[Fanty]Der einsame Jäger (in Überarbeitung) (2/4)

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[Fanty]Der einsame Jäger (in Überarbeitung) (2/4)

Beitragvon after eight » 23.07.2015, 16:28

Part 1:Vorheriger
Version 1: (Zum Lesen bitte scrollen)
Die Bestie begrub Ari unter den Krallen. Der Junge schrie und wand sich. Die Kiefer schnappten zu. Das Geräusch verursachte Ven Übelkeit.
Mado war zuerst da und rammte die Waffe in den pelzigen Bauch. Ihr Kreischen mischte sich mit Aris Stimme. Mit einem Satz sprang die Katze zurück, die Ohren angelegt. Jetzt oder nie. Ven versuchte, seinen Bruder zur Seite zu drängen. In der Zeit trat Rena vor sie und drohte der Katze mit der Waffe. „Miststück!“
Nein. Nein, sie würde fliehen.
Als die Katze davonpreschte, stieß er an Rena vorbei. Ein letzter Hieb, der sie verfehlte. Ven brüllte vor Wut, wollte ihr nachsetzen. Doch Rena zog ihn zurück. Er erinnerte sich an Ari.
Noch nie hatte er solche Schreie gehört. Auf dem Boden hatte sich sein Blut in einem hellen Rot ausgebreitet. Geister! Zu spät sah Ven weg. Aris Arm war nur noch rohes Fleisch, ein Stück Knochen lag offen da. Überall war Blut.
„Mado, Mado!“, Ari klang schrill, noch schriller als sonst. „Hilf mir!“
Mado beugte sich über ihn. Er war schneeweiß im Gesicht. Stoff zerriss, Rena trennte sich einen ihrer Ärmel ab.
„Wir müssen ihn verbinden!“
Sie kniete sich hin und war drauf und dran, eben dies zu tun. Ihre Hände zitterten wie dünne Zweige im Wind.
„Nein!“, wehrte Mado ab, „Da ist Blut dran. Wir brauchen etwas Sauberes.“
Ihre Augen wandten sich Ven zu. Ja, seine Sachen waren sauber. Aber Ari war so gut wie tot.
„Willst du gar nichts tun?“, holte ihn Rena aus seinem tranceartigen Zustand. Ein Zucken durchfuhr ihn und er nickte. Welche Wahl hatte er schon?
Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.
„Wir müssen Heilpflanzen finden.“, sagte Mado und setzte sich in Bewegung. Sein Blick fiel auf Ven. „Du bleibst hier und drückst auf die Wunde. Schaffst du das?“
„Was denkst du?“, antwortete er wie aus Reflex.
Mado wies auf Rena und bedeutete ihr, hier zu bleiben und aufzupassen. Er selbst entfernte sich raschelnd durch die Büsche.
Ari hatte bis jetzt nur geheult und gewinselt. Jetzt versuchte er, zusammenhängende Worte hervorzubringen.
„E-Es tut mir l-leid, Ven.“
„Du-“, begann Ven, doch es blieb ihm im Halse stecken. Rena fiel ihm ins Wort.
„Es war nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“
Versagt hatte er. Eigentlich müsste er für seinen Fehler bezahlen, anstatt dass sie ihm noch halfen.
„Ich wollte, dass wir als g-große Jäger - au!“ Ari japste, als Ven den Druck auf seine Wunde verstärkte.
„Ich auch.“, knurrte er. Eine Stille kehrte ein, in der Ari mit tränenden Augen zu ihm aufsah und er seine Hände wegnehmen wollte, ihn seinem Schicksal überlassen. Ihn traf ein Schlag auf die Schulter. Rena stand laut atmend über ihm und funkelte ihn an. „Lass mich jetzt!“
So hatte sie auch der Katze gedroht. Nur zu kam er ihrer Bitte nach und wischte sich das Blut an der Hose ab. Etwas überkam ihn mit sengender Hitze. Ari war ein Schwächling. Sein Stöhnen machte ihn ganz wahnsinnig. Er war Schuld an allem. Das konnte er sich nicht gefallen lassen.
„Wir können sie immer noch kriegen, weißt du.“ Rena drehte den Kopf und nun, da das gesagt war, konnte er auch alles sagen. „Wir lassen Ari hier. Mado kann sich um ihn kümmern. Und wir gehen ihr hinterher.“
Rena sagte kein Wort. Dafür stotterte Ari irgendwas und versuchte, sich aufzurichten. „Was? Ven, ich wollte das doch nicht!“
„Ich will nichts von dir hören.“
Ven bezweifelte, dass er noch ein Wort von ihm ertragen konnte. Fassungslosigkeit spiegelte sich in Aris Blick, doch Ven ignorierte ihn. Er wollte wissen, was Rena von seinem Vorschlag hielt.
„Bist du eigentlich bescheuert?“
Mit einem Mal war er sich sicher, dass sie auf ihn losgegangen wäre, hätte sie nicht ihre Hände auf Aris Arm drücken müssen. Sie spie die Worte förmlich hinaus. „Es gibt Wichtigeres als diese verdammte Katze!“
„Du gibst also auf, sobald es schwierig wird.“
„Schwierig? Schwierig? Ari stirbt vielleicht!“
Ein bitterer Geschmack breitete sich in seinem Mund aus. Sie war genauso wie Mado. „Und ich dachte, du wärst die perfekte Jägerin.“
Ihre Stimme brach. „Ich wollte das genau so sehr wie du.“
„Das glaube ich nicht.“
„Du-“, sie öffnete den Mund in einer Grimasse des Abscheus. „Bist widerlich.“
War er das. Nur weil er das beenden wollte, wofür sie so lange gearbeitet hatten? Er wandte sich ab. „Das bin ich wohl.“
Sie wechselten kein weiteres Wort, bis Mado zurückkehrte.

Es war dunkel geworden. Mado hatte ihn verbunden, so gut es ging. Am nächsten Morgen würden sie den Rückweg einschlagen, doch für die Nacht hatten sie ihr Lager zwischen den Bäumen aufgeschlagen. Ven hatte nichts mehr gesagt, zu keinem von ihnen. Sie verstanden es ohnehin nicht.
Ari war in einen unruhigen Schlag gesunken. Neben ihm saß Rena, die vielleicht auch schlief, Mado hielt Wache. Ven selbst hatte sich hingelegt und starrte in den hellen Sternenhimmel. Sie hatten ihn zum Aufgeben gezwungen. Der Stamm würde nie wissen, wer er war. Seine Vorfahren mussten mit Grauen auf ihn hinab sehen.
Das schlimmste Gefühl bekam er, wenn er an sich selbst dachte. Der kleine Bruder vom großen Anführer. Ein Niemand, widerlich.
Nein! Nein, das stimmte nicht. Nur Schwachköpfe dachten so. Mado bemitleidete sich vielleicht selbst, aber nicht er. Ein Zucken aus seinem Inneren trieb ihn auf die Füße. Sein Speer lag neben ihm. Er ergriff ihn und zog sich daran hoch.



Part 3: Nächster
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon Pferdinand » 27.07.2015, 21:55

So, direkt weiter.


Die Bestie begrub Ari unter den Krallen.

Begraben wirkt hier etwas unpassend. Er wird nicht begraben sondern gekratzt oder geschlagen?

Der Junge schrie und wand sich. Die Kiefer schnappten zu. Das Geräusch verursachte Ven Übelkeit.
Mado war zuerst da und rammte die Waffe in den pelzigen Bauch.

Was für eine Waffe hat Mado? Wurde das schon erwähnt?

Ihr Kreischen mischte sich mit Aris Stimme.

Hört man hier wirklich seine "Stimme". Was genau macht seine Stimme? Unwahrscheinlich, dass er singt.

Mit einem Satz sprang die Katze zurück, die Ohren angelegt. Jetzt oder nie. Ven versuchte, seinen Bruder zur Seite zu drängen. In der Zeit trat Rena vor sie und drohte der Katze mit der Waffe. „Miststück!“

Wie habe ich mir das vorzustellen: Ist Mado so dick, dass Ven nicht an ihm vorbei kann?

Nein. Nein, sie würde fliehen.

Dann stelle ich mir noch die Frage, wie die Katze fliehen kann, wo sie doch umstellt und zweifach abgestochen wurde?
Im letzten Absatz bist du womöglich etwas zu schnell vorangeprescht, so dass die Vorstellbarkeit für mich als Leser etwas zurückgeblieben ist. Ich bin mir sicher, du hast ein genaues Bild im Kopf, aber für mich wird nicht genau ersichtlich, was gerade passiert.

Als die Katze davonpreschte, stieß er an Rena vorbei. Ein letzter Hieb, der sie verfehlte.

Dem Pronomen nach bezieht sich das hier auf Rena.

Ven brüllte vor Wut, wollte ihr nachsetzen. Doch Rena zog ihn zurück. Er erinnerte sich an Ari.
Noch nie hatte er solche Schreie gehört. Auf dem Boden hatte sich sein Blut in einem hellen Rot ausgebreitet. Geister!

Was der Ausruf Geister zu bedeuten hat wird mir erstmal nicht klar. Ich vermute es ist etwas religiöses. Aber was ruft er zu den Geistern? Bei allen Geistern? Mögen die Geister fortbleiben? Oder ruft er die Geister her um zu helfen?

