[Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

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[Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon HannahBoll » 28.08.2015, 14:09

Hallo :girl:

Ich habe ja schon einmal ein Werk hier herein gestellt, von dem ich schon 3 Kapiteln hatte. Dann gefiel mir aber die Geschichte nicht mehr und habe diese verändert und wollte auch anders schreiben. Weil ich jetzt wieder angefangen habe, dachte ich, es kommt auch hier rein. Und es ist so anders geworden, dass ich dachte, ein neuer Thread ist dafür angebracht, weil es so anders ist von meinem anderen Beginn.

Hier der Link dazu: stunden-uberarbeitet-t54896.html

Das ist meine neue Fassung. Ich bitte im Kritik aller Art.
Ich habe mir für den Beginn noch keine Zeit genommen, die Atmosphäre, die Umgebung so genau zu beschreiben und will hier noch nicht so genau auf die Stadt eingehen. Hauptsächlich will ich die erste Begegnung zwischen Sellit und Trocji beschreiben. Was haltet ihr von der Idee bzw der Umsetzung?
Und um Missverständnisse zu vermeiden: Der Löwenhund handelt bewusst nicht wie ein gewöhnliches Tier, weil er keins ist. Er ist vereinfacht gesagt ein magisches Wesen :dasheye:



Es war tatsächlich so, dass die Augen grün waren. Nicht die Iris leuchtete so wunderbar grün, denn eine solche besaß das wundersame Wesen nicht. Viel mehr war alles, was das Auge ausmachte in derselben Farbe ausgefüllt. Nur zu den Pupillen hin zog sich ein gelblicher Schimmer.
Das Mädchen kroch näher heran und hielt ihren Kopf auf derselben Höhe wie das Tier. Neugierig musterten die grünen Augen sie, dann wich das Wesem zurück. Das Mädchen hielt still. Sie wollte diese Kreatur nicht verschrecken und sie nur weiter betrachten. Vorsichtig setzte das zierliche Wesen eine Pfote in den staubigen Boden und musterte seine Beobachterin neugierig.
Was war das nur für ein Wesen? Für einen Hund war es zu grazil gebaut, aber eine Katze konnte es ebenfalls nicht sein. Dazu passt die Mähne nicht, die an die eines Löwens erinnerte.
Das Tier schreckte hoch und tänzelte zur Seite, sodass die Hände des kleinen Jungens ins Leere griffen. Er fiel auf die Knie und schaute mit einem Feuer in seinem Blick das pelzige Tier an. Es rührte sich nicht. Nur seine haarigen Ohren zuckten wild.
„He!“, schrie das Mädchen, als sich der Junge aufrappelte und erneut auf das Wesen zu rannte. In seinem Jagdeifer hatte er sie nicht bemerkt.
„Lass ihn doch in Ruhe!“, rief sie empört. „Du verscheuchst ihn noch.“
Das seltsame Wesen wich seinem Jäger geschickt aus und lief die Straße entlang. Es war viel zu schnell, aber trotzdem verfolgte der Junge es noch. Schließlich nahm auch das Mädchen die Verfolgung auf. Sie wollte sich das Tier noch genauer ansehen. Dieser Junge soll es nicht verjagen.
Lange dauerte die Verfolgungsjagd allerdings nicht mehr und der Junge kam zum Stehen. Das Mädchen hatte ihn bald angeholt.
„Er ist weg“, meinte er nur enttäuscht und suchte die Gegend mit seinen Augen ab. Das Mädchen folgte seinem Blick. Zwischen den Häuserreihen und den gelegentlichen, lichten Sträuchern und Gräsern gab es eigentlich keine Deckung für das einen Fuß große Tier.
„Warum hast du ihn verjagt?“, fragte das Mädchen neben ihm. Sie klang sichtlich beleidigt, dass der Junge das interessante Tier verscheucht hatte.
Der junge Jäger lachte aber nur. „Der ist doch nicht weg! Der kommt immer wieder.“
Ungläubig schüttelte das Mädchen den Kopf.
„Der ist weg.“
„Nein!“
„Doch. Das ist ein wildes Tier. Das wird jetzt nicht mehr zurückkommen.“
Der Junge wollte ihr einfach nicht recht geben und erklärte trotzig: „Ich jage ihn schon seit letzten Herbst und immer wieder kommt er zurück!“
Das Mädchen machte große Augen und fragte: „Warum jagst du ihn so lange?“
„Ich erwische ihn einfach nicht“, war die Antwort, die den Jungen beschämt zu Boden schauen ließ.
Ihm gefiel es nicht, wie das Mädchen darüber lachte.
„Mir wird klar, warum er immer wieder zurückkommt! Der weiß doch, dass du ihn nie erwischt. So schwer ist das nicht“, kommentierte sie.
„Dann fang du ihn doch!“, protestierte der beleidigte Junge und warf ihr einen herausfordernden Blick zu, den er nicht lange halten konnte.
Das Mädchen ging sofort darauf ein und gemeinsam suchten sie die Straße ab, aber nirgendwo fanden sie einen Hinweis auf das seltsame Tier.
„Also ich glaube, dass er nicht mehr so schnell auftauchen wird“, stellte das Mädchen fest. „Vielleicht sollten wir es in den nächsten Tagen wieder versuchen.“
Nur ein überlegenes Lächeln zeigte sich im Gesicht des Jungens und er deutete hinter seine Jagdgefährtin. Sie drehte sich um, um zu sehen, was er entdeckt hatte. Dort stand das Tier mit dem rostroten Fell. Herausfordernd schaute es seine Jäger an. Es war nur drei bis vier Fuß entfernt. Das Mädchen sah seine Chance in einem plötzlichen Angriff und machte nur einen vorsichtigen Schritt auf das pelzige Wesen zu. Es zeigte noch keine Reaktion, aber es ließ den neugierigen Blick nicht von ihr ab. Ohne sich zu bewegen meinte sie zu dem Jungen, der noch immer hinter ihr stand, er solle für Ablenkung sorgen.
Wie es ihm gesagt wurde, stellte er sich neben Jägerin und Gejagten und fuchtelte mit den Armen. Als das nichts half, redete er zuerst unentwegt auf das Tier ein. Schließlich schrie er es ungeduldig an, aber das seltsame Tier wedelte nur mit der buschigen Rute und zuckte mit den Ohren in seine Richtung.
Das Mädchen glaubte, dass das genügen müsste. Es wusste anscheinend genau, was sie vorhatten.
Sie sprang auf das golden schimmernde Tier zu und wollte genau auf ihm landen. Sie hielt die Arme bereit, aber gerade als sie sie, um den geschmeidigen Körper schlingen wollte, purzelte der feine Körper unter ihr hervor und das Mädchen griff ins Leere.
Staub wirbelte auf, als sie zu Boden fiel. Währenddessen versuchte der Junge wieder sein Glück, denn das Tier stand unmittelbar vor ihm. Fast als würde es tanzen wich es seinen greifenden Händen aus und duckte sich unter seinen Armen hinweg.
Schließlich sprang das Mädchen wieder von hinten auf ihn zu. Das war die Ablenkung, die sie die ganze Zeit gebraucht hatte!
Die buschige Rute schlug ihr entgegen und im ersten Impuls griff sie danach, doch das Tier drehte sein Hinterteil weg und zog seine Rute somit aus ihrer Reichweite. Gespannt wartete sie und tatsächlich bekam sie einen zweiten Versuch. Dieses Mal wollte sie es nicht vermasseln und griff mit beiden Händen nach den wild schwingenden Haaren. Es dauerte nicht mehr lange, dann schnappte sie zu, den Schweif genau vor sich. Doch ihre Hände bekamen nichts zu greifen und so schlugen die Fingernägel nur ins Fleisch der Handflächen. Das Tier war mittlerweile auf die andere Straßenseite gelaufen und schaute die beiden gescheiterten Jäger an. Ein Zucken ging um seine Ohren, dann trottete es die Straße entlang. Wie zum Abschied schwang es nochmals seine Rute.
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon Asieral » 28.08.2015, 16:54

Hallo HannaBoll,

ich werd mal versuchen das ein oder andere anzumerken..^^
HannahBoll hat geschrieben:

Es war tatsächlich so, dass die Augen grün waren. Nicht die Iris leuchtete so wunderbar grün, denn eine solche besaß das wundersame Wesen nicht. Viel mehr war alles, was das Auge ausmachte in derselben Farbe ausgefüllt. Nur zu den Pupillen hin zog sich ein gelblicher Schimmer.

Vielleicht ist das auch beabsichtigt, aber der erste Satz wirkt auf mich etwas eigenartig, da das "tatsächlich" suggeriert, dass irgendwo etwas ist, das dem vll widerspricht.

Das Mädchen kroch näher heran und hielt ihren Kopf auf derselben Höhe wie das Tier. Neugierig musterten die grünen Augen sie, dann wich das Wesen zurück. Das Mädchen hielt still. Sie wollte diese Kreatur nicht verschrecken und (vll anstatt und sondern) (sie) nur weiter betrachten. Vorsichtig setzte das zierliche Wesen eine Pfote in"auf" bietet sich hier, glaube ich, besser an, da "in" etwas eigenartig klingt.. in den Boden.. oder gräbt das Tier seine Pfote ein?^^ den staubigen Boden und musterte seine Beobachterin neugierig.
Was war das nur für ein Wesen? Für einen Hund war es zu grazil gebaut, aber eine Katze konnte es ebenfalls nicht sein. Dazu passt die Mähne nicht, die an die eines Löwens erinnerte.
Das Tier schreckte hoch und tänzelte zur Seite, sodass die Hände des kleinen Jungens Jungen, (wäre die Genitivform, "Jungens" kenne ich eher aus der Umgangssprache oder bzw aus verschiedenen Dialekten.. passt vll nicht unbedingt zur Atmosphäre, würde ich sagen^^) ins Leere griffen. Er fiel auf die Knie und schaute mit einem Feuer in seinem Blick das pelzige Tier an. Es rührte sich nicht. Nur seine haarigen Ohren zuckten wild.
„He!“, schrie das Mädchen, als sich der Junge aufrappelte und erneut auf das Wesen zu rannte. In seinem Jagdeifer hatte er sie nicht bemerkt.
„Lass ihn Wieso hier auf einmal "ihn"? Ist ja eigentlich eher "es", was du davor auch benutzt hattest doch in Ruhe!“, rief sie empört. „Du verscheuchst ihn es noch.“
Das seltsame Wesen wich seinem Jäger geschickt aus und lief die Straße entlang. Es war viel zu schnell, aber trotzdem verfolgte der Junge es noch. Schließlich nahm auch das Mädchen die Verfolgung auf. Sie wollte sich das Tier noch auf das noch kann man, denke ich, auch verzichten genauer ansehen. Dieser Junge sollte es nicht verjagen.
Lange dauerte die Verfolgungsjagd allerdings nicht mehr das "mehr" ist, finde ich, auch so ein Wort, das jetzt nicht unbedingt gebraucht wird und weggelassen werden könnte und der Junge kam zum Stehen. Das Mädchen hatte ihn bald angeholt.



„Er ist weg“, meinte er nur enttäuscht und suchte die Gegend mit seinen Augen ab. Das Mädchen folgte seinem Blick. Zwischen den Häuserreihen und den gelegentlichen, lichten Sträuchern und Gräsern gab es eigentlich keine Deckung für das einen Fuß große Tier.
„Warum hast du ihnDu benutzt jetzt ja relativ oft "ihn" anstatt es.. hat das einen besonderen Zweck? verjagt?“, fragte das Mädchen neben ihm. Sie klang sichtlich beleidigt, dass der Junge das interessante Tier verscheucht hatte.
Der junge Jäger lachte aber nur. „Der ist doch nicht weg! Der kommt immer wieder.“
Ungläubig schüttelte das Mädchen den Kopf.
„Der ist weg.“
„Nein!“
„Doch. Das ist ein wildes Tier. Das wird jetzt nicht mehr zurückkommen.“
Der Junge wollte ihr einfach nicht recht geben und erklärte trotzig: „Ich jage ihn schon seit letzten Herbst und immer wieder kommt er zurück!“
Das Mädchen machte große Augen und fragte: „Warum jagst du ihn so lange?“
„Ich erwische ihn einfach nicht“, war die Antwort, die den Jungen beschämt zu Boden schauen ließ.
Ihm gefiel es nicht, wie das Mädchen darüber lachte.


Vll besser etwas in Richtung" So lange schon und immer noch nicht gefangen?" So wie die Frage jetzt dasteht könnte sie zum einen ernsthaftes Interesse bekunden, was dazu passen würde, dass sie das Tier ja selbst interessant findet, allerdings lacht sie ja auch.. Fragt sie, weil sie wissen möchte, was der Junge an dem Tier so interessant findet, oder wieso er es jagt oder weil sie sich über ihn lustig machen möchte oder..?
Aus der Antwort des Jungen würde ich jetzt schließen, dass er gerne jagt und besonders die Dinge, die er nicht leicht bekommt. Vll hält er sich auch für besonders toll und wird nicht damit fertig, etwas nicht zu schaffen, weswegen er nicht aufgibt, es zu jagen. Sind das Aspekte, die sein Charakter haben soll?


„Dann fang du ihn doch!“, protestierte der beleidigte Junge vll entweder der Beleidigte und das Junge weglassen oder der Junge beleidigt, sodass sich das beleidigt auf das Verb bezieht.. ( und warf ihr einen herausfordernden Blick zu, den er nicht lange halten konnte.

Der Junge scheint also wirklich relativ von sich selbst überzeugt zu sein bzw stimmt sein Selbstbild nicht mit seinem wirklichen Selbst überein. Ist das so, wie er wirken soll?

NurDas "nur" wird man auch weglassen können.. es stört, meiner Einschätzung nach, eher ein überlegenes Lächeln zeigte sich im Gesicht des Jungens und er deutete hinter seine Jagdgefährtin. Sie drehte sich um, um zu sehen, was er entdeckt hatte. Dort stand das Tier mit dem rostroten Fell. Herausfordernd schaute es seine Jäger an. Es war nur drei bis vier Fuß entfernt. Das Mädchen sah seine Chance in einem plötzlichen Angriff und machte nurwas macht das "nur" nur hier..?^^ einen vorsichtigen Schritt auf das pelzige Wesen zu.
Es zeigte noch keine Reaktion, aber es ließ den neugierigen Blick nicht von ihr ab. Könnte man vll "Noch zeigte es keine Reaktion" formulieren.. dann ist es ein bisschen.. wie nennt man das doch gleich.. du benutzt solch einen Anfang ja auch im nächsten Satz, weshalb es sich meiner Meinung nach anbieten würde den Satz hier auch so zu gestalten. Dann wirkt es etwas "abgehakter" oder vll auch spannenderOhne sich zu bewegen meinte sie zu dem Jungen, der noch immer hinter ihr stand, er solle für Ablenkung sorgen.
Wie es ihm gesagt wurde, stellte er sich neben Jägerin und Gejagten und fuchtelte mit den Armen. Als das nichts half, redete er zuerstob das "zuerst" wirklich dastehen muss, weiß ich nicht so genau.. das "schließlich" im nächsten Satz erklärt ja auch ein bisschen.. unentwegt auf das Tier ein. Schließlich schrie er es ungeduldig an, aber das seltsame Tier wedelte nur mit der buschigen RuteEs gibt jetzt, finde ich, sowohl Argumente für dieses Wort als auch dagegen. Auf der einen Seite passt es zu der Jagdsituation, da es aus der Jägersprache stammt, auf der anderen Seite wird das nicht jeder so verstehen, weshalb es vll zu Irritationen kommen kann. Ich würde es wahrscheinlich stehen lassen, aber mein Schreibstil ist sowieso nicht unbedingt immer sehr...leserfreundlich und erwartet eher, dass sich die Leser auch Gedanken machen^^ und zuckte mit den Ohren in seine Richtung.


Das Mädchen glaubte, dass das genügen müsste.Vll besser: "Das musste genügen", da es mir zumindest bisher so erschien, als würdest du aus der Sicht des Mädchens erzählen. (aufgrund der Frage weiter oben, was das nur für ein Wesen sei)
Es wusste anscheinend genau, was sie vorhatten. Wenn du eher aus der Sicht des Mädchens schilderst passt der Satz nicht so ganz von der Logik, finde ich.. Denn, wenn das Mädchen doch merkt, dass das Wesen weiß, was es vorhat, dann würde das Mädchen doch eher die Taktik ändern oder?
Sie sprang auf das golden schimmernde Tier zu und wollte genau auf ihm landen. Sie hielt die Arme bereit, aber gerade als sie siekein Komma hier um den geschmeidigen Körper schlingen wollte, purzelte der feine Körper unter ihr hervor und das Mädchen griff ins Leere.
Staub wirbelte auf, als sie zu Boden fiel. Währenddessen versuchte der Junge wieder sein Glück, denn das Tier stand unmittelbar vor ihm. Fast als würde es tanzen wich es seinen greifenden Händen aus und duckte sich unter seinen Armen hinweg.
Schließlich sprang das Mädchen wieder von hinten auf ihn zu. Das war die Ablenkung, die sie die ganze Zeit gebraucht hatte!
Die buschige Rute schlug ihr entgegen und im ersten Impuls griff sie danach, doch das Tier drehte sein Hinterteil Irgendwie wirkt das Wort etwas eigenartig hier.. aber das kommt auch darauf an, was für eine Atmosphäre du allgemein erschaffen willst.. wenn es eher kindlich geprägt sein soll (es geht ja anscheinend um zwei Kinder), dann kann es auch gut sein, dass es vll doch gut passt^^ weg und zog seine Rute somit aus ihrer Reichweite. Gespannt wartete sie und tatsächlich bekam sie einen zweiten Versuch. Dieses Mal wollte sie es nicht vermasseln und griff mit beiden Händen nach den wild schwingenden Haaren. Es dauerte nicht mehr lange, dann schnappte sie zu, den Schweif genau vor sich. Doch ihre Hände bekamen nichts zu greifen und so schlugen die Fingernägel nur ins Fleisch der Handflächen.Autsch..^^ Aus welchen Verhältnissen kommt denn das Kind? Wenn es eher aus einer arbeitenden Schicht kommt sind lange Fingernägel ja eher hinderlich, wobei ich auch nicht weiß, ob die sich überhaupt die Fingernägel schneiden konnten (von den Gerätschaften her und so..) Wenn die Fingernägel allerdings geschnitten sind dürften die das "Fleisch" ja nicht mehr treffen


Liebe Grüße
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon RebeccaMaria » 28.08.2015, 18:34

Hallo Hannah,

so, dann kommentiere ich auch mal dein Kapitel.

Das ist dein erstes Kapitel, oder? Hast du dir schon überlegt, aus wessen Perspektive du die Geschichte schreiben willst? Denn wenn du aus der Sicht des Mädchens schreibst, würde ich ihr gleich von Anfang an einen Namen geben. (Dann musst du uch nicht immer "das Mädchen" schreiben...)

Insgesamt finde ich es eine gute Idee für ein erstes Kapitel, weil ich sofort erfahre, dass ich mich in einer Fantasiewelt mit seltsamen Wesen befinde und eine Jagd ein spannender Eintieg ist.

Was ich schön finde, ist, dass man sofort ein paar Charakterzüge der beiden kennenlernt: Beide sind ein wenig schnippisch, das Mädchen ist ein bisschen besserwisserisch und scheint sehr selbstbewusst zu sein. Das bringst du insbesondere durch die Dialoge gut rüber.

Es war tatsächlich so, dass die Augen grün waren. Nicht die Iris leuchtete so wunderbar grün, denn eine solche besaß das wundersame Wesen nicht. Viel mehr war alles, was das Auge ausmachte in derselben Farbe ausgefüllt. Nur zu den Pupillen hin zog sich ein gelblicher Schimmer.
Das Mädchen kroch näher heran und hielt ihren Kopf auf derselben Höhe wie das Tier. Neugierig musterten die grünen Augen sie, dann wich das Wesem zurück. Das Mädchen hielt still. Sie wollte diese Kreatur nicht verschrecken und sie nur weiter betrachten. Vorsichtig setzte das zierliche Wesen eine Pfote in den staubigen Boden und musterte seine Beobachterin neugierig.

Hm, hier wiederholst du dich ein bisschen, finde ich. Du beschreibst sehr (für mich: zu) ausführlich, dass die Augen grün sind, dann mustern die grünen Augen sie und am Ende mustert das Tier die Beobachterin wieder/ immer noch. Es würde mir besser gefallen, wenn du ein paar Sätze russtreichen würdest.

Dazu passt die Mähne nicht, die an die eines Löwens erinnerte.

Löwen ohne s

Das Tier schreckte hoch und tänzelte zur Seite, sodass die Hände des kleinen Jungens ins Leere griffen. Er fiel auf die Knie und schaute mit einem Feuer in seinem Blick das pelzige Tier an. Es rührte sich nicht. Nur seine haarigen Ohren zuckten wild.

Huch, wo kommt denn jetzt plötzlich der Junge her? Ich hab nochmal die ersten Sätze gelesen, weil ich dachte, ich hätte etwas übersehen. Vielleicht wolltest du seinen Auftritt plötzlich und überraschend gestalten? Dann würde ich vielleicht noch ein "plözlich" einbauen und eine Erklärung, wo der Junge auf einmal herkommt.

Das Mädchen hatte ihn bald angeholt.

eingeholt

Sie klang sichtlich beleidigt, dass der Junge das interessante Tier verscheucht hatte.

sichtlich klingen? :mrgreen: ich würde einfach schreiben: "Sie war beleidigt" oder "sie klang beleidigt"

Das Mädchen machte große Augen und fragte: „Warum jagst du ihn so lange?“
„Ich erwische ihn einfach nicht“, war die Antwort

Die Antwort finde ich total schön :) da musste ich lächeln.
ich würde es nur etwas einfacher formulieren,
z.B.: "Ich erwische ihn einfach nicht." Der Junge schaute beschämt zu Boden.

Das Mädchen sah seine Chance in einem plötzlichen Angriff und machte nur einen vorsichtigen Schritt auf das pelzige Wesen zu.

"plötzlicher Angriff" und dann nur ein vorsichtiger Schritt - das klingt für mich irgendwie widersprüchlich.

Ohne sich zu bewegen meinte sie zu dem Jungen, der noch immer hinter ihr stand, er solle für Ablenkung sorgen.Wie es ihm gesagt wurde, stellte er sich neben Jägerin und Gejagten und fuchtelte mit den Armen.

Das klingt für mich mehr nach einem Bericht, als nach einer Geschichte. Mach doch eine wörtliche Rede daraus und lass das Passiv weg :)


Ich hoffe, du kannst mit meinen Anmerkungen etwas anfangen! Und schreib auf jeden Fall weiter :)

Liebe Grüße,
RebeccaMaria
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon HannahBoll » 29.08.2015, 10:51

Hallo,

Danke für die schnellen Kommentare. Die SWS ist echt das Beste.

Asieral:

Ich weiß, dass mir solche Dialektgebräuche rein rutschen wie der Jungens. Nur irgendwie übersehe ich es beim Korrekturlesen x: Danke für die Hinweise.

Wieso hier auf einmal "ihn"? Ist ja eigentlich eher "es", was du davor auch benutzt hattest

Weil vorher war es auf das Tier bezogen. Dann kommt eine direkte Rede, die sich nicht auf den geschriebenen Text beziehen muss. Oder soll ich es trotzdem ändern?

Du benutzt jetzt ja relativ oft "ihn" anstatt es.. hat das einen besonderen Zweck?

Ich weiß nicht, ich versuche die Kinder ja als Kinder klingen zu lassen. Da spielt Geschlecht keine so große Rolle. Bei uns waren Müllmänner auch Frauen und Tiere hatten für uns ein generelles Geschlecht. Wenn wir eine Katze gesehen haben, dann war sie grundsätzlich "sie", es heißt ja die Katze. Nur wenn wir wussten, dass es ein Kater ist, haben wir von "ihm" gesprochen. Der Hund war auch immer "er", wenn wir es nicht wussten und bei "das Pferd", da hat man es sich einfach ausgesucht. Je nachdem, wie das Tier halt gewirkt hat. Ich glaube nicht, dass Kinder sich so auf das Geschlecht festlegen und da einfach mal "ihn" verwenden. Und wenn sie denken, das Tier sieht weiblich aus, dann sagen sie "sie".

Fragt sie, weil sie wissen möchte, was der Junge an dem Tier so interessant findet, oder wieso er es jagt oder weil sie sich über ihn lustig machen möchte oder..?

Naja, das Mädchen findet es lustig, dass das Tier ja offensichtlich in der Nähe des Jungen bleibt und er es trotzdem nicht geschafft hat, es zu fangen.

Vll hält er sich auch für besonders toll und wird nicht damit fertig, etwas nicht zu schaffen, weswegen er nicht aufgibt, es zu jagen. Sind das Aspekte, die sein Charakter haben soll?

Naja, seine Ausdauer hat eher weniger mit seinem Charakter in dem Falle zu tun. Es kommt später noch auf, warum er das Tier fangen will. Es geht um eine Abmachung mit seinem Vater, die ihm so wichtig ist, dass er nicht aufgeben will (Das wiederum lässt auf seinen Charakter schließen).

Der Junge scheint also wirklich relativ von sich selbst überzeugt zu sein bzw stimmt sein Selbstbild nicht mit seinem wirklichen Selbst überein. Ist das so, wie er wirken soll?

Naja ... Wie würdest du es beschreiben? Er versucht es ja schon ein dreiviertel Jahr, das Tier zu fangen und schafft es einfach nicht. Dann kommt ein Mädchen daher und meint, dass es nicht so schwer sein kann bzw zweifelt sie seine Fähigkeiten als Jäger an. Immerhin sieht es ja nicht so schwer aus ... Das Tier lässt es ja zu, dass sie sich ihm nähern, warum schafft er es nach so langer Zeit nicht, es einfach zu fangen? Dann meint er halt, weil er weiß, dass es schwer ist, sie solle es doch versuchen (und bei dem Versuch auf die Nase fallen).

Es gibt jetzt, finde ich, sowohl Argumente für dieses Wort als auch dagegen. Auf der einen Seite passt es zu der Jagdsituation, da es aus der Jägersprache stammt, auf der anderen Seite wird das nicht jeder so verstehen, weshalb es vll zu Irritationen kommen kann. Ich würde es wahrscheinlich stehen lassen, aber mein Schreibstil ist sowieso nicht unbedingt immer sehr...leserfreundlich und erwartet eher, dass sich die Leser auch Gedanken machen^^

Hm ... Kommt vielleicht daher, dass meine Eltern Jäger sind xD
Ich fand Schweif irgendwie unpassend. Ich weiß nicht, aber das Tier ist fuchs- bzw hundeähnlich (so genau weiß das keiner) und grundsätzlich haben Füchse und Hunde eine Rute! Pferde haben einen Schweif. Das ist ja ganz was anderes halt.
Kommt vielleicht auch vom Umgang mit Jägern. Da hatte der Fuchs stets eine Rute ...
Welche Wörter empfiehlst du mir?
Aber ich denke, dass eigentlich jeder das Wort "Rute" kennt, nicht?

Ansonsten danke ich für deine hilfreiche Kritik. Dem Rest kann ich nichts hinzufügen und werde es beachten.


RebeccaMaria

Das ist dein erstes Kapitel, oder?
Erster Teil des ersten Kapitels :mrgreen:

Insgesamt finde ich es eine gute Idee für ein erstes Kapitel, weil ich sofort erfahre, dass ich mich in einer Fantasiewelt mit seltsamen Wesen befinde und eine Jagd ein spannender Eintieg ist.

Was ich schön finde, ist, dass man sofort ein paar Charakterzüge der beiden kennenlernt: Beide sind ein wenig schnippisch, das Mädchen ist ein bisschen besserwisserisch und scheint sehr selbstbewusst zu sein. Das bringst du insbesondere durch die Dialoge gut rüber.

Danke für das Lob. Jetzt werd ich rot :oops:
Aber ja, ich hab lange am Beginn probiert, einen Satz geschrieben und ihn sofort wieder weg gemacht, bis das bei raus kam o:

"lötzlicher Angriff" und dann nur ein vorsichtiger Schritt - das klingt für mich irgendwie widersprüchlich.
ein Schritt, um näher zu kommen (also die Grundlage des Angriffs) und dann warten, bis man sich drauf stürtzt im plötzlichen Angriff. Ich fand es eher widersprüchlich, wenn sie in einem "plötzlichen Angriff" auf das Tier zu rennt. Dann kann es sich ja darauf vorbereiten und ausweichen. Aber ich werde es nochmal herausarbeiten. Danke für den Hinweis :)

Ich hoffe, du kannst mit meinen Anmerkungen etwas anfangen! Und schreib auf jeden Fall weiter :)

Natürlich kann ich das! Danke für deine Kritik. Und ich habe schon weiter geschrieben. Unter Beachtung eurer Kritik (und wenn vllt mehr kommt), werde ich dann einmal den nächsten Teil posten.
Das ganze Kapitel war das aber noch nicht, weil ich persönlich längere Kapitel bevorzuge (sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen). Das heißt, das zweite Kapitel wird noch etwas auf sich warten, hehe
Vielen Dank und schönen Tag noch
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon Asieral » 29.08.2015, 12:17

HannahBoll hat geschrieben:
Weil vorher war es auf das Tier bezogen. Dann kommt eine direkte Rede, die sich nicht auf den geschriebenen Text beziehen muss. Oder soll ich es trotzdem ändern?


an anderer Stelle heißt es ja:
„Doch. Das ist ein wildes Tier. Das wird jetzt nicht mehr zurückkommen.

Das ist nur eine Kleinigkeit, aber das eine Mal benutzt das Mädchen "es" das andere "ihn". Vll dann besser einheitlich "es" oder "ihn". Wenn man "ihn" benutzt gibt das dem Ganzen auch eher einen "personenhaften" Charakter.



Naja, seine Ausdauer hat eher weniger mit seinem Charakter in dem Falle zu tun. Es kommt später noch auf, warum er das Tier fangen will. Es geht um eine Abmachung mit seinem Vater, die ihm so wichtig ist, dass er nicht aufgeben will (Das wiederum lässt auf seinen Charakter schließen).

Dann ist das ja gut, dass hier schon einmal ein Grundstein für die spätere Erklärung gegeben wird:)


Naja ... Wie würdest du es beschreiben? Er versucht es ja schon ein dreiviertel Jahr, das Tier zu fangen und schafft es einfach nicht. Dann kommt ein Mädchen daher und meint, dass es nicht so schwer sein kann bzw zweifelt sie seine Fähigkeiten als Jäger an. Immerhin sieht es ja nicht so schwer aus ... Das Tier lässt es ja zu, dass sie sich ihm nähern, warum schafft er es nach so langer Zeit nicht, es einfach zu fangen? Dann meint er halt, weil er weiß, dass es schwer ist, sie solle es doch versuchen (und bei dem Versuch auf die Nase fallen).

Ich hatte das eher wegen des "herausfordernden Blickes" gemeint, den er zwar benutzt aber nicht lange halten kann.

Hm ... Kommt vielleicht daher, dass meine Eltern Jäger sind xD
Ich fand Schweif irgendwie unpassend. Ich weiß nicht, aber das Tier ist fuchs- bzw hundeähnlich (so genau weiß das keiner) und grundsätzlich haben Füchse und Hunde eine Rute! Pferde haben einen Schweif. Das ist ja ganz was anderes halt.
Kommt vielleicht auch vom Umgang mit Jägern. Da hatte der Fuchs stets eine Rute ...
Welche Wörter empfiehlst du mir?
Aber ich denke, dass eigentlich jeder das Wort "Rute" kennt, nicht?

Das Wort "Rute" kennen bestimmt die meisten, aber mitunter in einer anderen Bedeutung (das Wort hat ja etliche..^^) Ich dachte da im ersten Moment eher an Birkenruten im Sinne von dem, was man so aus Geschichten über den Nikolaus und ungehorsame Kinder hört oder so..^^

Liebe Grüße
Asieral
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon paratoxic » 29.08.2015, 22:55

Hey,

bei der Gelegenheit werde ich auch mal meinen Senf dazugeben. Zunächst einmal: Ich habe auch schon deine anderen Auszüge gelesen, aber nicht kommentiert und finde diesen Auszug vom Stil her schon besser lesbar.

Es war tatsächlich so, dass die Augen grün waren. Nicht die Iris leuchtete so wunderbar grün, denn eine solche besaß das wundersame Wesen nicht. Viel mehr war alles, was das Auge ausmachte in derselben Farbe ausgefüllt. Nur zu den Pupillen hin zog sich ein gelblicher Schimmer.


Den Einstieg in den ersten Abschnitt finde ich etwas ungünstig, da du direkt mit der Betonung "tatsächlich" beginnst, als würdest du einen Ungläubigen überzeugen wollen - der Leser hat nur noch keinen Schimmer, worum es geht. Der Leser muss nicht überzeugt werden, es bedarf also keiner solchen Betonung.
Die Beschreibungen an sich sind für meinen persönlichen Geschmack zu ausladend; "alles, was das Auge ausmachte" ist dabei sogar noch sehr unspezifisch. Außerdem: Soweit ich weiß, ist das "Bunte", was die Pupille umgibt, immer die Iris (auch wenn das den ganzen sichtbaren Teil des Augapfels ausmacht). Ich bin da aber auch nicht fachkundig, habe eben aus Neugierde ein paar Schaubilder ergooglet.

Neugierig musterten die grünen Augen sie, dann wich das Wesem zurück.


-> Wesen
Die erste Hälfte liest sich meiner Meinung nach wegen der Reihung von Subjekt und Objekt ein wenig holprig, umsortieren hilft da schon: "Die grünen Augen musterten sie neugierig,(...)"

Sie wollte diese Kreatur nicht verschrecken und sie nur weiter betrachten. Vorsichtig setzte das zierliche Wesen eine Pfote in den staubigen Boden und musterte seine Beobachterin neugierig.


Generell würde ich mir in diesem Abschnitt ein wenig mehr Abwechslung bezüglich des Satzbaus wünschen. Zudem hast du hier eine Wiederholung, die du ruhig streichen kannst - dass das Mädchen von dem Wesen beobachtet wird, hast du erst kurz zuvor geschrieben.

Dazu passt die Mähne nicht, die an die eines Löwens erinnerte.


-> passte

Das Tier schreckte hoch und tänzelte zur Seite, sodass die Hände des kleinen Jungens ins Leere griffen.


Der Junge kommt mir eindeutig zu plötzlich bzw. seine Einführung hat mich an dieser Stelle etwas rausgebracht. Wo kommt er auf einmal her? Ich glaube kaum, dass das Mädchen ihn erst bemerkt, als seine Hände ins Leere greifen - ich vermute mal, er kommt von irgendwoher angerannt oder springt von irgendwo runter? Wenn das Mädchen seine Anwesenheit vorher bemerkt, sollte der Leser das auch tun.

Das seltsame Wesen wich seinem Jäger geschickt aus und lief die Straße entlang.


"lief" ist mir in diesem Zusammenhang zu gemütlich; das arme Tierchen wird wohl eher einen Teil der Strecke rennen.

Schließlich nahm auch das Mädchen die Verfolgung auf.


"Schließlich"? Wieso nicht gleich? Zögert sie? Wenn ja, wieso? Wie lange?

Dieser Junge soll es nicht verjagen.


-> sollte

Sie klang sichtlich beleidigt, dass der Junge das interessante Tier verscheucht hatte.


Den letzten Teil des Satzes könntest du streichen, weil das aus dem Kontext ohnehin hervorgeht; du würdest hier nur etwas wiederholen.

Das Mädchen ging sofort darauf ein und gemeinsam suchten sie die Straße ab, aber nirgendwo fanden sie einen Hinweis auf das seltsame Tier.


Wieso das jetzt? Aus Eifer? Konkurrenz?

Das Mädchen sah seine Chance in einem plötzlichen Angriff und machte nur einen vorsichtigen Schritt auf das pelzige Wesen zu.


Wieso möchte das Mädchen das Tier denn nun erwischen? Wenn sie es nur betrachten möchte, hat sie keine Motivation für diese Handlung (und falls sie doch eine hat, so wurde sie in dem Text nicht kommuniziert).
Zudem: Im nachfolgenden Abschnitt wird ja einiges für den Angriff vorbereitet - also kann von "plötzlich" eigentlich keine Rede sein.

Ohne sich zu bewegen meinte sie zu dem Jungen, der noch immer hinter ihr stand, er solle für Ablenkung sorgen.


Ich würde hier eventuell wieder zu der direkten Rede wechseln, das liest sich meiner Meinung nach schöner.

Sie sprang auf das golden schimmernde Tier zu und wollte genau auf ihm landen.


Ist es nun golden-schimmernd oder rostrot?

Sie hielt die Arme bereit, aber gerade als sie sie, um den geschmeidigen Körper schlingen wollte, purzelte der feine Körper unter ihr hervor und das Mädchen griff ins Leere.


Hmmm. Ich weiß nicht genau, welches Bild du hier erzeugen möchtest, daher bin ich mir etwas unsicher. Ich glaube jedoch, dass "purzeln" an dieser Stelle nicht das richtige Wort ist. Man purzelt nicht, um einem Angriff auszuweisen, man duckt sich weg, man springt zur Seite o.ä. Man purzelt aus Ungeschick und Tollpatschigkeit xD

So, das war es zunächst mit den direkten Anmerkungen.
Meine allgemeinen Eindrücke sind eher durchwachsen, würde ich sagen. Für meinen Geschmack sind mir einige essentielle Dinge nicht klar geworden.
Da wäre zum Einen die Erzählperspektive. Du scheinst dich an keinen Perspektivcharakter zu halten, du springst von der Perspektive her öfter hin und her (du beginnst mit dem Mädchen, dann sind teilweise Sätze dabei, die aus der Perspektive des Jungen zu erzählen scheinen, dann wechselst du wieder zu dem Mädchen...), das macht es mir schwer, zu den Charakteren irgendeine Verbindung aufzubauen.
Denn: Von den Kindern weiß ich bisher rein gar nichts, nicht einmal die Namen. Das an sich wäre nicht so fatal für mich, wenn ich wenigstens ihre Motivation nachvollziehen könnte. Aber auch dazu fehlt jede Information. Das Mädchen möchte das Tier betrachten, gut. Aber warum? Hat sie solche Langeweile? Keine anderen Kinder, mit denen es spielen könnte? Der Junge will das Tier scheinbar jagen. Warum? Dann macht das Mädchen plötzlich mit bei der kleinen "Jagd" - wegen des Jungen vielleicht? Weil sie sich mit ihm anfreunden möchte? Weil sie einsam und allein auf der Welt ist und dringend einen Freund gebrauchen könnte?
Die Jagd an sich verläuft relativ unspektakulär für meinen Geschmack, an der "Rute" habe ich mich jetzt nicht gestört (bis darauf, dass das Wort für meinen Geschmack etwas oft gefallen ist). Da bei der Jagd nicht wirklich etwas auf dem Spiel steht und für keinen Beteiligten irgendeine Art von Gefahr besteht, fand ich die Jagd an dieser Stelle aber auch wenig spannend, muss ich sagen. Eventuell wäre das anders, wenn die Kinder eine echte Motivation hätten, das Tier fangen zu wollen. Denn ohne richtige Motivation ist dann eben auch ihr Scheitern ohne jede Konsequenz - und ohne Konsequenzen keine Spannung.
Beide Kinder wirken auf mich bisher ... nunja, sehr kindlich und trotzig, beide auf ihre Weise. Damit würde ich es eventuell nicht übertreiben, die Kinder könnten schnell verzogen und motzig wirken.
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon HannahBoll » 30.08.2015, 09:46

Hallo paratoxic

Auch dir ein Dankeschön für deinen Kommentar.

Dass das Tier läuft und purzelt war beabsichtigt. Es macht sich nämlich nichts daraus, es ist nämlich "magisch" (vereinfacht gesagt) und kann so nicht gefangen werden. Es begleitet die Kinder die restliche Geschichte noch und soll so wirken. Wahrscheinlich habe ich das nicht genau rüber gebracht. Ich werde es in die Bearbeitung hinein fließen lassen.

Wieso möchte das Mädchen das Tier denn nun erwischen? Wenn sie es nur betrachten möchte, hat sie keine Motivation für diese Handlung (und falls sie doch eine hat, so wurde sie in dem Text nicht kommuniziert).

Weil sie dem Jungen zeigen möchte, dass er ein schlechter Jäger ist (So unbekümmert das Tier sich ja verhält, kann es nicht so schwer zu fangen sein!) Ich dachte, es wird aus dem Dialog klar. Ich werde die Anzeichen deutlicher hervortreten lassen.

Aber warum? Hat sie solche Langeweile? Keine anderen Kinder, mit denen es spielen könnte? Der Junge will das Tier scheinbar jagen. Warum?

Es ist nur der erste Teil des ersten Kapitels. Später erklärt er auch seine Motivation. Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Prolog machen werde (dazu muss die Geschichte ja erstmal fertig werden :XD: ) wenn nicht, sollte diese Information über seine Motivation früher fallen? Ich dachte eher, ich lass dieses Rätsel, warum er das macht zuerst einmal offen ... :?
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon Asieral » 30.08.2015, 14:11

HannahBoll hat geschrieben:Es ist nur der erste Teil des ersten Kapitels. Später erklärt er auch seine Motivation. Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Prolog machen werde (dazu muss die Geschichte ja erstmal fertig werden :XD: ) wenn nicht, sollte diese Information über seine Motivation früher fallen? Ich dachte eher, ich lass dieses Rätsel, warum er das macht zuerst einmal offen ... :?


Ob man eine Motivation besser früh oder eher im späteren Verlauf nennt, ist wahrscheinlich auch eine Geschmackssache. Eine frühe Nennung kann zu Verständnis führen, was den Leser dem Charakter näher bringen kann. (je nachdem ob sich der Leser mit der Motivation identifizieren kann/sie nachvollziehen kann etc). Die Motivation erst später zu nennen, bedeutet auch den Charakter ein Stück weit geheimnisvoll erscheinen zu lassen.
Wenn jemand den Anfang liest und meint, dass das Verhalten nicht logisch sei und zu unbegründet und deshalb nicht weiterliest, kann man das zwar vll als Problem sehen.. Aber da stellt sich dann auch die Frage, ob man solche Leser überhaupt ansprechen möchte. Wenn ich eine Handlungsweise nicht gleich verstehe, frage ich mich, welche Erklärungen es wohl geben mag und lese weiter. Nicht zu wissen, sondern vll nur zu ahnen, ist doch eigentlich recht schön..^^
Es kommt aber, finde ich, auch darauf an wie wichtig diese Motivation für den Charakter ist. Wenn die Motivation, die man später zu lesen bekommt, lautet, er jagt gerne kleine Tiere, die pelzig sind, dann wäre es wahrscheinlich besser dies schon am Anfang oder relativ früh zu nennen, da es von nicht allzu großer Relevanz ist. Aber ich vermute mal, dass das nicht so ist^^.
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon paratoxic » 30.08.2015, 16:38

Asieral hat geschrieben:Ob man eine Motivation besser früh oder eher im späteren Verlauf nennt, ist wahrscheinlich auch eine Geschmackssache. Eine frühe Nennung kann zu Verständnis führen, was den Leser dem Charakter näher bringen kann. (je nachdem ob sich der Leser mit der Motivation identifizieren kann/sie nachvollziehen kann etc). Die Motivation erst später zu nennen, bedeutet auch den Charakter ein Stück weit geheimnisvoll erscheinen zu lassen.


