Die Vellguthsche Schreibunschärfe

Diskussion zum Schriftsteller-werden.de Blog

Die Vellguthsche Schreibunschärfe

 
Nutze dieses Thema um über folgenden Beitrag aus meinem Blog zu diskutieren:
Die Vellguthsche Schreibunschärfe

Ist dir auch schon einmal diese Unschärfe aufgefallen?
Hast du sie dir je (vielleicht sogar unbewusst) zunutze gemacht?
Wie gehst du mit dieser Unschärfe um?

von Jacky

Re: Die Vellguthsche Schreibunschärfe

 
Uh, der Blogbeitrag gefällt mir. :mrgreen: Das Thema spricht an.

Ist dir auch schon einmal diese Unschärfe aufgefallen?
Natürlich. Existiert auch bei Hörspielen (sympathische/unsympathische Stimme, besseres rüberbringen der Emotionen, schlecht mögliche Beschreibungen von Dingen) und Comics (schweres fokusieren des Lesers auf etwas bestimmtes).

Hast du sie dir je (vielleicht sogar unbewusst) zunutze gemacht?
Immer möglich, glaube aber nicht.

Übrigens erinnert mich die Sache mit dem Krimi an Chekhov's Gun.
So geht es mir manchmal bei einigen Sherlock Holmes Geschichten. Und ich denke besonders plastische und gute Krimis zum miträtseln sind teilweise recht selten. Ich lese allerdings auch nicht sehr viele davon, muss ich dazu sagen.

von HappyMephisto

Re: Die Vellguthsche Schreibunschärfe

 
Die Vellguthsche Schreibunschärfe? Gibbet das auch als Gleichung? So mit plankschem Wirkungsquantum? Hat das was mit dem Welle- Teilchen- Dualismus zu tun? :mrgreen: So, Spaß beiseite. Dein Blogbeitrag gefällt mir. Ich finde diesen Teil der Physik unglaublich spannend (spannender als stundenlanges ausrechnen von Kräfteparalellogrammen mit einem Physikrefendar auf jeden Fall!) und finde dieses Paralellenziehen zur Schreiberei irgendwie ansprechend.

Ja, die ist mir schon einmal aufgefallen und zwar das erstemal wirklich beim letzten Harry Potter- Film. Im Buch wird durch Harrys Gedanken und Eindrücke (Er statt Dean auf der Treppe, der "blumige Duft") der Leser auf eine Fährte geführt, ahh, der ist in Ginny verliebt. Im Film kommt das gar nicht rüber, die Kussszene im Raum der Wünsche überrascht einen. Hier wandert der Fokus vom Gedanken zum Bild.

Ja, ich habe mir diese Unschärfe beim Schreiben schon öfters zu nutze gemacht, weil ich beinahe immer aus dem Kopf meines Charas schreibe, also quasi Gefühle aus dem limbischen System direkt zum Leser bringe und Empfindungen und Eindrücke direkt aus den Schläfenlappen heraus erzähle (Merkt man mir an, das ich eigentlich Bio lernen sollte? :mrgreen: )
Deshalb kommt bei mir die Umgebung meistens eher nicht ganz so ausführlich rüber, dafür die Gefühle umso mehr. Entweder ich beschreibe genau ein bild, das wird dann aber langweilig, wenn ich über drei Seiten mein linkes Nasenloch beschreibe und dabei kein Haar auslasse oder ich gebe dem Leser Einblick in die Gefühlswelt meines Charas. Aber meistens muss man den gesunden Mittelweg finden. :ugeek:

Wie ich damit umgehe? Siehe oben :mrgreen:

von Sofian

Re: Die Vellguthsche Schreibunschärfe

 
@Jacky
Mal eine Frage:

Geht es bei Deiner Formel auch darum, zu erklären: was ich schon immer wissen wollte, oder erklären wollte, mich wunderte dass es noch keiner vor mir gemerkt hat, dass es für einen "fühlenden Denker" besser ist, man liest das Buch, bevor man den Film anschaut, als wenn man als "Aktion abgestempelter Freak" namentlich gehandelt wird und vor dem Buch den Film erst schaut?

Wichtig: Lese bevor es verfilm wird.
So habe ich erst Sofies Welt gelesen, dann erst den Film geschaut. Bei Sofies Welt geht es darum, Dir ein bisschen die Philosophie rüber zu bringen, was bei mir sehr gut funktioniert hatte. Nach dem Film dachte ich: "was wollte der Film mir sagen"?

Muss über diese Geniale Formel erstmal etwas länger schlafen um sie meinem Schreiben ein zu verleiben.

lieben Gruß
Lemmy

von Malemmy