Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

Thriller, Grusel, Spannung

Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo ihr Lieben,

auch ich habe mich spontan entschlossen, eine kleine Geschichte für den Faschingswettbewerb zu schreiben. Nach radikalem Kürzen sind nun noch 499 Wörter übrig. Viel Spaß beim Lesen. Natürlich freue ich mich, wie immer, über eure Kommentare. :)

Thema: "Närrische Zeit"
Genre: egal
Umfang: Kurzgeschichte mit maximal 500 Wörtern


Es war weit nach Mitternacht und immer noch wurde die Piazza San Marco von Maskenträgern in prachtvollen Kostümen und zahlreichen Touristen bevölkert. Matteo Bertani lehnte sich lässig an eine der Säulen des Bogengangs und beobachtete fasziniert das bunte Treiben. Er liebte das Flair des venezianischen Karnevals, das sich mit nichts auf der Welt vergleichen ließ. Er roch den Duft von Espresso und lauschte der Musik und dem lauten Gelächter der Erlebnishungrigen, die unbeschwert durch die frostige Nacht flanierten. Eine Gruppe, vermutlich deutscher, Touristen erregte plötzlich seine Aufmerksamkeit. Diese verdammten Narren gaben sich tatsächlich die Blöße, dieses berauschende Fest der Sinne durch das Tragen alberner Sträflingskostüme zu entweihen. Verächtlich verzogen sich Bertanis Mundwinkel hinter der schwarz-goldenen Maske. Als ein fettleibiger Mittvierziger begann, aus voller Kehle „Oh sole mio“ zu grölen, wandte er sich angewidert ab. Diese Nacht gehörte ihm und er würde sie sich nicht verderben lassen.

Wo blieb nur seine Begleiterin? Sie hatte dem Wein reichlich zugesprochen, hoffentlich war sie nicht auf der Toilette eingeschlafen. Ein Grinsen überzog sein Gesicht. Er konnte es immer noch nicht fassen, wie einfach alles gegangen war. Nach ein paar Tänzen war sie nicht mehr von seiner Seite gewichen. Sie schien seinem muskulösen Körper und seiner dunklen Samtstimme verfallen zu sein. Während er schon einen Blick auf ihr recht hübsches Gesicht werfen durfte, hatte sie ihn noch nicht ohne Maske gesehen. Das störte sie auch nicht im Geringsten – im Gegenteil, es erregte sie. Sie hatte keinen Hehl daraus gemacht, dass sie auf ein amouröses Abenteuer aus war.

Die Tür des Restaurants öffnete sich und Adela, so hieß seine Eroberung, trat hinaus in den Arkadengang. Sie hatte ihre Federmaske abgenommen und Bertani registrierte beiläufig, dass sie ein neues Makeup aufgelegt hatte. Sie lächelte und wippte kokett auf den Zehen. „Und nun? Auf ins Getümmel, zu mir oder zu dir?“
Unbändiges Verlangen stieg in ihm auf. Am liebsten wäre er an Ort und Stelle über sie hergefallen, doch er musste sich in Geduld üben. Er fuhr mit den Händen durch ihr Haar und zeichnete die Konturen ihres Gesichts nach. „Zu mir“, stieß er heiser hervor. Sie hakte sich lachend bei ihm unter und ließ sich bereitwillig in eine unbelebte Seitengasse ziehen.

Bertani zog zwei Piccolo aus der Manteltasche. „Lass uns auf diese Nacht anstoßen!“
Nicht ahnend, dass der Rotwein mit Rohypnol versetzt war, setzte sie die Flasche an die Lippen. „Zum Wohl, mein geheimnisvoller Maskenmann.“
Er zog sie weiter, bog immer wieder in neue Gassen ein. Er war seinem Ziel so nahe. Natürlich, er war jedes Jahr nach Südamerika geflogen und hatte sich Straßenmädchen gesucht, die niemand vermisste. Das hier war etwas Anderes - eine Premiere. Der Lärm von der Piazza San Marco war bereits weit entfernt. Über Adela legte sich eine bleierne Müdigkeit. „Sind wir bald da?“
Er riss sich die Maske vom Gesicht. „Sieh mich an!“, befahl er barsch. Erschrocken hob sie den Kopf. Er legte seine Hände um ihren Hals. Das Letzte, was sie wahrnahm, waren eiskalte Augen, in denen die Mordlust glitzerte.