Klar, das ist richtig. Allerdings macht der Auszug auch kein Mysterium aus der Motivation, für mich schien es einfach kindlicher Eifer oder kindisches Verhalten zu sein, also eher nichts, was mich beim Lesen wirklich reizt. Das liegt eben daran, dass man vom Innenleben der Charaktere so gut wie nichts mitbekommt. Das einzige, das man erfährt, ist, dass das Mädchen das Tier beobachten will, vermutlich aus Neugierde. Als Leser ist mir das schlichtweg zu wenig.
Das Problem ist auch eher folgendes: Der Einstieg sollte den Leser möglichst früh packen, damit er gewillt ist, weiterzulesen. Dazu sollte hier scheinbar die spannende Jagd dienen, die jedoch für mich als Leser alles andere als spannend ist - es besteht keinerlei Gefahr für die Charaktere, es gibt nur einen relativ winzigen Konflikt und da ich die Motivation der Charaktere nicht kenne, ist es mir beim Lesen auch eigentlich ziemlich wurscht, ob sie es denn nun schaffen, das Tier zu fangen oder nicht. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man die Charaktere bereits kennt, wäre das meiner Meinung nach nicht ganz so fatal. Aber vor allem zu Beginn sollte man den Leser irgendwie einfangen, ob durch den Charakter selbst, die Umstände der Handlung, einen riesigen Konflikt, ein Dilemma, Mysterien... Möglichkeiten gibt es da viele, in dem Ausschnitt ließe sich da auch sicher noch einiges herausarbeiten.
Sicher ist es auch "ganz schön", nicht zu wissen, warum dieses oder jenes geschieht. Dann sollte es aber auch als Mysterium oder Rätsel herausgearbeitet werden, anstatt den Anschein zu erwecken, die Dinge geschähen "einfach so". Da wäre es also wichtig, das Statement zu setzen, dass es zum Beispiel für den Jungen wirklich wichtig zu sein scheint, das Tier zu fangen, der genaue Grund wäre sogar zweitrangig. Hauptsache ist, dem Leser zu vermitteln, dass es tatsächlich einen echten Grund gibt, anstatt ein vollständiges Motivationsvakuum zu erzeugen.
Denn wie gesagt: Ohne absehbare Konsequenzen (was ja auch mit der Motivation zusammenhängt) ist es mir an dieser Stelle auch einfach ziemlich egal, wie die ganze Sache mit der Jagd nun ausgeht, folglich verliert der Text an dieser Stelle für mich radikal an Spannung.
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon Asieral » 01.09.2015, 10:11

paratoxic hat geschrieben:Das Problem ist auch eher folgendes: Der Einstieg sollte den Leser möglichst früh packen, damit er gewillt ist, weiterzulesen. Dazu sollte hier scheinbar die spannende Jagd dienen, die jedoch für mich als Leser alles andere als spannend ist - es besteht keinerlei Gefahr für die Charaktere, es gibt nur einen relativ winzigen Konflikt und da ich die Motivation der Charaktere nicht kenne, ist es mir beim Lesen auch eigentlich ziemlich wurscht, ob sie es denn nun schaffen, das Tier zu fangen oder nicht. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn man die Charaktere bereits kennt, wäre das meiner Meinung nach nicht ganz so fatal. Aber vor allem zu Beginn sollte man den Leser irgendwie einfangen, ob durch den Charakter selbst, die Umstände der Handlung, einen riesigen Konflikt, ein Dilemma, Mysterien... Möglichkeiten gibt es da viele, in dem Ausschnitt ließe sich da auch sicher noch einiges herausarbeiten.
Sicher ist es auch "ganz schön", nicht zu wissen, warum dieses oder jenes geschieht. Dann sollte es aber auch als Mysterium oder Rätsel herausgearbeitet werden, anstatt den Anschein zu erwecken, die Dinge geschähen "einfach so". Da wäre es also wichtig, das Statement zu setzen, dass es zum Beispiel für den Jungen wirklich wichtig zu sein scheint, das Tier zu fangen, der genaue Grund wäre sogar zweitrangig. Hauptsache ist, dem Leser zu vermitteln, dass es tatsächlich einen echten Grund gibt, anstatt ein vollständiges Motivationsvakuum zu erzeugen.
Denn wie gesagt: Ohne absehbare Konsequenzen (was ja auch mit der Motivation zusammenhängt) ist es mir an dieser Stelle auch einfach ziemlich egal, wie die ganze Sache mit der Jagd nun ausgeht, folglich verliert der Text an dieser Stelle für mich radikal an Spannung.


Das ist vermutlich ein Stück weit auch Geschmacksache, wenn ich beispielsweise an "Die schwarze Spinne" von Jeremias Gotthelf denke. Der Anfang war, finde ich, alles andere als spannend, diente aber als "Ruhe vor dem Sturm". Man riskiert dadurch natürlich, dass der Leser am Anfang mitunter keinen Sinn sieht, weiterzulesen. Eine Andeutung auf die Motivation wäre hier, denke ich und da gebe ich dir recht, hilfreich oder notwendig, um etwas Spannung zu erzeugen, sofern man diese wünscht.
Die beschriebene Jagd ist jetzt, denke ich, auch nicht wirklich etwas, was den Leser fesseln kann, da stimme ich dir zu. Es kommt dabei aber für mich auch darauf an, an welcher Stelle der Text steht. Da dies ja der Anfang von Kapitel 1 zu sein scheint, wäre es meiner Meinung nach nicht schlecht einen Prolog zu verfassen. Die Gefahr, wenn man zu viel noch nicht verraten möchte ist, dass der Lesen denken könnte, dass der Text einfach nur nicht durchdacht genug wäre.

Liebe Grüße
Asieral
Zuletzt geändert von Tinki am 01.09.2015, 10:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat Funktion korregiert
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Re: [Fanty] Die verrückte Welt von Pirbizii Kapitel 1/1

Beitragvon HannahBoll » 03.09.2015, 20:02

Oha. Da ist man ein paar Tage weg vom Online-Leben und hier wird heftig diskutiert :XD:
Also danke paratoxic, dass du es so direkt aussprichst. Ich habe jedenfalls vor es so zu ändern, dass man merkt, dass der Junge schon dringend das Tier fangen möchte, aber noch nicht verraten wird warum bzw nicht so ganz ...

Und Asieral:
Ja, die Geschmäcker gehen sehr auseinander. Selbst hier in der SWS ist mir aufgefallen, dass in den Kommentaren zu Werken teilweise sehr unterschiedliche Dinge stehen. Manchen gefällt eine Stelle, andere raten, sie gleich raus zu nehmen oder grundlegend zu ändern. Ich weiß, dass meine Texte nicht perfekt sind - ziemlich genau das Gegenteil (aber deswegen bin ich ja hier), aber ich frage mich, ob es überhaupt Texte gibt, die man hier so rein stellen kann und keiner Kritik dran finden würde ...
Übrigens habe ich teilweise (gute bzw gepriesene) Bücher gelesen, wo ich mir (bei manchen Stellen) dachte: Na die SWS hätte da schon den Spaß am Zerpflücken gehabt :XD:
Das Niveau hier ist schon super hehe.
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