Die Macht deines Namens

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Die Macht deines Namens

Beitragvon Jacky » 13.12.2007, 09:14

Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Die Macht deines Namens [2]

Für welchen Namen hast du dich entschieden?
Wie bist du darauf gekommen?
Du hast in jedem Augenblick die Freiheit zu entscheiden was wichtig ist und wie du darauf reagierst.

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Beitragvon Kuroi » 13.12.2007, 10:42

Also, einen Namen für einen Charakter zu finden ist wahrlich nicht immer leichte Kost.

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, dass ich zuerst einmal in groben Zügen die Eigenschaften des Charakters festlege, meistens ist das ganz am Anfang eine Stichpunktliste, was er für Verhalten und Ansichten besitzt. Anhand dieser Definition weiß ich schon einmal in einer groben Richtung, was für ein Charakter ich da vor mir zu haben gedenke, also ob er eher ein aufgewecktes Kerlchen, oder ein spießiger Kleinbürger, oder ob er vielleicht sogar ein kleiner Krimineller ist?

Und nun kommt bei mir der Klang des Namens ins Spiel, denn im Grunde genommen versuche ich dann einen Namen zu finden, dessen Klang in ungefähr diesen stichpunktartigen Eigenschaften anhand der allgemeinen mit selbigen verknüpften Assoziationen entspricht. Um bei den Beispielen zu bleiben hätte dann das aufgeweckte Kerlchen einen eher hell klingenden Namen, und der Spießbürger dann einen kurzen, eher unbetonten.

Hilfsmittel dabei sind ebenfalls Namenslisten von Babyseiten, oder aber, was sich im Fantasybereich ganz nett anbietet, Fremdsprachen von (in abgewandelten Form der Worte) Latein, bis hin zu Elbisch von Tolkien, oder komplett neue Schöpfungen, wobei ich auch hier darauf achte, dass der Klang zu den Eigenschaften passt.

Der Nachname wird dann in einem ähnlichen Verfahren ausgewählt.

Ich denke mal, jeder hat da seine eigenen individuellen Vorgehensweisen, und rein prinzipiell gibt es kein richtig oder falsch. Selbst wenn der Charakter einen absolut "bescheuerten" Namen hat (Wobei auch das sehr individuelle Ansichten sind), was kann er dafür, wenn seine "literarischen Eltern", also seine Mutter und sein Vater innerhalb der Geschichte ihn so genannt haben?
Klar, der Autor gibt dem Charakter den Namen, aber prinzipiell gesehen hat ja jeder seinen Namen von den Eltern bekommen, und ein literarischer Charakter hat wohl dann sowas wie literarische Eltern (außer er ist ein Retourtenkind in einem postapokalyptischen Zukunftsroman in einer fernen Dystopie oder sowas in der Art :lol: ).

Liebe Grüße, Kuroi
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Beitragvon Jacky » 13.12.2007, 11:43

Guten morgen Kuroi,
vielen Dank, dass du deine Gedanken mit uns teilst :)

Über den Punkt mit den Eltern habe ich auch lange nachgedacht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es wichtiger ist, dem Charakter einen Namen zu geben, mit dem der Leser ihn leiden kann, als gerade an diesem Punkt zeigen zu müssen, dass seine Eltern Idioten waren.

Für den Fall dass seine Eltern ihn so gehasst haben, dass sie ihn unbedingt "Rosa Schlüpfer" oder "Peter Silie" nennen mussten denke ich mir immer einen zweiten Namen aus. Denn wenn ich so hieße, dann würde ich mich nirgendwo so vorstellen.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich heiße Jacqueline. Als ich für ein halbes Jahr nach Amerika ging wusste ich aus Erfahrung, das Amerikaner diesen Namen gerne Vergewaltigen, am liebsten "Jääklen" oder so :shock:. Also habe ich mich immer mit "Jackie" vorgestellt, Jackie Chan kennt jeder, das konnten sie aussprechen, kein Problem 8). Das war reiner Selbstschutz und ich habe es nie bereut. Ich kann mir vorstellen, das auch Edeltraut Humperdink sich von ihren Metalband Kollegen eher Eddy nennen lassen würde.

Natürlich ist das nicht ihr "wirklicher" Name. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich sie 90% des Buches so nennen würde (außer wenn ihre Eltern zu Besuch sind), ist "Eddy" das, was ich als ihren Charakternamen bezeichne.
Vielleicht ist das auch nur Wortklauberei. Auf jeden Fall sollte es gut überlegt sein, bevor du dich endgültig entschließt deinem Charakter einen (und nur einen) blöden Namen zu geben.

