[Histo]Der Feuerläufer [1/xx] geändert

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[Histo]Der Feuerläufer [1/xx] geändert

Beitragvon Arnulf » 23.12.2014, 21:03

Heute stelle ich euch meine eigentliche Passion zur gelegentlichen konstruktiven Kritik ein. Sowohl das Thema der Feuerläufer als auch die Ortschaften und Umgebung gibt es - meine Heimat. Ich bin bei Recherchen in einem anderen Zusammenhang im alten Stadtarchiv von Cochem auf dieses Thema aufmerksam geworden. Ich sehe meine Schwächen vor allem beim "Show, don't tell".

Dieser Ausschnitt beginnt in der Geschichte ganz weit vorne.....Mitte des 18 Jahrhunderts.....
Johannes ist der Prota - ein Schmied und Feuerläufer
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An einem dieser trockenen Sommertage, es ist noch vor der Morgendämmerung, passiert es dann zum wiederholten Male, dass ein Feuer in der Nähe des Dorfes mit gerade einmal 40 Feuerstellen ausbricht. Die Stallung eines außerhalb des Dorfes gelegenen Gehöfts brennt plötzlich lichterloh. Die älteste Tochter des Bauern kommt schreiend und laut rufend den schmalen Feldweg zum Dorf hoch gerannt. Ihr lange weite Rock verheddert sich ständig zwischen den Beinen und hindert sie beim Laufen. So manches Mal kommt sie dabei ins Straucheln, stürzt über Steine die spitz aus dem unbefestigten Weg herausragen. Doch die Aufregung treibt sie weiter an. Ihre Wangen sind hochrot von der Anstrengung und die langen blonden Haare wirbeln wirr um ihren Kopf. Sie keucht und schnappt nach Luft.
„FEUER! FEUER! Es brennt auf’m Hof. Kommt alle und helft!“ Marie ist es nicht gewohnt, so schnell und so weit zu laufen. Panik und Angst tun ihr übriges dazu, dass es ihr sehr schwer fällt, das Haus des Dorfschulzen Kremer zu erreichen. Dieser fragt nicht lange nach, reißt die Feuerschelle vom Haken im Flur und läuft mit Marie weiter durch das Dorf, um alle anderen von ihrer Arbeit in Feld und Hof herbei zu rufen. Marie´s Eltern und Brüder kämpfen derweil verzweifelt gegen die immer größer werdenden Flammen mit einigen Wassereimern an. Die Trockenheit der letzten Wochen hat dafür gesorgt, dass alles wie Zunder brennt.