von Biotika

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallöchen,

was mir aufgefallen ist:
Biotika hat geschrieben:Eine Gruppe(Komma) vermutlich deutscher Touristen(Komma) beanspruchte plötzlich seine Aufmerksamkeit.
Hier bin ich mir nicht so sicher, aber ich glaube, hier fehlen die Kommas.

Biotika hat geschrieben:Als ein fettleibiger Mittvierziger begann,

Das klingt einfach nicht gut...vor allem auch, weil es sich reimt.
Besser: Als ein fettleibiger Mann mittleren Alters begann(...)

Sonst hab ich nichts gefunden.

Die Geschichte war wirklich gut und auch sehr spannend! Schade, dass wir nur max. 500 Wörter benutzen dürfen, sonst hätte ich gerne mehr gelesen! :) Ich hoffe, dir mit meinem Beitrag geholfen zu haben!

lg, bebe

lg, bebe

von bebe_young

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo bebe_young,

ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar! :D

Biotika hat geschrieben:Eine Gruppe(Komma) vermutlich deutscher Touristen(Komma) beanspruchte plötzlich seine Aufmerksamkeit.


Hier bin ich mir nicht so sicher, aber ich glaube, hier fehlen die Kommas.


Menno ... Ich hatte sie erst drin, dann habe ich sie wieder rausgenommen. Ich bin mir an dieser Stelle allerdings auch nicht sicher. Vielleicht findet sich noch jemand ein, der es ganz genau weiß. *lach*

Biotika hat geschrieben:Als ein fettleibiger Mittvierziger begann,


Das klingt einfach nicht gut...vor allem auch, weil es sich reimt.
Besser: Als ein fettleibiger Mann mittleren Alters begann(...)


Ich werde mir darüber noch mal Gedanken machen. Auf jeden Fall danke ich dir für den Hinweis, wie diese Stelle auf dich als Leser gewirkt hat. Ich finde solche Feedbacks immer sehr wichtig, weil einem sowas in eigenen Geschichten oft nicht auffällt.

Die Geschichte war wirklich gut und auch sehr spannend! Schade, dass wir nur max. 500 Wörter benutzen dürfen, sonst hätte ich gerne mehr gelesen! :)


Freut mich sehr, dass dir die Geschichte gefallen hat. Vielen Dank für die lobenden Worte! :)

Liebe Grüße,
Biotika

von Biotika

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo Biotika,

erst einmal auch von mir ein "wunderbar gemacht"^^

Was die umstrittene Kommatasetzung angeht:
Du musst den Hauptsatz herausfiltern. Dann steht da: "Eine Gruppe Touristen beanspruchte plötzlich seine Aufmerksamkeit."
Also muss an den Rest ein Komma. Es handelt sich um ein Attribut, das bei "Gruppe" steht und diese näher erläutert. Es müssen daher zwei Komma gesetzt werden:
"Eine Gruppe, vermutlich deutscher, Touristen beanspruchte plötzlich seine Aufmerksamkeit."

Ansonsten: Wirklich eine kleine und schöne Geschichte. Aber ich finde, dass sie unter der Kürzung gelitten hat. Das Ende kam mir viel zu plötzlich (ich hätte den Tod in der Wohnung erwartet). Außerdem finde ich, dass der Mörder die Maske aufbehalten sollte. Das macht das ganze schauriger *gg*

LG
Michael

von Michael_K.

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo Michael,

ich freue mich sehr, dass dich meine Geschichte anspricht und danke dir für das Lob. :)

Herzlichen Dank auch für die Korrektur des Satzes mit der umstrittenen Interpunktion und die mitgelieferte tolle Erklärung. Ich werde das sofort berichtigen.

Ansonsten: Wirklich eine kleine und schöne Geschichte. Aber ich finde, dass sie unter der Kürzung gelitten hat. Das Ende kam mir viel zu plötzlich (ich hätte den Tod in der Wohnung erwartet).


Ich sehe das ebenso wie du. In 500 Wörtern lässt sich wirklich nicht allzu viel unterbringen. Bisher habe ich noch nie eine so kurze Geschichte geschrieben, darum war diese Vorgabe für mich eine Herausforderung. Ich hatte hin und her überlegt, an welchen Stellen ich zugunsten eines ausgefeilteren Endes Text einsparen kann. Ich war drauf und dran, die Stelle mit den deutschen Touristen fallen zu lassen, habe mich jedoch dann dagegen entschieden, weil ich der Meinung bin, dass diese Passage einen recht guten Einblick in die Gedankenwelt Bertanis gibt.

Außerdem finde ich, dass der Mörder die Maske aufbehalten sollte. Das macht das ganze schauriger *gg*


Ich gebe dir recht, für den Betrachter der Szene ist der maskierte Täter gewiss schauriger. Meine Gedankengänge zur Demaskierung waren folgende:

Aus der Perspektive Bertanis: Ihm geht es dabei um den besonderen Kick. Er will sein Opfer nicht anonym töten. Es soll ihm ins Gesicht sehen, soll wissen, von wem es in den Tod gerissen wird.
Aus der Perspektive Adelas: Durch das Herunterreißen der Maske verringert sich die Option, lebend aus der Sache herauszukommen. Täter zeigt sein Gesicht - Opfer muss sterben, weil es ihn sonst identifizieren könnte.
Aus der Perspektive des Lesers: Ich hoffe, dass der Leser erkennt, warum es dem Täter wichtig ist, sich zu entlarven und warum diese Entlarvung für das Opfer den sicheren Tod bedeutet. Außerdem hoffe ich, dass dadurch Fragen zur Identität Bertanis aufgeworfen werden. Solche Fragen wie: Ist sein Gesicht Adela vielleicht bekannt? Ist er gar prominent, vielleicht ein Lokalpolitiker, ein Mediziner; irgendjemand, der hin und wieder in der Zeitung zu sehen ist? Oder trägt sein Gesicht vielleicht gar keine menschlichen Züge?

Aus diesen Gründen habe ich mich für die Demaskierung entschieden. :)

Nochmal lieben Dank für deinen hilfreichen Kommentar! :D

Liebe Grüße,
Biotika

von Biotika

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo Biotika,
ich habe mich an Deiner Geschichte erfreut. Und wenn ich mich richtig erinnere, mochtest Du als Perfektionist nichts an die Öffentlichkeit geben. Das wäre echt schade gewesen. Eine spannende Geschichte, schöne Sätze, anschauliche Bilder, passende Dialoge, alles Besten. Oder doch Kleinigkeiten?

Hier z.B.
wurde der Piazza San Marco

...müsste wohl die Piazza (f.) heißen...

...beanspruchte plötzlich seine Aufmerksamkeit.

das klingt nicht in meinem Kopf. Dein Prot ist in angenehmer Stimmung, er möchte nicht gestört sein. Also wird er nicht beansprucht sondern gestört, finde ich. Etwas wie:
Eine Gruppe...lenkte ihn plötzlich ab.
würde der Situation besser gerecht meine ich.

Sie schien ... seiner dunklen Samtstimme restlos verfallen zu sein

Keine wörtliche Rede, also spricht hier der Autor. Und der sollte seeehr sparsam mit sogenannten "Allsätzen" umgehen. "restlos" gehört in diese Kategorie wie (allen immer, jeder...). Probier ein wenig, ich würde es weglassen. Die Wirkung ist besser.
Sie schien seinem muskulösen Körper und seiner dunklen Samtstimme wie verfallen.

...so hieß seine Errungenschaft...

Boa! Das kannst Du besser! Das hat etwas mit Einkaufen zu tun. Wenn schon dann:
...so hieß seine Eroberung...

ließ sich...eine unbelebte Seitengasse ziehen.

