Das Waisenhausritual 1/?

Das Waisenhausritual 1/?

 
Von einigen hatte ich das Interesse geweckt. Und wie versprochen, habe ich hier das erste kapitel gepostet. Ich wünsche Euch viel spaß beim lesen. :)

So groß und mächtig und doch so fein und beruhigend. Ich legte mich in den weißen Sand und schaute zum Horizont. Weiter, als man es sich hätte vorstellen können. Eine fast perfekte Unendlichkeit.
Sterne, sie funkelten in der klaren Nacht und schienen unendlich zu sein, schimmertem im ruhigen blau des Wassers. Nichts in der Welt konnte mir diesen Ort nehmen, nicht einmal mein erwachen und die Erkenntis, dass ich mich wieder in der grausamen Wirklichkeit befand.


Ich schlug die Augen auf. Ein leichtes Kratzen in meinem Hals verriet mir, dass der graue Putz zum größten Teil von der Decke gefallen war und wie an jedem Morgen, musste ich mich auch an diesem von dem Deckendreck befreien. Reperaturarbeiten war hier ein Fremdwort. Niedmand kümmerte es ob wir froren, hungerten oder dreckig waren. Wir waren nichts, wir sind nichts und wir werden nie etwas sein, hatte man und eingebleut. War die Welt wirklich so grausam? Hatte Gott kein erbamen mit uns? Waren wir wirklich Abschaum? Tränen stiegen mir in die Augen, wie jeden morgen wenn ich an diese Worte dachte. Ich lag still da, denn keiner durfte aufstehen, bevor Sie uns nicht weckte. Wir durften nichts ohne ihre erlaubnis, und mir der ging sie ziemlich sparsam um. Ein paar Augenblicke lang lag ich da und dachte an das Meer. Wie es wohl aussah? Es sollte blauer als der Himmel, weiter als jegliche Felder, und Tiefer als jeder Brunnen sein. Ich träumte oft davon, doch ich hatte es noch nie gesehen. Bilder fügten sich in meinem Kopf zusammen, aus Erzählungen und Beschreibungen. Doch ich sollte wohl nie erfahren, wie es war. Das Meer

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als die Tür mit einer solchen wucht aufschlug, dass ich starr war vor Erschrockenheit. Schwere Schritte waren zu hören, die nach kurzer zeit wieder erstarben. Die Vorhänge wurden aufgezogen, doch kein Licht drang herein. Es war Winter und demzufolge war der halbe Tag von der Nacht in besitz genommen worden. Es war genau 6:00 Uhr. Sie war immer pünktlich. Ein neuer Tag brach an und mit ihm die Stunden, die wir alle versuchten so schnell wie möglich vergehen zu lassen.

von spongii

Re: Das Waisenhausritual 1/?

 
Hallo,

so dann will ich mal. :)

Zunächst einmal fällt mir auf, dass du recht kreativ mit der Groß- und Kleinschreibung umgehst, wahrscheinlich aus Flüchtigkeit. :wink: Das macht das Lesen für mich persönlich etwas anstrengend. Meine Kommentare habe ich direkt in deinen Text eingefügt.


spongii hat geschrieben:Von einigen hatte ich das Interesse geweckt. Und wie versprochen, habe ich hier das erste kapitel gepostet. Ich wünsche Euch viel spaß beim lesen. :)

Nur das leise Rauschen des Meeres war zu hören. So groß und mächtig und doch so fein und beruhigend. Ich legte mich in den weißen Sand und schaute zu den Sternen.
Sie funkelten in der klaren Nacht und schienen unendlich zu sein. Nichts in der Welt konnte mir diesen Ort nehmen, nicht einmal mein Erwachen und die Erkenntnis, dass ich mich wieder in der grausamen Wirklichkeit befand.


Nachdem ich die erwachte fand ich mich in meiner gewohnten und zugleich verhassten Umgebung wieder.
Hm, das ist jetzt eine Wiederholung, im Vorsatz schreibst du bereits etwas sehr ähnliches. "... mein Erwachen und die Erkenntnis, dass ich mich wieder in der grausamen Wirklichkeit befand".

Der graue Putz war zum größten Teil von der Decke gefallen und wie an jedem Morgen, musste ich mich auch an diesem von dem Deckendreck befreien. Reperaturarbeiten war hier ein Fremdwort. Niemand kümmerte es, ob wir froren, hungerten oder dreckig waren. Wir waren nichts, wir sind nichts und wir werden nie etwas sein, hatte man uns beschworen. Hier würde ich vielleicht eher sagen "hatte man uns immer wieder eingebleut" oder "eingeimpft". Dadurch klingt es noch etwas krasser War die Welt wirklich so grausam? Hatte Gott kein Erbamen mit uns? Waren wir wirklich Abschaum? Tränen stiegen mir in die Augen, wie jeden Morgen wenn ich an diese Worte dachte. Ich lag still da, denn keiner durfte aufstehen, bevor Sie uns nicht weckte. Wir durften nichts ohne ihre Erlaubnis, und mit der ging sie ziemlich sparsam um. Ein paar Augenblicke lang lag ich da und dachte an das Meer. Wie es wohl aussah? Es sollte blauer als der Himmel, weiter als jegliche Felder, und tiefer als jeder Brunnen sein. Hier frage ich mich, ob sie denn das Meer noch nie gesehen hat. Oben beschreibst du, dass sie davon träumt, zumindest, dass sei am Strand ist unddas Meer hört. Wenn sie aber weiß, wie es sich anhört, müsste sie doch auch wissen, wie es aussieht.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als die Tür mit einer solchen Wucht aufschlug, dass ich starr war vor Erschrockenheit. Erschrockenheit, gibt es das Wort? Klingt in meinen Ohren ein bisschen unglücklich. Vielleicht eher "starr vor Erschrecken"?Schwere Schritte waren zu hören, die nach kurzer Zeit aber auch wieder erstarben. Das "aber auch wieder" würde ich weglassen, dann liest es sich flüssiger.Die Vorhänge wurden aufgezogen, doch kein Licht drang herein. Es war Winter und demzufolge war der halbe Tag von der Nacht in Besitz genommen worden. Es war genau 6:00 Uhr. Sie war immer pünktlich. Ein neuer Tag brach an und mit ihm die Stunden, die wir alle versuchten, so schnell wie möglich vergehen zu lassen.



So, das war's erstmal von mir. Macht auf jeden Fall Lust auf mehr. :D Die düstere Stimmung und das Bedrückende in dem Waisenhaus bringst du gut rüber.

Also, ich freu mich auf mehr.

Viele Grüße
Fluffy

von Fluffy

Re: Das Waisenhausritual 1/?

 
Hallo Fluffy.. :D

Erstmal Danke für diese große Mühe, die du dir gemacht hast. Das weiß ich sehr zu schätzen.
Hm, das ist jetzt eine Wiederholung, im Vorsatz schreibst du bereits etwas sehr ähnliches. "... mein Erwachen und die Erkenntnis, dass ich mich wieder in der grausamen Wirklichkeit befand".


Da muss ich dir zustimmen und gestehen, dass es mir erst jetzt, nach dem du es gesagt hast, aufgefallen ist. :oops:
Das werde ich auf jeden fall ändern.

Hier frage ich mich, ob sie denn das Meer noch nie gesehen hat. Oben beschreibst du, dass sie davon träumt, zumindest, dass sei am Strand ist unddas Meer hört. Wenn sie aber weiß, wie es sich anhört, müsste sie doch auch wissen, wie es aussieht.


Ja sie sollte das Meer eigentlich nicht kennen und dennoch davon träumen..gut bilder kann man ja immer im kopf haben, aber das mit dem rauschen nehme ich raus...danke nochmal :lol:

Erschrockenheit, gibt es das Wort? Klingt in meinen Ohren ein bisschen unglücklich. Vielleicht eher "starr vor Erschrecken"?


hmmm...Gibts das echt nicht? Google kennt es. Bin jetzt ziemlich unsicher :?

Ich danke dir nochmals sehr, dass du dir zeit genommen hast, um meine Geschichte unter die lupe zu nehmen :)

Gruß spongii

von spongii

Re: Das Waisenhausritual 1/?

 
So den Text habe ich jetzt geändert und die verschiedenen Passagen entfernt oder korregiert.

Hoffe es liest sich jetzt besser :)

Spongii

von spongii

Re: Das Waisenhausritual 1/?

