Ein Wolf kehrt heim 4/4

Ein Wolf kehrt heim 4/4

 
Wieder im Taxi, wies ich den Fahrer an mich zum Raumhafen zu bringen. Die Fahrt war eintönig, auch wenn jetzt mehr Verkehr herrschte, wir mussten durch die Innenstadt, zu dieser Zeit eine zeitraubende Angelegenheit. Der Raumhafen befand sich ein gutes Stück außerhalb der Stadt und die Fahrt würde noch eine Weile dauern. Genug Zeit mir Gedanken zu machen, Gedanken über die Leiche in meiner Wohnung, eines war sicher: dort hin konnte ich nicht zurückkehren, also würde meine Zweitwohnung mir bis Abflug des Schuttles als Habitat dienen müssen. Das noch heute ein Shuttle starten würde war eher unwahrscheinlich, oder verdammtes Glück.
Aber immer noch kreiste die Frage nach der Identität des Ansinnen, in meinem Kopf. Er kam mir seltsam bekannt vor, irgendwie verändert, aber bekannt. Ich ließ meine Vergangenheit, ab der Schlacht in der Wüste von Terra, Revue passieren, ich war seitdem vielen Menschen begegnet. Mit Sicherheit bin auch vielen von ihnen auf den Schlips getreten, habe mir auch einige Feinde gemacht. Aber wer so verrückt mich durch die halbe Innere Sphäre zu verfolgen? Diese Hartnäckigkeit passte zu Assasinen und.........Söldnern. Sicher ich hatte nicht nur Freunde bei den Söldnern, ehrlich gesagt beschränkten meine Freunde auf eher eine Handvoll, aber es gab nur einen der verrückt genug war mich zu jagen, Skar. Skar hatte seinen Namen den vielen Narben zu verdanken, die von einem erfüllten Leben auf den Schlachtfeldern der IS zeugten – und von noch mehr Kneipenschlägereien. Skar und ich sind kurz vor meinem Weggang aneinander geraten, es ging um eine Frau und Geld. Wir haben die Sache aus gekämpft Mann gegen Mann. Skar war ein verdammt schlechter Verlierer und ein Hitzkopf der gern alle Vorsicht fahren lässt, letzteres wurde ihm unlängst zum Verhängnis. Nun, ein Problem weniger, dafür ein anderes mehr. Fanden mich die örtlichen Behörden bevor ich abfliegen konnte, würde ich noch eine ganze Weile hier festsitzen.
Endlich kam der Raumhafen in Sicht, das Taxi steuerte schließlich auf den Haupteingang zu und hielt an. "Soll ich wider warten?" fragte der Fahrer mich. "Nein ist schon Ok, dass dauert etwas länger hier." Ich bezahlte die Fahrt und betrat das Gebäude. Mein Weg führte mich direkt zum Ticketschalter.
"Guten Tag schöne Frau," sagte ich zu der Angestellten hinter dem Schalter "ich würde gern eine Passage nach Outreach buchen. Die junge Frau nahm mit einem Lächeln das Eisberge zum schmelzen bringen konnte, meine Buchung entgegen.
"Das Schuttle startet in zwei Tagen." informierte sie mich.
"Haben sie irgendwelche besonderen Wünsche?"
"Nein Danke eine einfach Passage ist in Ordnung. Nur eine Frage noch, gibt es hier einen HPGzugang?"
"Sicher, wenn sie die Lobby verlassen und sich rechts halten, folgen sie einfach den Schildern."
Immer noch lächelnd schob sie mir das Ticket über den Tresen. Ich nahm es in empfang, bedankte mich mit meinem charmantesten Lächeln das ich zustande brachte und machte auf den Weg zu der HPGstation. Ich hatte eine Nachricht zu versenden und konnte nur hoffen das der Empfänger diese zu empfangen in der Lage war. Die Zeiten waren nicht gerade rosig und Terroristen machten sie nicht wirklich einfacher.
Als ich angekommen war suchte ich den Schalter auf, an dem ich die Versendung meiner Nachricht anmelden konnte. Der junge Mann, der hinter dem Schalter saß, maß mich mit einem professionellen Blick, dann las er die Daten des Empfängers und eine Augenbraue verrutschte nach oben. Er war wohl erfahren genug um sich jeglichen Kommetares zu enthalten und bedeutet mir ihm zu folgen. Er führte mich zu einer Kabine in der ich, von der Außenwelt abgeschottet, meine Nachricht verfassen konnte. Ich wusste der Adept nicht lange zögern würde diese Nachricht und den Empfänger an seine Vorgesetzten weiterleiten würde. Aber es durfte mich nicht stören, mit etwas Glück war ich hier weg bevor man mich fand.
Eine grüne Lampe signalisierte mir das ich jetzt anfangen konnte meine Nachricht aufzuzeichen. Ich atmete noch einmal tief ein und begann zu sprechen.
„Hier spricht Mechkrieger Muad’dib aus dem Bluthaus Ward. Wortbrüder und Wortschwestern, lange war ich verschollen, doch jetzt habe ich die Möglichkeit mit euch Kontakt aufzunehmen. Ich werde in die Heimatwelten zurückkehren, sobald ich kann. Ich werde meinen Rang bestätigen sobald die Spuren der IS von mir abgefallen sein werden, aber vor allem werde ich wieder in euren Reihen kämpfen!“

von Basilus