„FEUER! FEUER! Es brennt auf’m Lescherhof! Schnell, kommt alle herbei!“ Wild schwenkt Kremer dabei mit der Schelle hin und her. Obwohl ihm sein Arm bereits nach wenigen Bewegungen schmerzt, schellt er immer weiter um auch wirklich alle Dorfbewohner zu erreichen. Es gehört schließlich zu seinen originären Aufgaben, alle Ereignisse und Entscheidungen der Obrigkeit den Dorfbewohnern bekannt zu machen. Sein durch ein gutes Leben ordentlich gewachsener Leib tut sich schwer mit schnellen Schritten. So läuft die ebenfalls kräftig gebaute Marie vor ihm her und ruft aus Leibeskräften immer wieder: „Feuer! Feuer!“
"Walter, schnell, läute die Feuerglocke!", ruft Kremer dem Küster zu, der just in diesem Moment im Schlafkleid die Haustür seines Hauses öffnet. Ohne sich etwas überzuwerfen läuft der Küster zur kleinen Kirche in der Dormitte, reißt die niemals abgeschlossene Tür auf und beginnt mit dem Läuten der einzigen Glocke. Kremer, sonst ein sehr besonnener und umsichtiger Ortsvorsteher, steht die Furcht vor einer Katastrophe ins Gesicht geschrieben. Gottseidank liegt der Hof außerhalb, sodass das Feuer sich nur auf diesem Gehöft ausbreiten kann. Wäre es heute zu einem Brand in der Dorfmitte gekommen, wäre bei dieser Trockenheit und dem heißen Wind alles verloren gewesen. Die Flammen würden Mengen an Nahrung bekommen und nicht selten ist es vorgekommen, dass ganze Dörfer vernichtet wurden, wie es auch bei diesem hier vor etwa 50 Jahren bereits einmal der Fall gewesen ist. Damals blieb nur die aus Basaltsteinen erbaute Kapelle von den Flammen verschont. Die Erinnerung an dieses Ereignis erfüllte viele noch mit Schrecken bei jedem Läuten der Feuerglocke.
Derweil füttert Johannes in aller Frühe sein Schmiedefeuer mit Kohle und Holz, damit es heißer wird und es auch bleibt für seine Arbeit. Er muss nach der Steckachse noch viele kleine Haken für die Kaserne in Ehrenbreitstein anfertigen. Morgen, noch vor Tagesanbruch, soll er sie nach Cochheim zum Lastkahn bringen, damit sie dann in einigen Tagen in Coblenz eintreffen. Er will gerade den schweren Schmiedehammer zum Bearbeiten des rotglühenden Rohlings auf dem Amboss anheben, als er die Feuerschelle und direkt darauf das Rufen der beiden hört. Sofort lässt er den Hammer zu Boden fallen und steckt das heiße Eisen mit der Zange in einen Sandhaufen neben dem Feuer. Die beiden Hilfesuchenden kommen schnurstracks auf seine Schmiede zugelaufen, wie auch immer mehr Männer und Frauen aus dem Dorf.
Seit jeher werden beim Schmied die Eimer, Hacken, Äxte und weitere Werkzeuge und Hilfsmittel für die Feuerbekämpfung gelagert.
„Schnell Johannes! Hilf! Klettre die Leiter hoch und wirf uns die Sachen runter“, ruft Kremer ihm von weitem zu. Der Ortsvorsteher kann kaum noch gehen. Seine Lungen schreien nach Luft. Sein Kopf droht zu platzen und er muss sich setzen. Die Werkzeuge hat Johannes über der Schmiedestelle auf einem Zwischenboden gelagert. Er flucht und hastet die Leiter hoch. „Immer diese Kletterei“, denkt er und ärgert sich über seine Nachlässigkeit, „nachher muss ich mir einen besseren Platz dafür suchen.“ So oft schon hat er überlegt, die Sachen an einer anderen, besser und schneller zu erreichenden Stelle abzulegen. Doch nach jedem Einsatz sind alle so erschöpft, dass sie alles nur schnell wieder auf dem Zwischenboden los werden wollen. Dann hat niemand mehr die Kraft, sich Gedanken über eine bessere Lagerstätte zu machen. Außerdem weiß mittlerweile jedes Kind wo es die Gerätschaften findet, wenn sie gebraucht werden.
So betritt der Schmied den hölzernen Zwischenboden. Hier liegen noch einige alte Zeugnisse der Schmiedekunst, die sein vor vielen Jahren verstorbener Vater hinterlassen hat. Viele davon waren als Zierde für die Kapelle gedacht. Doch der Klerus wollte nicht zahlen und zu einer edlen Spende ließ man sich in dieser bescheidenen Zeit nicht gerne hinreißen. Johannes reißt die Giebelluke auf und wirft die Eimer und Hacken auf die staubige und unbefestigte Dorfstraße. „Wie groß ist das Feuer? Reichen die Leute oder muss ich laufen?“ ruft er von oben runter. Johannes ist ein Feuerläufer. Einer von dreien im Dorf. Deren Aufgabe ist es, bei einem größeren Brand, der von den eigenen Leuten nicht gelöscht werden kann, in die benachbarten Siedlungen auszuströmen und Hilfskräfte zusammen zu rufen, damit die langen Eimerketten gebildet werden können und möglichst viele Hände bei der Brandbekämpfung helfen. Johannes läuft in die etwa 5 km entfernt liegende Stadt an der Mosel um dort die Feuerglocke in der St. Martin Kirche in einem speziell für diese Not festgelegten Rhythmus zu schlagen
Die beiden anderen Feuerläufer, auch wie Johannes kräftige und ausdauernde junge Männer, müssen in die nahe gelegenen Dörfer Feydt und Eller laufen um die gleiche Aufgabe zu erledigen. Auch sind diese drei als einzige im Dorf verpflichtet, bei Bränden in den Nachbardörfern Hilfe zu leisten, wenn deren Feuerläufer bzw. Feuerreiter um Unterstützung bitten. Dieses Amt bringt den Feuerläufern neben dem hohen Ansehen bei jedem Lauf zusätzlich 1 Thaler als Lohn für ihre oftmals gefährlichen Dienste ein. Dies ist in diesen ärmlichen Zeiten durchaus ein wichtiger Zugewinn. Aber viele dieser Feuerläufer kommen mit nicht unerheblichen Verletzungen von ihren Aufträgen zurück. Somit ist deren Zukunft dann oftmals ungewiss. Nicht selten „enden“ diese Helfer in ärmlichsten Umständen.
Dunon hat mit nur drei Feuerläufern die wenigsten. Das rührt auch daher, dass das Dorf nicht an einer Durchgangsroute liegt sondern nahe an ausschließlich bewaldeten Tälern, wo es nichts gibt außer Wiesen, Wald und Bächen.
„Niemand weiß, wie groß das Feuer mittlerweile ist. Lass es uns zuerst alleine versuchen. Wir brauchen jetzt jeden Mann“, ruft Kremer ihm zu, während sich alle Anwesenden Eimer, Hacken, Äxte, Schaufeln und lange Einreißhaken schnappen. Niemand der Dorfbewohner hilft hier gerne. Das Feuer hat eine furchteinflößende Kraft auf die Menschen in dieser Zeit. Dann laufen sie in Richtung Lescherhof in der Hoffnung, dass es noch nicht zu spät ist.
Zuletzt geändert von Arnulf am 29.12.2014, 13:10, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Der Feuerläufer [1/xx]

