Der letzte Satz

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Der letzte Satz

Beitragvon Jacky » 22.08.2013, 22:11

Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Der letzte Satz

Hast du einen Trick für den letzten Satz?
Welche Art Ende bevorzugst du? Abgeschlossen oder offen?
Welcher letzte Satz hat dich am meisten berührt?
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!
Benutzeravatar
Jacky
 
Beiträge: 9353
Registriert: 28.02.2007, 13:20
Wohnort: jacky@schreibwerkstatt.de (PNs deaktiviert - noch einen Posteingang schaffe ich nicht ^^;)
Blog: Blog ansehen (50)

Re: Der letzte Satz

Beitragvon BlinkyBill » 22.08.2013, 22:48

Der letzte Satz sollte immer zum weiterlesen animieren. Bei meinem 10-Teiler (der erst mal auf Eis gelegt ist), ende die Teile immer mit folgendem Satz

...sagte mir meine innere Stimme nicht.

Die Protagonistin hat nämlich eine innere Stimme die ihr immer sagt was nun Sache ist und was sie am besten machen soll. (Nun unter bestimmten Umständen halt nicht)

In einigen Büchern die ich lese ist der letzte Satz oft so, dass ich am liebsten bei der Autorin einbrechen würde und mir den nächsten Teil (der noch nicht im Handel erhältlich ist) gewaltsam zu hohlen.
(Ok kleiner Witz)

Wenn man es schafft, Spannung zu erzeugen, dass man unbedingt weiterlesen will. Sollte man versuchen immer ein klein wenig Unklarheit einzubauen. Wenn der Verlauf des nächsten Teils nämlich schon offensichtlich ist, wird es langweilig und man will gar nicht weiterlesen.
Olli Bossalos erer wenk Gluba sain correkt bigila Bungadennen temoral lachla ulto kopra pi mobbalda ader pi spürada tiu brota gampu
Benutzeravatar
BlinkyBill
 
Beiträge: 2237
Registriert: 27.04.2013, 22:16

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Helfstyna » 22.08.2013, 22:57

Danke, Danke, Danke, dass es mal jemand anspricht:

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kann einen schlechten Anfang verzeihen. Ein schlechtes Ende nicht.


Trifft es auf den Punkt. Ein Werk - egal ob Buch oder Film - steht und fällt für mich mit dem Ende. Wenn mich das nicht überzeugen kann, hat das Ganze verspielt.
Für meinen Geschmack wird in letzter Zeit viel zu wenig Wert auf ein vernünftiges Ende gelegt, zu oft wird jeder Geschichte schon fast gewaltsam ein Happy Ending übergestülpt, egal wie unsinnig es erscheinen mag.

Einen Trick für das Ende einer Geschichte habe ich nicht. Es muss sich richtig anfühlen an diesem Punkt aufzuhören.

Ob abgeschlossen oder offen kommt immer auf die erzählte Geschichte an. Ein offenes Ende spricht mich gefühlsmäßig jedoch häufig stärker an. Wobei ich die "wenn-es-sich-gut-verkauft-kann-man-ja-noch-was-nachschieben" Enden nicht leiden kann. Da sollte von Anfang an erkennbar und festgelegt sein ob man sich für einen Einzelroman oder eine Serie entschlossen hat.
Was mich persönlich auch nicht wirklich ansprechen kann, sind endlos Enden in denen nach Abschluss der eigentlichen Handlung noch seitenlang das weitere Leben der Überlebenden geschildert wird.

Die Enden die mir in letzter Zeit am längsten im Kopf nachhalten waren zweimal Brian Keene "The Girl next Door" und "Dead Sea" beide Male dieses Gefühl von Ohnmacht, von Angst, Wut und der Gewissheit, dass man nichts tun konnte. Und das andere Broms "The Child Thief" kraftvoll und trotz allem Leid und Verlust ließ man sich vom letzten Satz wieder zu einem verschmitzten Lächeln hinreißen, weil das Gefühl einfach magisch und verführerisch war.

