Deadline - Prolog

Deadline - Prolog

 
Deadline

Prolog

Kassel, 31. Dezember 2007 – kurz vor Mitternacht

„Zehn, neun, acht“, entfernt nahm ich die Rufe der Feiernden wahr. Vereinzelt stiegen verfrühte Raketen in den sternenklaren Nachthimmel, doch ich hatte keine Zeit mich an den farbenfrohen Explosionen zu erfreuen. Die Luft war eisig und brannte in meinen Lungen. Ich hatte Probleme zu atmen. Seitenstechen quälte mich, während ich die Kaskaden hoch rannte, doch ich konnte mir keine Pause erlauben. Meine Verfolger waren dicht hinter mir.

„Sieben, sechs, fünf“, erklang es erwartungsvoll. „Vier, drei, zwei“, die Stimmen wurden lauter, ich war fast oben angelangt.
„Frohes Neues“, „Prost Neujahr“, erklang es von überall, Sektkorken knallten. Liebende, sowie Fremde lagen sich in den Armen, um das neue Jahr zu begrüßen. Niemand bemerkte in dem Trubel am Fuße des Herkules, wie ich um mein Leben rannte. Doch genau darin sah ich meine Chance. Würden mich meine Jäger in dem bunten Durcheinander entdecken? Ich hatte zwei Möglichkeiten: Entweder würde ich in den dunklen Habichtswald rennen, mir ein Versteck suchen und darauf hoffen, dass sie mich nicht entdeckten, oder ich konnte mich unter die Feiernden mischen. Mich einfach dazugesellen und darauf bauen, dass die beiden Männer es nicht riskieren würden, mich in mitten einiger Hundert Zeugen zu erschießen. Bei jeder Böllerexplosion zuckte ich zusammen, fest davon überzeugt, dass es ein Schuss sei.

Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Ein gutes Dutzend Jugendlicher tanzte jubelnd um mich herum. Gut, die zweite Variante, dachte ich, immer noch heftig atmend.
„Hey, frohes Neues!“, sagte ich bemüht fröhlich zu den Jugendlichen und umarmte wie selbstverständlich jeden Einzelnen.
„Dir auch, Alter. Willst du ein Bier?“, fragte mich ein pickliger Teenager.
„Hier, nimm. Ist sogar kalt“, sagte er lallend. Dankend nahm ich das Getränk entgegen. Ich fror. Die Jugendlichen schienen durch die Wirkung des Alkohols gegen die Kälte unempfindlich. „Sag mal, könnte ich deine Jacke überziehen? Ich habe meine vergessen“, fragte ich einen meiner neuen Freunde.
„Klar, Alter“. Sehr gut, dachte ich. Die Männer suchten nach einem Mann im T-Shirt, würden Sie mich mit der Sir-Benny-Miles-Jacke erkennen? Fieberhaft überlegte ich nach einem Ausweg für meine missliche Lage. Ich hielt mich immer im Inneren des johlenden Rudels und blickte misstrauisch in alle Richtungen. Nirgends eine Spur von meinen Verfolgern. Unwillkürlich überprüfte ich meine Hosentaschen. Der USB-Stick war noch da.
„Gott sei Dank“, entfuhr es mir. Ganz langsam ließ meine Anspannung nach und ich gönnte mir einen Blick in den bunten Himmel. „Das Jahr/2008 fängt ja gut an“, sagte ich halblaut zu mir selbst, als direkt vor meinen Füßen ein D-Böller explodierte. Panisch warf ich mich zu Boden und riss dabei eines der Mädchen mit.
„Ey, Mann, mach dich locker“, blökte mich der Junge, der mir zuvor seine Jacke gegeben hatte, an. „Wieso biste so schreckhaft? Biste aus Merckshausen getürmt, oder was?“, fügte er triumphierend hinzu und wurde durch schallendes Gelächter belohnt.