Zu spät sah Ven weg. Aris Arm war nur noch rohes Fleisch, ein Stück Knochen lag offen da. Überall war Blut.
„Mado, Mado!“, Ari klang schrill, noch schriller als sonst. „Hilf mir!“
Mado beugte sich über ihn. Er war schneeweiß im Gesicht. Stoff zerriss, Rena trennte sich einen ihrer Ärmel ab.

Nur eine Kleinigkeit, aber abtrennen klingt etwas chirugisch. Aber ich glaube hier bin ich etwas sehr pingelig :roll:

„Wir müssen ihn verbinden!“
Sie kniete sich hin und war drauf und dran, eben dies zu tun. Ihre Hände zitterten wie dünne Zweige im Wind.

Metaphern und Vergleiche sind schön und gut, aber wie so einige Schreibratgeber würde auch ich davon abraten, sie im Übermaß zu verwenden. Die Arme mit Zweigen im Wind zu vergleichen lenkt hier eher etwas ab.

„Nein!“, wehrte Mado ab, „Da ist Blut dran. Wir brauchen etwas Sauberes.“
Ihre Augen wandten sich Ven zu. Ja, seine Sachen waren sauber. Aber Ari war so gut wie tot.

Sehen wir die Geschichte plötzlich aus Renas Perspektive?

„Willst du gar nichts tun?“, holte ihn Rena aus seinem tranceartigen Zustand. Ein Zucken durchfuhr ihn und er nickte. Welche Wahl hatte er schon?

Hmm, hier verstehe ich nicht ganz, was sein Gedanke ist. Möchtest du damit ausdrücken, dass ihm sein Ärmel zu schade ist, um Ari damit zu retten?

Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.

Ist es wichtig, wer genau das weiß? Oder möchtest du hier betonen, dass Ven es nicht weiß?


„Wir müssen Heilpflanzen finden.“, sagte Mado und setzte sich in Bewegung.

Heilpflanzen sind zwar schön und gut, aber wohl doch eher kein Allheilmittel. Vielleicht suchen sie ja genau nach XYZ-Kraut, dass er essen kann um Blutungen zu stoppen. Das würde das ganze auch etwas spezifischer gestalten und deine Welt etwas plastischer machen. "Heilkraut" hier wirkt ein bisschen wie ein Supermittel - und vor allem spielt es später dann doch überhaupt keine Rolle.

Sein Blick fiel auf Ven. „Du bleibst hier und drückst auf die Wunde. Schaffst du das?

Das wirkt wie etwas, das man einen Zehnjährigen fragen würde, der gerade eine sehr schwierige Aufgabe bekommen hat. Weniger wie ein (erfahrener) Jäger.

„Was denkst du?“, antwortete er wie aus Reflex.

Das wirkt wie die Antwort eines Zehnjährigen.


Mado wies auf Rena und bedeutete ihr, hier zu bleiben und aufzupassen. Er selbst entfernte sich raschelnd durch die Büsche.
Ari hatte bis jetzt nur geheult und gewinselt. Jetzt versuchte er, zusammenhängende Worte hervorzubringen.
„E-Es tut mir l-leid, Ven.“

Hier beschreibst du, dass Ari etwas sagt, dann sagt er etwas. Das wird auch nur durch die wörtliche Rede klar, ohne es zuvor anzukündigen.


„Du-“, begann Ven, doch es blieb ihm im Halse stecken. Rena fiel ihm ins Wort.
„Es war nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“
Versagt hatte er. Eigentlich müsste er für seinen Fehler bezahlen, anstatt dass sie ihm noch halfen.
„Ich wollte, dass wir als g-große Jäger - au!“ Ari japste, als Ven den Druck auf seine Wunde verstärkte.
„Ich auch.“, knurrte er. Eine Stille kehrte ein, in der Ari mit tränenden Augen zu ihm aufsah und er seine Hände wegnehmen wollte, ihn seinem Schicksal überlassen.

Hier möchte Ven seinen Kumpanen plötzlich auf der Stelle sterben lassen, weil er von einer Raubkatze gebissen wurde. Das wirkt erst einmal sehr "Out-of-Character". Damit das für mich als Leser akzeptabel erscheint, brauche ich vorher bereits hinweise darauf. Regeln des Stammes, über die Ven nachdenkt, die kein Versagen erlauben. Und sein Charakter sollte irgendwie zeigen, dass er jemand ist, der auf einmal Mordgedanken kriegt, nur weil ein Kind wegen einer Verletzung jammert.
Damit kann ich mich erstmal gar nicht anfreunden.


Ihn traf ein Schlag auf die Schulter. Rena stand laut atmend über ihm und funkelte ihn an. „Lass mich jetzt!“ So hatte sie auch der Katze gedroht.

Der Schlag trifft ihn. Das ist recht passiv, bzw aus Perspektive des Schlages geschrieben. Rena ist doch direkt neben ihm. Und weshalb schlägt sie ihn plötzlich?
"laut atmend" ist aus meiner Sicht eher schwer möglich, zumindest ohne einen gewissen Grad von Astma. Vor allem, wenn sich daneben ein Junge die Seele aus dem Leib schreit.
Lass mich jetzt! klingt eher wie das Jammern eines ungeduldigen Kindes, dass endlich beim Dosenwerfen an die Reihe kommen soll, als wie eine Drohung.

Nur zu kam er ihrer Bitte nach und wischte sich das Blut an der Hose ab.

Hier fehlt ein Wort.

Etwas überkam ihn mit sengender Hitze.

"Etwas" überkommt ihn?

Ari war ein Schwächling. Sein Stöhnen machte ihn ganz wahnsinnig. Er war Schuld an allem. Das konnte er sich nicht gefallen lassen.
„Wir können sie immer noch kriegen, weißt du.“ Rena drehte den Kopf und nun, da das gesagt war, konnte er auch alles sagen. „Wir lassen Ari hier. Mado kann sich um ihn kümmern. Und wir gehen ihr hinterher.“

"er" bezieht sich hier abwechselnd auf Ven und Ari.
Die Rede wirkt erstmal so, als würde sie von Rena gesprochen werden, auch dann klar wird, dass es Worte von Ven sind.

Rena sagte kein Wort. Dafür stotterte Ari irgendwas und versuchte, sich aufzurichten. „Was? Ven, ich wollte das doch nicht!“
„Ich will nichts von dir hören.“
Ven bezweifelte, dass er noch ein Wort von ihm ertragen konnte. Fassungslosigkeit spiegelte sich in Aris Blick, doch Ven ignorierte ihn.

Erst war Ven voller Unterstützung und Vertrauen für Ari, dann überlässt er ihn seinem Schicksal und wartet bis die Katze ihn anfällt und nun hasst er ihn genau dafür? Das wirkt auf mich etwas seltsam.

Er wollte wissen, was Rena von seinem Vorschlag hielt.
„Bist du eigentlich bescheuert?“
Mit einem Mal war er sich sicher, dass sie auf ihn losgegangen wäre, hätte sie nicht ihre Hände auf Aris Arm drücken müssen. Sie spie die Worte förmlich hinaus. „Es gibt Wichtigeres als diese verdammte Katze!“

Das wirkt erstmal wieder wie ein Streit zwischen Schulkindern. Wenn die Katze nicht besonders wichtig ist, weshalb riskieren sie dann ihr Leben um sie zu fangen?

„Du gibst also auf, sobald es schwierig wird.“
„Schwierig? Schwierig? Ari stirbt vielleicht!“
Ein bitterer Geschmack breitete sich in seinem Mund aus. Sie war genauso wie Mado. „Und ich dachte, du wärst die perfekte Jägerin.“
Ihre Stimme brach. „Ich wollte das genau so sehr wie du.“
„Das glaube ich nicht.“
„Du-“, sie öffnete den Mund in einer Grimasse des Abscheus. „Bist widerlich.“
War er das. Nur weil er das beenden wollte, wofür sie so lange gearbeitet hatten? Er wandte sich ab. „Das bin ich wohl.“
Sie wechselten kein weiteres Wort, bis Mado zurückkehrte.

Ven ist hier in sehr kurzer Zeit von einem scheinbar stolzen und intelligentem Führer, zu einem hasserfüllten Jungen geworden, der sich kein bisschen um andere kümmert. Er jagt selbst nicht der Katze nach, verbringt seine Zeit dann jedoch damit andere zu beschimpfen.

Es war dunkel geworden. Mado hatte ihn verbunden, so gut es ging.

Zwar ist hier inhaltlich klar, wer gemeint ist, aus dem Text geht es jedoch nicht hervor.

Am nächsten Morgen würden sie den Rückweg einschlagen, doch für die Nacht hatten sie ihr Lager zwischen den Bäumen aufgeschlagen. Ven hatte nichts mehr gesagt, zu keinem von ihnen. Sie verstanden es ohnehin nicht. Ari war in einen unruhigen Schlag gesunken.

Schlaf =)

Neben ihm saß Rena, die vielleicht auch schlief, Mado hielt Wache. Ven selbst hatte sich hingelegt und starrte in den hellen Sternenhimmel. Sie hatten ihn zum Aufgeben gezwungen.

Er wurde an keiner Stelle zu irgendetwas gezwungen, aber ich schätze, hier möchtest du seine etwas starrsinnige Sicht darstellen?

