Die Vellguthsche Schreibunschärfe? Gibbet das auch als Gleichung? So mit plankschem Wirkungsquantum? Hat das was mit dem Welle- Teilchen- Dualismus zu tun?

So, Spaß beiseite. Dein Blogbeitrag gefällt mir. Ich finde diesen Teil der Physik unglaublich spannend (spannender als stundenlanges ausrechnen von Kräfteparalellogrammen mit einem Physikrefendar auf jeden Fall!) und finde dieses Paralellenziehen zur Schreiberei irgendwie ansprechend.
Ja, die ist mir schon einmal aufgefallen und zwar das erstemal wirklich beim letzten Harry Potter- Film. Im Buch wird durch Harrys Gedanken und Eindrücke (Er statt Dean auf der Treppe, der "blumige Duft") der Leser auf eine Fährte geführt, ahh, der ist in Ginny verliebt. Im Film kommt das gar nicht rüber, die Kussszene im Raum der Wünsche überrascht einen. Hier wandert der Fokus vom Gedanken zum Bild.
Ja, ich habe mir diese Unschärfe beim Schreiben schon öfters zu nutze gemacht, weil ich beinahe immer aus dem Kopf meines Charas schreibe, also quasi Gefühle aus dem limbischen System direkt zum Leser bringe und Empfindungen und Eindrücke direkt aus den Schläfenlappen heraus erzähle (Merkt man mir an, das ich eigentlich Bio lernen sollte?

)
Deshalb kommt bei mir die Umgebung meistens eher nicht ganz so ausführlich rüber, dafür die Gefühle umso mehr. Entweder ich beschreibe genau ein bild, das wird dann aber langweilig, wenn ich über drei Seiten mein linkes Nasenloch beschreibe und dabei kein Haar auslasse oder ich gebe dem Leser Einblick in die Gefühlswelt meines Charas. Aber meistens muss man den gesunden Mittelweg finden.
Wie ich damit umgehe? Siehe oben
