[Humor]Die Wahrheit über WeinAchten (DÜ 245)

Komödie, Satire, Parodie

[Humor]Die Wahrheit über WeinAchten (DÜ 245)

Beitragvon Einsiedler » 28.12.2014, 13:01

Die Wahrheit über WeinAchten

Wie alle wissen gelang und gelingt es, in einem geheimen Archiv im Vatikan, Wahrheiten vor uns zu verheimlichen.
Nun ist es mir aber gelungen an eines dieser Geheimdokumente zu gelangen. Die abenteuerliche Geschichte, wie es dazu kam, will ich hier gar nicht beschreiben. Auf alle Fälle half mir eine Kirchenmaus dabei.
In dem geheim gehaltenen Schreiben geht es um WeinAchten und um den Beweis, dass „Weihnachten“ eine Erfindung der christlichen Kirche ist, welche die Ursprünge verfälscht hat, um ein Fest nach ihrem Geschmack feiern zu lassen.

Das WeinAchtsfest geht auf die Mayas zurück. Wobei der Irrtum, dass die Mayas vollständig ausgerottet wurden, durch die Offenbarungen in diesem Dokument widerlegt wird.
Darüber wird sich eine kleine Gruppe Menschen, die gerade in dieser Zeit immer mehr Zulauf erfährt, sehr freuen.

Solange sie denken können feiern die Mitglieder der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ im Dezember das WeinAchtsfest. Nun, da ich das Geheimdokument in die Hände bekam, können sie sich auch erklären wie ihr Fest entstand und was die Symbole und Handlungen bedeuten.

Wie ich schon andeutete, ist die Kirche des fliegenden Spaghettimonsters ein Überbleibsel der Mayas. Unentdeckt in der Welt lebten sie ihre Bräuche und offenbarten sich erst vor wenigen Jahren. Als Piraten befuhren und befahren sie die Weltmeere. So konnten sie überleben, ohne entdeckt zu werden.
Wie durch ein Wunder gelangte ihre Lehre auch nach Templin, in den „Fernen Osten“. So wurde die DDR – jetzt ehemalige DDR – bezeichnet.

Da es sich um ein geheimes Dokument handelt, bringe ich es nicht im Ganzen, aber einige wichtige Erklärungen die beweisen, dass das, was wir als Weihnachtsfest feiern sollen, vom Ursprung dem WeinAchtsfest abgekupfert und verfälscht wurde.

Aus dem Gasthaus, wo anders hat man auf den Wein acht, wurde der Stall, der Tresen zur Futterkrippe.
Im Tresen wurde und wird eine übergroße Nudel aufbewahrt, die bei besonderen Gelegenheiten wie eine Monstranz gezeigt und bewegt wird. Daraus wurde die Puppe, die zum Weihnachtsfest in einer Futterkrippe liegt.

Mit dem Namen des Oberpriesters Weida verbindet sich die Weide, auf der die Schafe grasen. Ihr Fleisch und auch das des Ochsen, wird zu Pastagerichten gereicht. Piratenfisch eignet sich auch vorzüglich zu Pasta und da den Piraten immer wieder fliegende Fische erscheinen, die beim WeinAchtsfest auch eine Rolle spielen, erfand man die Engel mit der Nachricht von einem neugeborenen Kind. So wollte und will man die Puppe in der Futterkrippe rechtfertigen.

Von „Weida“ (Weide) leitete man die Hirten ab, welche zu Weihnachten den Stall besuchen. Auch das ist gefälscht, denn die „Pastafaris“, wie sich die Anhänger des fliegenden Spaghettimonsters nennen, erscheinen als Piraten und nicht als Hirten.

Nun könnte man noch über die Pappnase mit dem Wattebart reden, die als Kinderschreck in das Weihnachtsfest eingebaut ist. Doch daran glaubt ja sowieso kaum jemand, was zu allen anderen Erkenntnissen dazu kommt. Somit ist eigentlich schon bewiesen, dass Weihnachten eine irreführende Erfindung ist.
Darum lade ich ein, mit allen Pastafaris, in Zukunft das WeinAchtsfest zu feiern, um bei der Wahrheit zu bleiben.
Und hier der Link zu den Pastafaris: http://pastafari.psag.net/index.php?kat ... sub=munser

©Folkmar Drechsel

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!

habe Einfälle wie ein altes Haus, nur nicht so schnell.
Benutzeravatar
Einsiedler
 
Beiträge: 4939
Registriert: 24.11.2008, 16:37
Wohnort: im grünen Winkel (Rudersberg)

Re: Die Wahrheit über WeinAchten (DÜ 245)

Beitragvon Arnulf » 29.12.2014, 13:39

Hallo Einsiedler,

vorneweg bemerkt - so viel Rotwein könnte ich gar nicht trinken, dass sich bei mir eine solch "fantastische" Geschichte einstellen würde :D Alle Achtung!
So abstrus diese Geschichte ist, so habe ich sie dennoch mit einem Schmunzeln gelesen, wenn auch satzweilig mit verzogenen Augenbrauen :) Aber ok, es ist ja eine DÜ, wenn auch an einem Sonntag veröffentlicht :wink:
So erlaube ich mir nur einige kleine Anmerkungen:

Nun ist es mir aber gelungen an eins dieser Geheimdokumente...

Ich denke es ergibt ein besseres deutsch, wenn du schreibst ...an eines...

In dem geheim gehaltenden Schreiben...

besser In dem geheim gehaltenen Schreiben...

Der Hinweis
Darüber wird sich eine kleine Gruppe Menschen, die gerade in dieser Zeit immer mehr Zulauf erfährt, sehr freuen.

hat mich als "Otto Normalo" etwas verwirrt. Aber ich denke da gibt es wohl keinen Erklärungsbedarf, oder?

...die Mitglieder der „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“...

Hm, hier dann doch die Kirche im Spiel? Ich fände es besser, wenn es eine Bruderschaft wäre. OK, langweilig - mach eine Schwesternschaft draus :wink:

Deinem Link bin ich nicht gefolgt. Davor hatte ich ehrlich gesagt etwas Bammel, da ich nicht weiß ob mein Virenscanner dafür ausreicht! :D

Fazit: Geile Geschichte - und du musst mir bei Gelegenheit bitte mal schreiben wie das Zeug heißt dass du eingenommen hast 8)
Kreative Grüße
Arnulf
Hinfallen ist menschlich - immer wieder aufstehen manchmal übermenschlich!
Benutzeravatar
Arnulf
 
Beiträge: 58
Registriert: 16.11.2014, 16:48
Wohnort: Dohr (bei Cochem/Mosel)
Blog: Blog ansehen (1)

Re: Die Wahrheit über WeinAchten (DÜ 245)

Beitragvon Einsiedler » 29.12.2014, 15:21

Hallo Arnulf,

danke fürs Lesen und für die Fehler, die ich sofort bereinigt habe. Es ist schon so, dass man irgendwann betriebsblind wird, denn ich habe die Geschichte mindestens zehnmal gelesen, aber die beiden Fehler hatten sich gut versteckt. Was will man auch von einem Geheimdokument erwarten...

Zum Rotwein kann ich nur sagen, dass ich vor sechs Wochen ein Glas mit Lemmy getrunken habe. Kann sein, dass es bis gestern gewirkt hat.

Die "kleine Gruppe Menschen" ist doch hinreichend, als Nachkommen der Maya, erklärt. Wobei sie das selbst noch nicht wussten, das hat mir ihr Oberpriester Weida bestätigt. Er war hoch erfreut, als ich ihm die Geschichte zuschickte, endlich etwas über die wirkliche Herkunft des Spaghettimosters und seiner Anhänger zu erfahren. Demnächst erscheint die Geschichte auch in den internen Mitteilungen, als Wort zum Freitag, welches in Facebook auch Symphatisanten zugänglich gemacht wird.

Die „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ ist ein eingetragener Verein, die Mitglieder sind Atheisten und in Templin hat es weltweit Aufsehen erregt, als die Hinweisschilder zur "Nudelmesse", welche an jedem Freitag stattfindet, von religiösen, kirchlichen Fanatikern beschmiert und entfernt wurden. Damit ist auch erklärt, dass es sich um keine Erfindung von mir handelt. Aus diesem Grund ist es schlecht möglich eine andere Gemeinschaft einzusetzen. Es geht ja auch darum, dass es keine andere Gemeinschaft gibt, die sich aus den Überlebenden der Maya gebildet hat.

Den Link kann man getrost aufrufen, da es der offizielle Link zur Seite eines eingetragenen Vereins ist.

Ach ja, getrunken habe ich, wie fast jeden Abend, meine "Drogenbrühe" - das ist selbst gesammelter Tee mit folgendem Inhalt:
Pfefferminze, Zitronenmelisse, Taubnesselblüten, Brombeerblätter, Huflattichblüten, Spitzwegerich, Salbei, Schafgarbe, Oregano, Lindenblüten und Waldmeister

In der Hoffnung, dass ich alle Klarheiten beseitigt habe, liebe Grüße vom Einsiedler

Die Schreibwerkstatt kommt wieder! Sag mir Bescheid!

habe Einfälle wie ein altes Haus, nur nicht so schnell.
Benutzeravatar
Einsiedler
 
Beiträge: 4939
Registriert: 24.11.2008, 16:37
Wohnort: im grünen Winkel (Rudersberg)


Zurück zu Lustiges

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste