Das Outing - Ich bin was ich bin

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Das Outing - Ich bin was ich bin

Beitragvon Jacky » 09.05.2008, 06:58

Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Das Outing - Ich bin was ich bin

Wem hast du es gesagt?
Wie bringst du dein Ziel anderen Menschen bei?
Wie reagieren sie?
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!
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Beitragvon lerascura » 09.05.2008, 07:23

Hi,

ich habe mir nach dem letzten Blogbeitrag zum Thema "Outing" ein wenig Gedanken darüber gemacht, wie viele Menschen eigentlich wissen, dass ich schreibe.

Um ehrlich zu sein: Sonderlich viele sind es nicht. Meine Freundin weiß es, einige Arbeitskollegen wissen es, und meine Eltern wissen es. Ich würde es auch jedem anderen Menschen erzählen, der es hören möchte, aber da gibt es derzeit nicht sonderlich viele.

Den Begriff "Outing" finde ich, zumindestens aus meiner Sich, ein wenig daramatisch. Es ist ja nicht so, dass man zu seinen Eltern oder Freunden rennt und gesteht, dass man heroinabhängig ist (obwohl Schreiben doch scheinbar manchmal die gleiche Wirkung zu haben scheint). Vielleicht muss man hier unterscheiden, *warum* jemand schreibt.

Bei mir ist es so, dass ich einen Beruf habe, in diesem Beruf arbeite und das Schreiben ist eher... naja.. sowas wie ein Hobby, ohne, dass ich den Anspruch oder die Hoffnung hege, irgendwann damit mein Geld zu verdienen. Als ich meinen Eltern erzählt habe, was ich so machen, haben sie das aufgefasst, als hätte ich ihnen erzählt, dass ich am Vortag im Kino war.

Anders sieht die Situation sicherlich aus, wenn man noch nicht im berufsleben steht, und das Schreiben als möglichen Beruf anstrebt. Wie im Blog selber zu lesen ist: Der Weg ist hart, es gibt viele gute Konkurrenten, und eine gehörige Portion Glück und Durchhaltevermögen gehört wohl auch noch dazu. Dies als Grundlage für seinen Lebensunterhalt zu sehen, macht Eltern sicherlich hin und wieder Bauchschmerzen. Ein Stück weit kann ich das nachvollziehen.

Auf der anderen Seite lebt diese Welt von Menschen wie uns, von Menschen, die Träume haben, diese Träume niederschreiben und damit andere Leute unterhalten, faszinieren oder fortbilden.

Habt ihr schon einmal daran gedacht, was wäre, wenn niemand versuchen würde zu schreiben? Wie sähe die Welt und das Internet aus, wenn es nur Bestseller gäbe, nur Bücher und Schriften von Menschen, die vom Schreiben leben können? Ich fürchte, dass alles eine ganze Ecke trister wäre.

So kann ich nur jeden ermutigen, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn er / sie sich outet. Es ist Eure Entscheidung, und keiner hat Euch da rein zu reden. Wenn jemand gegen die Schreiberei ist... na und? Aber wenn jemand dafür ist, dann kann man in demjenigen einen starken Verbündeten finden.

Habt einen schönen Tag,
Andreas
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Beitragvon Jacky » 09.05.2008, 10:34

Toller Konsenz und sehr motivierend, ich stimm dir da eigentlich in jedem Punkt zu :D

Du hast mich zum gerade zum Nachenken angeregt und eine Frage beschäftigt mich dabei besonders: Was wäre die Welt ohne Schreiberlinge?

Ich mein jetzt nicht nur ohne "schlechte" Schreiberlinge, sondern ganz ohne?

Vielleicht sogar ganz ohne Schrift, ... philosophisch gesehen haut mich das gerade komplett um .. könnte es dann überhaupt eine Zivilisation im heutigen Sinne geben?

Wäre Wissenschaft möglich, wenn jeder sein Wissen "erzählt" bekommen muss?

Aber schließen möchte ich mit einem Zitat (bevor ich mich wieder an meine DPA setze):
lerascura hat geschrieben:... lebt diese Welt von Menschen wie uns, von Menschen, die Träume haben, diese Träume niederschreiben und damit andere Leute unterhalten, faszinieren ...
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

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Beitragvon rotkäppchen » 09.05.2008, 12:47

Hallo Zusammen!

Obwohl ich schon seit ca. 10 Jahren schreibe, habe ich es bis vor kurzem (erst im März :wink: ) niemandem erzählt. Warum genau, kann ich euch nicht sagen. Vielleicht aus Angst, mich lächerlich zu machen? Schreiben ist schließlich, zumindest für mich, etwas sehr intimes.
Aber die Reaktionen meiner Familie und meiner engsten Freunde war gar nicht so, wie ich es erwartet hatte. Im Prinzip finden es alle gut und einige meiner Freunde waren sogar beeindruckt von meinem Hobby.

Hätte ich es weiterhin für mich behalten, wäre mir etwas entgangen. An dieser Stelle möchte ich mich gern selbst aus dem Chatthread zitieren:

Ich habe letzte Woche etwas erfahren, was ich sehr schön finde .

Ich habe meiner Mutter etwas von mir zu lesen gegeben. Sie war überrascht, dass ich schreibe. Zu meiner Überraschung erzählte sie mir, dass meine Großmutter, als sie in meinem Alter war, ebenfalls geschrieben hat und sogar einige Sachen veröffentlich hat.
Ich kenne meine Großmutter nicht, da sie bereits vor meinem 2. Geburtstag, also vor 26 Jahren, gestorben ist. Meine Mutter spricht nie über sie, obwohl die beiden ein sehr inniges Verhältnis zueinander hatten.

Da ich sonst eher nach meinem Vater (ich bin ein absolutes Papakind ) und seiner Familie komme, finde ich die Vorstellung, dass ich die Neigung zum Schreiben vielleicht von ihr geerbt habe, sehr schön. Auf einmal ist da etwas, was mich mit einer mir völlig fremden Frau, verbindet.

Habt ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?


Insofern hat mich mein "Outing" meiner verstorbenen Großmutter ein Stück näher gebracht, und das hätte ich mir im Nachhinein nicht entgehen lassen wollen.

LG sendet
das Rotkäppchen
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Beitragvon freakingmuse » 09.05.2008, 14:05

Hmmm über ein "Outting" habe ich mir nie Gedanken gemacht, vielleicht weil es so nie nötig war.
Ich habe mit dem Schreiben angefangen, als ich es noch nicht wirklich konnte. Ich habe meiner Oma Geschichten diktiert und sie hat sie für mich geschrieben und immer auf die Frage "Na was willst du denn mal werden wenn du groß bist" mit "Schriftstellerin und [insert anderen Beruf, der mich zu der Zeit interessiert hat]". Schrifstellerin war, egal was ich sonst sagte, immer meine Standartantwort.
Das hätte man also auch schlecht verbergen können ;)

Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, meine Lehrer wussten es zum Teil, meine Freunde wissen es und meine Familie auch, spätestens seit ich begonnen habe Geschichten über meine und andere Homepages im Internet zu veröffentlichen wurde es immer bekannter.

Sogar ein paar meiner Dozenten wissen, dass ich schreibe. Ich studiere zwar Fotografie, aber sie begrüßen und unterstützen es und regen mich auch an es in meine fotografischen Arbeiten mit einzubringen.

Bis jetzt bin ich noch nie auf Abneigung oder Unverständnis gestoßen und selbst wenn wäre es mir egal. Es ist nicht, als hätte ich die Wahl, ich muss schreiben so wie ich atmen muss und das wird respektiert. Nicht immer verstanden, aber das muss ja auch nicht sein, hauptsache es wird respektiert.
If the doctor told me I had six minutes to live, I'd type a little faster. -Isaac Asimov
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Beitragvon Larael » 09.05.2008, 18:37

Hallo!

Bei mir ist es so, dass nur wenige wissen, das ich schreibe. Ich glaube zwar, dass meine Eltern wissen, dass ich ein bisschen etwas schreibe, aber das wirkliche Ausmaß kennen sie nicht. Meine Familie weiß es allgemein nicht wirklich. Irgendwie glaube ich nicht, dass sie wirklich Verständnis dafür hätten...
Naja, ansonsten wissen es ein paar Freunde von mir, denen ich auch manchmal etwas von mir zu lesen gebe.
Ansonsten ist es bei mir so, dass wenn jemand nachfragen sollte, ich nicht bestreiten würde, dass ich schreibe, aber ich würde es auch nicht jedem erzählen. Ich hänge es auch deshalb nicht an die große Glocke, weil es immer noch sehr viele Menschen gibt, die einen dann so ein bisschen als Träumer belächeln. Und so eine Gönnerhaftigkeit a la: "Das wächst sich noch aus, ist nur so eine Phase" kann ich nicht wirklich gebrauchen.
Und wenn man dann noch Fantasy schreibt, reagieren viele auch komisch und meinen dann nur, dass man als Schriftsteller sowieso keine Chance hätte. Ich weiß selber ziemlich gut, wie hart es ist, veröffentlicht zu werden, da brauche ich dann nicht noch Leute, die einem dann mit so einer Mischung aus Mitleid und Gönnerhaftigkeit begegnen.
Ich weiß nicht, ich habe nicht so die berauschenden Erfahrungen gemacht...

Lg
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Beitragvon lerascura » 10.05.2008, 06:50

Moin,

JackiePTB hat geschrieben:Du hast mich zum gerade zum Nachenken angeregt und eine Frage beschäftigt mich dabei besonders: Was wäre die Welt ohne Schreiberlinge?


Ich schreibe meistens, um die Menschen zum Nachdenken anzuregen... allerdings müssen sie dafür, genau wie zu hypnotisierende Menschen, offen sein.

Deine Aussage hat mich ein wenig inspiriert, das könnte eine schöne Kurzgeschichte geben. Ein Autor wacht plötzlich morgens auf und muss feststellen, dass es keine Schrift(en) mehr gibt. Er ist der einzige, der noch Buchstaben, Worte und Bücher kennt, alle anderen Menschen leben in den Tag hinein, sind unfähig schriftlich zu kommunizieren... Wäre eine idee wert, oder?

Leider arbeite ich gerade noch an einem tumorkranken Mann, der sich in die Wüste von Mexiko begeben hat, um dort einige merkwürdige Dinge zu erleben, und ich fürchte, daran werde ich auch noch gut eine Woche sitzen...

Gruß,
Andreas
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Beitragvon Hachi » 11.05.2008, 20:20

Bei mir wissen nur die engsten Personen, dass ich schreibe, also meine Eltern, mein Freund & meine beste Freundin. (Durch Zufall weiß es auch noch mein Deutschlehrer, aber das ist ne andere Geschichte.)
Richtig "geoutet" hab ich mich dabei nicht, es hat sich irgendwie einfach im Gespräch ergeben.

Inzwischen sehe ich es auch so wie Rotkäppchen, dass Schreiben etwas sehr Intimes ist; deshalb will ich auch nicht, dass es jeder erfährt, und behalte es lieber für mich bzw. weihe nur meine engsten Vertrauten ein.
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Beitragvon lerascura » 11.05.2008, 20:30

Hachi hat geschrieben:Inzwischen sehe ich es auch so wie Rotkäppchen, dass Schreiben etwas sehr Intimes ist; deshalb will ich auch nicht, dass es jeder erfährt, und behalte es lieber für mich bzw. weihe nur meine engsten Vertrauten ein.


Moment mal. Da gehen aber zwei Dinge durcheinander, oder? Oder bin ich allein der Meinung, dass das Geschriebene intim ist, nicht aber unbedingt die Tatsache, dass man schreibt?