Ich musste hier weg. Sofort. Auf keinen Fall durfte ich riskieren, dass die Teenager durch mich in Gefahr gerieten. Eifrig überlegte ich, was zu tun sei, als ich einen der Männer entdeckte.
„Scheiße“, rief ich und ärgerte mich sofort über mich selbst. Wäre die Gruppe nicht alkoholisiert, würde sie mich garantiert für verrückt halten. Bin ich verrückt? Bilde ich mir das alles nur ein, wie in einem bösen Traum?

Der Kerl war gefährlich und hatte eine Pistole, auch wenn ich sie nicht sehen konnte. Wo war nur der Andere? Verzweiflung wallte in mir auf, ich sah keinen Ausweg mehr, als ich den Mann plötzlich in die entgegengesetzte Richtung lossprinten sah. „Dem Himmel sei Dank“, sagte ich laut, zog die Jacke aus und rannte weg. Ich stolperte und schlitterte den gefrorenen Waldweg hinunter, vorbei am Schloss, in Richtung Bahnhof. Ich hatte ein gutes Gefühl.
„Der Typ spinnt doch total!“, hörte ich es noch, doch ich war auf Flucht und Überleben programmiert. Wenn ich es bis in die Stadt schaffen würde, würde ich überleben. Davon war ich felsenfest überzeugt. Ob es mir gelingen würde, war eine andere Frage, aber zurzeit sah es ganz gut aus. Niemand war mir auf den Fersen.

Stundenlang schlich ich - vom Adrenalin getrieben - ziellos durch die Stadt. Doch langsam wurde ich müde. Noch pflasterten nur Alkoholleichen meinen Weg, aber das konnte sich ganz schnell ändern, wie ich vor nicht einmal vierundzwanzig Stunden hatte erleben müssen. War es die Story wirklich wert, dafür zu sterben? Diese und noch viele andere Fragen beschäftigten mich.
Ich musste mir ein Versteck suchen, denn in meine Wohnung zurückzukehren war unmöglich. Das Risiko war zu hoch, dass die Leute, die hinter mir her waren, sie überwachten.

von rotkäppchen

 
Das nenn ich spannend ..

Du hast mich ab Mitte zweiten Absatz gehabt ..

Ich finde deinen Schreibstil flüssig, es holpert nicht und es bringt Spaß Deinen Prolog zu lesen. Zeit, Ort und Personen sind klar und man konnte direkt folgen.

Die Spannung bleibt nachhaltig und somit freue ich mich auf Kapitel 1.

Liebe Grüße
MrsBe

von MrsBe

 
Hallo rotkäppchen!

Ja, einen richtig spannenden Prolog zu einem Stadtkrimi hast du hier gezaubert. Der text liest sich sehr flüssig und du schaffst es, die Spannung kontinuierlich aufrecht zu erhalten.

Du schreibst von den Verfolgern. Wie wäre es, wenn du sie zwischendurch auch zeigst? Du erwähnst es nur einmal, als
ich den Mann plötzlich in die entgegengesetzte Richtung lossprinten sah.


Wieso biste so schreckhaft? Warste früher in Vietnam, oder was?
- finde ich von einem Jugendlichen an Silvester in Kassel unrealistisch (in USA vielleicht, aber hier in D ?). Dann eher schon ein Spruch wie:" Alter, ham se dich aus der Klapse gelassen..." oder was in der Art.

Bin schon gespannt, wie es weitergeht!!

von joeturner

 
Hallo MrsBe, hallo Joeturner!

Danke für eure netten Worte. Ich freue mich, dass euch mein Prolog gefallen hat und dass die Spannung, die ich erzeugen wollte bei euch angekommen ist.

@ Joeturner:
Zitat:
Wieso biste so schreckhaft? Warste früher in Vietnam, oder was?
- finde ich von einem Jugendlichen an Silvester in Kassel unrealistisch (in USA vielleicht, aber hier in D ?). Dann eher schon ein Spruch wie:" Alter, ham se dich aus der Klapse gelassen..." oder was in der Art.

