[SciFi]Der letzte Kampf der Kormoran [3/?]

[SciFi]Der letzte Kampf der Kormoran [3/?]

Beitragvon HerrGesangsverein » 14.03.2014, 00:51

Im dritten Teil meiner Story geht es endlich so richtig zur Sache.
Explosionen, Trümmer und ein erster kleiner Sieg.

Teil 1:
http://www.schreibwerkstatt.de/der-letzte-kampf-der-kormoran-t49050.html

Teil 2:
http://www.schreibwerkstatt.de/der-letzte-kampf-der-kormoran-t49055.html

Edit: Entsprechend der Anmerkungen von CraX im ersten Teil habe ich ein paar Sachen angepasst, Kommata und sowas.

Ich will euch nur ein kurzes Update geben warum mit der Story im Moment nichts passiert.
Es ist im Moment so das ich an einem Projekt für eine Ausschreibung arbeite, das eine Deadline hat und das geht ganz einfach vor. Die Deadline ist zwar noch weit weg, aber ich möchte den Text so schnell wie möglich konzeptionieren, Plot, Charaktere etc. damit ich mich an die Recherche machen kann, die wohl recht zeitaufwändig wird, weil es ein für mich neues Themengebiet ist.
Sobald ich bei der Recherche bin, werde ich wahrscheinlich ein bisschen Luft haben um hier weiter zu machen. Ich hoffe es wartet niemand ZU ungeduldig auf die Fortsetzung.
:oops:
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Auf dem Rücksturz hinter die Mondbahn
Korvette Kormoran, P38 Klasse

17. Juli, 312. Jahr der Isolation

Durch die Dunkelheit des Alls gleitet, lautlos, die Kormoran. Alle Öffnungen sind verschlossen, nichts dringt von Innen durch die Abschirmung. Längst haben die Computer die Kontrolle übernommen. Zuvor einprogrammierte Abläufe werden auf die tausendstel Sekunde genau ausgeführt, das Timing ist entscheidend. In schneller Folge starten Drohnen aus dem backbord Arsenal. Bald stürzen dreißig unbemannte Flugkörper den Fremden entgegen.
Gleichzeitig wird die Kormoran von der kinetischen Energie der Starts aus der Bahn gedrückt, fort vom Gegner. Das Gyroskop in ihrem Inneren verändert seinen Lauf und zwingt das Schiff um seine Längsachse. Schleppend beginnt es zu rotieren bis es mit dem noch voll bestückten Steuerbordarsenal zum Gegner liegt. Wieder wird die gesamte Bestückung ausgestoßen. Der neue Annäherungspunkt Beta liegt weiter vom Feind entfernt, das Zeitfenster für den unausweichlichen Konflikt hat sich verkürzt.

Die Kabine der Kormoran liegt im Dunkeln. Nur der Holotank und die persönlichen Displays werfen ein blasses Licht auf die Besatzung. Niemand spricht, alle zählen die Sekunden. Seit kurzem ist Habitat 12 mit bloßem Auge erkennbar und wächst nun zusehends. In der Hoffnung einen Blick auf ihren unbekannten Gegner zu erhaschen starren die Männer durch das Kanzeldach.
Eine Minute hinter ihnen gelangen die ersten Drohnen nah genug an ihr Ziel um es mit den passiven Sensoren zu erfassen. Bedrohlich steht es im Raum, vollkommen unbewegt, wie eine Gottesanbeterin auf der Lauer. Es hat seine Triebwerke beim Rücksturz in die Erdumlaufbahn unter Volllast laufen lassen und im infraroten Spektrum strahlt es nun wie ein Leuchtfeuer in der Leere.
Nach und nach errechnen sechzig Drohnen ihre Angriffsvektoren.