Beitragvon Hark » 23.12.2014, 23:32

Hallo Arnulf,
ich habe die Geschichte mit großem Interesse gelesen. Ich finde sie sehr spannend und freue mich auf die Fortsetzung (falls Du sie einstellen willst).Allerdings sind mir zahlreiche innhaltliche Widersprüche aufgefallen. Im Einzelnen:

Arnulf hat geschrieben:Die älteste Tochter des Bauern kommt schreiend und laut zeternd den schmalen Hohlweg zum Dorf hoch gerannt.


Zetern hat heutzutage den Klang von "laut meckern". Das tut die Tochter ja nicht, sie schreit. Aber auch sicher nicht pausenlos, wenn sie rennt. Vorschlag: Zieh den Text hier etwas nach vorne: Sie rennt, keucht, stößt dazwischen immer wieder ein Lautes "„FEUER! FEUER! Es brennt auf’m Hof. Kommt alle und helft!“ aus.

Was allerdings streng genommen, wenig Sinn macht, denn da sie in einem Hohlweg läuft, wird man sie erst wahrnehmen können, wenn sie den Ort erreicht hat. Hier ist es vielleicht besser, zu beschreiben, wie sie gerade am ersten Haus ankommt.

Arnulf hat geschrieben:Ihr langes weites Kleid verheddert sich ständig zwischen den Beinen und hindert sie beim Laufen. So manches Mal kommt sie dabei ins Straucheln und verliert das Gleichgewicht. Doch die Aufregung treibt sie weiter an. Ihre Wangen sind hochrot von der Anstrengung und die langen blonden Haare wirbeln wirr um ihren Kopf.


- Tragen Mägde ihr Haar wirklich offen im 18. Jhd? Ich denke an Zöpfe und Kopftuch.
- Ein Kleid wird sie auch kaum tragen, einen einfachen Rock eher. Jedenfalls Kleidung, die für die Feld- und Stallarbeit geeignet ist.
- Wenn Sie das Gleichgewicht tatsächlich verliert, dann fällt sie höchstwahrscheinlich hin. Also Straucheln ja, Gleichgewicht verlieren nein. Es sei denn, Du willst vielleicht einen Sturz einbauen, könnte man ja machen.

Arnulf hat geschrieben:Marie´s Eltern...

Hier würde ich schreiben: "Der Lescherbauer" oder "Lescherhofbauer" oder auch "der Bauer vom Lescherhof und sein Weib"...

Arnulf hat geschrieben:„FEUER! FEUER! Es brennt auf’m Lescherhof! Schnell, kommt alle herbei!“ Wild schwenkt Kremer dabei mit der Schelle hin und her. Sein Arm schmerzt, aber er schellt immer weiter um auch wirklich alle Dorfbewohner zu erreichen.