Du hast natürlich vollkommen Recht, die Aussage des Teenagers wirkt unrealistisch. Ich werde deinen Änderungsvorschlag gleich übernehmen.
In Merckshausen unweit von Kassel gibt es eine psychiatrische Fachklinik, die jeder hier kennt :wink:...

Über deinen Vorschlag, die Verfolger zu zeigen, werde ich mir auch noch Gedanken machen.

Liebe Grüße sendet,
das Rotkäppchen

von rotkäppchen

Re: Deadline - Prolog

 
Das ist ja mal ein Prolog...

Geheimnissvoll und spannend...

Ich habe eigentlich nicht viel zu ergänzen, aber ich habe noch eine kleine Anmerkung.

rotkäppchen hat geschrieben: Wenn ich es bis in die Stadt schaffen würde, würde ich überleben.


"Wenn ich es bis zur Stadt schaffte, würde ich überleben."

So finde ich es besser. Musst es nicht ändern, aber das ist mein persönlicher geschmack.

von Kaito

 
Hallo Kaito, hallo Juno!

Auch euch herzlichen Dank für die aufbauenden Worte. Es freut mich, dass euch der Prolog gefallen hat.

@ Juno:
Ursprünglich habe ich diese Geschichte für einen Wettbewerb zum Thema "Die Uhr läuft ab" geschrieben, daher der Titel und die Situtation am Silvesterabend. Diese Szene ist für mich von besonderer Bedeutung. Schön, dass es
dem ganzen noch einen Kick
zu geben scheint :wink: .

Lg,
das Rotkäppchen

von rotkäppchen

Re: Deadline - Prolog

 
hallo rotkäppchen,

dein prolog ist wunderbar spannend, und macht lust darauf, mehr zu lesen.
ganz besonders gefällt mir die idee einen krimi am silvesterabend starten zu lassen. da ergibt sich ein toller gegensatz zwischen den menschen die in feierlaune vergnügt durch die gegend "schießen", und dann auf der anderen seite ein mann der auf der flucht ist, läuft um vor schüssen zu entkommen.

ein hinweis auf die verfolger wäre sicherlich auch nicht schlecht, dass man ein bisschen über ihr aussehen weiß oder sie zumindest einmal literarisch "zu gesicht bekommt"

von Concorde

Re: Deadline - Prolog

 
WOW!
Den Text find ich richtig gut!
Ich interpretiere:
Der Hauptdarsteller ist Redakteur und ist einem brisnatem Mordfall auf der Spur (Mafia?) deswegen wird er verfolgt.
Ich bin total gespannt wie es weitergeht. Ich mag storys wo man am Anfang nicht wirklich viel weiß und mitten in einer extremsituation steckt, das bringt den Stein schnell ins rollen und weckt die Freude am weiterlesen. das Problem ist nur, das ich nicht umblättern kann um weiterzulesen...

von SilverG

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo Concorde, Hallo SilverG!

Es freut mich, dass euch mein Prolog gefallen hat, vielen Dank für die netten Worte!

@Concorde:
Ursprünglich habe ich diese Geschichte für einen Wettbewerb zum Thema "Die Uhr läuft ab" geschrieben, daher der Titel und die Situtation am Silvesterabend. Diese Szene ist für mich von besonderer Bedeutung.

Schön, dass dir dieser Schauplatz gefällt. Die Verfolger habe ich absichtlich so vage gelhalten, werde aber noch einmal darüber nachdenken, sie mehr zu zeigen.

@SilverG: Du hast Recht, es handelt sich bei dem Verfolgten um einen Journalisten, aber die Mafia hast nichts damit zu tun :wink:

von rotkäppchen

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo, Rotkäppchen!

Ein Super Einstieg! Gleich zu Beginn Spannung aufgebaut.