Fazit: Es geht einfach nichts über einen gelungenen Schluss
"Time to play, he whisperd to them and winked.
And the stars winked back, for Peter's smile is a most contagious thing"
Brom The Child Thief
Benutzeravatar
Helfstyna
 
Beiträge: 229
Registriert: 23.02.2010, 20:39
Wohnort: Ramerberg

Re: Der letzte Satz

Beitragvon BlinkyBill » 22.08.2013, 23:06

Helfstyna hat geschrieben:Was mich persönlich auch nicht wirklich ansprechen kann, sind endlos Enden in denen nach Abschluss der eigentlichen Handlung noch seitenlang das weitere Leben der Überlebenden geschildert wird.


Du meinst den Epilog?
Da gebe ich dir voll uns ganz Recht.
Olli Bossalos erer wenk Gluba sain correkt bigila Bungadennen temoral lachla ulto kopra pi mobbalda ader pi spürada tiu brota gampu
Benutzeravatar
BlinkyBill
 
Beiträge: 2237
Registriert: 27.04.2013, 22:16

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Helfstyna » 22.08.2013, 23:10

Ein Epilog kann kurz und knackig sein und einem Buch noch ein Sahnehäubchen aufsetzen, es kann aber auch langatmiges und überflüssiges Geschwafel sein. Da kommt es auf das "Wie" an.

Ich persönlich beende als Leser meine Bücher gern sprichwörtlich mit einem gepflegten Schlag ins Gesicht (wahlweise geht auch die Magengrube) und das geht mit hingezogenem BlaBla über die Kinder und Enkelkinder des Protas und seiner Freunde nur selten...
"Time to play, he whisperd to them and winked.
And the stars winked back, for Peter's smile is a most contagious thing"
Brom The Child Thief
Benutzeravatar
Helfstyna
 
Beiträge: 229
Registriert: 23.02.2010, 20:39
Wohnort: Ramerberg

Re: Der letzte Satz

Beitragvon BlinkyBill » 22.08.2013, 23:14

Bei meiner Horrotrilogie ist es ja so, dass die Teile 1 und 2 mit einem "Epilog" enden, die eine Fortsetzung ankündigt.
Hört sich vielleicht dämlich an, aber für den Verlauf der 3 Teile ist dies wichtig und passend.
Olli Bossalos erer wenk Gluba sain correkt bigila Bungadennen temoral lachla ulto kopra pi mobbalda ader pi spürada tiu brota gampu
Benutzeravatar
BlinkyBill
 
Beiträge: 2237
Registriert: 27.04.2013, 22:16

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Kelpie » 23.08.2013, 12:42

Ich bevorzuge traurige Enden. Diese können mich stundenlang runterziehen, aber jene Bücher bleiben mir im Kopf.
Ich gebe meinen Vorgängern recht, was schlechte Enden und den Epilog betrifft. Letzteren finde ich nur dann gelungen, wenn darin noch eine kleine (Neben-)Handlung vorkommt, die die Geschichte im ganzen abrundet oder ihr vielleicht sogar eine kleine Wendung gibt. Wenn die Hauptperson sich beispielsweise gerade damit abgefunden hat, dass man die Leiche ihrer Schwester nie finden wird und sie wohl tot sein muss und sich so endlich ihr Leben hat aufbauen können und man im Epilog schließlich aus Sicht der Schwester erfährt, dass sie in Amerika ist, weil sie den alkoholsüchtigen Vater nicht mehr ertrug und untertauchte.

Zwei der besten Enden, die ich je gelesen habe, sind zum einen von Markus Zusak, Die Bücherdiebin. Es ist ohnehin schon faszinierend, dass das Buch aus Sicht des Todes geschrieben wurde und die Philosophie darin hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Der letzte Satz war da ein krönender Abschluss:

Spoiler: Anzeigen
Ich bin von Menschen verfolgt.


Das zweite Buch ist Please don't hate me von A.S. King. Die Lektüre ist geprägt von Tragik und Trauer, aber immer wieder kommt da ein Humor zwischen den Zeilen hervor, der einem fast die Tränen in die Augen treibt. Nichts funktioniert dann besser als das Ende, das irgendwie einen Insider des Buches aufgreift:

Spoiler: Anzeigen
Kann ich vielleicht deine Sauregurkenscheibe haben
Derweilen ist auf dem Feld schon alles gewachsen, bevor die wussten, warum und wie genau es gedeiht. (Franziska Alber)
Benutzeravatar
Kelpie
 
Beiträge: 909
Registriert: 19.03.2013, 18:47
Wohnort: Italien bzw. Baden-Württemberg

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Rabenfuß » 28.08.2013, 20:27

Ganz ehrlich, ein mieses Ende kann auch der letzte Satz nicht mehr hinaus reißen.
Noch weniger eine schlechte Geschichte. (Wobei ich mittlerweile dazu übergegangen bin, diese nicht mehr fertig zu lesen und meine Zeit lieber anderweitig zu verplempern.)

Insofern ist mir der letzte Satz nicht wirklich wichtiger als ein guter vorletzter Satz usw.

Es kommt auf die Gesamtkomposition an.

Der letzte Satz gibt dir einen Abschluss. Er ist derjenige, der dich zurück in die Realität schickt. Er klingt, ob du willst oder nicht, noch lange in deinem Kopf nach, lange, nachdem der erste Satz schon längst vergessen wurde.


Leider (oder glücklicherweise?) trifft diese pauschalisierende Aussage auf mich überhaupt nicht zu. Der letzte Satz ist, bis auf wenige Ausnahmen, genauso schnell vergessen wie der erste. Die Eckpunkte einer Geschichte merke ich mir und auch einprägsame Formulierungen. Natürlich kann das auf den ersten oder letzten Satz zutreffen, genauso gut kann es aber auf den dritten Satz auf Seite zweihundertundzwölf anwendbar sein.

Aus dem Stegreif kann ich mich gar nur an einen einzigen letzten Satz - von all den Büchern die ich in meinem Leben bisher lesen und genießen durfte - erinnern und das auch nur deshalb, weil er in meinen Augen absolut schrecklich war.

Hast du einen Trick für den letzten Satz?


Nicht wirklich, nein.

Wenn der Rest des Werkes niedergeschrieben ist, dann sollte es, denke ich, wenig Probleme mit dem letzten Satz geben. Zumindest ich hatte noch nie welche.

Ganz anders als der Einstieg, ist das Ende ein viel wenig qualvoller Prozess. :mrgreen:

Runde die letzte Kante in deinem Werk ab, serviere dem Leser die Moral von der Geschichte,
sende eine Botschaft für eine bessere Welt, sag was du schon immer sagen wolltest, aber bitte glaube nicht, dass der letzte Satz eine schlechte Geschichte retten kann.

Welche Art Ende bevorzugst du? Abgeschlossen oder offen?


Das kommt ganz auf die Geschichte an.
Viele Leute mit denen ich darüber gesprochen habe, mögen generell keine offenen Enden, sie wollen einen Abschluss, wie es sich der Geschichtenerzähler erdacht hat, aber da bin ich anders.

Mir gefällt es, wenn man mir Interpretationsspielraum lässt und ich mein perfektes Ende selbst erdenken kann.

Natürlich kommt es auch hier auf die Verhältnismäßigkeit an.

Wenn ich einen Epos lese der sich über mehrere Bücher oder zumindest einige hundert Seiten erstreckt und am Ende einfach kein einziger Handlungsstrang zu einem Ende geführt wird, kann mir das schon missfallen.
Wenn es jedoch eine Moral, also eine Botschaft gab und die Geschichte ansonsten in sich stimmig war, dann kann das Ende ruhig offen sein.

Welcher letzte Satz hat dich am meisten berührt?


"All was well." aus Harry Potter and the Deathly Hallows.

Dieser Satz war die Krönung für das Ende einer Saga, die mich über viele Jahre lang begleitet hat und deren Ende mir absolut missfallen hat.

Helfstyna hat geschrieben:
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich kann einen schlechten Anfang verzeihen. Ein schlechtes Ende nicht.


