Die Gegenwart der Zukunft?

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Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon vic24 » 18.02.2015, 21:19

Oder anders herum, wie sieht der futuristische Alltag aus? Ich habe genug Bücher von Leb und Szameit gelesen und weiss, wie man sich damals die Zukunft vorstellte. Mittlerweile ist sie (zum Teil) zur Gegenwart und zum Alltag geworden.
Wie also beschreibe ich eine zukünftige Zukunft, weil die von Gestern ist mittlerweile Geschichte.
Es hat sich in der Literatur nicht nur der futuristische Alltag verändert, Handlungsabläufe, Sichtweisen, zwischenmenschliche Details, vieles spiegelt bekanntermaßen die Gegenwart wieder und da beginnt mein Dilemma.
Auf welche Weise müsste ein Plot umgestaltet werden, damit ein zukünftiger Alltag auch plausibel erscheint.. Ein wenig habe ich damit meine Problemchen.

:shock:
Zuletzt geändert von Julestrel am 19.02.2015, 09:49, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Von "Kreatives Schreiben" nach "Weltenbau-Forum" geschoben.
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Aradir » 18.02.2015, 22:32

Ich würde dir vorschlagen, als allererstes mal deine Fragestellung zu überarbeiten.
So, wie sie jetzt ist, ergibt sie für mich keinen Sinn.
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Libelle » 19.02.2015, 00:35

Wenn du dich für die Gesellschaft der Zukunft interessierst, solltest du viel über die Menschheitsgeschichte und aktuelle politische, gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklungen lesen. Das, was dir besonders interessant erscheint, spinnst du weiter.

Welche Bedürfnisse haben Menschen? Essen, schlafen, Klogänge, ein soziales Leben, Hygiene. In der Zukunft wird das nicht anders sein. Wie können die Menschen diese Bedürfnisse befriedigen?

Du überlegst dir also ein Szenario und wie die Menschen darin (über)leben.

Beispiele für Ansatzpunkte:

A) Cyberpunk-Szenario: Stark industrialisierte und technisierte Welt, riesige Metropolen, Überbevölkerung.
B) Postapokalyptisches Szenario: Verseuchte Welt, wenige Ressourcen, verstreute Menschengruppen.
C) Zukunftsdystopie: Meinungsdiktatur, menschenfeindliche Ideologie, die aus utopischen Ideen heraus geboren sind, Rückschau auf tatsächliche Ereignisse, deren Wiederholung man vermeiden will.
D) Das Leben auf einer riesigen, (nahezu) autarken Raumstation. Wie Städte im Weltraum. Warum leben die Menschen dort. Wie lebt es sich so völlig abgekapselt von der Natur?

Mir ist nicht ganz klar, worin das Dilemma für dich besteht.

Auf welche Weise müsste ein Plot umgestaltet werden, damit ein zukünftiger Alltag auch plausibel erscheint.

Ich fürchte, das kann man nicht ins Blaue hinein sagen, sondern nur am konkreten Beispiel beurteilen. "Umgestalten" setzt voraus, dass schon etwas Vorhandenes da ist. Aber das kennst momentan nur du.
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon vic24 » 19.02.2015, 01:47

Welche Bedürfnisse haben Menschen? Essen, schlafen, Klogänge, ein soziales Leben, Hygiene. In der Zukunft wird das nicht anders sein. Wie können die Menschen diese Bedürfnisse befriedigen?

Du überlegst dir also ein Szenario und wie die Menschen darin (über)leben.

....

Mir ist nicht ganz klar, worin das Dilemma für dich besteht.


mein dilemma besteht aus mehreren problemen. das wahrscheinlich grösste ist, die dinge der zukunft zu beschreiben und in einen (futuristischen) alltag einzubinden.

Er zog das Smartphone aus der Tasche und Sekunden später erkannte er, dass die Drohne nicht mehr unter seiner Kontrolle war.


Erster Gedanke: Hammwaalleschon!

