Einsteigertipps

Was ist die Schreibwerkstatt?

Wir verstehen uns als Werkstatt

Die Schreibwerkstatt soll Schriftstellern, Autoren und solchen, die es werden wollen, Platz bieten, kreativ zu arbeiten und konstruktives, hilfreiches Feedback zu bekommen.

Bei uns ist jeder, der gerne schreibt willkommen! ;)

Unter Werkstatt verstehen wir, dass wir alle zusammen hier sind, um voneinander zu lernen. Wir möchten besser werden, Tricks und Tipps aufschnappen, möchten wissen, wie unser Geschriebenes ankommt und vor allem konstruktive und hilfreiche Kritik dazu erhalten.

Werkstatt auch deshalb, weil wir uns nicht als "Veröffentlichungsplattform" verstehen.

Wenn du hier ein Werk einstellst, kannst du dir sicher sein, dass du dazu Fragen und Anregungen bekommst und du die Meinung deiner Leser erfahren wirst. Sei also darauf gefasst anregende Gespräche und Diskussionen zu führen.

Außerdem kannst du hier Schreibhilfen finden, auch deine Eigenen verfassen und so durch reichlich Überlegungen dein Können verbessern.

Jackys Blog zum Schriftsteller werden, der an die Schreibwerkstatt angebunden ist, enthält viele nützliche Infos rund ums Schreiben. Du kannst ihn in der Schreibwerkstatt kommentieren und Anregungen sowie Wünsche äußern.

Das Wichtigste an unserer Werkstatt sind die Kommentare. Je mehr Gedanken du dir zu einem anderen Text machst, um einen guten Kommentar zu schreiben, desto mehr setzt du dich mit dem Schreiben an sich auseinander und lernst darin besser zu werden. Kommentare sind also auch eine Bereicherung für dich als Kommentarschreibenden. ;)

Vor allem wirst du dadurch selbst viele Kommentare bekommen und kannst so sehen, wo die Knackpunkte in deinem Werk liegen. Du kannst erkennen, was schon gut läuft, was weniger ankommt, um weiter an deinem Können und Texteb zu feilen und dich immer weiter zu verbessern.

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Wir sind eine Gemeinschaft

Auch das zählt für uns zum Begriff von Werkstatt. Wir alle ziehen an einem Strang, unterstützen uns gegenseitig und lernen voneinander.

In der Schreibwerkstatt kannst du Gleichgesinnte treffen, die ähnliche Fragen haben wie du. Genauso findest du natürlich auch Leute, die die Antworten kennen und dir weiterhelfen. Du bist übrigens Einer davon, der jemand anderem helfen kann. ;) Es gibt keine dummen Antworten, genauso wenig wie es dumme Fragen gibt. Deine Meinung kann einem anderen weiterhelfen. Auch wenn du vielleicht denkst, dass es "nur" deine Meinung ist. Genau das zählt! Du bist anders, als jeder andere. Das macht deine Meinung aus, sie ist einzigartig. ;)

Es gibt Schreibwerkstatt-Treffen, wo man sich einmal live erleben kann, um viel direkter übers Schreiben oder Gott und die Welt zu reden. Behalte auch die Neuigkeiten im Auge, um rechtzeitig informiert zu werden.
Im Schreibwerkstatt-Twitter-Account wirst du immer frisch informiert und kriegst auch mal einen Blick hinter die Kulissen:
Jackys Twitter-Account - Unsere Forengründerin, ohne die es das hier alles gar nicht gäbe.
Der Schreibwerkstatt-Team-Twitter - Hier twittert das Team über: Insidernews, Blicke hinter die Kulisse, Neuigkeiten, alles rund um die Schreibwerkstatt und das Schreiben.

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Wo geht es hin? - Forenleitfaden

Die Schreibwerkstatt wurde im Februar 2007 von Jacky gegründet und wächst noch weiter.
Immer wieder wird sie ausgebaut und neue Foren und Funktionen hinzugefügt. Damit du dich auch zurecht findest, gibt es diesen Forenleitfaden.
Was gehört wo hin und was gibt es alles?
Neuigkeiten und Änderungen findest du immer aktuell im Schreibwerkstatt Ankündigungen Forum.

Lies dir bitte die Regeln durch, außer den üblichen Nutzungsrechten gibt es in unserer Werkstatt auch Besonderheiten, was zum Beispiel Werke oder Kommentare angeht.
Auch die Hilfe (FAQ) enthalten noch weitere interessante Informationen angepasst an die vielen Funktionen der Schreibwerkstatt.

Eigene Werke

Werke, also deine Texte und Geschichten, gehören bei uns ausschließlich in die Eigene Werke Foren. Es gibt Gedichte, Kurzgeschichten, Fiktion und Non-Fiktion.

Achte darauf, dass du die richtige Gattung findest. Drei der vier Hauptforen, haben weitere Unterforen. Dort werden die Texte in Genres aufgeteilt.
So können deine Leser und Kommentatoren schnell die Texte zurordnen, ohne das es vom Titel her ersichtlich sein muss.

Schreibhandwerk

In dem Forum Schreibhandwerk findest du Platz zum Recherchieren, zum Reden und Fragen über das Schreiben, zum Ausfragen über Veröffentlichungsdinge und zum Diskutieren über Jackys Schriftsteller-werden.de Blog.
Im Recherche Forum gibt es einen Experten-Thread. Dort kannst du sehen, welche Mitglieder der Schreibwerkstatt über welches Thema genau bescheid wissen und sie in deine Recherche mit einbeziehen. Du kannst auch gerne deine Expertenfelder eintragen und somit anderen Mitgliedern eine Hilfe sein.
. In Kreatives Schreiben gibt es ein ganzes eigenes Unterforum für Weltenbastler: Das Welten-Forum. Dort kannst du über deine Welt diskutieren und Fragen und Anregungen zu Orten, Ländern, Rassen usw. einstellen.


Fingerübungen

Die Fingerübungen gehören mit zu dem Bereich Schreibhandwerk, allerdings sind sie so speziell, dass ich sie extra erwähnen möchte.
Fingerübungen sind kleine Aufgaben, mit denen du in Schwung bleiben sollst und die dich auf kreative Ideen bringen sollen. feuerlilie schreibt jeden Dienstag eine Dienstagsübung.
Im Word War Forum finden jeden Monat (außer Oktober bis Dezember) Wortkriege statt. Ein SuperUser veranstaltet dann für ein oder zwei Wochen den Word War. Es geht dabei darum, deinen inneren Schweinhund zu besiegen und einfach zu schreiben. Es soll ein Po-Tritt für dich sein und durch das setzen eines Zieles (zum Beispiel 11.000 Worte in einer Woche) und die Konkurrenz zu anderen Schreibwerkstatt Mitgliedern spornt es einen tierisch an. Es gibt für die Word Wars auch eine Statistik Seite , wo du dich über dein Profil eintragen kannst. Versuch es doch mal!

