Der letzte Satz

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Re: Der letzte Satz

Beitragvon alexmuelheim » 30.07.2014, 10:58

Guten Morgen Kachwurzt,

ok, das mit Helge ist geklärt. Schüttle Dein Haar!

Im Original geht es so:
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The man in Black fled across the Desert, and the Gunslinger followed.


Hm... kurz abgeschmeckt... Ich finds tatsächlich im Deutschen besser. Irgendwie flüssiger (accross ist so "hart"). Lediglich das Wort Gunslinger kann man wohl kaum übersetzen. Trotzdem finde ich Revolvermann einfach geil. Es passt auch zu Roland, vielleicht deswegen...
So oder so ist dieser Satz in meinem Verständnis der perfekte "handwerkliche" Einstieg in eine Novelle. Er liefert das zukünftige Ereignis (er folgte - wohin?), deutet das Ereignis in der Vergangenheit an (er floh - wovor?), das notwendig in der Novelle ist und führt die Hauptcharaktere ein. Dazu deutet er noch die jeweiligen Eigenschaften (Revolvermann - Typ, der Knarren trägt; Mann in Schwarz) an, quasi leicht gestrichelt.
Ich glaube, das Wort "und" ist hier eine Pause, und eine berechtigte dazu. :-)
Der Satz ist sehr einfach (ja fast grundschulartig :wink: ), lässt aber viel Spielraum und erscheint trotzdem sehr klar in seiner konkreten Aussage.
Alles in einem Satz. Ich finde das meisterhaft.
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Re: Der letzte Satz

Beitragvon Kachwurzt » 30.07.2014, 11:40

Mir gefällt der englische Satz besser.

Lediglich das Wort Gunslinger kann man wohl kaum übersetzen.


Doch ... es bedeutet "Revolverheld".

Es passt auch zu Roland, vielleicht deswegen...


Mit diesem Vornamen macht es das nur noch schlimmer. Gut, wenn man ihn englisch ausspricht geht's einigermaßen. Aber so ... wie Roland Kaiser oder der Rasende Roland?

Roland der Revolvermann klingt so sehr nach "Held", wie Horst der Armbrustmensch.

Wie bereits erwähnt, finde ich ihn von Aussage und Inhalt auch ziemlich gelungen. Nur die genutzten Wörter und ihre Reihenfolge sind furchtbar.

Ich glaube, das Wort "und" ist hier eine Pause, und eine berechtigte dazu.


Die Pause hätte ich durch einen Bindestrich hervorgehoben.

Spoiler: Anzeigen
The man in Black fled across the Desert - the Gunslinger followed.


bzw.

Spoiler: Anzeigen
Der Mann in schwarz floh durch die Wüste - der Revolvermann folgte ihm.


Aber ... alles Geschmackssache.
Wer dämlich mit "h" schreibt, ist nämlich ...
Kachwurzt
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Re: Der letzte Satz

Beitragvon TallyLC » 08.04.2015, 18:46

Hallo ihr lieben!

Ich habe vor kurzem aus Intresse diesen Beitrag in Jackys Blog gelesen, und seit dem bin ich ziemlich am grübeln. :thinking:

Vor kurzem habe ich fest gestellt, dass meine Geschichte einfach noch nicht zu Ende sein wird. Eigentlich hatte ich einen Teil geplant, aber irgendwie wirkt dies auf mich im Moment sehr schwach.
Es scheint einfach noch nicht alles geklärt, und irgendwie finde ich auch es ist zu einfach.
Also habe ich mich entschieden, dass einige Dinge noch in einem folgenen Teil geklärt werden, und mich wieder an meinen Plot gesetzt.

Ein Ende wurde mir ziemlich klar als ich Nachts im Bett lag, es war auf einmal da.
Außerdem scheint es mir eine gute Brücke zum nächsten Teil.

Aber wie sollte es anders sein - der Eintrag hat mich verunsichert. :wink:

Denn die Geschichte würde mit einer Frage enden, allerdings von einem der Protagonisten ausgesprochen.
In der Szene kniet er vor dem Grab seines ehemalig besten Freundes, kurz nach einem Gespräch mit der Antagonistin.

Er spricht dann zu seinem verstorbenen Freund und seine Frage würde ungefähr so lauten:

"Was haben du und deine Schwester uns verschwiegen, Paul?"

oder ähnlich. ^^

Meine Frage nun ist, ob dieser Satz nicht zu sehr ins Klischee abrücken würde...

Liebe Grüße,
Tally
Man erkennt den Autor aus der Schrift vielleicht deutlicher als aus dem Leben. -Johann Wolfgang von Goethe
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