[Spannung]Eine klassiche Horrorgeschichte

Krimi, Thriller, Horror, Geistergeschichten, Abenteuer und alles andere, was die Nackenhaare zu Berge stehen lässt.

[Spannung]Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon MrMojo » 23.05.2015, 23:38

Abend,

bin ganz neu hier und hier eine Kurzgeschichte von mir. Es geht um Horror, leider habt ihr kein Horrorunterforum hier, aber Horror ist ja auch spannend. Die Geschichte ist nicht fertig, aber da man ohnehin nicht mehr als 1000 Wörter pro Post schreiben kann, müsst ihr euch mit dem Anfang begnügen.
Ich hab auch irgendwas von einer schwachsinnigen Sandwichregel gelesen, wie man Kritik verpackt, davon halte ich gar nichts! Wenns schlecht ist es schlecht, wenn es gut ist es gut, alles durch die Blume sagen zu müssen, hilft dem Schreiber nicht weiter und erspart dem Kritiker eine Menge Arbeit. Aber nun:

Eine klassische Horrorgeschichte

Argwöhnisch betrachtete Lloyd Olsen, Mike. Wie er da auf wackligen Beinen im Hühnerstall umherschlurfte und beinnahe auf die Seite kippte, während die Hennen ihm ausweichten und sich gackernd in die Ecke des Stalles drängten. Er zog eine Spur von Blutstropfen hinter sich her, die ersten Tropfen waren gross und bereits getrocknet, doch die frischeren waren klein und wurden immer kleiner.
Schließlich hörten die Tropfen ganz auf.
Olsen blickte auf die Axt in seiner Linken hinab. Die Axtklinge war von getrocknetem Blut überzogen. Vor ihm lag ein Baumstumpf, der von unzähligen Kerben und getrocknetem Blut überzogen war. Darauf lag Mikes abgetrennter Kopf.

Heute Morgen hatte Olsens Schwiegermutter angerufen und ihm gesagt, dass sie und ihr Mann am Wochenende zum Abendessen vorbeikommen würden. Olsens Verhältnis zu seinen Schwiegereltern, war beileibe nicht das, was man gemeinhin als warmherzig bezeichnete. Nicht mal freundschaftlich. Tatsächlich hassten sie ihn. Und um die Wahrheit zu sagen: Olsen hasste sie ebenfalls.
Dabei hatte Olsen auf keinen Fall jemals etwas Ungeschicktes getan oder gesagt, was seine Schwiegereltern hätte verärgern können. Nein, ganz im Gegenteil. Er hatte sich stets darum bemüht in ihrer Gegenwart ein gutes Benehmen an den Tag zu legen und die richtigen Worte zu finden, zwei Sachen, die zu vollbringen, für Olsen eine große Anstrengung bedeuteten, da er sie für gewöhnlich überhaupt nicht tat. Im Rückblick hatte er nur zwei Fehler begangen: Sein erster war es, sich in in ihre Tochter verliebt zu haben und sein zweiter war es, jene anschließend geheiratet zu haben.
Doch was hatte er dafür können, dass er und Marjorie zueinander gefunden hatten. Und dass sie Tochter eines renommierten Augenspezialisten und einer bürgerlichen Frau war und aus der Stadt kam, während er bloß ein Farmer in Colorado war. Sohn eines Farmers.
Er und Marjorie hatten sich ganz jung kennengelernt. Sie hatte gerade die Highschool abgeschlossen und reiste mit ein paar Freundinnen im Land umher, bevor sie beim Medical College of Georgia Medzin studieren wollte. Und Olsen war damals in dem Alter gewesen, indem er wohl seinerseits die High School beendet hätte, hätte sein Vater nicht zwei Jahre zuvor beim Pflügen des Ackers auf seinem Traktor einen großen, unter der Erde liegenden Stein mit dem Pflug erwischt, der beim Aufprall einen so lauten Knall erzeugte, dass sein altes Herz einen Aussetzer gemacht hatte. Einen ziemlich langen. Buchstäblich zu Tode erschrocken, dachte Olsen immer. Jedenfalls war mit seinem Tod auch der Haupternährer der Familie gestorben und da seine Mutter die Farm alleine nicht führen konnte, hatte Olsen, ohne es besonders zu bedauern, die High School geschmissen und die Farm übernommen. Zwei Jahre waren so vergangen und es lief recht gut, bis Marjorie in sein Leben getreten war. Ab da waren die Dinge glänzend gelaufen.
Kennengelernt hatten sie sich auf der Fruita Farmers Fair von 1933. Weiss der Geier wieso, doch Marjorie und ihre Freundinnen beschlossen dass es eine gute Idee wäre, der Fruita Farmers Fair einen spontanen Besuch abzustatten. In diesem Jahr waren aufgrund der großen Depression nicht viele Besucher gekommen und es waren nur wenige Stände überhaupt aufgestellt worden. Als Mädchen aus wohlhabenden Häusern, spielte Geld für Marjorie und ihre Freundinnen natürlich keine große Rolle und so waren sie mit dem Gedanken an die Fruita Farmers Fair gekommen, sich zwischen Riesenrädern, Karussellen und Zuckerwatteständen, einen schönen Nachmittag zu machen. Tatsächlich fanden sie lediglich einen Ponysreitstand, einen Hamburgerstand, ein paar Zigeuner, die den Besuchern Liebestränke verkauften und ihnen die Zukunft vorraussagten, und den jährlichen Schweinewettbewerb vor, bei dem die schönsten und die fettesten Schweine sowie die schnellsten Ferkel ausgezeichnet wurden. Und sie fanden natürlich Olsen vor.

