Ein Ende finden

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Ein Ende finden

Beitragvon Davebones » 27.10.2015, 15:39

Ich schreibe gerade an einem Roman. Ich bin bei knapp 175 Normseiten und da stellt sich mir die Frage: Wann sollte ich das Buch beenden? Ich habe geplant die Geschichte in mehrere Bände zu verpacken, da sonst ein Buch mindestens 800 Seiten hätte(gefühlt) und das die Chance auf einen Verlag eher verringern würde, wenn direkt mit so einem Batzen ankommen würde. Nur wo sollte ich ein Ende machen? Sollte ich zum Schluss einen Cliffhanger einbauen? Oder wäre das nicht gut? Sollte ich die gesamte Story erstmal schreiben und DANN in einzelne Bücher aufteilen? Sollte ich erst Band 1 schreiben, bearbeiten, korrigieren, rät einholen und zum Verlag schicken bzw einen Verlag finden und dann mit Band 2 fortfahre ?
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Re: Ein Ende finden

Beitragvon Maggi1417 » 27.10.2015, 20:51

Also ich würde die sehr ans Herz legen, darauf zu achten, dass jedes deiner Bücher eine in sich geschlossene Struktur hat. Du scheinst zur Zeit mehr oder weniger einfach vor dich hin zu schreiben. Aneinander gereihte Ereignisse sind aber kein Roman. Ein Roman hat einen 1., 2. und 3. Akt, zwei Wendepunkte, einen Mittelpunkt und einen Climax.
Wenn deine Geschichte einfach so vor sich hineiert, ohne ansteigenden Spannungsbogen und dann einfach irgendwo (im schlimmsten Fall noch mit einem Cliffhanger) irgendwo endet, werden deine Leser dir das Ding mit Wucht an den Kopf werfen.

P.S. Wehe einer bringt Herr der Ringe als Beispiel (Vaerson, ich meine dich). Das Buch war nie als Trilogie geplant. Der Verleger hat die Aufteilung erzwungen, weil die Geschichte zu viele Seiten für einen geklebten Bucheinband hatte.
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Re: Ein Ende finden

Beitragvon Davebones » 27.10.2015, 21:14

Band 1 hat definitiv eine geschichte. Sie wird auch konsequent im Buch durchgearbeitet. Es ist am ehesten mit dem manga Naruto vergleichbar (Weshalb ich gerne sage das mein Roman ein " Shonen-Fantay" Buch ist :D ). Es stellt die Charaktere vor verschiedenen, zusammenhängende Situationen (Missionen z.b) und hat einen übergreifenden Plot (Wie bie Naruto die Jad nach Akatsuki und Jinchuuriki)
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Re: Ein Ende finden

Beitragvon Feuerfeder » 27.10.2015, 21:42

Hallo Davebones,

meine Antwort ist ähnlich. Setz da ein Ende, wo inhaltlich ein Ende hinpasst. Auf der letzten Seite anzukommen und festzustellen, dass man eigentlich noch mitten in der Geschichte ist, finde ich als Leser sehr nervig. Unter anderem das hat mir "Das Labyrinth der träumenden Bücher" vermiest.
Ich bin schlicht kein Fan von Cliffhangern.
Aber selbst ohne Cliffhanger, ich fände es zum Beispiel auch doof, wenn die Charaktere auf einer Schiffsreise nach irgendwo sind, durch eine gefährliche Meerenge, und dann segeln sie gerade ruhig dahin und... Wie jetzt, das wars? Sie sind doch gar nicht in Irgendwo angekommen. Hey!
Wenn sie allerdings dorthin wollen, um zum Beispiel eine Bibliothek zu besuchen, die es in Irgendwo gibt, dann fände ich es in Ordnung, wenn sie nach einer gefährlichen Seereise endlich ankommen, die Bibliothek finden und das Buch damit endet, dass sie durch das Eingangstor treten.
Das braucht wahrscheinlich noch einige Hintergrundinfos, damit das wirklich funktioniert, aber das Beispiel sollte ja auch nur den Unterschied verdeutlichen.
Ein Teil einer Reihe - und besonders das erste - sollte meiner Meinung nach immer als in sich abgeschlossene Geschichte funktionieren.

Edit:
Band 1 hat definitiv eine geschichte. Sie wird auch konsequent im Buch durchgearbeitet

Warum fragt du dann noch, wo du ihn beenden sollst? Da, wo diese Geschichte zu Ende ist...

Liebe Grüße
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Re: Ein Ende finden

Beitragvon Davebones » 27.10.2015, 22:59

Ich fragte mich eher ob mein Plot für einen Roman ausreicht oder zu "Schwach" ist. Durch einige PM's mit Maggi kann ich nun sagen das es an mir liegt. Der Plot ist au d em Papier cool, wie er umgesetzt wird ist dann natürlich meine Aufgabe :D
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Re: Ein Ende finden

Beitragvon Feuerfeder » 27.10.2015, 23:16

Na, dann ist das ja geklärt.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung :)
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