 
Hallo, ich wieder. :D

Also, ich will ja jetzt nicht nörgelig erscheinen, aber ich finde, dass die Einleitung jetzt irgendwie gar keinen Sinn mehr macht. :oops: Hab mal meine Kommentare wieder direkt in deinen Text geschrieben, dieses Mal verzichte ich aber auf die Rechtsschreibkorrektur.


spongii hat geschrieben:Von einigen hatte ich das Interesse geweckt. Und wie versprochen, habe ich hier das erste kapitel gepostet. Ich wünsche Euch viel spaß beim lesen. :)

So groß und mächtig und doch so fein und beruhigend. Ich weiß nicht, wie andere das sehen, vielleicht ist das nur bei mir, aber als ich das gelesen habe, war ich doch etwas irritiert. Das klingt ein bisschen zusammenhanglos. Ich legte mich in den weißen Sand und schaute zum Horizont. Weiter, als man es sich hätte vorstellen können. Eine fast perfekte Unendlichkeit.
Sterne, sie funkelten in der klaren Nacht und schienen unendlich zu sein, schimmertem im ruhigen blau des Wassers. Nichts in der Welt konnte mir diesen Ort nehmen, nicht einmal mein erwachen und die Erkenntis, dass ich mich wieder in der grausamen Wirklichkeit befand.

Also wie gesagt, ich finde, die Einleitung wirkt ein bisschen konfus. Ich habe mir so überlegt, wie wäre es denn, wenn sie diesen Strand mal auf einem Bild gesehen hätte und sich jetzt halt immer an diesen Ort träumt, den sie vom Bild her kennt? Vielleicht könntest du das dann erwähnen und dann könntest du das mit dem Meer im Prinzip so lassen wie es vorher war.


Ich schlug die Augen auf. Ein leichtes Kratzen in meinem Hals verriet mir, dass ... eine Erkältung im Anmarsch war? der graue Putz zum größten Teil von der Decke gefallen war ach sooo. Sorry, aber die Stelle fand ich süß. :) und wie an jedem Morgen, musste ich mich auch an diesem von dem Deckendreck befreien. Reperaturarbeiten war hier ein Fremdwort. Niedmand kümmerte es ob wir froren, hungerten oder dreckig waren. Wir waren nichts, wir sind nichts und wir werden nie etwas sein, hatte man und eingebleut. War die Welt wirklich so grausam? Hatte Gott kein erbamen mit uns? Waren wir wirklich Abschaum? Tränen stiegen mir in die Augen, wie jeden morgen wenn ich an diese Worte dachte. Ich lag still da, denn keiner durfte aufstehen, bevor Sie uns nicht weckte. Wir durften nichts ohne ihre erlaubnis, und mir der ging sie ziemlich sparsam um. Ein paar Augenblicke lang lag ich da und dachte an das Meer. Wie es wohl aussah? Es sollte blauer als der Himmel, weiter als jegliche Felder, und Tiefer als jeder Brunnen sein. Ich träumte oft davon, doch ich hatte es noch nie gesehen. Bilder fügten sich in meinem Kopf zusammen, aus Erzählungen und Beschreibungen. Doch ich sollte wohl nie erfahren, wie es war. Das Meer Hier könntest du das vielleicht schreiben, dass sie das Meer auf einem Bild gesehen hat und jetzt immer davon träumt.

Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als die Tür mit einer solchen wucht aufschlug, dass ich starr war vor Erschrockenheit. Schwere Schritte waren zu hören, die nach kurzer zeit wieder erstarben. Die Vorhänge wurden aufgezogen, doch kein Licht drang herein. Es war Winter und demzufolge war der halbe Tag von der Nacht in besitz genommen worden. Es war genau 6:00 Uhr. Sie war immer pünktlich. Ein neuer Tag brach an und mit ihm die Stunden, die wir alle versuchten so schnell wie möglich vergehen zu lassen.



Ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel, ist echt nicht böse gemeint. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Und das ist ja wie gesagt auch nur meine Meinung, andere sehen das vielleicht anders.

Wann gibt's denn den nächsten Teil? :)

Viele Grüße
Fluffy

von Fluffy

Re: Das Waisenhausritual 1/?

 
Hallo Fluffy..

Keine Sorge, ich find es echt nett von dir, dass du dich da so reinhängst :D

Es ist so, dass sie das Meer nicht kennt. Und ich weiß nicht, ob es im Jahre 1895 schon den Fotoapparat gab und selbst wenn ob sie als Waise ein Foto besaß. Sie kennt das Meer nur aus erzählungen und Geschichten. Wie Wasser, der Himmel und Sand aussieht weiß sie ja, nur im zusammenhang als meer und strand nicht. :)

Ich schlug die Augen auf. Ein leichtes Kratzen in meinem Hals verriet mir, dass ... eine Erkältung im Anmarsch war? der graue Putz zum größten Teil von der Decke gefallen war


Was meinst du mit süß? :D

Danke dir nochmals.

Gruß Spongii

von spongii