Der Alltag - Das erste Mal [11]

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Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Der Alltag - Das erste Mal [11]

Hat dein Charakter den Test bestanden?
Wo hat es noch am meisten gehapert?
Was hat sofort funktioniert?

Ich würde mich freuen von deinen Fortschritten zu hören.

von © Jacky

 
Hi Jackie!
Ich habs mal mit meiner Protagonistin ausprobiert, schön einen Tag durchgespielt, der meiner Ansicht nach schon sehr gewöhnlich ist, und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Ich weiß immer noch nicht, ob sie "funktioniert"! :(

Ich finde die Idee mit dem Alltag genial, hat auch total Spaß gemacht den Text zu schreiben und es ist total praktisch, sowas zu machen, aber ich bin mir irgendwie nicht sicher, ob das Ergebnis das ist, das ich eigentlich haben will. Mein Problem ist nicht richtig greifbar, mehr so ein vages Gefühl, ich krieg nur nicht raus, was nicht stimmt, oder ob überhaupt irgendwas nicht stimmt...
Aber wie gesagt finde ich die Idee voll toll :D *LOB*

von © Biene

 
Wenn das runter schreiben einfach so geklappt hat, dann ist das schonmal ein gutes Zeichen dafür, das wahrscheinlich alles in Ordnung ist. Dieser Teil ist hauptsächlich dafür gedacht, dass du ein Gefühl für deine Figur bekommst.

Vielleicht hilft es dir, als nächstes Mal eine Konfliktsituation auszuprobieren (wenn das Schreiben sowieso Spaß macht, kein allzugroßes Problem). Reagiert dein Charakter so wie er soll? Entdeckst du vielleicht ganz neue Seiten an ihm? Oder bleibt er einfach stehen, geht vorbei, ... dann fehlt ihm vielleicht noch was ...

lg
Jacky ;)

Kleiner Tipp: Je nachdem wie die Geschichte nachher verläuft, kannst du auch den ein oder anderen Teil dieser jetzt geschriebenen Szenen wiederverwerten 8)

von © Jacky

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Hallo!

Ich habe gerade meinen Protagonisten gestestet, allerdings war dies wohl eher ein Test für micht selbst. Bisher hatte ich nie den Mut mich an "alltägliche" Szenen ran zu setzen, es musste immer irgendetwas spannendes passieren, da ich Angst hatte sonst keine Worte zu finden und "schlecht zuschreiben" (ja, ich hab den Blogbeitrag gelesen! ;) ). Darum war es für mich eine wirkliche Überwindung auch mal einfach so eine Szene zu schreiben, in der nichts passiert.

Gehapert hat es eigentlich nur an meiner großen Ungeduld, denn nach 3 Seiten wollte ich bereits wissen, ob es geklappt hat und hab meinen Prota ohnmächtig werden lassen. Das macht der häufiger, ist also kein Problem. Größere Schwierigkeiten hatte ich bei der Person, mit der er interagiert. Bisher wusste ich noch nicht einmal ihren Namen, darum hat sich die wörtliche Rede auch nur schwer gerschrieben.
Interessanter Weise wollte ich einige Male in den Perspektiven wechseln. Also von meinem wohl durchdachten Prota weg, zu der Frau, deren Name und Gestalt eine spontane Entscheidung war. Was kann man denn wohl dagegen tun? :shock:

Sofort geklappt hat die Sympathie. Oder die Vermittlung von Sympathie. Ich hoffe bloß, dass in der eigentlichen Geschichte dem uneingeweihten Leser auch schnell klar wird, dass er mit meinem Prota den Hauptgewinn gezogen hat! :wink:

Eins möchte ich noch sagen:
Danke für diesen unglaublich guten Blog! Mein Charakter ist innerhalb von 3 Tagen plötzlich lebendig geworden! Und jetzt sehe ich mal, was der Konflikt so bringt.

Mit freundlichem Gruß,
Shaira

von © Shaira

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Also ich habe gerade den Tagesablauf meines Hauptprotagonisten geschrieben und ich konnte mich super in ihn hineinversetzten, wusste was er zu wem sagte und mit welchen Gestiken er dies unterstrich. Sein Tagesablauf, war nichts besonderes genau wie beschrieben. Es hat mir wirklich Spaß gemacht seine Umgebung als "er" selbst zu sehen.
Und auch seinen Umgang mit den anderen Charakteren konnte ich gut umsetzen, wie ich es mir vorher schon vorgestellt hab :)
Also danke für den super Tipp.

von © Soeer

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Hi!
Ich wechse bei dieser 'Alltagsgeschichte' immer von selber in eine Erzählung, also "Sie antwortete ängstlich, trotdem zog er sie stur weiter"
Ich schaffe es einfach nicht, in direkte Reden zu schreiben oder wie ich sonst immer schreibe. Beim Durchlesen, fällt mir dann auf, dass ich eigentlich ziemlich trocken schreibe, und nicht : "Sie antwortete ängstlich:'Ich schaffe das nicht, laß mich los!' Ihr Bruder zog sie stur weiter"'Sei kein Weichei!'
Kann mir wer weiterhelfen?
LG Taubenflügel

von © Taubenflügel

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Hallo!