Der Stamm würde nie wissen, wer er war. Seine Vorfahren mussten mit Grauen auf ihn hinab sehen.
Das schlimmste Gefühl bekam er, wenn er an sich selbst dachte. Der kleine Bruder vom großen Anführer. Ein Niemand, widerlich.

Des großen Anführers.

Nein! Nein, das stimmte nicht. Nur Schwachköpfe dachten so. Mado bemitleidete sich vielleicht selbst, aber nicht er. Ein Zucken aus seinem Inneren trieb ihn auf die Füße. Sein Speer lag neben ihm. Er ergriff ihn und zog sich daran hoch.

Statt Zucken meinst du hier wahrscheinlich Impuls.


Sind die Charaktere interessant/glaubwürdig?
Hmm, ich denke es ist klar gekommen, dass ich mich mit Ven nur sehr sehr schwer anfreunden kann. Seine Handlungen wirken auf mich irrational und ich kann mich an keiner Stelle mit ihm identifizieren. Er scheint komplett an der Realität vorbei zu leben.
Da er der Hauptcharakter zu sein scheint, stellt das natürlich ein kleines Problem dar.
Vielleicht könntest du mir kurz beschreiben, wie du selbst Ven charakterisierst, wie du ihn siehst. Dann könnten wir überlegen, wie man ihn vielleicht etwas unsympathisch und glaubwürdiger darstellen kann.

Über die anderen Charaktere habe ich nichts negatives zu sagen, aber leider auch nicht viel positives, da ich nicht so sonderlich viel über sie erfahre, außer dass Rena und Mado beide verantwortungsbewusst zu sein scheinen.


Was findet ihr spannend/langweilig?
Langweilig ist hier nichts.
Aber da Ven für mich verhindert, dass ich mich irgendwie in die Geschichte hineinfühlen kann, kommt hier für mich auch keine Spannung auf, da ich einfach nicht mit ihm mitfühlen kann.

Wenn ich seine Motive irgendwie nachvollziehen kann, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass hier ein sehr spannender Konflikt aufkommt. Einerseits will er sich um seinen jungen Schüler/Freund/Kollegen/... kümmern, andererseits will er auch seine Aufgabe zu ende bringen, um endlich von seinem Stamm als wichtig akzeptiert zu werden. Gerade hasst er aber nur die Welt, widerspricht allen anderen, schmollt weil niemand ihn versteht und zieht schließlich alleine in den Krieg.



Auch wenn das jetzt nach einer Menge klingt, mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich nur Ven.
Der Rest ist für mich gut dargestellt und wenn dieser eine Charakter mir irgendetwas geben würde, um mit ihm mitzufühlen oder mich mit ihm zu identifizieren, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, von der Handlung mitgezogen zu werden.
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon after eight » 28.07.2015, 11:14

Nächste Runde!

Die Bestie begrub Ari unter den Krallen.

Begraben wirkt hier etwas unpassend. Er wird nicht begraben sondern gekratzt oder geschlagen?


Ich dachte da wohl eher daran, dass die Katze ihn unter ihrem Gewicht begräbt, weiß nicht genau, was daraus geworden ist :roll:


Der Junge schrie und wand sich. Die Kiefer schnappten zu. Das Geräusch verursachte Ven Übelkeit.
Mado war zuerst da und rammte die Waffe in den pelzigen Bauch.

Was für eine Waffe hat Mado? Wurde das schon erwähnt?


Nein. Ich dachte es ist klar, dass alle Speere tragen. Muss ich noch mal erwähnen.


Ihr Kreischen mischte sich mit Aris Stimme.

Hört man hier wirklich seine "Stimme". Was genau macht seine Stimme? Unwahrscheinlich, dass er singt.


Wäre zwar witzig, aber Du hast Recht, es liest sich merkwürdig.

Mit einem Satz sprang die Katze zurück, die Ohren angelegt. Jetzt oder nie. Ven versuchte, seinen Bruder zur Seite zu drängen. In der Zeit trat Rena vor sie und drohte der Katze mit der Waffe. „Miststück!“

Wie habe ich mir das vorzustellen: Ist Mado so dick, dass Ven nicht an ihm vorbei kann?


:lol: Er steht ihm halt im Weg!

Nein. Nein, sie würde fliehen.

Dann stelle ich mir noch die Frage, wie die Katze fliehen kann, wo sie doch umstellt und zweifach abgestochen wurde?
Im letzten Absatz bist du womöglich etwas zu schnell vorangeprescht, so dass die Vorstellbarkeit für mich als Leser etwas zurückgeblieben ist. Ich bin mir sicher, du hast ein genaues Bild im Kopf, aber für mich wird nicht genau ersichtlich, was gerade passiert.


In meiner Vorstellung walzt die Katze Ari um, springt über ihn rüber und kann so fliehen. Das ganze Szenario ist überarbeitungswürdig!

Als die Katze davonpreschte, stieß er an Rena vorbei. Ein letzter Hieb, der sie verfehlte.

Dem Pronomen nach bezieht sich das hier auf Rena.


Ups!

Ven brüllte vor Wut, wollte ihr nachsetzen. Doch Rena zog ihn zurück. Er erinnerte sich an Ari.
Noch nie hatte er solche Schreie gehört. Auf dem Boden hatte sich sein Blut in einem hellen Rot ausgebreitet. Geister!

Was der Ausruf Geister zu bedeuten hat wird mir erstmal nicht klar. Ich vermute es ist etwas religiöses. Aber was ruft er zu den Geistern? Bei allen Geistern? Mögen die Geister fortbleiben? Oder ruft er die Geister her um zu helfen?


Ja, Du liegst richtig, der Ausruf "Geister!" sollte so etwas wie "Oh Gott!" bedeuten. Ich finde aber auch, dass es hier unklar rüberkommt und etwas gezwungen.


Zu spät sah Ven weg. Aris Arm war nur noch rohes Fleisch, ein Stück Knochen lag offen da. Überall war Blut.
„Mado, Mado!“, Ari klang schrill, noch schriller als sonst. „Hilf mir!“
Mado beugte sich über ihn. Er war schneeweiß im Gesicht. Stoff zerriss, Rena trennte sich einen ihrer Ärmel ab.

Nur eine Kleinigkeit, aber abtrennen klingt etwas chirugisch. Aber ich glaube hier bin ich etwas sehr pingelig :roll:


Hm, vielleicht schreibe ich einfach, dass sie sich den Ärmel abreißt. Besser? Ich formuliere noch mal etwas herum.

„Wir müssen ihn verbinden!“
Sie kniete sich hin und war drauf und dran, eben dies zu tun. Ihre Hände zitterten wie dünne Zweige im Wind.

Metaphern und Vergleiche sind schön und gut, aber wie so einige Schreibratgeber würde auch ich davon abraten, sie im Übermaß zu verwenden. Die Arme mit Zweigen im Wind zu vergleichen lenkt hier eher etwas ab.


Einmal versuche ich mal, blumiger zu schreiben und dann das! :XD:

„Nein!“, wehrte Mado ab, „Da ist Blut dran. Wir brauchen etwas Sauberes.“
Ihre Augen wandten sich Ven zu. Ja, seine Sachen waren sauber. Aber Ari war so gut wie tot.

Sehen wir die Geschichte plötzlich aus Renas Perspektive?


Nein, obwohl es hier tatsächlich so rüberkommt!

„Willst du gar nichts tun?“, holte ihn Rena aus seinem tranceartigen Zustand. Ein Zucken durchfuhr ihn und er nickte. Welche Wahl hatte er schon?

Hmm, hier verstehe ich nicht ganz, was sein Gedanke ist. Möchtest du damit ausdrücken, dass ihm sein Ärmel zu schade ist, um Ari damit zu retten?


Ja. Genau das war mein Ziel. Dass das Dir absurd vorkommt, gliedert sich damit ein, dass ich an Ven noch einiges überarbeiten muss!

Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.

Ist es wichtig, wer genau das weiß? Oder möchtest du hier betonen, dass Ven es nicht weiß?


Nein, Ven meint der einzige zu sein, der Aris Überlebenschancen realitisch sieht.

„Wir müssen Heilpflanzen finden.“, sagte Mado und setzte sich in Bewegung.

Heilpflanzen sind zwar schön und gut, aber wohl doch eher kein Allheilmittel. Vielleicht suchen sie ja genau nach XYZ-Kraut, dass er essen kann um Blutungen zu stoppen. Das würde das ganze auch etwas spezifischer gestalten und deine Welt etwas plastischer machen. "Heilkraut" hier wirkt ein bisschen wie ein Supermittel - und vor allem spielt es später dann doch überhaupt keine Rolle.


Absolut. Hier habe ich eine Chance verpasst - genau wie im ersten Part, wo ich hätte darstellen können, wie sich die Jäger im Wald orientieren (und was Jäger überhaupt sind).

Sein Blick fiel auf Ven. „Du bleibst hier und drückst auf die Wunde. Schaffst du das?“

Das wirkt wie etwas, das man einen Zehnjährigen fragen würde, der gerade eine sehr schwierige Aufgabe bekommen hat. Weniger wie ein (erfahrener) Jäger.

„Was denkst du?“, antwortete er wie aus Reflex.