(Ab da hab ich nicht mehr weitergeschrieben)

Und da ich euch ja das Ende schuldig bin, hier quasi die Auflösung: http://de.wikipedia.org/wiki/Mike_%28Hahn%29
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon Libelle » 26.05.2015, 11:37

Ich bin auch kein Freund vom Durch-die-Blume-sagen, aber die meisten Menschen sind extremst empfindlich, daher habe ich mir angewöhnt, alles nett zu verpacken. Nichtsdestotrotz denke ich, dass man durchaus auch sagen kann, was einem gut gefallen hat. Wenn mir gar nichts gefällt, verschwende ich, im Gegensatz zu früher, auch nicht mehr meine Zeit damit. Die wenigsten, die etwas Schlechtes produziert haben, wollen nämlich ernsthaft Kritik dafür hören.

Ich meine, dass du ein interessantes Thema gefunden hast, wobei ich den Link erst zum Schluss angeklickt habe und etwas erstaunt war, dass die Geschichte darauf hinauslaufen sollte. Warum ist deine Geschichte so lang? Könntest du sie nicht kürzer fassen?

Da du geschrieben hast, dass Horror spannend sein soll, könnte dahingegen noch überarbeitet werden. Den Anfang finde ich bis auf Kleinigkeiten in Ordnung, vor allem weil man noch nicht weiß, dass Mike ein Huhn ist. Das hat was.
Allerdings verliert sich die Geschichte anschließend in belanglosen Rückblenden. Als Leser bin ich gerade erst Lloyd begegnet, ich kenne ihn nicht und schon schwatzt mir der Erzähler Llyods überaus unspannende Lebensgeschichte auf, wo ich eigentlich mit den Gedanken noch bei dem Kopf bin.

Ich glaube, es wäre besser, wenn du Llyods Lebensgeschichte vorwegstellst, damit sich der Leser auf Spannung freuen kann und nicht bei Satz 1 gespannt ist und dann das Folgende überfliegt, weil die Spannung am Anfang zu kurz war.

Argwöhnisch betrachtete Lloyd Olsen, Mike.

Das Komma muss weg. Oder ist das eine Aufforderung an Mike?

Er zog eine Spur von Blutstropfen hinter sich her, die ersten Tropfen waren gross und bereits getrocknet, doch die frischeren waren klein und wurden immer kleiner.

Das finde ich ein wenig missverständlich. Erst einmal weiß ich nicht, wer mit »er« gemeint ist: Mike oder Lloyd?
Da der Erzähler und damit auch der Leser bei dem Blutenden sind, klingt es so, als wären die Tropfen unmittelbar nach dem Auftreffen auf dem Boden getrocknet. Für große Blutstropfen vermutlich eher ungewöhnlich.

Olsen blickte auf die Axt in seiner Linken hinab. Die Axtklinge war von getrocknetem Blut überzogen. Vor ihm lag ein Baumstumpf, der von unzähligen Kerben und getrocknetem Blut überzogen war. Darauf lag Mikes abgetrennter Kopf.

Lief Mike gerade nicht noch durch die Gegend? Ich bin verwirrt.
Und falls Mikes Kopf schon von Anfang der Geschichte an abgetrennt war, wie kann Llyod auf Mike gucken, wenn Mike doch nicht mehr ganz ist? Auf welchen Teil von Mike guckt er?

Und dass sie Tochter eines renommierten Augenspezialisten und einer bürgerlichen Frau war und aus der Stadt kam, während er bloß ein Farmer in Colorado war.

Ich denke, du könntest ein wenig mehr auf Wörtchen wie »war« achten, um deinen Stil zu verbessern.
Leben bürgerliche Frauen nicht sowieso in der Stadt?

