Huhu du Ungeduldige (konnte ich mir nicht verkneifen, sorry^^)
Dann will ich mal etwas zu deinem Werk sagen. Als erstes kümmere ich mich um Rechtschreibfehler: Achtung, ich habe den Kommentar davor nicht gelesen, wenn etwas doppelt ist, sorry.
Ich hätte ihm um den Hals fallen können.
Seine braunen Haare, seine zärtlichen grünen Augen
Kampf, den wir glaubten verloren zu haben.
Er musste meine Schritte gehört haben,
Schon lag ich in seinen Armen.
Wir legten unsere
Eine Weile verging, in der wir uns in die Augen sahen
Hier geht es ja um die Weile, also muss es "der" heißen. Der Anfang dieses Satzes ist aber generell etwas holprig gewählt.
Vorschlag: Minuten vergingen, in denen wir uns in die Augen sahen und den Moment genossen.
Wobei ich ehrlich gesagt weder mit meiner Konstruktion, noch mit deiner so ganz zufrieden bin. Mich stört u.a. der Moment. Für mich ist ein Moment jetzt, in diesem Augenblick. Das passt nicht zu "Eine Weile". Man könnte das z.B so schreiben:
Minuten vergingen, in denen wir uns in die Augen sahen und die Zweisamkeit genossen
Sowas halt irgendwie, bin selbst gerade nicht so kreativ. Ist ja auch immer schwer, wenn man nicht in der Geschichte drin steckt (gefühlsmäßig)
weiter mir der Rechtschreibung:
Das Hier und Jetzt war einzig allein wichtig.
Wir haben endgültig gesiegt.
Zum Stil allgemein (beinhaltet auch Grammatik)
Nach so langer Zeit, sah ich ihn wieder.
Hier würde ich nicht unbedingt ein Komma setzen, da es eine unangenehme Pause entstehen lässt. Wenn du diesen Satz laut vorliest, wirst du bei dem Komma eine Pause machen. Für mein Empfinden sollte der Satz flüssiger zu lesen sein und daher OHNE Komma.
Aber all das tat ich nicht.
Du beginnst einige Sätze mit "Aber, Und, Doch". Ich weiß nicht mehr die genaue Regel (oder ob es überhaupt eine ist), aber ich habe in Erinnerung, dass man Sätze nicht mit diesen Worten beginnen sollte und wenn, dann sparsam eingesetzt. (ich gucke noch einmal, ob ich da im I-Net was finde)
Jedenfalls wirken diese Satzanfänge auf mich sehr "hingeklatscht".
Wenn du obigen Satz drastisch kürzt:
"Ich tat es nicht.", dann finde ich, hat er sogar noch eine schärfere Wirkung.
Und die Veränderung, die ich sah, brach mir das Herz.
Siehe oben. Fang den Satz mit "Die" an, dann wirkt der Satz auch gleich knackiger.
Seine braunen Haare, seine zärtliche grünen Augen. . . Aber in seinen Augen lag nicht mehr der intensive Blick, nein. In seinen Augen lag tiefe Trauer.
Wortwiederholung. Ebenso stören die drei Punkte. In Geschichten sind diese eigentlich nicht gern gesehen. Nach "zärtlichen" muss glaube ich ein Komma, da Aufzählung. Bin aber nicht 100% sicher. Das "nein" ist überflüssig.
Und der Grund, war ganz allein ich.
Komma weglassen (und bestenfalls das "Und"^^)
Noch nie lag in seiner Stimme so viel Zärtlichkeit, Glück und Liebe.
Jetzt wirds knifflig, das Problem zu beschreiben. Also:
Du sagst mit dem Satz aus, dass vorher, also zu einem früheren Zeitpunkt (wo sie schon mal zusammen gewesen waren) in seiner Stimme keine Zärtlichkeit, Glück und Liebe lag. Also in der Vorvergangenheit (Plusquamperfekt - Gott, ich hasse es!!). M.E. müsste der Satz dann richtig lauten:
Noch nie hatte in seiner Stimme so viel Zärtlichkeit, Glück und Liebe gelegen.
Das klingt aber irgendwie doof.
Vorschlag: In seiner Stimme lag Zärtlichkeit, Glück und Liebe wie noch nie zuvor.
Sollte ich mit dem Plusquamperfekt falsch liegen, korrigiert mich hoffentlich jemand.Sein intensiver Blick schien zurückzukehren.
Anstatt es nur so den Anschein hat, würde es doch viel schöner sein, wenn sein intensiver Blick tatsächlich zurückkehrt, finde ich.
Vorschlag: Sein intensiver Blick kehrte zurück.
Dann . . . endlich . . . unsere Lippen fanden sich.
Punkte durch Komma ersetzen und Satz der Lesbarkeit halber umstellen:
Dann, endlich, fanden sich unsere Lippen.
Erst lag noch Unsicherheit in der Luft, in uns, doch das Vertrauen kehrte wieder zurück, unser Kuss wurde intensiver, leidenschaftlicher.
Die Unsicherheit in der Luft finde ich unpassend, dafür passt die Unsicherheit in ihnen drin vielmehr. Ich würde den Schwerpunkt darauf legen. Mir fallen spontan zu viele Möglichkeiten ein, wie man diesen Satz verändern könnte, daher mag ich gerne auf einen Vorschlag verzichten.
Das hier und jetzt war einzig allein wichtig.
Eigentlich sagt man ja immer einzig UND allein, aber genaugenommen ist es ja ne Doppelung. Sie sagen ja beide dasselbe aus.
Den Satz fänd ich allerdings "runder", wenn du ganz und gar drauf verzichtest:
Das Hier und Jetzt war wichtig.
Und ewig.
Besser: Für ewig.
Wie gesagt, mit den ganzen "Und" und "Aber" Satzanfängen solltest du dir noch einmal etwas überlegen.
Ansonsten frage ich mich auch, was denn da vorgefallen ist. Du beschreibst die Bilder schon recht gut. Jedoch finde ich, könntest du deine Geschichte noch um einige Details ergänzen.
lg Alesssa