Die Kormoran erreicht Annäherungspunkt Beta und stürzt unentdeckt vorbei. Für einen Moment kommt der Entfernungsmesser zum stehen, als zögere er. Die Sekunden verstreichen, schleppend, ohne das etwas geschieht.
Als es dann soweit ist geht um ein Haar alles schief.
Ohne Vorwarnung flammen die Triebwerke des kleinere Ziels auf und katapultieren es von den Drohnen fort, der Kormoran entgegen.
Ohne einen Befehl des Kommandanten, illuminiert XO Hagen das fremde Schiff mit allen Sensoren die ihm zur Verfügung stehen und gibt eine schnelle Salve aus dem Steuerbordlaser ab. Die Strahlen bestreichen den Bug können dir Abschirmung aber nicht durchbrechen. Gleichzeitig fährt Kramer den Hauptantrieb hoch und lässt das Schiff währenddessen hart nach Steuerbord gieren. Das leistungsfähige Gaussgeschütz am Bug der Kormoran nimmt die Fremden unter Feuer als ihr Schiff in den Wirkungsbereich der Waffe gerät.
Die Drohnen, die nur tausend Meter hinter ihrem Ziel im Raum liegen, reagieren auf die Aktivität der Kormoran und zünden ihre primitiven Feststoffraketen. Aktiven Sensoren durchdringen die feindlichen Schiffe und übertragen in den Sekundenbruchteilen vor dem Aufschlag mehrere Gigabyte Daten an die ihr Mutterschiff.
Ein Dutzend mal blitzt es blass auf als das Gaussgeschütz dünne Kupfernadeln in Richtung des Gegners abfeuert. Beim Aufprall auf das Ziel verformt sich das Metall und reißt faustgroße Löcher in die Hülle, erst im Inneren richten sie die größten Schäden an. Glühende Splitter dringen in den vorderen Computerkern und zerstören dutzende Prozessorencluster. Ein anderer Treffer durchschlägt die Armierung eines Brennstofftanks, dessen hochverdichteter Inhalt sich rapide ausdehnt und von den Splittern entzündet wird. Die Wasserstoffexplosion die darauf folgt alleine, hätte genügt eine menschliche Crew zu töten. Und doch zündet das getroffene Schiff seine Triebwerke und erwidert das Feuer aus einer Reihe von Strahlengeschützen.
Nur wenige der Strahlen finden ihr Ziel und zerschmelzen die Arsenale der Drohnen, die ohnehin nicht mehr bestückt sind. Ein anderer Treffer findet den hinteren Brennstofftank, ohne jedoch die schwere Abschirmung durchdringen zu können. Alle anderen Strahlen stechen nutzlos ins Nichts. Das fremde Schiff von dem sie abgefeuert worden sind manövriert heftig. Doch eine ganze Gruppe von Steuerdüsen am Bug wird nicht mehr mit Brennstoff versorgt. Unkontrolliert gierend mit absinkendem Bug dreht das Schiff die beschädigte Breitseite direkt in die angreifenden Drohnen.

Haben sie einmal ihr Ziel erfasst lassen sich Angriffsdrohnen nicht wieder ablenken. Durch ihre einfachen Feststoffraketen beschleunigen sie mit mehreren hundert Meganewton Schub und schlagen mit ungeheurer Wucht auf ihrem Opfer ein. Der erste Sprengkopf durchbricht die Hülle, der zweite detoniert im Inneren und füllt das Ziel mit Splittern und brennendem Treibstoff.
Das getroffene Schiff erbebt unter den Einschlägen, es giert und rollt unkontrolliert weiter. Die aufgerissene Flanke gerät wieder vor den Bug der Kormoran die, während sie am Feind vorbei stürzt ihre Drehung fortsetzt. Wieder blitzt das Gaussgeschütz auf und jagt ein Wuchtgeschoss nach dem anderen ins innere des Schiffes. Die Strahlenkanonen die zuvor an der Armierung gescheitert waren dringen nun ebenfalls tief ins Innere vor, zerschmelzen einen Reaktor und entzünden Treibstoffleitungen an mehreren Dutzend Stellen.
Auf dieser Flanke hat das feindliche Schiff keine Hülle mehr, chemische Feuer brennen in seinem Inneren und alle Atmosphäre ist aus ihm entwichen. Es kann dort kein Leben mehr geben und doch ist es nicht geschlagen. Strahlen tasten nach der Kormoran. Doch unkontrolliert schlingernd treibt das Schiff davon, unfähig der unter Volllast fliehenden Kormoran zu folgen.

Zehn der Drohnen die nicht darauf programmiert sind das kleinere Schiff anzugreifen, bleiben länger inaktiv. Lange Sekunden stürzen sie weiter auf das größere der Schiffe zu. Dann entzünden sie ihren Treibstoff und richten sich auf ihr Ziel. Die meisten werden von abwehrbereiten Strahlengeschützen aus dem All gefegt, nur eine zerplatzt nutzlos an der Hülle und hinterlässt oberflächliche Schäden.
Doch vor ihrer Vernichtung dringen Sensoren tief ins Innere des fremden Schiffes. Daten werden übertragen, an jeden der empfangsbereit ist. Jeder im System weiß nun, dieses Monster ist ebenso gefährlich wie gewaltig.
Zuletzt geändert von HerrGesangsverein am 22.04.2014, 14:50, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Der letzte Kampf der Kormoran [3/5]

Beitragvon ESchen » 17.03.2014, 23:50

Hallo Olli :wink:

Dieser Teil gefällt mir nun viel besser als der 2.
Du hast einen Spannungsaufbau und hältst ihn. Wenn du ihn aber zu lange auf der gleichen Tonlage hältst, leidet die Aufmerksamkeit und Konzentration des Lesers. Jedenfalls mir ist es so ergangen. Deine Sätze haben oft den gleichen Aufbau. Versuche eine Dynamik reinzukriegen und die Spannung zu verändern. Sonst liest es sich immer im gleichen Fluss.

Mir gefällt deine Sci-Fi Technik in der Geschichte sehr. Auf Kommas und Rechtschreibung gehe ich im Moment mal nicht ein.

Durch die Dunkelheit des Alls gleitet, lautlos, die Kormoran.


schöne Einleitung!

Alle Öffnungen sind verschlossen, nichts dringt von Innen durch die Abschirmung. Längst haben die Computer die Kontrolle übernommen. Zuvor einprogrammierte Abläufe werden auf die tausendstel Sekunde genau ausgeführt, das Timing ist entscheidend. In schneller Folge starten Drohnen aus dem backbord Arsenal. Bald stürzen dreißig unbemannte Flugkörper den Fremden entgegen.


Die Sätze haben alle einen ähnlichen Aufbau. Überspitzt gesagt Subjekt, Verb, Subjekt, Verb. Dies ergibt einen monotonen Leserhythmus.

Die Kabine der Kormoran liegt im Dunkeln. Nur der Holotank und die persönlichen Displays werfen ein blasses Licht auf die Besatzung. Niemand spricht, alle zählen die Sekunden. Seit kurzem ist Habitat 12 mit bloßem Auge erkennbar und wächst nun zusehends. In der Hoffnung einen Blick auf ihren unbekannten Gegner zu erhaschen starren die Männer durch das Kanzeldach.
Eine Minute hinter ihnen gelangen die ersten Drohnen nah genug an ihr Ziel um es mit den passiven Sensoren zu erfassen. Bedrohlich steht es im Raum, vollkommen unbewegt, wie eine Gottesanbeterin auf der Lauer. Es hat seine Triebwerke beim Rücksturz in die Erdumlaufbahn unter Volllast laufen lassen und im infraroten Spektrum strahlt es nun wie ein Leuchtfeuer in der Leere.
Nach und nach errechnen sechzig Drohnen ihre Angriffsvektoren.


Sehr interessant. Man stellt sich die Bewegungen bzw. die Annäherung bildlich vor.
Mir fällt aber trotzdem etwas daran auf. Es ist sehr schwer zu beschreiben. Ich versuche es mal. Du scheinst dich etwas zu fest in den technischen Details zu verlieren. Dies geht auf Kosten des Stils oder besser gesagt des Herzens eines Textes, der jemanden einzufangen versucht. Die Dynamik fehlt. Damit sage ich nicht dass deine Geschichte kein Herz hat, sondern ich möchte damit ausdrücken, dass es irgendwie, hmmm, Sachbuchmässig klingt? Sorry, ich kanns nicht beschreiben, aber etwas in der Hinsicht ist da.