Das wirkt wie die Antwort eines Zehnjährigen.


Okay, Ven ist zwar nicht zehn, aber auch noch nicht ganz erwachsen. Insofern ist er noch nicht so erfahren, wie man aus dem Kontext vielleicht schließen könnte. Das soll keine Verteidigung sein - es ergibt trotzdem keinen Sinn :wink:

Mado wies auf Rena und bedeutete ihr, hier zu bleiben und aufzupassen. Er selbst entfernte sich raschelnd durch die Büsche.
Ari hatte bis jetzt nur geheult und gewinselt. Jetzt versuchte er, zusammenhängende Worte hervorzubringen.
„E-Es tut mir l-leid, Ven.“

Hier beschreibst du, dass Ari etwas sagt, dann sagt er etwas. Das wird auch nur durch die wörtliche Rede klar, ohne es zuvor anzukündigen.


Ja.

„Du-“, begann Ven, doch es blieb ihm im Halse stecken. Rena fiel ihm ins Wort.
„Es war nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“
Versagt hatte er. Eigentlich müsste er für seinen Fehler bezahlen, anstatt dass sie ihm noch halfen.
„Ich wollte, dass wir als g-große Jäger - au!“ Ari japste, als Ven den Druck auf seine Wunde verstärkte.
„Ich auch.“, knurrte er. Eine Stille kehrte ein, in der Ari mit tränenden Augen zu ihm aufsah und er seine Hände wegnehmen wollte, ihn seinem Schicksal überlassen.

Hier möchte Ven seinen Kumpanen plötzlich auf der Stelle sterben lassen, weil er von einer Raubkatze gebissen wurde. Das wirkt erst einmal sehr "Out-of-Character". Damit das für mich als Leser akzeptabel erscheint, brauche ich vorher bereits hinweise darauf. Regeln des Stammes, über die Ven nachdenkt, die kein Versagen erlauben. Und sein Charakter sollte irgendwie zeigen, dass er jemand ist, der auf einmal Mordgedanken kriegt, nur weil ein Kind wegen einer Verletzung jammert.
Damit kann ich mich erstmal gar nicht anfreunden.


Kann ich verstehen. Ich meine, er soll ja unsympathisch sein und die Lebenseinstellung des Stammes bzw. Vens Einstellung (Recht des Stärkeren usw.) begründet seine Reaktion schon, aber das muss im Text auch rüberkommen.

Ihn traf ein Schlag auf die Schulter. Rena stand laut atmend über ihm und funkelte ihn an. „Lass mich jetzt!“ So hatte sie auch der Katze gedroht.

Der Schlag trifft ihn. Das ist recht passiv, bzw aus Perspektive des Schlages geschrieben. Rena ist doch direkt neben ihm. Und weshalb schlägt sie ihn plötzlich?
"laut atmend" ist aus meiner Sicht eher schwer möglich, zumindest ohne einen gewissen Grad von Astma. Vor allem, wenn sich daneben ein Junge die Seele aus dem Leib schreit.
Lass mich jetzt! klingt eher wie das Jammern eines ungeduldigen Kindes, dass endlich beim Dosenwerfen an die Reihe kommen soll, als wie eine Drohung.


Hätte nicht gedacht, dass das so rüberkommt. Gut zu wissen!

Nur zu kam er ihrer Bitte nach und wischte sich das Blut an der Hose ab.

Hier fehlt ein Wort.


Etwas überkam ihn mit sengender Hitze.

"Etwas" überkommt ihn?


Der Stamm würde nie wissen, wer er war. Seine Vorfahren mussten mit Grauen auf ihn hinab sehen.
Das schlimmste Gefühl bekam er, wenn er an sich selbst dachte. Der kleine Bruder vom großen Anführer. Ein Niemand, widerlich.

Des großen Anführers.


Am nächsten Morgen würden sie den Rückweg einschlagen, doch für die Nacht hatten sie ihr Lager zwischen den Bäumen aufgeschlagen. Ven hatte nichts mehr gesagt, zu keinem von ihnen. Sie verstanden es ohnehin nicht. Ari war in einen unruhigen Schlag gesunken.

Schlaf =)


Ich stehe am Abgrund meiner Seele. Während ich in die tiefe Dunkelheit starre, macht sich eine Erkenntnis in mir breit:




Ich bin ein Trottel. :dasheye:




Neben ihm saß Rena, die vielleicht auch schlief, Mado hielt Wache. Ven selbst hatte sich hingelegt und starrte in den hellen Sternenhimmel. Sie hatten ihn zum Aufgeben gezwungen.

Er wurde an keiner Stelle zu irgendetwas gezwungen, aber ich schätze, hier möchtest du seine etwas starrsinnige Sicht darstellen?


Stimmt.


Nein! Nein, das stimmte nicht. Nur Schwachköpfe dachten so. Mado bemitleidete sich vielleicht selbst, aber nicht er. Ein Zucken aus seinem Inneren trieb ihn auf die Füße. Sein Speer lag neben ihm. Er ergriff ihn und zog sich daran hoch.

Statt Zucken meinst du hier wahrscheinlich Impuls.


Ja, das würde sich auch besser anhören.


Alles in allem kann ich Dir wieder nur danken, dass Du Dich auch mit meinem zweiten Part auseinandergesetzt hast. Die Schwächen der Geschichte - der Hauptcharakter (!), die Nebencharaktere und die Dialoge sind mir jetzt sehr viel klarer. Ich glaube, wenn ich mich noch mal an jeden Charakter setze und mich eingehender mit dem Setting beschäftige, kann ich schon einiges ausmerzen.

Ich werde den dritten und den vierten Part wahrscheinlich auch hier reinstellen, kann Dir aber nicht versprechen, dass es besser wird. Die Schwächen ziehen sich natürlich durch die ganze Geschichte. Dennoch würde ich mich freuen, wenn Du wieder dabei wärst!

Liebe Grüße
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon Pferdinand » 28.07.2015, 16:27

Nein. Ich dachte es ist klar, dass alle Speere tragen. Muss ich noch mal erwähnen.


Hmm, da Ari vorhin seinen Bogen geschultert hat, würde ich behaupten ja ^.^

In meiner Vorstellung walzt die Katze Ari um, springt über ihn rüber und kann so fliehen. Das ganze Szenario ist überarbeitungswürdig!

Das ist das, was ich meinte. Man kann seine bildlichen Formulierungen recht einfach verbessern. Stelle dir vor, du hättest im Geiste ein Zeichenblatt. Mithilfe dessen, was du in einer Geschichte liest, musst du es füllen, um dir die Dinge vorzustellen.
Die Aufgabe eines Autors ist es nun, dem Leser ausreichend Freiraum in der Vorstellung zu geben ABER gleichzeitig die relevanten Details so zu beschreiben, dass der Leser sie entsprechend sieht.
Du kannst dich also fragen: Was in der Szene muss haargenau so gesehen werden, wie es ist (in deiner Vorstellung), damit der Leser nicht durcheinander kommt.Welche Details sind unverzichtbar, welche sind überflüssig.

Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.
---
Nein, Ven meint der einzige zu sein, der Aris Überlebenschancen realitisch sieht.

Ah, okay. Dann hat mich hier verwirrt, dass der Satz mir so vorkam, als wäre er aus Perspektive des Erzählers geschrieben, dabei waren wir in Wirklichkeit in Vens Kopf.

Okay, Ven ist zwar nicht zehn, aber auch noch nicht ganz erwachsen. Insofern ist er noch nicht so erfahren, wie man aus dem Kontext vielleicht schließen könnte. Das soll keine Verteidigung sein - es ergibt trotzdem keinen Sinn :wink:

Dazu kommt mir grade: Vielleicht bietet es sich ja auch an, an irgendeiner Stelle zu schreiben, wer die Hauptpersonen sind. Sind sie erfahrene alte Jäger des Stammes oder Jünglinge, welche gerade ein Initiations-Ritus ihres Stammes durchlaufen? Wenn das klar ist hat man vielleicht einen viel deutlicheren Rahmen/ein besseres Gefühl woran man jetzt genau ist.

Kann ich verstehen. Ich meine, er soll ja unsympathisch sein und die Lebenseinstellung des Stammes bzw. Vens Einstellung (Recht des Stärkeren usw.) begründet seine Reaktion schon, aber das muss im Text auch rüberkommen.

Genau, ich denke nicht, dass da allgemein etwas daran auszusetzen ist, nur dass verständlich wird warum er so handelt, wie er handelt. Ein Charakter kann ganz ungewöhnliche Motive haben, aber desto abweichender sie sind, desto mehr muss vielleicht beschrieben sein, woher er seine Motivation zieht.

Ich stehe am Abgrund meiner Seele. Während ich in die tiefe Dunkelheit starre, macht sich eine Erkenntnis in mir breit:

Ich bin ein Trottel. :dasheye:

Hey, sag nicht sowas! Schreibfehler sind okay, besonders wenn sie lustig sind :XD:

Ich werde den dritten und den vierten Part wahrscheinlich auch hier reinstellen, kann Dir aber nicht versprechen, dass es besser wird. Die Schwächen ziehen sich natürlich durch die ganze Geschichte. Dennoch würde ich mich freuen, wenn Du wieder dabei wärst!