Das Schreibwerkstatt-Café

Das Schreibwerkstatt-Café ist der Treffpunkt für Mitglieder und zum Austausch.
In Schreibwerkstatt Regional kannst du Mitglieder aus deiner Umgebung treffen.
In der Plauderecke kannst du dich über Gott und die Welt unterhalten.
Dort gibt es für den NaNoWriMo , der einmal im Jahr im November stattfindet und ein riesengroßer weiltweiter WordWar ist, ein eigenes Unterforum. Die Beteiligung in der Schreibwertkstatt ist immer enrom und spornt tierisch an.
Es gibt ein eigenes Buchrezensions Forum. Dort kannst du Rezensionen zu deinen Lieblingsbüchern einstellen. Schaue dir aber diese FAQ: "Lieblingsbücher" und das Rezensionsforum an, denn neue Rezensionen kannst du nicht direkt im Forum erstellen sondern nur über dein Profil.
Es gibt ein Forum für Literaturwettbewerbe. Dort findest du, wie der Name sagt, Wettbewerbe und kannst selber auch welche einstellen.
In Gesuche und Angebote kannst du Betaleser suchen, Schreibgruppen, Brieffreunde...

Du solltest jetzt einen guten Überblick über die Schreibwerkstatt haben. Ich hoffe, du hast alles gefunden, was du brauchst. Denn nun wollen wir zur Tat schreiten. XD

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Wie schreibe ich einen Kommentar?

Forentechnisch gesehen ...

... ist das relativ einfach. Die Anleitung zum Knöpfchendrücken gibt es hier in den FAQ.

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Inhaltlich:

Da fängt die Schwierigkeit erst an. Du bist vollkommen neu bei uns und sollst laut Kommentar zu Werk Verhältnis Link direkt zwei Kommentare schreiben, um überhaupt loslegen zu können?
--> Warum?

Genau um dir dabei zu helfen, existiert diese Einsteigerhilfe. Also: weiter lesen! :)

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Wie schreibe ich einen konstruktiven Kommentar?

Such dir ein Werk, das du gerne kommentieren möchtest, und schon legen wir gemeinsam los.

  1. Lies dir das Werk deiner Wahl aufmerksam durch

    Da ist noch nicht viel dabei. Denkst du? Doch!

    Beobachte dich mal genau:
    • An welchen Stellen hast du schneller gelesen, weil du unbedingt wissen wolltest, was passiert?
    • An welchen Stellen musstest du einen Satz zweimal lesen, um den Faden nicht zu verlieren?
    • Welche Stellen haben dir eine Gänsehaut beschert? Gab es Worte oder Sätze, die du besonders gerne oder ungerne gelesen hast, weil sie so gut geschrieben waren oder auch schlecht?
    • Waren Bandwurmsätze drin, bei denen du am Ende nicht mehr wusstest, wo du herkamst?
    Das alles beim 1. Mal Lesen aufzuschreiben ist natürlich schwer. Ich mache in meinem Internetbrowser zum Kommentieren immer zwei Fenster auf: eines mit dem Text und ein zweites mit meiner Antwort. So kann ich schnell zwischen beiden hin und her springen, um Zitate rauszusuchen oder mir bestimmte Stellen nochmal durchzulesen, um dann etwas dazu zu schreiben.

    Wie gesagt, dass alles gleich beim ersten Lesen rauszuschreiben ist schwer und das solltest du vielleicht erst später machen, wenn du schon ein bisschen Übung hast. Erstmal kannst du dir aber damit aushelfen, den Text zwei Mal zu lesen und dich beim zweiten Mal lesen erinnern, was deine Reaktionen beim ersten Lesen an den entsprechenden Stellen waren. Und diese schreibst du dann in das zweite Fenster mit der Antwort auf.

    Hast du Zweifel? Denkst du: "Firlefanz? Das wird einen erfahrenen Schreiber nicht interessieren?"
    Doch, ich finde es spannend zu wissen, wie meine Leser reagieren und wie die Dinge bei ihnen ankommen. Außerdem - wie ich es oben schon einmal erwähnte - verbessert das Kommentare Schreiben und sich Gedanken machen - um das wie und warum - nicht nur das Schreiben des Autors sondern auch das des Kommentators - also deines. Durch das aufmerksame Lesen lernst du auf den Text zu achten, kannst deine Eigenen besser einschätzen und Fehler oder Stolpersteine finden.

    Die Dinge, die du in diesem Durchlauf über den Text rausgefunden hast, würde ich eher als schreibtechnisch bezeichnen. Klar hat eine spannende Stelle auch mit dem Inhalt zu tun, aber vor allem ist sie spannend, weil sie mitreißend geschrieben ist.

  2. Nochmal lesen. :D

    Ich denke wir könnten mittlerweile beim dritten Lesen angekommen sein. Klar, wenn du es schaffst, das alles in einem Rutsch zu schreiben - vielleicht sogar mit mehreren Antwortfenstern oder einer externen Datei - und es dann zusammenkopierst, kannst du das gerne tun. Aber das hier ist eine Einsteigerhilfe also machen wir auch nur kleine Schritte.

    Bis jetzt bist du noch nicht oder nur wenig auf den Inhalt eingegangen. Du kannst die Geschichte oder das Gedicht nochmal lesen, was für den Anfang sicher sinnvoll ist, oder es aus dem Kopf schreiben.
    • War sie interessant, hat sie dir gefallen?
    • Warum, weil du düstere Geschichten oder "xx" magst?
    • Oder gefiel dir besonders ein Charakter?
    • Oder hat sie dir eine neue Sichtweise auf etwas eröffnet?
    • Mochtest du sie nicht?
    • Weil sie nicht tiefgründig genug war?
    • Oder einfach nur so dahinplätscherte und gar nichts passierte?
    • Oder war ein Charakter total doof und du mochtest die Geschichte wegen ihm nicht?
    • War die Geschichte vielleicht sogar unglaubwürdig, weil sie schlecht recherchiert war oder etwas falsch dargestellt wurde?
    • Waren Logikfehler drin? Wie zum Beispiel in Filmen die Schnittfehler, wo etwas gar nicht an der Stelle liegen kann, weil es vorher nie da war.
    Führe diese Stellen auf und beschreibe, warum du sie mochtest oder nicht, was du daran ändern würdest und warum. Zeige die Logikfehler auf, du möchtest den Autor mit seine Geschichte doch nicht so auf die Welt loslassen, oder? Begründe dabei immer deine Meinung, damit der Autor auch versteht, warum du etwas toll oder nicht fandest und dir folgen kann.

  3. Nun kommt die Rechtschreibung

    Auch diese gehört in Kommentare. Wenn du Tippfehler, Grammatik- oder Rechtschreibfehler findest, ist es immer gut, das dem Autor mitzuteilen, damit er den Text ändern kann. Sonst bleibt es ewig so stehen und das ist doch unschön und stört beim Lesen.