Ist faktish ok. Jedoch aus der Situation heraus (Auf gehts, zu mir!) würde ich der Gasse einen Namen geben. Es suggeriert, der Täter würde wissen, wo sein zu Hause ist.
ließ sich...in die unbelebte Via Dolores ziehen.

...zog zwei Piccolos

siehe oben. Du schreibst Piccolo auf italienisch (deutsch: Pikkolo). Wer ein Fremdwort benutzt, darf es nicht mit deutschen Grammatikregeln belegen. Es müsste in der Einzahl stehen. Es gibt auch keine Capucinos.
...zog zwei Piccolo aus der...

vom Piazza San Marco

...von der Piazza...s.o.

Fazit: Eine spannende Geschichte, gut erzählt, die sich prima liest. Für Dich als Perfektionisten: kleine Mängel :wink:

LG

von brehb

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo brehb,

herzlichen Dank für dein lobendes, motivierendes Feedback. Ich freue mich sehr, dass die Geschichte dein Gefallen gefunden hat. :)

Solche

wurde der Piazza San Marco


...müsste wohl die Piazza (f.) heißen...


und solche Schnitzer

...zog zwei Piccolos


siehe oben. Du schreibst Piccolo auf italienisch (deutsch: Pikkolo). Wer ein Fremdwort benutzt, darf es nicht mit deutschen Grammatikregeln belegen. Es müsste in der Einzahl stehen. Es gibt auch keine Capucinos.
...zog zwei Piccolo aus der...


passieren, wenn man sich einer Sprache bedient, mit der man nicht vertraut ist. Ich werde das umgehend berichtigen.

...so hieß seine Errungenschaft...


Boa! Das kannst Du besser! Das hat etwas mit Einkaufen zu tun. Wenn schon dann:
...so hieß seine Eroberung...


Wie recht du hast! *lach* Ich habe den Text zigmal gelesen, ohne das mir die "Errungenschaft" negativ ins Auge gesprungen ist.

ließ sich...eine unbelebte Seitengasse ziehen.


Ist faktish ok. Jedoch aus der Situation heraus (Auf gehts, zu mir!) würde ich der Gasse einen Namen geben. Es suggeriert, der Täter würde wissen, wo sein zu Hause ist.
ließ sich...in die unbelebte Via Dolores ziehen.


Hm, an dieser Stelle hatte ich absichtlich keine genaue Angabe gemacht. Ich wollte den Leser entscheiden lassen, ob Bertani sein Opfer tatsächlich mit nach Hause nimmt oder ob dieses Zuhause in der Nähe des Markusplatzes gar nicht existiert. :wink:

Fazit: Eine spannende Geschichte, gut erzählt, die sich prima liest. Für Dich als Perfektionisten: kleine Mängel :wink:


Dein Fazit ehrt mich. Und ich bin sehr froh, dass ich dank der Schreibwerkstatt dazu übergegangen bin, meine Werke der Kritik zu stellen ohne sie so lange zu zerpflücken, bis ich sie selbst nicht mehr mag. Dazu haben so tolle konstruktive Kommentare wie der deine beigetragen. :)

Liebe Grüße,
Biotika

von Biotika

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo brehb und Biotika,

ich muss grade einmal gegensteuern.

Anglizismen und Fremdwörter, die aus anderen Sprachen übernommen worden sind, dürfen nicht nur nach deutscher Grammatik konjugiert und dekliniert werden, sie müssen sogar genau so wie deutsche Wörter behandelt werden.
Wir Deutschen sind nur die einzige Nation, der das nicht bewusst ist.

Zwei Beispiele:
Im Englischen gibt es das deutsche Wort (aus dem Bergsteigen übernommen) "abseilen".
Die Engländer sagen dann nicht: "He abseilte", sondern "He abseiled".
Klingt komisch, ist aber so...
Die haben auch kein Problem damit zu sagen: "He was abseiling." !!!