Nur zu, ich lerne eine Menge wenn ich Texte von anderen durchgehe =)


Hab mir noch ein paar Gedanken zu Antihelden gemacht.
Wikipedia - Antiheld: Antihelden brechen mit der Möglichkeit des Eskapismus, bei der der Leser seine Wunschträume auf die Hauptfigur projizieren kann, genauso stark, schön, tapfer oder klug zu sein wie der Held der Geschichte. Dafür sind Antihelden in der Regel die vielschichtigeren, tiefer und exakter gezeichneten Charaktere, da sich hier auch Verletzungen und Schwächen einer Figur darstellen lassen.

Was ich vermute ist, dass die Tiefe tatsächlich eine recht wichtige Rolle spielt. Auch wenn der Leser die Handlungen des Charakters nicht nachvollziehen kann muss er sie nachvollziehen können (toller Satz). Also nach dem Schema: Ich würde zwar niemals so handeln, aber ich kann verstehen, dass er mit seinem Charakter in seiner Situation sich so verhält.

Ist natürlich nicht ganz einfach, das von Anfang an einzuflechten, aber du hast ja verschieden Möglichkeiten:
- Vens Handlungen
- Vens Gedanken (wir sind ja in seinem Kopf)
- Wie andere sich ihm gegenüber verhalten (sie kennen ihn ja schon eine Weile und werden sich wohl seinem Charakter entsprechend auf bestimmte Art und Weise verhalten)

Unter anderem gibt es dieses Prinzip, wo du zum Beispiel siehst, wie sich ein Charakter unter wenig Stress verhält (er wirft einen Stift in die Ecke). Das kann dann ein Anzeichen sein, wie er sich unter mehr Stress verhalten würde und vorzeichnen, was später in der Geschichte geschieht, wenn der Charakter stark in die Enge getrieben wird (zB er wird gewalttätig).

Alles Liebe :dasheye:
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon HannahBoll » 29.07.2015, 18:02

Hallo :girl:

Weil es so spannend war, musste ich gleich weiter lesen und auch hier was dazu schreiben.
Im Großen und Ganzen gilt dasselbe wie bei meinem Kommentar zum ersten Teil. Viel hat sich nicht verändert, obwohl eine Steigerung wünschenswert gewesen wäre (Zwischenmenschlich hauptsächlich, die Handlung beginnt sich ja langsam aufzubauen).
Leider bekomme ich das Gefühl, dass du den Text sehr eifrig geschrieben hast, ohne wirklich bedacht darüber gelesen zu haben. Ganz besonders stört mich die Stelle:
"Nein. Nein, sie würde fliehen.
Als die Katze davonpreschte, stieß er an Rena vorbei. Ein letzter Hieb, der sie verfehlte. Ven brüllte vor Wut, wollte ihr nachsetzen. Doch Rena zog ihn zurück."
Zuerst wird der Anschein gemacht, dass Ven sich eben denkt, die Katze KÖNNTE fliehen, und dann läuft sie auch schon los. Da passt es besser zu sagen "Nein! Sie flieht!" Oder aber es ist noch ein kurzes Spiel, dass die Katze benommen durch die Verletzungen und den Schock zurück taumelt und trotz der Situation, dass sie eine Lücke in die Angreifer geschlagen hat, ihren Fluchtweg noch nicht sofort begreift oder zu langsam ist etc ... Und dann erst gelingt ihr die Flucht. Zwar sind verletzte Tiere sehr zäh (Ich kenne echte Geschichten von Keilern, die auf einer Drückjagd, obwohl sie nur noch ein Bein hatten und die restlichen drei nur noch Stummeln waren, einen Jäger noch in den Tod mitnehmen wollten), aber das Tier ist verletzt. Wie läuft es weg und erweckt den Anschein, als fehle ihm nichts, wenn Rena es ja so schlimm verletzte?
Im Übrigen finde ich die Katze generell zu wenig beschrieben. Ja sie hat Fell, das wurde mehrmals gesagt, vielleicht aber welches? Da gibt es ja tausende von Variationen. Wie bewegt sie sich aber? Welche Laute gibt sie von sich? Wie schaut sie ihre Jäger an? Lässt sich erkennen, wie es für das mächtige Tier ist, wie es von Jäger zu Beute wird? Ist es gehetzt oder eher berechnend? Wie verändert es sich im Laufe der Geschichte? Bewegen sich die mächtigen Muskeln unter dem seidig, glätzendem Fell, das ähnlich gesprenkelt war, wie der Waldboden auf den die Schatten der Blätter fielen? Oder ist es ein alter Kater, dessen Sehnen unter dem stumpfen Fell herausstachen und ein missmutiges Grummeln aus seiner Kehle hervorbrachte, bevor er seine gelblichen Zähne zeigte und doch noch ein Feuer in seinen alten Augen aufflackerte?

Hoffe, ich konnte irgendwie weiter helfen :dasheye:


Liee Grüße Hannah
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon Ankh » 29.07.2015, 19:18

Okay, dann mal auf zur zweiten Runde!

Die Erkenntnis, das Ven nicht der unfehlbare Held ist, für den er sich hält, macht diesen Abschnitt etwas durchschaubarer. Ich denke, wenn du im ersten Teil etwas deutlicher machst, dass er mit Vorsicht zu genießen ist, kannst du diesen Teil fast so lassen.

Also bis auf die Stellen, die verbessert werden müssen :XD:


Die Bestie begrub Ari unter den Krallen. Der Junge schrie und wand sich. Die Kiefer schnappten zu.


Das geht für so ein schnelles Geschehen irgendwie zu langsam. Wie lange hat er Zeit, sich zu winden, zwischen den Krallen und den Zähnen? Mehr als ein kurzer Schrei und ein auf den Rücken fallen dürfte da nicht drin sein.

Außerdem kapiere ich erst hier, dass das Biest Ari angreift. Vorher dachte ich, sie springt auf Ven. Vielleicht solltest du das in der Szene davor deutlicher machen.
Möglicherweise solltest du der Katze auch einen Grund geben, ausgerechnet ihn anzuspringen. Rena hat sie immerhin verwundet, Ari steht nur da. Wenn die Katze ihn als einfachsten Fluchtweg betrachtet, hält sie sich aber sicher nicht damit auf, ihn lange zu zerfleischen. Schließlich ist sie selbst nicht auf der Jagd, sondern ist von Feinden umzingelt.

Das Geräusch verursachte Ven Übelkeit.


Welches Geräusch? Es muss zumindest lauter sein als der Schrei. "Schnappen von Kiefer" stelle ich mir nicht sehr laut vor, wenn sie etwas weiches Treffen. Vielleicht hört er das Knacken von Aris Knochen, das wäre schön eklig.

Mado war zuerst da und rammte die Waffe in den pelzigen Bauch. Ihr Kreischen mischte sich mit Aris Stimme.


Vielleicht solltest du dir mal Audiodateien anhören, wie Raubkatzen brüllen. "Kreischen" finde ich unpassend.
Mit einem Satz sprang die Katze zurück, die Ohren angelegt. Jetzt oder nie. Ven versuchte, seinen Bruder zur Seite zu drängen.


Warum? Eben war noch Platz für vier um sie herum, und einer ist jetzt am Boden. Ven hatte auch bisher freie Sicht auf die Katze, da er direkt neben Ari stand. Wo springt sie hin, dass er sie nicht mehr sehen kann? Wenn Mado im Weg ist, müsste sie irgendwo zwischen Mado und Rena sein?

In der Zeit trat Rena vor sie und drohte der Katze mit der Waffe. „Miststück!“


Süß. Aber ich denke nicht, dass sie drohen und schimpfen sollte. Sie sollte das Vieh mit ihrem Speer beharken.

Nein. Nein, sie würde fliehen.
Als die Katze davonpreschte, stieß er an Rena vorbei. Ein letzter Hieb, der sie verfehlte.


Ich hab diesen Satz dreimal lesen müssen. Wer "er" stößt an Rena vorbei? Wieso stößt er nach Rena? Macht die Katze einen Hieb, während sie rennt, oder ist der Hieb von Ven?!

Ven brüllte vor Wut, wollte ihr nachsetzen. Doch Rena zog ihn zurück.


Die hat einen Speer, vermutlich in beiden Händen, und auch gerade erst einer Katze entkommen. Woher hat sie jetzt die freie Hand und Geistesgegenwart, ihn festzuhalten?

Er erinnerte sich an Ari.
Noch nie hatte er solche Schreie gehört.


Wenn er so brüllt, braucht er sich nicht erinnern, und er braucht auch Rena nicht dazu.

Auf dem Boden hatte sich sein Blut in einem hellen Rot ausgebreitet. Geister! Zu spät sah Ven weg.


Auf Waldboden dürfte Blut nicht hellrot sein, und es versickert wohl auch eher als dass es sich ausbreitet.
Hat Blut irgendeine mystische Bedeutung für ihn, so dass man es nicht sehen darf, oder warum die "Geister"? Klingt eigentlich interessant, ist aber bei einem Jägervolk eher unpraktisch, die dürften sich öfter mal verletzen.

Aris Arm war nur noch rohes Fleisch, ein Stück Knochen lag offen da. Überall war Blut.
„Mado, Mado!“, Ari klang schrill, noch schriller als sonst. „Hilf mir!“
Mado beugte sich über ihn. Er war schneeweiß im Gesicht. Stoff zerriss, Rena trennte sich einen ihrer Ärmel ab.


