Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Hier können Weltenbastler ihre eigene Welt erschaffen. Wenn du beim Welten bauen Unterstützung brauchst z.B. Namen für Charaktere, Orte, Wesen etc. suchst, ist hier der richtige Ort.

Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon schreiberling » 15.05.2009, 13:22

  1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?

    Entstanden gemeinsam. Der Fortgang der Geschichte hat notwendig gemacht daß ich mir mehr und tiefere Gedanken machen musste über meine Welt und deren Funktionieren.

  2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?

    Ausgangspunkt war bei mir "Zwei so unterschiedliche Wesen wie ein Mann und ein Drache treffen sich durch seltsame Umstände, befreunden sich usw.."


  3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?

    Sich zu wenig Gedanken zu machen. Zu wenig in die Tiefe zu gehen. Oberflächlich zu bleiben.

  4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?

    Dem ganzen Zeit geben, alle Aspekte gesellschaftlichen Lebens durchdenken. Religion, Götter, Handel, Politik, Herrscher incl Intrigen etc , Geografie, Landwirtschaft, Ökologie, Kultur, Kleindung, Sprachen, Magie, Medizin, Justiz etc.

  5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?

    Nichts ist nicht wichtig.

  6. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?

    Ich finde ersteres die interessantere Herausforderung


  7. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?

    Es war ein jahrelanger Gedankenprozess und ist noch nicht fertig, da die Geschichte bisher nur quasi im Rohbau existiert


  8. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?

Wieso nicht Fan Fiction schreiben...
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon teado » 01.10.2009, 20:37

Hoi,

Na dann will ich auch mal meinen Senf dazu abgeben:

1.
Zuerst die Idee, die meist aus dem geboren ist, was mir persönlich sehr gefällt. Danach entstehen meist die Charaktere, da ich mich für verschiedene Charakterzüge gerade als introvertierte Person sehr begeistern kann. Die Welt ist dann das nächste. Die Geschichte kommt dann zum Schluss da die meist nicht das Gelbe vom Ei ist :-D

2.
Ich bin ein Fan von Mystik und meine Weltenerschaffung fällt auch meist dahingehend aus. Standardmässig gibts bei mir am Anfang immer nur Eine Sache (Sei es nun Chaos, Gott oer was auch immer) - aus diesem Einen schließlich entsteht dann immer mehr. Bis ich irgendwann mal eine Welt zusammen bekommen habe :-D

3.
Zu sehr in seiner eigenen Fantasy ab zu tauchen und somit seine eigene Welt einem potentiellen Lesetier nicht interessant genug zu gestalten.

4.
Ob Weltenerschaffunf oder irgend etwas anderes, das wichtigste bleibt nach wie vor Spaß daran zu haben.

5.
Ich finde das wichtigste ist es den Überblick zu behalten. Gerade bei einer so großen Sache wie eine eigene Welt kann man mal schnell den Faden verlieren.
Als Gott muss ich gar nichts wissen. Ich klatsche einfach in die Hände und alles ist so wie ich es mir vorstelle :-D

6.
Das Grundkonzept:
Ich hab mir einmal Gedanken gemacht was mir gefallen würde, rein fantasymässig.

Das Drum herum:
Erfahrungen aus dem eigenen Leben; Recherchen aus der Realität die mir gefallen und die ich in meine Welt integrieren kann und auch möchte; Realisierung aus Wünschen, Sehnsüchten und Träumen - sprich alles was man als Sterblicher so erlebt.
Man kann da letztlich alles mit einfließen lassen ^^

7.
Eine eigene Welt zu erschaffen ist einfacher als die ganzen Sachen im Hinterkopf zu behalten die in der realen Welt Gang und Gebe sind.
Physik und Chemie sind da immer ein Ärgernis - Die übernehme ich komplett aus der Realität ;-)

8.
Kann ich noch nicht sagen. Ich spinne schon seit fünf Jahren an meiner Welt herum - es wird auch mind. nochmal so viel brauchen, wenn nicht sogar noch länger bis sie endlich mal fertsch ist (Eine Geschichte solls ja dazu auch noch geben ;-))

8.
Finanziell: Nein
Gesellschaftlich: Vielleicht
Lebenszeit sinnvoll verbringen: Keine Ahnung
Lebenszeit freudig durchstehen: Ja

9.
Ich habe bisher erst eine erschaffen, bzw. bin noch dabei. Ich vermute schon das es noch ein ganz schönes Stück dauern wird :-)

10.
Naja, das Prob: Diese Welten sind meist reich von Gefühlen und Gedanken jener die sie erschaffen haben. Eigene Empfindungen da mit einzubauen bedeutet auch das Flair und die Ausstrahlung dieser Welt zu verändern.
Dabei besteht dann natürlich die Gefahr das sich Fans von bspw. Tolkien dann dieser Welt abwenden weil sie nicht mehr so ist, wie sie es gewohnt waren.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Livina » 28.12.2009, 16:46

1.Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Nun, bei mir war erst ein Charakter da. Der hatte eine kleine Geschichte, als ich aber keine Ahnung ahtte, auf welcher Welt das jetzt spielen soll, bin ich jetet dabei, mir eine grobe Welt auszudenken und dann Charakter und Geschichte anzupassen. Wenn ich nochwas brauche füge ich das zur Welt hinzu.
2.Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Erst hatte ich einen Baum gesehen, da war irgendeine Kletterpflanze dran, schwupp hatte ich einen Baum im Kopf. Dann kam ein kleines Tierchen und es kommt nochmehr hinzu. Auch Ruinen und sowas, alles eben.
3.Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Eigentlich keinen. In der Fantasy kannst du keine Fehler machen.
4.Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Fang einfach von vorne an, in der Mitte, am Ende, schnurz egal. Wenn dir ganz plötzlich was einfällt, Baum, Tier oder Gegend, merken und weiter machen. Wenn dir nichts mehr einfällt, einfach warten.
5.Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Naja, du musst eben wissen, wie deine Welt aufgebaut ist und wo sich welche Personen befinden. Nicht das XY vorher im Wald war, im nächsten Kapitel auf dem Meer und dann in der Wüste. Nicht wichtig ist, das XY jetzt auch dem 30 oder auf dem 31 Breitengrad in der Wüste herumihrt. Das ist so ziemlich egal.
6.Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Durch Anregungen aus der realen Welt. Man kann sich ja auch eine Nahrungskette ausdenken, und da würde ich mir erstmal die Nahrungskette hier angucken.
7.Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Eine eigene Welt zu erschaffen. Über die Welt hier zu recherchieren...nö. Wenn du.. keine Ahnung irgendwo bist, in der Sahara, und dann einen Berg in der Nähe, am besten in der Wüste brauchst, der der höchste Berg überhaupt ist oder keine Ahnung, wie krigst du das hin? Außerdem musst du dich dan an Regeln halten und dir sind Grenzen gesetzt... kotz!
8.Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
Ja, dann kennt man eine Welt, die Forscher nicht einmal erahnen und … ach! Ich meine, dann hat man Geschöpfe und Pflanzen hervorgebracht, die es nie gab und jetzt gibt. Du hast die Möglichkeit … du hast einfach alle Möglichkeiten …
9.Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Damit wird man niemals fertig, hier auf dieser Welt finden sie ja immer wieder neue Insekten und sowas, wenn man das seine Fatasy besiedeln muss... oh nein! Da hat die Welt bestimmt später noch einen Trabanten, der auch bewohnt ist und …
10.Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein. Die Welt entspricht nicht meinem Geist. Ich könnte überhaupt nicht nachepfinden, wie die Personen ect. sich gerade fühlen. Nein, ich muss schon wissen, ob das so in Ordnung ist oder ob ich einem Charakter zu viel zumute.
Ich muss die Veränderung sein, die ich in der Welt sehen will.

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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Layana » 29.12.2009, 22:41

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Meistens ein, zwei Charaktere, ein paar Geschichtenschnipsel und die Erkenntnis: Die gehören zusammen

2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Ich schreib gern Schöpfungsgeschichten. Ehrlich! Meine Welten werden selten "ausgereift", aber eine Schöpfungsgeschichte haben sie immer. Und einen Haufen dazugehöriger Götter/Seelen/...

3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Krampfhaft versuchen, Geschichten in eine Welt oder eine Welt aus Geschichten zu pressen. Manche müssen einfach für sich stehen können, ohne das große Ganze.

4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Welten lassen sich nicht richtig erschaffen. Sie sind da, als Gefühl oder Ahnung. Man muss nur dahinterkommen, was gemeint ist. Wenn es sich richtig anfühlt ist es gut.

5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Äh, keine Ahnung. Was ich weiß, damit kann ich arbeiten. Der Rest kommt vielleicht noch, wenn nicht war er nicht so wichtig. :?

6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Lesen, Musik hören, träumen, am Tag plötzlich blinzeln und feststellen dass da was war.

7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Ich sehe meine eigenen Welten nie als perfekt genug an, um sie zu "verwenden". Aber ich sehe mein Wissen von der wirklichen Welt auch nie als perfekt genug an.

8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
Klar. Macht Spaß. (Ist ja eh nie fertig, aber auch zwischendurch schon.)

9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Ein Leben? Fragt mich nicht.

10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Niemals die ganze komplette Welt. Irgendwas stört mich da immer und darf in meiner Welt absolut nicht s sein. Aber meine Welten enthalten extrem viele Schnippsel aus anderen Welten.
Wer es könnte - die Welt hochwerfen
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Gela » 22.01.2010, 02:55

Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Meistens die Geschichte, dann Charakter, aber trennen kann ich es nicht. Mir fällt etwas ein und PENG, ZACK BUMM, könnte man es ausdrücken. Es ist so als hätte die Figur eine genaue Vorstellung davon wo sie gerne sein will

Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Sie wächst aus der Geschichte heraus. Manchmal brauche ich auch eine Schöpfungsgeschichte, dann fühlt es sich so an als würden die Figuren auf eine anständige Religion bestehen. Aber im Normallfall ist die Welt schon da, in den phyikalischen Grundprinzipien meiner eigenen ähnlich und wenn die Geschichte es verlangt, gebe ich ihr ein paar neue Aspekte.

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Zuviel Ehrgeiz in die Erschaffung der Welt investieren und zusehr an seinem "Weltbild" festhalten. Immer wieder wird ein Charakter oder eine Wendung der Geschichte etwas neues verlangen und dann muss man flexibel bleiben.

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Konzentrier dich erst einmal auf deine Charaktere und die Geschichte selbst. Die Welt entsteht dabei von selbst und um die Feinheiten kümmerst du dich später

Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Reine Optik ist Nebensache. Zu einer Welt gehören auch die Völker und über die muss man Bescheid wissen. Trivial gesprochen: "Stammt er von Barbaren oder Königen ab", denn das würde sein ganzes Weltbild beeinflussen und damit auch meines.

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
entwickelt sich aus der Geschichte

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Sich mit physikalischen und biologischen Prinzipien zu befassen schadet nicht. Je näher man selbst an der Realität bleiben kann um so weniger verstrickt man sich in Widersprüche und Logiklöcher, die erfundene Welt bleibt glaubwürdiger. Mit Anpassungen und Abweichungen sollte man deshalb vorsichtig sein.

Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
Ja. Wäre es anders, hätte das was ich geschrieben habe ja auch keinen Sinn, hätte sich nicht gelohnt.

Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Bis die Geschichte fertig ist. Wie die Welt um uns herum so wächst auch die in einem Buch mit jeder neuen Erfahrung.

Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein. Ich würde mich gar nicht darin zurechtfinden, mein Herzblut steckt nicht drin, "ich kenne mich dort nicht aus" :mrgreen:
Misserfolg ist lediglich eine Gelegenheit, mit neuen Ansichten von vorne anzufangen. Henry Ford
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon moon » 25.01.2010, 10:59

Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Bei mir ist das meist sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich zuerst die Charaktere, manchmal zu erst die Welt und meistens zuerst die Geschichte. Wenn ich das so sage, meine ich die Grundvorstellung.
Der Rest entsteht dann meistens parallel im Schreibprozess, wenn ich aber auch schon eine recht genaue Welt vorher erschaffe um beim Schreiben nicht planlos auf Grund von Inkontinenz stecken bleibe. Details verändere bzw. erschaffe ich später.

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Wenn man alles was man geplant hat dem Leser mitteilt in dem man ihm mit ellenlangen Beschreibungen und zuviel für die Geschichte nicht wichtigen Hintergrundinformationen zu müllt und dabei die eigentliche Geschichte in den Hintergrund zurücktritt.

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Keine Ahnung. Immerhin bin ich bei meinem ersten Versuch, wo ich überhaupt nach einem Plan vorgehe und über meine Welt mehr wissen muss als nur wo Stadt A und wo Stadt B liegt und vielleicht noch wie groß diese Städte ungefähr sind. (Übertrieben dargestellt) Ich denke aber, dass es wichtig ist, dass man sich vor demschreiben einfach eine Zeit lang mit der Welt beschäftigt um mehr über sie zu erfahren. Man könnte sich da fast als Entdecker oder Erforscher sehen. :wink:

Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt?
Das die Welt in sich stimmig ist und funktioniert, eben glaubhaft rüberkommt. Aber vielleicht auch eine gewisse Übersichtlichkeit die in unserer echten Welt doch etwas zurückbleibt.

Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Äh, alles? Die gesamte (oder eine zumindest ziemlich vollständige) Vorgeschichte der Welt sollte stehen, es sollte Informationen über die Städte, Religionen und vielleicht verschiedenen Völker geben...

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Ich bekomme die neuen Ideen, wenn ich wieder einmal über irgendetwas nach denke. Das können unsere politischen und gesellschaftlichen Probleme sein, aber auch einfach ein neuer Charakter der seine eigene Welt haben will. Aber auch Geschichtsunterricht kann einen manchmal dazu bringen an einer Welt herum zu tüfteln.

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Ich denke, dass das ganz auf den Nutzen der Welt ankommt. Wenn es eigentlich weniger um die Welt und Umgebung geht, dann denke ich, dass eine Recherche über unsere Welt einfacher ist, da man sich nur auf ein beschränktes Fachgebiet beschränken muss und schon einige Grundkenntnisse über die Welt hat, also nicht bei null anfangen muss.

Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein, das würde ich nicht. Ich denke, dass ich mich in diesen anderen Welten viel zu wenig auskennen würde um eine Geschichte hinein zu basteln,die dann nicht irgendeinen Punkte in der Welt widerspricht, den ich übersehen habe. Zweitens finde ich es unpraktisch wenn die Welt komplett fest gestrickt ist und sie nicht auch noch auf die Bedürfnisse der Handlung angepasst werden kann. Zudem macht mir das Weltenbasteln viel zu viel Spaß um es jemand andern zu überlassen. :wink:

lg moon
Bücher müssen schwer sein, weil sie eine ganze Welt in sich tragen
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Lyfja » 06.03.2010, 00:49

Ich versuchs mal anhand meines aktuellen Projektes

Jacky hat geschrieben:Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?


Die Geschichte, d.h. die Idee dazu.

Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?


Meine "Schöpfungsgeschichte" beginnt mit einer Katastrophe (ähnlich dem Meteoreinschlag in der Kreidezeit, der die Welt verändert hat und ganze Populationen ausgelöscht hat). Was davor war, ist für die Geschichte nicht relevant, aber die Katastrophe hat unmittelbare Auswirkungen auf die Geschichte.
Würde ich etwas auf dem Reißbrett erschaffen wollen, müsste ich vermutlich sehr weit unten in der Evolution beginnen (inkl. der Kreation eines bestimmten Umfelds als ökologische Nische für "meine" Spezies). Stell ich mir sehr spannend vor.

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?


Den Wiedererkennungswert vernachlässigen. Meine Geschichten sollen "gemocht" werden, es muss eine gewisse Vertrautheit herrschen, die zum Weiterlesen auffordert. Nun kann ich - wenn ich mir Mühe gebe - Wesen und Umwelten erschaffen, die sich in großem Maß von dem unterscheiden, was diejenigen, die damit konfrontiert werden, kennen. Ich möchte Sympathien schaffen (da ist eine Sympathie mit einem Negativcharakter oder einem Antihelden durchaus eingeschlossen). Ein Beispiel: wir kennen es nur aufgrund unserer kulturellen Prägung so, dass Mütter über den Verlust ihrer Kinder betrübt sind. Wie sympathisch, wie vertraut wäre eine Kultur, in denen Kinder völlig irrelevant und austausch bar sind?

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?


Kommt drauf an, was er bewirken will und wie wichtig für seine Geschichte diese Welt ist.

Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?


Wichtig: Evolution.

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?


Detailnotwendigkeit ergibt sich über die Geschichte. Ein Beispiel: in meiner Geschichte spielt die Wirkung einer bestimmten Pflanze eine bedeutende Rolle. Eine Google-Suche hinsichtlich der Wirkung bestimmter Pflanzen (Heilpflanzen) ergab da nicht das Gewünschte. Nun muss ich eine Pflanze "erfinden", die unter gewissen Bedingungen überleben kann. Dazu gehört ein passender Name.

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?


Ich finde beides gleich aufwändig auf unterschiedliche Weise. Reale historische Begebenheiten möchte ich schon da lassen, wo sie sind (eben da, wo sie hingehören, da kommt der alte Geschichtsstudent hervor, der sich ob Geschichtsklitterung ohne diesbezügliche Information windet) :wink: . Dennoch kann ich nach meinem Geschmack nicht frei fabulieren, wenn ich über eine "fiktive" Welt erzähle (Wiedererkennungswert, Glaubwürdigkeit). Beides erfordert ein gewisses Maß an Recherche, finde ich.

Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?


Ja.

Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?


Weiß ich noch nicht. Ich denke, Tolkien-Maßstäbe anzusetzen wäre da ein falscher Ansatz. Das muss nicht immer so sein. Tolkien war ein detailverliebter und genialer Sprachwissenschaftler. Ich bewundere ihn dafür, aber das hat keine Auswirkungen auf die Erschaffung meiner Welt. Die kann innerhalb von fünf Minuten in groben Zügen stehen und dennoch ausreichend sein.

Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?[/list]Diese Fragen sind nur Denkanstöße, keine Dogmen ;)


Jaaaaaa. Um zu sehen, wie sich mein Charakter (ich bin nun mal ein alter Rollenspieler) darin fühlen würde.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon KaoruUzu » 13.03.2010, 17:29

Tach zusammen.
Ich schreibe nun seitdem ich... *nachdenklich am Hinterkopf Kartz* ...seit ich 15 oder 16 bin, sprich: seit acht bis neun Jahren. Habe damals erst angefangen weil ich durch meine Legasthenie nie wirklich das Interesse daran hatte. Durchs Schreiben ist das aber EHREBLICH besser geworde.

Ich habe da leider mehrfach den Fehler gemacht zu versuchen meine Storyidee in eine bestehende Welt hinein zu zwengen... das ist bisher immer gescheiter.

Daher habe ich im August letzten Jahres (2009) mal was anderes versucht und mich an das erschaffen von was eigenem gewagt.

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?

Wenn ich ehrlich bin ist das eine schwere Frage... Ich denke die Idee für meinen Char hatte ich schon im Hinterkopf, als ich mich daran machte meine Welt zu schaffen... allerdings ist die bisher noch immer nicht fertig und wird immer weiter verfeinert, verbessert, erweitert und umgebaut... :?
Aber auch in so einer >Baustelle< lässt sich super eine Geschichte schreiben :D

2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?

Ich habe damals einen Block genommen und pratkisch >Brainstorming< gemacht... ist nicht jedem zu empfehlen, da man danach unter Umständen ordendlich am aussieben ist... Wenn man objektiv an seine nieder geschriebenen Ideen herangehen und event. auch mal welche (seit es permanent oder erstmal temporär) wegstreichen kann, dann ist das mit dem Brainstorming gar nicht schlecht.

3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?

Eine Idee auf zu stellen, die zwar schön und gut ist, aber weder zur Handlung noch zu den Figuren passt und das Gesamtbild verzert oder gar zerstört.

4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?

Sich Zeit nehmen. Sowas ist immer wichtig und gut. Mit jemanden desen Meinung und Ansichten man vertraut über seine >Schaffung< reden, zur Not auch eine Diskursion führen :mrgreen:
Sowas hilft und es sorgt dafür, dass man sich selbst und den >Bodenkontakt< nicht all zu sehr verliehrt (ich weiß das Bodenkontakt im Fantasy Bereicht irgendwie fehl am Platzte wirkt. Aber es >wirkt< nur so, ich denke, dass es sehr wichtig ist... zumindest sollte man in SEINER Welt am dem Boden bleiben :wink: )

5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?

>Wissen ist Macht... Nichts wissen macht auch nichts<...
k, dummer Spruch ich weiß. aber hier denke hier passt er.
Klar man sollte gewissen Grundlegenen Strukturen schon haben (welche das sind hängt vom >Schöpfer/in ab), aber ansonsten sollte sich das, zumindest zum Teil, nebenher entwickeln.

6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?

Ich habe bisher erst eine erschaffen (PS.: eigendentlich ist die noch in Arbeit, aber wir sollten da vielleicht nicht so genau sein :wink: ). Daher kann ich nur sagen: ich bin drüber gestolpert...
kling doof?!... stimmt! ist aber die Wahrheit: ich hatte im Internet hier und da was gelesen und dann kam mir die Idee das >Erfinden der eigenen Welt< auch mal zu probieren.

7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?

da bin ich leider total überfragt, wenn ich ehrlich sein soll.

8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?

Die Frage kann ich nicht beantworte, da meine Welt (von der Geschichte ganz zu Schweigen) noch nicht fertig ist... Aber ist hoffe das es sich lohnen wird :mrgreen:

9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?

Wenn ich das wüsste könnte ich meinem Kumpel, der für mich den Kritiker mimmt, sagen wann ich etwa fertig bin...

10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?

Nein! Ich habe es versucht (unerlaubterweise ich weiß) und das ist niemals was geworde. zumeist, weil dann der Autor einen neuen Band herausbrachte und damit meine Ideen zu fall brachte, oder weil ich was übersehen hatte. Dann schon so einiges verfasst hatte und mich dann ein Bekannter auf das Detail aufmerksam machte... >RUMMS< wieder alles zusammen gebrochen...
Es mag Personen geben die das können... ich musste für mich erkennen, dass ich es leider nicht kann... *grummel*


Im Großen und Ganzen finde ich das Erschaffen sehr viel besser (zumindest für mich) um darin zu schreiben, als sich eine schon vorhandene Welt zu nehmen und sich da... >hinein zu setzten<
am Rande will ich noch einwerfen, was ich hier auch schon des öffteren gelesen habe: So ziemlich alles ist irgendwann irgendwo schonmal verfasst, gesagt und/oder niedergeschrieben worde.
Mann kann nicht wirklich alles erfinden und neu machen. es sind immer Details von hier und dort die man in seinen >Mixer< geschmissen hat und mit dem Resultat sein >eigenes< Süppchen gekocht hat. daher sollte man auf jeden Fall VIEL lesen und sich angucken. dadurch kommen einem die beseten Ideen. denn nicht das Detail ist das Entscheidne. NEIN es ist die Verbindung zu anderen weiten Details die man sich heran gezogen hat!!!
>Ist es wirklich dieses Gold, was du suchst?!<
Antwort der Alchemistin Elphiel (Elie) aus dem Manga >Marie und Elie< als Marie sie fragte, ob sie schon mal Gold hergestellt hat.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon tenebrae » 02.04.2010, 01:48

Also ich bastel seit etwas einem Jahr immer Mal wieder an einem Konzept für eine eigene Welt, wusste aber nie genau, worauf ich hinaus wollte. Also bestand das bis vor einiger Zeit noch alles aus einzelnen Textabschnitten, manchmal nur Sätzen zu der Umgebung, den Charakteren oder einfach Situationen.

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?

Also ich denke, dass bei mir die Geschichte zum Schluss kam/kommt. Sie ist bist jetzt noch nicht ausgereift, auch, wenn ich in den letzten zwei Wochen enorm was aufgeschrieben habe und zumindest jetzt weiß, wie sie aussehen könnte.
Welt und Charaktere gehen bei mir einher. Zum Teil ist es so, dass ich unbedingt diesen oder jenen Charakter verwenden will, wodurch sich einige Anforderungen an die Welt ergeben. Aber auch die Welt an sich stellt Anforderungen an Charaktere.
Ein Wikinger, der bei tropischer Hitze in Felle gehüllt ist, aus einer Kokosnuss seinen Bahama Mama schlürft und sich Gedanken zur kommenden Sommermode macht, passt irgendwie nicht.

2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?

Bis vor einiger Zeit hatte ich nur besagte Schnipsel. Dann habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was alles in eine Fantasy-Welt gehört und eine MindMap angelegt. Um das große Rechteck in der Mitte mit dem Wort IDEEN habe ich verschiedene Knoten platziert, die Namen wie Magie, Kreaturen, Götter, Ereignisse, Orte, etc. haben. Zu jedem dieser Punkte habe ich aufgezählt, was ich aus Büchern kannte oder was mir sonst eingefallen ist und es dann erstmal eine Zeit lang so gelassen. Immer mal wieder habe ich etwas Neues hinzu geschrieben, grobe Punkte weiter untergliedert und konkrete Ideen eingebaut.
Seit einiger Zeit habe ich dann den Weg von den Charakteren aus angefangen: Ich habe aus Charakterskizzen heraus Aspekte der Welt entwickelt, die ich benötigte, habe aber auch andere als eher unpassend für meine (derzeitige) Geschichte angesehen.

3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?

Naja, da ich selebr wohl eine Menge Fehler gemacht habe, würde ich sagen, dass einer der schlimmsten ist, etwas vorher überlegtes nicht mehr zu verändern, nur, weil man sich Mühe damit gegeben hat.
Ich hoffe, ich kann ein paar Sachen woanders verwenden und werde meine MindMap auch in anderen Projekten verwenden, um keine Ideen einfach "in die Tonne zu kloppen".

4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?

S.o. bei Punkt 3, erster Absatz: Mach das nicht.

5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?

Naja, eigentlich muss ich nur das wissen, was für die Geschichte notwendig ist. Es muss konsistent sein. Alles andere würde nur dazu führen, dass ich unnötige Informationen in der Geschichte habe oder bei weiteren Geschichten in dieser Welt etwas nicht tun kann, was für diese Geschichte aber gut wäre.

6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?

Ich denke, man kann nur über das Schreiben, worüber man auch gerne liest oder womit man sich gerne beschäftigt.
Bei mir sind das andere Fantasy-Bücher, Rollenspiele, Landschaften, Filme und Gespräche mit Geschwistern oder Freunden über diese Themen. Aber auch Recherche bringt einige gute Ideen oder lässt einen auf Dinge stoßen, an die man sonst nie gedacht hätte.

7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?

Beides schwer. Ich würde nicht sagen, dass meine Welt schon komplett ist, das dauert noch lange. Auf der anderen Seite empfände ich es als sehr schwer, über Regionen und Länder zu schreiben, in denen ich noch nie war und es gleichzeitig glaubhaft rüber zu bringen.
Auf jeden Fall versuche ich mich lieber am erschaffen einer neuen Welt, weil es hier weniger Grenzen gibt, bzw. diese (einfacher) durchbrochen werden können.

8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?

Ich hoffe es sehr. Man sehe sich Forgotten Realms oder Aventurien an, so etwas wäre natürlich das beste, was passieren könnte.

9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?

Wahrscheinlich wird sie nie ganz fertig, da immer noch Raum für Ideen anderer sein muss.
soweit fertig, dass ich meine Geschichte schreiben kann, ist sie schon, da ich mittlerweile beides parallel versuche.

10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?

Das hängt wirklich von der Geschichte ab. Ich möchte niemandem dadurch auf den Schlips treten, indem ich seine Welt benutze/entwickle in einer Art, die ihm nicht gefällt. Daher nur bei Settings, die ausreichend ausgearbeitet sind.
Wenn es sich bei den Welten um oben genannte Rollenspielsettings handelt, dann vielleicht, da hier genug Information besteht, um etwas glaubhaft in diese Welten einzubinden.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Aiedail » 02.04.2010, 13:45

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Zuerst habe ich die Idee zu einer Geschichte, denn ohne eine Idee wüsste man ja eigentlich gar nicht, in was für einer Welt sie spielen soll. Wenn ich also ein grösseres Projekt beginne, dann erschaffe ich mir zuerst die Welt, dann die Charakter und die genaue Geschichte.

2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Ich zeichne eine Karte, die ja nicht besonders schön sein muss, auf der ich die ungefähre Welt einzeichne, damit ich beim Schreiben dann sehen kann, wie die Welt aussieht, in der die Geschichte spielt.

3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Es ist nicht gut, wenn man überhaupt keine Ahnung hat, wie die Welt aussieht in der eine Geschichte spielt. Bei Kurzgeschichten ist das zwar egal, aber bei Roman ist das schon wichtig. Ein schlimmer Fehler wäre es, wenn man eine Karte zeichnet, die aber vom Ablauf der Geschichte her überhaupt nicht passt.

4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Er soll einfach eine Karte zeichnen, auf der er ungefähr sieht, wie die Welt aussieht. Später kann er dann immer noch genauere Details einzeichnen. Eine Karte hilft aber wirklich sehr.

5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Wichtig ist, dass man weiss, wo die Szenen spielen, zum Beispiel wo die Hauptcharaktere wohnen und wo die Bösen zuhause sind. Man sollte auch alle Flüsse, Berge, Seen, Städte, Länder, Wälder etc. einzeichnen, nicht dass man vergisst, die Flüsse einzuzeichnen. Nicht so wichtig ist der Teil der Welt, indem die Geschichte gar nie spielt.

6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Ich überlege mir, wo die Idee meiner Geschichte am besten spielen soll und erschaffe nach dem eine Welt.

7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Eine eigene Welt zu erschaffen ist ziemlich einfach, da man einbauen kann, was man will und eigentlich nichts falsch machen kann.

8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?

Eine Welt für die Geschichte zu erschaffen lohnt sich immer, denn damit kann man viel einfacher eine Geschichte zu schreiben. Auch wenn es nicht immer nötig ist, eine Welt zu zeichnen.

9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Um die ungefähre Welt zu skizzieren, brauche ich vielleicht etwa eine halbe Stunde und dann noch für die Details auch etwa eine halbe Stunde. Es geht also relativ schnell, so eine Welt zu skizzieren.

10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein, ich habe lieber eine eigene Welt. Eine andere Welt würde in den meisten Fällen auch überhaupt nicht zu meiner Geschichte passen.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Miststück » 21.06.2010, 10:00

Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Unterschiedlich, kommt ganz auf die Idee an, die sich entwickelt. Bei meinem aktuellen Projekt entstand als erstes ein Grundgedanke, dann der Charakter, dann die Geschichte und weil die Geschichte ohne durchdachte Welt nicht auskam, musste eben auch eine Welt her.

Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Ich bin da primitiv. Bevor irgendwas geplant wird, schnapp ich mir einen A3-Block und male die Welt so wie ich sie mir vorstelle erstmal auf. Kontinentenmäßig, so das ich später einteilen kann wo was ist. Wichtige Städte oder Orte werden markiert, dann je nachdem kann es sein das mir so schon Einfälle für Eingeborene oder Bewohner kommen. Wenn ich eine grobe Idee habe was für die Story benötigt wird beginnt die genauere Einteilung, wo die Story anfängt und wo sie weiter läuft... Dann wird die Bevölkerung weiter ausgebaut. Haben sie eine bestimmte Religion? Was für Traditionen? Gibt es irgendwelche Sagen oder dergleichen die für die Story wichtig werden können? Richtig festlegen tu ich nur die, die wirklich eine Rolle spielen, der Rest entwickelt sich während dem Schreiben.

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Zu viel oder zu wenig planen, auf Klischees zurückgreifen, etc...

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Keine Ahnung, ich bin selbst zum ersten Mal "richtig" dran :D

Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Kommt auf die Story an. Was sehr wichtig ist, ist über die Mentalitäten der Bevölkerung, die Vegetation und dergleichen Bescheid wissen. Man muss sich nicht von vorneherein überlegen wie welcher Organismus funktioniert und und und ... wichtig ist am Anfang immer nur das was für die Story entscheidend ist. Kommen dann während der Story Fragen auf, kann man sich immer noch Gedanken machen~

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Ich bin Fan von Mythologien, Sagen und dergleichen. Heißt was Religionen und Traditionen und dergleichen angeht, lasse ich mich viel inspirieren von bereits vorhandenem, dass ich mit anderem mische, ein wenig verunstalte, weiterpfusche und so weiter... Ansonsten der übliche Kram: Musik, Bilder, Geschichten, Eindrücke, etc...

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Unterschiedlich, ich hab nur ein einzige reine Fantasywelt bisher erschaffen, bzw. arbeite daran und zum Einen gibt es natürlich viel mehr Freiheiten, als bei der "wirklichen Welt", andererseits muss man auch viel mehr beachten.

Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
Würde ich mich das nach jedem Geschriebenen fragen, dürfte ich mich nichts anderes mehr fragen. Punkt ist, ich stecke am meisten Arbeit in die Charaktere und die Umgebung, es gibt viele Dinge die nur ich weiß, die in der Story letzten Endes doch keinen Platz finden, aber es ist für mich wichtig es zu wissen um die Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen und das richtig in die Story einfließen zu lassen.

Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Unterschiedlich, je nachdem wie es um meine Motivation, Inspiration und so weiter steht :D

Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Never. Für Fanfictions - klar, mit Bezug zur Hauptstory. Ansonsten ist das ein absolutes No-Go, immerhin ist das kreatives Eigentum eines anderen und - um ehrlich zu sein - ist es etwas anderes ob man sich mit "seinem Baby" auseinandersetzt oder dem "Baby" eines anderen...
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Quietscheentchen » 16.08.2010, 23:40

Ich gehe jetzt mal von meinem aktuellen Projekt aus, da es die erste Fantasy-Geschichte ist.

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Bei mir gibt es zuerst die Geschichte, zumindest eine ganz grobe Grundidee.
Danach folgen die Charakteren und danach die Welt.
Aber nur, weil die Beschreibung der Welt erst später kommt und für den ersten Teil unwichtig ist.
2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Darüber habe ich noch nicht so genau nachgedacht, im Moment ist bei mir der Fall "Sie war einfach da" allerdings werde ich mir im Verlauf der Geschichte einen Rückblick zusammenwurschteln, da vergangene Ereignisse sich auf die Gegenwart der Geschichte auswirken.
3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Ich denke, dass der größte Fehler ist, wenn die Welt zu "perfekt" für die Geschichte ist. Wenn grade ein Fluss in der Nähe ist, wenn einer gebraucht wird oder dass das Gelände so geschaffen ist dass man es bequem durchreisen kann. Ich frage mich bei solchen Welten immer, wo das realistische ist, denn schließlich ist die reale Welt auch alles andere als perfekt.
4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Hm. Einen Tipp könnte ich selbst gut gebrauchen. Ich würde sagen: Lass deiner Phantasie einfach freien Lauf, mal auf, was dir gerade so einfällt und versuche es dann zu einem Teil zusammenzusetzen.
5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Dazu fällt mir jetzt so nichts ein.
6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Ich schaue mir Bilder von allen möglichen Orten auf der Welt an, egal ob Wüste oder Meer, Felder und Wiesen oder reißender Fluss. Die Bilder, die etwas in mir bewegen und in meine Geschichte passen, werden mit einbezogen.
7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Ich finde es einfacher, eine eigene Welt zu erschaffen, denn da kann man sich zusammenbasteln was man gerade im Kopf hat und wenn es eine Lücke in den Informationen gibt, kann man sich einfach etwas ausdenken.
8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Wohl bis zum Ende der Geschichte. Ich habe am Anfang eine grobe Vorstellung davon, wie es werden könnte, aber je nach Handlung verändere ich die Welt auch noch und modelliere sie um, damit sie passt.
10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein. Ich würde bestimmt die ein oder andere Stelle finden, die mir nicht passt, und wenn ich mit der Welt auch nur etwas unzufrieden bin, kann der Rest auch nichts werden, denke ich.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon HadrianVI » 02.09.2010, 16:32

1. Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?

Bei mir war zuerst eine grobe Geschichte vorhanden, dann kamen die Charaktere und die Welt. Momentan zeichne ich gerade die geographische Karte der Welt fertig (muss allerdings Pause machen da meine Finger schmerzen. Ich habe die letzten 4 Stunden Wälder gezeichnet.).


2. Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?

Ich habe mit den zentralen Ortschaften begonnen, dann habe ich die Gebirge gezeichnet und die Welt auf nicht primär relevante Orte ausgeweitet. Das Zeichnen der Berge und der Landmasse verlief dabei parallel zueinander. Waren die Berge erstmal fertig habe ich mit Flüssen und Wäldern begonnen. Mir war wichtig, dass die Städte später an einem logischen Ort stehen. So sind bei mir alle grösseren Städte an einem Fluss, einem See oder einem Meer. Je grösser sie sind, desto wichtiger müssen sie sein. Sie müssen also an Handelsrouten oder ressourcenreichen Stellen liegen.
Die handgezeichnete Karte wird digitalisiert und es entstehen mehrere Karten die unterschiedliche Aspekte der Welt darstellen, zB Landesgrenzen, Religionszugehörigkeit, Import-Export, Welche Pflanzen wo wachsen (insbesondere Getreide), welche Sprache gesprochen wird, geologische Platten, ect.


3. Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?

Die Massstäbe falsch ansetzen, so dass sie nicht mit Marschzeiten übereinstimmen oder die Welt ihre riesige Bevölkerung gar nicht ernähren könnte.


4. Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?

Wenn du von Hand zeichnest und viele Wälder schaffst, zeichne sie Wälder ja nicht im Tolkien-Stil!


5. Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?

Ich finde es wichtig, dass die Welt einigermassen real erscheint und dass die Proportionen stimmen - ich finde es sehr störend, wenn eine Welt 20'000km^2 gross sein soll es aber nur zwei grosse Städte gibt, die dafür je einige 100'000 Einwohner haben.


6. Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?

Die flattern nur so rein :)


7. Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?

Es macht definitiv mehr Spass eine eigene Welt zu erschaffen, doch es wäre falsch anzunehmen, dass man dafür nicht recherchieren muss.


8. Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?

Weiss ich noch nicht.


9. Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?

ungefähr 50-150 Stunden, je nachdem welche begebenheiten innerhalb der Welt dazugezählt werden.

10. Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?

Nein, definitiv nicht.
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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon Joleen » 17.07.2011, 16:48

Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Eindeutig ein Teil der Geschichte mit einem Charakter. Der wird sofort niedergeschrieben und die Geschichte behalte ich kurzer Hand im Kopf. Danach kommt die Geschichte und irgendwann mittendrin bekommt das "Unbekannte Land" einen Namen :P. Allerdings gibt es bei meinem Projekt ein Land, das heisst: Das unbekannte Land. Mein Problem ist, dass ich selbst es sehr wenig kenne und meine Charakteren waren noch NIE in diesem Land. Nur an der Grenze, aber dort hat es einen grossen Wald, der auch nicht unbedingt etwas über das Land aussagt.

Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Nun, die Frage habe ich mir noch nie gestellt, aber wenn ich es einfach so kurz sagen kann: Es hat einen Knall gegeben und alle waren da :lol: :roll:. Ehrlich gesagt, die Frage kann ich gerade nicht beantworten... :thinking:.

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Sich nicht in diese Welt hineinversetzen können. Über alles Mögliche schreiben, aber selbst überhaupt keine Ahnung von den Gesetzen, die dort herrschen etc. zu haben. Es ist schliesslich eine Welt, die Zeit braucht, um zu 'erwachen'.

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?
Alles aufschreiben, was einem in den Sinn kommt zuerst. Dann hat man den Kopf frei. Dann würde ich von oben nach unten gehen:
1) Welche Gesetze herrschen? Gibt es einen König? Einen Grafen? Burgen?
2) Wem gehört das Land? Hat es eine Geschichte? Was wächst dort (falls es bestimmte Pflanzen dort hat)?
3) Wie lebt der König? Welchen Unterschied macht seine Lebensweise zu dem einfachen Volk?
4) Hat der König Verbündete? Ist er im Volk beliebt?
5) Hat das Land eine Geschichte (Sollte sie haben...)?
Der Rest bezieht sich auf bestimmte Charakteren.

Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Wichtig ist auf jeden Fall, dass man auch Seltenheiten in der Welt kennt (z.B. fliegende Städte etc.). Dass man alles kennt, was das Land zu bieten hat (Flüsse, Berge, Städte etc.). Je nachdem ist es Wichtig oder Unwichtig, was die geschichte des Landes zu bieten hat. In meiner Geschichte ist die Vergangenheit sehr wichtig! Ich kann nicht sagen, was nicht wichtig sein wollte....

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?
Zum einen Teil merke ich, wenn ich schreibe, was noch fehlt. Zum anderen denke ich über regeln, Gesetze etc in unserer Welt nach und überlege mir, was sinnvoll ist und was nicht. Aber schreiben ist für mich sehr wichtig, weil ich nur durch das Schreiben merke, was wirklich fehlt.

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Es kommt darauf an, über welches Thema man recherchiert. Wenn man über Satanismus recherchiert... Ist eine eigene Welt erschaffen höchst wahrscheinlich einfacher.
Ich persönlich finde die 'wirkliche Welt' einfacher. bei der eigenen Welt gehört extrem viel Arbeit dazu, jedes Wesen zu erfinden (man muss schliesslich nicht nur die Welt erschaffen). Es kann vielleicht ein Jahr dauern, bis man seine eigene Welt bis auf den Grund erforscht hat, das muss man in der 'wirklichen Welt ' nicht mehr tun. :wink:.

Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?
Ja! Eine eigene Welt kann einem niemand stehlen. Du hast sie selbst errichtet, alle Grenzen alle Wesen, alles! Ich für mich bin immer extrem stolz, wenn ich meine Geschichte sehe (auch wenn sie noch überarbeitet werden muss :oops:.

Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
ich sehe das in zwei Arbeitsschritten:
Rohfassung: Man erfindet die Welt, die Namen, Gesetze, Wesen etc und beginnt zu schreiben.
Überrarbeitung: Währenddes Schreibens kommen neue Kompromisse, die die Gesetze in Frage stellen und neue Aufbauen.
Der erste Teil hatte ich in einem halben Jahr. Mit dem zweiten Teil bin ich immer noch beschäftigt (mit Pausen immerhin schon 1 1/2 Jahre).

Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Nein. Auch wenn sich dadurch eine enorme Arbeit ersparen könnte. Es ist nicht meine Welt. Ich würde lediglich die Personen in eine andere Position bringen, vielleicht anders handeln etc. Aber mir persönlich gefällt eine eigene Welt viel besser. Dort fühle ich mich frei und unbegrenzt!

8) Viel Spass noch weiterhin und lg 8)

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Re: Eigene Welten erschaffen - Wie machst du das?

Beitragvon StrikeOut » 21.07.2011, 15:00

Was ist zuerst da? Die Welt, die Charaktere oder die Geschichte?
Bei mir war es der Charakter, allerdings nichtmal als Prota oder Nebenfigur irgendeiner Geschichte, sondern als Zeichnung. Da ich alles liebe, was sich mit Mittelalter, "Herr der Ringe" und so verbinden lässt, war für mich das Genre schon mal ganz klipp und klar: Fantasy!


Womit beginnst du die Welterschaffung, bzw. wie verläuft deine "Schöpfungsgeschichte"?
Ganz ehrlich? Die Welterschaffung an sich fand und findet immer noch größtenteils im Kopf statt. Bis man sich ein Herz fasst und man wirklich anfängt, alles aufzuschreiben dauert es lange (jedenfalls bei mir).
Am Anfang war das Chaos. Eine Karte von der Westküste irgendeines Landes, ich wusste nicht wo dieser Teil der Karte überhaupt liegt. Trotzdem wollte ich alles Wichtige dort hineinstopfen, so kam es, dass Wüste und Nadelwälder garnicht so weit voneinander entfernt waren :?
Hm.
Schließlich habe ich nochmal von neu gestartet und diesmal richtig. Zuerst skizzierte ich ganz grob die Kontinente und fügte die Ländergrenzen hinzu. Dann kamen die einzelnen Länder dran: Geschichte, Städte, Klima (das ganze Erdkundezeugs halt) etc.
Bewohner habe ich erst mal ganz bewusst weggelassen, weil ich die einzeln abarbeiten wollte. Hier und da mal n paar coole Viecher erfunden und irgendwo auf die Weltkarte geschmissen. Nein, Quatsch. Man beschäftigt sich mit dem Verhalten, der Kultur, dem Aussehen und überlegt dann, wo sie "am besten hinpassen. Nun hat man ein einigermaßen gutes Grundgerüst und kann sich mit den Eiszelaspekten beschäftigen, wie Technik, Wissenschaft, Religion, Magie, Mythen und Sagen, Handel, Schifffahrt, Zeitrechnung, Sprachen und dergleichen beschäftigen. Ne Menge Arbeit.
Wenn man's ganz detailliert haben will oder es für die Story wichtig ist kann man auch noch das Universum bearbeiten (Nachbarplaneten, Sternenbilder (auch im Zusammenhang mit Astrologie oder Glaube), Sonnensystem...)

Was sind deiner Meinung nach die gröbsten Fehler die man machen kann?
Der größte Fehler ist zu denken, eine Welt wäre "fertig". Man ist nie fertig, nie! verstanden? Niiiiiiiiieeeeeeeeeee! Ok, tut mir leid, ich wollte mich nur deutlich ausdrücken. :mrgreen:
Natürlich hat man irgendwann eine sehr strukturierte gut durchdachte Welt, aber man sollte sich immer im hinterkopf behalten, dass sie noch längst nicht fertig ist.

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der sich zum ersten Mal an eine Weltenschaffung macht?

Hier möchte ich Bubblefish gerne zitieren.
Bubblefish hat geschrieben:Er sollte sich klarmachen, dass er entweder Jahre brauchen wird, wenn er etwas wirklich gutes haben will (insbesondere, wenn man das Ding in mehreren Geschichten verwenden will), oder aber dass er es bleiben lassen soll.


Was ist das wichtigste bei einer eigenen Welt? Welche Dinge musst du als "Gott" auf jeden Fall wissen und was ist nicht so wichtig?
Jeder muss selbst entscheiden, was wichtig ist und was nicht. Bei mir ist es auf jeden Fall die Landschaft (aufgrund der langen Reise meiner Protas) und die Beziehungen zwischen verschiedenen Völkern/Reichen/Städten.
Einige schreiben an diesem Punkt "Alles". Dem stimme ich nicht zu. Wir wissen nichtmal genug über unsere reale Welt, wie kann dann ein einziger Mensch wirklich alles von einer erfundenen Welt wissen. Ich finde das Wort "viel" ist da passender. Umso mehr du weißt, um so besser, aber übertreib's nicht, sonst kommst du garnicht zum Schreiben. Das ist nur meine eigene Meinung, reißt mich dafür nicht in Stücke. :wink:

Wie kommst du auf die Ideen für die neue Welt?

Ach, da gibt's genug Möglichkeiten. Meistens kommen sie total unerwartet und spontan. ansonsten inspirieren mich Musik, Gemälde, eigene Zeichnungen, Bücher, Filme oder ein gemütlicher Waldspaziergang.

Was ist für dich einfacher: Eine eigene Welt zu erschaffen, oder einfach über "die wirkliche Welt" zu recherchieren?
Ich finde beides gleich schwer oder leicht. zum einen sind manche Informationen in unserer Welt nicht wiklich leicht zu finden, andererseits ist man nicht immer dann kreativ, wenn man es gerade sein muss. Allerdings macht das Weltenbasteln (jaja, Fachausdruck) erheblich mehr Spaß und so beschäftige ich mich damit viel lieber, als das www nach Informationen zu durchforsten.


Lohnt es sich? Wenn die Welt am Ende fertig ist und die Geschichte geschrieben: Lohnt es sich dass du dir die Arbeit gemacht hast?

Ich bin zwar noch nicht ganz durch mit dem, was ich noch aufschreiben und erfinden muss (ich möchte das Wörtchen "fertig" nicht benutzen :roll: ), aber es lohnt sich jetzt schon. Durch diese neue, einzigartige Welt öffnen sich völlig neue Möglichkeiten. Am Anfang hatte ich die Idee für eine Geschichte. Jetzt habe ich genug für mindestens 5 oder 6. Deine Welt ist selber die größte Inspiration.


Wie lange brauchst du um eine komplette Welt zu erschaffen?
Wie gesagt, eine Welt ist nie fertig. Momentan arbeite ich etwas länger als einem Jahr an der "neuen und überdachten Version".


Würdest du auch die Welt eines anderen benutzen, wenn er sie dir anbietet? Würdest du die Welt aus einer berühmten Geschichte verwenden (z.B. Herr der Ringe, Harry Potter, Fluch der Karibik, Der goldene Kompass ...), wenn du dürftest?
Für FanFictions auf jeden Fall aber ansonsten nicht. Es sind wunderbare Welten, aber meine eigene ist mir viel lieber :XD:


Ich hoffe, ihr habt bis hierher durchgehalten.

LG
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