Ich hab schon oft versucht, mir einen tollen charakter auszudenken, hat aber noch nie so wirklich geklappt. Ich bin immer sehr unsicher, im einen moment bin ich total begeistert von meiner idee und im nächsten moment erscheint sie mir total unsinnig.
Ich glaube, ich könnte mich auch nie so in meinen charakter hineinversetzen, bei mir schwingt immer zu vel persöhnliches mit. Also meine charaktere denken, was ich denke, handeln, wie ich handeln würde.
wie macht ihr das? Wie werde ich diese eingeschrängte sichtweise los?

von © hoppelhase321

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Taubenflügel hat geschrieben:Hi!
Ich wechse bei dieser 'Alltagsgeschichte' immer von selber in eine Erzählung, also "Sie antwortete ängstlich, trotdem zog er sie stur weiter"
Ich schaffe es einfach nicht, in direkte Reden zu schreiben oder wie ich sonst immer schreibe. Beim Durchlesen, fällt mir dann auf, dass ich eigentlich ziemlich trocken schreibe, und nicht : "Sie antwortete ängstlich:'Ich schaffe das nicht, laß mich los!' Ihr Bruder zog sie stur weiter"'Sei kein Weichei!'
Kann mir wer weiterhelfen?
LG Taubenflügel

Hallo!

Mir geht es genauso, die Alltagsgeschichten werden, wenn ich sie für sich schreibe, eher "Berichte" a la "Sie las ein Buch und kochte danach Kaffee." Sobald ich aber in der Geschichte einen Tag habe, der normal verlaufen soll, schreibe ich lebendig, mit wörtlicher Rede usw.
Vllt hilft es dir, die Alltagsgeschichte an ein Kapitel dranzuhängen und so zu tun, als würde sie in die normale Geschichte reingehören: Die/der Prota erlebt einen ganz normalen Tag. Nachher kannst du diesen Teil ja wieder rausnehmen, aber so würde es - mir zumindest - gelingen, mehr Leben reinzubringen.

Gruß, Gucky

von © Gucky

Re: Der Alltag - Das erste Mal [11]

 
Taubenflügel hat geschrieben:Hi!
Ich wechse bei dieser 'Alltagsgeschichte' immer von selber in eine Erzählung, also "Sie antwortete ängstlich, trotdem zog er sie stur weiter"
Ich schaffe es einfach nicht, in direkte Reden zu schreiben oder wie ich sonst immer schreibe. Beim Durchlesen, fällt mir dann auf, dass ich eigentlich ziemlich trocken schreibe, und nicht : "Sie antwortete ängstlich:'Ich schaffe das nicht, laß mich los!' Ihr Bruder zog sie stur weiter"'Sei kein Weichei!'
Kann mir wer weiterhelfen?
LG Taubenflügel

Es könnte vielleicht helfen, wenn du trotzdem einen Plot schreibst, nur eben einen alltäglichen Plot. Dein Charakter wird ja trotzdem mit anderen Charakteren interagieren, und es darf ja auch z.B. Streit o.ä. drin vorkommen, aber eben nur, wenn dieser Streit etwas alltägliches ist.

    Beispiel:
    Anna ist eine eher ruhige 14 Jährige, mit roten Haaren und Brille, ihr Zwillingsbruder Ben ist das genaue Gegenteil. So kommt es, dass sie sich ständig streiten.

    In diesem Fall wäre ein Streit mit Ben definitiv etwas, was in die Alltagsbeschreibung rein kann, solange Anna so reagiert, wie sie eben immer reagiert: z.B. frustriert oder hysterisch oder sie zieht ihm an den Haaren, eben das macht, was sie immer macht.

    Das einzige was sie nicht tun darf, ist, das was sie (wahrscheinlich) irgendwann in der Geschichte machen wird: Über sich selbst hinauswachsen und ihm eben die coole und lässige Antwort geben, die Ben bekommen muss, damit er mit weit aufgerissenen Augen und hängender Kinnlade komplett sprachlos dasteht. (es sei denn natürlich diese Antwortweise wäre alltäglich, dann müsste eine coole Antwort kommen und die Hysterie müsste für die eigentliche Geschichte aufgehoben werden).

Es geht nicht wirklich darum, etwas langweiliges zu schreiben, sondern eben nur etwas alltägliches 8)

Macht das Sinn?

Guckys Idee finde ich übrigens auch super :2thumbs:

hoppelhase321 hat geschrieben:Hallo!

Ich hab schon oft versucht, mir einen tollen charakter auszudenken, hat aber noch nie so wirklich geklappt. Ich bin immer sehr unsicher, im einen moment bin ich total begeistert von meiner idee und im nächsten moment erscheint sie mir total unsinnig.
Ich glaube, ich könnte mich auch nie so in meinen charakter hineinversetzen, bei mir schwingt immer zu vel persöhnliches mit. Also meine charaktere denken, was ich denke, handeln, wie ich handeln würde.
wie macht ihr das? Wie werde ich diese eingeschrängte sichtweise los?

Vielleicht hilft es dir, wenn du erst mal einen Alltag deines eigenen Lebens aufschreibst, einfach, um mal loszuwerden, was in dir so vor geht, damit es einmal raus ist, und sich nicht mehr in andere Geschichten drängt (eventuell ist dazu sogar eine ganze Charakterentwicklung von dirselbst notwendig, das ist sowieso empfehlenswert, weil du dann mal siehst, was für Antworten auf manche Fragen möglich sind).

Anschließend könntest du versuchen eine Charakterentwicklung von deiner/deinem besten Freund/in, deiner Mutter, deinem Vater, deiner Schwester ... irgendwem zu machen, den du verdammt gut kennst und dann eben auch eine Alltagsgeschichte aufzuschreiben. Dadurch lernst du, dich in andere einzufühlen (bzw. du merkst, dass du das schon lange kannst :ugeek: und lernst nur, es in das geschriebene Wort umzusetzen).

Tja und dann geht's ans Eingemachte und zurück an deinen Charakter.


lg
Jacky ;)

von © Jacky