Kommen Sie, Watson, schauen wir uns den Spannungsbogen an. * Mantel enger schnüre und nachdenklich an Pfeife ziehe* Sehr schnell, sehr stark ansteigend! Sehen Sie, der Countdown zum Jahreswechsel wurde durch die Beschreibung der Situation unterbrochen. Hm, das erzeugt einerseits äußerste Spannung, und liefert einen wunderbaren Kontrast. Die fröhlichen Feierer einerseits, der verzweifelte, um sein Leben rennende Journalist andererseits. Besser geht's kaum. Zusätzlich erzeugst du, allein dadurch, dass du mit einem Countdown beginnst, eine wunderbare Parallele zum Titel, der übrigens sehr sehr gut gewählt ist - Deadline! Da fragt man sich.... Wie weit ist wohl sein persönlicher Countdown schon heruntergezählt? Denn eine Deadline bedeutet ein Zeitlimit. Das allein erzeugt schon Spannung, da man ja nicht weiss, wie eng das Zeitlimit gesetzt ist, und was dem armen Kerl, ausser den Verfolgern, noch alles in die Quere kommt, was ihn davon abbringen will, sein Ziel zu erreichen.

Was hat uns denn nun die Autorin konkret verraten, Watson, und welche Fragen ergeben sich? * Lupe hervor ziehe, und Beweismittel anschaue*

Ah, nur ein einziges Beweismittel. Ein Datenträger, ein USB Stick! Was mag drauf sein? Das ist die Kernfrage, die sich jetzt jeder stellt. Doch genauso wichtig ist die Frage... Wer will ihn, sogar um den Preis eines oder mehrerer Menschenleben, wieder oder erstmals in die Finger bekommen? Welchen Nutzen hat der Auftraggeber der beiden Verfolger davon, dass der Journalist den USB Stick nicht mehr hat? Und... welchen Schaden hätte derjenige, wenn der Journalist im Besitz des USB Sticks bleibt?

Welche Rolle hat nun der Stick im "Stück"? Für mich, ganz klar die Hauptrolle. Um ihn dreht sich alles. Der Journalist hat ihn, und irgend jemand will an ihn heran. Auch ohne den Inhalt zu kennen, ( also den des USB Sticks ) können wir bereits jetzt sagen, dass er das Objekt der Begierde ist.

Dadurch, dass der Stick so wichtig ist, die Hauptrolle spielt, machst du aus dem Journalisten die wichtigste Nebenfigur, denjenigen, der den Stick "beschützt". Wenn das Absicht war, dann finde ich es stilistisch sehr interessant.

Wenn wir den Inhalt des USB Sticks kennen würden, Watson, würde uns das vielleicht auch einen Hinweis auf den oder die Täter liefern! Die Autorin hält hier gekonnt den Spannungsbogen auf dem hohen Niveau, auf das sie ihn katapultiert hat, indem sie genau diese Frage nicht beantwortet. Ok, wäre auch noch eindeutig zu früh, wir sind im Prolog!

Wenig gesagt, viele Fragen aufgeworfen!

Hier nur ein paar, die sich mir stellen.

Was genau ist vor dem Prolog passiert?
Wurde der Journalist, ich nenne ihn jetzt mal Co-Protagonist, hereingelegt?
Hat man ihn erwischt, wie er sich Daten auf den Stick gezogen hat?
Wie wurden die Verbrecher auf ihn aufmerksam?
Hat ihn jemand verraten?
Hat er den Stick jemandem abgenommen?
Offenbar, wurde er schon geraume Zeit beobachtet, woher sonst sollten die Verbrecher so genau wissen, wo er wohnt, um seine Wohnung überwachen zu können?
Und, wenn sie ihn beobachtet haben, warum konnte er dann in den Besitz der Daten kommen, die der Stick birgt? Waren sie nachlässig? Haben sie nicht aufgepasst?
Wollte ein anderer, dass der Journalist in den Besitz des Sticks kommt?
hat ihm jemand den Stick zugespielt, damit irgend etwas ans Tageslicht kommt?
Wenn ja wer, und vor allem warum?
Der politische Gegner des amtierenden Bürgermeisters vielleicht, der ihn mit irgend etwas erpressen will, um selber an die Macht zu kommen?
Ist unser Journalist, ohne es zu wollen, zwischen zwei Fronten geraten?
Oder hat er selbst was rausgefunden, und betreibt jetzt Beweissicherung?