Dass der Dorfschultes Kremer richtig Alarm macht, ist in Ordnung. Aber dass ihm gleich der Arm schmerzt...
Ich denke auch, dass man die Figur vielleicht doch ein bisschen anders darstellen sollte. Als Dorfvorsteher hat er garantiert selber Knechte, vermutlich auch Söhne. Die wird er losschicken. Einen zum Pfaffen, dass er das Kirchengeläut betätigt, die anderen zu den Nachbarn. Dann erst rennt er los (wenn überhaupt). Schließlich erwartet man von ihm Umsicht und Koordination. Gerade auch weil...

Arnulf hat geschrieben:Sein durch ein gutes Leben ordentlich gewachsener Leib tut sich schwer mit schnellen Schritten.


Arnulf hat geschrieben:Sofort wirft er den Hammer zu Boden


Ein Handwerker der was auf sich hält wirft sein Werkzeug nicht weg. Womöglich hat er den Hammer selbst geschmiedet? Er legt oder stellt ihn weg. Vielleicht fällt er ihm vor Schreck aus der Hand, aber ein Schmied sollte eigentlich was ab können.

Arnulf hat geschrieben:Johannes ist ein Feuerläufer. Einer von dreien im Dorf. Deren Aufgabe ist es, bei einem größeren Brand, der von den eigenen Leuten nicht gelöscht werden kann, in die benachbarten Siedlungen auszuströmen und Hilfskräfte zusammen zu rufen, damit die langen Eimerketten gebildet werden können und möglichst viele Hände bei der Brandbekämpfung helfen. J


Also, ich hab den Begriff Feuerläufer mal gegoogelt und habe bei der Feuerwehr Heßberg / Südthüringen folgende Definition gefunden:

"Feuerläufer nannte man einst die Feuerwehrleute, abgeleitet von der Aufgabe "zum Feuer zu laufen und dort helfend einzugreifen."


Das halte auch für stimmig. Deine Definition läuft aber fast auf das Gegenteil hinaus. Die Männer rennen erst mal vom Feuer weg. Und zwar nicht nur zu den Nachbarhäusern oder zum Fluss etc., sondern richtig weit:

Arnulf hat geschrieben:Johannes läuft in die etwa 10 km entfernt liegende Stadt an der Mosel
[/quote]

Wikipedia weiß dazu:

Der 10.000-Meter-Lauf ist eine Laufdisziplin der Leichtathletik – die zweitlängste Distanz von drei olympischen Disziplinen auf der Langstrecke. Zu laufen sind 25 Stadionrunden; der Start erfolgt von der Ziellinie.

Die schnellsten Männer erreichen Zeiten um 27 Minuten, das entspricht 6,2 m/s oder 22 km/h.

Wenn eine Strecke also mindestens ca 30 Minuten dauert (realistisch wäre aber eher das Doppelte), dann ist der Lauf nahezu vergebens. Denn selbst wenn die Helfer im selben Tempo von dort zur Brandstätte laufen, lodert das Feuer bereits eine (eher zwei) volle Stunden) lang. Ein Reiter würde sicher nur einen Bruchteil der Zeit benötigen, hier wäre der Einsatz überlegenswert.

Mir scheint so, als hast Du speziell am Feuerläufer Gefallen gefunden, was ja auch spannend ist. Ich würde ihm aber eben diese gefährliche Aufgabe zuteil werden lassen, mit seinen zwei Kameraden den Brand löschen zu müssen. Also zum Feuer laufen. Natürlich helfen alle Bauern der Umgegend mit, wenn sie irgend können. Das ist selbstverständlich. Die Hauptlast aber hängt am Helden (sonst wäre es ja keiner :mrgreen: ).

So genug jetzt der Erbsenzählerei. Ich würde mich freuen, wenn es Dir dennoch was gebracht hat.

Gruß,
Hark
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Re: Der Feuerläufer [1/xx]

Beitragvon Arnulf » 27.12.2014, 14:46

Hallo Hark,

ich danke dir, dass du dich dem ersten kleinen Teil meiner Geschichte angenommen hast. Einige deiner Ideen und Tipps übernehme ich gerne. Der eine oder andere Gedankengang von mir kam wohl nicht rüber (da ich ihn nicht ausgedrückt habe). Daher hier jetzt im Detail:

Zetern hat heutzutage den Klang von "laut meckern". ....da sie in einem Hohlweg läuft...

