Hallo, liebe Mitschreiber/innen!
Eben habe ich auf einem von Jackys Bogs (nennt man die so?) den o.g. Thread gefunden und durchgelesen.
Die dort vorab geäußerte Annahme, dieses Thema hänge vielen sicher schon zum Halse heraus, trifft auf mich 100%ig zu.
Den Rat, anstelle Papier lieber einen Mini-PC zu verwenden, finde ich, gelinde gesagt fragwürdig (wir wollen hier ja immer schön höflich bleiben

)
Ganz ehrlich, es ist ja wohl ein himmelweiter Unterschied, ob ich mir einen Block oder ein Notizbuch für ein paar Euro kaufe oder einen Eee PC für dreihundert anschaffe!
Zwar habe ich auch so ein kleines Notebook, trotzdem verwende ich nach wie vor Unmengen von Zetteln, unterwegs, auf Reisen, überall eben, wo ich meinen Laptop nicht mitnehmen möchte (beispielsweise am Strand). Da mir aber fast ständig irgend etwas zu den Geschichten, an denen ich arbeite, einfällt, trage ich stets Block und Kuli mit mit herum. Wiegt auch noch weniger als so ein Eee PC & Konsorten.
Natürlich muss man handschriftliche Aufzeichnungen wieder abtippen, aber darin liegt ein großer Vorteil, nämlich der, dass man dadurch schon mitten in der Überarbeitung steckt! Beim Abtippen schreibe ich das meiste noch einmal um.
Und noch etwas: Ich weiß ja nicht, wie Ihr das macht, hat jeder schließlich seine eigene Methode, aber ich drucke oftmals ganze Passagen von bis zu 10-20 Seiten aus, die ich dann laut lese, um zu hören, wie der Text klingt. Man sagt ja nicht umsonst, was sich nicht gut lesen lässt, ist auch nicht gut geschrieben...
Deswegen gehe ich sogar regelmäßig auf Lesungen. Und dafür wiederum ist es erforderlich, den Text mit entsprechenden handschriftlichen Markierungen zu versehen (zumindest dann wenn man professionell lesen will), Atemzeichen zum Beispiel, Betonungn, Lautstärke, Tempi usw. Das alles möchte ich aber nicht in meinem Manuspript stehen haben!
Auf dem Papier fallen mir auch Tippfehler viel schneller ins Auge, die ich am Bildschirm eben doch manchmal übersehe.
Außerdem ist es ein wahnsinnig tolles Gefühl, so einen beschriebenen Papierstapel in den Händen zu halten mit dem Gedanken: DAS habe ICH geschrieben!
Das soll nun beileibe keine Schmähschrift gegen den PC sein, ohne den geht gar nichts, auch meine Notizen und Recherchen speichere dort ab oder mache mich im Internet über ein Thema schlau, klar.
Doch als Autor(in) das papierlose Büro anzustreben, erscheint mit einfach abwegig.
Fazit: ich bleibe bei meiner Zettelwirtschaft, einer sehr geordneten übrigens!
claire-de-lune