Das war jetzt nur ein kleiner Auszug aus meinem Fragenkatalog. Diese Fragen stelle ich mir, und bin gespannt, auf die Antworten. Durch die ungewisse Situation allein, hast du also schon Spannung aufgebaut, viel besser hättest du also nicht starten können.

Der einzige Fehler, den du bei der Kommibeantwortung gemacht hast, ist so früh zu offenbaren, dass er Journalist ist. Er hätte ein Privatermittler sein können, ein Schattenmann der aufgeflogen ist, und auf den man es nun abgesehen hat, etc. Das hätte ich noch spannender gefunden, zu grübeln wer er sein mag.

Ok, und nun noch ein Wort zum logischen Aufbau.


kleine Schwäche.... Er geht davon aus, dass die Männer es nicht wagen würden, ihn vor hunderten von Zeugen zu erschießen. Hätte er unter meiner Regie diese Vermutung getätigt, er wäre tot!! In all dem Chaos, kann man doch weder einen Schuss von einem Böller unterscheiden, geschweige denn, dass man einen Fliehenden gezielt verfolgen könnte. Zumal sich sowieso erstmal alle um den augenscheinlich Erschossenen kümmern würden. Und wenn der Schütze auch noch ganz cool einfach weggeht ( schließlich macht er so etwas nicht zum ersten Mal ) statt panikartig zu türmen, er wäre völlig aus dem Schneider. Die Waffe (natürlich hat er Handschuhe angehabt) in den nächsten Mülleimer und Tschüss.

Zweitens: Warum stürmt der Mann, der ihn verfolgt, plötzlich, und ohne erkennbaren Grund in die entgegengesetzte Richtung? Er muss doch davon ausgehen, sein Opfer in die Enge getrrieben zu haben, es in der Falle wähnen. Und in dem Moment, wo er doch eigentlich nur abwarten müsste, bis sein Opfer, das sich in Sicherheit wähnt auf der Bildfläche erscheint, kratzt er die Kurve?

Dein Journalist ist aus einer ausweglosen Situation heraus gekommen, weil seine Gegner zwei Mal zu dämlich waren.
das schwächte beide. Sowohl die Verbrecher, weil sie alles andere als professionell und abgebrüht handelten, als auch den Journalisten, der nicht aus eigener Kraft da raus gekommen ist, sondern durch eine Mischung aus Glück und Unvermögen. :)

Aber das, was der Situation an Logik fehlt, machst du durch die aufgebaute Spannung allemal wieder wett.

In diesem Sinne würde ich mich freuen, mehr zu lesen. :wink:

Lg Holmes äh Jahni

von Jahni

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo rotkäppchen,
Ich möchte mich zunächst den vorigen Kommentatoren anschließen. Der Anfang Deiner Geschichte ist so fesselnd, dass man einfach weiterlesen muss. Ich erwarte auf jeden Fall eine Fortsetzung.