  4. Bei Gedichten ein Extrapunkt:

    Bei Gedichten kann man außer dem Thema, der Logik, der Rechtschreibung usw. natürlich auch noch was zum Rhythmus, der Metrik, dem Versmaß, den Reimen sagen. Ich kenn mich selber da wenig aus, aber selbst so kann ich einen Rhythmus in einem Text fühlen, auch wenn ich die Metrik nicht erkenne.
    Wenn du dir www.gedicht-schreiben.de durchliest, bekommst du schon einige Anhaltspunkte, was deren Besonderheiten angeht. Wobei es natürlich Gedichte außerhalb jeglichen Rahmens gibt und dies mit Absicht.

    Ich hab mir sagen lassen, man solle Gedichte laut vorlesen.
    • Hast du dabei gemerkt, dass irgendwo was nicht in deinen Sprachrhythmus passte?
    • Klang eine Zeile zu lang oder zu kurz?
    • Passte das Wort am Ende der Zeile nicht zu den anderen?
    Dies sind alles Dinge, die du anmerken kannst.

    Amalthea hat sich nochmal tiefgründiger mit dem Thema Gedichte kommentieren beschäftigt und aus Ideen aus der Einsteigerhilfe und ihren eigenen einen Leitfaden geformt. Schau ihn dir mal an, dort findest du noch mehr Informationen speziell auf Gedichte zugeschnitten.
  5. Ein Fazit

    Wenn du sehr viel zu einem Text geschrieben hast, ist es sinnvoll am Ende nochmal zusammenfassen, wie das Werk auf dich gewirkt hat, was gut war und wie du es vielleicht ändern würdest. Also eine Art Gesamtübersicht, soetwas wie dein letztes Wort.

    Das kann so aussehen:
      Im Großen und Ganzen fand ich die Geschichte wirklich sehr mitreißend. Meiner Meinung nach solltest du noch dein szenisches Schreiben, also das "Zeigen nicht beschreiben" verbessern. Ich hab auch schon die vielen Stellen, wo du Worte wiederholst, angemerkt. Bis auf den einen Logikfehler, den ich gefunden habe, konnte man dir auch gut folgen. Es ist zwar nicht ganz perfekt aber lesenswert allemal. Ich lese bestimmt weiter. ;)

    Versuche eine Zusammenfassung zu finden, die deine Meinung über das Werk wiederspiegelt und vielleicht am Ende noch einen Tipp, eine Richtung, in die es gehen könnte, zu geben.

  6. Beispiele - Dein ständiger Begleiter

    Zitate benutzen, Verbesserungsvorschläge geben, Korrekturen aufschreiben. Die ganzen Punkte oben zu finden, ist schon mal sehr wichtig für einen Kommentar, damit bekommt der Autor Anhaltspunkte, woran er arbeiten kann.
    Allerdings wird dein Kommentar erst richtig hilfreich, wenn du dem Autor "ein wenig auf die Sprünge hilfst".

    Schreib ihm doch gleich die richtige Schreibweise des Wortes hin oder gib ihm den Link von Wikipedia, wo steht, dass Polarbären keine Pinguine fressen. Gib ihm eine Alternative, wenn er immer wieder dasselbe Wort benutzt. Schlag ihm einen Weg vor, wie er den Logikfehler umgehen kann.
    Auch wenn er deine Vorschläge nicht eins zu eins übernimmt, gibst du ihm vielleicht die Anregung für eine zündende Idee.
Um das Ganze nochmal kurz und knackig zusammenzufassen, hier eine Liste, Worauf ich bei meinen Kommentaren achte:

  1. Schreibstil, Ausdruck, Sprache
  2. Inhalt: Charaktere, Handlung, Logik
  3. Rechtschreibung
  4. Zitate, Beispiele und Vorschläge
  5. Ein Fazit
  6. Rhythmus, Versmaß, Metrik, Reim
Was ebenfalls dazugehört: Lies dir deinen Kommentar am Ende noch einmal durch, am besten, indem du auf Vorschau drückst, um zu sehen, ob die Textformatierungen auch so geklappt haben, wie du dir das vorstellst. Nichts ist schlimmer, als ein guter Kommentar, den man vor lauter Fehlern und Drehern nicht mehr versteht. Dass wir uns in diesem Forum an die Rechtschreibung halten, gilt auch für Kommentare und Beiträge. Insbesondere achten wir auf die Groß- und Kleinschreibung, die im Internet ja gern mal weggelassen wird. In deinen Werken mutest du es doch auch niemandem zu, oder? ;)

Tipp: Schreibe deine Werke und Kommentare in einem Texteditor deiner Wahl, lass eine Rechtschreibkorrektur drüber laufen, kopiere erst dann deinen Text in das Eingabefenster und füge die notwendigen Textverzierungen (sparsam) hinzu.

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Aber nun mal objektiv

Objektiv? Ja, können wir denn soetwas? Man kann sich soviel Mühe geben, wie man will, aus seiner eigenen Haut kommt man nicht raus.

Wenn du beim Kommentare Schreiben den Punkt "Wie schreibe ich denn jetzt einen konstruktiven Kommentar?" durchgelesen und beherzigt hast, solltest du schon einen ziemlich konstruktiven und ausführlichen Kommentar zusammenbekommen haben und kannst stolz auf dich sein.
In den meisten Werken steckt eine ganze Menge Herzblut. Da ist es verständlich, dass der Eine oder Andere sich von einer zwar konstruktiven aber negativen Kritik angegriffen fühlt. Deshalb ist es wichtig, dass du in deinen Kommentaren die drei goldenen Regeln beachtest:

  1. Höflichkeit
  2. Konstruktivität
  3. Ausführlichkeit
Die Unteren beiden können wir ja nun getrost abhaken, also beschäftigen wir uns etwas ausführlicher mit dem dritten Punkt.
Ich möchte hier niemandem unterstellen, dass er unhöflich ist, aber das Internet besteht nur aus Text, es gibt keine Mimik, keine Gestik, keine Betonung.
Deshalb möchte ich euch an dieser Stelle ein paar kleine Kniffe an die Hand geben, wie du auf Nummer sicher gehen kannst, damit dein Gegenüber nichts in den falschen Hals bekommt. Meistens sind solche Vorsichtsmaßnahmen nur bei negativer Kritik notwendig, die ja trotzdem gut und konstruktiv sein soll.

Wenn du die folgenden Punkte beherzigst und sich der Verfasser immer noch angegriffen fühlt, hast du dir jedenfalls nichts zu Schulden kommen lassen.

  1. Keine Allgemeingültigkeiten

    Erst kurz zu der Frage, was ist überhaupt "Allgemeingültig"?
    Etwas ist allgemeingültig, wenn die Aussage impliziert, dass es immer und auf jeden Fall stimmt
    "Das ist schlecht" klingt zum Beispiel wie eine allgemeingültige Aussage, genauso wie: "Das geht so nicht."