Eine Minute hinter ihnen gelangen die ersten Drohnen nah genug an ihr Ziel um es mit den passiven Sensoren zu erfassen. Bedrohlich steht es im Raum, vollkommen unbewegt, wie eine Gottesanbeterin auf der Lauer. Es hat seine Triebwerke beim Rücksturz in die Erdumlaufbahn unter Volllast laufen lassen und im infraroten Spektrum strahlt es nun wie ein Leuchtfeuer in der Leere.
Nach und nach errechnen sechzig Drohnen ihre Angriffsvektoren.

Die Kormoran erreicht Annäherungspunkt Beta und stürzt unentdeckt vorbei. Für einen Moment kommt der Entfernungsmesser zum stehen, als zögere er. Die Sekunden verstreichen, schleppend, ohne das etwas geschieht.
Als es dann soweit ist geht um ein Haar alles schief.
Ohne Vorwarnung flammen die Triebwerke des kleinere Ziels auf und katapultieren es von den Drohnen fort, der Kormoran entgegen.
Ohne einen Befehl des Kommandanten, illuminiert XO Hagen das fremde Schiff mit allen Sensoren die ihm zur Verfügung stehen und gibt eine schnelle Salve aus dem Steuerbordlaser ab. Die Strahlen bestreichen den Bug können dir Abschirmung aber nicht durchbrechen. Gleichzeitig fährt Kramer den Hauptantrieb hoch und lässt das Schiff währenddessen hart nach Steuerbord gieren. Das leistungsfähige Gaussgeschütz am Bug der Kormoran nimmt die Fremden unter Feuer als ihr Schiff in den Wirkungsbereich der Waffe gerät.
Die Drohnen, die nur tausend Meter hinter ihrem Ziel im Raum liegen, reagieren auf die Aktivität der Kormoran und zünden ihre primitiven Feststoffraketen. Aktiven Sensoren durchdringen die feindlichen Schiffe und übertragen in den Sekundenbruchteilen vor dem Aufschlag mehrere Gigabyte Daten an die ihr Mutterschiff.


Ich habe etwas Mühe bei diesem Gefecht die "Bösen" von den "Guten" zu unterscheiden. Und wer auf wen schiesst und in wessen Wirkungsbereich gerät, etc. Die Perspektiven in deinen Beschreibungen werden sehr schnell gewechselt. Vielleicht bin ich dem aber auch nicht gewachsen :? . Ich lese zwar ab und zu Sci-Fi, aber so kompliziert kam es mir selten vor.

Ein Dutzend mal blitzt es blass auf als das Gaussgeschütz dünne Kupfernadeln in Richtung des Gegners abfeuert. Beim Aufprall auf das Ziel verformt sich das Metall und reißt faustgroße Löcher in die Hülle, erst im Inneren richten sie die größten Schäden an. Glühende Splitter dringen in den vorderen Computerkern und zerstören dutzende Prozessorencluster. Ein anderer Treffer durchschlägt die Armierung eines Brennstofftanks, dessen hochverdichteter Inhalt sich rapide ausdehnt und von den Splittern entzündet wird. Die Wasserstoffexplosion die darauf folgt alleine, hätte genügt eine menschliche Crew zu töten. Und doch zündet das getroffene Schiff seine Triebwerke und erwidert das Feuer aus einer Reihe von Strahlengeschützen.


Diese Schadenbeschreibung hingegen finde ich gut und kann ich mir bildlich vorstellen. Sie beinhaltet auch eine Steigerung der Spannung.