Übrigens finde ich den Vergleich mit den Eltern einfach genial. Ich fühl mich jedes Mal als würde ich Mama werden, wenn ich einem Charakter seinen Namen gebe.

Du schreibst, dass du den Namen erst gibst, wenn du den Charakter schon ein bisschen kennst. Heißt das, der Charakter existiert eigentlich schon komplett bevor du ihm einen Namen gibst? Oder ist er nur eine rohe Skizze, ein Stereotyp, der einen Namen bekommt und noch mit Leben gefüllt werden muss?

Ich selbst orientiere mich auch immer sehr am Klang. Wie ich im Beispiel (siehe Artikel) auch geschrieben habe, verwende ich meinen nackten Stereoypen um zu wissen wie sein Name klingen soll. Dadurch, dass ich den Namen vorher schon kenne entwickeln sich seine Eigenschaften sehr individuell.

Auch wenn "Georg Sandman" und "Hans Berend" beide kompetent und autoritär klingen, würden (bei mir) zwei völlig unterschiedliche Charaktere dabei herauskommen, würde ich sie weiter entwickeln. Das ist der Hauptgrund, warum ich den Namen so sehr an den Anfang gepackt habe. Das und die Tatsache dass, wenn ich ihn am Ende wählen möchte, es scheinbar keinen Namen mehr geben will, der Hundertprozentig passt. Im Gegensatz dazu, wenn ich ihn am Anfang aussuche und dann sein Leben quasi darauf zuschneide.

Geht dir das ähnlich?
Was denken die Anderen?

lg
Jacky ;)
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Beitragvon Kuroi » 13.12.2007, 13:34

Mhhh, also der Name richtet sich bei mir definitiv nach den Charaktereigenschaften und nicht umgekehrt. Ob dies nun der Realität entspricht oder nicht, sei mal dahin gestellt aus zwei unterschiedlichen Gründen.

Wenn ein Mensch neu geboren wird, und die Eltern ihm einen Namen schenken, dann ist das ein von ihnen persönlicher Name, welcher ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen gefällt, sei es der Klang, sei es, weil der Pate so heißt oder auch, weil eine bestimmte Bedeutung dahinter steckt. Jedenfalls wissen die Eltern in dem Fall noch nicht, welche Charaktereigenschaften das Kind hat. Von diesem Gesichtspunkt aus müsste man den Namen also erst mit vierzehn oder sechzehn Jahren oder sogar noch später vergeben.

Was bei einem literarischen Charakter für eine Namensgebung nach den Eigenschaften spricht und nicht umgekehrt, ist meines Erachtens die Tatsache, dass ein Charakter nicht aufgrund seines Namens zu dem wird, was er ist (also seine Eigenschaften bekommt), sondern erst durch Erfahrungen, Taten und immer fortlaufender Entwicklung wächst und zu dem wird, was man dann in diesem Schnappschuss seines Lebens, in welchem die Geschichte spielt, von ihm kennen lernt.

Ich greife mal ein wenig in die Erfahrungskiste...
Ich persönlich bin "Papa" von doch schon einigen Charakteren aus unterschiedlichen Genren. Der Charakter entsteht aus der Eingebung heraus, vielleicht eine zündende Idee, vielleicht, weil ich ihn irgendwann mal im Traum gesehen habe, Motivationen gibt es da unzählige. Ich weiß in ungefähr, was der Charakter ist. Das ist so, wie wenn sich zwei Menschen zum ersten Mal begegnen und ein wenig gegenseitig beschnuppern. Klar, von einem tiefgründigen Kennenlernen kann man erst sprechen, wenn man sich schon seit vielleicht einem, zwei oder mehr Jahren kennt. Aber man glaubt gar nicht, wieviele Informationen über einen Charakter in der allerersten Begegnung stecken...

Dann kommt der Name dran.

Was den weiteren Verlauf der Charakters betrifft, so lerne ich ihn mehr und mehr kennen, selbst im Verlauf des Schreibens seiner Geschichte bekommt er immer mehr Facetten...
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Beitragvon blutroter_engel » 13.12.2007, 18:41

Also mein Protagonist hat schon seit langem einen Namen und eine äußere Gestalt.
So einige Eigenschaften hat er auch schon, also grob steht er schon, aber der Name ist bei mir auf jeden Fall das erste, was der Charakter bei mir bekommt.