Das von dir (brehb) angeführte Beispiel ist leider auch falsch. Es gibt im Deutschen sehr wohl Capucinos, aber keine (wie es nach dem Italienischem dekliniert werden müsste) Capuccini. Wenn wir neben den Fremdwörtern auch noch die Fremdgrammatik übernehmen würden, wäre ein Sprachchaos nicht zu vermeiden.
Ein Beispiel dafür: Das Neudeutsche Wort "chillen" (ausruhen) hat einen englischen Ursprung.
Wenn wir die englische Grammatik übernehmen würden, wären einige Verbformen recht seltsam....

Ich chillen, Du chillen, Er/Sie/Es chillen, ...
Ich was chilling, Du were chilling, Er/Sie/Es was chilling, ...
Verbfomen: chillen, chilled, was chilling (identisch dem Englischen).

Richtig ist:
Ich chille, Du chillst, Er/Sie/Es chillt,...
Ich habe gechillt, Du hast gechillt, Er/Sie/Es hat gechillt,...
Verbformen: chillen, chillte, gechillt (so wies im deutschen richtig ist).

Wie schon gesagt: Wir sind die einzige Nation, die unbedingt nach fremder Grammatik deklinieren/konjugieren möchte.
Ich denke das Sprachgefühl wird mir zustimmen.


LG
Michael

von Michael_K.

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo Michael,

oh je, nun bin ich völlig ratlos. :shock:

Also doch der Piazza und Piccolos, wie ich ursprünglich geschrieben habe :?:

Vielleicht hätte ich stattdessen einfach Markusplatz und zwei kleine Flaschen Rotwein verwenden sollen. *lach*

Ach menno, ich bin jetzt hin und hergerissen. Ich glaube, ich lasse das jetzt erst mal so stehen und bitte den Leser an dieser Stelle, großzügig über mein Unwissen (bezüglich der Behandlung italienischer Wörter in der deutschen Grammatik) hinwegzusehen.

Vielen Dank, lieber Michael, dass du erneut deine Zeit in mein kleines Werk investiert hast! :)

Liebe Grüße,
Biotika

von Biotika

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo ihr Zwei,
das ist doch einmal eine schöne Situation. Aber keine Panik.
Der Unterschied in unseren Erläuterungen ergibt sich aus dem Unterschied zwischen
Fremdwort und Lehnwort.
Benutzt Du (in einem deutschen Text) ein Lehnwort (ein Wort,dass die
deutschen Sprache vereinnahmt (geliehen) hat, so unterliegt es der deutscchen Grammatik.
Benutzt Du ein Fremdwort, unterliegt es keiner Grammatik.
Für Deinen Text gilt also wie beschrieben: Die Piazza San Marco, weil la piazza San Marco kein Lehnwort im deutschen ist (auf Deutsch gibt es nur eine Übersetzung, Markusplatz).
Und da Du den Artikel benutzt, musst Du ihn übersetzen: la -> die...
Für Piccolo gibt es ein deutsches Lehnwort: Pikkolo. Da Du aber das Fremdwort Piccolo benutzt: kein deutsches Mehrzahl "s". So hatte ich es auch geschrieben.
Die offene Frage ist, ab wann schafft ein Wort den Übergang von Fremdwort zum Lehnwort? Ich nehme dafür den Duden. In Meinem gibt es keinen Cappuccino, folglich auch kein Mehrzahl "s" sondern immer nur "Cappuccino"
LG

von brehb

Re: Die Nacht des Jägers (Faschingswettbewerb)

 
Hallo brehb,

puh, dann bin ich ja beruhigt und es steht jetzt richtig im Text.

Nun muss ich mich nur noch zwischen den Piccolo und Pikkolos entscheiden. *lach*
Bei der italienischen Variante gefällt mir die Schreibweise und die eingedeutschte sagt meinem Sprachgefühl eher zu. Na da stecke ich ja schön in der Bredouille. :lol:

Auf jeden Fall noch einmal vielen Dank, dass du dich noch einmal so intensiv mit diesem Problem befasst hast! :)

Liebe Grüße,
Biotika

von Biotika