Haben sie einmal ihr Ziel erfasst lassen sich Angriffsdrohnen nicht wieder ablenken. Durch ihre einfachen Feststoffraketen beschleunigen sie mit mehreren hundert Meganewton Schub und schlagen mit ungeheurer Wucht auf ihrem Opfer ein. Der erste Sprengkopf durchbricht die Hülle, der zweite detoniert im Inneren und füllt das Ziel mit Splittern und brennendem Treibstoff.
Das getroffene Schiff erbebt unter den Einschlägen, es giert und rollt unkontrolliert weiter. Die aufgerissene Flanke gerät wieder vor den Bug der Kormoran die, während sie am Feind vorbei stürzt ihre Drehung fortsetzt. Wieder blitzt das Gaussgeschütz auf und jagt ein Wuchtgeschoss nach dem anderen ins innere des Schiffes. Die Strahlenkanonen die zuvor an der Armierung gescheitert waren dringen nun ebenfalls tief ins Innere vor, zerschmelzen einen Reaktor und entzünden Treibstoffleitungen an mehreren Dutzend Stellen.
Auf dieser Flanke hat das feindliche Schiff keine Hülle mehr, chemische Feuer brennen in seinem Inneren und alle Atmosphäre ist aus ihm entwichen. Es kann dort kein Leben mehr geben und doch ist es nicht geschlagen. Strahlen tasten nach der Kormoran. Doch unkontrolliert schlingernd treibt das Schiff davon, unfähig der unter Volllast fliehenden Kormoran zu folgen.


Weiterer Spannungsaufbau und schön eingesetzte Subjekt und Verben Kombinationen die sonst nicht so oft im gleichen Zusammenhang zu lesen sind.

Jeder im System weiß nun, dieses Monster ist ebenso gefährlich wie gewaltig.


Sehr schöner Schluss

Ich muss gestehen, ich bin komplett und hoffnungslos überfordert mit deinem Text. Ich kann nicht mal Fehler suchen, geschweige denn analysieren. Dein Verständnis und Liebe für die Technik ist grossartig. Mein Respekt. Nun kommt das Aber. Ist es literarisch genau so hochstehend? Meine persönliche Meinung ist leider nein. Es ist zu überladen, zu schwierig. Zu viel technische Information ist auf zu wenig Text hineingepresst. Schmücke etwas aus. Gönn dem Leser eine Verschnaufpause. Beschreibe die Farben, Muster der Schiffe, des Lichts der Sterne. Die Geräusche, die Gedanken und Ängste der Crew.

Verstehe es bitte nicht als zu harte Kritik sondern als Anregung. :wink:

Lieber Gruss
ESchen
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Re: Der letzte Kampf der Kormoran [3/5]

Beitragvon HerrGesangsverein » 18.03.2014, 03:54

ESchen hat geschrieben:Hallo Olli :wink:

Dieser Teil gefällt mir nun viel besser als der 2.
Du hast einen Spannungsaufbau und hältst ihn. Wenn du ihn aber zu lange auf der gleichen Tonlage hältst, leidet die Aufmerksamkeit und Konzentration des Lesers. Jedenfalls mir ist es so ergangen. Deine Sätze haben oft den gleichen Aufbau. Versuche eine Dynamik reinzukriegen und die Spannung zu verändern. Sonst liest es sich immer im gleichen Fluss.


Freut mich dass dir dieser Teil mehr zusagt.
Der monotone Aufbau liegt in erster Linie am Präsenz mit dem ich in der Geschichte experimentiert habe. Ich weiß nicht genau ob es damit zu tun hat das ich so selten im Präsenz schreibe oder ob es wirklich eine direkte unvermeidbare Auswirkung des Präsenz ist. Mir persönlich fehlt da auf jeden Fall die bandbreite an möglichen Formulierungen um den Text abwechslungsreicher zu gestalten.

ESchen hat geschrieben:Mir gefällt deine Sci-Fi Technik in der Geschichte sehr. Auf Kommas und Rechtschreibung gehe ich im Moment mal nicht ein.

Nochmal, sorry dafür. Ich bin noch nicht dazu gekommen den Text neu zu redigieren. Ich hol das für die kommenden zwei Teile aber nach bevor ich sie poste.

ESchen hat geschrieben:
Durch die Dunkelheit des Alls gleitet, lautlos, die Kormoran.


schöne Einleitung!


ESchen hat geschrieben:
Alle Öffnungen sind verschlossen, nichts dringt von Innen durch die Abschirmung. Längst haben die Computer die Kontrolle übernommen. Zuvor einprogrammierte Abläufe werden auf die tausendstel Sekunde genau ausgeführt, das Timing ist entscheidend. In schneller Folge starten Drohnen aus dem backbord Arsenal. Bald stürzen dreißig unbemannte Flugkörper den Fremden entgegen.