Ich habe immer ein grobes Bild, wie der Charakter aussehen soll, was für einen Eindruck er auf mich macht und was für eine Rolle er in der Geschichte spielen soll bzw könnte.
Danach suche ich meistens den Namen aus.
allerdings meistens nur den Vornamen, die Nachnamen benutze ich so selten in der Geschichte, dass ich mir darüber meistens keine Gedanken mache. Nur wenn ich sie aus irgendeinem Grund wirklich brauche, suche ich mir dann einen, ansonsten eben keinen.

Na ja, und die Namen lasse ich mir meistens selber einfallen. Ich überlege, welche Silben und Buchstabenkombinationen ich vielleicht gerne im Namen hätte und bastel mir daraus dann den Namen. Eher seltener benutze ich Tabellen oder Internetseiten mit Namen, und wenn dann nur eine ganz bestimmte, wo ich auch gleich die Bedeutung des Namens sehe und daraus auch ableiten kann, ob der Name zum Charakter passt oder nicht ^^

Ganz viele liebe Grüße
der Engel
Jede Begegnung, die unsere Seele berührt,
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Beitragvon Jacky » 13.12.2007, 21:59

Natürlich bleibt es am Ende Geschmackssache. Deshalb ist es wie bei allen anderen Teilen des Kurses auch, du kannst es gleich machen, einen Platzhalter wählen, oder einfach auf später verschieben.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass es mir schwer fällt jemanden zu entwickeln, der noch keinen Namen hat. Mein Verfahren ist ziemlich dicht an dem, was du, blutroter_engel, auch schreibst.

Aber wann auch immer das "Kind" jetzt seinen Namen bekommt, schön, das wir uns alle in dem Punkt einig sind, dass er zum Charakter passen muss. Meiner Meinung nach einer der wichtigsten Punkte überhaupt.

Was mich noch interessieren würde, wenn ihr Internetseiten benutzt, welche sind das denn dann?
Welche könnt ihr besonders empfehlen?

lg
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Beitragvon Drachenreiter » 22.05.2008, 18:15

Hallo Leute.
Bin ganz neu hier... und nur per Zufall (der in diesem Fall Wikipedia heißt) auf dieses Kleinod der deutschen Forengemeinschaft gestoßen.

Also ich arbeite momentan an meinem ersten großen Projekt, einer längeren Fantasygeschichte.

Also mit Namen tu ich mich auch häufig schwer, allerdings eher bei Geografischen. Denn ich muss halt nicht nur einen Charakter erfinden sondern eine ganze eigene Welt. - Hab ich gerade "muss" gesagt? Ich meinte natürlich "will".
Naja, den Vornamen für meinen Protagonisten hab ich schon, aber dank dieser kleinen Tippsammlung überarbeite ich den Nachnamen noch einmal, denn er gefällt mir nich mehr.

Jackie, wenn ich das richtig sehe, hast du dir die ganze Mühe damit gemacht. Vielen Dank an dieser Stelle, du hast mir sehr geholfen! :D

Aber zurück zu meinem Protagonisten.
Eigentlich hatte ich nur die Idee, das ich mal was größeres als Kurzgeschichtchen schreiben wollte und dann war da auf einmal der Name. Ich weiß nicht, woher er kam, aber er war einfach da und er hat mir gefallen.
Genau genommen hatte ich erst den Namen des Protagonisten und danach hab ich die Welt erfunden. Ist zwar eigentlich grade umgekehrt, aber dadurch passt der Name wieder in die Welt, finde ich.

Naja, ansonsten haben sich bei mir mehrere "Verfahren zur Namensgebung" etabliert.
1. Ich nehme einfach einen realen deutschen Namen, schreib ihn auf ein Blatt Papier und bastel solange mit Änderungen herum, bis was neues dabei herausgekommen ist, das mir gefällt. Mitunter hat es dann überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem Anfangswort.
2. Ich stell mir die Person oder das zu benennende Etwas vor und such mir einen Anfangsbuchstaben aus, nach Klang und nach Aussehen, denn ich muss den ja dann auch schreiben. Naja, und so suche ich mir dann den Rest des Namens zusammen. Ich denke dann so Dinge wie "Wieviele Silben?" "Getrennte Silben?" oder "Welche Vokale?"
3. Ich leg mich hin, hab meine ureigene private Ruhe um mich herum und "spiel" mit Buchstaben und Wörtern herum, bis etwas brauchbares dabei herauskommt.

So, zum Schluss grüße ich noch alle und sag mal, dass mir dieses Forum wahrscheinlich sehr helfen wird bei meiner Aufgabe...