Sie nahm die Kontaktlinsen ab und stellte erschrocken fest, dass die erweiterte Realitet noch immer ihr Sichtfeld beeinflusste.


ok, tante kugel ist noch nicht ganz so weit und mikr0$aft werkelt noch an seiner ar-brille..

ich laufe zum einen der zukunft hinterher und das zweite problem hängt gleich dran: wie kann ich (in der heutigen zeit) etwas beschreiben, das grundsätzlich schon futuristisch und alltäglich ist? wie kann ich den leser dazu bringen, sich mit einer technologie zu identifizieren, die quasi in seiner hosentasche vibriert??? heute und jetzt. ich habe in den letzten jahren hunderte seiten durchsucht, die sich mit zukunftstechnologien befassen und die nach heutigem stand noch nicht möglich sind. das problem ist, dass der grundsätzliche teil dieser technologie bereits heute nicht mehr als futuristisch wahrgenommen wird..
ich möchte gerne vermeiden, dass etwas futuristisches vollends als alltäglich gelesen und wahrgenommen wird.
ein teil meines buches ist dem film immortal rückkehr der götter entnommen. (läuft am 04.03. auf kabel1) die filmische umgebung (nicht so sehrdie geschichte) ist für mich höchst spannend und interessant und etwas davon habe ich in meiner geschichte übernommen, ein weiterer (umgebungs)aspekt entstammt dem allseits beliebten fünften element.
ich weiss nicht so genau, wie ich diese umgebung insgesamt lebendig genug beschreiben kann und dem leser dann noch gleichzeitig details präsentiere, die er versteht und die dazu noch phantastisch sind, um sich vom gegenwärtigen zu unterscheiden. => das smartphone hat er, an hologrammen wird gebastelt und die kennt er ausserdem aus traumschiff enterprise, videochatten kann er auch. also was kommt als nächstes???


eine ganze liste unbeantworteter fragen..

:shock:
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Badabumm » 19.02.2015, 02:01

In der Zukunft wird nicht alles komplett neu sein. Auch heute fahren noch Autos von 1980 und die Lokomotiven der DB sind zum größten Teil über 30 Jahre alt... ;-) Der Jumbo-Jet wurde in den 1970ern entworfen. Es gibt eine neue Entwicklung (Smartphones, LCD-Bildschirme, Cloud usw.), aber das betrifft immer nur die Spitze des Eisbergs. Insofern wäre es nicht unmöglich, dass es immer noch Handmixer gibt oder Dosenöffner oder Strümpfe aus Baumwolle oder Büroklammern. Die digitale Invasion wird zwar überall Einzug halten, aber nicht jeder wird das neueste vom neuen besitzen, und nicht überall ist digital automatisch besser. Schon gar nicht, wenn man die Zunahme der Bevölkerung und die damit einhergehende Verarmung von Ressourcen berücksichtigt. Also kann man sich ausgewählte Entwicklungsstränge herauspicken, den Rest aber so belassen. Trinkwasserknappheit, Energieknappheit, Weltverschmutzung, Müll, Klimaveränderung, Mikroplastik, Genetik oder multiresistente Bakterien werden sicher ein Thema sein.

Apropos Genetik: wenn die Strammzellenforschung in diesem Thempo weitergeht, wird es in 30 Jahren vielleicht keine Amputationen mehr geben: Gliedmaßen könnten nachwachsen. Ungeborene werden schon heute (!) genetisch voruntersucht: bei Defekten gibts Abtreibung. Als Negativbeispiel könnten hingegen Pocken oder Kinderlähmung wieder aufflammen und neue Seuchen umgehen. Sie sind keineswegs ausgestorben... Alles hängt von der gesellschaftlichen Entwicklung ab; eine Rückkehr in ein brutales, primitives selbstgewähltes "Mittelalter" bahnt sich ja schon an...

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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon vic24 » 19.02.2015, 08:02

Alles hängt von der gesellschaftlichen Entwicklung ab; eine Rückkehr in ein brutales, primitives selbstgewähltes "Mittelalter" bahnt sich ja schon an...


In der Tat. Der futuristische Charakter der Zukunft ist somit baden gegangen. Frei nach einem Leser: Es lebe Mad Max!
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Aradir » 19.02.2015, 15:37

@vic: Du stellst eine wirklich unmögliche Aufgabe an die Leute hier im Forum.
Wir sollen dir irgendwie vorgeben, was möglich ist und/oder plausibel klingt.

Nun, sämtliche Science-Fiction kann stets nur von unserem Standpunkt aus extrapolieren. Die in den 50ern geschriebene sah Atomkraft als die Energiequelle der Zukunft an, und Lochkartenleser und dergleichen.
Die alten Perry Rhodan Teile sind in der Hinsicht wirklich interessant.

Aber: Natürlich ist es vollkommen unmöglich gewisse Technologien vorherzusehen. Der Computer war vor dem 2. WK bestenfalls als theoretisches Konstrukt in den Köpfen einiger Physiker vorhanden, Science Fiction-Autoren, wie Jules Verne haben demenstsprechend nichts in dieser Hinsicht geschrieben.
Genauso wie Science-Fiction im 20. Jahrhundert, also wieder vor allem 50er und 60er dann gewaltige Positronengehirne postuliert hat. Stattdessen haben unsere Smartphones heute mehr Rechenpower als früher ein ganzer Raum voller Elektronenröhre. Etc. etc.

Es gibt ein ganz paar Schriftsteller, die wirklich und wahrhaftig versuchen aus dieser Methode auszubrechen, beispielsweise habe ich mal einen Textabschnitt gesehen, wo jemand nach einer langen Unterlichreise zurückkam und vollkommen fremd war.
Da wuchsen dann Blumen in einer Art durchsichtigen Säule, bis dann eine Frau ihn anlachte, den Kopf in die Säule reinsteckte und die Blumen aufaß.

Aber die allermeisten Autoren, die heuzutage Science-Fiction schreiben, halten sich an eine Extrapolation der Zukunft, berücksichtigen also nicht die Quantensprünge, die immer mal wieder in der menschlichen Geschichte auftauchen und alle überraschen. Autoren wie Weber, Baxter, Reynolds, und gefühlte 99% aller E-Book-Autoren auf Amazon, aber auch Serien wie Star Trek, Star Wars, Battlestar Galactica,etc. pp. zeigen Zeug, das heutzutage schon vorstellbar ist.
Einfach deshalb, weil das die Zugänglichkeit natürlich enorm erhöht.

Es ist überhaupt nicht nötig (von möglich mal gar nicht zu reden) irgendwas zu erdenken, was man nicht schon heute schon in Ansätzen hat.
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon KingForcemode » 19.02.2015, 17:03

Die Frage kannst eigentlich nur du beantworten.

Es kommt erst ja vor allem auch darauf an, wie du deine Zukunft gestaltest.
Spielt die Geschichte im Jahr 4000 n.Chr. kann es möglich sein, dass wir auch schon auf dem Mars leben.
Wir Menschen wissen schon wie man den Mars zu einer Menschenfreundlichen Planeten machen kann.
Nur mit unserer aktuellen Technolgie wird das eben ewig dauern.
Ich würde mal vermuten, dass nach 2000 Jahren die Menschen geschafft haben einen gesunden Ökosystem auf unserer Erde zu bauen, während die Menschen auf dem Mars unzählige Industriegebiete aufbauen(Eisen sollte ja auf dem Mars geben, ob dort auch Kohle etc. gibt weiß eig keiner). In dieser Zeit würde vllt nur noch Art Spaceshuttles geben(oder besser Raumschiffe). Hier wäre möglich, dass die Menschen über 100 Jahre alt sein können, denn ich bin mir sicher, dass auch im Bereich Chirugie und Pharmakologie so weit entwickelt sind, dass selbst Krebs schwach wird. Und durch das Ökosystem und Geräte die, die Fähigkeit haben den Co² auf der Erde zu säubern, wäre das Essen auch gesünder. Rinder essen gesundes Gras und Menschen essen gesundes Salat(Von Gentechnik ganz zu schweigen). Ich wäre auch sicher, dass die Menschen von Robotern unterstützt werden(z.B. einen schwachen Menschen ins Bad legen). Vllt. gibt es bereits auch schwebende Autos (Aber da würde ich die Zeit eher auf weitere tausende Jahre setzen).
Ich bin mir sicher, dass nach 4000 Jahren immer noch Computer, Handys gibt, aber höchstwahrscheinlich weiterentwickelt.
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Sofian » 19.02.2015, 17:10

Ich stimme Aradir da weitestgehend zu. Im Grunde wird es viel von dem, was wir heute haben, auch in hundert oder zweihundert Jahren noch geben- nur in einer effizienteren Form. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass man irgendwann das Internet nicht mehr über Smartphones aufruft, sondern erst über Brillen, die als Display dienen, irgendwann dann vielleicht sogar über Implantate. Die Grundbedürfnisse des Menschen bleiben ja gleich: Nahrung, Hygiene, Fortpflanzung, Behausung und Kleidung, Vergnügen. Wenn du also nicht vollkommen radikal an diesen etwas änderst, dann wird sich auch an der Grundsituation nichts ändern- vieles bleibt für uns wiedererkennbar, da wir den Zweck nachvollziehen können. Da spielt es keine Rolle, ob der Ball, mit dem ich spiele, aus Leder oder einer ultraleichten Kunststoffverbindung besteht. Oder ob ich mich nun mit Schallwellen oder Wasser abdusche. :wink:

Nun gab und gibt es natürlich immer Quantensprünge in der Technik, die eine neue Entwicklung ermöglichen- die Dampfmaschine, die Elektrizität, der Verbrennungsmotor, die elektronische Datenverarbeitung, die Atomkraft, die Entschlüsselung der DNA- Dinge, die sich davor kaum einer vorstellen konnte und die deshalb auch kaum extrapoliert werden können. Nun kannst du natürlich versuchen, solche Entwicklungen "vorherzusehen" und zwar in dem Sinne, dass sie für dich und deine Geschichte passt. Wenn du einen Überlichtantrieb brauchst, dann könntest du die Entdeckung und Nutzbarmachung Exotischer Materie als solchen Quantensprung nehmen- und schon sind Konzepte wie der Alcubierre- Antrieb möglich. Oder du nimmst irgendeine Entwicklung auf dem Gebiet der Energie- mit dem Resultat, hochleistungsfähige Energiezellen herzustellen, die fossile Brennstoffe ersetzen. Oder oder oder... Nur solltest du nicht allzu viele dieser Dinge voraussetzen, sonst wird es zu surreal für den Leser/Zuschauer. Battlestar Galactica z.B. hat im Grunde nur den FTL- Antrieb und den Kraftstoff "Tylium" vorausgesetzt, der Rest ist mit heutiger Technik mehr oder weniger machbar/nachvollziehbar.

Kurzum: Schau, wie du die Bedürfnisse deiner Menschen möglichst effizient und, je nach Art der Zukunft bei dir, auch angenehm erfüllen kannst. Danach schau, welche Dinge dir fehlen, damit deine Story funktioniert, und schau, ob du diese aus heutiger Technik extrapolieren kannst. Wenn das absolut nicht geht, dann setze eine Entwicklung voraus, mit denen du sie erreichst.

@KingForcemonde: Noch 2000 Jahre bis zur Marskolonie? Wenn die Entwicklung der Technik so weitergeht, dann wird es die in den nächsten 200 Jahren geben, eine Forschungsstation vielleicht noch zu meinen Lebzeiten :wink: Wie die Welt in 2000 Jahren aussieht, können wir wohl genauso wenig extrapolieren wie die Römer unsere Zeit. Da stehen mal eben an die 100 technische Quantensprünge zwischen :wink:
Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.

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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon KingForcemode » 19.02.2015, 17:27

@Sofian
Das ist klar. Wir können es ja nicht vorraussagen, was danach passiert. Ich habe mal Berichte gelesen, dass Astronauten gibt, die bereit wären für immer im Mars zu leben. Aber damit der Mars genügend Sauerstoff bekommt, sodass die Menschen ohne Helme überleben können, würde vllt. etwas dauern. Denn man muss ja auch erstmal eine Atmosphäre erschaffen und andere Probleme beseitigen z.B. Versogrung, Temperatur etc. Ja, zugegeben 2000 Jahren wären vllt. übertrieben :)
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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon Bernd » 19.02.2015, 23:26

Also was mich betrifft, vic24, so habe ich ehrlich gesagt Dein Problem immer noch nicht wirklich durchschaut, obwohl ich hier mitgelesen hatte, was Du so geschrieben hast:
vic24 hat geschrieben:Auf welche Weise müsste ein Plot umgestaltet werden, damit ein zukünftiger Alltag auch plausibel erscheint.. Ein wenig habe ich damit meine Problemchen.

Hier habe ich nicht verstanden, inwiefern der Plot, also die Struktur Deiner Geschichte, verändert werden muss, um einen plausiblen Alltag darzustellen. Denn letzteres betrifft meines Erachtens doch eher Deinen Schreibstil, und nicht die Story, oder sehe ich hier was völlig falsch?

Dann wäre meine Antwort auf die Frage, wie man Alltag plausibel darstellt gewesen, dass die Alltäglichkeit sich auch in den Handlungen der Protagonisten widerspiegeln muss. Die Leute müssen die Technik ganz selbstverständlich benutzen ohne ihrer Funktionsweise zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Du benutzt einen Computer ja auch, aber denkst nicht ständig darüber nach, was er warum macht (außer Du bist Windows-Nutzer :lol: ). Das muss sich dann auch in der Sprache des Autors wiederfinden. Aber wiegesagt, dies WÄRE meine Antwort. Doch dann schreibst Du:
vic24 hat geschrieben:ich möchte gerne vermeiden, dass etwas futuristisches vollends als alltäglich gelesen und wahrgenommen wird.

Und das steht im klaren Widerspruch zu meinem Rat, den ich Dir geben wollte. Also muss ich mich fragen, was Du willst!
vic24 hat geschrieben:das problem ist, dass der grundsätzliche teil dieser technologie bereits heute nicht mehr als futuristisch wahrgenommen wird..

Warum ist das ein Problem? Du wolltest doch, dass der futuristische Alltag plausibel erscheint. Da müsste das Dir doch genau in die Hand spielen.
vic24 hat geschrieben:wie kann ich den leser dazu bringen, sich mit einer technologie zu identifizieren, die quasi in seiner hosentasche vibriert???

Niemand identifiziert sich mit Technologie. Aber man kann sie zum Teil seines Alltags machen. Und das tun Leute doch schon. Da brauchst Du nichts zutun. Daher nochmal: Es tud mir leid, aber ich weiß nicht, worin genau Dein Problem und Deine Frage besteht...

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Re: Die Gegenwart der Zukunft?

Beitragvon vic24 » 20.02.2015, 08:38

Daher nochmal: Es tud mir leid, aber ich weiß nicht, worin genau Dein Problem und Deine Frage besteht...


Im Grunde habt ihr die Frage schon beantwortet.

Warum ist das ein Problem? Du wolltest doch, dass der futuristische Alltag plausibel erscheint. Da müsste das Dir doch genau in die Hand spielen.

vic24 hat geschrieben:wie kann ich den leser dazu bringen, sich mit einer technologie zu identifizieren, die quasi in seiner hosentasche vibriert???


Danke für die Kommentare bisher!!

Das hier hätte ich vieleicht noch erwähnen sollen
Denn letzteres betrifft meines Erachtens doch eher Deinen Schreibstil, und nicht die Story, oder sehe ich hier was völlig falsch?

aber mir ging es bei der Frage auch um das Grundsätzliche. Der Stil ist die eine Sache und ich merke, dass ich dabei die falsche Sichtweise hatte. Bisher hatte ich mich an Lem und Szameit orientiert und stelle fest, das war der Fehler. Wenn ich mir alle Postings durchlese dann wird mir klar, dass ich etwas machen wollte, was so, wie ich es wollte, nicht funktioniert. Ich neige dazu, Vergleiche anzustellen, was war, was ist und was einmal sein wird.
Es kommt erst ja vor allem auch darauf an, wie du deine Zukunft gestaltest.

Nun, sämtliche Science-Fiction kann stets nur von unserem Standpunkt aus extrapolieren.


Es ist mir nun klar, dass ich stilistisch meinen eigenen Weg gehen muss und mich nicht an anderen »orientiere«, wie bisher. Das war das grundsätzliche Problem. Man möge mir verzeihen, wenn ich das nicht auf den Punkt gebracht habe, :mrgreen:

Über einen Punkt habe ich jedoch nicht nachgedacht:
Aber die allermeisten Autoren, die heuzutage Science-Fiction schreiben, halten sich an eine Extrapolation der Zukunft, berücksichtigen also nicht die Quantensprünge, die immer mal wieder in der menschlichen Geschichte auftauchen und alle überraschen. Autoren wie Weber, Baxter, Reynolds, und gefühlte 99% aller E-Book-Autoren auf Amazon, aber auch Serien wie Star Trek, Star Wars, Battlestar Galactica,etc. pp. zeigen Zeug, das heutzutage schon vorstellbar ist.
Einfach deshalb, weil das die Zugänglichkeit natürlich enorm erhöht.

Danke!! Das ist der entscheidende Hinweis!
Wenn ich nämlich danach gehe und und das betrachte, was ich geschrieben habe, dann ist der bisherige entwurf meiner Geschichte doch nicht so verkehrt und meine bisherigen Zweifel unbegründet. Ich werde Teile davon bei nächster Gelegenheit hier im Forum posten.
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