Die Sätze haben alle einen ähnlichen Aufbau. Überspitzt gesagt Subjekt, Verb, Subjekt, Verb. Dies ergibt einen monotonen Leserhythmus.

Zeitform. :oops: Siehe oben. :D

ESchen hat geschrieben:
Die Kabine der Kormoran liegt im Dunkeln. Nur der Holotank und die persönlichen Displays werfen ein blasses Licht auf die Besatzung. Niemand spricht, alle zählen die Sekunden. Seit kurzem ist Habitat 12 mit bloßem Auge erkennbar und wächst nun zusehends. In der Hoffnung einen Blick auf ihren unbekannten Gegner zu erhaschen starren die Männer durch das Kanzeldach.
Eine Minute hinter ihnen gelangen die ersten Drohnen nah genug an ihr Ziel um es mit den passiven Sensoren zu erfassen. Bedrohlich steht es im Raum, vollkommen unbewegt, wie eine Gottesanbeterin auf der Lauer. Es hat seine Triebwerke beim Rücksturz in die Erdumlaufbahn unter Volllast laufen lassen und im infraroten Spektrum strahlt es nun wie ein Leuchtfeuer in der Leere.
Nach und nach errechnen sechzig Drohnen ihre Angriffsvektoren.


Sehr interessant. Man stellt sich die Bewegungen bzw. die Annäherung bildlich vor.
Mir fällt aber trotzdem etwas daran auf. Es ist sehr schwer zu beschreiben. Ich versuche es mal. Du scheinst dich etwas zu fest in den technischen Details zu verlieren. Dies geht auf Kosten des Stils oder besser gesagt des Herzens eines Textes, der jemanden einzufangen versucht. Die Dynamik fehlt. Damit sage ich nicht dass deine Geschichte kein Herz hat, sondern ich möchte damit ausdrücken, dass es irgendwie, hmmm, Sachbuchmässig klingt? Sorry, ich kanns nicht beschreiben, aber etwas in der Hinsicht ist da.

Science Fiction ist für mich immer auch ein bisschen Sachtext. Ich verwende viel Zeit darauf die technischen und physikalischen Details zu recherchieren und in den meisten Fällen sollten sie akurat sein. Auch wenn ich nicht ausschließen kann das ein echter Astrophysiker nicht tonnenweise Fehler finden würde.
Ich bin mit der Balance, zwischen beschreibenden und erzählenden Elementen, die ich hier gefunden habe nicht wirklich glücklich. Also auch das wieder eine Kritik die ich erwartet habe.
Das Ganze ginge aber noch um einiges schlimmer. Lass mich nicht von den unterschieden von ferromagnetischen und induktiven Gaussgeschützen anfangen. Oder warum Gaussgeschütze nicht das selbe sind wie Schienenkanonen.

ESchen hat geschrieben:
Eine Minute hinter ihnen gelangen die ersten Drohnen nah genug an ihr Ziel um es mit den passiven Sensoren zu erfassen. Bedrohlich steht es im Raum, vollkommen unbewegt, wie eine Gottesanbeterin auf der Lauer. Es hat seine Triebwerke beim Rücksturz in die Erdumlaufbahn unter Volllast laufen lassen und im infraroten Spektrum strahlt es nun wie ein Leuchtfeuer in der Leere.
Nach und nach errechnen sechzig Drohnen ihre Angriffsvektoren.

Die Kormoran erreicht Annäherungspunkt Beta und stürzt unentdeckt vorbei. Für einen Moment kommt der Entfernungsmesser zum stehen, als zögere er. Die Sekunden verstreichen, schleppend, ohne das etwas geschieht.
Als es dann soweit ist geht um ein Haar alles schief.
Ohne Vorwarnung flammen die Triebwerke des kleinere Ziels auf und katapultieren es von den Drohnen fort, der Kormoran entgegen.
Ohne einen Befehl des Kommandanten, illuminiert XO Hagen das fremde Schiff mit allen Sensoren die ihm zur Verfügung stehen und gibt eine schnelle Salve aus dem Steuerbordlaser ab. Die Strahlen bestreichen den Bug können dir Abschirmung aber nicht durchbrechen. Gleichzeitig fährt Kramer den Hauptantrieb hoch und lässt das Schiff währenddessen hart nach Steuerbord gieren. Das leistungsfähige Gaussgeschütz am Bug der Kormoran nimmt die Fremden unter Feuer als ihr Schiff in den Wirkungsbereich der Waffe gerät.
Die Drohnen, die nur tausend Meter hinter ihrem Ziel im Raum liegen, reagieren auf die Aktivität der Kormoran und zünden ihre primitiven Feststoffraketen. Aktiven Sensoren durchdringen die feindlichen Schiffe und übertragen in den Sekundenbruchteilen vor dem Aufschlag mehrere Gigabyte Daten an die ihr Mutterschiff.


Ich habe etwas Mühe bei diesem Gefecht die "Bösen" von den "Guten" zu unterscheiden. Und wer auf wen schiesst und in wessen Wirkungsbereich gerät, etc. Die Perspektiven in deinen Beschreibungen werden sehr schnell gewechselt. Vielleicht bin ich dem aber auch nicht gewachsen :? . Ich lese zwar ab und zu Sci-Fi, aber so kompliziert kam es mir selten vor.

In dem Stück dass du hier zitierst schießen "die Bösen" gar nicht.
Ich geb dir aber Recht damit dass die ganze Szene etwas unübersichtlich ist. Eine detailliertere Beschreibung hätte aber auch mehr platz erfordert und ich wollte das Gefühl von Plötzlichkeit nicht kaputt machen.
Immerhin spielt sich das Ganze innerhalb von Sekundenbruchteilen ab.

ESchen hat geschrieben:
Ein Dutzend mal blitzt es blass auf als das Gaussgeschütz dünne Kupfernadeln in Richtung des Gegners abfeuert. Beim Aufprall auf das Ziel verformt sich das Metall und reißt faustgroße Löcher in die Hülle, erst im Inneren richten sie die größten Schäden an. Glühende Splitter dringen in den vorderen Computerkern und zerstören dutzende Prozessorencluster. Ein anderer Treffer durchschlägt die Armierung eines Brennstofftanks, dessen hochverdichteter Inhalt sich rapide ausdehnt und von den Splittern entzündet wird. Die Wasserstoffexplosion die darauf folgt alleine, hätte genügt eine menschliche Crew zu töten. Und doch zündet das getroffene Schiff seine Triebwerke und erwidert das Feuer aus einer Reihe von Strahlengeschützen.


Diese Schadenbeschreibung hingegen finde ich gut und kann ich mir bildlich vorstellen. Sie beinhaltet auch eine Steigerung der Spannung.


ESchen hat geschrieben:Ich muss gestehen, ich bin komplett und hoffnungslos überfordert mit deinem Text. Ich kann nicht mal Fehler suchen, geschweige denn analysieren. Dein Verständnis und Liebe für die Technik ist grossartig. Mein Respekt. Nun kommt das Aber. Ist es literarisch genau so hochstehend? Meine persönliche Meinung ist leider nein. Es ist zu überladen, zu schwierig. Zu viel technische Information ist auf zu wenig Text hineingepresst. Schmücke etwas aus. Gönn dem Leser eine Verschnaufpause. Beschreibe die Farben, Muster der Schiffe, des Lichts der Sterne. Die Geräusche, die Gedanken und Ängste der Crew.

Verstehe es bitte nicht als zu harte Kritik sondern als Anregung. :wink:

Lieber Gruss
ESchen

Ich bin froh das die Technologie die ich beschreibe glaubhaft rüber kommt, weil das habe ich immer als meine Stärke gesehen und da habe ich viel Zeit und Überlegung rein gesteckt.
Wenn du sagst das der Text zu voll gestopft ist muss ich dir allerdings Recht geben. Ich habe Unmengen an Details in einen recht kurzen Text gestopft die ich in einem längeren Text besser unterbringen kann. In mundgerechten Häppchen sozusagen.

Danke für deine Kritik, ich werde definitiv versuchen sie entsprechend umzusetzen.
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