Unter „zetern“ verstehe ich mehr dieses verzweifelte Jammern und dem Heulen nahe sein. Ich lasse es weg und nehme deinen Vorschlag mit dem Vorziehen des Textes gerne an.
Nun ja, die Frau ist in schierer Panik. Ein großes Feuer bedeutete in dieser Zeit den Verlust der Existenz. Den Hohlweg lasse ich weg.

Tragen Mägde ihr Haar wirklich offen im 18. Jhd? Ich denke an Zöpfe und Kopftuch.....

Mein Ausdruck mit den wirren Haaren soll das Chaos in der Gemütslage der Frau zeigen. Ich werde eine Tageszeit hinzufügen bzw. das Geschehen in die Morgendämmerung legen. Somit hatte die Frau keine Zeit um sich die Haare zu machen. Mit dem Kleid gebe ich dir Recht. Ich mache einen einfachen Rock daraus. Ebenfalls werde ich einige Stürze einbauen.

Hier würde ich schreiben: "Der Lescherbauer" oder....

Hm, das werde ich irgendwie noch umformulieren. Weiß aber noch nicht wie. Danke für den Tipp!

Dass der Dorfschultes Kremer richtig Alarm macht, ist in Ordnung. Aber dass ihm gleich der Arm schmerzt...

Ja, aber ich nehme einen Zeitfaktor hinzu – „Obwohl ihm sein Arm bereits nach wenigen Bewegungen schmerzt….“ Er ist schließlich nicht mehr der Jüngste und Fitteste!

Als Dorfvorsteher hat er garantiert selber Knechte, vermutlich auch Söhne....

Alle leben in einem sehr kleinen Dorf, in ziemlicher Armut und ohne den Komfort von Knechten und Mägden. Dafür müssen die eigenen Kinder herhalten. Zu den Hauptaufgaben eines Dorfschulten gehört das Bekanntmachen von Ereignissen, Vorschriften und Entscheidungen anderer Angelegenheiten. Das darf er niemand anderem überlassen.

Einen zum Pfaffen, dass er das Kirchengeläut betätigt....

Die Idee mit dem Läuten der Glocken ist gut! Allerdings besitzt das Dorf zu dieser Zeit nur eine größere Kapelle und ist nur eine sogenannte Filialpfarrei, hat also keinen eigenen Pfarrer sondern nur einen Küster. Dem werde ich die Aufgabe übertragen :wink: Somit ist die Kapelle dann keine Ruine mehr.
Zum Gemütszustand des Dorfschulten: wie auch bei Marie, so ist es für ihn eine Panik die ihn antreibt. Da gibt es kein wohlüberlegtes Handeln. Leider geht das alles (wie auch manches an anderer Stelle) nicht aus dem Text hervor, sodass ich da noch etwas nachbessern muss, damit der Leser weiß was er von diesen Situationen halten soll.

Ein Handwerker der was auf sich hält wirft sein Werkzeug nicht weg.

Ich werde es ändern in Sofort lässt er den Hammer fallen. Ein 3 kg Schmiedehammer ist kein filigranes Werkzeug. Ich habe oft damit gearbeitet. Du darfst mir glauben, dass der Hammer keinen Kratzer dabei abbekommt. :wink:

Wenn eine Strecke also mindestens ca 30 Minuten dauert .....

OK, von der Entfernung hast du mich überzeugt. Ich werde sie auf 5km reduzieren. Was die Aufgaben von Feuerläufern betrifft bin ich anderer Meinung. Meine Recherchen im Stadtarchiv bestätigen das. Ich möchte mich so nah wie möglich an der historischen Realität orientieren. Das gibt einen gewissen Halt :wink:
Pferde zum Reiten gab es damals in dieser Gegend so gut wie gar nicht. Die zwei oder drei Ackergäule waren für die Feldarbeit auf Stärke und nicht auf Schnelligkeit „getrimmt“.

Mir scheint so, als hast Du speziell am Feuerläufer Gefallen gefunden.....

Ja, der Feuerläufer ist die Hauptperson. Im weiteren Teil der Geschichte wird das deutlicher. Leider beschränkt die 1000-Wörter-Regel die Spannung noch vor der ersten Feuersbrunst.

Ich merke, dass ich mehr beschreiben muss, damit der Leser meinen Gedanken folgen kann. Andererseits soll ich mehr „zeigen“. Das ist eine anspruchsvolle Gradwanderung……

Bin gespannt, wie die Reaktionen auf den zweiten Teil sind :)
Kreative Grüße
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