Wie oben erwähnt, finde ich den Einstieg in die Geschichte interessant, finde es aber schade, dass sich die Geschichte bei den restlichen gefühlten 850 Wörtern in einer »hatte«-Rückblende ergibt. Im Moment sind 90% des Textes informativ und nicht spannend.

Übrigens kannst du ja die Fortsetzung in einem Extra-Thread hochladen und musst nicht einfach so lieblos die Auflösung in Form eines Wikipedia-Links drunterklatschen. Jedenfalls ist das mein Tipp, falls du interessiert daran wärst, wie die Leser auf die Auflösung deiner vollständigen Geschichte reagieren.
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon MrMojo » 26.05.2015, 17:02

Danke für das Feedback Libelle :) . Ich mag es Geschichten langsam anzugehen, denke dass diese hier schlussendlich 20 Seiten lang wird. Mein grosses Vorbild ist in dieser Hinsicht Stephen King, der auch für die ellenlangen Vorgeschichten von Haupt- und Nebencharakteren bekannt ist. Indem man die Geschichte des Protagonisten erzählt, wird dem Leser die Illusion vermittelt, dass es sich hierbei um einen echten Menschen handelt, dem echte Dinge widerfahren, und nicht bloss ein Namen auf dem Papier/Bildschirm. So zumindest die Theorie, obs mir gelungen ist, ist eine andere Sache^^.
(Ganz im Gegensatz zum Lovecraft Horror, bei dem das Schicksal des Protagonisten venachlässigt wird, und der Fokus auf Sprache und Atmosphäre liegt)

Also um deine Frage zu beantworten
Könntest du sie nicht kürzer fassen?
Ja, aber ich denke die Vorgeschichte ist nötig.

Lief Mike gerade nicht noch durch die Gegend? Ich bin verwirrt.


Wieso verwirrt?

Und falls Mikes Kopf schon von Anfang der Geschichte an abgetrennt war, wie kann Llyod auf Mike gucken, wenn Mike doch nicht mehr ganz ist? Auf welchen Teil von Mike guckt er?


Auf den Körper selbstverständlich, beschrieben werden ja die Beine.

Das Komma muss weg. Oder ist das eine Aufforderung an Mike?


Das Komma ist grammatikalisch falsch, ich habe es rein getan damit der Leser nicht auf die Idee kommt, dass der Typ Llyod Olsen Mike heisst. Oder dass Lloyd auf einen Typ namens Olsen Mike schaut. Man verzeihe diesen Regelbruch.

@bürgerlich: Recht hast du, jedoch bezieht sich der Teilsatz "war und aus der Stadt kam" auf die Tochter der bürgerlichen Frau. Dass die Frau aus der Stadt stammt, bedeutet nicht dass es die Tochter automatisch tut. Dieser angehängte Satz dient vor allem dazu klar zu machen, dass Marjorie aus der Stadt ist und Olsen vom Land (in den 30ern (in denen die Geschichte spielt, was jedoch noch nicht erwähnt wurde) war der kulturelle Unterschied zwischen Land und Stadt ja beachtlich, insbesondere was Heiraten betrifft).

Anonsten nochmals danke für deine ehrliche Kritik!
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon Libelle » 26.05.2015, 17:20

Ein Augenspezialist wird wohl kaum auf dem Land arbeiten. Und wenn die Mutter bürgerlich ist, hockt die auch nicht auf dem Land. Folglich ist es naheliegend, dass Marjorie auch aus der Stadt kommt.

Wenn die Eltern von Lieschen Müller 1930 auf dem Land arbeiten, dann denkt niemand daran, dass Lieschen Müller in der Stadt sein könnte, sofern es nicht explizit anders geschildert wird.

Wie sagt man so schön … Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Wegen verwirrt … Da ich nicht wusste, dass Mike ein Huhn ist, und zudem Thrillerleser bin, dachte ich, der Mensch Mike liefe verschwer verletzt durch den Stall, gefolgt von Llyod, dem Axtmörder. Dann lag der Kopf plötzlich auf dem Baumstumpf und ich dachte nur: »Hä? Warum überspringt der die Mordszene?«

Dass du Llyods Geschichte erzählst, finde ich nicht schlimm. Ich finde nur die Art, wie du es tust, überarbeitungswürdig. Steven King hatte jedenfalls keine seitenweise Plusquamperfekt-Sätze, wenn ich mich recht entsinne.

Nein, den Rechtschreibfehler verzeiht dir niemand. Wenn es nicht deutlich genug ist, musst du den Satz entweder umformulieren oder den Nachnamen hier wegfallen lassen.