Haben die kein Verbandsszeug mit? Die sind seit Tagen unterwegs auf der Jagd, da packt man doch sowas ein, damit man sich nicht hinterher mit schmutzigen Klamotten behelfen muss?

„Wir müssen ihn verbinden!“
Sie kniete sich hin und war drauf und dran, eben dies zu tun.


Das sind zwei Sätze die uns die gleiche information geben. "Sie kniete sich hin" dürfte nach ihrer Feststelung schon reichen, dass wir kapieren, was sie jetzt vorhat.

Ihre Hände zitterten wie dünne Zweige im Wind.


Och nö, die schien doch bis hierher ganz gesammelt. Ein bisschen zittern, von mir aus, aber "dürre Zweige im Wind" klingt nach kurz vor Nervenzusammenbruch.

„Nein!“, wehrte Mado ab, „Da ist Blut dran. Wir brauchen etwas Sauberes.“
Ihre Augen wandten sich Ven zu. Ja, seine Sachen waren sauber. Aber Ari war so gut wie tot.


Das ist der exakte Zeitpunkt wo mein Urteil über Ven von "Luftnummer" zu "Arschloch" wechselt. Nur fürs Protokoll.

„Willst du gar nichts tun?“, holte ihn Rena aus seinem tranceartigen Zustand. Ein Zucken durchfuhr ihn und er nickte. Welche Wahl hatte er schon?
Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.


Es ist ein Arm, und sie haben Stoff. Als hoffnungsvoller Autor von Medizinschundromanen kann ich dir sagen, dass man sowas am besten weiter oben abbindet, dann blutet da erstmal gar nix mehr, und man hat ein bisschen Zeit gewonnen, um die Wunde anständig zu verbinden. So grundlegende Maßnahmen dürften einem Jägervolk bekannt sein.

„Wir müssen Heilpflanzen finden.“, sagte Mado und setzte sich in Bewegung.


Während er verblutet? Was sind das für Pflanzen, die das stoppen sollen?

Vorschlag: Der Arm ist abgebunden, der Knochen ist durch (siehe oben), der Mado macht sich auf dem Weg um Stöcke zu finden, um das Ganze zu schienen, und die beiden anderen bleiben, um Ari zu beruhigen, seinen Knochen zu richten und die Wunde zu reinigen.

Sein Blick fiel auf Ven. „Du bleibst hier und drückst auf die Wunde. Schaffst du das?“
„Was denkst du?“, antwortete er wie aus Reflex.
Mado wies auf Rena und bedeutete ihr, hier zu bleiben und aufzupassen.


Sieht Ven das? In meinem Kopffilm drückt er gerade Stoff auf eine blutende Wunde, da dürfte ihm der Blickkontakt und die Gesten zwischen den beiden entgehen.

Er selbst entfernte sich raschelnd durch die Büsche.
Ari hatte bis jetzt nur geheult und gewinselt. Jetzt versuchte er, zusammenhängende Worte hervorzubringen.
„E-Es tut mir l-leid, Ven.“
„Du-“, begann Ven, doch es blieb ihm im Halse stecken. Rena fiel ihm ins Wort.
„Es war nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“
Versagt hatte er. Eigentlich müsste er für seinen Fehler bezahlen, anstatt dass sie ihm noch halfen.


Weia. Dass Ven Rena nicht zustimmt, kann ich bei seinem Charakter nachvollziehen. Aber dass er sich wünscht, dass Ari stirbt, finde ich ziemlich heftig.

„Ich wollte, dass wir als g-große Jäger - au!“ Ari japste, als Ven den Druck auf seine Wunde verstärkte.
„Ich auch.“, knurrte er.


Das ist doch eigentlich ein sehr schöner Satz, um ihn zu charakterisieren. Unterschwelliger Vorwurf statt Trost.

Eine Stille kehrte ein, in der Ari mit tränenden Augen zu ihm aufsah und er seine Hände wegnehmen wollte, ihn seinem Schicksal überlassen.


Das ist wiederum sehr, sehr heftig. Wenn du ihn so charakterisieren willst, okay, aber falls du irgendwann in deiner Geschichte vorhast, ihn zu rehabilitieren, dann mildere das vielleicht ab. Er hat Grund, sauer auf Ari zu sein, und er mag zu verbohrt sein, auf die tränenden Augen mit einlenkender Milde zu antworten. Aber jemanden bewusst dem Tod zu überlassen, der deinen Kill versaut hat, das ist bösartig.

Ihn traf ein Schlag auf die Schulter.


Das ist für mich nicht nachvollziehbar, wenn sie seine Gedanken nicht lesen kann. Immerhin drückt er bis jetzt ja noch fleißig. In Renas Augen ist das Einzige, was er bis hier falsch macht, dass er Ari nicht gut zuspricht, und sie sollte ihn gut genug kennen, deswegen nicht gleich Handgreiflich zu werden.

Rena stand laut atmend über ihm und funkelte ihn an. „Lass mich jetzt!“
So hatte sie auch der Katze gedroht.


Mit diesen Worten?

Nur zu (?) kam er ihrer Bitte nach und wischte sich das Blut an der Hose ab. Etwas überkam ihn mit sengender Hitze.


Das klingt irgendwie, als hätte er sich eingenässt.

Ari war ein Schwächling. Sein Stöhnen machte ihn ganz wahnsinnig. Er war Schuld an allem. Das konnte er sich nicht gefallen lassen.
„Wir können sie immer noch kriegen, weißt du.“ Rena drehte den Kopf und nun, da das gesagt war, konnte er auch alles sagen. „Wir lassen Ari hier. Mado kann sich um ihn kümmern. Und wir gehen ihr hinterher.“
Rena sagte kein Wort. Dafür stotterte Ari irgendwas und versuchte, sich aufzurichten. „Was? Ven, ich wollte das doch nicht!“


Er hat dir doch gar keine direkten Vorwürfe gemacht. Er schmiedet nur weltfremde Pläne. Alles gut. Leg dich wieder hin.

Wenn wir verstehen, was er stottert, dann ist es nicht "irgendwas".

„Ich will nichts von dir hören.“
Ven bezweifelte, dass er noch ein Wort von ihm ertragen konnte. Fassungslosigkeit spiegelte sich in Aris Blick, doch Ven ignorierte ihn. Er wollte wissen, was Rena von seinem Vorschlag hielt.
„Bist du eigentlich bescheuert?“


Ich mag sie :D

Mit einem Mal war er sich sicher, dass sie auf ihn losgegangen wäre, hätte sie nicht ihre Hände auf Aris Arm drücken müssen. Sie spie die Worte förmlich hinaus. „Es gibt Wichtigeres als diese verdammte Katze!“
„Du gibst also auf, sobald es schwierig wird.“


Langsam bekomme ich den Eindruck, als hätte Ven bei dem Kampf was auf den Schädel gekriegt. Erst absoluter Mangel an Mitgefühl: Okay, das ist seine Art. Dann wilde Pläne, die Katze doch noch zu kriegen: Okay, er kann nicht loslassen. Aber jetzt kann er nichtmal ihrer Konversation folgen? Sie hält Aris Verwundung für wichtiger. Sie hat noch nichtmal gesagt, dass sie die Jagd komplett aufgeben will, nur dass sie jetzt nicht in diesem Moment losrennen wird.

„Schwierig? Schwierig? Ari stirbt vielleicht!“
Ein bitterer Geschmack breitete sich in seinem Mund aus.


Kotzt er?

Sie war genauso wie Mado. „Und ich dachte, du wärst die perfekte Jägerin.“
Ihre Stimme brach. „Ich wollte das genau so sehr wie du.“
„Das glaube ich nicht.“
„Du-“, sie öffnete den Mund in einer Grimasse des Abscheus. „Bist widerlich.“
War er das. Nur weil er das beenden wollte, wofür sie so lange gearbeitet hatten? Er wandte sich ab. „Das bin ich wohl.“
Sie wechselten kein weiteres Wort, bis Mado zurückkehrte.


Der restliche Dialog ist sehr schön.

Es war dunkel geworden. Mado hatte ihn verbunden, so gut es ging. Am nächsten Morgen würden sie den Rückweg einschlagen, doch für die Nacht hatten sie ihr Lager zwischen den Bäumen aufgeschlagen. Ven hatte nichts mehr gesagt, zu keinem von ihnen. Sie verstanden es ohnehin nicht.
Ari war in einen unruhigen Schlag gesunken. Neben ihm saß Rena, die vielleicht auch schlief,


Im Sitzen? Wenn es unsicher sein soll, ob sie wach ist oder schläft, lass sie doch liegen oder beschreib, dass sie den Kopf auf die Knie stützt oder so.

Mado hielt Wache. Ven selbst hatte sich hingelegt und starrte in den hellen Sternenhimmel.


Bisher dachte ich, sie sind im Wald?

Sie hatten ihn zum Aufgeben gezwungen. Der Stamm würde nie wissen, wer er war.


Werden sie nicht erzählen, was passiert ist? Mir ist klar dass er sich durch das Töten der Katze hervorheben wollte, aber es wird weder seine letzte Chance sein, sich hervorzutun, noch wird man ihm die Schuld daran geben, dass der Angriff schief ging.