Hier noch ein paar kleine Anmerkungen:
rotkäppchen hat geschrieben:„Dir auch, Alter. Willst du ein Bier?“, fragte mich ein pickliger Teenager
Du könntest auch schreiben "Dir auch, Alter. Willste ´nen Bier?" das passt zu dem flapsigen Ton, den die Jugendlichen im Folgenden haben. Muss aber nicht sein.
rotkäppchen hat geschrieben: „Das Jahr/2008 fängt ja gut an“, sagte

rotkäppchen hat geschrieben: Bin ich verrückt? Bilde ich .......
oder : Vielleicht bin ich sogar verrückt und bilde mir ....
rotkäppchen hat geschrieben:„Der Typ spinnt doch total!“, hörte ich es noch, doch ich war auf Flucht und Überleben programmiert. Wenn ich es bis in die Stadt schaffen würde, würde ich überleben. Davon war ich felsenfest überzeugt. Ob es mir gelingen würde, war eine andere Frage, aber zurzeit sah es ganz gut aus. Niemand war mir auf den Fersen

M.E müsste es heissen...hörte ich noch, doch ich war....
Vielleicht verständlicher: Wenn ich es bis in die Stadt schaffte, wäre meine Chance zu überleben recht groß. Davon war ich felsenfest überzeugt. Ob es mir aber gelingen würde, die Stadt zu erreichen, war eine andere Frage, aber zur Zeit sah es ganz aus......

Ich hoffe meine Anmerkungen sind für Dich hilfreich
VG
Marge

von marge

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo Rotkäppchen, Dein Prolog gefällt mir gut.
Ich habe nur zwei Anmerkungen.
1. "Die Luft war eisig und brannte in meinen Lungen". finde ich nicht so gut . Eisig und brannte widerspricht sich.
2. Ich verstehe nicht, warum er (im letzten Absatz) "stundenlang durch die Stadt geschlichen" ist. Ich denke er hätte was sinnvolleres machen können.
Ansonsten schön spannend.
Grüße
Alpha Centauri

von Alpha Centauri

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo Jahni, Marge, Frankenstier und Alpha Centrauri :wink:

Ich danke euch allen für die Kommentare. Es freut mich sehr, dass euch mein Prolog gefällt. Die ein oder andere Anmerkung habe ich bereits übernommen, leider kann ich das im Post hier nicht mehr ändern.

@Jahni: WOW, was für ein Kommentar :D . Ich habe ordentlich geschmunzelt. Danke, dass du dir solche Mühe gegeben hast.

@ Frankenstier: Ich habe die Ich-Form bewusst gewählt und dadurch hat sich dieser Stil entwickelt. Wenn ich aus einer anderen Perspektive schreibe, ist mein Stil anders 8) .

@ Alpha Centauri: Ich denke nicht, dass sich "eisig und brennen" widerspricht. Es gibt schließlich auch Gefrierbrand bei Lebensmitteln oder Kälteverbrennungen beim Menschen :wink: .

Nochmals vielen Dank an alle!

LG sendet
das Rotkäppchen

von rotkäppchen

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo Rotkaeppchen,

Ein grossartiger erster Absatz - du hattest mich bei 'meine Verfolger waren dicht hinter mir - gefangen :)

Die Situation und seine Emotionen sind gut beschrieben, und der Schreibstil selbst gefaellt mir. Ein wenig ueberraschend war, dass sein Stimmungswandel von 'ich verstecke mich zwischen den Teenagern' und 'ich darf sie nicht in Gefahr bringen' ein wenig ploetzlich kam. Es ist anzunehmen, dass der Wandel durch den Boeller geschah, aber es waere nett, hier mit ein oder zwei Worten drauf einzugehen.
Auch hat mich gewundert, dass er danach stundenlang durch die Stadt schleicht ohne zu erfrieren - ihm ist zu Beginn der Story schon kalt, und da laeuft er.

Ansonsten - grosses Kino, wie man so schoen sagt. Besten dank fuer die gute Unterhaltung, und ich hoffe, da kommen noch einige Kapitel nach :-)

So Long
Jesse

von jesse custer

Re: Deadline - Prolog

 
Hallo Jesse!

Vielen Dank für deine netten Worte.

Viele Grüße sendet,
das Rotkäppchen

von rotkäppchen

Nächste