    Dann wollen wir nochmal kurz zurück zur Objektivität. Wir sind alle Individuen und trotz aller Bemühungen, werden wir nie fähig sein, einen vollkommen objektiven Beitrag zu verfassen. Ich wette mit dir: Wenn du sagst, dass dir etwas nicht gefällt, dann finde ich - wenn ich aus den 6 Milliarden Menschen der Weltbevölkerung wählen darf - mindestens Einen, dem es gefällt.

    Und genau das ist der Grund, warum du Dinge nicht als allgemeingültig darstellen solltest. In allem, was du schreibst, schwingt immer deine ganz persönliche Meinung mit.
    Deshalb schreibe statt: "Das ist schlecht" lieber "Das finde ich schlecht." Obwohl die Kernaussage, die gleiche geblieben ist, klingt es schon eine ganze Ecke netter, oder?

    Benutze deshalb die Worte: "Meiner Meinung nach" und "Ich finde" recht häufig in deinen Kommentare. Es kann nicht schaden zu verdeutlichen, dass es nur deine Meinung als Leser ist, die du gerade zum Besten gibst und dein Kommentar somit nichts mit dem Autor oder seiner Persönlichkeit zu tun hat.

  2. Drück dich positiv aus

    Ein Trick, den ich von Jacky gelernt habe: Drück dich wenn möglich positiv aus. Dazu ein Beispiel.
    Welcher Satz klingt besser?

    1. Das find ich schlecht.
    2. oder
    3. Das gefällt mir nicht.
    Wahrscheinlich stimmst du mir zu, dass der zweite Satz weniger "gemein" klingt.
    Das liegt daran, dass hier das positiv behaftete Wort "gefallen" vorkommt. Das lässt den Satz ein wenig weicher klingen, obwohl die Aussage dieselbe bleibt.

    Das ist sicher nur ein ganz banales Beispiel, aber es wird deutlich, was gemeint ist. Durch die positive Formulierung ist es viel einfacher, sich auch bei negativer Kritik Gehör zu verschaffen.

    "Am Anfang hast du schöne kurze Sätze geschrieben, ich würde vielleicht versuchen das bis zum Ende durchzuhalten"

    Damit bringst du im selben Satz sowohl Lob als auch Kritik. Dadurch, dass du mit dem Lob beginnst, öffnest du die Ohren deines Gegenübers für den nicht ganz so erfreulichen Rest. Und weil du soetwas gesagt hast wie: "Hey, ich weiß dass du es besser kannst", steht zwischen der konstruktiven Kritik und der Umsetzung nur noch die nächste Geschichte. ;)

    Mit dieser Art der Kritik kommen Viele besser klar. Natürlich gibt es auch diejenigen unter uns, die harte, klare Worte ab können. Aber es ist besser, das erst zu tun, wenn man sich besser kennt. Lieber erst vorsichtig herantasten und sehen, wie viel der Andere verträgt.

  3. Sei ehrlich

    Auch Ehrlichkeit gehört zum höflich sein dazu. Aber ganz besonders, weil es in den beiden vorherigen Punkten so geklungen haben mag, als solltest du schummeln, habe ich diesen Punkt noch einmal explizit aufgenommen.
    Viele verstehen die Tipps mit den Formulierungen so, dass sie nur positive Kritik üben dürfen/sollen. Aber nein, so ist das ganz und gar nicht gemeint. Im Gegenteil, unbegründete Lobhudeleien sind explizit nicht erwünscht. Es ist völlig unmöglich sich zu verbessern, wenn man dir nur erzählt wie toll du bist, obwohl das vielleicht gar nicht stimmt.

    Du sollst ehrlich deine Meinung sagen. Die beiden Punkte "Keine Allgemeingültigkeiten" und "Drück dich positiv aus" drehen sich ausschließlich um die Formulierung dessen, was du sagen möchtest.
    Sie sollen zur Verträglichkeit beitragen und verhindern, dass jemand, der schlechte Kritik bekommt, trotzig auf Durchzug schaltet. Wodurch er selbst von einem durchweg ehrlichen, konstruktiven Kommentar dann nichts mehr hat und nichts daraus lernen kann.

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Was mache ich, wenn da schon ein Monsterkommentar steht?

Lass dich nicht einschüchtern. Wie schon im Punkt zur Objektivität besprochen, hat jeder Mensch seine eigene und ganz persönliche Sichtweise.
Wenn also schon jemand einen sehr ausführlichen Kommentar geschrieben hat und du findest ihn hilfreich, dann sieh dir an warum du ihn gut findest. Lerne daraus, nimm dir ein Vorbild und dann schreib deinen eigenen Kommentar, gerne auch zum selben Werk. Du kannst genau die Vorgehensweise verwenden wie normal auch, nur, dass du jetzt die zusätzliche Möglichkeit hast, auf den Kommentar deines Vorgängers einzugehen:

  • In welchen Punkten stimmst du ihm zu, und warum?
  • Welche Standpunkte kannst du nicht teilen, und warum?
  • Vielleicht gibt es ein paar Aussagen, die du zwar teilst, für die dein Vorgänger aber keine Begründung gefunden hat. Versuch herauszufinden, ob du vielleicht ein paar "Warum?" entdeckst.
  • Denk immer daran: Es gibt keine dummen Fragen und solange dein Kommentar ein paar "deshalb" und "darum" und "weil" enthält, gibt es auch keine dummen oder überflüssigen Kommentare. ;)

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Noch mehr Input bitte: Weitere Hilfen und Themen

Außer dieser Einsteigerhilfe gibt es in der Schreibwerkstatt schon einige Themen und Hilfen, die das Kommentarschreiben erklären und erleichtern sollen. Wie bereits erwähnt, sind Kommentare das Wichtigste, die Essenz der Schreibwerkstatt. Sie machen unsere Gemeinschaft lebendig, kreativ und zu etwas Besonderem. Und vor allem helfen sie dir selbst zu wachsen.

Wo du mehr Informationen bekommst:

  1. Jackys Blog: Wie sieht eine konstruktive Kritik aus?

    Zusammengefasst:
    1. Distanz
    2. Erwartungen zügeln
    3. “Ach ist das schön!”
    4. Die großen Drei: Was? Warum? Wie sonst?
    5. Sei positiv
    6. Ich, ich, ich …
    7. Mehr ist mehr
    8. Die drei goldenen Regeln
  2. Das Mentorenprogramm: Wie bekomme ich einen Mentor und was ist das?

    Das Programm:
    Ausgwählte Mitglieder der Schreibwerkstatt helfen dir an deinen Kommantaren zu arbeiten und sie besser zu machen. Wenn du dich anmeldest, bekommst du einen Mentor, der sich um dich persönlich kümmert und dir bei Anfangsschwierigkeiten hilft, so dass du sicher beim Kommentieren wirst.