Seine Vorfahren mussten mit Grauen auf ihn hinab sehen.


Das mag in seinen Augen ein besserer Grund sein, sich über den Misserfolg zu schämen.

Das schlimmste Gefühl bekam er, wenn er an sich selbst dachte.


Das tut er doch die ganze Zeit schon.

Der kleine Bruder vom großen Anführer. Ein Niemand, widerlich.
Nein! Nein, das stimmte nicht. Nur Schwachköpfe dachten so.


Das klingt sehr kindisch und lässt mich wundern, wie alt er eigentlich ist. Jung, unerfahren und hitzköpfig würde einerseits passen, andererseits hast du ihn im letzten Teil als den Boss hier draußen vorgestellt, wenn das keine totale Fehleinschätzung seinerseits war, dann hat er wenigstens schon ein paar Jahre Erfahrung als Jäger.

Mado bemitleidete sich vielleicht selbst, aber nicht er.


Wo tut Mado das denn, und warum? Hier machst du völlig aus dem Zusammenhang eine ganz neue Baustelle auf.

Ein Zucken aus seinem Inneren trieb ihn auf die Füße. Sein Speer lag neben ihm. Er ergriff ihn und zog sich daran hoch.


uh -oh ... :shock: :mrgreen:
Das lässt ja auf weiteres Chaos hoffen :wink:

----

Sind die Charaktere interessant/glaubwürdig?
Ich lerne sich langsam besser kennen. Ven wird einerseits deutlicher, andererseits ist er mir stellenweise zu krass in seinem Wunsch, Ari verrecken zu lassen.
Rena schein recht souverän zu sein, das einzige was mich bei dem Bild stört ist, dass sie übermäßig zittert, als sie Ari verbinden will. Lass sie da ruhig Blut bewahren, und die Sache passt.
Mado scheint eher der stille Anführer zu sein, der aber weiß, was zu tun ist wenns drauf ankommt. Vielleicht sehen wir mal mehr von ihm. Das einzige, was mich bisher stört ist sein (zumindest von mir und Vern so wahrgenommenes) fehlendes Durchsetzungsvermögen, das für einen Anführer eines Jägerstammes eher ungewöhnlich wirkt.
Ari scheint echt unbedarft zu sein. Wäre schön, wenn wir das ein bisschen früher merken, damit wir Mados Bedenken teilen können. An sich passt der Charakter.


Was findet ihr spannend/langweilig?
Der Teil hat mir jetzt sehr gut gefallen. Gutes Tempo, keine unnötogen Abschweifungen, und sich langsam herauskristallisierende Konflikte.
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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/X)

Beitragvon after eight » 29.07.2015, 22:07

Okay, dann mal auf zur zweiten Runde!


Jawohl! :D

Die Erkenntnis, das Ven nicht der unfehlbare Held ist, für den er sich hält, macht diesen Abschnitt etwas durchschaubarer. Ich denke, wenn du im ersten Teil etwas deutlicher machst, dass er mit Vorsicht zu genießen ist, kannst du diesen Teil fast so lassen.


Yay!

...

Also bis auf die Stellen, die verbessert werden müssen :XD:


Ach Manno! :mrgreen:



Ja, ich merk's, die "Actionszene" macht nicht viel Sinn. Ich werde sie noch mal ganz neu starten und versuchen, sie nachvollziehbarer und logischer zu gestalten.

Aris Arm war nur noch rohes Fleisch, ein Stück Knochen lag offen da. Überall war Blut.
„Mado, Mado!“, Ari klang schrill, noch schriller als sonst. „Hilf mir!“
Mado beugte sich über ihn. Er war schneeweiß im Gesicht. Stoff zerriss, Rena trennte sich einen ihrer Ärmel ab.

Haben die kein Verbandsszeug mit? Die sind seit Tagen unterwegs auf der Jagd, da packt man doch sowas ein, damit man sich nicht hinterher mit schmutzigen Klamotten behelfen muss?


Wieder eine Sache, die nur in meinem Kopf klar ist :( . Sie waren auf einem Erkundungstrip, bis die Katze Vens Ehrgeiz geweckt hat, sie haben also nicht mit einer Jagd gerechnet. Trotzdem müsste man eigentlich auf jeder längeren Reise Verbandszeug dabei haben.

Ihre Hände zitterten wie dünne Zweige im Wind.

Och nö, die schien doch bis hierher ganz gesammelt. Ein bisschen zittern, von mir aus, aber "dürre Zweige im Wind" klingt nach kurz vor Nervenzusammenbruch.


Die Formulierung ist sowieso etwas überflüssig.

„Nein!“, wehrte Mado ab, „Da ist Blut dran. Wir brauchen etwas Sauberes.“
Ihre Augen wandten sich Ven zu. Ja, seine Sachen waren sauber. Aber Ari war so gut wie tot.

Das ist der exakte Zeitpunkt wo mein Urteil über Ven von "Luftnummer" zu "Arschloch" wechselt. Nur fürs Protokoll.


Jep, das ist nachvollziehbar.

„Willst du gar nichts tun?“, holte ihn Rena aus seinem tranceartigen Zustand. Ein Zucken durchfuhr ihn und er nickte. Welche Wahl hatte er schon?
Der Stoff seiner Ärmel färbte sich sofort dunkel. Man konnte die Blutung unmöglich stoppen und Mado und Rena wussten das.

Es ist ein Arm, und sie haben Stoff. Als hoffnungsvoller Autor von Medizinschundromanen kann ich dir sagen, dass man sowas am besten weiter oben abbindet, dann blutet da erstmal gar nix mehr, und man hat ein bisschen Zeit gewonnen, um die Wunde anständig zu verbinden. So grundlegende Maßnahmen dürften einem Jägervolk bekannt sein.


"Medizinschundromane"? :XD:

„Wir müssen Heilpflanzen finden.“, sagte Mado und setzte sich in Bewegung.

Während er verblutet? Was sind das für Pflanzen, die das stoppen sollen?
Vorschlag: Der Arm ist abgebunden, der Knochen ist durch (siehe oben), der Mado macht sich auf dem Weg um Stöcke zu finden, um das Ganze zu schienen, und die beiden anderen bleiben, um Ari zu beruhigen, seinen Knochen zu richten und die Wunde zu reinigen.


Vielen Dank für diese beiden Anmerkungen. Bei der Recherche habe ich wohl geschlampt!

Er selbst entfernte sich raschelnd durch die Büsche.
Ari hatte bis jetzt nur geheult und gewinselt. Jetzt versuchte er, zusammenhängende Worte hervorzubringen.
„E-Es tut mir l-leid, Ven.“
„Du-“, begann Ven, doch es blieb ihm im Halse stecken. Rena fiel ihm ins Wort.
„Es war nicht deine Schuld, du hast alles richtig gemacht.“
Versagt hatte er. Eigentlich müsste er für seinen Fehler bezahlen, anstatt dass sie ihm noch halfen.

Weia. Dass Ven Rena nicht zustimmt, kann ich bei seinem Charakter nachvollziehen. Aber dass er sich wünscht, dass Ari stirbt, finde ich ziemlich heftig.


Eine Stille kehrte ein, in der Ari mit tränenden Augen zu ihm aufsah und er seine Hände wegnehmen wollte, ihn seinem Schicksal überlassen.

Das ist wiederum sehr, sehr heftig. Wenn du ihn so charakterisieren willst, okay, aber falls du irgendwann in deiner Geschichte vorhast, ihn zu rehabilitieren, dann mildere das vielleicht ab. Er hat Grund, sauer auf Ari zu sein, und er mag zu verbohrt sein, auf die tränenden Augen mit einlenkender Milde zu antworten. Aber jemanden bewusst dem Tod zu überlassen, der deinen Kill versaut hat, das ist bösartig.


Mit einem Mal war er sich sicher, dass sie auf ihn losgegangen wäre, hätte sie nicht ihre Hände auf Aris Arm drücken müssen. Sie spie die Worte förmlich hinaus. „Es gibt Wichtigeres als diese verdammte Katze!“
„Du gibst also auf, sobald es schwierig wird.“

Langsam bekomme ich den Eindruck, als hätte Ven bei dem Kampf was auf den Schädel gekriegt. Erst absoluter Mangel an Mitgefühl: Okay, das ist seine Art. Dann wilde Pläne, die Katze doch noch zu kriegen: Okay, er kann nicht loslassen. Aber jetzt kann er nichtmal ihrer Konversation folgen? Sie hält Aris Verwundung für wichtiger. Sie hat noch nichtmal gesagt, dass sie die Jagd komplett aufgeben will, nur dass sie jetzt nicht in diesem Moment losrennen wird.


Seine Vorfahren mussten mit Grauen auf ihn hinab sehen.

Das mag in seinen Augen ein besserer Grund sein, sich über den Misserfolg zu schämen.


Das schlimmste Gefühl bekam er, wenn er an sich selbst dachte.

Das tut er doch die ganze Zeit schon.


Der kleine Bruder vom großen Anführer. Ein Niemand, widerlich.
Nein! Nein, das stimmte nicht. Nur Schwachköpfe dachten so.