Hast du eigentlich etwas Größeres mit der Geschichte vor? Falls ja, wäre es vielleicht angebracht, die Namen zu ändern, da der echte Llyod Olsen wahrscheinlich noch nicht so lange tot ist, als dass es seinen Nachkommen egal ist, wie du dessen Lebensgeschichte verwurstest.
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon napweaver » 26.05.2015, 18:07

Vorweg möchte ich schon einmal sagen, dass mir deine Geschichte sehr gefallen hat. Auch die vorgesehene Auflösung, dass Mike ein Huhn und für das Abendessen mit seinen Schwiegereltern geplant ist, finde ich gut, weil ich mit dieser gar nicht gerechnet hätte, bevor ich mir den Wikiartikel angeschaut habe. Außerdem konnte ich deinem Schreibstil gut und flüssig folgen.
Er zog eine Spur von Blutstropfen hinter sich her, die ersten Tropfen waren gross und bereits getrocknet, doch die frischeren waren klein und wurden immer kleiner.

Da du hier beschreibst, dass die großen Bluttropfen bereits getrocknet sind, stellt sich mir die Frage, wie lange Mike schon blutig daher läuft und dementsprechend auch, wie lange schon Lloyd ihm dabei zuschaut. Das verwirrte mich zuerst, da ich davon ausging, dass alles gerade erst passiert ist. Dadurch kam ich leicht ins Stocken.

Gut finde ich in deinem ersten Absatz, dass sich mir direkt viele Fragen stellten, sodass ich quasi schon gezwungen bin, weiterzulesen. Was ist Lloyd für ein Typ, dass er Mike nur dabei zuschaut, anstatt einzugreifen und was ist überhaupt geschehen? Wieso Mike? Die erst genannte Frage erübrigt sich schnell.

Auch gut gemacht, wie ich finde, ist, dass du den ersten Absatz mit einer großen Wendung beendest (abgetrennter Kopf), sodass du nun den Leser erst recht gepackt hast, ihn aber "zappeln" lässt, indem du Lloyds Hintergrundgeschichte erzählst. Ich möchte dranbleiben und erfahren, was Lloyd für ein Mensch ist.
In diesem Jahr waren aufgrund der großen Depression nicht viele Besucher gekommen und es waren nur wenige Stände überhaupt aufgestellt worden. Als Mädchen aus wohlhabenden Häusern, spielte Geld für Marjorie und ihre Freundinnen natürlich keine große Rolle und so waren sie mit dem Gedanken an die Fruita Farmers Fair gekommen, sich zwischen Riesenrädern, Karussellen und Zuckerwatteständen, einen schönen Nachmittag zu machen. Tatsächlich fanden sie lediglich einen Ponysreitstand, einen Hamburgerstand, ein paar Zigeuner, die den Besuchern Liebestränke verkauften und ihnen die Zukunft vorraussagten, und den jährlichen Schweinewettbewerb vor, bei dem die schönsten und die fettesten Schweine sowie die schnellsten Ferkel ausgezeichnet wurden.

Diesen Teil würde ich kürzen oder auch ganz rausnehmen, weil er mir keine Informationen geben konnte, die mich interessieren. Außerdem wird hier Lloyd auch nicht weiter charakterisiert.

Die anderen Teile der Vorgeschichte finde ich aber echt gelungen und vergrößerten mein Interesse an der Geschichte. Denn von der Charakterisierung Lloyds bildet es einen großen Unterschied zum ersten Abschnitt. Zuerst wurde er quasi als der "Böse mit der Axt" dargestellt. Anschließend erfährt man aber, dass er es allen nur recht machen möchte (Schwiegereltern) und für seine Familie, seine Karriere aufgibt. Dadurch verstärkt sich bei mir die Frage, wieso er Mike den Kopf abgeschlagen hat.

Alles in allem gefällt mir deine Geschichte. Hättest du das Ende nicht schon verraten, wäre ich richtig gespannt, wie es weiter geht. Mich würde es aber dennoch sehr interessieren, wie du deine Geschichte fortführst.
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon MrMojo » 26.05.2015, 18:41

Wegen verwirrt … Da ich nicht wusste, dass Mike ein Huhn ist, und zudem Thrillerleser bin, dachte ich, der Mensch Mike liefe verschwer verletzt durch den Stall, gefolgt von Llyod, dem Axtmörder. Dann lag der Kopf plötzlich auf dem Baumstumpf und ich dachte nur: »Hä? Warum überspringt der die Mordszene?«


Ja, jetzt sehe ich das Problem.

Steven King hatte jedenfalls keine seitenweise Plusquamperfekt-Sätze, wenn ich mich recht entsinne.


Sogar kapitelweise (z.B in die Verurteilten). aber das tut ja nichts zur sache.

@Komma: Ich finde das Komma nicht so schlimm. Viele Autoren umgehen Grammatik, wenn sie ihnen in die Quere kommt, insbesondere Kommas, um den Lesefluss zu gewährleisten. Übertreiben sollte es man natürlich nicht, und vielleicht allen Voran nicht beim ersten Satz.

