarbe ausprobiert und meiner Jüngsten ist im Schulorchester eine Posaune auf den Kopf gefallen. Es musste mit drei Stichen genäht werden." Für den Krimi absolut uninteressant, für Comedy ganz unterhaltsam. "
Findest Du das für einen Krimi wirklich absolut uninteressant? ich wollte damit etwas Hintergrund liefern, damit sich der Leser vorstellen kann, dass Kreisler verheiratet ist, Kinder hat und ein aktives, ereignisreiches Familienleben hat, in dem immer wieder mittlere Katastrophen geschehen, die ihn auf Trab halten. Kreisler soll ja generell ein nimmermüder, immer beschäftigter Mann sein mit vielfältigen Tätigkeitsbereichen, wozu eben auch das Familienmanagement gehört. So eine Art Gestaltung der Charaktere zur besseren Veranschaulichung ist doch auch für Krimis üblich?

"Nun wirst du argumentieren: Ja, aber man soll sich doch mit den Charakteren identifizieren!
Ja, soll man. Aber man soll sie auch im Laufe des Buchs kennenlernen und nicht schon in den ersten 1000 Wörtern :wink: Von daher: Du hast genügend Zeit, dich um deinen Plot zu kümmern und deine Charakterisierung nebenher laufen zu lassen"
Das ist sehr nachvollziehbar, was Du schreibst. So hatte ich es irgendwie auch vor... Der Plot sollte ja vonstatten gehen, indem sie beispielsweise zum Bergwerk reisen, und damit diese Reise nicht innerhalb eines einzigen Satzes abgehakt wird, habe ich die Autofahrt genutzt, um einen begleitenden Dreizeiler zu Kreislers Familie einzubinden.

"Für Komödie ganz unterhaltsam (ich habe brav bis zum Ende durchgelesen), aber für Krimi leider 0% Spannung."
Das macht mich tatsächlich etwas traurig ;-) ich kann nur insgeheim hoffen, dass sich für Dich im Laufe der Handlung eventuell Spannung ergeben würde, wenn Du Die gesamte Geschichte vor Dir hättest. Aber schlußendlich haben die Leser immer das letzte Wort und wenn sie es nicht spannend finden, ist es eben nicht spannend^^

Vielleicht komme ich ja dazu, irgendwann alle 22 Teile zu posten (muss ja pro Teil zwei Kommentare anderweitig schreiben) und falls Du das dann liest, kannst Du mir ja sagen, ob es irgendwann spannend wurde oder nicht.

Also, vielen dank für Dein Feedback!
Anderkawwa
 
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Akirai » 05.03.2015, 22:00

Anderkawwa hat geschrieben:Danke für den Kommentar. Ich bin sehr hart im Nehmen und kann auch sehr scharfe Kritik aufnehmen, in der Hinsicht keine Sorge.


That's the spirit! 8) Nein, ernsthaft, ich finde das eine sehr gute Einstellung, denn Romanschreiben ist, um Fritz Gesing zu zitieren: 90% Handwerk und 10% Geheimnis. Und Handwerk kann man lernen, das ist ja das tolle daran.

Mal noch ein paar Anmerkungen von mir, die dir hoffentlich helfen werden:

Anderkawwa hat geschrieben:Die Geschichte ist ja bereits vollendet, nur darf ich ja leider nur in 1000-Wörter-Blöcken posten, sonst hätte ich gleich die ganze Geschichte gepostet.

Dämliche Frage, willst du veröffentlichen? Dann verbrennst du nämlich deine Geschichte, wenn du hier postest, denn kein Verlag der Welt druckt eine Story, die schon mal im WWW zu lesen war. Wenn du aber trotzdem Rückmeldung willst, dann verweise ich an dieser Stelle auf den Geheimen Bereich (der ist ja uneinsehbar von außen) und die dort vorhandene geballte Literaturkompetenz (*wave* Ich komme bald wieder!!! :mrgreen: ). Da dürfen die Storyteile übrigens auch länger als 1000 Wörter sein.

Anderkawwa hat geschrieben:Leute, die die Geschichte schon vollständig gelesen haben, haben sogar moniert, dass die Story teilweise zu brutal ist.

Gegenfrage: Und wieso versteckst du diese Elemente, die schreien "Ich bin ein Krimi, ließ mich!" irgendwo im hinteren Teil?
Bzw, zuerst mal folgende Bemerkung:
Du hast, wie jeder Autor, das Problem: Für welche Zielgruppe schreibe ich? In deinem Fall kommt, wie bei allen hybridgenera hinzu, dass du zugleich zwei Genre bedienen willst. Es gibt aber nun Leute, die eben partout keine Krimis lesen - da kann der Rest vom Roman noch so lustig sein, bei der ersten verunstalteten Leiche hast du erzürnte Leser (im schlechtesten Falle, im besten Fall landet das Buch halt wieder im Schrank). Daher meine Frage: Für welches Genre schreibst du? Du sagst: Krimi.
Gut.
Dann musst du dieses Versprechen aber auch am Anfang geben.
Stell dir das so vor: Wenn du in einer Buchhandlung stehst und stöberst, dann liest du als Leser vielleicht maximal die ersten drei Seiten (dann kommt nämlich auch schon ein Verkäufer und fragt, ob er dir helfen kann :wink: ). Auf diesen ersten drei Seiten bietest du als Autor dem Leser an, was er in der Story zu erwarten hat (zumindest so grob). Wenn du den vorliegenden Textausschnitt aber abdruckst, dann bietest du dem Leser ... Comedy. Und hast damit am Zielpublikum Krimi vorbeigeschrieben.
Ich will dich jetzt nicht dazu zwingen, am Anfang eine Leiche hinzulegen (so a la Schwedenkrimi...), aber für diese Vorgehensweise spricht eben einiges:
a) es ist ein spannender Einstieg, der den Leser emotional fesselt. Der erste Satz muss fesseln, der zweite Satz auch und dann immer so weiter (lies dir mal Jackys Blog durch, das ist echt gut beschrieben). Bei deinem Satz: Secret Tom saß unergonomisch auf seinem Schreibtischstuhl und klickte sich durch Facebook.... na ja.. du siehst es ja selbst :D. Leser sind vielleicht geduldig und lesen den ersten Absatz. Wenn du sie dann aber nicht gepackt hast (Spannung, Interesse an der Figur - sie hat ein schreckliches Schicksal erlitten, man kann sich in ihre Situation einfühlen, etc.), dann war es das. Das Prinzip des ersten Auftritts - dafür gibt es keine zweite Chance.
b) deine potentielle Leser wissen, worauf sie sich einlassen. Ich hätte nichts von den verunstalteten Leichen gewusst, wenn du es nicht in deine Antwort geschrieben hättest (aber die habe ich als Leser nicht).
c) Du würdest dem Prinzip der Kippspannung folgen, wenn du einen Prolog mit Leiche lieferst: Zunächst die Spannung (Leserreaktion: aaaaah! ein grausamer Mord! uuuh! Mein Rechtsempfinden ist verletzt, ich will, dass das jemand wieder gerade biegt!!) und dann Runterfahren des Tempos: (Leserreaktion: ok, ich lerne den Kommissar kennen, was ist das denn für einer...). => Vorteil zwei: Du kannst bereits jetzt mit der Charakterisierung beginnen und auch die Familie von Kreisler drinnen lassen, weil jetzt ist sie für die Story motivierbar :wink: ).

Anderkawwa hat geschrieben:Ich hatte mich aus Gründen der Prägnanz für ein kurzes "Uh" entschieden, damit anhand dieses kleinen Ausrufs vermittelt wird, dass die Figur von der Erzählung sozusagen etwas vom Hocker gerissen wird.

Ist sicherlich auch so vertretbar, ich würde das aber dennoch nicht in den gehobenen Schriftgebrauch einordnen. Aber klar, kann man so machen, du hast halt so nur Redeblock auf Redeblock folgend (und der Leser kann ohne Regieanweisungen da leicht den Durchblick verlieren).

Anderkawwa hat geschrieben:Aber das habe ich damals beim schreiben der Geschichte leider völlig übersehen ;-)

Dachte ich mir. Das Problem habe ich nämlich auch noch sehr häufig :mrgreen:

Anderkawwa hat geschrieben:So eine Art Gestaltung der Charaktere zur besseren Veranschaulichung ist doch auch für Krimis üblich?

Wie gesagt: An der richtigen Stelle, ja. Probier mal ein bisschen rum, ob du das nicht noch später miteinfließen lassen kannst - Kreisler soll eigentlich jemanden anrufen, aber seine Frau lenkt ihn die ganze Zeit ab? Stichwort in Jackys Blog: Showing statt telling. :wink:

Anderkawwa hat geschrieben:Das macht mich tatsächlich etwas traurig ;-) ich kann nur insgeheim hoffen, dass sich für Dich im Laufe der Handlung eventuell Spannung ergeben würde, wenn Du Die gesamte Geschichte vor Dir hättest.

:o *Taschentuch reich* Um Himmels Willen, nicht verzweifeln - ich mag vieles nicht, was auf Bestsellerlisten ist. Und vieles ist nicht auf Bestsellerlisten, was ich mag. Vielleicht schickst du deinen Text an einen Agenten, der verkauft das für viel Geld und du bist schon morgen Millionär - solche Fälle a la Rowling gibt es und ich wünsche sie wirklich jedem (v.a., wenn man wie bei dir merkt, dass ein gewisses Grundtalent zum Erzählen offensichtlich vorhanden ist und der Rohdiamant eben noch den korrekten Schliff benötigt). Aber diese Fälle sind selten und bevor der Lektor sagt: "Ist ja ganz gut, aber ich habe hier noch 1000 andere Manuskripte, die gut sind - und deshalb brauche ich ein sehr gutes Manuskript", dann sage das lieber ich :lol:

Ansonsten mein abschließender Ratschlag: Stöber doch ein bisschen durch Jackys Blog oder leg dir ein paar gute Schreibratgeber (ich bin ein großer Fan von Fritz Gesing, wenn ich hier Schleichwerbung betreiben darf, andere stehen auf die englischen Schreibratgeber - gab hier auch irgendwo mal einen Thread dazu im Forum :?: ) zu und acker ein bisschen Theorie durch. Wie gesagt, Grundtalent sehe ich bei dir - die Geschichte ist angenehm zu lesen, unterhaltsam, aber benötigt meiner Meinung nach eben noch Politur. Und ja, versuch dich doch im geheimen Bereich, wenn du das Werk nicht verbrennen willst :wink:

So, das wars von meiner Seite für heute Abend, ich hoffe, ich konnte dir helfen! Und wie immer gilt: Auch ich habe die Weisheit nicht mit dem Löffel gegessen, denn sonst wäre ich heute Multimillionär, da ich damit ein Imperium aufgemacht hätte... *seufz*

LG
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Anderkawwa » 06.03.2015, 00:49

"willst du veröffentlichen? "

Nun, theoretisch wäre es natürlich geil, aber der Stress verbunden mit der winzigen Erfolgschance ist mir zu viel. Daher schreibe ich primär aus Spaß und um es meinen Freundne zu lesen zu geben. Da ich beruflich auf einer ganz anderen Schiene orientiert bin (Maschinenbauingenieur), bin ich nicht auf finanziellen Gewinn angewiesen beim Schreiben und mache es nur als Hobby. Kurzum: Ich habe noch nie Anstrengungen hinsichtlich einer Veröffentlichung unternommen und wüsste auch nicht wie.

"Wenn du aber trotzdem Rückmeldung willst, dann verweise ich an dieser Stelle auf den Geheimen Bereich"

Meinst Du damit die Gruppe "Verborgene Werke"? ich habe auf der Seite etwas herumgesucht und das wäre das einzige was ich in die Richtung gefunden habe.

"Und wieso versteckst du diese Elemente, die schreien "Ich bin ein Krimi, ließ mich!" irgendwo im hinteren Teil?"

Das liegt etwas an der Geschichte. Um etwas vorwegzugreifen: Letztlich graben sie sich weit in die Stollen hinein, die plötzlich wieder zu sind, und finden dort mitten in der Erde ein Skelett. Dieses ist dort quasi in einer Haltung eingegraben, als würde es gerade laufen (aufrecht, ein Bein nach vorn...). Daher auch der Name der Geschichte. Die Hauptfigur findet dann schließlich natürlich heraus, was da passiert ist. Ich hatte diesen Gedanken, und habe die Geschichte drum herum geschrieben. Daher gibt es die Story anfangs schlicht nicht her, irgendeinen Schocker als Leckerbissen für den Leser hinzuwerfen. Sie müssen eben erstmal (mit einem geometrischen Trick) herausfinden, wo (welche Tiefe und welche Koordinaten) der "Ursprung" dieser ganzen Erde liegt und sich dahin graben. Dann können sie erst die Leiche finden. Und dann gibt es wieder etwas Dialoge und geheimdienstliche Recherche, bis zum Schluß etwas Action kommt.

Aber das wird in den folgenden Geschichten besser. Die zweite Story (ist auch schon fertig) beginnt damit, dass sie einen Toten mit durchgeschnittener Kehle in einem Auto finden (letztlich kommen dann die katholische Kirche bzw. der Vatikan ins Spiel), und die dritte Story (da sitze ich gerade dran) beginnt damit, dass die Hauptfigur aus einer Bewusstlosigkeit aufwacht (k.o.-Tropfen) und feststellt, dass er gefesselt in einem Flugzeug sitzt, das gerade startet. Außer ihm sitzen lauter Tote in den anderen Stühlen, und er ist augenscheinlich erst mal der einzige Lebende an Bord. Durch die starke Dosis an k.o.-Tropfen erinnert er sich erst mal nicht, welcher Tag es ist, wohin er fliegt und was in den letzten zwei Tagen passiert ist (letztlich ist der Hintergrund der Handlung die Ukraine-Krise).

Deine folgende Analyse, warum die Leiche (o.ä.) am Anfang kommen sollte, ist nachvollziehbar. Ich denke, dass ein ruhigerer Anfang eventuell auch möglich ist, wenn die Leser die Krimireihe kennen und schon im Grunde wissen, was für ein Figurtypus das ist und was für eine Art von Abenteuer sie erwarten können.

"Probier mal ein bisschen rum, ob du das nicht noch später miteinfließen lassen kannst - Kreisler soll eigentlich jemanden anrufen, aber seine Frau lenkt ihn die ganze Zeit ab? Stichwort in Jackys Blog: Showing statt telling."

Ich sitze ja gerade (wie erwähnt) an der dritten Geschichte. Da in jeder Folge neue Figuren auftreten und hinzukommen, versuche ich das in Zukunft eleganter zu gestalten

"Stöber doch ein bisschen durch Jackys Blog"

werde ich machen.

Danke für Deine Tips und viele Grüße
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Akirai » 06.03.2015, 14:20

Anderkawwa hat geschrieben:mache es nur als Hobby. Kurzum: Ich habe noch nie Anstrengungen hinsichtlich einer Veröffentlichung unternommen und wüsste auch nicht wie.


Gnah :lol: Wenn du das natürlich vorher gesagt hättest, hätte ich nicht meine "Veröffentlichungskeule" rausgeholt und hier Romane geschrieben. Aber na ja, das Kind ist schon im Brunnen :wink:

Anderkawwa hat geschrieben:Meinst Du damit die Gruppe "Verborgene Werke"? ich habe auf der Seite etwas herumgesucht und das wäre das einzige was ich in die Richtung gefunden habe.

Genau den. Allerdings ist dort auch so gut wie alles auf Veröffentlichung gebürstet, das nur zur Vorwarnung :XD:

Ansonsten liest sich deine weitere Beschreibung echt gut, ich kann mir gut vorstellen, dass "nur zu Unterhaltungszwecken" :wink: da generelles Interesse dran bestehen könnte. Also summa summarum: Grundtalent ist da :mrgreen:

Und das wäre es auch dieses Mal von mir
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Re: Das laufende Skelett [1/22]

Beitragvon Anderkawwa » 07.03.2015, 14:22

"Wenn du das natürlich vorher gesagt hättest, hätte ich nicht meine "Veröffentlichungskeule" rausgeholt und hier Romane geschrieben. Aber na ja, das Kind ist schon im Brunnen :wink: "

Deine Kritiken sind für mich ja dennoch sehr hilfreich.
Und wer weiss, vielleicht beschäftige ich mich in der Zukunft irgendwann doch mit dem Thema Veröffentlichung. Ausgeschlossen ist das nicht ;-)

Grüße
Anderkawwa
 
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