Das klingt sehr kindisch und lässt mich wundern, wie alt er eigentlich ist. Jung, unerfahren und hitzköpfig würde einerseits passen, andererseits hast du ihn im letzten Teil als den Boss hier draußen vorgestellt, wenn das keine totale Fehleinschätzung seinerseits war, dann hat er wenigstens schon ein paar Jahre Erfahrung als Jäger.


Oh Mann, was habe ich bloß getan? :shock:
Dass Ven so eine extreme Reaktion bei Dir auslöst, finde ich ja erstmal gut (besser als gar keine). Aber ich denke er braucht wie gesagt noch einiges an Arbeit, wahrscheinlich muss ich seinen Charakter abschwächen, damit es mehr Sinn ergibt.

Ihn traf ein Schlag auf die Schulter.

Das ist für mich nicht nachvollziehbar, wenn sie seine Gedanken nicht lesen kann. Immerhin drückt er bis jetzt ja noch fleißig. In Renas Augen ist das Einzige, was er bis hier falsch macht, dass er Ari nicht gut zuspricht, und sie sollte ihn gut genug kennen, deswegen nicht gleich Handgreiflich zu werden.


Na ich dachte, weil sie ihn ja kennt, weiß sie ungefähr dass er grad am Rande der Moralität steht und geht dazwischen. Ziemlich unklar.

Rena stand laut atmend über ihm und funkelte ihn an. „Lass mich jetzt!“
So hatte sie auch der Katze gedroht.

Mit diesen Worten?


Ich meinte ihren Ton, kurios wäre es aber!

Nur zu (?) kam er ihrer Bitte nach und wischte sich das Blut an der Hose ab. Etwas überkam ihn mit sengender Hitze.

Das klingt irgendwie, als hätte er sich eingenässt.


So weit kommt's noch! :XD:

Ari war ein Schwächling. Sein Stöhnen machte ihn ganz wahnsinnig. Er war Schuld an allem. Das konnte er sich nicht gefallen lassen.
„Wir können sie immer noch kriegen, weißt du.“ Rena drehte den Kopf und nun, da das gesagt war, konnte er auch alles sagen. „Wir lassen Ari hier. Mado kann sich um ihn kümmern. Und wir gehen ihr hinterher.“
Rena sagte kein Wort. Dafür stotterte Ari irgendwas und versuchte, sich aufzurichten. „Was? Ven, ich wollte das doch nicht!“

Er hat dir doch gar keine direkten Vorwürfe gemacht. Er schmiedet nur weltfremde Pläne. Alles gut. Leg dich wieder hin.
Wenn wir verstehen, was er stottert, dann ist es nicht "irgendwas".


Den zweiten Punkt verstehe ich, aber was meinst Du mit dem ersten Punkt?

„Ich will nichts von dir hören.“
Ven bezweifelte, dass er noch ein Wort von ihm ertragen konnte. Fassungslosigkeit spiegelte sich in Aris Blick, doch Ven ignorierte ihn. Er wollte wissen, was Rena von seinem Vorschlag hielt.
„Bist du eigentlich bescheuert?“

Ich mag sie :D


Cool. Das motiviert mich!

Sie war genauso wie Mado. „Und ich dachte, du wärst die perfekte Jägerin.“
Ihre Stimme brach. „Ich wollte das genau so sehr wie du.“
„Das glaube ich nicht.“
„Du-“, sie öffnete den Mund in einer Grimasse des Abscheus. „Bist widerlich.“
War er das. Nur weil er das beenden wollte, wofür sie so lange gearbeitet hatten? Er wandte sich ab. „Das bin ich wohl.“
Sie wechselten kein weiteres Wort, bis Mado zurückkehrte.

Der restliche Dialog ist sehr schön.


:wink:

Es war dunkel geworden. Mado hatte ihn verbunden, so gut es ging. Am nächsten Morgen würden sie den Rückweg einschlagen, doch für die Nacht hatten sie ihr Lager zwischen den Bäumen aufgeschlagen. Ven hatte nichts mehr gesagt, zu keinem von ihnen. Sie verstanden es ohnehin nicht.
Ari war in einen unruhigen Schlag gesunken. Neben ihm saß Rena, die vielleicht auch schlief,

Im Sitzen? Wenn es unsicher sein soll, ob sie wach ist oder schläft, lass sie doch liegen oder beschreib, dass sie den Kopf auf die Knie stützt oder so.


Okay, mach ich.

Mado hielt Wache. Ven selbst hatte sich hingelegt und starrte in den hellen Sternenhimmel.

Bisher dachte ich, sie sind im Wald?


Ja, aber auf einer Lichtung. Mensch, ich glaube echt ich muss so etwas auch hinschreiben! :roll:

uh -oh ... :shock: :mrgreen:
Das lässt ja auf weiteres Chaos hoffen :wink:


Ja, ich weiß aber nicht, ob es die gute Art von Chaos ist!

Sind die Charaktere interessant/glaubwürdig?
Ich lerne sich langsam besser kennen. Ven wird einerseits deutlicher, andererseits ist er mir stellenweise zu krass in seinem Wunsch, Ari verrecken zu lassen.
Rena schein recht souverän zu sein, das einzige was mich bei dem Bild stört ist, dass sie übermäßig zittert, als sie Ari verbinden will. Lass sie da ruhig Blut bewahren, und die Sache passt.
Mado scheint eher der stille Anführer zu sein, der aber weiß, was zu tun ist wenns drauf ankommt. Vielleicht sehen wir mal mehr von ihm. Das einzige, was mich bisher stört ist sein (zumindest von mir und Vern so wahrgenommenes) fehlendes Durchsetzungsvermögen, das für einen Anführer eines Jägerstammes eher ungewöhnlich wirkt.
Ari scheint echt unbedarft zu sein. Wäre schön, wenn wir das ein bisschen früher merken, damit wir Mados Bedenken teilen können. An sich passt der Charakter.


Okay, also:
-Ven weniger extrem oder wenn extrem, dann deutlicher nachvollziehbar
-Renas ruhige Natur klarstellen
-Mado ausarbeiten und begründen, warum er sich nicht durchsetzt
-Ari früher und deutlicher charakterisieren

Was findet ihr spannend/langweilig?
Der Teil hat mir jetzt sehr gut gefallen. Gutes Tempo, keine unnötogen Abschweifungen, und sich langsam herauskristallisierende Konflikte.


Trotz allem? Wow, vielen Dank!
Auch diese Rückmeldung ist sehr ausführlich und hilfreich. Riesen Dank!

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Re: Der einsame Jäger (AT) (2/4)

Beitragvon after eight » 30.07.2015, 11:25

Liebe Hannah,

vielen Dank auch für Deine Rückmeldung zum zweiten Teil.

Weil es so spannend war, musste ich gleich weiter lesen und auch hier was dazu schreiben.


:mrgreen:

Leider bekomme ich das Gefühl, dass du den Text sehr eifrig geschrieben hast, ohne wirklich bedacht darüber gelesen zu haben. Ganz besonders stört mich die Stelle:


Ja, nun ja, es ist die erste Fassung. Bitte nicht zu hohe Erwartungen an mich stellen!

Zuerst wird der Anschein gemacht, dass Ven sich eben denkt, die Katze KÖNNTE fliehen, und dann läuft sie auch schon los. Da passt es besser zu sagen "Nein! Sie flieht!" Oder aber es ist noch ein kurzes Spiel, dass die Katze benommen durch die Verletzungen und den Schock zurück taumelt und trotz der Situation, dass sie eine Lücke in die Angreifer geschlagen hat, ihren Fluchtweg noch nicht sofort begreift oder zu langsam ist etc ... Und dann erst gelingt ihr die Flucht. Zwar sind verletzte Tiere sehr zäh (Ich kenne echte Geschichten von Keilern, die auf einer Drückjagd, obwohl sie nur noch ein Bein hatten und die restlichen drei nur noch Stummeln waren, einen Jäger noch in den Tod mitnehmen wollten), aber das Tier ist verletzt. Wie läuft es weg und erweckt den Anschein, als fehle ihm nichts, wenn Rena es ja so schlimm verletzte?


Da wollte ich zu viel. Ich muss diese Szene noch mal auf die Logik hin überarbeiten.

Im Übrigen finde ich die Katze generell zu wenig beschrieben. Ja sie hat Fell, das wurde mehrmals gesagt, vielleicht aber welches? Da gibt es ja tausende von Variationen. Wie bewegt sie sich aber? Welche Laute gibt sie von sich? Wie schaut sie ihre Jäger an? Lässt sich erkennen, wie es für das mächtige Tier ist, wie es von Jäger zu Beute wird? Ist es gehetzt oder eher berechnend? Wie verändert es sich im Laufe der Geschichte? Bewegen sich die mächtigen Muskeln unter dem seidig, glätzendem Fell, das ähnlich gesprenkelt war, wie der Waldboden auf den die Schatten der Blätter fielen? Oder ist es ein alter Kater, dessen Sehnen unter dem stumpfen Fell herausstachen und ein missmutiges Grummeln aus seiner Kehle hervorbrachte, bevor er seine gelblichen Zähne zeigte und doch noch ein Feuer in seinen alten Augen aufflackerte?


Wow! Ich mache mir noch mal Gedanken drüber.

Hoffe, ich konnte irgendwie weiter helfen :dasheye:


Jawohl!

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