Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

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Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Samira-Jessica » 31.07.2015, 21:50

Gerade mache ich mir Gedanken zur Charakterentwicklung.
Zu meinen Charakter, die in meinem Projekt vorkommen. hab ich mir natürlich schon ein paar Überlegungen gemacht, weil die Idee (und eigentlich schon mehr als der Anfang) zu meinem Projekt schon ein paar Jahre steht. Doch bisher bin ich nie über das was ich in der Handlung und in folgendem kurzen Steckbrief

Name:
Nachname:
Spitzname:
Alter:
(Geburtsdatum:)
(Geburtsort:)
Herkunft:
Rasse:
Geschlecht:
Rang:
Beruf:

Familie:

festgehalten habe, hinausgekommen. Aber heute habe ich dann vorhin habe ich was über dreidimensionale Charaktere, mit einer körperlichen, geistigen und sozialen "Dimension" gelesen und mir gedacht: Stimmt eigentlich, zu einem Charakter gehört viel mehr als das!

Jetzt frage ich mich aber gerade: Was genau gehört noch alles dazu?
Daher wollte ich fragen, was ihr so darüber wisst und ob ihr mir helfen könnt, sowas wie eine Checkliste zu erstellen vielleicht ...

Schöne Grüße
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Dingelchen » 31.07.2015, 23:08

Hi,

Also, ich überlege mir bei meinen Charakteren immer folgendes:

- Soziale Herkunft (also: Welche Berufe haben seine Eltern? Sind sie Akademiker oder nicht, haben sie irgendeinen Ruf zu wahren oder nicht, sind sie religiös oder nicht, wie viel Wert wurde auf Bildung gelegt bei der Erziehung, etc.)

- Prägende Erlebnisse (Egal, ob ein waschechtes Trauma oder einfach nur z.B. ein imposanter Urlaub in nem fernen Land, der dem Prota irgendwelche Vorlieben oder Hobbies verschafft hat)

- Generelle Weltsichten (bzgl. Glaube, Moral)

- Zukunftsträume / Lebenssinn (Wofür würde der Charakter einstehen? Was ist ihm wichtig? Wie stellt er sich seine Zukunft vor?)

Ja, das ist das, was mir jetzt mal so auf die Schnelle einfiel. Hab garantiert nochwas vergessen, aber in etwa kommt das meinen Überlegungen zu Charakteren nahe.
Ich überleg mir da meist ne Biographie mit zumindest diesen wichtigsten Eckpunkten, und geh da nicht stur nach diesen Punkten, sondern spinne da einfach ne Lebengeschichte zusammen, je nach Charakter entweder ziemlich detailliert oder nur ganz grob.

LG
Dingelchen
"Im Mondlicht drehten sich die Paare. Die Feigheit mit der Tugend, die Lüge mit der Gerechtigkeit, die Erbärmlichkeit mit der Kraft, die Tücke mit dem Mut.
Nur die Vernunft tanzte nicht mit."

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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Maggi1417 » 31.07.2015, 23:24

Das hier:

Spoiler: Anzeigen
Schritt1:
Es beginnt damit, dass man darüber nachdenkt, welche Wunden die Figur hat. Welches Ereignis (oder Ereignisse) in der Vergangenheit hat bleibende Narben in der Psyche des Charakters hinterlassen.
Der writershelpingwriters-blog zählt sieben Kategorien auf: Physische Verletzungen oder Behinderungen, Opfer von Ungerechtigkeit, Verbrechen, etc. , Fehler oder Versagen der Figur selbst, Verrat und Enttäuschung, Isolation und Ausgrenzung, Im Stich gelassen- oder Abgelehnt werden, Desillusionierung.
(Es muss sich nicht immer um die obligatorische tragische Vergangenheit handeln. Nicht jede Figuren brauchen tote Eltern oder Misshandlungen in der Kindheit. Aber niemand geht auf Wolken durchs Leben. Narben trägt eigentlich fast jeder ab einem bestimmten Alter. Kreativität ist angesagt.)

Schritt 2:
Als nächstes macht man sich Gedanken darüber, wie diese Erlebnisse das Denken der Figur geprägt haben. Einige Autoren nennen das "die Lüge, die die Figur glaubt". Es handelt sich dabei um verallgemeinerte (falsche) Annahmen über sich selbst, Menschen, die Welt, etc. Eine Figur, die von der Gesellschaft immer wieder ausgegrenzt wird, kommt vermutlich irgendwann zu dem Schluss "Ich bin anders. Ich gehöre nicht dazu". Eine Figur, die einmal schwer betrogen wurde, kommt zu dem Schluss "Man darf niemandem trauen, außer sich selbst". Je nach Figur kann das ganze auch ganz unterschiedliche Wege nehmen. Eine Figur, der Gewalt angetan wurde kommt eventuell zu dem Schluss "Es ist am beste unauffällig und unterwürfig zu bleiben, dann ist man sicher." Genauso gut könnte sie aber auch anfangen zu glauben "Du musst härter sein, als alle anderen. Dann bist du sicher."
Wenn man sich klar gemacht hat, welche Lügen die Figur glaubt, dann hat man schon einen ziemlich guten Kompass zur Hand um zu entscheiden, wie sie in bestimmten Situationen fühlt und handelt.

Schritt 3:
Ängste. Das ist ja so ein Punkt der eigentlich immer in diesen Profilen auftaucht. Man muss sich da nichts aus den Fingern saugen. Die Antwort findet man in Schritt 1. Die Figur hat Angst davor, die Erfahrungen aus Schritt 1 in der selben oder einer anderen Form noch einmal zu erleben. Auch hier kann man daraus wieder gut ableiten, wie ein Charakter fühlt und handelt.
Eine Figur, die einmal im Stich gelassen wurde, wird Angst haben, dass es noch mal passiert und sich gar nicht erst auf andere verlassen. Jemand der immer ausgegrenzt wurde, wird gar nicht erst versuchen, dazuzugehören, um die Erfahrung nicht noch einmal machen zu müssen. Eine Figur, die einmal einen großen Fehler gemacht hat, wird versuchen, sich verantwortungsvollen Aufgaben zu entziehen, weil sie nicht noch einmal versagen will.

Schritt 4:
Schwächen.Nach den ersten drei Schritten springen die einem eigentlich fast ins Gesicht. Es sind die Ansichten, die sich aus der Lüge ableiten, die die Figur glaubt. Die Verhaltensweisen und Mechanismen, die die Figur davor schützen sollen, die selben Schmerzhaften Erfahrungen noch einmal zu machen.
Natürlich funktioniert das nicht (wo wäre da der Spaß?). Diese Schwäche/Schwächen wird der Figur immer wieder im Weg stehen und sie daran hindern, ihre Ziele zu erreichen. Der sogenannte fatal flaw. Erst wenn der Charakter die Lüge enttarnt und seine Schwäche überwindet, kann das Ziel erreicht werden (mehr dazu unten).

Das ganze funktioniert übrigens auch rückwärts: Wenn ich zum Beispiel gerne einen Charakter hätte der Arrogant, Feige oder Selbstsüchtig ist, dann muss ich mir nur die Frage stellen "Welche schmerzhaften Gefühle versucht meine Figur durch dieses Verhalten zu vermeiden?" Und dann noch einen Schritt zurück "Bei welchem traumatischen Ereignis hat die Figur diese Gefühle zum ersten Mal erlebt?" Voilà.

Entwicklung: Wenn man einen Charakter möchte, der sich entwickelt (und wer möchte das nicht), dann orientiert man sich an der Lüge aus Schritt 2. Die Figur beginnt diese Annahme in frage zu stellen, stellt fest das sie falsch ist, und schafft es, die erlernten Verteidigungsmechanismen (aka Schwächen) zu überwinden. Zum Beispiel: Der Protagonist, der in seiner Kindheit verlassen wurde und sich deshalb nur auf sich selbst verlässt. Das schadet ihm. Es kommt ihm bei der Lösung von Problemen immer wieder in die Quere. Doch dann, im Laufe der Handlung, findet er Leute, die ihm zu Seite stehen. Er beginnt die Annahme "ich kann mich nur auf mich selbst verlassen" in Frage zu stellen,schafft es letztendlich seine Schwäche (nicht vertrauen können) zu überwinden und kann sein Problem lösen.


Hier ist die Quelle auf der meine Technik basiert.
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Milch » 31.07.2015, 23:46

Ich finde die Widersprüche und Dilemmas in einer Figur spannend, das ergibt auch eine dreidimensionale Figur, plus etwas, was nicht primär in die Geschichte gehört, um zu zeigen, dass er noch eine Welt außerhalb der Geschichte hat.
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon RomaLia » 01.08.2015, 00:18

Eine Sache, die ich bei meiner Charakter-Entwicklung gelernt habe ist, dass ein Charakter neben seinen guten Eigenschaften unbedingt auch negative Eigenschaften braucht oder wie man so schön sagt: Ecken und Kanten.

Ich weiß, dass viele Autoren (auch ich) dazu neigen, ihre Protagonisten möglichst perfekt und super sympathisch zu gestalten. Bei den Antagonisten ist wiederum genau das Gegenteil der Fall, sie sollen möglichst böse dargestellt werden.

Doch ein runder Charakter soll eben beides beinhalten, die guten und schlechten Seiten. Zudem sollte man sich überlegen warum die Charakter gewisse Eigenschaften und Ziele haben. Warum will der Bösewicht den Helden umbringen? Warum will er sich die Weltherrschaft unter den Nagel reißen? Warum will der Held wiederum für das Gute kämpfen?

Ein Charakter braucht Konflikte, Ziele, eine Vergangenheit, Beziehungen, ein Umfeld, Erfahrungen und während des Handlungsablaufs eine Entwicklung. Das alles schafft für mich einen Dreidimensionalen Charakter.

Ich finde mit Jacky's Charakterbogen kann man das schon sehr gut ausarbeiten und für die Nebencharaktere würde sich eine Zusammengefasste/ gekürzte Variante eignen. ;)
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Anchesa » 01.08.2015, 12:00

RomaLia hat geschrieben:Eine Sache, die ich bei meiner Charakter-Entwicklung gelernt habe ist, dass ein Charakter neben seinen guten Eigenschaften unbedingt auch negative Eigenschaften braucht oder wie man so schön sagt: Ecken und Kanten.


Das finde ich auch ganz wichtig! Sonst wird der Charakter einfach zu langweilig und bleibt nicht in Erinnerung. Man muss mitfiebern können und immer wissen wollen, wie es weiter geht. Und Konflikte entstehen nunmal auch durch Schwächen, Ecken und Kanten.

Wenn ich einen Charakter erstelle, versuche ich auch immer, mir alle Charaktere als großes Ganzes vorzustellen. Ich habe mal eine Theorie gelesen, dass man die Charaktere immer ergänzend schreiben sollte. Also wenn einer besonders stark ist, sollte ein anderer schwach sein (jetzt sehr vereinfacht ausgedrückt), um ein besseres Gleichgewicht zu schaffen. Durch gezielte Gegensätze können so auch Konflikte entstehen, aber auch neue Lösung. In diesem Blogartikel habe ich das ganze nochmal genauer beschrieben:
https://buchatelier.wordpress.com/2015/ ... twicklung/

Ansonsten habe ich hier noch eine Art Checkliste zusammengestellt und zum Download bereit gestellt, vielleicht hilft dir das auch ein bisschen weiter: https://buchatelier.wordpress.com/2015/ ... kterbogen/
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Samira-Jessica » 01.08.2015, 22:38

Hey, danke für die vielen Tipps!
Ich hab nur schnell alles überflogen ...

@Maggi1714: Ich hab auch das nur kurz überflogen, muss ich gestehen :oops:. Aber das kommt mir sehr bekannt vor, kann es sein, dass wir darüber schon geschrieben haben?

@Milch: Ja, das mag ich an einem Charakter auch sehr gern! Ich finde solche Details allgemein sehr interessant, auch wenn's in die Vergangenheit geht...

@RomaLia: Ja, klar, Ecken und Kanten sind immer gut und auch interessant sind vor allem eben die Gründe für die Taten (oder Pläne) der Charaktere, das ist meist die spannendeste Frage und Auflösung dann am Schluss. (Gibt ja auch welche, die sagen, der Charakter ist einfach böse, weil er böse ist, Punkt. - Find ich nicht gut) - Akkarin, der Hohe Lord, aus der Gilde der Schwarzen Magier ist da ein sehr gutes Beispiel, finde ich, wenn nicht gar eines der Besten. (Lese ich im Moment wieder und verschlinge es wieder geradezu *-*)

@Anchesa: Das mit den Ergänzungen, also den Gegensätzen, finde ich gut, merke ich mir!
(das Erinnert mich an die Begriffe Protagonist und Antagonist [oder so ähnlich] - und an die Charaktere Sonea und Regin, sind das die beiden Parts in DGDSM? Oder liege ich da wieder falsch? :thinking: )
Den Charakterbogen finde ich sehr gut, weil er, meiner Meinung nach jetzt alles Wichtige enthält. Hab ihn mir runtergeladen.
Danke!

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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Anchesa » 02.08.2015, 00:34

Samira-Jessica hat geschrieben:

@Anchesa: Das mit den Ergänzungen, also den Gegensätzen, finde ich gut, merke ich mir!
(das Erinnert mich an die Begriffe Protagonist und Antagonist [oder so ähnlich] - und an die Charaktere Sonea und Regin, sind das die beiden Parts in DGDSM? Oder liege ich da wieder falsch? :thinking: )
Den Charakterbogen finde ich sehr gut, weil er, meiner Meinung nach jetzt alles Wichtige enthält. Hab ihn mir runtergeladen.
Danke!
[/color]

Freut mich, dass dir der Bogen gefällt. Ich nutze ihn jetzt auch immer (mit einigen spezifischen Abwandlungen, je nach Plot) und bisher hat er für mich auch immer gut gepasst :)

Der Protagonist ist ja deine wichtigste Person in dem Roman, also deine Hauptfigur, oft die, aus dessen Perspektive du erzählst (zumindest die meiste Zeit). Der Antagonist ist in erster Linie der Gegner des Protagonisten. Natürlich sind Prota und Anta oft gegensätzlich (im einfachsten Fall gut vs. böse), aber sie unterscheiden sich nicht immer zwangsläufig und in jeder Charaktereigenschaft voneinander. Aber wenn man das Beispiel runterbricht, dann kann kann man durchaus sagen, dass auch da Gegensätze gehandelt werden =)
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Samira-Jessica » 02.08.2015, 00:48

Anchesa hat geschrieben:
Samira-Jessica hat geschrieben:

@Anchesa: Das mit den Ergänzungen, also den Gegensätzen, finde ich gut, merke ich mir!
(das Erinnert mich an die Begriffe Protagonist und Antagonist [oder so ähnlich] - und an die Charaktere Sonea und Regin, sind das die beiden Parts in DGDSM? Oder liege ich da wieder falsch? :thinking: )
Den Charakterbogen finde ich sehr gut, weil er, meiner Meinung nach jetzt alles Wichtige enthält. Hab ihn mir runtergeladen.
Danke!
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Freut mich, dass dir der Bogen gefällt. Ich nutze ihn jetzt auch immer (mit einigen spezifischen Abwandlungen, je nach Plot) und bisher hat er für mich auch immer gut gepasst :)


Ich finde, er hat alles was man braucht und klar ist es gut, ihn auf die Charaktere abzustimmen.
Ich denke, ich werde die Formen Steckbrief und Fragebogen mischen, das ist eine gute Möglichkeit, find ich, die Eckdaten auf einen Blick zu haben und dennoch "den Charakter von sich erzählen zu lassen.

Der Protagonist ist ja deine wichtigste Person in dem Roman, also deine Hauptfigur, oft die, aus dessen Perspektive du erzählst (zumindest die meiste Zeit). Der Antagonist ist in erster Linie der Gegner des Protagonisten. Natürlich sind Prota und Anta oft gegensätzlich (im einfachsten Fall gut vs. böse), aber sie unterscheiden sich nicht immer zwangsläufig und in jeder Charaktereigenschaft voneinander. Aber wenn man das Beispiel runterbricht, dann kann kann man durchaus sagen, dass auch da Gegensätze gehandelt werden =)


Oh, da fällt mir auf, dass ich mir fast noch keine Gedanken über meine bösen Charaktere gemacht habe ... Obwohl, doch die gibt es ... :thinking: aber die habe ich mir jetzt gar nicht mehr so genau angeschaut und nicht in meine Handlungsentwürfe eingebaut...
Danke, für's erinnern! ^^
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Anchesa » 02.08.2015, 09:13

Ich finde, auch beim Antagonisten ist es ganz wichtig, dass er ein klar nachvollziehbares Motiv hat und nicht einfach nur böse ist, weil naja einfach so. Weil man jemand böses braucht. Am besten finde ich es persönlich, wenn der Antagonist auch irgendwie sympathisch ist oder - wenn das gar nicht geht - zumindest halt nachvollziehbar in seinen Motiven und irgendwie cool ;)
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Re: Dreidimensionaler Charakter - Checkliste

Beitragvon Maggi1417 » 02.08.2015, 09:21

Ich finde, auch beim Antagonisten ist es ganz wichtig, dass er ein klar nachvollziehbares Motiv hat und nicht einfach nur böse ist

So schaut's aus. Man sollte sowohl bei Nebenfiguren als auch bei Antagonisten im Kopf behalten "Jede dieser Figuren ist der Held seiner eigenen Geschichte."
Für Nebenfiguren heißt das, dass sie den Held nicht nur unterstützen, weil er eben der Held ist, sondern weil es ihnen dabei Hilft, ihre eigenen Ziele zu verfolgen.
Beim Antagonisten muss man sich klar machen, dass es selbst sich als Held und den Protagonisten als Bösewicht versteht.

(Das ist übrigens das interessante an Game of Thrones. Da gibt es keine "Helden" und "Bösewichte", nur Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen, unterschiedlichen Ansichten und Zielen, die durch die Natur der Dinge auf unterschiedlichen Seiten gelandet sind.)
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