@Stadt: Wie gesagt, betont den Kontras zwischen Land und Stadt. Nur weil etwas naheliegend ist, heisst es nicht, dass es keine besondere Betonung erfordert. (Abgesehen davon dass der Leser mit Augenspezialist nicht sofort Stadt assoziiert)


@napweaver

Danke für dein Feedback. Etwa in so hab ich mir das auch gedacht, dass der Leser zuerst durch das Verbrechen (oder in diesem Fall das vermeintliche Verbrechen) gepackt wird, und dann ein wenig entspannt wird (ganz gemäss Spannungskurve https://pfadfinderseiten.files.wordpres ... kurve1.jpg). Dabei sollte die Erzählung seiner Vergangenheit natürlich nicht so langweilig sein, dass es den Leser vergräult. Die Erzählung seiner Vergangeheit wäre noch etwa eine halbe Seite oder eine weitergegangen, wieder zurück zum Besuch der Schwiegereltern, weswegen LLoyd ein Huhn schlachten will. Und dann kommt wieder Mike ins Spiel und die "Auflösung". Das wären also etwa 4 bis fünf Seiten, und danach käme der Horror! Monstermutantenhuhn ohne Kopf aus dem Moor!! Nein, Spass :mrgreen:

Auf jeden Fall kämen danach so 15 bis 20 Seiten Horrorelemente, welche weiss ich noch nicht.

Ob ich das dann auch hier hochlade... ich denke nicht, aber wir werden sehen. Wenn es sich jedoch viele wünschen, wieso eigentlich nicht.


Nachtrag: Oke, jetzt hab ich so ziemlich alles gespoilert, aber egal xD in zwei Monaten, habt ihrs bestimmt vergessen, gell? ^^
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon Libelle » 26.05.2015, 19:32

Nachtrag: Oke, jetzt hab ich so ziemlich alles gespoilert, aber egal xD in zwei Monaten, habt ihrs bestimmt vergessen, gell? ^^

Öhm, die Auflösung, dass Mike ein Huhn ist, werden wir sicher nicht vergessen, zumal du die interessante Wendung in deiner Geschichte ja schon durch den Wikipedia-Eintrag kaputt gemacht hast.

Auf irgendwelche lückenfüllende Horrorelemente wartet niemand. »Wir« wollen eher wissen, was es mit dem vermeintlichen Axtmörder und seinem Opfer auf sich hat.

Übrigens fehlt beim Stadt-Satz noch, dass der Farmer auf dem Land lebt, sonst denkt man vielleicht, er wäre ein Großstadtfarmer, was ja momentan angesagt ist.
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon Fianna » 01.06.2015, 23:36

MrMojo hat geschrieben:Argwöhnisch betrachtete Lloyd Olsen, Mike.

Das Komma ist grammatikalisch falsch. Wenn der Lloyd Olsen subjekt und der Mike das Objekt ist, würde ich den Satz umstellen.
Gerade mit dem ersten Satz muss man die Leser einfangen (ein Freund von mir nennt es "Die Meisterschaft des Ersten Satzes".)

Dein Catcher ist der dritte Satz, aber der erste Satz ist langweilig und der zweite und dritte Satz sind ziemliche Bandwürmer. Das wirkt so nicht.
Ich würde einen anderen Anfang wählen, nicht so sehr vom Inhalt sondern eher von der Art der Formulierung.

MrMojo hat geschrieben:Schließlich hörten die Tropfen ganz auf.
Olsen blickte auf die Axt in seiner Linken hinab. Die Axtklinge war von getrocknetem Blut überzogen. Vor ihm lag ein Baumstumpf, der von unzähligen Kerben und getrocknetem Blut überzogen war. Darauf lag Mikes abgetrennter Kopf.

Du beschreibst es wie einen Film, aber die Emotionen bleiben ganz außen vor - sowohl die der handelnden Personen als auch die des Lesers.
Es ist leider nicht spannend.


MrMojo hat geschrieben:Heute Morgen hatte Olsens Schwiegermutter angerufen und ihm gesagt, dass sie und ihr Mann am Wochenende zum Abendessen vorbeikommen würden. Olsens Verhältnis zu seinen Schwiegereltern, war beileibe nicht das, was man gemeinhin als warmherzig bezeichnete. Nicht mal freundschaftlich. Tatsächlich hassten sie ihn. Und um die Wahrheit zu sagen: Olsen hasste sie ebenfalls.
Dabei hatte Olsen auf keinen Fall jemals etwas Ungeschicktes getan oder gesagt, was seine Schwiegereltern hätte verärgern können. Nein, ganz im Gegenteil. Er hatte sich stets darum bemüht in ihrer Gegenwart ein gutes Benehmen an den Tag zu legen und die richtigen Worte zu finden, zwei Sachen, die zu vollbringen, für Olsen eine große Anstrengung bedeuteten, da er sie für gewöhnlich überhaupt nicht tat. Im Rückblick hatte er nur zwei Fehler begangen: Sein erster war es, sich in in ihre Tochter verliebt zu haben und sein zweiter war es, jene anschließend geheiratet zu haben.

Auch hier sind die ersten Sätze immer noch langweilig, eine bloße Aufzählung. Da muss mehr kommen, wenn man den Leser packen will, dass er zum restlichen Teil des Zitats weiter liest.

MrMojo hat geschrieben:Doch was hatte er dafür können, dass er und Marjorie zueinander gefunden hatten.

Ehms, dieser Satz klingt absolut krumm und schief.
MrMojo hat geschrieben:Und dass sie Tochter eines renommierten Augenspezialisten und einer bürgerlichen Frau war und aus der Stadt kam, während er bloß ein Farmer in Colorado war. Sohn eines Farmers.

Das ist schöner amerikanischer Gegensatz, blue-collar, white-collar...

In welcher Beziehung steht aber Mike zu der (angeheirateten) Familie von Llyod?
Du hast bisher einen schwachen Anfang gesetzt und verlierst Dich jetzt in biographischen Details, das ist nicht so günstig, um Leser zum Weiterblättern zu animieren.

MrMojo hat geschrieben:Er und Marjorie hatten sich ganz jung kennengelernt. Sie hatte gerade die Highschool abgeschlossen und reiste mit ein paar Freundinnen im Land umher, bevor sie beim Medical College of Georgia Medzin studieren wollte. Und Olsen war damals in dem Alter gewesen, indem er wohl seinerseits die High School beendet hätte, hätte sein Vater nicht zwei Jahre zuvor beim Pflügen des Ackers auf seinem Traktor einen großen, unter der Erde liegenden Stein mit dem Pflug erwischt, der beim Aufprall einen so lauten Knall erzeugte, dass sein altes Herz einen Aussetzer gemacht hatte. Einen ziemlich langen. Buchstäblich zu Tode erschrocken, dachte Olsen immer. Jedenfalls war mit seinem Tod auch der Haupternährer der Familie gestorben und da seine Mutter die Farm alleine nicht führen konnte, hatte Olsen, ohne es besonders zu bedauern, die High School geschmissen und die Farm übernommen. Zwei Jahre waren so vergangen und es lief recht gut, bis Marjorie in sein Leben getreten war. Ab da waren die Dinge glänzend gelaufen.
Kennengelernt hatten sie sich auf der Fruita Farmers Fair von 1933. Weiss der Geier wieso, doch Marjorie und ihre Freundinnen beschlossen dass es eine gute Idee wäre, der Fruita Farmers Fair einen spontanen Besuch abzustatten. In diesem Jahr waren aufgrund der großen Depression nicht viele Besucher gekommen und es waren nur wenige Stände überhaupt aufgestellt worden. Als Mädchen aus wohlhabenden Häusern, spielte Geld für Marjorie und ihre Freundinnen natürlich keine große Rolle und so waren sie mit dem Gedanken an die Fruita Farmers Fair gekommen, sich zwischen Riesenrädern, Karussellen und Zuckerwatteständen, einen schönen Nachmittag zu machen. Tatsächlich fanden sie lediglich einen Ponysreitstand, einen Hamburgerstand, ein paar Zigeuner, die den Besuchern Liebestränke verkauften und ihnen die Zukunft vorraussagten, und den jährlichen Schweinewettbewerb vor, bei dem die schönsten und die fettesten Schweine sowie die schnellsten Ferkel ausgezeichnet wurden. Und sie fanden natürlich Olsen vor.

Und das hier ist Infodump vom Feinsten. Ein Rückbezug zu der schwachen Eingangsszene kommt immer noch nicht.


Sollte das in der "Auflösung" kommen, dann ist das immer noch nicht ausreichend.

FAZIT:
Ein verwirrendes Setting (wer schaut wen an und wo ist das?), fehlende Emotionen sowohl auf Seiten des Protas als auch des Lesers, krumme Sätze und Infodump vom Feinsten.
Wenn Du gerne Thriller schreiben möchtest, würde ich an Deiner Stelle erst nochmal überlegen, wie die Thriller, die Du gerne liest, aufgebaut waren. Und vielleicht mal ein bisschen googlen, ziemlich viele Autoren notieren auf ihren Homepages Schreib- und Plottipps, da war sicher auch ein Thriller-Autor bei. Dan Wells meine ich.
Und Interviews mit Thriller-Größen sind auch ganz hilfreich, weil die meist irgendwas zum Aufbau oder wie man Leser packt oder sowas gefragt werden.
Neueste Rubrik auf meinem Blog: Autoren-ABC
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon MrMojo » 03.06.2015, 18:29

Danke für dein Feeback!

Ich kann deine Argumentation nachvollziehen, doch komme ich zu einer anderen Schlussfolgerung. Vermutlich sind wir Fans von verschiedenen Schreibstylen.

Gerade den ersten Satz halte ich für einen Catcher, den dritten hingegen nicht.
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon Nadim22 » 03.06.2015, 23:28

Also MrMojo,

ich werde Dir jetzt mal - unbeachtet der vorherigen Kommentare - sagen, was mir so alles an Deinem Text aufgefallen ist. Und da Du anscheinend nicht viel von Verklärungen hältst, bin ich so ehrlich und direkt wie möglich.

Die Geschichte an sich halte ich für interessant. Jedoch fand ich den Wikipedia-Artikel um einiges interessanter als den eigentlichen Text. Für mich fehlt es an Gefühl, egal ob bei den einzelnen Charakteren, oder der sprachlichen Darstellung. Du erzählst oft Dinge, die gar nicht von Interesse sind; damit streckst Du das Ganze soweit, dass letztlich überhaupt kein richtiger Plot entsteht.

Zum Text selbst:

*Rechtschreibfehler werde ich rot, Grammatikfehler bzw. unpassenden SB grün markieren

MrMojo hat geschrieben:Argwöhnisch betrachtete Lloyd Olsen, Mike.


"Argwöhnisch" find ich hier sehr mild. Vor allem, wenn man bedenkt, dass da ein Hahn ohne Kopf herumläuft. Außerdem kommt da kein Komma hin.

MrMojo hat geschrieben:Wie er da auf wackligen Beinen im Hühnerstall umherschlurfte und beinnahe auf die Seite kippte, während die Hennen ihm ausweichten


Der Hahn schlurft also umher? Meinst Du nicht eher taumeln? Oder macht er das wirklich so geräuschvoll? Es heißt "auswichen" und Du schreibst besser: "(...), während ihm die Hennen (...)."

MrMojo hat geschrieben:Axtklinge


Die Schneide. "Axtklinge" hört sich sehr unbeholfen an.

MrMojo hat geschrieben:Die Axtklinge war von getrocknetem Blut überzogen. Vor ihm lag ein Baumstumpf, der von unzähligen Kerben und getrocknetem Blut überzogen war.


Getrocknetes Blut überall also.

MrMojo hat geschrieben:Olsens Verhältnis zu seinen Schwiegereltern, war beileibe nicht das, was man gemeinhin als warmherzig bezeichnete.


"beileibe" und "gemeinhin". Das erste kann man meinetwegen stehen lassen, aber wieso nicht einfach: "Das Verhältnis zu seinen Schwiegereltern war alles andere als warmherzig." Die Füllwörter (vor allem in der Doppelkombi) sind überflüssig.

MrMojo hat geschrieben:Nicht mal freundschaftlich.


Das heißt freundschaftlich < warmherzig? Wenn es nicht warmherzig ist, ist es meinem Verständnis nach a priori nicht freundschaftlich.

MrMojo hat geschrieben:um die Wahrheit zu sagen


Kannst Du getrost weglassen.

MrMojo hat geschrieben:auf keinen Fall jemals


oder wie es im Volksmund heißt: "nie".

MrMojo hat geschrieben:Er hatte sich stets darum bemüht in ihrer Gegenwart ein gutes Benehmen an den Tag zu legen und die richtigen Worte zu finden, zwei Sachen, die zu vollbringen, für Olsen eine große Anstrengung bedeuteten, da er sie für gewöhnlich überhaupt nicht tat.


Wenn Du das so schreiben willst, dann mach einen Punkten anstelle des ersten Kommas. Den letzten Teil des Satzes brauche ich als Leser nicht unbedingt.

MrMojo hat geschrieben:Im Rückblick hatte er nur zwei Fehler begangen: Sein erster war es, sich in in ihre Tochter verliebt zu haben und sein zweiter war es, jene anschließend geheiratet zu haben.


Das mit dem doppelten "zu haben" hört sich schlecht an. Insgesamt wirkt der Satz recht unbeholfen. Warum nicht: "Er beging zwei große Fehler. Der erste war, sich in ihre Tochter zu verlieben, der zweite, sie zu heiraten."

MrMojo hat geschrieben:Doch was hatte er dafür können, dass er und Marjorie zueinander gefunden hatten.


:nosad: Plusquamperfekt? Der erste Teil ist ok, beim zweiten lieber "fanden".

MrMojo hat geschrieben:Und dass sie Tochter eines renommierten Augenspezialisten und einer bürgerlichen Frau war und aus der Stadt kam, während er bloß ein Farmer in Colorado war. Sohn eines Farmers.


Warum nicht gleich "Sohn eines Farmers"? Das doppelte "war" lässt den Satz unschön erscheinen.

MrMojo hat geschrieben:beim Medical College of Georgia Medzin


"am"

MrMojo hat geschrieben:Und Olsen war damals in dem Alter gewesen, indem er wohl seinerseits die High School beendet hätte, hätte sein Vater nicht zwei Jahre zuvor beim Pflügen des Ackers auf seinem Traktor einen großen, unter der Erde liegenden Stein mit dem Pflug erwischt, der beim Aufprall einen so lauten Knall erzeugte, dass sein altes Herz einen Aussetzer gemacht hatte. Einen ziemlich langen.


Warum nennst Du sein Alter denn nicht einfach? Das Blaumarkierte kannst Du weglassen. Es ist nicht "indem", sondern "in dem". Das ist Infodump vom Feinsten nebenbei. Du klammerst Dich so ans Plusquamperfekt, dass Deine Sätze vollkommen schief wirken.

MrMojo hat geschrieben:Ab da waren die Dinge glänzend gelaufen.


...ein weiteres Beispiel.

MrMojo hat geschrieben:Kennengelernt hatten sie sich auf der Fruita Farmers Fair von 1933. Weiss der Geier wieso, doch Marjorie und ihre Freundinnen beschlossen, dass es eine gute Idee wäre, der Fruita Farmers Fair einen spontanen Besuch abzustatten.


Die erste Nennung des Ortes reicht.

MrMojo hat geschrieben:In diesem Jahr waren aufgrund der großen Depression nicht viele Besucher gekommen und es waren nur wenige Stände überhaupt aufgestellt worden.


Schief. Warum nicht mit "kamen" und "wurden"?

MrMojo hat geschrieben:Als Mädchen aus wohlhabenden Häusern, spielte Geld für Marjorie und ihre Freundinnen natürlich keine große Rolle und so waren sie mit dem Gedanken an die Fruita Farmers Fair gekommen, sich zwischen Riesenrädern, Karussellen und Zuckerwatteständen, einen schönen Nachmittag zu machen.



MrMojo hat geschrieben:Tatsächlich fanden sie lediglich einen Ponysreitstand, einen Hamburgerstand, ein paar Zigeuner, die den Besuchern Liebestränke verkauften und ihnen die Zukunft vorraussagten, und den jährlichen Schweinewettbewerb vor, bei dem die schönsten und die fettesten Schweine sowie die schnellsten Ferkel ausgezeichnet wurden. Und sie fanden natürlich Olsen vor.


Viel zu langer Satz. Das bringst du öfters. Dabei geht die Aufmerksamkeit verloren. Zumindest die meine. Die Dopplung mit "-stand" ist verbesserungswürdig. Spätestens vor "bei dem" musst Du einen Punkt machen. Vor allem nach der Aufzählung.

Mmh. Was soll ich Dir sagen? Was Du gemacht hast, ist einen Absatz als "(Horror-)Exposition" an den Anfang zu setzen und dann eine Nacherzählung zu beginnen. Du solltest mehr beschreiben. Inhaltlich halte ich mich jetzt mal aufgrund der Unabgeschlossenheit zurück. Rechtschreibfehler sind auch geschenkt. Woran Du arbeiten musst, ist Deine Grammatik. Insbesondere das Tempus ist gewöhnungsbedürftig. Warum nicht Präteritum? Es hört sich bei Dir sehr künstlich und zu sehr gewollt an.

Potenzial hat die Geschichte auf jeden Fall. Versuch aber mehr Gefühl miteinzubauen und weiter ins Detail zu gehen, bei solchen Sachen, die für den Plot wichtig sind. Ewig langes Ausschmücken und Abdriften (auch in sprachlicher Hinsicht iSv unnötigen Füllwörtern) ist nicht zielführend. Ab und an kann man sowas schon als stilistisches Mittel verwenden, aber nur da, wo es nicht auf Kosten des Leseflusses geht.

Oh, und nimm nichts persönlich! Das sind alles nur Anmerkungen, die das Ziel haben, Dein Nachdenken anzuregen und etwaige Alternativen aufzuzeigen.

Beste Grüße

Nadim
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― Chuck Palahniuk, Invisible Monsters
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Re: Eine klassiche Horrorgeschichte

Beitragvon MrMojo » 04.06.2015, 20:38

Danke für die Hinweise! Ich gebe dir bei vielem Recht.
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Registriert: 23.05.2015, 22:08


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