Der kleine Gedankensammler und der schwarze See [Teil 3/4]

Gesellschaft, Kritik, Philosophisches

Der kleine Gedankensammler und der schwarze See [Teil 3/4]

 
Hier Teil 3

Ich muss nochmal sagen, ich hab das Ganze ewig nich überarbeitet... das is quasi ne Rohfassung^^ Seit zärtlich, wenn ihr Kritik abgebt:D


Teil 1
Erster

Teil 2
Vorheriger

Lediglich der ansteigende Druck auf seinem Kopf und Körper verriet G, dass Wolfie immer tiefer in den See hinunter schwamm. G hatte zwar noch einmal tief Luft geholt, bevor er mit Wolfie abgetaucht war, aber langsam ging ihm die Luft aus und es war nicht gerade einfach, sich mit ausgehender Luft auf einem riesigen Wurmfisch festzuhalten. Plötzlich wurde der Druck leichter, was war los? Und plötzlich meinte G zu erkennen, dass sich über ihm das schwarz in grau verfärbte – tauchten sie etwa wieder auf? Als sie durch die Wasseroberfläche stießen, musste G die Augen schließen, weil er geblendet war von der Helligkeit, die hier oben herrschte. Doch noch bevor er sich richtig an die geänderten Lichtverhältnisse gewöhnt hatte, tauchte Wolfie erneut unter und G schaffte es in letzter Sekunde, die Luft wieder anzuhalten. Wolfie wiederholte diesen Vorgang immer wieder und mit jedem Mal fiel es G schwerer, sich festzuhalten. Als sie das fünfte Mal untertauchten und dem Druck zu urteilen bereits sehr tief im See waren, verlies G die Kraft und er lies Wolfie los, worauf hin der Wurm ihm einen gezielten Kopfstoß verpasste und G das Bewusstsein verlor.
„Bin ich tot? Was passiert, wenn ich die Augen aufmache? Was werde ich sehen? Moment – nach was riecht es denn hier? Sand, Wasser, außerdem rieche ich – Holz, Bäume und…“
In diesem Moment öffnete G die Augen und war geblendet. Er starrte direkt in die Sonne, die durch den ewig tobenden Wirbelsturm am Himmel schien, es war inzwischen Morgen geworden und G schien nicht tot zu sein, er hatte überlebt. Und plötzlich tauchte ein Schatten über ihm auf und er blickte in ein Gesicht, in ein lächelndes Gesicht. „Du lebst also doch noch, wie schön!“, sagte eine helle und freundliche Stimme. Es war die schönste Stimme, die G je gehört hatte – er hatte bisher auch immer nur seine eigene gehört, Wolfie’s Stimme konnte man nicht mitzählen, es war ja eh immer nur ein Brüllen gewesen. Und als er das Gesicht genauer musterte, viel ihm auf, dass neben der Stimme auch alles andere an dieser Person, die über ihm stand, schön war. Sie reichte ihm ihre Hand und er ergriff sie etwas schwach, doch als sich ihre Hände berührten, festigte sich sein Griff und er schaffte es, sich aufzurichten. Überall an seinem Körper hing Sand, er war klatschnass und G hasste es, nass zu sein, aber er lebte. Aber wie hatte er überlebt? Sein Blick fiel wieder auf die Person. Sie war… unbeschreiblich schön. Langes braunes, gewelltes Haar, braune Augen, die in der Sonne leuchteten, ein wunderschönes weiches Gesicht, volle Lippen und einen genauso schönen Körper, der aber durch etwas verhüllt war, von dem G durch seine Gedankensammlung wusste, dass es Kleidung genannt wurde. Er wusste, dass er eine junge Frau vor sich hatte, wenngleich er nicht wusste, was sie hier zu suchen hatte. Sie lächelte ihn immer noch an und hatte sich zu ihm hinunter gebeugt, während G auf seinem Hintern saß und sich immer noch fragte, wer sie war und wie er überlebt hatte. „Du warst unglaublich!“, sagte sie auf einmal, worauf G mächtig erschrak. Er blickte sie fragend an. „Wie du gegen dieses… Ding gekämpft hast! Der Wahnsinn!“ Sie hatte seinen Kampf gesehen? Aber wie? Niemand kam je zu ihm – und doch war sie hier! „Ich hatte solche Angst, als du nicht mehr aufgetaucht bist und ich dachte schon, das Vieh hätte dich gefressen und dann habe ich dich am Strand gefunden, da war es bereits hell geworden und mir fiel ein Stein vom Herzen.“, sagte das junge Mädchen, wobei sie G mit der Faust an die Schulter stieß. „Wer… bist Du?“, fragte G immer noch ein wenig benommen und seine Stimme klang in seinem Kopf, als wäre er ganz weit weg und würde sich selbst aus der Ferne rufen hören. „Ich? – na ich bin Danielle.“ G verstand nicht, weswegen sie das so selbstverständlich sagte, er kannte sie nicht. „Und wer bist Du?“
G erschrak wieder über ihre Frage, er war es nicht gewohnt, mit jemand anderem als sich selbst zu reden und deshalb war es sehr ungewöhnlich, dass er Fragen gestellt bekam, die er sich nicht selbst gestellt hatte. Leicht stammelnd sagte er: „Ich… bin… G…!“ Danielle neigte den Kopf etwas zur Seite und ihr Gesicht verzog sich etwas, wobei sie ihre Lippen zusammendrückte und ihre Augenbrauen eine Diagonale bildeten. „G?! – Was ist das denn für ein merkwürdiger Name?“ Jetzt wurde G langsam wach. „Mein Name eben, ist das ein Problem für Dich?!“, platzte es aus ihm heraus und er war erschrocken über seine schroffe Art. Doch Danielle lächelte ihn immer noch an. „Nein, kein Problem – freut mich, dich kennenzulernen, G.“ Sie reichte ihm die Hand und G ergriff sie. Nachdem er sich wieder aufgerichtet und sich den Sand abgeklopft hatte sah er auf den See hinaus, sein Boot trieb immer noch auf dem See, in einiger Entfernung dazu auch die angebrochenen Ruder, aber von Wolfie gab es keine Spur, also war er wohl wieder in den See verschwunden. Auch von dem Gedanken war nichts zu sehen, also dachte sich G, dass ihn Wolfie am Ende doch gefressen hat und zufrieden wieder abgetaucht war. Er drehte sich wieder zu Danielle um. „Was machst Du hier eigentlich und wie bist Du hergekommen?“, wollte er wissen. „Ich komme von da oben!“, sagte sie , wobei sie mit dem Zeigefinger auf die Sonne im Zentrum des Wirbelsturms zeigte.

Teil 4 (sobald verfügbar)
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von Ookami