Falls ich jetzt etwas von den Regeln übersehen habe, entschuldige ich mich schonmal, aber ihr habt hier schon relativ hohe Ansprüche, das muss man schon zugeben. Aber es soll mich nicht stören. :wink:

Mit freundlichen Grüßen,

Drachenreiter
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Beitragvon Jacky » 23.05.2008, 08:17

Hallo Drachenreiter,

vielen lieben dank, dass du deine Methoden mit uns teilst. Das sind wirklich gute Ansätze. Besonders die "Ableitung" von deutschen Namen finde ich interessant:

:?: Mit welchem Namen beginnst du, wonach suchst du den aus?
:?: Wie genau finden diese "Änderungen" an dem Namen statt, was änderst du, nach welchem Schema?

Ich muss gestehen, dass du mich jetzt schon ziemlich neugierig gemacht hast, wie dein Protagonist heißt. Natürlich kann ich verstehen, wenn es ein Geheimnis bleibt.

Dann hast du mich mit deinem Beitrag noch auf eine Frage gebracht: Wie gehst du an die Erschaffung deiner Welt heran?
Weil das aber ein bisschen offtopic ist, habe ich dazu ein neues Thema erstellt "Eigene Welt erschaffen - Wie machst du das?", und würde mich freuen, wenn du deine Antwort dort posten könntest.

Regeln hast du übrigens keine übersehen, die Ansprüche die wir hier stellen sind aus unserer Gemeinschaft erwachsen auf die ich (wie ich an dieser Stelle gerne einmal gestehen möchte), ziemlich stolz bin. Weil sie es alle schaffen höflich zu bleiben und trotzdem konstruktive Kritik zu liefern (und nicht nur wischi-waschi-ach-wie-toll).

lg
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Beitragvon Drachenreiter » 23.05.2008, 10:50

Hallo Jackie,

Danke für die herzliche Aufnahme.
Ich werde mir demnächst, sprich heute noch, den "Welten-Thread" zu Gemüte führen und etwas über meine Welt sinnieren, vielleicht helf ich ja jemandem mit meinem Gewäsch. :wink:
Aber zurück zum Thema und den Namen.
Also so wahnsinnig häufig habe ich die Änderungsmethode noch nicht angewendet.
Aber hier mal ein Beispiel:
Am Freitag vor Pfingsten hat meine Klassenstufe einen Ausflug nach Dachau gemacht. (ich denke ihr wisst, was dort war)
Naja, unterwegs habe ich im Bus gelesen und an der Welt gebaut.
Und dann war da diese Raststätte, namens Leipheim.
Zuhause, am nächsten Tag, hab ich einfach den Namen Leipheim genommen und versucht, ihn umzubauen und für meine Welt zu nutzen.
Als erstes ist das "Heim" gekickt worden, weil es einfach zu deutsch klang.
Das Lei gefiel mir recht gut, ich brauchte also nur noch eine zweite Silbe.
Naja und dann ist mir so spontan intuitiv die Silbe "San" eingefallen, wie bei "San Domingo" oder so...
Also hatte ich dann Leisan... fertig war der Kuchen.
Und seitdem heißt der Geburtsort und Handlungsort des Prologs Leisan.

Hmm, irgendwie hab ich das Gefühl, dass es dieses Wort schon bei Star Wars gibt, ich weiß nicht warum, aber das Gefühl ist da. Kann mir jemand sagen, ob es den Namen dort gibt??

Achja, ich erhebe mal Anspruch auf den Namen und den Ort, ihr dürft ihn nicht weiterverwenden. :wink: Man weiß ja nie... und ich hab sogar schon einen Gebäudeplan des Ortes... Also Schöpfungshöhe dürfte gegeben sein...

Mit freundlichen Grüßen,

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Beitragvon silkfalcon » 09.06.2008, 18:52

Namen zu erfinden, noch dazu passende, ist wie ich finde das schwierigste am schreiben. Besonders beim Namen für den Protagonisten kann ich mich nie entscheiden, deshalb bin ich momentan dazu übergegangen mich um die Entscheidung zu drücken indem ich einfach einen Ich-Erzähler verwende dessen Name nie erwähnt wird. :P
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Beitragvon Larael » 09.06.2008, 19:13

Für Nebenfiguren fällt es mir nie schwer, Namen zu finden, aber für die Hauptfiguren ist es immer ein elendes Theater! Ich will mittendrin immer den Namen doch noch ändern. Bin gerade wieder dabei, es mir zu überlegen.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass immer, wenn ich mir besonders originell vorkam und dachte, ich hab den mega-neuen Namen gefunden, nie dagewesen etc.
Irgendwann stolpert man immer über diese Namen. Es scheint keine Namen mehr zu geben, die es nicht irgendwo anders auch schon gibt. :roll:
Leben - es gibt nichts Selteneres auf der Welt. Die meisten Menschen existieren nur.
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Beitragvon Amaranta » 29.08.2008, 15:52

Ich habe jetzt auch eine Fantasygeschichte begonnen. Für die Namensfindung habe ich oft mein Lateinwörterbuch genommen und die Wörter, deren Bedeutung dem Charakter einer Figur entsprechen so verändert, dass sie sich wie Namen anhören. Einmal habe ich auch ein englisches Wort genommen oder einfach reale Namen, deren Bedeutung passte.
Winter has come for me, can't carry on. The chains to my life are strong but soon they'll be gone. I'll spread my wings one more time.
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Beitragvon Drachenreiter » 06.09.2008, 23:32

Achja, ich brauch auch grade wieder einen Namen...und find keinen.

Ich weiß jetzt schon so grob, wer mein Charakter ist und die Namen der Eltern und Großeltern und des Bruders hab ich auch schon. Aber für den Prot fällt mir nichts ein. :roll:

Mal ne Frage an euch: Inwieweit haltet ihr es für sinnvoll und/oder machbar, einem Prot einen Namen zu geben, den er selber nicht mag?
Mein Prot würde sich zum Beispiel tierisch aufregen, wenn er wie einer der größten Krieger der Geschichte heißt, z.b. Halgon. Das passt so gar nicht zu ihm und alle anderen sehen das und machen sich deshalb über ihn lustig. :(
Was haltet ihr von so einer Namensgebung? Lustig oder Atmokiller?

Mit freundlichen Grüßen,

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Beitragvon Jacky » 08.09.2008, 09:11

Generell: Warum nicht?

Bei komplett ausgedachten Namen hast du es immer einfacher, weil dein Leser von sich aus nichts in den Namen hineininterpretiert. Und es bekommen eben nicht alle Kinder, Namen die sie auch mögen.

Auf der anderen Seite gebe ich zu bedenken, dein Held muss die ganze Geschichte über mit diesem Namen leben. Wenn er sich am Ende selbst in einen Krieger verwandelt und dann vielleicht sogar froh ist über den Namen, Andere ihn mit Respekt aussprechen, dann ist das vielleicht eine Überlegung wert. Wenn der Spott nur dann "anwendbar" ist, wenn man ihn besser kennt, er aber hauptsächlich unterwegs ist und deshalb nur selten verspottet wird, auch okay. Aber wenn das ein absoluter dauerbrenner ist ...

Mal angenommen er heißt Pubarschnknall (nicht lachen, so heißt ein Bier hier in der Gegend :P Wer's probieren will muss zum Forentreffen kommen *Werbetrommel rühr*), dann ist das vielleicht beim ersten Mal witzig. Aber eine Verspottung ist absolut unumgänglich. Beim ersten Mal ist es auch noch interessant wie er damit umgeht, aber spätestens bei der dritten unumgänglichen Verspottung wird es laaangweilig ... Wenn du verstehst, was ich meine 8)

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Beitragvon Berluca » 29.09.2008, 16:40

Hui hier gibt es aber schon viele Meinungen zu diesem Thema, :shock:
Also ich wusste ja schon, dass das Wesen und Drumherum eines Chrackters in gewisser Weise ausschlaggebend ist, wie sein Name zum Schluss werden soll/wird. Er sollte eben passen! Aber PASSEN, darunter versteht ja jeder etwas anderes. ich denke es liegt auch an dem Geschmack des Schreibers wie er seinen Charakter denn nun nennt, Wenn mir der Name Carla nunmal überhaupt nicht gefällt, dann finde ich es auch Sinnlos sich damit zu quälen, jedesmal diesen Namen schreiben zu müssen! Mir persönlich sind Klang und Bedeutung sehr wichtig, allerdings habe ich auch schon über Namchname gegrübelt, ich wüsste nicht im Geringsten welchen ich wählen sollte. Nur eins ist mir bisher oft aufgefallen: Vor und Nachname beginnen oft mit dem selben Buchstaben, was ich manchmal sehr gut finde, aber nur solange es nicht lächrlich klingt!
Solange
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