  3. Diskussionen in der Plauderecke:

    1. Wichtig: Kommentare:
      Was wir von Kommentaren erwarten und Mitgliederdiskussionen dazu.

    2. Bin kein Lektor und kein Kritiker? Darf ich kritisieren?
      Über die Angst zu kommentieren, wie man sie überwindet, wie es dazu kommt und Erwartungen an die Kommentare. Als Mitgliederdiskussion.

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Wie schreibe ich ein Werk?

Technisch gesehen ...

... ist auch das relativ einfach. Die Anleitung zum Knöpfchendrücken gibt es hier in den FAQ.

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Was die eigenen Werke betrifft ...

... kann ich dir jetzt schwer sagen, was du zu schreiben hast :) Das ist ganz deiner Kreativität überlassen.

Es gibt ein paar Regeln für eigene Werke, wo sie hingehören und wie du sie einstellen sollst. Es wäre ratsam sie sich noch einmal kurz anzuschauen, damit auch alles richtig läuft. Dazu gibt es auch einige nützliche Fragen und Antworten in den FAQ:

  1. Was ist ein eigenes Werk?
  2. Wie stelle ich ein Werk ein, das länger als 1.000 Worte ist?
  3. Warum antwortet mir niemand?
  4. Warum muss ich erst Kommentare schreiben, bevor ich ein Werk veröffentlichen kann?
Tipp: Lies dir dein Werk noch ein paar Mal durch, bevor du es einstellst, am besten benutzt du auch nochmal eine Rechtschreibprüfung. Versuch - wie bei den Kommentaren beschrieben - auf Schreibstil, Ausdruck, Sprache, Inhalt, Handlung, Logik und Rechtschreibung zu achten. Bei Gedichten auch noch auf Rhythmus, Versmaß, Metrik und Reim.

Wichtig: Auf jeden Fall solltest du versuchen so viele Rechtschreibfehler wie möglich zu beseitigen. Lass mindestens ein Rechtschreibprogramm über deinen Text laufen und lies wenigstens einmal Korrektur. Das sind unsere Mindestanforderungen. Nichts ist schlimmer als ein Werk, dass man vor Lauter Fehler kaum noch lesen kann.

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Am Anfang steht die Idee

Hier befasse ich mich erst einmal mit der Ideenfindung. Wenn du schon eine Idee hast, kannst du mit dem Plotten weiter machen. Allerdings findest du hier vielleicht ein paar Dinge, die du für deine späteren Werke noch gebrauchen kannst.

Tipp: Hab immer ein Notizbuch dabei. Als Schreibender ist ein Notizbuch fast schon ein Muss, oder zumindest ein Zettel und ein Stift als ständiger Begleiter.
Manchmal triffst du an den seltsamsten Orten auf Inspiration und Ideen, dann solltest du gewappnet sein und sie schnell aufschreiben. Wenn dein Handy oder Ähnliches eine Diktierfunktion hat, geht auch die. Obwohl es ja etwas seltsam ist, im Bus oder Zug, mitten zwischen fremden Menschen, plötzlich Buchideen oder Ähnliches in ein Gerät zu sprechen "Er ist gar nicht gesprungen, ihm sind Flügel gewachsen" ... öhm, ... ja -_-;

  1. Jackys Blog - Notizen - Schreib es sofort auf oder du wirst es später bereuen
  2. Jackys Blog - 14 Quellen der Inspiration - Teil 1: Brainstorming, Mindmaps und Cluster
  3. Jackys Blog - 14 Quellen der Inspiration - Teil 2: Raus hier!
  4. Jackys Blog - 14 Quellen der Inspiration - Teil 3: Vorbilder
  5. Jackys Blog - 14 Quellen der Inspiration - Teil 4: Assoziatives Schreiben
  6. Jackys Blog - 14 Quellen der Inspiration - Teil 5: Kunst und Musik
Jacky hat mit diesen Blogbeiträgen eigentlich schon alles zusammengetragen was man über Ideenfindung so sagen kann, bzw. was mir an dieser Stelle einfallen würde. Es zu wiederholen wäre doppelte Arbeit deswegen leg ich dir für diesen Teil einfach ihre Artikel ans Herz, so wie sowieso ihren ganzen Blog! ;)

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Wie plotte ich und was ist das eigentlich?

Was ist denn nun ein Plot? An sich ist es nur der Handlungsstrang bzw. auch mehrere Handlungsstränge, die sich wie ein roter Faden durch den Roman bzw. die Geschichte ziehen. Quasi die Wegbeschreibung um am Ende anzukommen.

Braucht man soetwas unbedingt? Nein, es gibt auch Leute die kommen ohne klar. Aber je länger die Geschichte werden soll, um so sinnvoller ist es, vorher zu plotten.

Ich persönlich habe am Anfang auch einfach drauf losgeschrieben. Meine Ideen waren immer kleine Gedankenblitze und Teile aus Träumen, der Rest sollte sich ergeben. Ich hatte allerdings das Problem, das meine Handlung rumdümpelte und ich nicht wusste wo ich eigentlich hin wollte. Also kam ich auch mit der Geschichte nicht voran.

Wie gesagt, bei langen Geschichten empfehle ich es auf jeden Fall. Bei Kurzgeschichten kann sich die ganze Plot-Arie auch kürzer gestalten, aber helfen tut sie trotzdem.

Meiner Meinung nach sollte man, bevor man losschreibt, immer erst eine Übersicht haben, von dem was passieren soll, die Hauptcharaktere aufschreiben und das Ende kennen. Denn darauf läuft doch alles hinaus.

Plotten: Das Plotten soll dir beim Schreiben doppelte Arbeit abnehmen. Wenn du zum Beispiel schon 10.000 Worte geschrieben hast nur um dann festzustellen, dass es so nicht klappt und du von vorne anfangen musst, ist das doch echt ärgerlich oder? Beim Plotten kannst du in einer Übersicht die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten ausprobieren, sehen wohin sie führen, dass sie vielleicht nichts bringen und einfach durch das Ändern einer 4 Seiten Übersicht die komplette Geschichte so umkrempeln, dass sie plötzlich funktioniert. Das ist doch viel komfortabler, spart Zeit, Mühe und Hirnschmalz.

Es gibt verschiedene Arten zu plotten. Jeder hat so seine eigene Methoden. Für mich funktioniert die Schneeflocken-Methode ganz gut. Ich komm gut mit ihr zurecht und sie erschreckt mich nicht mit Worten wie "Prämisse"(-> etwas Ähnliches wie Leitmotiv oder Sinn). Deswegen leg ich sie dir ans Herz. Man versteht sie ganz schnell und sie ist meiner Meinung nach sinnvoll. Der größte Vorteil daran: Nichts ist ein Dogma, du kannst und sollst (!) vor allem alles so abändern, dass es für dich funktioniert.

Als praktisches Werkzeug zum Plotten und Schreiben gibt es noch den yWriter. Dieses Programm wurde von einem Schriftsteller - der selber programmiert - entwickelt und ich habe mich gleich darin verliebt. Du kannst auf einer Zeitleiste Szenen verschieben und organisieren. Kommt uns das nicht bekannt oder vertraut vor? Auf jeden Fall kann man damit gut plotten und auch darin schreiben, Charakterübersichten speichern, es gibt Szenenübersichten, Kapitel usw. alles flexibel und einfach.

Hier nun eine Übersicht, der Dinge, die du zu Plot und dem yWriter lesen solltest:

    Plot
  1. Jackys Blog - Was ist ein Plot? Wie funktionert der?
  2. Jackys Blog - Von der Idee zum Plot
  3. Jackys Blog - Hauptplot, Nebenplot und Handlungsstränge

  4. Schneeflockenmethode
  5. Jackys Blog - Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken-Methode [1]
  6. Jackys Blog - Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken-Methode [2]
  7. Jackys Blog - Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken-Methode [3]
  8. Jackys Blog - Wie du einen Roman schreibst: Die Schneeflocken Methode [4]

  9. yWriter
  10. Jackys Blog - Lust auf einen Zeitleisten Orgasmus? (Der yWriter wurde entdeckt)
  11. Jackys Blog - yWriter4 Anleitungen
  12. Jackys Blog - yWriter5 Download

  13. Ohne Plot :D
  14. Jackys Blog - NaNoWriMo - 50.000 Worte in 30 Tagen

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Charaktere entwerfen

Ich würde es als Unterpunkt des Plottens bezeichnen, aber weil gerade bei langen Geschichten, die Charaktere sehr umfangreich dargestellt werden, ist es viel Arbeit diese zu entwerfen. Herr der Ringe ohne Frodo, Sauron und Gandalf? Undenkbar!

Jacky und Pia haben sich eingehend Gedanken darüber gemacht, wie man das am besten macht und ich konnte auch eine kleine Idee dazu zum Besten geben.

Hier nun eine Übersicht über zwei Charakterkurse:

    Pias Charakterkurs:
  1. Wie man einen Charakter entwickelt [Teil 1/4] Die Skizze
  2. Wie man einen Charakter entwickelt [Teil 2/4] Der Hintergrund
  3. Wie man einen Charakter entwickelt [Teil 3/4] Sein Alltag
  4. Wie man einen Charakter entwickelt [Teil 4/4] Im Konflikt

  5. Jackys Blog - Charakterentwicklung
  6. Charaktere erschaffen - Die Übersicht

  7. Teil 1: Die Skizze - Gott spielen, 15 einfache Schritte zum lebendigen Charakter Teil 1: Die Skizze
  8. Teil 2: Die Macht deines Namens
  9. Teil 3: Das perfekte Styling für deinen Charakter
  10. Teil 4: Die Vergangenheit - Entdecke das Geheimnis deiner Vergangenheit
  11. Teil 5: Die Einstellung - Sex, drugs and Rock’n Roll
  12. Teil 6: Die Konstitution - Körper - Fit für den Himalaya?
  13. Teil 7: Der Geist - Geistige Fähigkeiten - Bist du dumm oder was?
  14. Teil 8: Soziales - Freunde, Feinde und Frivoles - Hier und Jetzt
  15. Teil 9: Das Selbstbewusstsein - Verhalten - Ich bin, was ich bin, ...
  16. Teil 10: Besondere Merkmale - Kenn ich dich nicht irgendwoher?
  17. Teil 11: Der Alltag - Das erste Mal
  18. Teil 12: Der Konflikt - Achtung! Hochspannung! - Im Konflikt
  19. Teil 13: Die Umsetzung - Wie bringe ich den ganzen Kram jetzt unter?
  20. Teil 14: Die Entwicklung - Schluss mit dem Stillstand!
  21. Teil 15: Tipps und Tricks - Brauch ich das alles wirklich?

  22. Charakterbogen - Bogen zum Downloaden
  23. Charakter-Interaktion auf einen Blick
Das sollte erst einmal mehr als genug Input sein, was das betrifft, oder?

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Kurzgeschichten - in der Kürze liegt die Würze

Die bisherigen Tipps kann man allgemein anwenden, aber es gibt einige Unterschiede zwischen einer Kurzgeschichte und einer Geschichte im Allgemeinen bzw. einem Roman.

Die Kriterien einer Kurzgeschichte, die mir noch von der Schule in Erinnerung sind:
  1. Offener Anfang und offenes Ende
  2. Direkt in die Geschichte einsteigen, keine Einleitung
  3. Charakterisierungen eher kurz halten / auf ein paar Punkte beschränken
  4. Müssen nicht unbedingt kurz in der Länge sein, können also viele Seiten haben
Dann ist es natürlich überflüssig 15 verschiedene Teile abzuhaken ehe man mit der Arbeit beginnt. Nichtsdestotrotz sollte man sich Gedanken um die Charaktere und die Aussage machen. Denn gerade darin - es kurz aber trotzdem deutlich zu sagen - liegt die Kunst.

Jacky hat was die Kurzgeschichten betrifft eine kleine hilfreiche Übersicht geschrieben.

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Das Gedichte Extra

Wenn man nicht gerade eine prosalastige Ballade schreibt, braucht man sich meist bei Gedichten nicht so viele Gedanken um Charakter oder Plot zu machen. Naja, vielleicht etwas falsch ausgedrückt: Die Gedanken sind "kürzer", man muss nicht so viel aufschreiben, sie brauchen aber trotzdem genauso viel Hirnschmalz. Meine Lehrer haben es nie geschafft mir ein Gefühl für Metrik oder Versmaß zu vermitteln und alles Lesen hat mich nicht so viel weiter gebracht: Üben lautet die Devise.

Aber Gedichte bestehen nicht nur aus einem "Rahmen" wie Metrik, Rhythmus etc., sondern auch aus einem Inhalt, der auch ganz ohne jede mehr oder minder bekannte Form, etwas hermacht.

Was Gedichte und Lyrik betrifft gibt es viele Meinungen und auch hier im Forum treffen verschiedene Geister aufeinander. Was ist Lyrik und wo fängt sie an? Und falls du deine Meinung als "richtig" erachtest, ist alles andere dann gleich Quatsch? Darüber kann man lange diskutieren ohne auf einen Nenner zu kommen.
Ich finde, man sollte nicht versuchen, einer Regel oder einer Form zu entsprechen, wenn man nicht mit ihr klarkommt. Wenn man es tut und sie liebt, dann ist auch das vollkommen okay. Persönlich zähle ich mich aber nicht zu den Könnern :P

Also, was sollst du nun in ein Gedicht schreiben? Für mich zählt, dass es einen Inhalt gibt, eine Idee, eine Geschichte oder Emotion, etwas, das berührt. In den Gedichten, noch mehr als überall sonst, sind gerade diese Punkte sehr subjektiv. Also braucht man eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl. Und gerade weil die Gedichte gewöhnlich recht kurz sind, ist die Wortwahl besonders wichtig.

Jacky hat eine kleine Anleitung geschrieben, was Gedichte betrifft, da ich nicht mehr viel dazu sagen kann (wie gesagt, halte mich da nicht für die Leuchte :D), empfehle ich dich mal weiter.

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Und dann kommt das Schreiben - ein paar kleine Tipps.

Nun sind wir an dem Punkt, wo du schreiben sollst.

Das ist mitunter das Schwerste für Anfänger: Einfach schreiben. Denn im Nacken sitzt dir immer die Angst etwas falsch zu machen und die Fragen "Wie mach ich das denn nun genau?" Es gibt kein Patentrezept, niemanden, der dir das abnehmen kann, was du nun tun sollst: Schreiben!

Es gibt so viele Tipps und Hilfen, zu diesem Thema, dass es mir fast unmöglich scheint, sie hier und jetzt alle zu beschreiben. Ich versuche trotzdem, dir eine kurze Übersicht zu verschaffen.

  1. Als ersten Schritt mag es dir vielleicht helfen, einfach schlecht zu schreiben.

  2. Ein weiterer guter Tipp für den Anfang ist "Zeigen, nicht beschreiben". Ich zitiere an dieser Stelle mal Träumerin, die hierzu etwas im Forum gepostet hat:

    Träumerin hat geschrieben: "ZEIGEN, nicht erzählen" meint, dass man versuchen soll, es dem Leser nicht nur trocken zu berichten, sondern es ihm bildlich zu zeigen.
    Bsp. (aus dem Buch " Blueprint" von Charlotte Kerner):

    erzählt / berichtet wäre:
      "Nach ihrem ersten Auftritt sah Siri nach langer Zeit ihren "Bruder" Janeck wieder. Janeck bewunderte sie und war auch ein bisschen frech, was Siri verlegen machte."
    GEZEIGT wäre es so (wie es auch im Buch ist):
      "Als die beiden mit einem knallbunten Blumenstrauß für Siri hinter die Bühne kamen, pfiff Janeck anerkennend durch die Zähne. "Kleine Schwester, was ist nur mit dir passiert? Du wirst ja eine richtige Ach-bitte-küss-mich-Frau." Und er drückte ihr ganz frech einen Kuss auf den Mund. Siri wusste nicht, wohin mit ihren Händen und wohin sie schauen sollte."
    Somit ist der Leser direkt in der Handlung dabei und bekommt es nicht nur trocken berichtet. Das ist mit "ZEIGEN, nicht erzählen" gemeint.


    Jacky hat zu diesem Thema auch einen ausführlicheren Blogbeitrag verfasst, falls du das Thema vertiefen möchtest Zeigen nicht beschreiben - Mit Gefühl!.

  3. Was vielen Neuschreibern auch erst schwerfällt, ist den alltäglichen Ton abzulegen. Oft schreibt man so, wie man es seiner besten Freundin/seinem besten Freund erzählen würde. Eben genauso. Das ist als würde ich schreiben: "Ja, wenn du dann mit Schreiben anfängst, dann versuch mal leicht darauf zu achten nicht so banal daherzureden. Meistens schwafelt man nämlich immer nur so daher."

    Um den alltäglichen Ton zu vermeiden, kannst du versuchen auf Füllwörter zu achten und versuchen, dich gewählter auszudrücken. Ich werde das an meinem Beispiel mal zu Ende führen.

    Füllwörter bezeichnet man auch oft als Unwörter. Sie sind in den meisten Sätzen nicht nötig und stören unter Umständen sogar die Stimmung. In wörtlicher Rede allerdings können sie dafür sorgen, dass der Text lebendiger wirkt, eben so alltäglich und normal, wie es dann auch klingen soll.

    Unter Füllwörter fallen zum Beispiel:
    aber, meist, oft, immer, leicht, höchst, immerzu, ständig, kaum usw.

    Um Füllwörter ausfindig zu machen, hat ein schreibender Kollege im Internet ein kleines Script geschrieben, auf das ich mich nun beziehe und verweise E-Lektorat - Füllwörter. Mit dieser kleinen Anwendung lassen sich die Füllwörter in deinem Text markieren:
      (Ja), wenn du dann mit Schreiben anfängst, dann versuch mal leicht darauf zu achten nicht (so) banal daherzureden. Meisten schwafelt man (nämlich) (immer) (nur) (so) (daher).
    Der neue Text wäre also:
    "Wenn du dann mit Schreiben anfängst, dann versuch mal leicht darauf zu achten nicht banal daherzureden. Meistens schwafelt man nur."

    Das klingt immer noch nicht ganz gesittet, und wenn jemand so ein Buch schreiben würde, würde ein Leser wahrscheinlich nicht sehr lange bei der Stange bleiben. Deswegen versuche dich gewählt auszudrücken, Umgangsdeutsch zu vermeiden und immer genau das richtige Wort zu finden.
    Mark Twain:Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe Richtigen, ist derselbe Unterschied wie zwischen einem Blitz und einem Glühwürmchen.

    Es sei denn, ja, du möchtest eine spitze Bemerkung machen, in der wörtlichen Rede deinem Charakter coole Sprüche oder schlechtes Deutsch in den Mund legen und eben ganz bewusst einen Effekt damit erzielen. Zurück zu unserem Beispiel. Wenn ich dort jetzt noch das Umgangsdeutsch ein wenig ausbessere, klingt der Text schon vernünftig. Dafür braucht man etwas Sprachgefühl und Übung. Die verbesserte Version wäre:
      "Wenn du mit Schreiben anfängst, versuch darauf zu achten keinen trivialen Text zu verfassen. Häufig schwafelt man nur."
    Mit dem "schwafeln" bin ich nicht ganz zufrieden, aber ich hab kein anderes Wort gefunden, dass genau das ausdrückt. Ich könnte noch den Satz umstellen: "Häufig schreibt man viel, um wenig zu sagen." Damit könnte ich das "Schwafeln" ersetzen. Eine Hilfe bei dieser Aufgabe sind Synonymseiten Deutscher Wortschatz, Wie-sagt-man-noch.

    Wenn du beim Schreiben nicht ganz so durch deinen Text rauschst, kannst du darauf achten, diese Dinge zu vermeiden. Aber, wie in diesem Abschnitt unter Punkt 1 bei "schlecht schreiben" schon stand, musst du nicht sofort für die erste Version den Pulitzer Preis bekommen. Diese beiden Tipps kannst du also auch guten Gewissens in die Korrektur verschieben. Wenn du diese Dinge aber schon beim Schreiben im Hinterkopf hast, kannst du dabei einiges lernen.

  4. Schreibe aktiv. Das passive Schreiben distanziert den Leser oft vom Text, es gibt ihm das Gefühl von Ferne und Unwichtigkeit.

    Es gibt aber auch das grammatikalische Passiv bzw. Aktiv:

    Passiv:
    Die Konferenz wurde angesetzt für 15:00 Uhr.

    Aktiv:
    Ich habe die Konferenz für 15:00 Uhr angesetzt.

    Der Unterschied ist, dass im passiven Satz dem Subjekt etwas passiert. Dabei hat das Subjekt keinen Einfluss auf dieses Ereignis, zumindest wird es so dargestellt.
    Die Konferenz wurde angesetzt. Derjenige, der das getan hat, kommt in dem Satz gar nicht vor. Dieses angesetzt werden passiert der Konferenz einfach. In einem aktiven Satz tut das Subjekt etwas. "Ich" habe die Konferenz angesetzt. Das Subjekt hat aktiv an der Gestaltung der Zukunft teilgenommen. Die Konferenz, der ja nur etwas passiert, ist nicht länger das Subjekt. Es gibt einen Verantwortlichen, jemanden mit dem der Leser sich in Verbindung setzen kann.

    Ganz genau dasselbe gilt für fiktive Geschichten. Wenn die Charaktere aktiv etwas tun, dann entsteht eine Verbindung zu ihnen. Wenn ihnen aber nur Dinge geschehen, auf die sie keinen Einfluss haben - selbst wenn es durch das Passiv nur so scheint - sind sie langweilig und unnahbar.

    Noch ein paar Beispiele:

    Passiv:
    Klaus wurde von Susi vom Bahnhof abgeholt.

    Aktiv: Anna holte Klaus vom Bahnhof ab.

    Noch eins:

    Passiv:
    Die Fliegen werden von Peter gejagt.

    Aktiv: Peter jagt Fliegen.

    Ich glaube, jetzt hast du genug Beispiele. ;)
    Also: Schreib aktiv!

  5. Viele Anfänger machen auch den Fehler, in einer unpassenden Vergangenheit zu schreiben. Die normale Vergangenheitsform in Romanen ist das Präteritum (auch Imperfekt genannt):
    Er küsste sie, sie ging, wir standen, sie riefen.
    Viele Neulinge tendieren dazu, im Perfekt zu schreiben, da dies die Vergangenheitsform ist, die im mündlichen Gebrauch am meisten verwendet wird:
    Hast du deine Hausaufgaben gemacht? Er hat sie geküsst!
    Beides ist richtig, aber man benutzt das Präteritum für das Schriftliche, das Perfekt hingegen für das Mündliche.
    Das Präteritum ist außerdem eine Verlaufsform, während das Perfekt andeutet, dass die Handlung schon beendet ist. Lies dir einmal die folgenden Sätze durch:

    Präteritum: Ceragon schlich sich näher an den feindlichen Drachen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand streifte.

    Perfekt: Ceragon hat sich näher an den feindlichen Drachen angeschlichen, bis der Rauch aus den Nüstern des schlafenden Ungeheuers seine Hand gestreift hat.

    Was ist der Unterschied? Der zweite Satz im Perfekt klingt, als hätte ihn jemand gesagt, der schon weiß, wie die Geschichte ausgeht. Null Spannung. Der erste Satz im Präteritum klingt, als würde man direkt hinter Ceragon stehen. Man ist dichter an der Handlung dran. Benutze das Perfekt nur, wenn du die mündliche Rede deiner Protagonisten wiedergibst, oder wenn eine Handlung schon abgeschlossen ist. Gerade als frischgebackener Schriftsteller neigt man gerne dazu, ganze Passagen im Perfekt zu schreiben; dazu ist es aber nicht gedacht.

    Dann gibt es noch das Plusquamperfekt:
    Er hatte gesagt, sie hatte gemacht, er hatte geküsst.
    Dieses zeigt an, dass eine bestimmte Handlung VOR einer anderen Handlung in der Vergangenheit passiert. Du hast also eine Handlung im Perfekt oder Präteritum, und eine im Plusquamperfekt. Zum Beispiel so:

    Präteritum und Plusquamperfekt: Ceragon schlich sich näher und näher. Plötzlich hielt er inne. Sein Köcher war leer. Hatte er etwa seine Pfeile im Lager vergessen?

    Er hält inne und fragt sich, ob er VOR dem Schleichen vergessen hat, seine Pfeile mitzunehmen. Deswegen: Hatte vergessen.

    Oder so:

    Perfekt und Plusquamperfekt: "Ceragon hat seine Pfeile wieder nicht dabei," sagte Karya,"Er hatte sie schon beim letzten Mal im Lager liegen lassen!"

    Hier hast du im ersten Satz Perfekt, weil Karya spricht (also Mündlich); im zweiten Satz hast du das Plusquamperfekt, weil er sie DAVOR schon einmal vergessen hatte.

    Bevor du allerdings ganze Passagen im Plusquamperfekt schreibst, solltest du überlegen, ob eine Rückblende nicht besser wäre. Oder findest du das hier spannend:

    Ceragon schlug sich an die Stirn. Er hatte seine Pfeile im Lager vergessen! Dabei hatte Karya ihn noch daran erinnert. Sie hatte ihm gesagt, dass er seine Pfeile beim letzten Mal vergessen hatte. Dann hatte Amethysta ihn daran erinnert, sie mitzunehmen, aber er hatte nicht auf sie gehört, denn er war damit beschäftigt gewesen, den Unterschied zwischen Plusquamperfekt und Präteritum zu lernen...

    Merke: Das Plusquamperfekt nur ein, zwei Mal hintereinander einsetzen; wenn du mehr schreibst, lieber eine Rückblende.

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Noch mehr Input bitte: Hilfreiches für Schriftsteller

Da man als Schreiberling viele Dinge benötigt, zum Beispiel Programme und Hilfen, haben wir ähnlich wie die Einsteigertipps die "Schreibtipps" entworfen.

Du findest dort zum Beispiel eine Anleitung zum Normseitenerstellen, Rechtschreibhilfen, Programme für Schriftsteller usw.
Es ist auf jeden Fall einen weiteren Blick wert!

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Einsteigertipps

Wer hat die Einsteigertipps geschrieben?

Genau wie bei den FAQ, hat Liyah sich hier wieder ordentlich ins Zeug geworfen. Genau wie bei den FAQ habe ich ihr beim Korrigieren tüchtig unter die Arme gegriffen. An dieser Stelle nochmal ein dickes Danke von mir an Liyah. Bei Verbesserungs- oder Ergänzungsvorschlägen könnt ihr euch gerne im Thema zu Verbesserungen melden.
Liebe Grüße
Jacky

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Fortsetzung folgt

Die Einsteigertipps sind noch nicht fertig, und werden weiterhin aktualisiert. Zuletzt bearbeitet am 27.03.2010.

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