Auf Toilette zu gehen ist auch intim, deshalb gehe ich da auch alleine hin und lasse niemanden zusehen. Dennoch weiss wohl die Welt, *dass* ich hin und wieder das Bedürfniss habe, auf Toilette zu gehen.

Vielleicht ein bisschen peinlicher Vergleich, aus meiner Sicht aus aber durchaus passen.

Oder?

Gruß.
Andreas
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Beitragvon Hachi » 11.05.2008, 20:42

So hab ich's eigentlich nicht gemeint.
Natürlich kommt's auch drauf an, was man schreibt. Aber ich hab eher die Erfahrung gemacht, dass manche Leute -die erfahren haben, dass ich schreibe- es gleich als negativ abgestempelt haben. Deshalb halte ich mich in Zukunft lieber damit zurück, wem ich es erzähle.
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Beitragvon lerascura » 11.05.2008, 20:52

Hachi hat geschrieben:So hab ich's eigentlich nicht gemeint.
Natürlich kommt's auch drauf an, was man schreibt. Aber ich hab eher die Erfahrung gemacht, dass manche Leute -die erfahren haben, dass ich schreibe- es gleich als negativ abgestempelt haben. Deshalb halte ich mich in Zukunft lieber damit zurück, wem ich es erzähle.


Nunja... solch einer Reaktion kann man ja begegnen, indem man sein Gegenüber fragt, was er denn so mit seiner Freizeit anfängt... irgendwann lernt man über den Dingen zu stehen.

Ich tanze beispielsweise Standard-Turniere. Habe ich auch lange Zeit nicht erzählt, weil die Leute (insbesondere Männer) immer sehr merkwürdig schauen, wenn ich erzähle, dass mein Sport eben das Tanzen ist. Mittlerweile stehe ich da soweit drüber, dass ich es schon wieder toll finde, wenn andere Menschen die Stirn runzeln.

Wenn mir jemand ganz dumm kommt, dann frage ich eben, was derjenige für ein Sport macht. Oftmals kommt dann "Nichts richtiges"... darauf kann man dann prima konntern mit "Oh.. cool.. auch ne schöne Freizeitbeschäftigung."

Was ich damit ausdrücken möchte ist: Wenn Dir etwas wichtig ist, egal ob schreiben, tanzen oder sonstwas, dann kannst Du es auch offen zugeben. Man muss ja nicht mit einem Stempel auf der Stirn rumlaufen, aber warum mit seinen eigenen Interessen hinterm Berg bleiben?

Gruß,
Andreas
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Beitragvon me-Jamie » 12.05.2008, 16:37

Ich schreibe da es mir Spaß macht und sehr viel bedeutet.

Damit kann ich Dinge verarbeiten und Themen bearbeiten, die man sonst nicht immer anspricht.

Klar, gerne würde ich es beruflich machen können, aber da gibt es leider kein positives Feedback zu, bei mir.

Denn niemand den ich persönlich kenne, will meine Geschichten lesen, da gibt es genügend Aussagen.

Keine Zeit. Keine Lust. Kein Interesse. Ich lese nur von richtigen Schriftstellern.

Daher überlege ich mir, ob ich mich weiterhin outen sollte, oder es für mich behalte, bis noch mehr Leute das zu schätzen wissen.

Auch ein Grund warum ich mich hier in der Schreibwerkstatt so wohl fühle.

Niemand suggeriert hier negatives, da wir alle aus einem und denselben Grund hier sind. :-)

Schreiben, Lesen und Lernen.

Liebe Grüße

Me
Wir kämpfen bis die Hölle gefriert und kämpfen dann auf dem Eis weiter. - unbekannt
Es gibt keine ausweglosen Situationen. - Captain Kirk. ST2009
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Beitragvon Holly » 12.05.2008, 19:15

Dass ich schreibe und beabsichtige (zugegeben, ich wünsche es mir, bleibe aber realistisch), Autorin zu werden, habe ich lange keinem erzählt.

Das Schreiben war nur für mich. Für mich ganz allein. Meine Träume, Gedanken, Dinge, die eigentlich keinen was angingen. Da ich jedoch ein recht kommunitkativer Mensch bin, hab ich es irgendwann meiner Freundin gestanden. Ihre Reaktion war milde überrascht, aber nicht sonderlich interessiert, was ich persönlich sehr schade fand. Sie wollte nicht einmal lesen, was ich über die Jahre fabriziert hatte. :?

Irgendwann im Reliunterricht sahen meine Mitschüler, dass ich etwas schrieb und eine linste über meine Schulter. Seitdem wissen fast alle aus meinem Jahrgang, dass ich eine Art Buch geschrieben hab, und manchmal fragt mich einer mit dem ich sonst kaum was zu tun hab "Wie läufts eigentlich mit deinem Buch? Schon einen Verlag gefunden?"
Die Frage ist natürlich von rein oberflächlicher Natur und trifft mich meist völlig unvorbereitet.
In Wahrheit hat sich niemand sonderlich dafür interessiert und im Nachhinein denke ich, das dass heimliche Schreiben vielleicht besser war.
Zumindest kamen dann nich irgendelche dummen Fragen.

Freunde haben zu mir gesagt "Echt? Das muss ich mal lesen!", aber wie me schon erzählt hat, ist das mit der Umsetzung solcher Versprechen oft nicht so leicht. Plötzlich sind alle beschäftigt, müssen lernen, haben keine Zeit, ...

Ein Grund mehr, sich in der Schreibwerkstatt anzumelden. :wink:

LG Holly
Die traurige Nachricht zuerst: Ich bin tot.
Henry - Das Buch mit Biss
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Beitragvon Glutauge » 13.05.2008, 22:26

Also ernsthaft zu schreiben habe ich mit 16-17 begonnen, ziemlich schnell wussten meine Eltern davon.
Meinen damaligen Klassenkameraden und Freunden habe ich nichts davon erzählt.
Als ich angefangen habe zu studieren bin etwas offener damit umgegangen. Geht eben nicht anders, wenn man im Hörsaal Notizen macht und der neugierige Kommilitone wissen will, was man den da für einen Quatsch schreibt :?
Meine guten Freunde wissen so ziemlich alle Bescheid und gehen damit eigentlich recht angemessen um, na klar der eine oder andere dumme Spruch kommt schon noch mal, aber im Allgemeinen sind sie sehr erwachsen.
Wenn mich jemand fragt was ich für Hobbys habe, sage ich neben meinen anderen Freizeitbeschäftigungen auch "schreiben", wird meistens nicht weiter drauf eingegangen.
Let reason, not religion be our guide.
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Beitragvon Meggi » 16.05.2008, 16:36

Ich sage es nicht Grade Laut heraus. Aber mache auch kein Geheimnis daraus.
Meinen Eltern würde ich es nie sagen da ich kein gutes verhältnis zu ihnen habe. Außerdem würde meine Mutter den alles verbessern wollen und sagen das es schrecklich brutal an ein paar Stellen ist.
Was ich wirklich nicht möchte.
Ein paar freunde wissen seid kurzen davon und waren ganz überrascht.
Eigentlich wollte ich nur in ruhe für mich mein geschriebenes lesen doch dann kamen gleich fragen was ist das? Naja und dann ging die erste Seite rum.
Um 24 Uhr in Zug war uns langweilig und ich Lass einfach laut vor. Gut das der Zug leer war so konnten wir keinen damit nerven.
Aber viel gesagt haben sie dazu nicht. Außer einer der meinte gleich so boar sind da viele Rechtschreibfehler drinne.
Aber ich lasse meine Rechtschreibfehler mit Absicht drinne. Denn wenn ich sie immer verbessern würde konnte ich nicht schreiben.
Das ist noch ein Grund warum kaum jemand weiss das ich schreibe. Denn ich Legastheniker und habe einfach keine Lust mir anzuhören du kannst ja gar nicht schreiben!
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