Trifft es auf den Punkt. Ein Werk - egal ob Buch oder Film - steht und fällt für mich mit dem Ende. Wenn mich das nicht überzeugen kann, hat das Ganze verspielt.
Für meinen Geschmack wird in letzter Zeit viel zu wenig Wert auf ein vernünftiges Ende gelegt, zu oft wird jeder Geschichte schon fast gewaltsam ein Happy Ending übergestülpt, egal wie unsinnig es erscheinen mag.

Absolut, das sehe ich genauso.
Rabenfuß
 
Beiträge: 417
Registriert: 27.10.2012, 16:24

Re: Der letzte Satz

Beitragvon ExUffz » 17.09.2013, 20:51

Bin eigentlich Anfänger, obwohl ich schon . . . 1974 . . . angefangen habe, zu schreiben.
Vieles in der neuen Rechtschreibung wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben . . .
Aber egal.
Meiner einer hat vor vielen Jahren einen Geschichtszyklus angefangen, der vier Teile beinhaltet. Nach Teil 4 soll die Sache abgeschlossen sein, deshalb hab ich mir auch ein schönes Ende ausgedacht, was jede Fortsetzung eigentlich ausschließt.
Dennoch gibt es im Handlungsablauf einiges, was Potenzial für neue Geschichten beinhaltet, nun tue ich mich schwer, dafür Abschlüsse zu finden. Ich möchte einige Episoden aufgreifen, die Zeitlich sehr weit auseinanderliegen und die zwar geschichtlich, aber nicht geschichtlich :) miteinander zu tun haben.
Ist es besser, jeweil einen Abschluss zu schreiben, oder das Ende relativ offen zu halten?
ExUffz
 
Beiträge: 7
Registriert: 17.09.2013, 20:23

Re: Der letzte Satz

Beitragvon alexmuelheim » 28.07.2014, 12:18

Hallo erstmal...

ACHTUNG SPOILER!!

Mein größter Schlusssatz ist auch gleichzeitig der erste Satz der Geschichte. Ich werde ihn niemals mehr vergessen.

Spoiler: Anzeigen
"Der Mann in schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm."


Spoiler: Anzeigen
Ich fand den ersten Satz immer bemerkenswert. Als ich dann 5000 Seiten und einige Jahre später ENDLICH zum Schluss der Saga kam, killte mich der letzte Satz. Er löste in mir Betroffenheit, Schock, Euphorie und Trauer aus, alles gleichzeitig. Die Leere, die sich anschließend in mir breitmachte, brauchte lange sechs Monate, um mit anderer Literatur gefüllt zu werden. Ich hatte einen echten King-Blues und wollte nichts mehr lesen, niemals mehr ein Buch anfassen.

Da scheint Roland, der Revolvermann endlich am Ziel seiner Obsession zu sein - uns er musste wahrlich eine Menge wegstecken - da gehts wieder von vorne los.


Dabei hatte ich noch Glück, alle sieben Bände in relativ kurzen Abständen gelesen zu haben. Fans, die !30! Jahre auf den Abschluss gewartet haben, werden dem geistigen Verfall nahe gewesen sein.
Zuletzt geändert von Julestrel am 29.07.2014, 09:47, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Spoiler-Tags hinzugefügt.
alexmuelheim
 
Beiträge: 7
Registriert: 28.07.2014, 12:04

Re: Der letzte Satz

Beitragvon orangelunar » 28.07.2014, 19:24

@alexmühlheim:
Absolut spannungskillend sind Spoiler, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Nun kann ich mir das Lesen dieser Buchreihe sparen. Vielen Dank auch. :evil:

@zum Thema:
Am liebsten sind mir Happy Ends und geschlossene Enden, offene mag ich nicht sonderlich. Allerdings muss das Ende stimmen sein, ein an den Haaren herbeigezogenes Happy End ist unbefriedigend.
Bittersüße Enden wie beim Film "Beim Leben meiner Schwester" haben auch ihren Reiz. (Das Buch endet anders und das ist so ein an den Haaren herbeigezogenes "Happy" End. Eine Wendung, die meiner Meinung nach überhaupt nicht passt.)
Offene Enden werden ja gerne benutzt, um Appetit auf das nächste Buch zu machen. Wenn es sein muss, okay, aber übertreiben sollte man es auch nicht. Ich habe vor Jahren mal einen Manga gelesen, da hing ich nach Band 16 zwei oder drei Monate total in der Luft, bis der nächste Band erschien. Das hat meine Begeisterung für die Geschichte so abgekühlt, dass ich eine längere Pause mit dem Manga eingelegt habe, mehr als nur besagte zwei, drei Monate. Am Ende habe ich dann die restlichen Bände übersprungen und nur das Ende des Abschlussbandes gelesen.
Benutzeravatar
orangelunar
 
Beiträge: 159
Registriert: 27.08.2013, 14:31
Wohnort: NRW

Re: Der letzte Satz

Beitragvon alexmuelheim » 29.07.2014, 09:25

@orangelunar:
Sorry, ich dachte, das wäre beim Thread-Titel "Der letzte Satz" klar... wollte dir nichts verderben. Ich habe eine Spoilerwarnung untergebracht.
alexmuelheim
 
Beiträge: 7
Registriert: 28.07.2014, 12:04

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Kachwurzt » 29.07.2014, 10:06

@alex:

Mal abgesehen vom Zusammenhang dieses letzten Satzes, finde ich ihn absolut furchtbar geschrieben. Liest sich, als wäre es von einem Grundschüler. Revolvermann? Was ist denn das für ein Wort? Erinnert mich an den Nasenmann von Helge Schneider. Gibt's auch ne Bratpfannenfrau?
Wer dämlich mit "h" schreibt, ist nämlich ...
Kachwurzt
Inaktiv
 
Beiträge: 161
Registriert: 24.07.2014, 10:16

Re: Der letzte Satz

Beitragvon alexmuelheim » 29.07.2014, 11:14

Hey Kachwurzt,

sorry, ich kann deiner Bewertung nicht folgen.
Mich würde aber interessieren, wie du das mit dem Grundschüler meinst. Findest du den Satz handwerklich schlecht? Wenn ja, warum?

Revolvermann ist, soweit mit bekannt, ein Neologismus, entstanden aus der Übersetzung des Originals "Gunslinger". Ohne den Kontext zu kennen, sagt es einem natürlich nichts.

Und bitte nichts gegen Helge schreiben! Als Mülheimer lasse ich natürlich nichts auf ihn kommen... ok, die Filme braucht kein Mensch, aber er ist ein hervorragender Jazz-Musiker.
alexmuelheim
 
Beiträge: 7
Registriert: 28.07.2014, 12:04

Re: Der letzte Satz

Beitragvon Kachwurzt » 30.07.2014, 09:01

Hallo Alex,

bitte nicht falsch verstehen. Ich liebe Helge! (sonst würde ich den Nasenmann wohl nicht kennen)

Zum Satz:

Ich weiß, dass es aus dem Turm-Zyklus von King ist und dass King ihn selbst einmal als einen seiner besten Sätze bezeichnet hat. Aber ... na ja ... die Übersetzung von Gunslinger zu Revolvermann? :fool:

Mich würde aber interessieren, wie du das mit dem Grundschüler meinst. Findest du den Satz handwerklich schlecht? Wenn ja, warum?


Ehrlich gesagt, ja. Ist nur meine persönliche Meinung.
Zum einen dieses unsägliche "und" - das hätte ich weggelassen. Aber am meisten stört mich eben der Begriff "Revolvermann". Der klingt so dämlich.
Man kann doch (bspw.) "free-rider" auch nicht mit "Freireiter" übersetzen oder den "haircutter" als "Haarschneider" betiteln.

Die Aussage und Positionierung des Satzes finde ich hingegen hervorragend.


Grüße - die Kachwurzt


EDIT: Wie lautet der Satz denn im Original? Evtl. ist er im Englischen viiiieel besser ...
Wer dämlich mit "h" schreibt, ist nämlich ...
Kachwurzt
Inaktiv
 
Beiträge: 161
Registriert: 24.07.2014, 10:16

Nächste

Zurück zu Schriftsteller-werden.de-Forum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste